Der Serien-Thread

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    • Will Smith und der Schwager u.a. sind ja auch die ausführenden Produzenten bei Cobra Kai. Ich stelle mir so etwas auch beim Prinz von Bel-Air Reboot vor. Bei Drama-Serie denkt man jetzt an irgendwas bierernstem, aber ne Drama-Serie bedeutet einfach kein lachendes und klatschendes Publikum die sich bei jedem Publikum bemerkbar machen. Dieser Begriff "Dramedy" hat sich ja irgendwann entwickelt was ohne diese Lacher auskommt, ein paar ernste Momente hat aber hauptsächlich immer noch auf Comedy aus ist. Dieses Cobra Kai Konzept könnte daher auch gut beim Fresh Prince funktionieren.

      Ich werde jetzt aus folgendem nicht ganz schlau Aruka, ob du die Serie nun gesehen hast:


      Aruka schrieb:

      Das steht bei mir auch schon länger auf der Liste, kam aber noch nicht dazu, muss im Modus sein um mir ganze Serien anzusehen.

      Aruka schrieb:

      Ist die erste Staffel von Cobra Kai denn brauchbar? Die erste war ja auf Youtube Red, und da gab es meiner Meinung nach noch nichts nennenswertes.

      Ich schreibe es mal so für beide Szenarien: Wenn du die erste Staffel gesehen hast und damit nichts anfangen konntest, dann wird sich das sicherlich nicht bei Staffel 2 ändern. Wenn du die Serie noch nicht gesehen hast, denke, es ist hilfreich was für die Filme übrig zu haben und auch so diese TV-Serien-Landschaft aus den späten 80ern und den gesamten 90ern. Die Folgen gehen alle um die 25-30 Minuten und es gibt 8 Folgen pro Staffel, ist also eher ein Snack. Es ist eine der Serien, bei denen sich aber nach 1-2 Folgen entscheidet, ob das was für einen ist oder nicht.
      Zuletzt durchgespielt:

      Twelve Minutes 7/10, Tokyo School Life 7/10, Psychonauts 2 7,5/10

    • Somnium schrieb:

      Will Smith und der Schwager u.a. sind ja auch die ausführenden Produzenten bei Cobra Kai. Ich stelle mir so etwas auch beim Prinz von Bel-Air Reboot vor. Bei Drama-Serie denkt man jetzt an irgendwas bierernstem, aber ne Drama-Serie bedeutet einfach kein lachendes und klatschendes Publikum die sich bei jedem Publikum bemerkbar machen.
      Comedyserien bei denen noch jemand klatscht geht für mich auch überhaupt nicht mehr, finde das echt anstrengend. Wenn eine Serie witzig ist muss man dem Publikum nicht sagen wenn sie lachen sollen. Die besten Comedyserien haben alle keinen Laugh Track im Hintergrund.
      Inzwischen mein Lieblingsgenre glaube ich. ^^
      Ich mag die Mischung. Bojack Horseman passt da ja auch rein. Oder Orange is the new Black und Atlanta.

      Zu Atlanta, genau so in dem Stil stelle ich mir auch prince of belair nachher vor, ich hoffe echt man orientiert sich vielleicht ein wenig daran.

      Somnium schrieb:

      Ich werde jetzt aus folgendem nicht ganz schlau Aruka, ob du die Serie nun gesehen hast:
      Hatte sie nur auf der Liste, aber noch gar nicht gesehen. ^^

      Aber danke schon mal, ich probiers einfach mal aus demnächst. Meine Watchlist was Serien betrifft ist aber auch überfüllt.
      Andere haben diesen Pile of Shame bei Spielen, bei mir sind es die Serien. xD

      Mir wird dauernd etwas neues empfohlen und ich komm nicht mehr nach. Ganz schlimm bei Animes, hab irgendwie komplett die Lust verloren auf Animes, will aber wenigstens noch meine angefangenen Serien zu Ende schauen. ^^

      Der Witz ist ich hab so viele Serien auf meiner Liste und dann kommt irgendetwas mittelmässiges was ich einfach mal anklicke und dann schau ich mir das ganz an. Zuletzt The Politican. Nicht super schlecht, aber könnte ich echt nicht jedem empfehlen.

      Currently playing: Avengers PS5
      Dieses Jahr durchgespielt: 45
      Zuletzt durchgespielt: Ori and the Will of the Wisps/Hades/Orcs must Die 3
      Most Wanted: Tales of Arise






    • Aruka schrieb:

      Comedyserien bei denen noch jemand klatscht geht für mich auch überhaupt nicht mehr, finde das echt anstrengend. Wenn eine Serie witzig ist muss man dem Publikum nicht sagen wenn sie lachen sollen. Die besten Comedyserien haben alle keinen Laugh Track im Hintergrund.

      Viele der Sitcom-Klassiker wurden ja sogar vor einem Live-Publikum aufgeführt, teilweise zumindest. Ich sehe das eher so, es muss halt zur Serie passen. So etwas wie Eine schrecklich nette Familie, Friends oder How I Met Your Mother könnte ich mir ohne diesen Laugh Track überhaupt nicht vorstellen. Wiederum würde so etwas aber überhaupt nicht zu Brooklyn Nine-Nine oder auch Cobra Kai passen.


      Aruka schrieb:

      Zu Atlanta, genau so in dem Stil stelle ich mir auch prince of belair nachher vor, ich hoffe echt man orientiert sich vielleicht ein wenig daran.

      Atlanta benötigt unbedingt noch eine dritte Staffel. Es war ja nie so ganz klar, ob es überhaupt eine zweite Staffel geben wird. Aber es wird immer schwieriger, die Schauspieler, besonders in solchen Zeiten, zusammenzutrommeln wenn man sich auch mal ansieht, wie weit es Donald Glover, Lakeith Stanfield und Zazie Beetz gebracht haben. Ich würde mich sehr über ne dritte Staffel freuen, sofern es so etwas gibt sollte man die Story dann aber auch abschließen.

      Auf meiner Watchlist habe ich auch immer viel bei Netflix. Sowohl normale Serien und Anime. Ich denke, wenn es hochkommt, schaue ich 10% davon. Es muss dann auch schon was sein, was wirklich genau mit meinem Geschmack übereinstimmt und selbst dann muss ich mich manchmal noch strecken.
      Zuletzt durchgespielt:

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    • Demnächst ne neue Serie auf Netflix, am 23 Oktober, und man orientiert sich wohl ein wenig an Vikings.
      Erstmal cool, aber war dann doch ganz überrascht das es sich dabei um eine deutsche Serie handelt, find ich echt überraschend. ^^
      Nach Dark ist Netflix wohl heiß auf deutsche Serien, denn das sieht aus als wäre das echt teurere Produktion.

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    • Beendet: Dark


      Muss sagen, das war ein Format nach meinem Geschmack. Nur 3 Staffeln und pro Staffel 8-10 Episoden. Darin ist Netflix bei Eigenproduktionen einfach gut. Man ist effizient. In dem Falle muss ich immer wieder die Stirn runzeln wenn dann irgendein deutsches Online-Groschenmagazin mal wieder schreibt "Netflix setzt Serie X/Y ab". Die Serien werden nicht abgesetzt, sie enden. Meistens nach 3-4 Staffeln.

      Bei Dark bin ich im Zwiespalt, ob es nicht ein paar Folgen mehr hätten sein können, um ein wirklich rundes Ende zu schaffen. Besonders bei Staffel 3 hat man viel rum geiert und Filler eingebaut, obwohl man diese Zeit vielleicht besonders in den letzten 2 Folgen (die deutlich länger gehen als alle anderen Folgen) noch besser hätte nutzen können. Ich könnte auch sagen, vielleicht etwas weniger Ficki Ficki und dafür etwas relevanteren Inhalt. Dark hat so ziemlich keine einzige Sexszene nötig, dennoch ist in gefühlt jeder zweite Folge eine Szene eingebaut, meistens schon zu sehen in der Eröffnung.

      Abseits davon gibt es aber beide Daumen nach oben. Für mich ist das eine Blaupause dafür, wie Big Budget Serien aus Deutschland auch zukünftig aussehen könnten, wenn dahinter nicht die Öffentlich Rechtlichen stehen. Genau wie beim Internet hat Deutschland trotz beachtlicher Filmfonds und einer menge Möglichkeiten es bisher versäumt, international auf sich aufmerksam zu machen. Ohne dabei nun die ganze deutsche Filmlandschaft tot zu reden, denn das würde auch nicht stimmen. Aber besonders in Europa, wo man großartige Produktionen in jedem noch so kleinen Nachbarsland verflogen kann, da gehen wir wieder einmal ziemlich baden. Dark könnte ein Schritt in eine richtige Richtung sein, hier setzte man gleichermaßen auf etablierte Schauspieler sowie aber auch auf junge Gesichter, die ihren Karriereweg vielleicht durch Dark gefunden haben.

      Ich glaube, Dark hat in Sachen Zeitreise-Thematik das Genre komplett ausgenutzt. Hier gibt es Sachen zu sehen bezüglich Zeitreisen, die an Absurdität kaum zu übertreffen sind und dennoch nimmt man es als Zuschauer als logische Schlussfolgerung hin. Für mich war es wirklich bezüglich des Themas nach Lost und der neuen Twin Peaks Staffel der schönste Mindfuck, den ich seit langem gesehen habe. Über das Ende hadere ich ein wenig, einfach, weil man entweder noch eine neunte Folge gebraucht hätte oder mal etwas früher in die Gänge hätte kommen müssen. Theoretisch hätte nur der Epilog etwas länger sein müssen. Man macht es sich natürlich mit dem sehr offenem Ende auch etwas sehr einfach und geht damit natürlich bewusst Plotholes aus dem Weg (von denen es halt auch eine ganze Latte gibt). Ich bin nicht unzufrieden mit dem Ende, ich würde mir aber irgendwie vielleicht noch einmal irgendwann einen Spielfilm wünschen, der die Geschichte noch einmal etwas weiterspinnt. Ich fühle mich hier etwas wie bei Steins;Gate. Man hat das normale Ende gesehen, aber irgendwie wartet man jetzt noch auf das True End.

      Aber abseits davon, auch handwerklich war die Serie sehr gut gemacht. Man hat auch immer sehr passende lizenzierte Songs am Ende der Folgen gewählt, das hat mir sehr gut gefallen. Schauspielerisch war das auch eine sehr anständige Geschichte. Ich fand Dietrich Hollinderbäumer als Adam herausragend. Die Lisa Vicari, bei der ich in Staffel 3 häufig an Jennifer Lawrence denken musste, könnte als junge Schauspielerin hier groß rauskommen. Aber das wird dann wohl die Zeit zeigen, was aus den jungen Darstellern wird (so jung sind die eigentlich gar nicht, die sind fast alle schon über 20).

      Hoffen wir mal, dass die dritte deutsche Netflixproduktion (was auch immer das werden mag) ähnlich erfolgreich werden wird.
      Zuletzt durchgespielt:

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    • Somnium schrieb:

      Ich könnte auch sagen, vielleicht etwas weniger Ficki Ficki und dafür etwas relevanteren Inhalt. Dark hat so ziemlich keine einzige Sexszene nötig, dennoch ist in gefühlt jeder zweite Folge eine Szene eingebaut, meistens schon zu sehen in der Eröffnung.
      Das hat mich beim Gucken von Dark tatsächlich auch gestört ^^. Tatsächlich kommt heutzutage aber kaum eine Produktion ohne das obligatorische "Ficki Ficki", wie du so schön sagst, aus ^^. Das nervt mich grundsätzlich oft, weshalb ich manchmal vorspule, weil ich darauf keine Lust habe.

      Kurz gesagt fand auch ich Dark besonders am Anfang sehr gut und mysteriös. Mysteriös finde ich ja eigentlich immer gut ^^. Als es dann aber mit den verschiedenen Zeitebenen und den unterschiedlichen Ichs der Personen immer komplizierter wurde, habe ich irgendwann den Faden verloren. Staffel 1 und 2 habe ich mir noch ganz normal angeschaut, aber Staffel 3 habe ich dann nach 2 Folgen mit dem direkten Sprung zur letzten Folge beendet. Natürlich war auch ich dann mit dem Ende nicht sehr zufrieden (da ich ja auch einige Folgen ausgelassen habe). Trotzdem finde ich, dass Dark eine sehr hochwertige Produktion ist (es gibt wirklich sehr schlechte andere deutsche Netflix-Produktionen) und wünsche mir für die Zukunft ein ähnliches Niveau für weitere Produktionen aus/in Deutschland. Dann aber gerne ohne viel Ficki Ficki ^^.
    • Dark ist diese hochgelobte deutsche Serie, oder? Ich habe da glaube ich die erste Folge von gesehen und bin dann frustriert ausgestiegen. Deutsche Schauspieler, anders als Synchronsprecher, sprechen immer mit so einem komischen Nuschelakzent, der ihnen wohl in der Schauspielschule eingetrichtert wird. Ich finde das absolut schrecklich, kein Mensch spricht mit diesem Akzent und dieser Art von Betonung. Das wirkt total künstlich und zerstört bei mir sofort jede Immersion, weswegen ich solche Serien / Filme dann einfach auch nicht weiterschauen kann.
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    • Muss hier Spiritogre zustimmen.

      Zwar ist Dark wohl mit das beste, was das deutsche Fernsehen in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Aber das Nuscheln war für mich so nervend, dass ich tatsächlich teilweise Untertitel hinzuschalten musste. Und das muss ich bei amerikanischen/englischen Produktionen nicht mehr :D

      Allerdings kam in der Serie auch Kreator vor, weswegen ich dieses Manko ganz gut verzeihen kann :D
    • Spiritogre schrieb:

      Dark ist diese hochgelobte deutsche Serie, oder? Ich habe da glaube ich die erste Folge von gesehen und bin dann frustriert ausgestiegen.
      Ja, genau. Ein bisschen zu sehr hochgelobt ^^. Ich kann vollkommen verstehen, dass du schnell und frustriert wieder ausgestiegen bist ^^. Aber immerhin kann man erkennen, dass die Qualität deutscher Produktionen steigt. Vielleicht wird dann auch das Nuscheln passé sein.
    • @PrinceNoctis

      Bei Sexszenen ist halt immer das Problem, wie bei 18+ Visual Novels, es ist schwer, dass solche Szenen irgendwie den Plot bereichern. Wie es der Zufall so will beginnt Dark ja auch mit einer Sexszene zwischen Ulrich und Hannah. Die Szene macht natürlich auch im Bezug auf den Plot Sinn, da viele Plot-Points in der Serie durch diese Affäre ins Rollen kommen. Wieso man dann später aber gefühlt jede Folge mit der Traum-Sexszene zwischen Jonas und Martha beginnen muss die sich dann gegenseitig "Wir passen perfekt zueinander" ins Ohr säuseln, fand ich dann schon wieder recht sinnbefreit. Dieser Spruch selbst ist natürlich noch wichtiger, als man vielleicht erst einmal annehmen mag. Ich hab ja gern was für's Auge, aber brauche ich wirklich nicht in jeder Folge. Wobei es nochmal ganz spannend gewesen wäre, in so einer Szene Adam und Eva zu sehen, aber das hätte vermutlich die Altersfreigabe weiter nach oben getrieben.
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      Ich weiß gar nicht, wie ich die Erwähnung des schlechten Tons vergessen konnte. Dieses nuscheln bei deutschen Schauspielern ist mir durchaus bekannt. Ich finde aber, das ist teilweise auf eine miserable Abmischung des Tons zurückzuführen. Da hat Dark die exakt gleichen Probleme wie gefühlt jede andere TV-Serie auch. Meistens werden bei Serien einige Teile von den Schauspielern nochmal im Studio eingesprochen, bei deutschen Produktionen scheint das weniger der Fall zu sein. Ich hatte aber gelesen, auch der englische Ton soll scheiße sein. Es gab da jedenfalls heftige Kritik nach der ersten Staffel und man hat sich da in Staffel 2 und Staffel 3 deutlich verbessert. Aber der Burner ist das halt immer noch nicht.

      Dass Dark nicht so ganz preisgibt, in welches Genre die Serie fällt, ist für mich hier ein ähnlicher Fall wie bei Lost. Lost beginnt als Survival-Abenteuer welches von Überlebenden einer Flugzeugkatastrophe handelt. Dark beginnt als Mystery-Krimiserie. Beide Serien entwickeln sich zu einer Science-Fiction Serie mit der Thematik Zeitreise. So einen Genre-Shift mag ich natürlich gern. Das Ende von Dark fühlt sich für mich nur unbefriedigender an als bei Lost. Lost hat ja massive Kritik in der letzten Staffel erhalten und mir war auch klar, dass da zahlreiche Fragen noch offen bleiben werden, aber die ganzen Character-Arcs waren für mich eigentlich recht sauber abgeschlossen.

      Bei Dark fühlt es sich für mich weiter an, als halte man noch irgendwas zurück, als sei die Geschichte noch nicht komplett erzählt. Worüber ich mich sehr geärgert habe, ist, dass fast der komplette Cast nicht mehr in den letzten beiden Folgen dabei war und man sich dann wirklich fast ausschließlich auf die zig Jonas und Martha Inkarnationen sowie Claudia vertieft hat. Bis auf den Epilog war da ja kaum mehr jemand zu sehen und im Epilog hat man dann auch noch komplett unwichtige Figuren gepackt mit 2-3 Ausnahmen. Da wäre noch deutlich mehr drin gewesen und dieser etwas fade Beigeschmack bleibt glaube ich. Aus dem Charakter-Ark mit Elisabeth und Noah in der Postapokalypse alleine könnte man schon eine eigene Serie machen.
      Zuletzt durchgespielt:

      Twelve Minutes 7/10, Tokyo School Life 7/10, Psychonauts 2 7,5/10

    • The White Lotus


      Ich schaue auf Rocket Beans weder Kino+ noch Bada Binge, hatte es aber vor einigen Tagen irgendwie laufen als ich sauber gemacht hatte und im Hintergrund gehört, dass sie sich über die Serie unterhalten hatten. Und da ich die letzten Tage immer wieder die Vorschau auf Sky gesehen habe, war ich schon interessiert. Hab dann geschaut und mit nur 6 Folgen und einer abgeschlossenen Geschichte habe ich der Serie eine Chance gegeben. Ursprünglich geplant als Limited Event Series, wurde durch die positive Resonanz aber nun um eine weitere Staffel mit neuem Cast verlängert.

      Diese Staffel habe ich nun an zwei Tagen durchgeschaut und war angetan. Und war mit dem Ende auch deutlich zufriedener als noch zuletzt bei Dark, wo man einfach 3 Staffeln schaut und dann am Ende nur etwas halb durchdachtes serviert bekommt. Bei The White Lotus gab es das nicht. Die Serie beginnt mit dem Ende der Geschichte. Schon in der ersten Minute der Serie wird einem schnell klar, es wird eine Tote oder einen Toten unter dem Cast geben. Ich denke, man hat sich schon recht viel Mühe gegeben, zu verschweigen, wer das einmal sein wird. Aber abseits der Eröffnungsszene wird auf diese verstorbene Person eben bis zur aller letzten Folge nicht eingegangen.

      Die Serie ist ein schöner Mix aus Comedy, Drama aber auch Satire. Die Gags sind trocken, die Darstellungen, wie üblich bei HBO, sehr derb und man nimmt die aktuelle Populär-Kultur auf den Arm, befasst sich aber auch ernsthaft mit ihr. So ist es nicht verwunderlich, dass der Main-Cast eine Ansammlung reicher weißer Stereotypen sind, die auf Hawaii Urlaub machen. Dazu hat man noch zwei nervige Teenager die sich mit Pillen, ASMR und Political Correctness die Zeit vertreiben. Im Fokus steht hier natürlich der weiße, heterosexuelle Mann, der derzeit in der Gesellschaft einen schwierigeren Stand hat. Und ich muss gestehen, dass ich einen Teil von mir in den männlichen Figuren immer mal wiederentdeckt habe, mit Ausnahme des Reichtums natürlich. The White Lotus trifft wunderbar den aktuellen Zeitgeist, ohne aber wie so viele andere Werke, aufdringlich zu wirken. Das war ein Aspekt, der mir sehr gut gefallen hat. Im Vordergrund steht natürlich die Unterhaltung und die wird durch irgendwelche politischen Statements hier nicht verdrängt.

      Das Setting war natürlich absolut großartig und sobald ich aus meinen Fenstern schaue bekomme ich direkt schlechte Laune. Das war natürlich Landscape-Porn und im Zusammenspiel mit dieser berieselnden hawaiianischen Musik einfach sehr schön in Szene gesetzt.

      Kritik bleibt natürlich nicht aus. Jeder Folge hätten vielleicht 10 Minuten weniger Laufzeit nichts ausgemacht. Ab und an plätschert die Serie vielleicht mal etwas zu sehr dahin, fängt sich meistens aber auch wieder überraschend schnell. Ich musste relativ selten auf den Timer schauen, aber mehr als 6 Folgen hätten es auch auf keinen Fall sein dürfen. Aber die Zeit hat die Serie dann doch gut genutzt. Die Charakter-Arks werden relativ zufriedenstellend abgeschlossen, so, dass keine Fragen offen bleiben. Wirklich glücklich bleiben aber wohl nur die wenigsten Figuren zurück.

      Jennifer Coolidge war natürlich absolut großartig. Ich glaube es ist kein Zufall, dass es einem so vorkommt, als würde ihr Charakter aus American Pie von damals nun in diesem Ferienresort gelandet ist. Der Manager war für mich mein persönliches Highlight und vermutlich werden sich auch die meisten mit diesem armen Schwein mitfühlen können. Und da fällt mir mal wieder ein, es gibt 3 Musikstücke, wo bei einem die Alarmglocken klingeln sollten wenn die sich auf einmal im Kopf abspielen. Das wäre einmal die Musik von Tetris wenn es hektisch wird, der Canon in D von Pachelbel und Jesus bleibet meine Freunde von Bach. Letzteres wird man dann in der letzten Folge wiederfinden. Ich werde natürlich nun nicht verraten, welche Melodie sich davon derzeit in meinem Kopf abspielt, muss aber sagen:

      Spoiler anzeigen
      Alle 3 Melodien eignen sich perfekt dazu, einer ungeliebten Person in seinen Koffer zu scheißen.


      Insgesamt also, sehr schön. Würde es besser finden wenn es keine zweite Staffel geben würde, dies funktioniert bei solchen Limited Event Serien nur selten und hat sich ja bereits schon bei True Detective nicht bewiesen. Aber mal abwarten, einschalten würde ich wohl nochmal, wenn die Prämisse passt.
      Zuletzt durchgespielt:

      Twelve Minutes 7/10, Tokyo School Life 7/10, Psychonauts 2 7,5/10