Philosophical Games: Welche Spiele haben euch philosophisch umgehauen?

  • Schöne Idee. Mich beeindrucken einige Spiele auch eher auf einer philosophischen Ebene. Also bei dem ich nachträglich mich noch damit beschäftige, weil das Spiel etwas in mir auslöst. Sowas ist leider nur recht selten.


    Was mir da auch sofort in den Sinn kommt wäre Nier Automata. Aber dazu hast du ja schon alles gesagt. Ganze besonders eine Szene fand ich einfach unglaublich intensiv, die mit Pascal der auf die kleinen Roboter während man draußen kämpft. Der Gedanke daran was für ein Fluch und Segen zugleich menschliche Emotionen sind war recht beeindruckend.


    Gris
    Gris ist echt etwas besonderes. Was mich daran so geflashed hat war die Art und Weise wie man rein visuell ohne Text und ohne Kämpfe eine Geschichte erzählen kann die sich mit der Trauer auseinandersetzt. Es bleiben jetzt nicht unbedingt Fragen übrig, aber Gris ist ein gutes Beispiel dafür warum Spiele auch Kunst sein können, und wie man etwas vermitteln kann was in der Form mit Musik, Filmen und Bildern nicht möglich ist.



    The Last of Us 2
    Das ganze Spiel befasst sich mit der Psyche des Menschen und wie irrational Gefühle sein können, wenn man für sich selbst keinen Frieden finden kann. Man hat das unglaublich smart geschrieben. Und ich habe noch tage danach meine eigene Moral in Frage gestellt. Das Spiel braucht Zeit und erst gegen Ende wurde mir klar was TLOU2 so besonders macht. Es geht nicht um Rache, im Gegenteil. Es fällt mir schwer präziser zu werden ohne zu spoilern, aber ich habe mich danach auch mehrfach gefragt wie ich reagieren würde und wie unglaublich wichtig die letzten Worte eines Menschen sein können.


    Persona 5 Royal. Der Royal Teil.
    Persona 5 ist ein grossartiges Spiel, der DLC wiederum gefiel mir in erster Linie wegen der Frage die man hier am Ende stellt. Was ist man bereit zu opfern für ein perfektes Leben? Prägen einen Erlebnisse wie der Tod von Geliebten, Mobbing und Gewalt, oder wäre man besser dran wenn man dies einfach vergisst? Ich schreibe den Rest jetzt in einen Spoiler, anders gehts glaube ich nicht falls jemand noch Royal spielen will.


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  • Den Thread finde ich auch wirklich ne sehr coole Idee.^^


    Leider bin ich nie gut solch philosophische Aspekte wirklich zu deuten bzw gar in Worte packen zu können, was nun wie wo ausgedrückt wird/wurde und wodurch oder sonst was. Bei mir sinds eben einfach Gefühle, weshalb ich auch nie so ganz unterscheiden kann, ob nun nen Spiel besonders philosophisch oder einfach recht emotional ist. Bei mir verwischt sich da recht viel, da ich allgemein eher jemand bin, der solch Dinge eher versucht auf fühlender Ebene zu verstehen, als auf rationaler gedanklicher Ebene.
    An sich gibt es definitiv viele Spiele, die eben von ihrem philosophischen Aspekt profitieren und mich deshalb sehr ansprachen. Ich habe nur keine Ahnung, ob ich da wirklich viel zusammenbekommen oder gar benennen kann, in wie weit es philosophisch ist.


    Bei einem Spiel macht es mir zumindest @Aruka nun sehr leicht, in dem ich einfach auf seinen Beitrag oben verweisen kann :D
    Ich meine da natürlich das unglaublich tolle Gris, welches sich als erstes Spiel in meinem gesamten Leben damit rühmen darf, dass ich persönlich diesem eine glatte perfect Score geben kann, weil ich keinen einzigen Makel beim Spiel gefunden habe^^
    Es war wirklich eine beeindruckende Reise aus genau den Gründen, den Aruka schon nannte. Es ist einfach meisterhaft, wie man die Geschichte non verbal, nur anhand vom Leveldesign, sowie der Musik größtenteils erzählt, wodurch es auch erstmal schwierig werden kann die Geschichte wirklich komplett zu verstehen, bis man natürlich das wahre Ende freischaltet, welches da sehr direkt und eindeutig ist (oder man sich einfach vorher informiert, worums im Spiel geht, was ich nicht getan habe und daher auch nichts von der Trauer Thematik wusste :D Das hat die Erfahrung für mich aber nur umso beeindruckender gemacht :) )
    Ich fand es auch wundervoll wie melodisch das gesamte Gameplay die Geschichte vorantreibt, selbst wenn man mal bisschen fest hing bei dem einen oder anderen kleinen Rätsel, wenn man versucht hat wirklich alle Sammelpunkte mitzunehmen. (Ich musste da später auch Youtube Videos zur Hilfe zur Seite nehmen und habe da auch gemerkt, dass ich einige niemals gefunden hätte, weil ich nicht dran gedacht hätte ausgerechnet da nochmal zu gucken :D )
    Letzten Endes ist es einfach eindrucksvoll wie kunstvoll dieses Spiel die verschiedensten Gefühle hervorhebt, die wir wohl alle gut kennen und uns daher prima hineinfühlen können


    Ein Spiel was mir sonst definitiv einfällt und sicherlich überraschend ist, da man das bei dem Spiel niemals glauben würde, ist das durchgeknallte Schwarz/Weiß/Rot Hack n Slay Mad World, welches ich damals auf der Wii gespielt habe. Neben der bizarren extrem überzeichneten Gewalt, steckt da einfach so unglaublich viel tieferen drin. Eines meiner absolutem Lieblingszitate, welches man auch in meiner Signatur wiederfindet, stammt aus dem Spiel und lässt einem wirklich mal nachdenken. Ich weiß noch, wo ich es gespielt habe und diese Stelle kam... Die hat mich wirklich eiskalt erwischt und wirklich ordentlich zum nachdenken gebracht, weil da einfach so viel Wahrheit drin steckt, auch wenn dies irgendwo eine ziemlich traurige Wahrheit ist. Doch auch wie die Geschichte des Spieles selber aufgebaut ist. Das Spiel ist eigentlich eine einzige Sozialkritik, bei dem der Gesellschaft tatsächlich mal der Spiegel vorgehalten wird und diese visuell so dargestellt wird, wie sie nonvisuell größtenteils agiert. Daher ist es für mich auch ein absolutes Meisterwerk, auch wenn es vielleicht nicht das weltbeste Spiel aller Zeiten ist und sicherlich seine Fehler hat, letzten Endes habe ich es auch nie durchgespielt, weil ich den Endboss als extrem unfair und übertrieben schwer empfand, weshalb mich der einfach nur frustriert und genervt hat. Ärgert mich immer noch, dass man den Endboss so beschissen machen musste. Irgendwann probiere ich es aber definitiv nochmal. Ist ja auch schon 10 Jahr her oder wie lang auch immer, als ich es spielte. Damals hat ich das aus der Videothek ausgeliehen und an nem WE richtig verschlungen. Später wurde das Spiel anscheinend bei uns im Lande verboten aber naja... hab mir dann irgendwie die pegi Version einfach geholt und hoffe daher dass in der Zukunft doch nochmal durchzukriegen^^


    Ansonsten fallen mir Spiele ein, wo ich mir nicht sicher bin, ob die nun als philosophische Spiele betitelt werden können oder nicht, allerdings fand ich die Erfahrungen eindrucksvoll. Old Mans Journey ist z.B. eine sehr emotionale Reise gewesen, wo eine wundervolle Geschichte erzählt wurde, die den einen oder anderen vielleicht doch dazu bringen könnte darüber nachzudenken was wirklich wichtig im Leben ist. Das Gameplay ist sehr minimalistisch aber das ist auch gut so, da es eben auch einfach nur eine interaktive kleine Geschichte sein soll, die auch komplett ohne Worte auskommt. Das Spiele habe ich zwei Mal durchgespielt und musste bei beiden Male am Ende weinen, weil es einem einfach berührt^^
    Und ein andres Spiel was mir einfällt wäre Behind Eyes. Die Erfahrung ein blindes Mädchen zu spielen, wo ihre Blindheit auch wirklich richtig gut dargestellt wurde, so dass man tatsächlich einmal fühlen konnte, wie sich das anfühlt, wie hilflos und orientierunglos man sich dabei fühlen kann und wie leicht man auch von den Geräuschen in die Irre geführt werden kann. Ich würde wirklich behaupten, dass Behind Eyes das eindrucksvollste Spiel ist, was ich jemals gespielt habe. Nicht nur, dass es einem eine so einmalige Erfahrung beschert, die einem durchaus etwas die Augen öffnet bzw einem ein besseres Verständnis für blinde Menschen vermittelt, sondern es ist auch noch geschmückt mit einer wirklich rührende kleinen Geschichte, die mich emotional wirklich enorm mitgenommen hat. Es ist ein Spiel, was ich wirklich jedem Mal ans Herz legen kann, nur allein um dieses Gefühl des Blind seins zu erleben, wo ich auch mal eine gute Bekannte, die ebenfalls blind ist, gefragt habe, wie das bei ihr so ist und davon erzählte wie das beim Spiel ist, wo sie auch nur meinte, dass das genau so ist, wie sie es auch erlebt. Da wurde mir auch erst bewusst, wie gut das Spiel diese Blindheit wiederspiegelt^^


    In der emotionalen Richtung gibts natürlich eh allgemein sehr viele Spiele.^^

  • Also, die Mass Effect Reihe, es gab da wirklich viel Philosophie. Viele Dialoge die zwar jetzt nicht auf den gleichen Niveau, wie die von Captain Jean-Luc Picard stellen würde aber es waren viele dabei die mich schon zum nachdenken gebracht haben. Die Mass Effect Reihe hat sich hier und da mal schon von Star Trek Inspirieren lassen, als Star Trek Fan hab ich da schon gewisse Parallelen erkannt.


    Dieser Zitat fand ich schon immer echt gut...


    Zitat von Jarvik

    “Stand amongst the ashes of a trillion dead souls, and ask the ghosts if honor matters. The silence is your answer.”

    Signatur fängt hier an...


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    Resident Evil 5(Playstation 5)


    Terminated:

    Koudelka(PSX Mini)

    Resident Evil: Revelations(Playstation 5)

    2 Mal editiert, zuletzt von DarkJokerRulez ()

  • Das Thema ist wirklich interessant, aber die ersten Beispiele langweilen mich eher. Liest sich eher wie allgemeine Fragen, die man vermutlich bereits durch Kino und TV in anderer Form begegnet ist. Wenn man nicht gar schon in der Schule damit genervt wurde. Eine Aneinanderreihung von Fragen bringt mir nichts. Bei @Aruka hätte ich gern mehr von TLOU2 erfahren, weil so kann ich nichts nachempfinden. Dann benutze doch eben Spoilertags. ^^


    Umgehauen bin ich durch Games noch nicht, zumindest kommt mir nichts durch den Sinn. Anregender als allgemeine Fragen wie Sinn des Lebens finde ich eher spezielle philosophische Gedanken zu Games. So hatte ich mal ein Video über die These gesehen, das Link in Majora's Mask tot sein soll. So ganz überzeugend ist die Theorie jedoch nicht. Doch in diese Richtung soll dieses Thema wohl nicht gehen.


    Hm, dann ist es doch interessanter wenn das Medium genutzt wird und bietet, was in anderen Medien eben nicht möglich ist. Als Spieler muss man manchmal eben selbst Entscheidungen treffen. Illusion of Time kommt mir da durch den Sinn, obwohl ich es selbst noch gar nicht gespielt hatte. Nebenbei kann man da Kristalle oder sowas sammeln, für die man irgendwas bekommen kann. Einen davon bekommt man allerdings nur, wenn man einem NPC das Versteck eines geflüchteten Sklaven verrät. Will man hier das Spiel komplettieren oder nach gutem Gewissen spielen?
    In abgeschwächter Form bin ich das im Spiel Fahrenheit begegnet. Ein Nebencharakter macht sich Sorgen um seine Familie und man kann entscheiden, ob man ihn nach Hause schickt oder man ihm im Team behält. Natürlich habe ich beim ersten Durchzocken ihm im Team behalten, weil ich annahm, dass das Spiel sonst unnötig schwerer wird. Doch stattdessen taucht die Figur nicht weiter auf und man bekommt nur einen Malus auf den eigenen Gemütszustand. Schade, dass dem so ist, weil so habe ich ihn bei jedem weiteren Run gehen lassen ohne das es sich sonst irgendwie aufs Spiel auswirkt.
    Etwas anders ist Curious Expedition. Hier erkundet man im 19. Jahrhundert fremde Länder und man steht immer wieder vor der Entscheidung, wie wichtig der eigene Ruhm ist. Schließlich wirkt sich das am Ende direkt auf eine Highscoreliste aus. Doch auch im laufenden Geschehen kann einen immer wieder die Gier packen. Achtet man auf die Kultur der Einheimischen oder raubt man Gräber aus? Ist das Ansehen bei den Eingebohrenen wirklich wichtig, wenn man stattdessen viel Gold haben kann? Es gibt hier fantastische Elemente und natürliche Katastrophen, die man auslösen kann. Unterm Strich ist aber alles nur Gameplay und kein großer Denkanstoß.


    Mir kommt eher durch den Sinn, wie Bücher meinen Horizont erweiterten, aber bei Games will mir einfach nichts einfallen. :/

  • Ein Spiel, dass mich in philosophischer Hinsicht sehr anspricht, ist Lost Odyssey. Es reibt einem schön unter die Augen, dass Unsterblichkeit in einer Welt, wo alles stirbt außer einem selbst, nichts Erstrebenswertes ist. Liegt für mich schon deshalb am Puls der Zeit, weil es in der heutigen Zeit durchaus Personen gibt, die den Eindruck vermitteln, als läge der Tod unter ihrer Würde.


    Hohen philosophischen Wert hat für mich auch ein Satz des ungeliebten "Ewigen Dunkel" aus Final Fantasy 9: "Wenn die Zerstörung der einzige Zweck der Geburt ist, was macht es dann für einen Unterschied, nie existiert zu haben?" Man muss sich in diesen Satz nur mal konsequent hineindenken (auch wenn der jetzt etwas aus dem Kontext gerissen ist, um nicht zu spoilern).


    Und ein Erguss der allzeit charmanten Magilou aus Tales of Berseria ist bei mir spätestens in diesem Jahr (mit all seinen Schikanen) in eine philosophische Dimension aufgestiegen: "People can fight against pain - but they can't fight against happiness".
    Ist möglicherweise ein Grund, weshalb wir trotz Lockdown nur schwer von hohen Inzidenzzahlen runterkommen.


    Auch dem morbiden Flair eines Oninaki kann ich durchaus was Philosophisches abgewinnen. :D


    Generell muss ich sagen, dass es selten ganze Spiele sind, die mir philosophisch was bieten, sondern eher einzelne Fragmente oder Dialoge aus den jeweiligen Spielen.

    "Death and Loss - those calling to me
    Funeral Life is my endless Agony"
    (F. Blanc)

    5 Mal editiert, zuletzt von Kelesis ()

  • BioShock, ich mein die Spiele sind voll mit Philosophischen inhalten.



    Zitat von Andrew Ryan

    Ich Glaube an keinen Gott, keinen unsichtbaren Mann im Himmel. Doch es gibt etwas, das mächtiger ist als jeder von uns, ein zusammen wirken all unsere Bemühungen, eine große unermüdliche Macht der Produktion die uns vereint. Aber diese Macht ist nur dann eine Kette, die die Gesellschaft in die richtige Richtung zieht, wenn wir für unsere eigenen Interessen kämpfen. Keine Regierung kann diese Macht lenken, an dieser großen Kette ziehen, dazu ist sie zu gewaltig und zu geheimnisvoll. Jeder der etwas anderes behauptet will dir entweder in die Tasche greifen oder er hält dir eine Waffe an den Kopf.


    Zitat von Andrew Ryan

    Wie lautet die Größte Lüge der Welt? Was ist das Brutalste und Obszönste das der Menschheit je angetan wurde? die Sklaverei? der Holocaust? die Diktatur? Nein! Das Instrument mit dem all diese Bosheit erschaffen wurde, der Altruismus! Immer wenn jemand einen anderen seine Drecksarbeit erledigen lassen will appelliert er an dessen Selbstlosigkeit. Denk nicht an deine eigenen Bedürfnisse' sagt er. Denk an deinen Nächsten Egal wer's gerade ist; der Staat, die Armen, das Militär der König oder Gott die Liste hat kein Ende. Welche Katastrophe hat je mit den Worten ‚Denk nur an dich selbst' begonnen? Diejenigen, die für den König und das Vaterland schreien, sind die schlimmsten Zerstörer. Diese Verkehrung der Dinge, diese Lüge ist es die die Menschheit an den endlosen Teufelskreis von Schuld und Versagen gekettet hat.


    Ein Spiel, dass mich in philosophischer Hinsicht sehr anspricht, ist Lost Odyssey. Es reibt einem schön unter die Augen, dass Unsterblichkeit in einer Welt, wo alles stirbt außer einem selbst, nichts Erstrebenswertes ist. Liegt für mich schon deshalb am Puls der Zeit, weil es in der heutigen Zeit durchaus Personen gibt, die den Eindruck vermitteln, als läge der Tod unter ihrer Würde.

    Ja Lost Odyssey traumhaftes Spiel, einen Remaster würde ich sofort mitnehmen. Mir gefiel "Ein Jahrtausend der Träume" es hat einfach Spaß gemacht, sie zu sammeln und zu lesen.


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  • Das ist ein schöner Thread und eine wunderbare Einleitung @PrinceNoctis .
    Ich habe leider das Problem, dass mich noch nie ein Videospiel philosophisch umhauen konnte. Davon zu sprechen, dass ein Werk, egal welchen Mediums philosophisch sei, gilt ohnehin als problematisch, da es eine Aufgabe der Philosophie ist, Kunst zu entschlüsseln. Ich finde, wann immer ein Werk versucht seinen Gehalt explizit zu machen, verfällt man ins Flache und mir scheint, dass die meisten hier genannten Zitate ihre Kraft eher aus Kontext des Videospiels ziehen, als dass sie besonders wahr sind oder wie Weird sagte, mehr emotional als philosophisch sind.


    Das heißt aber noch lange nicht, dass ein Spiel einem nicht doch den Horizont erweitern kann oder dass es keinen Denkanstoß geben könnte, und deshalb gefällt mir deine Einleitung. Es ist seltsam, dass du Final Fantasy XV erwähnst. Ich hab´s gestern erst durchgespielt. Da hatten die Götter mal wieder ihre Finger im Spiel. Ich kann dir nur zustimmen, dass Freundschaft ein wichtiger Aspekt ist. Mich hat FFXV dazu gebracht, zu bemerken, dass ich mich tatsächlich sehr nach so einer Freundschaft, mit den Abenteuern und Zelten sehne und dass wenn ich älter werde die Chance dazu so etwas zu erleben zunehmend verbaut wird. Für mich war das eine wichtige Erfahrung und dafür mag ich das Spiel auch.
    Gris und Behind Eyes kannte ich noch nicht. Danke @Aruka und @Weird für den Tipp.

    "Wo ist der Freund, den überall ich suche,
    Im Morgengrauen wird's Sehnen mir zum Fluche,
    Es flieht der Tag, hab ihn noch nicht gefunden,
    Wenn auch das Herz mir brennt in tausend Wunden. "
    Isak in Ingmar Bergman's Wilde Erdbeeren

  • Ich habe leider das Problem, dass mich noch nie ein Videospiel philosophisch umhauen konnte. Davon zu sprechen, dass ein Werk, egal welchen Mediums philosophisch sei, gilt ohnehin als problematisch, da es eine Aufgabe der Philosophie ist, Kunst zu entschlüsseln.

    Da hast du natürlich Recht, ich hab jetzt hier aber einfach Spiele genommen die mich nachhaltig zum denken angeregt haben, Spiele die halt tiefere Fragen aufwerfen, ohne sie selbst zu stellen. Aber das ist natürlich einfach ein schwieriges Thema, und niemand von uns hat Philosophie studiert vermute ich. ^^ Hab mal ein Buch darüber gelesen, aber da ging es nicht um den Oberbegriff Philosophie, sondern eher um verschiedene Philosophen und verschiedene Formen.



    Bei @Aruka hätte ich gern mehr von TLOU2 erfahren, weil so kann ich nichts nachempfinden. Dann benutze doch eben Spoilertags.

    Das Problem ist das ich natürlich auch niemandem das Spiel spoilern will, falls hier noch einige es mal spielen wollen. ^^
    Ich schreibs dann aber mal kurz in einen Spoiler :)



    Currently playing: Horizon Forbidden West/Dreamscaper/Minecraft Dungeons
    Dieses Jahr durchgespielt: 8
    Zuletzt durchgespielt: Ikenwell/ Ziggurat 2/Defenders Quest/Black Book
    Most Wanted: God of War Ragnarök/Hogwarts Legacy/Dragon Age






  • @PrinceNoctis Ich hab nur das Basisspiel und werde auf die DLCs verzichten müssen. Ansonsten gurke ich grad mit den Jungs durch die Gegend, hier ne Jagd, da ne Nebenquest, du kennst das sicher.

    "Wo ist der Freund, den überall ich suche,
    Im Morgengrauen wird's Sehnen mir zum Fluche,
    Es flieht der Tag, hab ihn noch nicht gefunden,
    Wenn auch das Herz mir brennt in tausend Wunden. "
    Isak in Ingmar Bergman's Wilde Erdbeeren

  • Da ich dies kürzlich beendet habe könnt ich nun auch noch Sea of Solitude hineinwerfen.
    Sea of Solitude lässt einem tief hinab ins Innere eines jeden von uns tauchen und lässt einem sich mit seinen eigenen inneren Monstern auseinandersetzen, die jeder von uns irgendwo in sich trägt. Hier gehts ziemlich tief in die Psyche. Die Thematik beschränkt sich im Spiel selber zwar eher auf das Gefühl der Einsamkeit, lässt sich aber auf so gut wie alles ummünzen, was auch nur im entferntesten mit Ängsten, Schuldgefühle oder sonstiger Gefühle, die einem die Seele verfinstern können. Dabei erlebt man beim Spiel auch stets ein beeindruckendes Zusammenspielen von Licht und Schatten bzw dem Wechsel von diesen. Hoffnung wandelt sich zur Verzweiflung, die sich wieder zur Hoffnung wandelt. Finsternis weicht dem Licht, um erneut das Licht zu verschlingen. Und ständig verfolgt einem das destruktive Selbst, welches stets versucht einem aufzufressen. Sea of Solitude ist ein unglaubliches Werk^^
    Man kann da schon gewisse Parallelen zu Hellblade ziehen, jedoch während Hellblade wirklich belastend sein kann, wenn man psychisch nicht so gefestigt ist, besonders da dort ja wirklich durchgehend nur die Finsternis herrscht letzten Endes... geht Sea of Solitude eben doch einen anderen Weg und zeigt einem nicht nur das Negative, sondern auch positive Dinge ebenfalls bzw. zeigt einfach, wie sich die Hauptprotagonistin sich ihren Weg aus der Dunkelheit hinauskämpft, während das Spiel auch eine wirklich gut gelungene visuelle Darstellung von Psychotherapeutischen Behandlungsthematiken beinhaltet. Ich könnt mir sogar wirklich vorstellen, dass das Spiel dem einen oder anderen irgendwie tatsächlich auch helfen kann. Zwischendurch ists es zwar wirklich bedrückend und es kann sein, dass man wirklich mal ne Pause einlegen muss, weils einem zu viel wird, doch spielt man später leichter lichtet sich dieses Gefühl und lässt auch wieder eine lichtere Szene hinein


    Bei Röki bin ich auch am überlegen, obs hier reinpasst oder nicht. Da bin ich mir wieder nicht ganz sicher. Basiert es in erster Linie auf skandinavische Folkore, doch hat es eben auch gewisse Thematiken, wo es irgendwie darum geht sich seinen Ängsten zu stellen und mit Monstern konfrontiert zu werden, wo sich jedoch wieder die Frage stellen kann, was ein Monster zu einem Monster macht? Dazu behandelt es auch noch in gewisser Form Selbstvorwürfe, sowie Verdrängung von diesen. Ich war von dem Spiel zumindest definitiv extrem begeistert. Kp ob ichs nun als philosophisches Spiel bezeichnen würde. Aber zumindest kratzt es durchaus das eine oder andere Thema an, denk ich und verfügt über viele emotionale Szenen, wo mich noch immer das letzte Kapitel besonders beeindrucktem was ich hier aber natürlich nicht spoilern werde. Fands aber sehr schön,. wie die emotionale Ebene mit ins Gameplay hineingebaut wurde. Sieht man so auch nicht oft^^

  • Hab akutell leider kein Spiel welches zum Thema passt und noch nicht genannt wurde. Ich würde aber trotzdem gerne auf einen der Beiträge hier eingehen, ich hoffe das passt trotzdem so.