Oscarverleihung 2016

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    • Oscarverleihung 2016

      Die Oscar-Nominerungen für die 88. Verleihung der Academy Awards sind raus! Am 28.02.2016 entscheidet sich dann welcher Film in welcher Kategorie gewinnen wird!? Chancen haben auf jeden Fall folgende Kandidaten: klick hier

      Ich habe viele der Nominierten noch nicht gesehen, aber Mad Max hat auf jeden Fall meine Gunst! The Revenant und The Big Short schaue ich mir nächste Woche an, sofern alles klappt :D
    • Habe auch nicht all zu viel gesehen, aber ich hoffe, dass Mad Max nen Oscar holt! Einfach genial, der Streifen.
      Und bei Leo hoffe ich, dass es auch mal klappt! ;)
      mfg Zweistein

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    • Ich habe gestern The Revenant gesehen. Ein guter Film, der sicherlich einiges abräumen wird. Mein persönlicher Favorit bleibt aber trotzdem Mad Max. Den Oscar für die beste Kamera dürfte The Revenant aber sicher sein. So gewaltige Bilder sieht man wirklich sehr selten.

      Was die Nominierung für DiCaprio angeht, ich befürchte fast er wird es diesmal machen. Was schade wäre, denn auch wenn er in dem Film vortrefflich leidet, hat mich z.B. Fassbender in Steve Jobs mehr überzeugt.
    • Mein Favorit bleibt übrigens auch Mad Max, ich habe allerdings wie jedes Jahr kaum Oscarfilme gesehen.
      Allerdings gefiel mir Mad Max schon extremst gut, dies heisstr aber meistens das er keinen einzigen Oscar erhält xD
      Leo wünsche ich natürlich auch einen Oscar, wäre auch ganz witzig wen er seine Dankesrede mit "It was about Time". ^^
    • Ich habe gestern Abend The Danish Girl gesehen, der ja für 4 Oscars nominiert ist und muss wiedermal sagen: Eddie Redmayne ist brilliant. Nicht immer, wie Jupiter Ascending beweist, aber den Oscar als Bester Hauptdarsteller hätte er 2016 meiner Meinung nach mehr verdient als DiCaprio.

      Fun Fact: Redmayne ist auch für den schlechtesten Nebendarsteller 2016 nominiert. Für besagten Jupiter Ascending.
    • Habe auch dieses Jahr alle wichtigen Nominierten gesehen und ich bin ziemlich zufrieden mit den Filmen, die es in die enge Auswahl geschafft haben. Werde aber nicht zu jedem Film was schreiben :P ist zu viel

      Ich stimme Nero absolut zu, was Eddy Redmayne angeht. Dieser junge Mann ist zur Zeit das beste, was Hollywood zu bieten hat. Seine unglaublich natürliche Art macht seine Rolle in The Danish Girl absolut greifbar und realistisch. Selten habe ich einen Schauspieler gesehen, der eine soche Kontrolle über seine Gestik, Mimik und Stimme hat und dabei trotzdem so fantastisch natürlich wirkt. Er hat dieses Jahr ebenfalls ohne Zweife den Oscar für bester Hauptdarsteller verdient. Auch wenn Fassbender ebenfalls grandios gespielt hat, ist Redmayne in einer anderen Liga. DiCaprio hat auch einmal mehr eine tolle Leistung abgegeben, aber wie fast immer sind andere (wenige) einfach besser. Wenn er den Oscar gewinnt, dann as dem selben Grund wie Lawrence damals. Weil die Fans omnipräsent sind und es einfach vehement verlangen. Die goldene Statue hat er dieses Jahr aber echt nicht verdient.

      Und ich weiß wirklich nicht, was alle mit Redmaynes Performance in Jupiter Ascending haben. Er war der einzige Grund, warum ich diese Tortur bis zum Ende durchgehalten habe. Mir kam es so vor, als wäre er der einzige, der gemerkt hat, wie ekelerregend das Drehbuch ist und dann gesagt hat: "Fuck it, ich spiel die Scheiße aus der Rolle". Es hat einfach Spaß gemacht seinem Overacting zuzusehen. Sehr unterhaltsam ^^

      The Hateful 8 hat mich ebenfalls ein wenig enttäuscht. Von Tarantino bin ich bessere Dialoge und stärkere Dialoge gewohnt. Daher ist es absolut verständlich, dass der Film nicht für das beste Drehbuch nominiert wurde.

      Und diese ganze #Oscarsowhite Sache ist einfach nervig. Alle Nominierungen sind verdient und jetzt kann man sich darauf einstellen, dass bei allen kommenden Oscars aus Angst einfach Afroamerikaner nominiert werden, obwohl andere es mehr verdient hätten. Als 12 Years of Slave den Drehbuch-Oscar bekommen hat, obwohl viele der Academy das Drehbuch nicht mal gelesen haben hat sich kaum einer beschwert.

      Der beste Film des Jahres ist und bleibt Mad Max: Fury Road. Selten wurde ich so tief in meinen Kinosessel gedrückt und das auch noch von der ersten bis zur letzten Sekunde. Ein roher Film voller Kreativität und toller Ideen. Miller hat den ganzen jungen Action-Regiesseuren einfach in den Arsch getreten mit diesem Film und ich hoffe so sehr, dass der Oscar für den besten Film an Mad Max geht!
    • Nero schrieb:

      Fun Fact: Redmayne ist auch für den schlechtesten Nebendarsteller 2016 nominiert. Für besagten Jupiter Ascending.
      Für sowas sollte man Oscars auch nachträglich wegnehmen dürfen...gott war der Film schrecklich, seine Performance aber noch schrecklicher. Der Film sah wenigstens gut aus..

      Und diese ganze #Oscarsowhite Sache ist einfach nervig. Alle Nominierungen sind verdient und jetzt kann man sich darauf einstellen, dass bei allen kommenden Oscars aus Angst einfach Afroamerikaner nominiert werden, obwohl andere es mehr verdient hätten. Als 12 Years of Slave den Drehbuch-Oscar bekommen hat, obwohl viele der Academy das Drehbuch nicht mal gelesen haben hat sich kaum einer beschwert...
      Liegt für mich eher daran, dass größtenteils nur der Caucasier als Hauptrolle eingesetzt wird und Minderheiten selten für große Rollen gecastet werden aus Angst dann 1-2 Millionen weniger zu verdienen. Begrüße es daher umso mehr, dass wir durch Force Awakens dies auch bei einem Blockbuster mal anders gehabt haben.

      Das ist meine Liste der Favoriten :

      Spoiler anzeigen

      Bester Film

      Der Marsianer - Rettet Mark Watney

      The
      Revenant - Der Rückkehrer





      Beste Regie

      Alejandro
      González Iñárritu
      - The
      Revenant - Der Rückkehrer


      George Miller - Mad
      Max: Fury Road

      Bester
      Hauptdarsteller


      Leonardo
      DiCaprio
      - The
      Revenant - Der Rückkehrer


      Michael
      Fassbender
      - Steve Jobs

      Matt Damon - Der Marsianer - Rettet Mark Watney
      Beste
      Hauptdarstellerin

      -
      Kein Favorit
      Bester
      Nebendarsteller


      Tom Hardy - The
      Revenant - Der Rückkehrer


      Sylvester
      Stallone
      - Creed - Rocky's
      Legacy

      Beste
      Nebendarstellerin

      Jennifer Jason Leigh - The Hateful 8
      Bestes Originaldrehbuch
      Pete
      Docter
      , Meg LeFauve, Josh Cooley, Ronnie
      Del Carmen
      - Alles
      steht Kopf

      Bestes adaptiertes Drehbuch
      Drew
      Goddard
      - Der Marsianer - Rettet Mark Watney
      Bester Animationsfilm

      Alles
      steht Kopf


      Erinnerungen
      an Marnie

      Bester
      fremdsprachiger Film

      Bester Dokumentarfilm
      Beste Kamera
      Emmanuel Lubezki - The Revenant - Der Rückkehrer

      Robert Richardson - The Hateful 8

      Roger Deakins - Sicario

      John Seale - Mad Max: Fury Road

      Bestes Kostümdesign

      Jenny Beavan - Mad Max: Fury Road

      Jacqueline West - The Revenant - Der Rückkehrer
      Bester Schnitt

      Stephen
      Mirrione
      - The Revenant -
      Der Rückkehrer


      Maryann
      Brandon
      , Mary
      Jo Markey
      - Star
      Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht

      Bester animierter Kurzfilm
      Bester Kurzfilm
      Bestes Szenenbild

      Mad Max: Fury Road

      Der Marsianer -
      Rettet Mark Watney


      The Revenant -
      Der Rückkehrer

      Bester Dokumentar-Kurzfilm
      Bestes Make-up &
      Hairstyling

      Mad Max: Fury Road

      The Revenant - Der Rückkehrer

      Beste Filmmusik
      Ennio Morricone - The Hateful 8

      Jóhann Jóhannsson - Sicario
      Bester Filmsong

      “Writing’s On The Wall” - James Bond 007 - Spectre (Jimmy Napes und Sam Smith) eine
      der besseren Sachen an Spectre…
      Bester Tonschnitt

      Sicario
      Beste Tonmischung

      Star
      Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht

      Beste visuelle Effekte
      Ex
      Machina


      Mad Max: Fury Road

      Star
      Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht

    • Mir ist in den letzten Jahre mal aufgefallen, ich schaue mir immer weniger Filme an, die potentielle Oscar-Kandidaten sind. Und auch nachträglich hole ich kaum noch Filme nach. Ich glaube, alles fing nach diesem Jennifer-Lawrence Boom an. Werde mir die Oscars auch dieses Jahr mal wieder ansehen und dann entscheiden, welche Filme ich mir dann davon mal ansehen werden.

      Nachgeholt habe ich mal 12 Years a Slave der wirklich sehr gut war. Whiplash hingegen, erst vor einigen Tagen gesehen, hat mich nicht wirklich, trotz guter Schauspieler, nicht vom Hocker gerissen.

      Schon im Vorfeld ist mein Interesse an "Der Marsianer" und "The Revenant" nicht wirklich groß. Auch wenn es praktisch unvermeidbar sein wird, denn in absehbarer Zeit werde ich beide Filme nachholen. Von den Animationsfilmen interessieren mich sogar mehr Titel diesmal.

      Die Liste für "Bester Film" finde ich immer noch aufgebläht und überflüssig seit einigen Jahren, seitdem so viele Filme hinzugefügt wurden. Auch District 9 wurde damals lediglich als Lückenfüller der Liste hinzugefügt. So kommt es mir leider auch mit Mad Max vor. Das sind Filme (ok District 9 hat mich ebenfalls nicht vom Sofa gefegt), die über den Durchschnitt sind, aber nie und nimmer den Oscar gewinnen. Es ist beinahe schon widersprüchlich, wenn man sich manche Nominierungen ansieht, die für den besten Film vorgeschlagen sind, aber ansonsten in keiner anderen Kategorie (weiß gar nicht, wie es dieses Jahr ist).

      Mad Max ist ja zumindest noch bei den visuellen Effekten dabei und ich hoffe auch, den wird er gewinnen, denn der Film ist größtenteils handgemacht, wenig CGI und Fury Road ist einfach ein Fest fürs Auge.

      Schon sehr bald werde ich aber Ex Machina nachholen. Trotz des Hypes, den es ja durchaus gibt, freue ich mich auf den Film.

      Ansonsten hoffe ich mal, die Verleihung wird mir ein paar Filme etwas schmackhafter machen.

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    • Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Tonschnitt und Tonmischung? Sind ja teilweise unterschiedliche Filme für nominiert...

      Naja die Oscars selbst sind mir eigentlich egal, sagt nix über den Film aus ob und wie viele Oscars man nun bekommen hat. Da gibt es genug andere Filme die für mich persöhnlich besser waren im letzten Jahr. Als bester Film werden sowieso nur Dramen nominiert, da ist Mad Max wirklich der Lückenfüller.

      Hätte neben den ganzen unter Katergorien evtl. gern ein paar weitere Kategorien um mal auch abseits vom "Oscarbait" Drama ne nominierung zu sehen,beste Komödie oder bester Actionfilm zB...naja.

      Ich freu mich auf Chris Rock, hoffe mal er wird das #sowhite zumindest thematisieren.

      Btw, Straight outta Compton, der ja alles andere als "so white "ist, wer wurde nominiert? Die weißen Drehbuchschreiber^^'''
    • Vincent schrieb:

      Btw, Straight outta Compton, der ja alles andere als "so white "ist, wer wurde nominiert? Die weißen Drehbuchschreiber^^'''

      Naja...die Schauspieler haben auf keinen Fall Oscar-würdig gespielt und generell war der Film nicht sooo gut, dass unbedingt jemand hätte Nominiert werden müssen.

      Und die Goldene Himbeere ist ein Spaß-Preis. Es wäre eine Schande Schauspielern, die einen Oscar bekommen haben, diesen abzusprechen nur weil sie eine Goldene Himbeere bekommen haben. Roberto Benigni hätte laut dieser Logik dann keinen Oscar verdient. Und ich finde Redmayne ist im Moment der mit Abstand beste beste Schauspieler in Hollywood.
    • Mag sein, aber nach seiner Oscarleistung soetwas wie Jupiter Ascending abzuliefern...war nun sehr enttäuschend.

      Aber auch ein guter Schauspieler kann eben nicht gegen den Willen des Regisseurs angehen und die Warchowskis haben seit Matrix 2 eh einen noch größeren Knall. Aber sie machen optisch gute Filme...


      Ich bin jedenfalls mal gespannt auf die Verleihung, wobei großere Überraschungen nicht kommen werden.
    • Ein weiteres Jahr und eine weitere langweilige Oscarverleigung...
      Chris Rock als Moderator hat mir einfach nicht gefallen. Es war zwar offensichtlich, dass es viel Gerede um #OscarsoWhite geben würde, aber, dass nur darauf rumgeritten wird war unnötig. Und selbst wenn er in vielen Punkten recht hatte, so fand ich seine Performance einfach nicht witzig oder unterhaltsam. Die meisten Leute, die Oscars präsentiert haben hatten wie immer einen riesigen Stock Arsch und mit diversen Gewinnern bin ich auch nicht glücklich.

      Allen voran The Revenant, Best Cinematographie hat der Film sowas von verdient, aber weder die Regie noch Leo einfach nicht. Hab mir den Film gestern nochmal angesehen vor der Oscar-Verleihung und jeder halbwegs gute Schauspieler hätte die Rolle genau wie Leo spielen können. Seine Performances in The Wold of Wallstreet, The Departed und Django haben mich weitaus mehr beeindruckt. Meines Erachtens hätten Redmayne oder Fassbender diesen Goldjungen bekommen sollen und was die Regie angeht so hätte ganz klar George Miller ihn verdient. Gleiches gilt für Best Picture.
    • Finde eigentlich dass die Oscarveranstaltung so ganz ordentlich verlaufen ist. Die ganze Oscarsowhite-Geschichte war irgendwie etwas unwürdig, sicher nicht ganz falsch aber auch ziemlich übertrieben. Auf wen man gerade bei bester Darsteller sicher am besten hätte verzichten können war Matt Damon, die halbe Komödie The Martian war nun nichts wofür man sich ein Bein hätte ausreissen müssen. Genauso wie es auch bei Redmayne aus. Ja, er liefert natürlich eine ordentliche Performance ab und verdient es sicher, genau wie Fassbender, in einem Jahr wo niemand anderes da ist der mehr gemacht hat aber da ist halt Leonardo DiCaprio und sich als Frau verkleiden ist so ziemlich Standardrepertoire für Schauspieler und nach dem er letztes Jahr schon den Oscar dafür gekriegt hatte, verkrümmt im Rollstuhl zu sitzen, wäre es wirklich schwer ernst zu nehmen gewesen, hätte er dieses Jahr fürs verkleiden den nächsten Oscar gekriegt. Ja klingt natürlich etwas oberflächlich und hart aber auch wenn andere sicher genauso DiCaprios Rolle hätte einnehmen können, war es in der Rolle nun Mal DiCaprio und alle anderen Rollen stinken dagegen ab. Von mir aus hätte die Regie auch an Miller gehen können, seine Leistung war durchaus absolut würdig dafür gewesen aber auch für The Revenant war es in Ordnung. Hätte ihn Abrams für Star Wars gekriegt, wäre das denke ich wirklich kritikwürdig gewesen, wobei er natürlich nicht nominiert war. Aber apropos Star Wars - kein Oscar für die Nummer 3 auf der Bestenliste. Zu Recht in meinen Augen. Die Effekte waren sehr ordentlich und ich hätte hier definitiv auf Mad Max getippt, stattdessen ging der Oscar an Ex Machina, was tatsächlich Fragezeichen aufwirft aber in Anbetracht dessen, dass Ex Machina kaum nominiert wurde und fast untergegangen wäre und in dem Rahmen den es hat alles perfekt macht, wohl doch nicht unverdient. Dagegen ist Star Wars halt ein Blockbuster Effektfeuerwerk, das stellenweise wirklich überzeugt (BB-8) aber eben auch starke Ausreisser hat (Maz und allen voran Snoke). Im Score war die ganze Nominierung unberechtigt, hier hat glücklicherweise Morricone endlich seinen Oscar in den Händen halten dürfen.

      Alles in allem hat die Academy vielleicht nicht immer ganz perfekt entschieden aber durchaus berechtigt.
    • Habs mir auch letzte Nacht angetan, hauptsächlich aber eigentlich um Live bei einem Kumpel einen Wetteinsatz einzustreichen.
      Sehe die komplette Veranstaltung eher als neutral. Habe schon deutlich langweiligere Veranstaltungen gesehen, und allgemein deutlich schlechtere. Aber herausragend war es dann auch nicht. Der Host hat wie auch die vergangenen Jahre eher eine relativ untergeordnete, passive Rolle gespielt. Keine großen Showeinlagen oder Skits zwischen den Verleihungen. Dass man das Thema mit den fehlenden Nominierungen für afroamerikanische Darsteller auslutschen wird, war mir irgendwie schon klar. Das war ja ne perfekte Vorlage für Chris Rock. Dass da viele afroamerikanische Filmfans eingeschnappt sind, ist jetzt keine Überraschung, dass man sich aber während der Oscars so an dem Thema ergötzt fand ich auch ziemlich lahm. Ich muss mal relativ kühl sein, mir fällt spontan auch kein farbiger Darsteller ein, der mit herausragender Leistung die letzte Zeit aufgefallen ist. Aber ich bin ja eh nicht so auf den neusten Stand, also gut möglich, dass ich was übersehen habe.

      Was die Gewinner angeht: Mad Max hatte ich gar nicht auf dem Zettel. Zwar hat der Film nicht in den wichtigsten Kategorien gewonnen, aber hier machts die Masse aus. Das war ne sehr schöne Ausbeute. Star Wars ging komplett leer aus, was ich etwas schade finde. Für die Effekte hätte der Film nen Oscar verdient gehabt, Ex Machina war aber auch keine schlechte Wahl. Hab den Film erst vor einigen Tagen gesehen und war echt begeistert. Ein sehr kleines, unscheinbares Werk, jedoch mit großer Wirkung auch nach dem die Credits runtergerollt sind.

      50 Jahre später und Ennio Morricone, wo er schon gar nicht mehr ohne Begleitung alleine auf die Bühne kommt, nimmt in elegantem Italienisch seinen längst überfälligen Oscar entgegen. Der Soundtrack von Hateful Eight war klasse, auch wenn Morricone besonders in der Zeit von Sergio Leone noch weitaus epischere Werke abgeliefert hat. Nun kann er neben seinem Lebenswerk auch noch einen zweiten Oscar stellen, endlich aber mal für einen Film.

      Die Kategorie, die man am meisten vorhersehen kann, ist wohl "Bester Animationsfilm". Auch über Jahre hinaus sehe ich niemand anderen als Disney/Pixar oder vielleicht mal Dream Works, die diese Kategorie durchgehend gewinnen werden. Im nächsten Jahr wird dann wohl Zoomania gewinnen.
      Hier fehlt mir einfach der Mut, dass die Academy wirklich mal andere Werke hervorheben würde. Ich habe Inside Out kürzlich gesehen. Natürlich fand ich ihn unterhaltsam, teilweise niedlich und auch etwas emotional, aber letztendlich war es halt ein typischer Pixar Film der nach dem bekanntem Schema abläuft und vieles einfach in um die 90 Minuten gequetscht wurde, obwohl noch eine menge Potential vorhanden war. Da wäre, finde ich, mehr drin gewesen.

      DiCaprios längst überfälliger Oscar war wohl auch weniger der verdienst von The Revenant als viel mehr um das unausweichliche endlich hinter sich zu bringen. Genau wie damals bei Martin Scorsese mit The Departed (der übrigens klasse war, besonders für ein US-Remake). Auch Scorsese hätte seinen Oscar bereits Jahrzehnte vorher erhalten müssen und DiCaprio hätte gleich mit einen Goldmann erhalten sollen.

      The Revenant selbst habe ich noch nicht gesehen, aber mir fehlt auch weiterhin wirklich das Interesse, ihn mir anzusehen. Zum aufwärmen habe ich gestern auf Sky Birdman gesehen. Ein guter Film mit einigen starken Szenen, aber ob das ein Film ist, der mir lange in Erinnerung bleiben wird? Vermutlich nicht. Inarritu hat meiner Meinung nach wesentlich stärkere Filme bereits abgeliefert. Aber natürlich immer noch über sämtliche Hollywood Durchschnitts-Plörre erhaben.

      Das Steven Spielberg einen neuen Film hat mit "Bridge of Spies" wusste ich noch gar nicht. Finde das Thema sehr interessant, habe aber schon in den Ausschnitten seltsame CGi-Effekte entdeckt die den Eindruck etwas schmälern. Spielberg kann nicht mehr ohne CGI-Overkills, nicht einmal in solchen Filmen. Vielleicht habe ich es auch einfach falsch aufgefasst.

      Das Spotlight (kannte ich bis gestern ebenfalls nicht) als bester Film gewonnen hat kam mir irgendwie erzwungen vor. Da ich den Film aber nicht gesehen habe, kann ich auch nicht über die Qualität urteilen. Mir kams so vor, nachdem Birdman letztes Jahr gewonnen hat, wollte man weder Inarritu noch einmal wählen und zusätzlich einen ernsteren Film auswählen. Fand die Entscheidung jedenfalls relativ überraschend.

      Fazit: Muss mal schauen, wie viele Filme ich davon nachholen werden. Die Show war ganz Ok, nichts herausragendes aber auch kein Kasperletheater wie gerne mal in den vergangenen Jahren.

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