Final Fantasy XVI: „Das ist nicht mehr mein Final Fantasy!“

    • Offizieller Beitrag

    „Das ist nicht mehr mein Final Fantasy!“

    … ist ein Satz, den ich zur Veröffentlichung von Final Fantasy XVI mehrfach auf Social Media lesen durfte. Während die Fachpresse Traumwertungen verteilte, schien mein Twitter-Feed voll von Fans zu sein, bei denen das Gameplay des neuen Square-Enix-Titels scheinbar nicht so gut ankam. Action-Combat? Blut? Politik? So ginge es nicht. Das war nicht mehr das Final Fantasy der Serien-Veteranen.

    Und so ganz konnte ich die Problematik nicht nachvollziehen. Mich selbst hatte der Titel erst nicht wirklich interessiert, da ich ohnehin mit anderen Spielen alle Hände voll zu tun hatte. Der Diskurs um den Genre-Wechsel von Final Fantasy XVI und die vermeintliche Abkehr von dem, was eigentlich einen Titel dieser Reihe ausmacht, hat mich aber hellhörig werden lassen.

    Und vielleicht ist es vorweg wichtig zu sagen, dass ich durchaus glaube, dass ein neues Spiel einer renommierten Serie einem absolut nicht taugen darf. Ich selbst habe Street Fighter V nur so viel Aufmerksamkeit gegeben, wie nötig war. Erst mit der Veröffentlichung von Street Fighter 6 konnte mich Capcom wieder einfangen und begeistern. Das ist in meinen Augen auch total fair. Was mich in diesem Kontext mehr interessiert hatte: Ist Final Fantasy XVI wirklich nicht seines Franchise-Titels würdig?

    „Das ist ja gar nicht rundenbasiert!“

    Einen der häufigsten Takes, die ich lesen durfte, war die Problematik um das Kampfsystem von Final Fantasy XVI. Hier hat sich Square Enix etwas mehr von den früheren JRPG-Wurzeln entfernt und setzt auf Character-Action im Stil von Devil May Cry oder Bayonetta. Unverkennbar ein harter Bruch zu den Titeln, die zuvor kamen. Aber wurde hier wirklich eine Tradition gebrochen?

    Final Fantasy XVI bietet Kombo-basierte Action wie in Devil May Cry (Bildmaterial: Capcom)

    Ich bin aufgrund mangelnder Hardware erst sehr spät in die Spielreihe eingetaucht. Mein erstes Final Fantasy war der achte Teil als PC-Version. Und alle nachfolgenden Teile der Serie, die ich gespielt habe, hatten ein komplett anderes Kampfsystem und Gameplay-Elemente:

    • Final Fantasy VIII: ATB-Kampfsystem
    • Final Fantasy X: Strikt rundenbasiert
    • Final Fantasy XII: Action-basiertes Auto-Attack mit programmierbaren NPCs
    • Final Fantasy XIV: Tab-Targeting
    • Final Fantasy XV: Open-World mit Action-Kampfsystem

    Rückblickend wurde innerhalb der Zeit immer wieder mit neuen Mechaniken experimentiert. Es ist korrekt, dass der Ursprung der Spiele in rundenbasierten Kämpfen lag, welche sich später zu einem ATB-Kampfsystem entwickelt hatten. Aber speziell die letzten Veröffentlichungen spielten sich allesamt unterschiedlich. Das letzte Mal, dass ein Final-Fantasy-Titel dasselbe Kampfsystem hatte, wie sein Vorgänger, war im Jahr 2000, mit dem Erscheinen von Final Fantasy IX.

    Ich – als Fan von rundenbasierten JRPGs – verstehe ich vollkommen den Wunsch, mehr Spiele mit dieser Mechanik spielen zu können. Allerdings war die Chance, dass Final Fantasy XVI zu diesem System zurückkehrt, von Anfang an sehr unwahrscheinlich. Doch Turn-Based-Fans müssen ja nicht traurig sein. Es gibt mit Dragon Quest XI, Chained Echoes oder Octopath Traveler II ja ein paar großartige Spiele, welche diese Art von Kampfsystem bieten.

    Final Fantasy IX bot wie sein Vorgänger ein ATB-System (Bildmaterial: Square Enix)

    Warum ist das Spiel so düster?

    Da ich mir im Vorfeld nicht viele Trailer zu Final Fantasy XVI angesehen hatte, um potenziellen Spoilern zu entgehen, war auch ich von der Tonalität des Titels überrascht. Zwar hatte ich bereits zuvor von einem „Game of Thrones“-Flair gelesen, aber so richtig konnte ich mir darunter nichts vorstellen. Es wird einem allerdings schnell klar, was das bedeutet: Gewalt, Sex, Politik und tiefes World Building mit einigem an Lore.

    Was mir nicht ganz klar ist, ist der Nachteil dieses Umstands. Und noch viel weniger, warum das Final Fantasy XVI weniger zu einem Final Fantasy macht als seine Vorgänger. Denn genau das, was mich an Teil 16 so fesselt, sind dieselben Aspekte, die mich auch an die vorhergehenden Spiele gebunden haben: die Welt, ihre Charaktere und die spannende Entfaltung derer Schicksale.

    Wer nun sagt, dass die Materie heftiger ist als zuvor, der muss bei ein paar anderen Titeln die Augen und Ohren verschlossen haben: Mord, politische Intrigen, Fremdenhass, Klimawandel … alles Themen, vor denen sich Final Fantasy auch in der Vergangenheit nicht verschlossen hat.

    Die dunklen Intrigen des Lalafells Lolorito sind ein wichtiger Plotpunkt in FF XIV. (Bildmaterial: Square Enix)

    Dabei bietet Final Fantasy XVI auch alle Elemente, die man von einem Titel der Reihe erwartet: Kristalle, Chocobos und die mittlerweile ikonischen Summons sind ein essenzieller Bestandteil der Welt und zentraler Punkt der Geschichte.

    Was ist überhaupt „dein“ Final Fantasy?

    Und damit kommen wir wieder zu der Aussage zurück, die überhaupt mein Interesse an Final Fantasy XVI geweckt hatte: „Es ist nicht mehr mein Final Fantasy.“ Ich könnte nachvollziehen, wenn man sagt, dass man keine Action-Games mag, und der Titel einem darum nicht zusagt. Etwas, das die Entwickler absolut im Hinterkopf hatten. Immerhin bietet das Spiel zahlreiche (optionale) Stützräder für Spieler, die primär die Welt und Story erleben wollen.

    Was mir persönlich wirklich etwas fehlt, ist eine ausgedehnte Charakter-Anpassung. Natürlich ist es möglich, neue Gegenstände auszurüsten und Fähigkeiten zu erlernen, dies ist aber leider etwas flach. Allerdings macht auch dieser Aspekt den 16. Teil nicht weniger zu einem Final Fantasy. Die letzte offene Charakter-Entwicklung hatten wir vermutlich in Final Fantasy X.

    Das Sphärobrett von FF X bot viele Möglichkeiten, Charaktere zu entwickeln. (Bildmaterial Square Enix)

    Letztendlich fühlte ich mich zu keinem Zeitpunkt so, als würde ich hier ein Spiel erleben, welches nicht dem Label „Final Fantasy“ würdig wäre. Dieselben treibenden Aspekte, welche auch schon mein jüngeres Ich vor die Bildschirme gefesselt haben, sind hier immer noch vorhanden: Eine mitreißende Geschichte, in der Probleme der echten Welt gespiegelt werden, mit Charakteren, deren Schicksal einen wirklich interessiert, umhüllt von einem bombastischen Soundtrack.

    Vielleicht ist eher „Das ist nicht das Final Fantasy, was ich am liebsten mochte“, die korrekte Aussage. Und das wird auch keines der Spiele in der Zukunft sein.

    Bildmaterial: FINAL FANTASY XVI © 2023 SQUARE ENIX CO., LTD. All Rights Reserved.

  • Ich finde das ist ein schöner Artikel, nur mit der Konklusion bin ich nicht einverstanden.


    Was ist ein Final Fantasy? Hier muss man unterscheiden zwischen subjektiv und objektiv.

    Objektiv reicht der Titel aus. SE könnte ein Fußballspiel entwickeln, da FF XVII drauf schreiben und es wäre objektiv ein Final Fantasy.

    Subjektiv muss das jeder für sich selbst entscheiden und da gibt es kein richtig oder falsch, weil jede subjektive Meinung für den einzelnen richtig ist, für andere aber falsch sein kann.

    Subjektiv betrachtet ist für den einen FF XVI kein Final Fantasy, für den anderen aber schon.


    Aber auch bei den alten Teilen wird es sicher Leute geben, die diese Teile subjektiv nicht mehr für Final Fantasy Teile halten.

  • Leider ein sehr oberflächlicher Artikel der sich null komma nichts mit der Kritik rundum FF16 auseinandersetzen möchte und sich im Endeffekt auf 2 Phrasen reduzieren lässt, die aus dem Lager der Fans, die eh alles abnicken, immer wieder zu hören sind.

    - Die Story ist das Wichtigste.


    - Veränderung war schon immer da, also ist es in Ordnung (offenbar völlig unabhängig von der Richtung oder Qualität)


    Ab und zu noch ergänzt durch: Turnbased ist sowieso tot. Oder der Verweis auf andere Spiele, die visuell/stilistisch mit FF so gut wie garnichts zutun haben.


    Also wie immer die lowest hanging fruits.


    Da sind sowohl ein Blick in dieses Forum als auch Rezensionen auf Metacritic oder anderen Seiten erleuchtender gewesen.



    Ich bin zwar kein großer Verfechter des Turnbased lagers. Nichts desto trotz sei an der Stelle auch mal gesagt, dass die FF Actiongames in Umfragen immer mit am Schlechtesten abschneiden. Während die ATB / Turnbased games immernoch ganz oben stehen.


    Also die Tatsache, dass man schon länger damit experimentiert ändert anscheinend nichts dran, dass ein großer Teil der Fanbase damit ziemlich unzufrieden ist.


    Die einzige Ausnahme mag da FF14 sein. Aber FF14 ist ja auch ein MMO. Viele Spieler kommen nicht aus dem FF Lager. Beziehungsweise sind durch FF14 erst zu FF Fans geworden. Kann man nicht wirklich mit den Fans der Offline Spiele vergleichen.


    Und ich bin auch ein Freund von Veränderung. Aber kein Freund von Entfernung oder extreme Reduzierung vieler Dinge, die einem sonst immer großen Spaß an einer Spieleserie gemacht haben. Keine Ahnung, wie man das feiern kann.




    Vielleicht ist eher „Das ist nicht das Final Fantasy, was ich am liebsten mochte“, die korrekte Aussage. Und das wird auch keines der Spiele in der Zukunft sein.


    So düster sehe ich die Zukunft eigentlich nicht.

  • Für mich ist die Überlegung, was hat das Spiel von dem, was mir bisher in allen FF Hauptspielen das Herz aufgehen ließ und was hat es nicht.


    Es gibt in ALLEN Teilen, die ich gespielt habe, Dinge, die meinen ganz persönlichen Geschmack nicht voll getroffen haben, die nervigen Zufallskämpfe früherer Teile, das Mitleveln der Gegner in FF VIII, die Schlauchlevel in FF XIII. Wenn mich jemand fragt, worum es in FF XII eigentlich ging, ich kanns nicht sagen, mein Gehirn hielt es aus irgendwelchen Gründen nicht für nötig, das ins Langzeitgedächtnis zu packen...


    Trotzdem habe ich alle gern gespielt, weil dafür die anderen Dinge trotzdem dabei waren und es ausglichen.


    FF XVI hat aber eben vieles nicht, was für mich immer eine Bedeutung hatte, während das, was es hat, meinen ganz persönlichen Geschmack überhaupt nicht trifft.

    Das wäre auch kein Problem, wenn der Rest dabei wäre.


    Dieselben treibenden Aspekte, welche auch schon mein jüngeres Ich vor die Bildschirme gefesselt hat, sind hier immer noch vorhanden: Eine mitreißende Geschichte, in der Probleme der echten Welt gespiegelt werden, mit Charakteren, deren Schicksal einen wirklich interessiert, umhüllt von einem bombastischen Soundtrack.


    So reduziert es sich auf eine schöne Welt, aufs Kämpfen und die Story. Das ist sicher alles hervorragend umgesetzt, es ist mir aber zu wenig, da ich auf reine Action Spiele keinen Bock habe und am düsteren Mittelaltersetting habe ich mich mittlerweile sattgesehen.

    Da bleibt dann am Ende als einziges nur noch die Story übrig und nur wegen der Story spiele ich ein Spiel nicht, vor allem, wenn sie ständig von Kämpfen unterbrochen wird, die mir keinen Spaß machen.


    Und Spaß... ich weiß ja nicht wie es anderen geht... Spaß war bisher immer mein Hauptantrieb, wenn es um Videospiele ging.



    Was ich von Soundtrack bisher gehört habe... bombastisch ist was anderes, das klingt mir zu sehr bei Carl Orff geklaut, nur nicht in dessen Qualität. Aber das ist Geschmackssache, hätte mich vom Kauf alles nicht abgehalten.


    Ich brauche auch kein rundenbasiertes Kampfsystem.


    Wenn man ehrlich ist, war es auch bei FF VII schon ziemlich wurscht, wen man in der Party hatte, man hat sich zu 95% auch so durchgeprügelt.

    Es war aber trotzdem schön, dass man wechseln konnte und man konnte es in vielen anderen Teilen auch. Es gab geniale Minispiele, durchaus herausfordernde Rätsel zu knacken, es war immer ein wenig schräg, manche Aufgaben glichen eher einem Geschicklichkeitsspiel und so weiter...

    Auf den Punkt gebracht, es war immer ziemlich abwechslungsreich.


    Nur Kämpfen und Story... mich langweilt sowas. Ich brauch den ganzen Schnickschnack drum herum und den hat FF bisher immer geboten, bei FF XVI sehe ich den nicht.


    Und nach dieser meiner Defininition ist natürlich FF XVI für die, denen es immer ausschließlich nur um die Welt, die Story und das Kämpfen ging, ein 100%iges FF, weil es zu 100% das drin hat, was sie wollen.


    Bei mir sinds eben nur 20%. Reicht nicht für einen Kauf.

    "Das meinen Sie doch nicht ernst." - "Natürlich meine ich das. Und nennen Sie mich nicht Ernst."

  • Mir ist es eigentlich vollkommen egal ob ein FF rundenbasiert ist, düster ist oder sonst was. Wenn Final Fantasy drauf steht, dann ist es auch eines und dann muss es sich aber auch mit älteren und zukünftigen Teilen messen lassen.


    Was mich an Final Fantasy 16 aber extrem ankotzt sind diverse Entscheidungen am gameplay und Spielablauf welche ich Yoshi-P so nicht zugetraut hätte weil er es eigentlich besser wissen müsste. Die alten Teile waren auch nicht in allem perfekt aber bei den neuen Final Fantasy Teilen kann man trotzdem mehr bemängeln.

    Was ich vor allem nicht verstehe ist dass viele Gamer und auch die Presse Dinge an Spielen feiert, die früher absolut in den Boden gestampft wurden. Ich finde die Edge hat als einziges Magazin mit einer 7/10 FF16 eine (in meinen Augen) passende Wertung gegeben. Das ganze Gerede über "Meisterwerk" usw. kann ich nur im Punkt der epischen Schlachten nachvollziehen.


    In meinen Augen ist FF16 in allen anderen Belangen maximal ein mittelmäßiges Spiel und das liegt nicht an irgendwelchen Erwartungen die ich hatte.

    Momentan Spiele ich ein chinesische Action-RPG (Huan Yuan Sword 7 oder so ähnlich) und selbst das Spiel macht vieles besser als FF16. FF16 hat ein spaßiges Kampfsystem welches aber viel zu oberflächlich ist, das craftig in FF16 ist ein Witz, die Nebenaufgaben sind eine der miesesten die ich jemals gespielt habe und auch die Geschichte ist zum Ende hin nicht mehr wirklich gut. Dann ist es für ein Exklusivspiel technisch nichtmal sonderlich beeindruckend.


    Und was Leute mit "ist kein FF mehr" neben Kampfsystem usw. meinen ist eben auch dass es z.B. keine oder kaum noch Elemente gibt, welche FF früher ausgezeichnet haben. Es gibt keine richtigen Zauber, keine Elemente, keine Statusveränderungen, weniger ikonische Kreaturen. Selbst die Charakterentwicklung ist nur noch beiläufig. In FF9 konnte man von Ausrüstungen diverse Fähigkeiten lernen was Spaß gemacht hat und das ging z.B. auch in Lost Odyssey. Es gab nette Minispiele die alles aufgelockert haben usw.

    Dann kommt als Statement dass man kein Minispiel hat, weil man den Fokus auf die Geschichte legen will...klasse! Nur frage ich mich dann warum man zig sinnlose, langweilige Sidequests einbaut von denen die meisten nichts zur Story beitragen. Und die Antwort ist: Damit man auf die gezwungenen 40+ Spielstunden kommt.


    Ich denke mir immer: Alte FF Teile würden mit einem Echtzeitkampfsystem funktionieren und wären genauso gut aber ein FF16 wäre im Umkehrschluss mit einem ATB System genauso langweilig wie es jetzt ist. Daher mache ich das Kampfsystem nicht als ein wichtiges Argument fest.


    In meinen Augen kratzt FF16 am unteren Bereich wo auch schon FF15 und 13 rumeiern.

  • Ich habe mich schon öfters geäußert was das angeht und Tropi hat es schon wunderbar zusammengefasst. Spätestens wenn man im Spiel gegen einen Bomber antretet und versucht bloß keine Feuer Zauber zu machen, nur um dann herauszufinden, dass es vollkommen egal ist und genauso Schaden verursacht wie alles andere, merkte ich für mich dass es den Mainline Titel nicht verdient.

    Ich finde es nur witzig, dass sowohl FF15 als auch FF7R deutlich mehr von dem Charme haben, den ich für FF so typisch finde.

    Und so ca. eine Woche nachdem ich das Spiel meinem Bruder ausgeliehen hatte, fragte er mich ob es irgendwelche Geheimnisse oder was Besonderes zum entdecken gibt. Das war doch das, was damals immer so einen Spaß gemacht hatte.

    Ich konnte nur noch lachen. Grüne Ausrufezeichen und recycelte Bosse. Mehr nicht, sagte ich.

  • Da ich den Debatten, was ein FF ausmacht und was nicht, in einer Weise überdrüssig bin, die ich kaum in Worte kleiden kann, möchte ich noch mal nachdrücklich anmerken:

    Es ging nie primär um die Kampfsysteme, sondern um das, was außerhalb der Kämpfe passiert: Spielweltaufbau, Charakterentwicklung, Rätsel, Inventar, Gameplaymechanik usw. - kaum ein RPG, das in diesen Bereichen versagt, kann dies allein über sein Kampfsystem kompensieren.

    Ein RPG ist mehr als seine Kämpfe. Erst wenn das flächendeckend durchgedrungen ist, können wir die Diskussionen über die Fehlentwicklungen der FF-Reihe wieder konstruktiv aufnehmen.

    "Death and Loss - those calling to me
    Funeral Life is my endless Agony"
    (F. Blanc)

    Einmal editiert, zuletzt von Kelesis ()

  • Leute, das hier ist eine Kolumne und kein News-Artikel. Bekanntermaßen sind Kolumnen eben folgendes: Eine persönliche Meinung des Autors. Ihr müsst nicht der selben Auffassung sein, aber man sollte schon ein wenig differenzieren.


    Ich persönlich bin da absolut auf Seiten des Verfassers, da wir nun einmal nicht bestimmen oder besser gesagt, festlegen, was ein Final Fantasy tatsächlich ausmacht und ich verstehe nicht, weshalb sich zu dem Thema jedes Mal aufs Neue im Kreis gedreht wird. Zumal ich die Phrase "Das ist kein Final Fantasy mehr!" auch schon von Leuten gehört habe, die beispielsweise lediglich nur wenige oder gar einen einzigen Teil der Reihe gespielt haben. In meinem engeren Bekanntenkreis kenne ich jemanden, der nach Final Fantasy X und XIII (nur diese Teile wurden gespielt) der Auffassung war, dass FF XV eben kein Final Fantasy mehr sei.


    Dabei hatte, wenn man es sehr genau nimmt, besonders Teil XIII nur noch wenig von dem Inne, was vermeintlich fest zu einem Final Fantasy gehört, bis eben auf die opulente Aufmachung und Inszenierung. Minispiele? Fehlanzeige! Sidequests? Ebenso nicht wirklich vorhanden! Eine etwas freiere Erkundung war erst gegen Ende des Spiels wirklich möglich und dort bestand das, was man abseits der Hauptgeschichte tun konnte prinzipiell auch nur aus einer Aneinanderreihung von Kämpfen und dem Verbessern der Charaktere. Die Beschwörungen, so nett und typisch bildgewaltig sie auch in die Kämpfe eingebunden wurden, waren ebenfalls kaum wiederzuerkennen und letztlich fiel sogar die klassisches Siegesfanfare vom Tisch. Einzig Chocobos und diverse Gegnertypen ließen noch einen Hauch von dem aufblitzen, was ein Final Fantasy letztlich wirklich von anderen Spielen unterscheidet, neben der bereits erwähnten Imposanz.


    Bevor jetzt jemand "Aber!" schreit:


    Für mich war auch Final Fantasy XIII ein vollwertiger Titel, welcher der Reihe zugehörig ist, mit diversen Abstrichen zwar, aber ich habe es halt schlicht akzeptiert und würde es nicht einmal im entferntesten als schlecht bezeichnen.


    Letztlich kann natürlich dennoch jeder für sich selbst entscheiden, was ein Final Fantasy tatsächlich zu einem Vertreter der Reihe macht, aber da gibt es dann doch immer wieder solche, die ganz genau diese persönliche Meinung als allgemeinen Fakt darstellen und ich denke, dem Autor dieser Kolumne hier geht es genau darum. In Kreisen der Fans gibt es folglich kaum eine Einigung und jeder neue Teil tritt eine Debatte sondergleichen los, was aber ja am Ende nur vergebliche Liebesmüh ist, da wir den Entwicklern nicht ihre Vision streitig machen können. Wenn das nächste Final Fantasy ein Third-Person-Shooter mit RPG-Elementen (Dirge of Cerberus lässt grüßen) wird, dann können wir uns auf den Kopf stellen und es wird nichts ändern und abermals kommen dann jene, die damit ziemlich sicher vor den Kopf gestoßen werden.


    Für mich ist es jedenfalls gut, dass die Reihe sich mit jedem Teil neu erfindet und witzigerweise, das kann ich mir sehr gut vorstellen, gäbe es mit ziemlicher Sicherheit Debatten und Diskussionen, wenn dem nicht so wäre und sich jeder Teil nur leidlich vom jeweiligen Vorgänger unterscheiden würde. Zelda beispielsweise hatte ja eine Zeitlang genau dieses Problem und es wurde von Teil zu Teil immer stärker kritisiert, dass die Reihe auf der Stelle treten würde. Da kam dann mit BotW ein sehr starker Bruch, der zwar verständliche Kritik nach sich zog, aber das eigentliche Problem, nämlich, dass die Spieler mit nichts zufrieden sind und ohnehin immer was zu meckern haben, sehr gut aufzeigt.

  • Ach komm was solls, ich lasse mich zu einem Post hinreißen :saint:


    TLDR: Ja das ist auch nicht mehr mein FF. Tolles Spiel keine Frage aber viel zu viel Action und deutlich zu schnell, zu wenig JRPG und Schnitzer die ich von FF nicht erwarten würde.


    Wie wo was? Hast du FF16 überhaupt gespielt? Warum urteilst du darüber

    Ja ich habe FF16 gespielt, befinde mich vor dem finalen Boss und mache gerade die letzten Nebenquests.
    Ich habe auch mit Ausnahme von FF 11 jedes Mainline FF gespielt, manche davon mehrfach.


    Rundenweise oder ATB oder ein ganz andrer Aspekt

    Ja ich bin ein Fan des Rundensystem und des ATBsystem. Was ein FF würdiges Kampfsystem für mich ausmacht ist jedoch ein ganz anderer Punkt.

    Bis zum Erscheinen von FF 13 war der Fokus der Kampfsysteme auf taktisches Geschickt getrimmt. Ich musste meine Ausrüstung, Abilitys und vieles mehr abstimmen um gut durch den Kampf zu kommen. Die strategische Komponente war stark ausgebaut. Werte und Fähigkeiten auf Ausrüstung wollten gut ausgesucht sein und in FF9 zB musste ich bestimmte Abilitys vorher meistern und dann gezielt austauschen um weiter zu kommen. FF13 bewegte sich weg von dieser Art des Gameplays, plötzlich wurde meine Reaktion mehr gefordert als mein taktisches Geschick. Die Mischung war noch okay, aber die Taktik fühlte sich trivial an. FF7 RE versuchte wieder etwas in Richtung Taktik zu gehen hatte aber den Fokus auf Geschwindigkeit und Reaktion. FF15 und 16 verstärkten den Fokus auf Action und Reaktionsfähigkeit und meine taktischen Fähigkeiten rückten stark in den Hintergrund. Daher enttäuscht FF 16 mich als FF Fan, da ich bei FF mehr Taktik als Action erwarte.


    Zwischen Offtopic

    Ich muss zur Erklärung meiner Meinung und meiner Argumente kurz mal abbiegen und 2 Punkte erklären.

    Unsere Gesellschaft ist in den letzten Jahren immer "schneller" geworden. Okay das lässt sich jetzt schwer erklären aber ich versuche es. Ich bin mit meinen fast 40 schon ein paar Jahre auf der Welt und die Gesellschaft ist gehetzter geworden, es muss alles schnell schnell gehen und ruhig und langsam sind verpönt und als langweilig abgestempelt. Tolles Beispiel sind die Kinderfilme die ich gesehen habe und die die meine Kinder sehen. Bei meinen war das Pacing sehr sehr langsam (Sicher auch Bugdetfrage, so konnte man die Szene länger und mehrfach verwenden). Die Filme meine Kinder sind sehr, sehr schnell aufgebaut, immer Action und keine ruhigen Phasen. Explosionen hier, Kämpfe da usw ( Ja Kinderfilme und Serien ab 0-6 )bspw. Miraculous Ladybug heißt die Serie, gemacht für Kinder ab 6 und da gehts richtig ab ^^. Ich bin ja froh das wir nicht wie früher bei Captain Tsubasa 3 Folgen lang aufs Tor zu laufen und die Lebensgeschichte seines Onkels nebenbei erzählt bekommen, aber das ist schon echt schnell.


    Punkt 2

    Ich werde alt, ja meine Reaktion hat -wie bei jedem in meinem Alter der das nicht auf Biegen und Brechen trainiert- nachgelassen. Im Alltag und in den meisten Situationen ist das vernachlässigbar. In Shooter oder Actiongames wie DMC merke ich das dann schon. Die sind im Vergleich auch immer schneller geworden. Ich möchte da mal DMC 1 und DMC5 vergleichen. Der 5te Teil fühlt sich im Vergleich zum ersten Teil doppelt so schnell an. Sprich es macht einfach keinen Spaß, wenn es in einem Spiel an meiner körperlichen Verfassung scheitert, ich es aber von Skill her könnte. Liebe Publisher: es ist ja schön, dass 15jährige mit Monster-Energy als Blutgruppe eure Target-audience sind, aber ich bin der Typ mit der Kohle der sich die Spiele auch leisten kann ;) denkt mal drüber nach. FF16 ist in dem Punkt noch vertretbar, schmälert aber meinen Spielspaß weil es mich ärgert dass mir Fehler passieren die darauf zurückzuführen sind, dass das Spiel einfach zu viel auf einmal von mir will und dies visuell (Anzeigen und Effekte Overload) auch noch schlecht löst. Darksouls, Castlevania, Metroid und Co. bekommen das doch auch hin. Die Balance macht es.


    Einmal JRPG a la FF bitte

    Meiner Meinung nach muss ein FF ein JRPG sein. Ich erwarte von einem Mainline-Ableger einfach, dass es eines ist, weil das schon immer so war. Ich kaufe das ganze schließlich weil ich ein JRPG haben will. Ich wäre bei Fifa auch sauer wenn ich plötzlich nach jedem Spiel mit dem Rasenmäher über den Platz fahren müsste oder die Spielerumkleiden restaurieren soll, auch wen EA und co das vorher angesagt haben. Oder anders gesagt: Wienerschnitzel muss nach Schnitzel schmecken und nicht nach Vanille . Ausflüge und Experimente wie FF7 Dirge of Cerberus bitte auch als Spin-off bezeichnen. Danke


    100% Perfektion und Qualität

    Von einem FF erwarte ich eine Top Gescriptete/durchchoreografierte Geschichte. Bugfreies Gameplay und ein fertiges Spiel.

    Ab FF 13 gehts damit etwas bergab. Bei FF15 hab ich mich gefragt, ob den Herren im letzten Part ( der Timeskip ) das Budget ausgegangen war oder warum die solch einen Käse veranstaltet haben. Von der (von Beginn an so geplanten) DLC Apokalypse im Nachgang reden wir besser nicht. FF 16 ist in vielen Punkten sehr poliert, aber was die Entwickler beim Thema Nebenquests geritten hat das verstehe aber wer will. Ich habe bisher alle Nebenquests gemacht sobald diese jeweils verfügbar waren und zu meiner Verwunderung muss ich bei vielen sagen: wieso sind das Nebenquests? Gefühlt 90% der NQ sind wichtig für die Story, das Worldbuilding und die Charakterentwicklung. Ohne manch eine Nebenquest gemacht zu haben fehlen dir so viele Informationen, dass das Spiel unlogisch wird. Das hätte mit in die Hauptquest gehört. Die Bedrohung der Welt wird ohne die Nebenquests nahezu unsichtbar! Und das wollte ich immer schon mal sagen : Früher wäre das nicht passiert!


    Und was macht ein Mainline Final Fantasy nun aus?

    Für mich sind das folgende Punkte:

    1. Es muss ein JRPG sein

    2. Die taktische Komponente darf nicht vernachlässigt werden

    3. Das Kampfsystem sollte auf mein taktisches Geschick und nicht auf meine Reaktionsfähigkeit bauen.

    4. Das Spiel muss ein hohes Qualitätsniveau halten

    5. FF Titel sollten das Genre (wie so oft in der Vergangenheit) definieren und der Goldstandard für eben jenes sein.



    Abschluss:

    FF16 war bisher ein gutes Spiel, ich hatte viel Spaß damit. Es waren auch einige frustige Momente dabei. Als Actiongame mit packender Story war es sehr gut , so hätte Forspoken sein sollen, zumindest wäre das meine Erwartung gewesen. Als FF war ich enttäuscht, weil es zu sehr von meinen Erwartungen an ein FF abweicht. Ich brauche keine Rundenkämpfe zurück, aber ich möchte das Gefühl von FF haben wenn ich eins Spiele, das ist FF 16 leider nicht gelungen.

  • Werden das die nächsten 9 Seiten wo sich die Diskussion im kreis dreht und die Teilnehmer zu 90% diejenigen sind denen das Spiel eh nicht gefällt, weil man aus irgendein Grund zum 100mal sagen muss das einem das Spiel nicht gefällt (hat ja schon gut angefangen)?


    Jedenfalls sehr guter Text von Autor und ich stimme komplett zu. Das Spiel mag auf den ersten Blick erstmal anders wirken, aber es beinhaltet einfach so viel final fantasy (und japanisches) in sich wie alle anderen Teile der Reihen. Das Spiel ist und bleibt ein FF ( was auch ziemlich gut angekommen ist) und ein Action Rpg, zwar kann da jeder seine Meinung haben aber die Fakten sagen was anderes, versucht erst gar nicht darüber zu disskutieren (darauf auch keine lust mehr). Ich bin jedenfalls froh das das Spiel so ein gutes Spiel geworden ist ( meiner meinung nach ff14 und 7 das beste der reihe).


    Am Ende ist es aber egal da ich ein fantastisches Spiel bekommen habe und die sich dauerhaft beschweren wohl nicht. Also nicht mein Verlust.

    Gespielt 2024 Part 1

  • Ein schöner Artikel der ein wenig beschreibt die Art von Debatte, die wohl jeder FF-Fan anfangs in sich geführt hat.

    Ich schließe mich einigen Vorrednern daher an.

    Für mich persönlich ist es das beste Final Fantasy seit Tidus und Yuna anfingen wie verrückt zu lachen.

    Es hat Tabus gebrochen, es hat sich konsequent weiterentwickelt und legt Standards für die den nächsten Titel.

    Ob es nun einige „Kritiker“ gleich wieder darauf aufhängen werden?


    Was mich dazu jetzt bewegt überhaupt wieder ein Beitrag hier zu schreiben ist dieser, meiner Meinung nach schöne Artikel, der mich daran erinnert hat, dass es nicht nur dieselbe langweile Debatte geführt werden muss, ob jetzt Final Fantasy 16 ein "Final Fantasy" ist oder eben nicht.

    Ist ja nicht so, dass in dieser Welt genug Bullshit in die Welt los gelassen wird.

    Wenn man sich über mehrere Plattformen bewegt, ist es echt eine Wohltat, dass versichere ich euch.


    Von daher bedanke ich mich.

    Danke für ein Stückchen Positivität im Kreislauf der Negativität.


    P.S Kritik ist immer noch richtig und wichtig. Niemand wird hier die Kritik abgesprochen :P

  • Nun für mich hört es auf ein Final Fantasy zu sein wenn selbst ein God of War oder Horizon sich mehr wie ein RPG Spiel anfühlt. Naoki Yoshida hasst JRPGs und mit FFXVI hat er dem Ausdruck verliehen alles wirkt einfach künstlich vom Leveln, Scaling, Crafting, Level Design oder Story als hätte man einen Stock im Ar... bei der Entwicklung xD

  • Was ich vor allem nicht verstehe ist dass viele Gamer und auch die Presse Dinge an Spielen feiert, die früher absolut in den Boden gestampft wurden.

    Und wo ist da der Unterschied zu euch? Ihr kritisiert auch einige Dinge jetzt an FF16 die damals bei den anderen Teilen genauso schon waren.


    Und was Leute mit "ist kein FF mehr" neben Kampfsystem usw. meinen ist eben auch dass es z.B. keine oder kaum noch Elemente gibt, welche FF früher ausgezeichnet haben. Es gibt keine richtigen Zauber, keine Elemente, keine Statusveränderungen, weniger ikonische Kreaturen.

    Also das finde ich ja witzig das Elemente, Statusveränderungen und Zauber angesehen werden was ein FF ausmachen soll was es genauso in vielen anderen Spielen auch gibt aber dann Monster, Charaktere, Story, Chocobos dann nicht angesehen werden das dies zu FF auch dazu gehört.


    Dann kommt als Statement dass man kein Minispiel hat, weil man den Fokus auf die Geschichte legen will...klasse! Nur frage ich mich dann warum man zig sinnlose, langweilige Sidequests einbaut von denen die meisten nichts zur Story beitragen. Und die Antwort ist: Damit man auf die gezwungenen 40+ Spielstunden kommt.

    Wenn man halt nur die Essen Nebenquest macht kann man so eine Aussage tätigen. FF16 hat sicherlich mehr Nebenquests die etwas zur Story beitragen als im Gegensatz zu den älteren Teilen.

    Und selbst wenn nicht würde ich nicht wissen wo es bei den anderen Teilen damals anders war und warum man das jetzt so hart kritisiert. Und Minispiele gab es früher ja auch nicht mal eine Handvoll. Seilspringen? Blitze ausweichen? Ja da weiß ich auch nicht was daran Spaß machen soll, da hab ich dann lieber gar keine Minispiele. Die einzigen was etwas mehr Langzeitmotivation bieten sind Blitzball und das Kartenspiel und das wars auch schon.


    Man kritisiert hier zum Teil Dinge die damals überhaupt nicht besser oder anders waren aber hier als k.o. Kriterium darstellt.

    Politik gab es schon immer in FF, die Teile waren auch meist immer eher mehr ernst als schräg und witzig bis auf FF9 aber bei den anderen Teilen war der Witzanteil eher niedriger und so ist es bei FF16 genauso. Da gibt es genauso einige Charaktere wo es dann witzig wird desg´halb kann ich das Argument das FF16 Bierernst ist nicht nachvollziehen.


    Bei manchen kommt es einem so vor als sie einfach immer nur Behauptungen darstellen die nicht so sind nur weil sie einen Hass auf das Spiel haben. Sieht man ja auch das sich einige nur extra neu anmelden um was schlechtes über das Spiel auszulassen.

    Zum Teil wird hier ja gar nicht mehr normal kritisiert sondern es wird sich die ganze Zeit nur noch lustig gemacht und zum hundertsten Mal was das Spiel ja alles schlecht macht und Vergleiche aufgestellt die damals genauso waren.

  • Es gibt jede Menge sehr guter langzeit Gamer und Fans der Reihe die sehr wohl, sehr gut begründet auf Youtube abliefern warum DAS nicht mehr IHR Final Fantasy ist.


    Et iss halt wie et iss.

    So wie der Verfasser dieses Kommentares das nicht nachvollziehen kann, denken sich andere: „Ich kann diesen beschränkten Kommentar nicht nachvollziehen.“


    Für mich fühlt sich Final Fantasy 16 eher wie ein Spin-off an und es hätte dem Spiel auch nicht geschadet einen eigenständigen Titel verpasst zu bekommen.


    Der Punkt: „Das ist ja nicht rundenbasierend.“ kann man doch nicht ernst meinen. Ist das so?

    Gibt es tatsächlich aktuell solche Aussagen? Das kann ich mir echt nicht vorstellen. Also das war doch schon lange klar und sollte seit FF15 durch sein. Gabs keine anderen Ansatzpunkte die man hätte aufgreifen können um seine Gedanken auszuführen? Musste man diese ollen Kamellen heraus kramen.

  • "Das ist ja gar nicht rundenbasiert!"


    Um Rundenkampf ging es mir nie bei meiner persönlichen Kritik an XVI. Die Problematik ist komplexer.

    Diese Frage, über "mein" Final Fantasy, brachte mich soweit, dass ich die gesamte Reihe gerade Teil für Teil zocken werde xD

    Egal..


    Ich denke als Fan kann man sich alles schön reden oder extrem kritisch sein. Ein Fan ist halt emotional involviert. Daher sollten extreme Aussagen die nicht mit der eigenen Ansicht übereinstimmen nicht ganz so genau genommen werden.

  • Und selbst wenn nicht würde ich nicht wissen wo es bei den anderen Teilen damals anders war und warum man das jetzt so hart kritisiert. Und Minispiele gab es früher ja auch nicht mal eine Handvoll. Seilspringen? Blitze ausweichen?


    Sicherlich würde niemand für die schlechtesten Beispiele stimmen.


    Einen relativ großen Teil meines Spaßes und meiner Spielzeit habe ich aber tatsächlich aus dem Chocobo-Züchten/Rennen/Wetten, Triple Triad, Tetra Master, Blitzball und Fort Condor Remake gezogen. Wohl gemerkt, ohne voheriges Internet-Wissen.


    Die Chocobo-Sache ist aus heutiger Sicht schlecht gealtert, war damals aber ein großes Abenteuer, bei dem es viel zu gewinnen gab. Und ich hab da heute noch Spaß mit.


    Tetra Master ist an sich ein tolles Spiel. Wird aber leider miserabel erklärt und verkompliziert dargestellt. War damals für mich frustrierend, Heute verstehe ich es umso besser und macht umso mehr Spaß.


    Blitzball fühlt sich vielleicht ein bisschen altbacken an wegen der Animationen. Macht aber viel Spaß sein Team auszubilden und Abilities zu lernen.

    Triple Triad und Fort Condor Remake sind sucht-erzeugend.

    Und ich erinnere mich, dass es auch in FF13-2 einige spaßige Sachen gab.


    Also ja, wenn SE will, können sie sehr gute Minigames an den Start bringen.


    Und im übrigen stammen die meisten der europäischen Karten- und Brettspiele ausm Mittelalter. Da hätte man sich schon inspirieren lassen können. Im Gegensatz zu Yoshida, fand ich voll, dass das in das Spiel gepasst hätte.


    Man kritisiert hier zum Teil Dinge die damals überhaupt nicht besser oder anders waren aber hier als k.o. Kriterium darstellt.


    Und weil es in der Vergangenheit auch schlechte Beispiele gab, soll man nun ganz drauf verzichten? Da geh ich ned mit. Wenn man auf Minigames verzichtet, dann sollte man wenigstens coole Dungeons mit Rätseln und nen cooles Crafting System einbauen. Sonst fehlt iwo halt der Spaß.



    Man kritisiert hier zum Teil Dinge die damals überhaupt nicht besser oder anders waren aber hier als k.o. Kriterium darstellt.


    Das ko Kriterum sind nicht die Kritikpunkte im Einzelnen, sondern dass soviel an allen Ecken und Enden fehlt.

  • Zitat

    Alte FF Teile würden mit einem Echtzeitkampfsystem funktionieren und wären genauso gut aber ein FF16 wäre im Umkehrschluss mit einem ATB System genauso langweilig wie es jetzt ist.

    Das habe ich erst hinterher gelesen und finde ich ziemlich Interessant. So habe ich das noch garnicht betrachtet. Sollte vlt auch mal jemand von der Pro-Seite so betrachten.


    Wenn ich mir vorstelle FF16 wäre Turn-based.. dann wäre es doch sehr seicht und low. Es wäre so auf dem Niveau von HDR-Das dritte Zeitalter oder wie Grandia 3. Ja genau! Wie Grandia 3. Habe ich dieses Jahr erst durchgespielt und viele Jahre auf so eine Chance gewartet. Steamdeck sei Dank.

    Die Optik war toll in Full HD und auch die Sequenzen waren stark. Ein paar tolle Soundtracks aber davon ab gab es ja nichts. Und da kann mir glaub ich keiner wiedersprechen, wenn ich sage das Grandia 1&2 irgendwie mehr boten. (Innerhalb dieser Reihe) Sie fingen den Spirit einfach viel besser ein.

    • Offizieller Beitrag

    Eigentlich ist es doch wumpe ob es einem in den Kram passt ob einem anderen das Spiel gefällt oder nicht. Solange man sich hier in den Diskussionen nicht beleidigt finde ich hat bisher jede Aussage irgendwo im Kern Hand und Fuß gehabt. Es ist wie dieser Artikel eine Persönliche Ansicht geschaffen aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre. Der Entwickler richtet sich entweder danach aus oder nicht. Ich bin jetzt bisher bei knapp 50% angekommen. Ein wenig Kritik teile ich, ein wenig nicht und der Rest stört mich nicht. Dem Titel seinen Franchise-namen absprechen möchte ich deswegen nicht. Für mich ist bisher ein gutes Spiel dabei rausgekommen. Eines das einen Namen trägt welcher über die Jahre schlecht in den Communities gealtert ist. Jeder Mothershiptitel der Neuzeit ging irgendwo Risiken und wagte Experimente. Die zünden bei einem Teil und bei einem anderen nicht. Das hat man bei Wada gesehen, bei Nomura und bei Yoshida jetzt. mit jedem Vorgänger wurde der Wechsel des Produzenten gefeiert und der alte verteufelt. Ein ewiger Lagerkampf. Auf letzteres scheint man mehr Wert zu legen als auf das eigentliche.

  • Das ko Kriterum sind nicht die Kritikpunkte im Einzelnen, sondern dass soviel an allen Ecken und Enden fehlt.

    Danke.


    Dass ich die ganze Zeit sage, dass ich weniger das kritisier, was im Spiel ist, als das, was nicht drin ist, wird immer gekonnt ignoriert.


    Oder um es nochmal ganz direkt und konkret zu sagen:


    Hätte ich in FF XVI Minispiele gehabt, eine Party, wo ich verschiedene Charaktere selbst aufleveln kann, mehr taktische Spielchen, Chocoborennen, Rätselpassagen etc. , ich hätte mir das Spiel gekauft und meinen Spaß gehabt, in diesem Setting, mit diesem Kampfsystem, mit dieser Story.

    "Das meinen Sie doch nicht ernst." - "Natürlich meine ich das. Und nennen Sie mich nicht Ernst."

  • Wenn ich mir vorstelle FF16 wäre Turn-based.. dann wäre es doch sehr seicht und low. Es wäre so auf dem Niveau von HDR-Das dritte Zeitalter.

    Was nicht schlecht war. Ich hab das Spiel gern durchgespielt aber was halt fehlte war etwas mehr Spiel..

    Guter Vergleich. Aber schon damals wurde das eintönige HDR: Das dritte Zeitalter von einem einschlägigen deutschen Videospielmagazin besser bewertet als das abwechslungsreiche Shadow Hearts: Covenant. Es gab also bereits zu PS2-Zeiten in Deutschland merkwürdige Auffassungen davon, was ein gutes RPG ausmacht. Das erklärt einiges - auch dahingehend, wie aktuelle (Fehl-)Entwicklungen bewertet werden.

    "Death and Loss - those calling to me
    Funeral Life is my endless Agony"
    (F. Blanc)

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