Warum ich Zelda: Breath of the Wild eigentlich hassen wollte

  • The Legend of Zelda: A Link to the Past ist die Nummer eins meiner persönlichen Lieblingsspiele. Als ich es im Alter von sechs Jahren gemeinsam mit meinem Super Nintendo bekommen hatte, war es zwar nur eine nette Dreingabe neben Super Mario World, die mein Vater eigentlich für sich selbst gekauft hatte.

    Nachdem ich für über zwei Jahre Speedruns in A Link to the Past gespielt habe, streame ich mittlerweile mindestens einmal pro Woche einen Randomizer für den Titel. Es ist vermutlich das einzige Singleplayer-Spiel, in das ich im Laufe meiner Gaming-Karriere diese Menge an Zeit hineingesteckt habe.

    A Link to the Past ist das Lieblingsspiel des Autors. (Bildmaterial: Nintendo)

    Auch sein direkter Nachfolger, The Legend of Zelda: Link’s Awakening, war ein Dauergast in meinem Game Boy. Ocarina of Time war das erste Videospiel, für dessen Veröffentlichung ich echten Hype verspürt hatte, ich konnte es kaum erwarten, bis Weihnachten 1998 da war und ich den Titel auspacken durfte. Dasselbe geschah auch mit Twilight Princess, dem Spiel, das ich mir am ersten Tag zu meiner Wii gekauft hatte.

    The Legend of Zelda und ich hatten immer ein sehr gutes Verhältnis. Zwar taugten mir ein paar Spiele der Reihe weniger als andere, aber wirklich enttäuscht wurde ich nie. Und als Nintendo angekündigt hatte, dass mit Breath of the Wild ein großes Open-World-Zelda in der Mache ist, war ich natürlich auch Feuer und Flamme. Jedenfalls zuerst.

    Das ist NICHT mein Zelda …

    Je mehr Nintendo von The Legend of Zelda: Breath of the Wild gezeigt hatte, desto weniger hatte ich Lust auf den Titel: Man hat nicht die ikonische, grüne Tunika an? Waffen brechen nach wenigen Angriffen und müssen neu eingesammelt werden? Kochen? In meinem Zelda-Game?

    Es wirkte alles auf mich, als wollte Nintendo hier The Legend of Zelda in eine Sparte packen, wo es nicht hingehört. Dem Trend der Survival-Games nachjagen, anstatt mir das zu geben, was ich mir gewünscht hatte: ein echtes Zelda-Game mit einer offenen Spielwelt.

    Und auch als ich Breath of the Wild im Januar 2017 auf einem Presse-Event anspielen konnte, war ich nicht überzeugt. Ständig hatte ich das Gefühl, nach Waffen suchen zu müssen, da die Stöcke und rudimentären Schwerter, die ich gefunden hatte, immer wieder zerbrachen. Zudem sollte es keine klassischen Paläste mehr geben. Zwar war von vier Story-Dungeons die Rede, aber viel von dem, was einen in früheren Zelda-Verliesen erwartet hatte, wurde nun in eine Vielzahl kleiner Schreine ausgelagert.

    Anstatt große Dungeons gibt es in Breath of the Wild viele Schreine. (Bildmaterial: Nintendo)

    Zur Veröffentlichung der Nintendo Switch im darauffolgenden März gab es natürlich nicht wirklich eine große Auswahl an Spielen. Darum griff ich dennoch zu Breath of the Wild, was der einzige große Launch-Titel für den Konsolen-Hybrid war. Ich brachte das neue Nintendo-Gerät nach Hause, schloss es an, packte Zelda in den Modulschacht und bereitete mich mental darauf vor, ein paar zornige Tweets zu schreiben.

    Das ist GENAU mein Zelda!

    Und so kam es auch. Von den ersten 30 Minuten Spielzeit verbrachte ich einige zornige Minuten an meinem Smartphone. Mich störte, wie nervig das Kampfsystem ist: Wie zäh dessen Dynamik durch das ständige Brechen von Waffen ist, und wie ätzend es ist, dauernd in das Menü zu gehen, um mich zu heilen. Ich sprach davon, wie es gefühlt keinen richtigen Reward für den Kampf gibt. Außer einem Haufen zerbrochener Schwerter.

    Gerade am Anfang nerven die brechenden Waffen noch ungemein. (Bildmaterial: Nintendo)

    Und dennoch spielte ich weiter. Und weiter. Immer mehr wurde mir klar, dass ich falsch lag. Denn ich ging mit dem Mindset in das Spiel, dass es einfach kein richtiges Zelda-Game ist. Und es stellte sich schnell heraus, dass es genau das bot, was mich als Kind an A Link to the Past so fasziniert hatte: Zum ersten Mal seit Ewigkeiten verspürte ich den Drang, die Welt zu erkunden, meine eigenen Lösungen zu finden, ohne dass mir das Spiel vorkaut, was zu tun ist. Ich hatte sehr früh erste Momente, bei denen ich Herausforderungen kreativ und durch Experimente lösen konnte.

    Und ich fühlte mich wieder wie der kleine Matthias, der ein kniffliges Overworld-Rästel auf dem Super Nintendo gelöst hatte. Es war auch an dieser Stelle, als ich kleinlaut einem meiner Freunde eine Nachricht geschickt habe: „Ich wollte es hassen. Aber es ist leider gut.“

    Etwas, das sich auch Tage später nicht ändern sollte. Als ich das erste Mal das Tutorial-Areal verlassen konnte und sich die Spielwelt in ihrer gesamten Größe offenbarte, ließ ich ein echtes „Oh mein Gott“ erklingen. Und es wurde mir schnell klar, dass Breath of the Wild nicht nur ein echtes The Legend of Zelda ist, sondern die Art von The Legend of Zelda, die ich immer wieder gewollt habe.

    Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung. (@PrinnyTonic auf Twitter)

    Es ist ein Spiel, von dem mein kindliches Ich besessen gewesen wäre. Und auch ich konnte es für viele Tage nicht aus der Hand legen. Solange, bis ich zum ersten Mal den Abspann sehen konnte. Und das wurde von mir extrem hinausgezögert. Denn ich wollte eines nicht: dass es vorbei ist. Breath of the Wild war für mich ein Meilenstein. Und es war so gut, dass ich mir selbst mit einer verbissenen Antihaltung eingestehen musste, was für ein Meisterwerk wir hier bekommen hatten.

    Bildmaterial: The Legend of Zelda: Breath of the Wild, Nintendo

  • Der Beitrag spricht mir doch ziemlich aus der Seele ^^
    Ich wollte es auch nicht mögen, denn alles was so gezeigt wurde, sprach mich zunächst nicht an. Ich hatte es mir sogar für die WiiU geholt und einige Stunden rein gespielt wurde aber zunächst auch nicht warm, aus den auch vom Autor des Beitrags genannten Gründen...
    Dann später, nachdem ich mir dann doch nach einigen Monaten eine Switch geholt habe, habe ich mir auch das "Neue" Zelda noch mal geholt
    Und bin auch dran geblieben und musste mich zum Schluss dazu zwingen, es nach 150 Stunden endlich mal zu Ende zu bringen. Und ja, es hat mich belohnt, dran geblieben zu sein, meinem Erkundungsdrang nachzugehen und immer wieder was neues mit den Mechaniken auszuprobieren. Deswegen freue ich mich auch auf Teil 2, auch wenn viele jammern das es more of the same ist. Und bis auf die wirklich ständig zerstörbaren Waffen möchte ich das auch :D

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    ~Make of thyselves that which ye desire. Be it a Lord. Be it a God. But should ye fail to become aught at all, ye will be forsaken. Amounting only to sacrifices.~

  • Bei mir war es eigentlich genau das Gegenteil. Ich wollte das Spiel unbedingt mögen, weil ich immer wahnsinnig viel Spaß mit der Reihe hatte. Aber die Open World und vor allem das System mit den ständig kaputten Waffen haben mich einfach total genervt. Am Ende habe ich mich mehr Schlecht als Recht durchgequält. Aber so weiß ich wenigstens, dass ich bei Teil 2 nicht zugreifen werde.

  • Die Situation war bei mir eigentlich genau anders. Meiner Meinung nach sank die Qualität der 3D-Zeldas und die gesamte Formel benötigte einen neuen Twist, um die Reihe für mich wieder interessanter zu gestalten. Und obwohl ich Breath of the Wild nach den ersten Spielstunden auch recht lange hab liegen lassen, weil mir im Spiel einfach zu Beginn irgendwie ein klares Ziel fehlte, so haute es mich um, je länger ich spielte. Das Spiel hatte natürlich auch einige Probleme, aber das war etwas, worüber ich hinwegsehen konnte, was für viele andere vermutlich aber ein regelrechter Deal-Breaker war.


    Umso mehr würde ich mir eigentlich wünschen, aktuell im Tears of the Kingdom Modus zu sein da das Spiel bald erscheint. Aber Nintendo hat es einfach noch immer nicht geschafft, mich so richtig drauf scharf zu machen. Aber es hält mich jetzt nicht davon ab, es zum Release zu kaufen. Diese ganz große Vorfreude wie bei Breath of the Wild habe ich aber halt nicht mehr was Ok ist, denn Tears of the Kingdom wird das etablierte nun fortsetzen, soll heißen, man weiß, was man bekommt aber ich hoffe sehr, dass man auch bekannte Kritikpunkte angegangen ist.

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    Gears of War 3: 8/10

    Open Roads: 7/10

    Gears of War: Judgment - 6,5/10

  • Ah, keine Sorge... ich trage die Fackel gerne für dich und hasse das Spiel an deiner Stelle. ^^


    Ehrlich, ich wünschte, das Spiel hätte mich überzeugen können. Ja, auf dem vergessenen Plateau hatte ich auch ne Menge Spaß mit dem Titel und konnte mir die Freiheit und die Möglichkeiten gut vorstellen.
    Doch als sich die Welt öffnete und ich immer weiter vorstieß, musste ich leider feststellen: Das Spiel bietet mir zwar viele Freiheiten... aber es gibt eigentlich nichts aufregendes zu entdecken. Einige der Schreine sind ja nett, aber sie sind visuell identisch und viele Schreine waren auch Filler-Material. Und die waren noch das Highlight! Ansonsten hatten wir noch die fetchigsten der Fetchquests, öde Koroksamen... ähm, Türme erklimmen und Gegnerbasen einnehmen... bin mir ziemlich sicher, dass wir das an Ubi-Spielen oft kritisiert haben, warum sind alle okay damit, wenn wir es hier machen?
    Aber ja... abseits der Freiheiten fühlt sich leider viel nach Fillerkram an.
    Ich wünschte ja, ich könnte mich auf die Hauptquest konzentrieren, aber die hat dank dem Fokus auf Open World für mich auch sehr gelitten. Schwache Story, lahme Titanen und öde Aufgaben auf dem Weg dahin machten auch die Hauptquest alles andere als zu einem Genuss.


    Das Ziel der Entwickler war ja, das Gefühl von Zelda 1 einzufangen, aber irgendwie kann ich dem auch nicht zustimmen. Zelda 1 gab einem nur kryptische Hinweise, wohin es gehen soll, die gesamte Welt war ein Mysterium, der Weg nach vorn immer klar. In BotW war die Hauptquest aber immer bequem mit einem Questmarker versehen, Verlaufen unmöglich. Unklar waren die Ziele der Sidequests meistens, aber da fand ich wie gesagt eh eher langweilig, also hab ich mich damit gar nicht erst beschäftigt. Und ja, auch wenn sie noch sehr kampffokussiert waren, es hatte klassische Dungeons!!!!!


    Ich finde, Tunic hat den Geist von Zelda 1 viel besser eingefangen. Das Spiel hatte keine viel zu große Open World, stattdessen war der Weg nach vorn oft kryptisch und musste selbst entschlüsselt werden. Selbst das Handbuch, welches bei den alten Spielen oft essentiell für das Verstehen der Gameplaymechaniken und Story war, wurde hier zu einem Gameplayelement umfunktioniert! SO sieht ein spiritueller Nachfolger zu Zelda 1 aus.
    BotW ist... einfach irgendwie was ganz anderes.
    Verflixt, das erste Dark Souls hat den Geist von Zelda 1 besser einfagengen als das!
    Und Hollow Knight hat in mir ein Abenteuergefühl und kindliche Freude ausgelöst, von dem BotW nicht einmal träumen kann!
    Silksong ist mein meisterwarteter Titel, nicht Tears of the Kingdom.


    Und das wäre alles auch nicht so schlecht, jeder hat seinen Spielegeschmack, blablabla, nicht jeder muss das selbe mögen, ich weiß... aber BotW hat die klassische Zelda-Formel (bislang) gekillt! Zumindest im 3D-Stil. Ehrlich, seit diesem Spiel gab es... glaube ich ein klassisches, komplett NEUES 3D-Zeldalike - und das war Oceanhorn 2. Und das sieht auch nicht besonders prickelnd aus.
    Gäbe es seither von IRGEND jemanden noch eine klassische 3D-Zelda-Alternative (wehe, jemand nennt Kena, das erinnert mehr an den God of War-Reboot und damit habe ich auch so meine Probleme), dann wäre ich mit der neuen Richtung fein.
    So wie ich mit Paper Mario The Origami King klarkomme, weil Bug Fables existiert und dem Spiel in jeder Form zeigt, warum die klassische Paper Mario-Formel besser ist.


    Gebt mir eine Alternative!!! IRGENDWAS!!!!! Ich will das Gefühl eines schönen, klassischen 3D-Zeldas wieder spüren! Folgt der Mario-Philosophie, die gezeigt hat, dass er auch in mehreren Formen und Formeln existieren kann. Das geht bei Zelda auch! Die Open Air-Formel darf nicht die einzige Zukunft der Reihe sein!


    Bis ich irgendwann wieder ein klassisches 3D-Zelda oder 3D-Zeldalike spielen kann, mache ich Breath of the Wild für den Mord einer meiner absoluten Lieblingsformeln verantwortlich! Und ich werde es dafür mit aller Leidenschaft hassen!

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    Das Leben ist wie ein Roguelike mit Permadeath-Mechanik.

    Wer hat sich diesen Schwachsinn eigentlich ausgedacht?

  • Danke für diesen wunderbare Kolumne, spiegelt exakt meine Gedanken zu Breath of the Wild wieder. ^^
    Mit Skyward Sword wurde es schon schwächer wie finde, bei den 3D Titeln. Das betone ich gerne wieder, für mich waren Ocarina of Time, Majoras Mask und Twilight Princess, das Peak in der The Legend of Zelda Reihe. Dark und Gritty passt einfach mehr zu Zelda.

  • Ich wollte es lieben, da es alles ursprünglich versprach, was ich mir wünschte, doch dann wurde das Spiel nochmal etwas über Haufen egworfen, als man sich entschied damit die Switch supporten zu wollen und die Wii U Version nur noch ein notwendiges Übel wurde, um sein Versprechen einzuhalten aber auf keinen Fall auch nur irgendwas haben durfte, was es interessanter als die Switch Version macht... Dann habe ich es bereits gehasst und war enttäuscht, bevor es überhaupt rauskam :D
    Und dann wurden die Survival Elemente immer präsenter gezeigt und das Spiel schien sich genau in die entgegengesetzte Richtung zu entwickeln, auf die ich mich eigentlich freute... allein schon mit der Synchro...
    Dann habe ich es dennoch gespielt, weil Zelda und ich mich dennoch zu sehr auf ein Open World Zelda freute und mir dachte ich werde schon meinen Spaß damit haben, solang die Welt gut ist.


    Das traf auch ein. Ich hatte meinen Spaß mit der Welt, die klasse designt wurde und wo es ständig irgendwas zu sehen und finden gab, was meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Seien es die Schreine, irgendwelche Ruinen oder NPCs. Auch die Story fand ich gut und die Möglichkeit, direkt zum Endboss vorpreschen zu können. Die Schreine machten mir sehr viel spaß, bis auf die Kampfschreine, und gehörten zu meinen Highlights des Spiels.
    Doch je länger ich spiele desto mehr wurden mir die Schwächen bewusst. Zuerst war es nur die Synchro, die beim Spielstart zu viel zu hören war und mich etwas nervte, weils für mich nicht passte.
    Dann fing es an zu nerven, als ich feststellte wie schlecht gebalanced das Waffensystem ist... irgendein Zweihänder zerbricht nach zwei Schlägen und ein Stock hält irgendwie vier Schläge... what the fuck?! :D Dann wurde das System mit den zerstörbaren Waffen ohnehin nervig und viel zu übertrieben. Der Ursprungsidee konnt ich gar was abgewinnen, da es auch das Mastersword umso mächtiger erscheinen lässt. ... ... In der Theorie, denn das Mastersword wurde komplett verhunzt. Ich habe mich da wirklich verarscht gefühlt als Spieler und vor Allem als Zelda Fan, als ich das Mastersword in der Hand hatte.
    Sehr schnell stellte ich auch fest was für ne Lusche dieser Link ist, der keine 2 Meter schwimmen kann ohne zu ertrinken, was für erste Frustmomente sorgte...
    Dann kam die Feststellung, dass die kreativen Ansatzweisen der Bekämpfung von Gegner fürn Arsch ist, weil die Viecher ohnehin son überrollenden Felsen überleben oder wenn man Kisten auf sie fallen lässt oder gar wenn man Explosionen in deren Schädelhöhlen auslöst. Somit machte es gar kein Sinn diese kreativen Lösungsansätze weiter zu verfolgen, da man alle nur alarmiert und auf sich hetzt unnötigerweise.
    Und dann kamen noch Dinge wie die Tastenbelegung dazu, wodurch Link ständig ins Wasser sprang anstatt rüberzuspringen -,-
    Die miesen Hit Boxen kamen dazu, die den Spielspaß sofort eliminierten, weshalb die Kämpfe einfach furchtbar waren...
    Und dann dieser übertriebene Regen, ei dem ich zwei reale!!! Stunden warten musste, bis ich weiterklettern konnte -,-
    Und irgendwann bemerkte man auch, dass das Leveldesign nicht optimiert ist. Sprich an einigen Stellen gab es recht viel aufeinanderhockendes zu finden, an anderen Stellen dann plötzlich gähnende Leere. Die Verteilung hät da noch optimiert werden können. Es wirkt, als ob einige Gebiete einfach irgendwann vergessen wurden^^


    Also irgendwie wurde mein Breath of the Wild Abenteuer zu einer Hass-Liebe Beziehung xD Kämpfe, klettern und Wege über oder durch Wasser hab ich oft gehasst... Link und Mastersword sind die Schandflecken der Reihe in dieser Version (Kein Wunder, dass Link den Kampf damals so glanzlos verlor... Also zumindest war das sehr authentisch xD) Aber das Erkunden, die NPCs, die Dialoge, die Schreine, die Dörfer, das Housing System (was noch Verbesserungswürdig ist), das aufbauen der einen kleinen Stadt da und viele andere Dingen waren dagegen wirklich toll^^


    Also oberflächlich war es ein Spiel, was ich lieben konnte. Tieferblickend eines, was ich eher verfluchte. Da mir das "Innere" aber wichtiger ist als das Oberflächliche, bliebs ne Ernüchterung. Es war nicht das Spiel, was ich mir wünschte, aber es war auch nicht die Katastrophe, die ich befürchtete. Es ist für mich ein gutes Spiel aber ein durchschnittliches Zelda ^^


    Und nun habe ich viel mehr dazu geschrieben als ich wollte xD Sry!^^

  • Dark und Gritty passt einfach mehr zu Zelda.


    Ich frage mich, woher das immer kommt. Das war praktisch nun auch die Überschrift zu den Previews zu Final Fantasy XVI der GameStar und der PC Games und dieses "Dark and Gritty" wird als dann auch noch als USP angeführt. Ich finde dieses "Alles muss düster und erwachsen sein", also das beschriebene Dark and Gritty (da gibts auch noch US-Magazine, die das angeführt haben), mittlerweile ziemlich ausgelutscht. Bei Zelda scheint besonders Twilight Princess in Europa deswegen Eindruck geschunden haben, dabei finde ich diesen grauen, tristen Stil des Spiels einfach nur unfassbar langweilig. Majoras Mask hingegen ist das komplette Gegenteil. Es punktet einfach durch eine sehr bizarre und surreale Atmosphäre, ironischerweise kann ich das gleiche über Link's Awakening sagen. Die Spiele sind eigentlich recht düster und seltsam, ohne aber dieses erzwungene "Ich muss jetzt düster und erwachsen sein" rüberbringen zu wollen.


    Und ich finde es persönlich eigentlich sehr schade, dass wirklich dieses eintönige Dark, Gritty, Adult einer schönen Spielwelt mittlerweile anscheinend vorgezogen wird. Ich erinnere mich zurück an die wirklich wunderschönen abwechslungsreichen Landschaften in Breath of the Wild. Und dann denke ich an dieses graue, unspektakuläre Hyrule Field in Twilight Princess zurück.
    Aber nicht anders ist es bei Final Fantasy. Ich werde mich immer an Gaia aus Final Fantasy IX, ganz besonders aber an Spira aus Final Fantasy X (für mich immer noch eine der beeindruckendsten Videospielwelten, die je geschaffen wurden) erinnern. So gerne ich Final Fantasy XV mochte, aber was ist mir da in Erinnerung geblieben von der Spielwelt? Eine Tankstelle, eine kleine versiffte Slum-Stadt und eine riesige Stadt, gar nicht richtig in die Spielwelt eingebunden, in der man rein gar nichts tun konnte.


    Muss mich da übrigens entschuldigen, das ist keine Kritik gegen dich und deine Vorliebe für ein düsteres Spiel. Aber dieses "Dark and Gritty" hat mich einfach herausgelockt weil ich es jetzt einfach so oft bei vielen Final Fantasy XVI Previews gelesen habe. Ich will auch gar nicht abstreiten, dass ich damit vermutlich zur Minderheit gehöre die dieses Theme mittlerweile ablehnen, aber ich bin der Meinung, man hat die ganzen düsteren Tropes nun durch. Man kann gerne so etwas einbauen, so etwas erwarte ich sogar von Tears of the Kingdom, aber es sollte nicht ein komplettes Spiel bestimmen.


    Ansonsten aber, ich wollte eigentlich mal wieder gar nichts mehr zu Breath of the Wild schreiben und lediglich nur ein Lob für die Kolumne ausstellen, die mir wirklich sehr gut gefallen hat. Ja, was gibt es zu Breath of the Wild denn noch zu sagen? Vermutlich nichts mehr, wer es nicht mag, wird sich nicht mehr damit anfreunden und vermutlich auch nicht mit Tears of the Kingdom. Meine Philosophie war einmal, dem Spiel vielleicht 10 Stunden Zeit zu geben. Aber ich habe nun wirklich viele Meinungen hier gelesen, dass einige wirklich Breath of the Wild abgrundtief hassen :D Somit revidiere ich meine Meinung komplett. Wer wirklich zu 0% Spaß mit einem Spiel hat, sollte keine Minute mehr als nötig damit verschwenden.

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  • Danke für die Kolumne, ist immer interessant andere Ansichten zu lesen. Ich persönlich bin an das Spiel recht neutral rangegangen da ich die Zelda Spiele immer nur recht durchschnittlich und nett fand. Aus dem Grund hat mich BotW weder positiv noch negativ überrascht denn es war enau wie die anderen Teile genau das was ich erwartet hatte. Es hatte ziemlich interessante Mechaniken und Spielereien, aber dafür meiner Meinung nach eine ziemlich öde, eintönige und leere Open World. Die Story an sich hatte zwar auch potenzial aber dadurch dass das Interessante in der Vergangenheit stattfand waren die Rückblicke mit abstand das beste , während in der Gegenwart Storytechnisch halt tote Hose war. Außerdem war das Belohungssystem komplett für den Arsch. Ich mein hunderte Rätsel schön und gut, wenn man aber überwiegend nutzloses Zeug bekommt wie z.B. Waffen die eh gleich wieder kaputt gehen, habe ich mich schon hinterfragt wieso ich das eigentlich mache. Aber alles im allen war es ja immer noch in Ordnung und der großen Masse hat es ja anscheinen so gut gefallen das anscheinend dadruch noch eine andere Art von Open World erschaffen wurde (für mich war es zwar Standort, nur das die Symbole nicht zu sehen waren, aber wer bin ich das zu beurteilen).



    Ich will auch gar nicht abstreiten, dass ich damit vermutlich zur Minderheit gehöre die dieses Theme mittlerweile ablehnen, aber ich bin der Meinung, man hat die ganzen düsteren Tropes nun durch. Man kann gerne so etwas einbauen, so etwas erwarte ich sogar von Tears of the Kingdom, aber es sollte nicht ein komplettes Spiel bestimmen.

    Wirklich? Ich bin in meine Kopf gerade alle JRpgs durchgegangen die mir einfallen aber kaum eins davon war wirklich Dark und Gritty (kannst mich natürlich verbessern wenn ich welche vergesse). Ich mein Xenoblade, Tales of, Trails, alle FFs, Persona usw. haben zwar mehr oder weniger erwachsene Storys (finde den Ausdruck eh doof, da es meiner Meinung nach kaum Spiele gibt die wirklich nur für Kinder sind, sondern meist für alle) aber sind nicht annähernd Dark und Gritty. Die einzigen Spiele die mir da in dem Bereich wirklich in den Sinn kommen sind die Souls Spiele und deren Setting wird ja meistens gefeiert weil Dark Fantasy nicht so oft vorkommt und es dadurch recht einzigartig ist. Ich bin deswegen eher der Meinung das es eben kaum solche gibt und dies der Grund ist warum so viele Leute sowas mal haben wollen, da es mal eine schöne Abwechslung wäre.

    Gespielt 2024 Part 1

  • Zelda war für mich immer etwas besonderes, da mein allererstes Game ein Port vom ersten Zelda Game für den Gameboy Advance war
    Und auch in meinem Falle ist A Link to the Past eines meiner Lieblingsspiele geworden, allem voran mein Lieblingszelda :p
    Und auch wenn ich BOTW ganz in Ordnung finde, wegen seiner Erkundung, hasse ich das Spiel auvh dafür, da es für mich einfach nur Standartisiert und langweilig wirkt. Die ersten 20 Stunden hatte ich wirklich versucht mich auf die Ooen World einzulassen, doch irgendwann hatte es mich nurnoch gelangweilt und ich hatte einfach keinen Bock mehr.
    Letztlich hatte ich eine Karte mit allen Schreinen aus dem Internet entnommen und so das Spiel recht zügig nach 60 Stunden beendet.
    Vielleicht liegt es auch an meiner Abneigung zu Open World Games, aber ich habe nie den Sinn einer großen Welt gesehen, wenn sie doch langweilig und leblos wirkt wie hier;
    In RPGs wie Tales hast du zum Beispiel auch eine riesige Welt, nur hast du dazwischen Dörfer und Städte die du ebenfalls siehst und auch Dungeons auf der Karte die du erkundest. (Ja es gibt Städte in BOTW, aber mehr als 6 gabs glaub ich auch nicht)
    Wenn man hier mehr optionale Dungeons hätte und auch schöne große Gebiete wie in Tales of Arise dann bin ich schon zufrieden.


    Ich hatte Anfang des Jahres auch Zeit der Verheerung durchgespielt und muss sagen das mir die Story hier bis zum Plottwist auch gut gefallen hatte.
    Trotzdem muss ich mich fragen, ob ich nicht glücklicher gewesen wäre, wenn diese Geschichte nicht in das Hauptspiel eingebaut worden wäre, um mich mehr an die Story zu binden. (Ja, es gab diese Memorystücke, aber ich finde, man hätte es anders handhaben müssen. Die Geschichte, wie man die alten Recken trifft hätte in den Spielfluss eingebaut werden sollen, während man die Gebiete der jeweiligen Stämme erkundet)
    Ja ich verstehe die Tragödie und die Situation ist wirklich furchtbar. Und ich finde auch, dass man mit der Rolle Links sehr aufgegangen ist. Doch trotzdem ist während dem Spielen, das Interesse an der Story nicht wirklich vorhanden gewesen.

  • Positiv in Erinnerung ist mir die Atmosphäre geblieben. Wenn sich die Drachen am Horizont gen Nachthimmel erhoben und dabei von asiatischen Klängen begleitet wurden, kam Gänsehaut auf. Ebenso, als ich zum ersten Mal den Blutmond zu Gesicht bekam. Generell sorgten die spärlich eingestreuten Sound-Samples für eine unheimlich passende Untermalung. Zu der Zeit war ich auch in einer Reha im Bergischen und brauchte nur aus dem Fenster zu schauen, um eine ähnlich hügelige Landschaft wie in „BotW“ zu sehen. Vermutlich hat’s die Atmosphäre noch verstärkt…


    Gestört haben mich die schnell verbrauchten Waffen, dass Nebenquests recht belanglos und wenig gewinnbringend waren und das ständige Abrutschen bei Klettereinheiten durch plötzlich einsetzenden Regen. Ein „Meisterwerk“ bleibt das Game, für mich, somit nicht. Hier würde ich immer noch eher „Ocarina of Time“ hinsetzen. Schlecht ist Links neuste Open World allerdings auch nicht. Für mich bleibt es ein „okay'ies“ Spiel mit vorzeigbarer Atmosphäre.

  • Bei mir ist es anders abgelaufen.
    Fand den Stil gut, daß wars auch schon.
    Ich bleibe auch nach 5 Anläufen dabei, wäre der Zelda Skin nicht über diesem Spiel, wäre es in der Bedeutungslosigkeit verschwunden.
    Für mich persönlich ist es kein Zelda, maximal ein spinnoff davon.


    Dachte nach Zelda SS kann es nicht schlimmer werden ^^


    Gute Zelda Spiele meiner persönlichen Meinung nach, Lttp,Oot, WW, TP und alle mobile Zeldas.
    Die ersten beiden mochte ich damals auch, aus heutiger Sicht brauche ich sie natürlich nicht mehr.

  • Es ist schon interessant, wie stark Breath of the Wild polarisiert - in meinem Fall würde der Kolumnentitel auch eher lauten: "Warum ich Zelda: Breath of the Wild mögen wollte und es zum Schluss doch hassen musste". Wobei "Hass" hier in meinem Fall ein zu starkes Wort ist, da ich nicht mehr mit allzu großer Emotionalität schreibe. Trotzdem markiert Breath of the Wild im Wesentlichen das Ende der Zelda-Reihe, wie ich sie geliebt habe, und das nehme ich dem Spiel durchaus immer noch übel.


    Dabei fing es eigentlich so gut an: Ich war voller Vorfreude auf das neue Zelda-Spiel und auch, wenn ich ziemlich genervt davon war, dass Breath of the Wild zum Release-Titel der Switch wurde, nachdem der Hauptgrund für meinen Wii U-Kauf im Endeffekt dieses Spiel war, habe ich es trotzdem zeitnah zum Release gespielt. Es war mein erstes Open World-Game und ich zog aus in die Ferne und erkundete fleißig jeden Winkel der weitläufigen Welt - bis ich irgendwann feststellte, dass sich nichts davon wie die Zelda-Games anfühlte, die ich geliebt habe, und ich bald keinen Spaß mehr an Breath of the Wild hatte. Erst dachte ich, es liegt daran, dass mir der Open World-Ansatz grundsätzlich nicht gefällt und habe dann konsequent für 4-5 Jahre alle Open World-Titel gemieden, aber Ghost of Tsushima hat mir dann doch gezeigt, dass das nicht das Problem war.


    Ich habe schon von mehreren Personen gehört, dass Breath of the Wild konzeptionell an die alten 2D-Zeldas anschließt, in denen die freie Erkundung ein Hauptaspekt des Spiels war. Nun habe ich genau diese Spiele aber leider nie gespielt und/oder gemocht: Ich bin mit Wind Waker in das Franchise eingestiegen, ich mochte Twilight Princess und Ocarina of Time und habe mich sogar in das verbreitet gehasste Skyward Sword verliebt. Für mich war das "Identitätsmerkmal" der Reihe nie die freie Erkundung, sondern das Durchstreifen der großen, beeindruckenden Tempel mit ihren vielfältigen Rätseln. Auch das "dark und gritty"-Theme habe ich persönlich nie als hauptsächliches Erkennungsmerkmal des Franchises gesehen - tatsächlich finde ich Twilight Princess sogar ein bisschen überbewertet, aber das nur am Rande.


    Ich persönlich habe Zelda immer als sehr homogenes Franchise wahrgenommen, aber das ist sicherlich der Tatsache geschuldet, dass ich das Franchise sehr selektiv gespielt habe und gerade viele der älteren Titel nie ausprobiert habe (und auch nie spielen wollte, ehrlich gesagt). Breath of the Wild hat meiner Einschätzung nach sehr deutlich gemacht, wie unterschiedlich die Fan-Base dieses Franchises eigentlich ist, wie verschieden die Erwartungshaltungen und Geschmäcker. Das, was ich an Zelda geliebt habe, fehlte in Breath of the Wild weitestgehend - andere haben vielleicht nach Jahren in Breath of the Wild wiedergefunden, was sie an den 2D-Zeldas geliebt haben. Ich für meinen Teil hoffe, dass die kommenden Zelda-Titel nicht immer wieder Neuauflaufen des Breath of the Wild-Ansatzes sein werden und dass man nach Tears of the Kingdom mal wieder etwas "Neues/Altes" probiert, das vielleicht wieder die Aspekte betont, die mir an Zelda-Spielen gefallen haben.

  • Auch wenn das Game durchaus einige Punkte hat, die schlicht nerven.. aber danach fühlte sich jedes andere Open World Game wie ein geschlossener Käfig an. So frei wie hier, hat es bis dahin nicht gegeben. Jedoch, mit Immortals Fenyx Rising gab es ne ziemlich gute Alternative / Ergänzung ohne kaputt gehende Waffeln. Das Spielgefühl kam Breath of the Wild jedoch recht nah.. für n Ubisoft Spiel nicht schlecht.

  • @Mirage nur der erste Teil war so auf den Nes, dies war aber wohl eher der Technik verschuldet und wirklich Open world war dieses Spiel jetzt auch nicht.
    der zweite Teil war ein 2d sidescroller und danach war jeder Teil so ziemlich nach der dir bekannten Zelda Formel ob 3d oder 2d.



    @Sylver Ohja Fenyx Rising ist einfach ein super Spiel hier sind die Rätsel Dungeons auch noch mal eine ganz andere Nummer von Schwierigkeit und Größe, und unglaublich was sie sich da alles ausgedacht haben ^^

  • Ganz ehrlich, ich kann es weiterhin nicht verstehen. Ich verstehe ja den Erkundungsdrang bei.. keine Ahnung, Skyrim. Beim Hexer. Bei Elden Ring. Bei so ziemlich jeden anderen Titel aber ausgerechnet hier nicht. Das Spiel hat über hundert Dungeons über die Map verstreut und so ziemlich 0 Lore, da die Typen da drin einem immer dasselbe sagen. Selbst der Stil ist immer derselbe. Nur die Rätsel ändern sich natürlich aber für mich heißt Erkundung auch was neues zu sehen und in Erfahrung zu bringen und ich habe das in Breath of the Wild nicht wirklich gesehen und scheinbar auch viele andere nicht, die kritisiere dass die Welt ziemlich öde ist. Öde im Sinne von Ödnis und Leere. Wenn der Titel eine komplexe Welt hätte, wo überall Lore gestreut wäre, egal wie kryptisch, fände ich das ja auch super spannend aber da findet sich halt nicht viel und die Gespräche die es gab waren eher.. unterwältigend (und Links Stummheit hat da echt nicht geholfen diese Dialoge gut zu präsentieren). Die Musik war die meiste Zeit auch eher zurückhaltend. Es war schon unfreiwillig komisch, wenn es die ganze Zeit still ist und dann wirkt es als hätte einer ausversehen seinen Finger auf eine Klaviertaste gedrückt. Und das Kampfsystem, oh boy.. besser wir lassen das Thema.


    Das Beste ist für mich ja wirklich das Klettersystem. Wo es Bethesda es einfach nicht zustande bringt hier mal neue Animationen einzubauen, war das in Breath of the Wild echt fantastisch gemacht. Dafür gibt es von mir ein ganz großes Lob, das fand ich sehr spaßig. Ja die Physik-Spielereien finde ich auch nett, hübsch gemacht und recht klever alles in allem. Nur den vielgepriesenen Part von Erkundung und Entdeckung halt.. da komm ich nicht so recht dahinter.

  • Ganz ehrlich, ich kann es weiterhin nicht verstehen.

    Zumindest aus meiner Sicht ist es ganz einfach zu erklären. Geht etwas in Richtung intrinsische/ extrinsische Motivation.


    Vereinfachterweise, gehen wir mal davon aus, dass es zwei Arten gibt, die uns dazu motivieren, Sachen zu machen:


    Die erste Art:
    Wir führen Tätigkeiten aus, weil wir anschließend belohnt werden, wenn wir diese gemacht haben (bsp. Bezahlung nach der Arbeit oder ein tolles Schwert nach einer Fetchquest).
    Diese Art, Motivation zu schaffen, ist jedoch langfristig problematisch, da die Art der Tätigkeit hier absolut keine Rolle spielt - wir machen schließlich nur etwas, um die Belohnung zu bekommen, nicht weil die Tätigkeit Spaß macht. Ein Großteil von Fetchquest allgemein in Videospielen fällt in diese Kategorie: jedes andere Open World Game mit ellenlangen Listen an Sachen, die man einfach nur abarbeitet, ohne daran wirklich Spaß zu haben (FFXV, Ghost of Tsushima, Assassins Creed).


    Die zweite Art:
    Wir führen Tätigkeiten aus, weil uns die Tätigkeit an sich Spaß macht und uns mit Freude erfüllt. Eine Belohnung spielt hier keine Rolle. Zu solchen Tätigkeiten zählen allgemein Hobbies, da man für diese selten "belohnt" wird (lassen wir Hormonausschüttung mal weg). Aufs Videospiel übertragen wären solche Tätigkeiten Mechanismen, die uns beim ausüben Spaß machen.


    Bei mir: klassische Survival Horror Mechaniken machen mir inhärent Spaß, alleine so etwas motiviert mich ungemein.
    Selbes gilt bei mir bei "Breath of the Wild". Es ist mir egal, dass ich für "environmental-puzzles" nur bescheuerte Korog-Samen bekomme - die Belohnung interessiert mich nicht. Mir macht es Spaß, physikalische Rätsel auf der Oberwelt zu entknobeln. Gleiches gilt für die gefühlt 1000 Mini-Dungeons. Im Laufe des Spiels waren die Belohnungen für diese ganz klar vernachlässigbar. Aber das Lösen dieser Mini-Rästel motivierte mich immer wieder aufs neue.
    Da mir Lore bei Zelda schon immer egal war, stellte BotW für mich lediglich einen riesigen Hub dar, indem ich hunderte von Stunden mich solchen Rätseln hingeben kann. Ich werd schon beim Schreiben wieder ganz wuschig!


    Am Schönsten ist es natürlich, beide Arten dieser Motivation zu koppeln. Sprich, die Gameplaymechanismen machen beim Spielen unglaublich Spaß und motivieren, zugleich wird man mit sinnvollen Items oder interessanter Lore belohnt. In diese Richtung sollte übrigens FF16 gehen. Dann wäre ich ein glücklicher Josti. Nochmal stundenlang Dogtags sammeln oder Frösche fangen, das halte ich nicht mehr aus.

  • Zum Thema: Hassen ist ein Großes Wort, Ich hasse nichts. Ich habe zb nie verstanden, wie man eine Person, die man nicht kennt Hasst oder ein Spiel hasst. Nicht mögen ist ja okay, aber Hassen? Breath of the Wild wollte ich mögen, aber es hat mir nicht gefallen, Schreine haben sich eher nach Arbeit angefühlt, sollte aber Spaß machen. Zerstörbare Waffen hab ich nie gemocht, sei es BotW, Silent Hill: Origins oder sogar einer meiner Lieblinggames namens Koudelka. Bei BotW hat man sich was der Open World betrifft sehr an die Ubisoft Games orientiert, als Beispiel Türme erklimmen um die Map zu enthüllen ist nichts anderes als Funktürme zu aktivieren oder hohe Standorte zu synchronisieren. Für mich war Links Awakening ein richtig gutes Zelda Spiel, aber Breath of the Wild ist nichts für mich. Sorry!


    Nochmal stundenlang Dogtags sammeln oder Frösche fangen, das halte ich nicht mehr aus.

    Das gabs zum glück nur in FFXV(Dogtags) und Frösche fangen Final Fantasy IX und XV. Aber zum glück ist das Zeug nur Optional.

    Signatur fängt hier an...


    Currently Playing:

    Shadow Hearts(Playstation 2)



    Abandoned/Paused:

    Resident Evil 5(Playstation 5)


    Terminated:

    Koudelka(PSX Mini)

    Rise of the Ronin(Playstation 5)

  • @DarkJokerRulez


    Ich möchte den Wert mit Quina und der Froschjagd hier nicht erörtern. Aber dieser Nebenstrang hatte so viel Charm und war auch keine typische Abarbeitquest, wie es in FF XV war. Sowas wie in IX dürfen sie gerne immer dazufügen.


    Also ich beschreibe BotW immer so.
    Ein wirklich gutes Spiel, was mir wirklich viel Spaß gemacht hat, aber ich nie wieder spielen würde.
    Das sieht bei den vorherigen Titel anders aus.


    Im Nachhinein war BotW immer noch ein Open World Spiel, das ändert nichts an den Längen, welches das Spiel hatte. Außerdem empfand ich die kurze Melodien als nicht gut gelöst.