Capcom-Präsident hält Erhöhung von Spielepreisen für eine gesunde Option für die Branche

    • Offizieller Beitrag

    Wenn es nach Capcom-Präsident Haruhiro Tsujimoto geht, sind die Preise für Videospiele zu niedrig. Er verweist dabei auf den massiven Anstieg der Entwicklungskosten und darauf, dass die Preise für Spiele nicht im gleichen Tempo gestiegen seien.

    Er schlug vor, dass eine Erhöhung der Spielepreise eine „gesunde Option“ für die Branche sei. Erst kürzlich erlebten SpielerInnen einen Preisanstieg im Zusammenhang mit dem Start der aktuellen Konsolengenerationen. Für die meisten Titel werden mittlerweile zehn Euro mehr verlangt.

    Alle Kosten steigen – erhöhte Preise notwendig

    Laut einem Bericht von Nikkei vom 23. September sprach Tsujimoto auf der Tokyo Game Show über verschiedene Themen. Berichten zufolge erklärte der Präsident von Capcom in seiner Rede auf der Veranstaltung, dass er die Preise für Videospiele für „zu niedrig“ halte.

    „Die Entwicklungskosten sind etwa 100-mal höher als während der Famicom-Ära, aber die Softwarepreise sind nicht so stark gestiegen“, sagte Tsujimoto und bezog sich dabei auf Nintendos äußerst erfolgreiche 8-Bit-Konsole aus den 1980er Jahren. „Es besteht auch die Notwendigkeit, die Löhne zu erhöhen. Angesichts der Tatsache, dass die Löhne in der gesamten Branche steigen, halte ich eine Erhöhung der Stückpreise für eine gesunde Option für die Wirtschaft.“

    Tsujimoto erklärte weiter, dass selbst eine Rezession oder das geringe allgemeine Vertrauen der Gesellschaft in die Geschäftswelt bei den Spielepreisen keine Rolle spielen dürften. Diese Faktoren hätten „wenig mit der Spielebranche zu tun“.

    „Nur weil es eine Rezession gibt, heißt das nicht, dass Sie nicht ins Kino oder zum Konzert Ihres Lieblingskünstlers gehen. Hochwertige Spiele werden sich weiterhin verkaufen“, erklärte Tsujimoto.

    Bildmaterial: Street Fighter 6, Capcom

  • Wenn ich bedenke, dass ich in einem Land lebe, in dem die Preise für Grundnahrungsmittel seit letztem Jahr in geradezu astronomische Höhen gestiegen sind, ohne dass es ein nennenswertes Aufbegehren dagegen gibt, ist es ausgesprochen grotesk, dass die Videospielpreise seitdem praktisch gleich blieben und trotzdem viele schreien, sie wären zu teuer.

    Ja, die Entwicklung moderner Videospiele ist teuer, weshalb es nicht der Grundgedanke sein, sie zu Spottpreisen zu verramschen (oder in Abo-Diensten zu versenken). Zumal man sie ohnehin nicht essen kann und sie deshalb als Luxusgüter gelten müssen.

    "Death and Loss - those calling to me
    Funeral Life is my endless Agony"
    (F. Blanc)

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  • Kelesis


    Jop, bin da ganz deiner Meinung. Ein Zelda oder ein Donkey Kong haben damals auch seine 140-150 Mark gekostet. Spiele werden mir heutzutage viel zu inflationär konsumiert. Man muss dieses eine Spiel schnell durchspielen, weil das nächste in den Startlöchern steht. Der Begriff "Pile of Shame" war doch früher kein Thema gewesen.

  • Ich bin zwiegespalten was das Thema angeht... Man ist selber Schuld dass Spieleproduktionen so teuer geworden sind. Sowohl die Leute, die high end AAA Spiele abfeiern als auch die Publisher, welche immer mehr Taktiken der Filmebranche nachahmen.

    Hier wird gesagt, dass viele Fans auch hohe Preise akzeptieren, wenn die Qualität stimmt aber andersherum sind auch viele zufrieden mit AA Qualität, was natürlich nicht angesprochen wird. Man sehe sich doch an wie der Indie Markt boombt, weil Leute auch einfach mal wieder Bock auf old school Spiele in neu haben. Aber sowas wollen die großen Publisher einfach nicht mehr selber machen. Höchstens wird sich sowas eingekauft und dann einfach das große Logo vom Publisher draufgeklebt und schlussendlich wird der eigentliche Entwickler irgendwo in den Credits versteckt.


    Um wieder auf Capcom zurückzukommen will ich deren Spiele nicht schlechtreden aber man kommt auch nicht mehr drumherum wirklich jede große Veröffentlichung mit Mikrotransaktionen vollzukleistern, dlcs zu entwickeln, pre order bonuses und neu Veröffentlichungen/ Ports wie MH Rise auf Playstation, wo man so kackendreist war und die Fans doppelt zur Kasse geboten hat mit Base Game + Sunbreak. Und dann will man mir sagen, das sie nicht genug Geld an ihren Spielen verdienen? Entweder das eine oder das andere aber ich weiß einfach ganz genau, dass sich Capcom weiterhin von großen Publishern wie Ubisoft jede noch so erdenkliche ecklige Art abschauen wird. Dieses mal haben sie eben Sony mit ihrer Logik, ps3 remakes zum 80€ Preis anzubieten abgeguckt.


    Das klingt jetzt alles sehr hart aber Capcom ist für mich noch immer einer der letzten großen japanischen Spieleschmieden, denen ich blind vertrauen kann was die Spiele angeht. Da haben bei mir sehr viele andere Entwickler ziemlich verkackt.

  • Naja dann dürfte er sich ja freuen, dass Sony das genauso sah xD


    Natürlich hat er auch recht mit den steigenden Kosten. Es ist kein vergleich mehr dazu, wie es zu NES Zeiten war. Aber was die Leute, die nach Preiserhöhungen schreien immer unter dem Tisch fallen lassen, ist, dass die Spielerschaft genauso angewachsen ist. Die Verkaufszahlen sind ebenfalls nicht mehr mit denen zu NES Zeiten zu vergleichen.

    Dies ist ja auch ein wichtiger Grund, warum die Preise eher stabil blieben, wobei es auch drauf ankommt mit was und welcher Zeit man es vergleicht. Im Vergleich zu PS1 Spielen ist es eher leicht teurer geworden, auch ohne Sonys Erhöhung. Verglichen zur N64 Zeit eher vielleicht gar etwas günstiger, wo die neuen Sony Preise jetzt eher wieder gleichzogen.


    Allerdings hat er auch recht, dass die Meisten, sowas einfach schlucken und sich nicht mal beschweren, wie Sony ja bewiesen hat. Leute, die man damit vergrault, sind dann eher ein kleiner Teil.

    Allerdings gibts zum Glück ja auch immer wieder Angebote und Preisschwankungen bei den Händlern, solange die Spiele auch physisch kommen. Und sofern ändert sich vielleicht dann auch gar nicht so viel, weil mehr Leute dann vielleicht einfach eben paar Monate länger warten, bis sie zuschlagen.


    Aber ob der Vergleich mit Kinos geschickt war... Kinos sind nicht ohne Grund eher gefährdet und können sich nur noch schwer halten...^^

  • Ich finde die 60-80 € Preise aktuell am optimalsten, denn für hochwertige Spiele zahle ich auch gerne mal mehr.


    Außerdem bin ich auch kein Fan von der Idee die Spiele wieder von der Produktion billiger zu machen. Denn genauso wie ich nicht nur AAA Spiele habe will, will ich auch nicht nur AA (oder weniger ) haben. Die Mischung macht das ganze Spiele anngebot ja gerade interessant, weswegen ist es auch vollkommen in Ordnung wenn Spiele mal 100 Mio + kosten.

    Gespielt 2024 Part 1

  • Ich glaube ich habe das damals schon zu den 80€ Thematik bei der Sony-Preis-Erhöhung geschrieben. Und werds halt auch hier nochmal in den Raum werfen. An und für sich habe ich kein Problem damit, das man sagt: Hey Spiele werden teurer, wir müssen Nachziehen. Weil das finde ich in Anbetracht einiger wirklich großen Spiele, was da an Geld investiert wird, durchaus nachvollziehbar und angebracht. Nur dann will ich halt nicht mehr sowas sehen wie bspw. zu Red Dead Redemption 2 wo einfach mal drei Unterschiedliche Editionen angeboten werden, und jede Edition hatte mehr inhalt als die vorherige an geschnittenen Quests und so.

    Ich habe kein Problem (zum Leid mancher hier wenn sie sowas lesen müssen) wenn man Hinterher zusätzlichen Content produziert und als DLC oder Erweiterungsform für das Spiel rausbringt, aber halt Day1 gleich mal sowas? Macht einfach eine Standart-Version komplett mit allen Inhalten die zu dem Zeitpunkt fertig sind, und von mir aus eine Digital Deluxe (neben der Retail natürlicH) wo du halt dann so bonus-goodies wie Soundtrack, Artbook usw dazu legst. (Aber vorallem auch noch Quests, war nja nichtmal einfach so ein Kostüm oder so... sondern Quests)

    Und vorallem nervt's mich wenn ich dann bspw. an Diablo 4 denke, 80 Tacken, Online-Only, und Tag1 gleich nen Microtransaction-Shop mit diversen Skins die bis zu 25€ Kosten, Das ist einfach Krank und das steht halt in keiner Relation mehr zur Kostendeckung (und dementsprechend auch Profit) von höherer Kosten bei der Spiele-Entwicklung, da geht es nur rein um Profitgier.

    Aktuelle Hauptspiele:

    PC: Last Epoch

    Xbox Series X|S: Valheim

    Playstation 5: - - -

    Nintendo Switch: Pokemon Violet

    Dauerbrenner: Diablo 4, Granblue Fantasy Relink

    Derzeitige Most Wanted: Last Epoch, Dragons Dogma 2,

    Highlights des Jahres: Granblue Fantasy Relink, Palworld

    Pausiert: Judgment, BG3, Zelda TotK, Resi 4 Remake, MH Rise

    Zuletzt Durchgespielt: Granblue Fantasy Relink (Kampagne)

  • Ich würde mir von der Industrie ja eher wünschen, dass sie die Production Value zurückfahren. Auch wenn das augenscheinlich Capcom nicht betrifft, aber man kann ja mal darüber nachdenken, ob z.B Open World immer sein muss. Oder ob man nicht grafisch auf einer gewissen Weise Kompromisse machen kann. Einiges an Schund, dass unnötig produziert wird, um die Spieler sinnlos weiter am Spiel zu halten, kann man ruhig auch weglassen. Wenn man dieses ewigwährende Spiel von mehr Bombast und Präsentation spielt, wird man unweigerlich irgendwo Rahmen sprengen. Und das in einem Medium, in dem wir extravagante narrative Stilmittel eigentlich gar nicht brauchen? Da gibt es doch sicher deutlich bessere Lösungen, als das beim Kunden abzuwälzen. Vielleicht sollte man mal wieder auf Spiele machen setzen. Weil ganz ehrlich: ich persönlich möchte nicht noch extra dafür versteuert werden, dass die Open World jetzt größer ist und die Gesichtszüge realistischer. Beides mag ich doch so oder so nicht.

  • (oder in Abo-Diensten zu versenken)

    Kinos sind nicht ohne Grund eher gefährdet und können sich nur noch schwer halten...^^

    Ich bin ja mitunter auch von Folgendem überzeugt...

    Würde es keine Abo- & Streaming-Dienste mehr geben...würde es da Auch schon weniger bis viel weniger Defizite geben, die Direkt durch die Studios, aber wiederum, über diese, Indirekt durch Verkaufspreiserhöhungen, zulasten der richtigen Käufer, kompensiert werden bräuchten.

  • Ich bin da zwigespalten.

    Spiele wie Cyberpunk, BF2042, Halo Infinite oder Starfield sollten sogar billiger sein. Spiele wie Final Fantasy 7 Remake können gerne 80-100 kosten!

    Also, fertige, ECHTE AAA Spiele, können gerne teurer werden. Aber nur weil eine Firma denkt, es wäre cool 10 mal so viel in ein Spiel zu investieren um dann 90% des budgets in Marketing zu stecken und ein unfertiges Spiele rausbringt, hat imo kein Recht sich zu beschweren oder mehr für ihr Produkt zu verlangen.

  • Ich würde mir von der Industrie ja eher wünschen, dass sie die Production Value zurückfahren. Auch wenn das augenscheinlich Capcom nicht betrifft, aber man kann ja mal darüber nachdenken, ob z.B Open World immer sein muss. Oder ob man nicht grafisch auf einer gewissen Weise Kompromisse machen kann. Einiges an Schund, dass unnötig produziert wird, um die Spieler sinnlos weiter am Spiel zu halten, kann man ruhig auch weglassen. Wenn man dieses ewigwährende Spiel von mehr Bombast und Präsentation spielt, wird man unweigerlich irgendwo Rahmen sprengen. Und das in einem Medium, in dem wir extravagante narrative Stilmittel eigentlich gar nicht brauchen? Da gibt es doch sicher deutlich bessere Lösungen, als das beim Kunden abzuwälzen. Vielleicht sollte man mal wieder auf Spiele machen setzen. Weil ganz ehrlich: ich persönlich möchte nicht noch extra dafür versteuert werden, dass die Open World jetzt größer ist und die Gesichtszüge realistischer. Beides mag ich doch so oder so nicht.

    Ich hatte auch schon angefangen das zu schreiben, aber es wurde dann wieder ein ewig langer Text, deswegen habe ich es dann gelassen.

    Aber ich sehe das genau so. Passt bei Capcom jetzt nicht so aber bei den meisten AAA spielen. Wenn sie Spieleentwicklung zu teuer wird, dann schraubt einfach Mal den Scope zurück. Entwickelt mal wieder mehr lineare Spiele mit 10-20 Stunden Spielzeit. Ich finde mindestens 90% der Open World Spiele heutzutage wären besser ohne Open World.


    Wenn die Qualität stimmt hätte ich aber kein Problem mehr zu zeigen. Diese Qualität finde ich bei AAA Spielen aber immer seltener. Sowas finde ich fast nur noch bei Indies und Nischentitel.

    • Offizieller Beitrag

    Jop, bin da ganz deiner Meinung. Ein Zelda oder ein Donkey Kong haben damals auch seine 140-150 Mark gekostet. Spiele werden mir heutzutage viel zu inflationär konsumiert. Man muss dieses eine Spiel schnell durchspielen, weil das nächste in den Startlöchern steht. Der Begriff "Pile of Shame" war doch früher kein Thema gewesen.

    Aber wie groß war der Absatzmarkt damals, doch deutlich kleiner als heute. Ich wette Capcom verdient heute mit dem Preis eines Titels wie Resident Evil deutlich mehr als zu Famicom Zeiten mit einem Breath of Fire. Dann bedenke man noch den extra Reibach für kosmetische Artikel und Service Games. Den Entwicklern zumindest den großen geht es beileibe nicht schlechter als zu damaligen Zeiten wo Gaming bei weitem nicht so etabliert war wie heute. Dann das einschmelzen der Vertriebswege und Kosten durch immer mehr werdende digitale Titel. Die Teilweise mit Early Access zum 1,5 fachen des Lauchpreises verhöckert werden. Bei all der Finesse und Trickserei der Monetarisierung ist es ganz gut das die Preise nicht erheblich steigen.


    Ach und lassen wir mal die überteurten LEs, Day One Edition etc. nicht aus die meist mit Inhalt befüllt sind die nicht mal Ansatzweise die Preise rechtfertigen, aber wir kaufen trotzdem (mich eingeschlossen) xD

  • Ich denke hier wurde schon das meiste gesagt. Natürlich kann man fie Kosten nicht mit den 90ern Vergleichen aber gleichzeitig steigen auch die Verkaufszahlen. Ebenso haben die meisten Entwickler noch andere Einnahmequellen wie eben Product Placements wo sich Firmen ihre Spielemaskottchen holen.


    Auch ist ja der Konsens der Spielerschaft das sie bereit sind mehr auszugeben wenn eben die Qualität stimmt. Aber wenn ich z.b 70€ für nen Payday 3 zahle und die Entwickler meinen dass das Spiel Olways on sein muss während die Server in der kompletten Launchwoche streiken dann fühlt man sich als Konsument genauso scheisse.


    Ich denke wenn die Entwickler mal anfangen würden wirklich ein fertiges Produkt auf den Markt zu bringen über einen langen Zeitraum dann wäre auch genug Vertrauen gegenüber den Kunden vorhanden das man Preise anziehen könnte aber das sehe ich nicht gegeben.


    Hinzu kommt natürlich auch der ganze Abo Markt der die Spiele zusätzlich noch entwertet und eben gerade auf dem PC eben noch die beliebte Methode Gamekeys aus Biliglohn ländern zu besorgen.

    ~Nimm das leben nicht zu ernst du kommst eh nicht lebend raus~

  • Wenn ich bedenke, dass ich in einem Land lebe, in dem die Preise für Grundnahrungsmittel seit letztem Jahr in geradezu astronomische Höhen gestiegen sind, ohne dass es ein nennenswertes Aufbegehren dagegen gibt, ist es ausgesprochen grotesk, dass die Videospielpreise seitdem praktisch gleich blieben und trotzdem viele schreien, sie wären zu teuer.

    Ja, die Entwicklung moderner Videospiele ist teuer, weshalb es nicht der Grundgedanke sein, sie zu Spottpreisen zu verramschen (oder in Abo-Diensten zu versenken). Zumal man sie ohnehin nicht essen kann und sie deshalb als Luxusgüter gelten müssen.

    Die Entwicklung moderner Videospiele ist nicht teuer in anbetracht der Profite die man erwirtschaftet in dem Segment, wo die Budgets die höhe haben, dass man es "teuer" nennt.


    Das ganze ist absurd. Es gibt keinen Grund für eine Preiserhöhung. Im Gegenteil, sie wäre schädlich für den Markt. Ich denke Capcom vergisst hier, dass Capcom-Titel keine zwingenden Must Haves sind. Das ist nicht wie Fifa oder Call of Duty. Das heißt: Wären alle Titel so teuer, könnte man weniger kaufen. Wem also schadet das? Jedem der kein Must Have ist. Also kleinen Entwicklern, kleinen Publishern und darunter auch Capcom. Das Ganze hat was von einer Dschinni-Geschichte, die vor dem warnt, was man sich am meisten wünscht.


    Ehrlich gesagt finde ich aber auch die grundsätzliche Argumentation geradezu lachhaft. Die Preise für die Entwicklung von Videospielen ist nicht klar bemessbar, sie kann alles betragen und das kann dann jeweils immer noch zu wenig oder zuviel sein, je nach dem. Fakt ist allerdings, der Markt hat kontinuierlich mehr Umsatz erzielt und die großen Publisher brauchen sich nicht zu beklagen keine Profite zu erwirtschaften.

    Auch Inflation ist kein Thema. Steigende Preise an einer Stelle bedingen keine steigenden Preise an anderer Stelle, das ist kein zwingender Automatismus - auch wenn sich natürlich Firmen das wünschen, weil sie naturgemäß ihre Profite steigern wollen.


    Noch zum Thema Pile of Shame:
    Ganz ehrlich.. wo ist das Problem? Wir konsumieren mehr Videospiele als früher, was ja genau das ist was der Markt sich wünscht. Was Entwickler sich wünschen, Publisher und letztendlich auch wir, sonst würden wir die Spiele nicht kaufen. Sollen Preise nur steigen um einen "wert" zu erhöhen? Goethe gibt es gratis, ist der deswegen weniger wert? Ich konnte Europa Universalis II damals gratis spielen, hunderte von Stunden reingesteckt, entwertet das das Spiel? Oder Solitär? Also ich will wegen etwas so krude-philosophischen persönlich ehrlich gesagt nicht mehr Geld bezahlen als notwendig, was dann dazu führt, dass ich mir weniger leisten kann und dann unnötig am Ende Pleiten anstehen, die im Kern nur der Profitgier von Big Playern zu verdanken sind.


    Was das Thema Produktion angeht:

    Auch das ist doch nur eine Fassade. Die Spiele kosten doch nicht mehr, weil sie mehr Inhalt haben. Wie war das noch bei Elden Ring und Baldurs Gate 3 zuletzt? Da zeigen Spiele, dass man mehr liefern kann für das Geld und ausgerechnet dafür kam aus der Industrie Kritik. Und mal ehrlich, gucken wir doch mal zu Diablo IV und dem InGame Shop, natürlich kann man eher sogar mehr Content bieten für dasselbe Geld. Underdelivering, obwohl man den Konsumenten schon wo es nur geht auspresst.


    Lange Rede kurzer Sinn: Steigende Preise dienen nur einen - den Großkonzernen und ihren Investoren. Sie dienen allein der Beseitigung von Konkurrenz und der Maximierung des Profits.

  • Famicom = Supernintendo


    Sry die Spiele sind schon in der Produktion teuerer geworden. Ich finde ein hoher Preis ist gerechtfertigt aber zu gleich sind sie auch kürzer geworden.


    Wie hat FFVII damals gekostet? 120 Mark oder war es 100? Heute zahle ich stand jetzt ca 70€ + 80 + 80 = 230€ und das für den selben Inhalt nur grafisch aufpolierter. Kosten für season pass und so lassen wir mal außen vor.


    Ich hab auch ragnarok gespielt. Erinnert ihr euch noch dran ? Wo man wirklich nur die stunde gezahlt hat die man auch gespielt hat?


    Wenn du arbeiten warst, wurde dein stundekonto nicht angefasst.


    Heute zahlst du im Monat ob du spielen kannst ist egal. Der Preis bleibt.


    Dann bekommst unfertige Spiele.


    Oder Pokémon scarlet und purple 40€ season pass?


    Pokémon Gold und Silber war der Inhalt for free. Du hast johto gespielt dann nochmal Kanto.


    Heute ist auch weniger drin in spielen.

  • Naja mehr Verlangen bedeutet nicht mehr Umsatz. Wenn ein Spiel gut ist wie z.B Witcher 3, Baldurs Gate 3 und Nintendo Games verkauft es sich eben gut und man profitiert von der Menge der Absätze.


    Wenn ein Spiel so umfangreich ist qualitativ hochwertig ist kann man den höheren Preis rechtfertigen.


    Forspoken ist Gnadenlos untergegangen und hat das ganze Studio mitgenommen + Enorme Verluste.


    Vllt sollte man einfach die eigene Fix Kosten drücken und aufhören Spiele zu entwickeln wo keiner gefragt hat.

  • Kelesis


    Jop, bin da ganz deiner Meinung. Ein Zelda oder ein Donkey Kong haben damals auch seine 140-150 Mark gekostet. Spiele werden mir heutzutage viel zu inflationär konsumiert. Man muss dieses eine Spiel schnell durchspielen, weil das nächste in den Startlöchern steht. Der Begriff "Pile of Shame" war doch früher kein Thema gewesen.

    nur waren die Spiele zu ihrer Zeit auch noch wirklich nur 140-150 D-Mark wert...

    Ein 80€ Spiel ist heutzutage immer noch zu vergleichen wie praktisch ein 160 D-Mark Spiel, so gesehen sind mit dem Anstieg der Preise für PS5-Spiele die Preise quasi über D-Mark-Niveau von vor 2000 angestiegen..

    Anders als wie bei vielen anderen Dingen in Deutschland hat man bei spielen nicht einfach das D-Mark zeichen durchs Euro-Zeichen ersetzt udn die leute für blöd verkauft ...stell dir mal vor die Spiele würden jetzt aktuell 140-150€ kosten, statt 80 .. wäre der absolute Wucher ...

  • Ich finde die Diskussion hier gerade sehr spannend und es wurden viele richtige und wichtige Dinge genannt.


    Ja, es wurde mit den Kosten der NES-Zeit verglichen und natürlich war damals weniger als ein Zehntel der Kundeschaft vorhanden. Früher war ein Spiel, dass 100.000 Exemplare abgesetzt hat, das Nonplusultra und heute kann ein Spiel bei 4.000.000 eventuell nichtmal rentabel sein.


    Die Spiele-Industrie macht zur Zeit einen Haufen Geld. Mehr als jemals zuvor. Die Gewinne, die eingefahren werden, sind enorm und da wundert man sich, warum die nun noch mehr Geld haben wollen. Hätte das hier irgendeine andere Firme gesagt wie z.B. EA oder Activision, dann hätte ich hier vermutlich nichtmal in die News geschaut. Aber Capcom macht noch (meiner Meinung nach) vollwertige Spiele, die qualitativ sehr gut sind. Da höre ich dann auch mal hin. Wäre ich bereit, mehr Geld auszugeben für ein Resident Evil? Vermutlich schon.


    Oben wurde auch die Preis-Erhöhung von Sony-Spiele genannt. Ja, das sehe ich auch. Aber hier muss ich tatsächlich auch sagen, dass die Spiele von Sony qualitativ schon gut sind und vor allem vollwertig. Die Spiele sind nicht durchseucht von Microtransactions oder massiven DLCs, die dir in jedem Menu im Spiel ins Auge springen. Wenn man einen Sony-Titel startet, dann hat man meist nur einen Start-Screen mit "Spiel starten", "Spiel laden" und "Optionen". Keinen Button zum Shop oder Online-Gedöns (wie gesagt, meistens, nicht immer). Das ist auch bei Capcom-Spielen noch der Fall. Wenn da keine Elemente rausgeschnitten werden und dir als Extra-Happen verkauft werden, dann bin ich auch bereit, da mehr Geld auf den Tisch zu legen.

    Mal davon abgesehen, dass man bei den Spielen auch einfach mal ein paar Wochen warten kann, dann fällt der Preis sehr, sehr schnell (nur bei Nintendo nicht).


    Ich weiß auch nicht, ob die Publisher dann wirklich deutlich weniger verkaufen würden. Es ist halt eine Kalkulation. Wie hoch muss der Preis sein, um mehr Geld rauszuholen, auch wenn man ein paar Kunden verliert, aber nicht so viele, dass man weniger verdient? Würde eine Preiserhöhung um 5 Euro die Verkäufe mindern? 10 Euro? Bei dem doppelten Preis würde es sicherlich zuviel sein. Man muss das wohl abwägen.

  • Mal davon abgesehen, dass man bei den Spielen auch einfach mal ein paar Wochen warten kann, dann fällt der Preis sehr, sehr schnell (nur bei Nintendo nicht).


    Das liegt aber eher an den Händlern und nicht an den Plattformen wie Sony oder Nintendo.

    Das bezieht sich jetzt nur auf den Retail Markt aber nen Geschäft wie Saturn zahlt ja keine 70€ für nen Spiel. Oft ist der Einkaufswert eines "Vollpreis" Titels nur ~40€. Darauf kommen dann noch Steuern und eben der Gewinn für den Händler selber.


    Wenn besagtes Geschäft diesen Titel dann nach 2 Monaten für 40€ wieder verkauft dann dient das nur der Tatsache die Lager zu leeren und den Verlust so gering wie möglich zu halten.

    Und hier schlagen wir wieder die Brücke zu dem "Standart" Preis, denn Geschäfte sind eben in der heutigen Zeit schon gezwungen solche Sales anzubieten und die Lager zu leeren aufgrund der schieren Masse an Spielen die auf den Markt kommt. Hat damals noch 1 Regal bei Saturn gereicht um alle Games aufzuhängen und alle paar Monate mal mit den 2-3 neuen Titel zu bestücken kannst du heute schon fast Monatlich die Regale wechseln aufgrund der Schieren Masse an Spielen die eben erscheinen. Alleine aus dem Grund müssen die Publisher schon "Standart" Preise fahren um eben Wettbewerbsfähig zu bleiben. Wenn Publisher X jetzt anfängt seine Games für 100€ zu verkaufen dann überlegt der Endkunde 2 mal ob er eben nen 100€ Game kauft oder nen anderes Game was nur 70€ kostet. Die Auswahl ist heutzutage halt da wo man von neuen Titeln erschlagen wird und Zeit zu nem Luxusproblem wurde. Wo ich mir damals noch 4-5 Titel pro Jahr geholt habe sind es heute schon fast 4-5 Titel pro Monat überspitzt gesagt.

    ~Nimm das leben nicht zu ernst du kommst eh nicht lebend raus~