Visions of Mana wird von einem Studio des chinesischen Riesen NetEase entwickelt

    • Offizieller Beitrag

    Visions of Mana wird nicht etwa intern bei Square Enix entwickelt. Das ist nicht unüblich, Square Enix lagert gern und oft aus. Dragon Quest Monsters: Der dunkle Prinz wurde von Tose entwickelt, Star Ocean: The Second Story R von Gemdrops. Octopath Traveler II stammt von Acquire und The DioField Chronicle von Lancarse. Anders als Nintendo macht Square Enix auch vor der Veröffentlichung kein Geheimnis daraus.

    Visions of Mana wird von Ouka Studios entwickelt, und das ist schon einigermaßen interessant. Es handelt sich dabei nämlich um eine Tochterfirma des chinesischen Riesen NetEase. Der versucht schon seit Jahren immer mehr in Japan Fuß zu fassen und japanische Veteranen für sich zu begeistern.

    So leitet der ehemalige Dragon-Quest-Producer Ryutaro Ichimura mit PinCool ein neues NetEase-Studio in Tokyo. BlazBlue-Produzent Toshimichi Mori hatte schon davor das Studio Flare gegründet, das ebenfalls in Tokyo unter NetEase-Flagge segelt. Damit lange nicht genug: Hiroyuki Kobayashi hat in Osaka ein neues Studio gegründet. Yakuza-Schöpfer Toshihiro Nagoshi bezieht sein Gehalt ebenfalls von NetEase und durfte sein Studio sogar nach sich selbst benennen.

    Nach dieser Auflistung muss man sagen, dass Ouka Studios eher zu den bisher unpopuläreren NetEase-Studios gehörte. Es wurde im Juni 2020 in Shibuya, Tokyo mit der Prämisse gegründet, Spiele für Fans japanischer Games zu entwickeln. Visions of Mana scheint ein ganz guter Anfang zu sein. Insgesamt drei Spiele sollen bei Ouka Studios in Entwicklung sein, die offizielle Website bietet allerhand schöne Artworks.

    An der Spitze des Teams zu Visions of Mana stehen erfahrene Mana-Entwickler. Producer ist Masaru Oyamada. Das Charakter-Design stammt von HACCAN. Für Visions of Mana kehrt außerdem Airi Yoshioka zurück, ebenso wie die Komponisten der Serie, Hiroki Kikuta, Tsuyoshi Sekito und Ryo Yamazaki. Koichi Ishii beaufsichtigt. Director Ryosuke Yoshida ist allerdings ein Mana-Neuling. Er war vor seiner Anstellung bei Ouka Studios „Combat Designer“ bei Capcom, arbeitete unter anderem an Devil May Cry 5 und Monster Hunter Generations.

    Visions of Mana erscheint im Sommer 2024 für PCs, PS5, PS4 und Xbox Series!

    via RPG Site, Automaton, Bildmaterial: Visions of Mana, Square Enix

  • Oh das verwirrt mich ein wenig. Sprach man nicht davon, dass man genau das eben nicht mehr tun wollte? Dass man zukünftig nur noch intern alles entwickeln wollen würde um eben mehr Kontrolle über die Qualität zu haben?

    Entweder ist dies dann eine kleine Ausnahme oder das Vornehmen hat nicht lange gehalten... xD

    Zweiteres würde mir wieder Hoffnung machen, dass es zukünftig dann doch hier und da nochmal was experimentelles bei Square Enix durchschaffen könnte.

    Aber vielleicht ists echt nur eine Ausnahme. Vielleicht stand die Kooperation schon bevor man diese Umstrukturierung lostreten konnte oder Netease hat gutes Geld bezahlt um entwickeln zu dürfen, immerhin wollen die ja in Japan mehr Fuß fassen^^

  • Anders als Nintendo macht Square Enix auch vor der Veröffentlichung kein Geheimnis daraus.


    Also die JPGames-Redaktion scheint deswegen ziemlich aufgewühlt zu sein^^


    Man muss nur mal in den Mana-Thread von gestern gucken und meinen letzten Beitrag lesen, wo ich noch so voller Euphorie davon gesprochen und gelobt habe, dass das Spiel intern entwickelt wird. Also so offen wird es anscheinend nun auch nicht kommuniziert, dass es ein Outsourcing-Projekt ist. Am Ende wird auf der Verpackung genau wie bei Peach der Name des Publishers stehen. In dem Falle Square Enix. Es ist natürlich positiv hervorzuheben, dass man hier klare Kante diesbezüglich zeigt, man wird nämlich genau nun draufschauen, da der neue Präsident Kiryu erst kürzlich die Ansage gemacht hat, man wolle weniger Titel produzieren, dafür aber wieder mehr intern und wieder mehr auf Qualität setzen.


    Aber das Thema an sich ist interessant. Ich habe mich lange gefragt, was aus diesem riesigen Ansturm von NetEase auf die japanische Entwicklerszene mal Früchte tragen wird. Man hat viel Geld in die Hand genommen, große Namen von ebenso großen japanischen Publishern abgeworben und denen praktisch eigene Studios geschenkt hat. Da sich China im eigenen Land selbst nicht ausbreiten kann und staatlich zu viel reguliert werden würde, muss man sich halt irgendwo einkaufen. Wenn dann was gutes dabei entsteht, warum eigentlich nicht?


    Ich sehe Visions of Mana natürlich auch von der Entwicklung her als japanische Produktion. Da sind nicht minder bekannte Namen am Werk und es kehren nochmal einige Urgesteine für das Spiel zurück. Die Meldung hat mich trotzdem überrascht.


    Oh das verwirrt mich ein wenig. Sprach man nicht davon, dass man genau das eben nicht mehr tun wollte? Dass man zukünftig nur noch intern alles entwickeln wollen würde um eben mehr Kontrolle über die Qualität zu haben?

    Entweder ist dies dann eine kleine Ausnahme oder das Vornehmen hat nicht lange gehalten... xD


    Visions of Mana wird sich ja schon einige Jahre in der Entwicklung befinden. Die Entscheidung, wieder mehr auf interne Produktionen zu setzen wird natürlich nicht rückwirkend gelten. Visions of Mana wird also noch ein Projekt sein, welches der ehemalige Präsident Matsuda in Auftrag gegeben hat.

    "Got weak and old

    Another goddamn year

    I got no new attitude

    For this fucking new year"



    Zuletzt durchgespielt:



    Little Kitty, Big City: 8,5/10

    Gears of War 2: 7,5/10

    Asterix & Obelix: Slap Them All!: 4,5/10

    • Offizieller Beitrag

    Also die JPGames-Redaktion scheint deswegen ziemlich aufgewühlt zu sein^^


    XD Es hat sich einfach angeboten. Der Kontext ist ja durchaus gegeben und interne Links tun gut, der Seite und dem Leser.


    Also so offen wird es anscheinend nun auch nicht kommuniziert, dass es ein Outsourcing-Projekt ist.


    Es gibt gestern/heute ganze Interviews, die sich darum drehen und mit den Ouka-Leuten sprechen, demgegenüber hat Nintendo es sogar auf Nachfrage und nachdem Dataminer es bereits rausgefunden hatten, nicht bestätigt. ^^ Die beteiligten Entwickler haben es auch erst heute bei Twitter bekannt gegeben, beispielsweise Director Ryosuke Yoshida. Das sieht für mich eher aus als Teil des PR-Plans als "nicht so offen kommuniziert" - das hat offensichtlich schon eine andere Qualität.

  • Was mich vor allem wundert, ist, dass das Spiel nicht von Xeen entwickelt wird, die ja auch das Trials of Mana Remake entwickelt haben. Sie haben ja schon Erfahrung mit der Marke und das Remake kam in der Community wohl auch gut an, kann wohl wahrscheinlich nicht der Grund sein, dass SE unzufrieden mit ihnen war. Hätte erwartet, dass sie ihre Expertise dann für ein neues Spiel nutzen können.

    War Ouka einfach besser für ein gänzlich neues Projekt geeignet oder was waren da die Hintergründe? Würde mich mal interessieren.

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    Das Leben ist wie ein Roguelike mit Permadeath-Mechanik.

    Wer hat sich diesen Schwachsinn eigentlich ausgedacht?