Als Letztes durchgespielt



  • The Rewinder [SD] (5h)
    Letztes Wochenende habe ich mich wieder einem kleinen Experiment auf meinem Steamdeck gewidmet: Auf The Rewinder bin ich völlig zufällig gestoßen, als ich alle Spiele, die dem Puzzle-Genre zugeordnet werden, nicht nach „Relevanz“ etc. sortiert habe, sondern einfach nach „bestbewertet“. Hier liegt The Rewinder mit 97% positiven Bewertungen ganz weit oben. Stilistisch hat mich The Rewinder mit seiner Pixel-Optik direkt angesprochen und als ich dann auch noch las, dass es ein chinesisches Folklore-Setting hat, war es schnell um mich geschehen. 1-2 Wochen später folgte auch schon der erste Sale und so wanderte das Spiel dann in meine Sammlung und praktisch direkt aufs Steamdeck :P


    The Rewinder ist ein Puzzle-Adventure von dem chinesischen Indie-Entwickler Misty Mountain Studio, welches im Herbst 2021 zunächst exklusiv für PC erschien; ein Switch-Port ist aber in Arbeit und soll in diesem Jahr erscheinen (vermutlich sogar recht bald, angekündigt war wohl „early 2023“). Wir schlüpfen in die Rolle des sogenannten ‚Rewinders‘ Yun – dem letzten seiner Art –, der über die Fähigkeit verfügt, in die Erinnerungswelt von Geistern und verirrten Seelen einzutauchen und über das Zurückdrehen der Zeit die Vergangenheit und somit auch die Gegenwart zu ändern. Seine nächste Mission erwartet ihn in dem inzwischen völlig verfallenen Dorf Reed River Village, in dem sich vor sieben Jahren eine Katastrophe abspielte. Yuns Aufgabe ist es nun, diese Geschehnisse nachzuvollziehen und die verstörten Geister der Toten zu erlösen.


    Eigentlich bin ich auf das Spiel natürlich vor allem wegen des Puzzle-Aspekts aufmerksam geworden, doch auch die Story kann sich durchaus sehen lassen und hat mich mit einigen interessanten Twists überrascht. Je nachdem wie genau man spezifische Ereignisse beeinflusst, hat man auch einen gewissen Einfluss auf Verlauf und Ende des Geschehens. Hier habe ich also deutlich mehr bekommen, als ich mir eigentlich von dem Spiel erwartet hätte. Auch das chinesische Setting war wirklich interessant und wartet mit einigen skurrilen Designs auf, die mir sehr gut gefallen haben und direkt Lust auf mehr gemacht haben. Tatsächlich driftet The Rewinder in dieser Hinsicht immer ein bisschen ins Gruselige und Düstere ab, auch das gefiel mir sehr.


    Auch als Puzzle-Fan kommt man nicht zu kurz: The Rewinder bietet ganz verschiedene Puzzles, viele davon sind auch einzigartig (kommen in dieser Weise also nur einmal vor). Ein sich wiederholendes Puzzle ist wiederum das Erkunden und Verändern der Erinnerungen der verirrten Seelen, denen Yun im Rahmen seiner Mission begegnet. Ansonsten geht es auch viel um Erkundung: Wer sich nicht genau umsieht, übersieht wichtige Hinweise oder Gegenstände und kommt beim nächsten Rätsel gegebenenfalls nicht weiter. Es lohnt sich also, alles immer ganz genau zu untersuchen und jeden Schnipsel Papier zu lesen. The Rewinder bietet außerdem ein sehr umfangreiches ‚Log-Buch‘, in dem alle möglichen Informationen – auch Trivia – festgehalten werden. Zum Nachlesen gefiel mir das sehr gut. The Rewinder bietet im Übrigen auch optionale Collectables – ein Set an Blumen –, von denen ich aber trotz aller Mühe ziemlich viele verpasst habe (fast die Hälfte ^^‘). Wenn es einem gelingt, alle Blumen einzusammeln, schaltet sich offenbar noch eine Art „Extra-Kapitel“ frei – das ist mir nur aufgefallen, da ich nach den Credits mal in die Steam-Errungenschaften geschaut habe. Ich habe lange mit mir gehadert, ob ich die restlichen Blumen jetzt noch suche, aber das Problem ist hier einfach: Ich spiele sehr ungerne nach Guide und ich schätze, es würde mich nochmal 30-60 Minuten kosten, alle Blumen einzusammeln. Ich weiß nicht, ob ich das für zusätzliche 60 Minuten Spielzeit in Kauf nehmen möchte (zumindest gehe ich nicht davon aus, dass das Zusatzkapitel wesentlich länger ist). Das werde ich mir nochmal überlegen, aber die aktuelle Tendenz ist eher ‚nein‘, auch wenn ich es sonst gerne gespielt hätte.


    Trotz dieses kleinen Ärgernisses zum Schluss hat mich The Rewinder sehr gut unterhalten und ich habe es auch sehr schnell – innerhalb von einem Wochenende bzw. 3 ‚Sessions‘ – verschlungen. Setting, Story und Puzzle-Design sind alle einen Blick wert, insofern hoffe ich, dass das Spiel durch den Switch-Port noch ein paar Interessenten gewinnen kann, vielleicht auch hier im Forum :)







    Letters – a written adventure [SD] (2,5h)
    Und ein weiterer Spontankauf im Steam-Sale, den ich am selben Abend gekauft und beendet habe: Letters – a written adventure hatte ich schon eine ganze Weile auf dem Schirm, da mich die Art des Storytellings direkt im ersten Trailer angesprochen hatte. Ich glaube, ich war darauf mal ganz zufällig im Nintendo eShop gestoßen und hatte es dann nach dem Kauf des Steamdecks auch hier auf die Wunschliste gepackt. Und da der Preis auf Steam (mal wieder) ansprechender war, fiel dann die Wahl darauf.


    Letters – a written adventure ist ein kleines Puzzle-Adventure, das von dem schweizerischen Indie-Entwickler 5am Games entwickelt wurde und vor ca. einem Jahr, im Februar 2022, für PC und Nintendo Switch erschienen ist. Wir begleiten das junge Mädchen Sarah von der Grundschule bis zum Erwachsenenalter, mitsamt allen Herausforderungen, die das Leben mit sich bringt. Die Besonderheit ist hier die Art der Erzählung: Wir vollziehen ihr Leben anhand geschriebener Dokumente (z.B. den Briefen an ihre Brieffreundin) oder Chat-Verläufe nach und lernen so auch die Menschen kennen, die Sarah auf ihrem Weg begleiten: ihre Eltern, ihre Schwester, ihre Brieffreundin, ihre Schulfreunde usw. Dabei lesen wir die Texte aber nicht nur, sondern interagieren auch aktiv mit ihnen und treffen Entscheidungen: Als winzige Figur rennen wir über die Zeilen, springen zwischen ihnen hin und her, müssen zum Teil einen Weg an Sarahs (sehr lebendigen) Zeichnungen vorbei finden und suchen zu diesem Zweck nach passenden Wörtern, die wir zum Beispiel mit einer Illustration interagieren lassen können (z.B. einen Luftballon zum Platzen bringen). Insofern ist Letters auch ein kleines Puzzle-Game, das vor allem mit Wortspielen operiert, dabei aber nie frustrierend ist und einem auf Wunsch schnell Hilfestellung leistet. Englisch sollte man allerdings sicher beherrschen, sonst machen die Wortspiele sicherlich Probleme.


    Letters ist ein sehr kurzweiliges und entspannendes Erlebnis für einen Abend oder Nachmittag, das zwar keine weltbewegende Geschichte erzählt und auch kein weltbewegendes Gameplay bietet, für sich genommen aber einfach Spaß macht. Für das, was es ist, hat es auch eine sehr angenehme Länge und die Entwickler hatten ein paar nette Ideen, die in der Praxis sehr launig und gut umgesetzt sind.

  • Im letzten Monat hatte ich noch The Legend of Zelda: Breath of the Wild zu 100% durchgespielt. Nun folgte auch Skyward Sword. Und ja, ich habe es tatsächlich auf der Wii gespielt. ^^


    Die ersten zwei Dungeons konnten mich nicht fesseln, aber ab Ranelle hatte mich der Titel dann doch. Zwar nervte mich die Steuerung immer mal ordentlich ab, aber ich hatte insgesamt doch sehr viel Spaß an Skyward Sword.


    Nun kann auch Tears of the Kingdom kommen. Sind ja nur noch zwei Wochen. ^^

  • Hey, wie wär´s mit ner kleinen Doppelreview?



    War im Plattformfieber und wollte Battle for Bikini Bottom schon seit Ewigkeiten nachholen. Und da The Cosmic Shake insgesamt wohl auch gut ankam und beide Spiele keine Umfangsmonster sind, habe ich sie direkt nacheinander durchgespielt!


    Ich drücke es mal so aus: Die beiden Spiele sind im Grunde der Super Mario Bros.-Film in Videospielform. Wir haben es hier mit grundsolider, kompetent gemachter Jump´n´Run-Kost zu tun, die vor allem Fans der Vorlage anspricht.


    Battle for Bikini Bottom ist dabei eher ein Collectathon, bei dem wir goldene Pfannenwender sammeln müssen, um neue Gebiete freizuschalten, während es sich bei Cosmic Shake um eine lineare Angelenheit handelt, bei der wir von A nach B hüpfen müssen und abseits des Pfades eher optionale Goodies erhalten.
    Das klingt erstmal nach nem großen Unterschied, aber ganz so unterschiedlich ist es dann doch nicht, weil man viele der goldenen Pfannenwender auch auf dem Weg findet, gerade, wer nur bis zum letzten Boss kommen möchte, muss sich nur selten richtig genau umschauen.


    Nichtsdestotrotz: Einen Einfluss auf das Spielgefühl hat es trotzdem. So gering die Erkundung im Vergleich zu anderen Collectathons ausfallen mag, sie IST vorhanden, was zu insgesamt etwas größeren und offeneren Gebieten führt als Cosmic Shake, wodurch ein kleines Freiheitsgefühl aufkommt. Cosmic Shake indessen profitiert dafür von einem besseren Flow und interessanteren Plattformpassagen, weil diese dann eher der Fokus sind.
    Ein komplexes Moveset für Spongebob und Konsorten braucht ihr hier nicht zu erwarten, ein Doppelsprung sowie ein simpler Nah- und Fernkampfangriff sind da schon das höchste der Gefühle, erwartet hier bloß kein Mario Odyssey oder Demon Turf.
    Aber das ist überhaupt nicht schlimm, dafür haben die Entwickler von PurpleLamp ein paar spaßige Plattformpassagen um dieses Moveset gestrickt.


    In Sachen Geschichte, Inszenierung und Humor gewinnt für mich eindeutig The Cosmic Shake, es hat mehr und lustigere Cutscenes, welche auch besser inszeniert sind. EIn paar Mal musste ich sogar schmunzeln. Das sorgt eher dafür, dass man auf einem Abenteuer ist und nicht einfach nur Checklisten abarbeitet, ein Gefühl, dass sich bei Battle for Bikini Bottem ein wenig einstellt.
    Dafür punktet dieses einfach mit den besseren Levelthemen. Gerade als Fan ist es eine Freude, durch die Goo Lagune, Meerjungfraumanns Heldenhöhle oder Rock Bottem zu hüpfen. The Cosmic Shake würzt diese Areale mit bestimmten Settings wie Western, Mittelalter oder Steinzeit. Das ist zwar cool und das sind auch alles Thematiken, mit denen Spongebob mal zu tun hatte. Aber gerade im Plattformerbereich sind diese Themen auch nichts Neues mehr, wodurch ihnen etwas das Besondere fehlt im Vergleich zu klassischen Spongebob-Gebieten.


    Insgesamt wird man bei beiden Titeln gut unterhalten. Gerade als Fan freut man sich auf viele Referenzen, den (aktuellen!) originalen, deutschen Cast und einfach die Faszination, durch Bikini Bottem hüpfen zu dürfen. Als Nicht-Fan bekommt man einen ordentlichen, aber nicht überragenden Plattformer, der über die Zeit gut unterhält und selten frustriert, aber auch nie etwas wirklich herausragend macht oder sich richtig in Erinnerung brennt. Das gilt für beide Spiele. Und wenn ihr wissen wollt, welches ihr kaufen solltet:
    Falls ihr Collectathon-Fans seid, die gerne auch mal auf Erkundungstour gehen, dann wählt Battle for Bikini Bottom Rehydrated.
    Falls ihr einen linearen Plattformer mit einer schön inszenierten Geschichte sucht, sollte eure Wahl auf Cosmic Shake fallen.


    PurpleLamps haben einen schönen Job gemacht, falls sie aber nochmal die Chance mit Spongebob und seinen Freunden bekommen, wünsche ich mir, dass sie etwas ganz Eigenes schaffen abseits von Referenzen und zigfach durchgekauten Themen.
    Ein Spongebob-Spiel mit der Frische und Kreativität der ersten drei Staffeln - das wär doch was!


    Aber bis dahin gilt wie immer bei solchen Lizenspielen: Fans greifen zu, alle anderen spielen Probe - oder A Hat in Time.



    Zitat

    Hey, Patrick, ich kenne noch eine viel lustigere Wertung als 6/10...

    7/10

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    Das Leben ist wie ein Roguelike mit Permadeath-Mechanik.

    Wer hat sich diesen Schwachsinn eigentlich ausgedacht?

  • Front Mission 1 Remake
    Switch, 30 Stunden


    Bewertung Remake 6/10
    Bewertung FM1 8/10


    Dem Remake fehlt es leider an der Atmosphäre die FM1 im Original hat. FM1 ist dreckig, metallisch und düster. Das remake wirkt mehr trashig, die Grafik sieht okay aus aber es passt einfach nicht und durch das 3D wird es auch sehr unübersichtlich. Die Wanzer sehen auch nicht gut aus genau wie die Bilder der charas. Erinnern mich mehr an einen Comic. Die Menüs wirken auch unpassend und sind etwas sperrig. Und warum hat hat man nicht Informationen angepasst, man muss ständig in anderen Menüs nach notwendigen Informationen suchen.
    Man hätte es ja wie die späteren Teile machen können dann hätte es gepasst. 4 oder 5 sehen richtig gut aus so hätte ich mir das Remake gewünscht.


    FM1 bleibt natürlich ein sehr gutes Spiel auch wenn es der schwächste Teil der Reihe ist. Die anderen teile sind einfach fantastisch und ich könnte gar nicht sagen welcher meine Nummer 1 ist. (Vielleicht Teil 4 mit dem Super Soundtrack)
    Vieles was später die Reihe verbessert gibt es natürlich noch nicht aber so hat es angefangen und gut das man da nix verändert hat.
    Story ist spannend und die Charas und Möglichkeiten sind super. Die Bar liefert viel Hintergrund oder auch mal neue Charas. Wanzer haben viele Möglichkeiten angepasst zu werden. Was mich stört ist das Level System es schränkt die Möglichkeiten ein, so kann ich nicht jedem Wanzer eine Rakete auf die Schulter bauen da wegen dem Level die Rakete keinen Schaden macht.
    Es gibt viele massenschlachten wo oft die Übersicht verloren geht und Taktiken werden vergessen. Es gibt viele lange Wege und das Treffen ist etwas nervig so hat man runden wo einfach gar nix passiert. Mission bieten aber viel Abwechslung und taktische Möglichkeiten.


    Ein kleiner Tipp: die Wanzer mit ähnlichen Waffen in farbliche Gruppen zusammenfassen. Das vereinfacht auf dem Schlachtfeld die richtige Auswahl und gibt mehr Übersicht.


    Fazit: gutes Spiel schlechtes Remake. Ich empfehle wer das Original mal zocken will die DS Version für mich die beste FM1 Erfahrung.
    Ich hoffe Teil 2 wird besser der gehört zu meinen Favoriten und die Entwickler haben ja schon alles in 3D man müsste es nur polieren :D

  • H2x1_NSwitchDS_GlassMasquerade_image1600w.jpg



    Glass Masquerade [SD] (8h)

    Die Story, wie ich auf dieses Spiel aufmerksam wurde, könnt ihr euch bestimmt inzwischen denken – Stichwort: Steam-Sale und gute Bewertungen :P Ich persönlich habe schon als Kind gerne ganz klassisch gepuzzelt, allerdings mache ich das heutzutage kaum noch, auch deshalb weil ich nicht so recht einen Tisch dafür habe, auf dem ein Puzzle auch mal 2-3 Wochen lang liegen bleiben kann, wie das bei Puzzeln mit 1000+ Teilen ja oft der Fall ist. Aber ich mache es immer noch sehr gerne, daher hat mich dieses Spiel direkt angesprochen, denn – ihr könnt es euch wahrscheinlich denken – es geht um ganz klassische Jigsaw-Puzzles :P


    Glass Masquerade ist also ein klassisches Puzzle-Game von dem Indie-Entwickler Onyx Lute, welches 2016 zuerst für PCs erschien; inzwischen ist das Spiel auf allen gängigen Konsolen (Switch, Playstation, Xbox) und für mobile Geräte erschienen. 2019 folgte im Übrigen auch ein Nachfolger, der inzwischen ebenfalls für alle Endgeräte verfügbar ist. Im ersten Teil bereisen wir sozusagen den Globus, indem wir Puzzles legen: Zahlreiche Länder sind mit ganz unterschiedlichen, auch länderspezifischen Motiven vertreten, die zum Beispiel an die Kultur, die Landschaft oder auch die Mythologie des Landes angelehnt sind. Stilistisch orientiert sich Glass Masquerade – wie der Name schon andeutet – an der farbenfrohen Glasmalerei im Art deco-Stil. Es war dieser Stil, der mich auch direkt angesprochen hatte, denn die Motive sind wirklich atemberaubend schön und besonders – und zum Teil auch gar nicht so einfach zusammenzulegen. Das Grundspiel bietet insgesamt 25 verschiedene Puzzles, die im Schnitt zwischen 40 und 70 Teile haben. Es sind also kleine Puzzles, aber der Schwierigkeitsgrad unterscheidet sich durchaus: Während ich für einige Motive nur ca. 5 Minuten brauchte, waren es bei anderen auch mal 25 Minuten. Mir persönlich war diese insgesamt eher kurze Spielzeit pro Puzzle sehr sympathisch, da sich das Spiel dadurch sehr gut als kurzweiliger Zeitvertreib eignete: ein Puzzle vor der Arbeit, ein Puzzle vorm Essen, ein Puzzle vorm Schlafgehen etc. Die DLCs erweitern das Spiel um 25 weitere Puzzles, verdoppeln den Umfang also, und lohnen sich meinem Empfinden nach sehr. Ich habe für das Spiel mit allen DLCs nur gut 4€ gezahlt und soweit ich gesehen habe, sind die Sales im eShop und im PSN ähnlich gut (das ist ja nicht immer der Fall).


    Ich für meinen Teil hatte jedenfalls sehr viel Spaß mit Glass Masquerade und auch den zweiten Teil werde ich definitiv spielen – nicht direkt im Anschluss, aber vielleicht dann mit dem nächsten Sale, wenn denn die Steam-Sale-Götter so wollen :P Jedenfalls kann ich Glass Masquerade jedem empfehlen, der gerne puzzelt und den Stil der Motive ansprechend findet. Es macht einfach Spaß ^^

  • Mirage

    Das hört sich sehr gut an! Über den Titel war ich auch schon mal gestolpert und habe als Kind auch sehr gern gepuzzelt, aber mache das nun aus den von dir genannten Gründen auch nicht mehr (als Kinder haben wir uns einfach auf dem Fußboden ausgebreitet). Also nach deinem positiven Eindruck hier wurde mir das nun wieder Erinnerung gerufen und werde ich mir auf jeden Fall irgendwann mal anschauen! ^^

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    ~Make of thyselves that which ye desire. Be it a Lord. Be it a God. But should ye fail to become aught at all, ye will be forsaken. Amounting only to sacrifices.~

  • Mirage

    Das hört sich sehr gut an! Über den Titel war ich auch schon mal gestolpert und habe als Kind auch sehr gern gepuzzelt, aber mache das nun aus den von dir genannten Gründen auch nicht mehr (als Kinder haben wir uns einfach auf dem Fußboden ausgebreitet). Also nach deinem positiven Eindruck hier wurde mir das nun wieder Erinnerung gerufen und werde ich mir auf jeden Fall irgendwann mal anschauen! ^^


    Hoffentlich gefällt es dir dann genauso gut :) Es gibt ja einige Puzzle-Games, vor allem auf Steam, aber mir sind die leider oft zu phantasielos: Lade ein eigenes Bild hoch und wähle die Anzahl der Teile aus oder die Motive sind irgendwelche Stockimage Photographien. Glass Masquerade hat einfach einen schönen und besonderen Stil und man sieht das Motiv auch nicht im Voraus, das macht es viel interessanter, finde ich :)

  • Es hat sich nun doch einiges angestaut und ich hatte bisher nicht ganz die Muße gefunden es zu posten, aber ich weiß das ich mich irgendwann wieder unnötig stresse wenn es mir über den Kopf wächst und da möchte ich nun gerne etwas aufholen, bei mehreren Titeln sollte es auch nicht zu viel werden da ich den Großteil schon kannte. :)


    11. The Last of Us Part 1

    The Last of Us Part I: Das bietet die PC-Version - GamersChoice - von  Gamern für Gamer

    Ein Wunsch von Kumpelinchen und da bin ich dann doch eingeknickt es nochmal mit zu erleben, obwohl ich das Spiel zwar okay aber merklich overhyped finde.^^'

    Entsprechend waren die 80€ in meinen Augen eine Frechheit und auch die "günstigen" 60€ die sie digital dafür geblecht hat hätte und werde ich niemals dafür ausgeben.


    Ich schließe mich der Meinung an das wenn man noch keine Version zuvor gespielt hat, man hier die beste Möglichkeit hat es nachzuholen. Optisch ist es schon nochmal ne Ecke hübscher, aber auch wenn die Überarbeitung dem ganzen nochmal mehr Ausdruck verleiht, so konnte es bei mir nicht mehr Emotionen hervorrufen als das Remaster zuvor.

    Ich schließe aber nicht aus das das beim zuschauen auch an meiner unterschwellig abgeneigten Haltung zu dem Spiel liegt.^^'


    Dafür das man vor dem Release so ein Wesen darüber gemacht hat was die neue Gegner KI angeht muss ich leider sagen das ich es ernüchternd fand, denn für mich wirkten sämtliche Gegner so wie NPC's genau so wie zuvor im Remaster auch.

    Teils kommt man echt in Bedrängnis und teils laufen sie rum wie die letzten Volldeppen, also da gibt es absolut keine merkliche Verbesserung und das haben wir beide so empfunden.


    Was die Cutscenes angeht mag es ein subjektives Empfinden sein, aber eventuell haben einige Szenen auch nicht ganz gefruchtet weil man die "alte" Vertonung gehört und die neuen Animationen gesehen hat, es wirkte nicht immer ganz aufeinander abgestimmt. Natürlich trotzdem synchron, hier hat man sich keinen groben Schnitzer erlaubt, aber für mich persönlich hat leider nicht immer alles so ganz gepasst.


    Da wir diesmal mit Guide gleich alles gesammelt haben, da zumindest Platin nun in einem Rutsch möglich ist haben wir so ca. 25-30h inklusive dem Left Behind DLC gebraucht der ebenfalls wie beim Remaster mit enthalten ist.


    Trotz persönlicher "Abneigung" ist es ein gutes Spiel das man Fans von Survival-Action-Horror und einer narrativen linearen Struktur ruhig empfehlen kann, es ist und bleibt für mich nur nicht verständlich wie es "das Spiel der Dekade" sein kann. :S


    Die Ermüdungserscheinungen kommen halt zusätzlich daher, das ich obwohl ich es jetzt "nur okay" finde halt innerhalb von 3-4 Jahren auch schon mindestens 4 mal miterlebt habe und ich persönlich habe eben zig Spiele auf Vorrat die meine Neugierde wecken und ich erlebe dann lieber Neues. Natürlich hatten wir zusammen trotzdem eine unterhaltsame Zeit und das war mir natürlich wichtiger, aber mit einem Spiel was mich mehr begeistert hätte es mir vermutlich noch besser gefallen. 8o


    12. Donkey Kong Country

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    Nachdem die Vitrinen stehen, etwas mehr Ordnung eingezogen ist und ich die Kabel verlängert und neu angeordnet habe ist nun die Retron endlich bereit und sofort habe ich zum Test und Einstieg endlich mal wieder DKC gespielt.

    Im Gegensatz zu den beiden Nachfolgern hatte ich diesen Teil in den letzten Jahren hier schon mal beleuchtet, daher mag ich mich hier auch wieder kürzer fassen und kann mich nur wiederholen das es eine Wohltat war es zu spielen.

    Das Franchise bleibt auf dem SNES einfach für mich der unangefochtene 2D Jump & Run König und bereits der erste Teil sieht super aus, hat einen tollen Soundtrack, tolles Gameplay und ist auch nach Jahren noch knackig fordernd trotz dem man es kennt, aber eben nicht so das es frustrierend wird.

    Das liegt aber an der jahrelangen Erfahrung die man eben mitunter in diesen Spielen durch ewiges probieren erlangt hat, denn wenn man bei bestimmten Passagen etwas drüber nachdenkt wundert man sich doch manchmal was man sich als Kind alles so angetan hat und wie man heutzutage solche Situationen oder Passagen angeht, wirklich großartig. ^^

    Die 101% habe ich hier diesmal nicht angestrebt, da die Boni hier nichts weiter bringen, wenn man diese angeht ist Teil 1 durchaus am brutalsten meiner Meinung nach, was nicht heißt das es bei den Nachfolgern ein Zuckerschlecken ist, aber da man dort noch eine Zusatzwelt + Boss erspielt ist es da reizvoller und gehört einfach zum Gesamterlebnis dazu. ;)

    Auch die Animationen sind nach all den Jahren so wundervoll anzusehen und ein herrliches Detail in Sachen subtiler Charakterisierung, da komme ich aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus. :love:

    GIF donkey kong country donkey kong - animated GIF on GIFER - by Akijinn


    Habe hier diesmal knapp 2 1/2h gebraucht und hatte ne gute Zeit, von mir eine absolute Pflichtempfehlung. <3 <3 <3



    13. Turnip Boy Commits Tax Evasion

    Turnip Boy Commits Tax Evasion | Nintendo Switch Download-Software | Spiele  | Nintendo

    Auch ein Spiel das ich glaube letztes Jahr sogar erst für die Switch durchgespielt habe. Hat nun eine PS4 Variante bekommen die physisch auch nur 20€ gekostet hat und während meine Fassung noch zu mir unterwegs ist haben wir es über das Profil meiner Freundin schon mal gespielt, da sie es sich digital im Sale gekauft hatte und sie war auch ganz angetan von dem knuddeligen Charme den das Spiel versprüht. :)


    Nochmal kurz zusammengefasst handelt es sich hier um ein abgespecktes Zelda-like mit einer eigenen Brise an Charme und Humor und man ist die kleine Rübe die angeblich ihre Steuern hinterzogen hat und nun als Laufbursche Dinge für Bürgermeister Zwiebel besorgen soll.

    Dabei gibt es immer mal kurze Dungeons und ein paar Rätselchen für etwas Abwechslung und wenn man 100% anstrebt wartet noch ein Extra Boss auf einen.

    Dazu waren die Credits mir schon wieder entfallen und es war irgendwie ganz ulkig das man für das Spiel dort sogar einen entspannten Song geschrieben hat, wir mussten beide gut schmunzeln während der Abspann lief.^^

    Im Vergleich zu meiner Switch Version gab es hier nach Beendigung des Spiels auch noch etwas Zusatzinhalt in Form eines Mini-Roguelikes, denn man kann dann den endlosen Zug besteigen wo man pro Wagon gegen eine Anzahl Gegner oder die Hauptbosse antreten muss und nach ein paar Wagons kann man sich dann aus 3 Items immer je 1 aussuchen um Buffs zu kriegen. Pro Boss gibt es dann Tickets für weitere Accessoires zum Tragen und pro Durchgang des Zuges steigen dann die Attribute der Feinde.

    Man kann hier aber auch nochmal 2 Extrabosse finden und bekämpfen und das Ganze dauert auch nicht zu lange und ist eine nette kleine Zusatzerfahrung.

    Das Hauptspiel waren glaube so 3-4h und dem Zusatzinhalt haben wir nochmal so 20-30min. gewidmet.

    Wer kurzweilig leichte und humorvolle Kost in dem Genre mag dem ist es hiermit erneut empfohlen. ;)


    14. Sherlock Holmes The Awakened

    Sherlock Holmes The Awakened: Launch Trailer veröffentlicht

    Tatsächlich war auch mal ein Spiel dabei was ich noch nicht kannte, hört hört. xD


    Nach Chapter One waren wir hier definitiv gespannt auf den nächsten Ableger, der laut Hörensagen ja auch gleichzeitig ein Remake eines älteren Titels war und zudem ein Crossover aus Sherlock Holmes und H.P. Lovecraft.


    Mir ist bewusst das die Entwickler aus der Ukraine stammen und eine schwere Zeit während der Entwicklung hatten, wofür sie durchaus mein Mitgefühl haben, so wie alle Leute die wegen des Krieges leiden müssen.

    Dennoch möchte ich hier meine ehrliche Meinung zu dem Spiel kundtun, auch wenn man beim spielen selbst die ein oder andere Kleinigkeit wohlwollend gar nicht groß negativ angenommen hat.


    Das Spiel beginnt damit das Watson in einer regnerischen Nacht zurück in die Wohnung kommt, wo er einen Sherlock mitten in seinem hinterbliebenen Chaos und kombinieren und analysieren von Fakten vorfindet.

    Man bindet hier das Tutorial in einen kleinen Fall ein der keine großen Opfer fordert, aber die Handlung bereits in Gang setzt.

    Kurz darauf bekommt man von Watson das Angebot einem richtigen Fall nachzugehen und postwendend ist das Interesse von Sherlock geweckt und man nimmt sich der Sache umgehend an.

    Auch wenn der Start etwas gemächlich wirkt kommt die Handlung ganz gut in Fahrt und steigert das Interesse und die Neugierde herauszufinden was vorgefallen ist.


    Während man bei Chapter One noch eine offene Welt zu erkunden hatte ist man hier doch wieder linearer unterwegs. Es gibt 8 Kapitel in denen man meist jeweils ein etwas offeneres Areal für seine Untersuchungen hat.

    Meine Freundin hatte bei ihrer Version bereits DLC's mit dabei die sich ohne das man sie als solche wahrnimmt sehr gut ins Spiel eingefügt haben und wohl 5 oder 6 (bin mir unsicher) zusätzliche Fälle zum lösen hinzufügen.

    Davon waren 2 meiner Meinung nach trotz ihrer kurzweiligeren Art wirklich spielenswert und haben mir gut gefallen. Abseits dessen gibt es wenig was man neben dem jeweiligen Hauptfall zu tun hat.

    Wirkt erstmal schwächer als bei Chapter One, aber da es sich auch um ein Remake handelt und es damals sicherlich merklich linearer gehalten war hat man sich vermutlich zu einem gewissen Teil einfach an die Vorlage gehalten, was ich nicht verwerflich finde.


    Grafisch orientiert man sich an Chapter One, erreicht aber nicht dasselbe Niveau was schade ist das Chapter One die deutlich größere Welt und locker den doppelten Umfang bietet. Es ist nicht hässlich, aber da wir anschließend dann noch die DLC's in Chapter One gespielt haben war es doch schon ein auffälligerer Vergleich.

    Dennoch macht es optisch eine ausreichend gute Figur und bei den Charaktermodellen bedient man sich auch an Chapter One, wodurch das Gefühl einer Fortsetzung positiv wahrzunehmen ist.

    Sherlock Holmes The Awakened PS4 & PS5

    Atmosphäre schafft es ebenfalls, gerade da es oft düster gehalten ist und dann hin und wieder die Lovecraft Aspekte zur Geltung kommen.

    Diese sind allerdings nicht immer so gut implementiert. Manchmal bekommt Sherlock gewisse Halluzinationen wodurch man sich durch etwas abstraktere kurze Areale rätseln muss.

    Diese werden von der Handlung schon halbwegs begründet und sind optisch erstmal eine gute Abwechslung, aber spielerisch merkt man das man hier etwas vom gewohnten abweicht und sieht sich plötzlich vor ein paar kryptischen kleinen Rätselpassagen wieder die uns leider etwas rausgerissen haben.

    Dabei sind die eigentlichen Ideen dahinter gar nicht schlecht und mochte ich sogar, aber die teils fehlenden Hinweise oder das kryptische rumprobieren waren leicht frustrierend und da wäre es uns für die Gesamterfahrung lieber gewesen wenn die Lovecraft Thematik sich eher in bestimmten Arealen der "realen" Welt innerhalb des Spiels wiederfindet, statt dann diese "Alptraum" Abschnitte in einer andersartigen Welt zu erleben.

    Das bringt zwar die Wahnvorstellung somit besser zur Geltung, aber wenn man stattdessen bspw. einen okkult designten düsteren Keller etc. oder etwaige verborgene Einrichtungen aufgesucht hätte wo dann nur mal zeitweise kurz inszenatorische Überblenden zur anderen Welt gekommen wären hätte es atmosphärisch für mich etwas mehr Sinn gemacht und sich besser ins Spiel eingefügt, aber das kann auch rein subjektiv sein.

    Sherlock Holmes The Awakened gets its first gameplay trailer and it's kinda  creepy | VG247

    Ebenso subjektiv ist es das mir in Chapter One ganz gut gefallen hat das man sehr viele einzelne Fälle gelöst hat, während man hier zwar pro Kapitel auch 1-2 vereinzelte Fälle hat, man insgesamt aber einem großen Fall auf den Fersen ist.

    Das selbst ist nicht das Problem und finde ich vom Ansatz her auch ganz cool, aber man hat bei mehreren Kapiteln leider das Gefühl keinen richtigen Abschluss zu haben, da man niemanden überführt oder auch durch falsches Kombinieren zu anderen Schlussfolgerungen kommen kann.

    Es gibt hier stets nur den richtigen Lösungsansatz den man am Ende auch durch ewiges rumprobieren rausbekommt, solange man die notwendigen Hinweise hat.

    Das ist sowohl Fluch als auch Segen, da man so definitiv nichts verpasst, aber es gibt auch kaum moralische Momente oder zweifelhafte Entscheidungen zu treffen, was durchaus ein wenig den Reiz beim kombinieren und herausfinden ausgemacht hat.


    Dadurch das man solche Praktiken von den Vorgängern gewohnt ist und das Tutorial dann hier doch einiges unerwähnt lässt, waren wir lange Zeit unsicher was genau beim kombinieren von Hinweisen passiert, da plötzlich mögliche Hinwiese beim Gedankenspiel dann permanent verschwunden waren und wir erstmal dachten das das Spiel wenig verzeihend ist und falsche Kombinationen somit bestraft.

    Die Wahrheit jedoch ist ganz simpel, alles was sich grün manifestiert ist richtig und bleibt dann auch konstant angeheftet und wenn nichts anderes passt, hat man einfach noch nicht den richtigen Hinweis gefunden.

    An sich simpel, aber leider nicht ausreichend vom Spiel beleuchtet.

    Genauso wieder die Tatsache das man bestimmte Hinweise anheften muss bevor man den richtigen Dialog mit Person XY starten kann oder etwas in der Umgebung untersuchen kann.

    Somit kam es wieder vor das wir teilweise 30min. umhergeirrt sind und bereits an den richtigen Stellen waren, aber nichts angezeigt wurde nur weil wir das Anheften nicht bedacht hatten, weil es maximal beiläufig erwähnt wurde.

    Nachdem es 1-2 Mal vorgekommen war hatte ich dann wieder ähnliche Flashbacks an Chapter One und habe recht akribisch darauf geachtet was welches Symbol an welchem Hinweis bedeutet und was wir dadurch noch für Möglichkeiten haben.

    Auch diese Symbole werden per Tutorial nur marginal angeschnitten, erst wenn man realisiert das diese notwendig sind versucht man die entsprechende Hilfe im Spiel zu finden und nachzulesen.


    Alles an sich kein Abbruch, aber etwas unzugänglich und da man bereits ein ähnliches Spiel auf diese Weise gemacht hat und hier auch weniger Umfang vorliegt, hätte man es etwas einsteigerfreundlicher erklären können.


    Eher ein Hinweis statt Kritik ist das man weitere Fälle bei Interesse im jeweiligen Kapitel erledigen muss, da man das später nicht nachholen kann, außer man spielt per Kapitelauswahl das ganze Kapitel nochmal.

    Das erwähne ich deshalb weil man in den anderen Teilen recht häufig wieder in dem Apartment von Sherlock gelandet ist und sich die "Hub" wenn man so will etwas erweitert hat oder zumindest nochmal erkundet werden konnte.

    Hier in The Awakened ist das nun nicht so, weshalb wir Kapitel 1 dann nochmal für einen Fall begonnen hatten, weil wir es da noch nicht wussten wie das Spiel strukturiert ist.


    Alles in allem ist es eine abgespeckte Form von Chapter One und folgt eher der Struktur von Crimes & Punishment, hat aber vom Gameplay und vom Vorgehen her mehr mit Chapter One gemein und ist als Remake somit ein Mix aus neuen und alten Elementen.


    Die Spielzeit sollte ungefähr 12-15h betragen haben, inklusive der Extrafälle per DLC oder Vorbestellerboni, bin mir unsicher was es genau war.^^'


    Wer das Franchise mag macht denke ich mit dem Titel nichts verkehrt, trotz der etwas abgespeckten Erfahrung und einem spielerisch etwas mäßigen Finale und hier und da ein paar kryptischen Lovecraft Passagen, weiß das Spiel ansonsten aber wieder Spannung aufzubauen und die Neugierde zum Miträtseln zu entlocken. Auch sorgen die verschiedenen Areale optisch für einiges an Abwechslung was es trotz der schwächeren Grafik im Vergleich zum Vorgänger dann aber auf seine eigene Art nicht weniger reizvoll macht.

    Von mir gibts daher eine Empfehlung. :)

  • 15. Octopath Traveler 2

    OCTOPATH TRAVELER II | Nintendo Switch-Spiele | Spiele | Nintendo


    Puuuh, nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich doch nun nach über 95h meinen Abschluss in dem Spiel gefunden. xD

    Und ja es war eine lange, aber auch sehr spaßige Reise, selbst wenn es sicherlich hier und da zu ein paar Längen führen konnte, so lag die Dauer des Durchspielens überwiegend am privaten Zeitmanagement und nicht am Spiel selbst. ;)


    Wie der Name es wieder vermuten lässt spielt man hier die Geschichte von 8 Charakteren, von denen man sich zu beginn einen aussucht der dann bis zum Ende seines Arcs nicht aus der Party genommen werden kann, daher sollte man diese Entscheidung schon etwas bedachter treffen.

    Ich habe mich für den Magier Osvald entschieden, der ist zwar nicht mein Favorit gewesen, aber flächendeckende Magie kann in so einem Spiel nur von Vorteil sein und zudem kann es nicht schaden wenn ein Magier von Beginn an levelt um später ähnlich angemessene Werte in Sachen KP und Verteidigung zu bekommen, so mein Grundgedanke dahinter.

    Was mir ebenfalls zugute kam war die Tatsache das er an einem Ende der Weltkarte beginnt, somit konnte ich recht linear erstmal alle 8 zusammentrommeln und den jeweiligen Prolog erleben ohne mich zu sehr hin und her entscheiden zu müssen.

    Octopath Traveler 2 im Test: Genau die Fortsetzung, die wir uns gewünscht  haben

    Auch wenn man hier viel bekanntes vorgesetzt bekommt wie bspw. einer Rachestory, sich von klein nach groß hochzuarbeiten, vertreiben zu werden, Amnesie etc. so hat mich das nicht im geringsten gestört.

    Die einzelnen Kapitel pro Charakter umfassen meist eher so 1-3h, je nach Vorgehensweise, Gründlichkeit und dem eigenen Level in Kombination mit der dadurch empfundenen Schwierigkeit.

    Ein angemessenes Levelcap ist als Orientierung jeweils angegeben und auch die Gebiete in denen es Gegner zu bekämpfen gibt haben eine entsprechende Gefahrenstufe. Man tut daher sehr gut daran sich zum Großteil daran zu orientieren.


    In der ersten Hälfte des Spiels, also quasi tatsächlichen 40h+ bin ich ohne großes Hadern sehr gut durchs Spiel gekommen und hatte längere Storyabschnitte, aber auch erfüllende Erkundungssessions zwischendurch wo ich teilweise beim Spielen nicht aufhören wollte.

    Nachdem ich dann bei den meisten Kapitel 3 abgeschlossen hatte stieg das Levelcap aber doch erheblich an und da die Bosse knackiger wurden wollte ich dem vorbeugen und habe einmalig für 3h EXP gegrindet.

    Diese 3h hätten allerdings nicht solange sein müssen, das möchte ich ausführlicher beleuchten da es ja doch einige gibt die neben dem Umfang mit dem Spielkauf deswegen hadern, weil sie späteres und intensives Grinding befürchten.

    Vermutlich wären es nur 1-2h gewesen, aber ich hatte zuvor beim erkunden eine Fertigkeit angelegt die die Anzahl an Gegnerbegegnungen reduziert/halbiert, was ja zuvor mit dem Levelcap durchaus vertretbar war, mir dann aber bei dem plötzlichen Anstieg etwas Unbehagen bereitet hatte.

    Ich habe auch nicht versucht gehabt es "unterlevelt" anzugehen, dafür sind mir die Spiele von Square oft generell schon zu hart und habe mich somit vorbeugend gewappnet und angeglichen.

    Das war persönlich diesmal kaum eine Hürde da man die Kämpfe wahlweise mit doppelter Geschwindigkeit abhalten kann und ich währenddessen mit meinem Bruder per Headset gechattet habe und es somit quasi nebenbei erledigt habe.


    Die Kombination der Charaktere und deren Klassen spielen dabei sicherlich auch eine Rolle und je nach eigener Vorliebe ginge das sicherlich noch etwas schneller oder bräuchte etwas mehr Zeit.

    Ich bin aber der Meinung das bei einem Spiel wofür ich persönlich nun für fast 100% 95h investiert habe, diese 3h nicht sonderlich ins Gewicht fallen, da es gerade mal knapp 3% des Gesamterlebnis ausmacht. ;)


    Die Kämpfe selbst sind sehr ähnlich wie im Vorgänger, allerdings möchte ich mich darauf nicht zu sehr berufen da es schon ne Weile her ist da ich den gespielt habe und leider aus Zeitgründen nicht beendet hatte.

    Die Charaktere haben je nach Klasse unterschiedliche Waffen, Fertigkeiten und Zauber zur Verfügung mit denen man die Schwächen der Gegner herausfinden muss.

    Tut man das erfolgreich bricht man nach und nach die Schilde der Gegner und kann sie somit für einen weiteren Zug außer Gefecht setzen und dann noch mehr Schaden anrichten und sollte stets bestrebt sein sie in dieser Zeit zu besiegen.

    Der Name des Gegners ist zudem farblich unterlegt, wenn es also von weiß in gelb oder in rot umschlägt weiß man das man bereits eine gewisse Schadenshöhe verteilt hat und bei Bossen sieht man daran auch zusätzlich in welcher Phase dieser sich befindet.

    How long is Octopath Traveler 2? - Press SPACE to Jump

    An dieser Stelle möchte ich die Bosse auch sehr lobend erwähnen. Selbst wenn viele mich echt gefordert haben, so waren nur die wenigsten davon übermächtig und ich habe fast alle im ersten Versuch gelegt und das trotzdem ich kein großer Buff User bin oder mich mit bspw. vielen älteren Final Fantasy Games schwer tue.

    Lediglich ein paar optionale Bosse, 2-3 Storybosse oder der finale Secret Boss haben mich gekillt und dann auch maximal 2-3 mal (außer der Secret Boss, da habe ich schnell das Handtuch geworfen, aber dazu später mehr xD), was bei der schieren Menge an Bossen in dem Spiel absolut verschmerzbar ist, denn fordernd darf ein Spiel ruhig sein, gerade wenn das Kampfsystem ein paar Taktiken zulässt oder sogar wünscht.

    Deswegen war ich echt insgesamt begeistert auf wie viele Arten man den Bossen irgendeinen Kniff verliehen hat um einen das Leben schwer zu machen. Bei nahezu jedem Boss dachte ich im ersten Moment "Das ist mein Kryptonit, wie können die so einen Scheiß einbauen!?", tja und dann habe ich es doch recht oft mit der richtigen Kombination im ersten Versuch geschafft und war gut gefordert.

    Es war somit durchaus befriedigend ein Kapitel abzuschließen und einen großen Gegner erledigt zu haben.


    Dennoch finde ich das Optionen wie so oft nicht schaden, es hätte denke ich niemandem wehgetan wenn man mehrere Schwierigkeitsgrade angeboten hätte und/oder die Option das alle 8 Charaktere leveln und nicht nur die 4 die sich in der aktuellen Party befinden.

    Zudem muss man auch sagen das es auch ein bisschen vom Glück abhängig ist welcher Boss einem persönlich besser liegt, wie man die Charaktere und Klassen kombiniert und in welcher Reihenfolge man an welchen Boss gerät.

    Bspw. wird für das jeweilige letzte Kapitel eines Charakters Lvl.45 als Richtwert angesetzt, den Boss von Hikari habe ich als Drittletzten gemacht und war für mich der fordernste, da ich Throne als letztes abgeschlossen habe habe ich da von der letzten Phase des Gegners kaum etwas gesehen, da jeder Charakter nach Beendigung nochmal eine besondere Fähigkeit erlangt und bei der Party und die Klassen für die ich mich entschieden hatte lief das dann für mich ganz gut.


    So kam es auch zugegeben das ich dann plötzlich bei einigen Bossen 10-20Lvl. drüber war, was aber teilweise gefühlt notwendig war um gleichauf mit dem Gegner zu sein und sich sicherlich etwas widersprüchlich zu dem liest was ich vorher beim Grinding geschrieben habe.

    Aber dennoch kann meine Spielweise und meine Party und Klassenaufteilung hier nicht auf andere umgemünzt werden, daher gibt es sicherlich auch diese unterschiedlichen Meinungen zum Vorgänger in denen das Spiel manchen zu schwer und manchen noch zu einfach war.

    Daher kann ich nur sagen das man sich dem Versuch bei Interesse wohl einfach stellen sollte.


    Was ich sagen kann ist das ich normalerweise bei JRPG's gegen Ende die Motivation zum kämpfen verliere und oft dann unterlevelt ein Spiel zu ende bringe oder notfalls wenn gegeben die Schwierigkeit dafür senke um im Flow zu bleiben.

    Hier hat mich das Spiel aber durch seine Art und seinen Charme von ganz allein zum Gegenteil motiviert. ;)

    Octopath Traveler II launches a demo ahead of launch | VentureBeat


    Optisch weiß es durchweg zu gefallen. Ich persönlich mag den Pixelstil und den HD2D Stil wirklich enorm gerne und hier hat man wirklich schöne Szenerien kreiert die in so mancher Sequenz auch durch einen bestimmten Blickwinkel bei der Inszenierung super zur Geltung kommt, das ist sowohl stimmig als auch atmosphärisch und wird dabei noch von einem extrem tollen Soundtrack begleitet zu dem es oftmals noch je eine abgewandelte Version gibt falls man nachts unterwegs ist.

    Denn ja man kann per Knopfdruck zwischen Tag und Nacht wechseln, was sowohl für unterschiedliche Fähigkeiten der Charaktere dienlich ist, als auch andere Kampfbedingungen und Gegner mit sich bringen kann und in den Orten auch unterschiedliche NPC's auf den Plan ruft.


    Und auch hier bin ich voll des Lobes was die Spielwelt und die Charaktere angeht. Es steckt einfach so viel Liebe im Detail der Welt und Herz in den Charakteren, das es einfach eine in sich stimmige und sehr glaubhafte Erfahrung ist und somit das Gefühl einer großen Abenteuerreise mit vielen wiederkehrenden bekannten Gesichtern prägend macht.

    Hier sind dann auch die vielen Nebenquests dienlich, die im ersten Moment so wirken als wären sie von der Stange oder manchmal auch so kryptisch formuliert das man nicht weiß was genau man tun soll.

    Beschäftigt man sich aber mehr mit der Welt und den Charakteren kommt man doch auf viele Lösungen von selbst, die dann auch oftmals gar nicht so schwer waren, wenn man sich mit den Charakteren eingehender beschäftigt und ein gutes Gedächtnis kann hier auch nicht schaden.

    Aber wirklich zu nahezu jedem NPC lässt sich per Informationsbeschaffung etwas Hintergrund besorgen und wenn er noch so unwichtig scheint. Diese Informationen über Lebensstand, Fähigkeiten und Absichten machen das ganze noch etwas glaubwürdiger und bringen einem die Welt spürbar näher, trotz oder gerade wegen der Optik.

    Dabei möchte ich offen zugeben das ich viele dieser Texte später nur noch überflogen habe weil es mir zu viel wurde, aber an meinem Gesamteindruck und der Dichte der Glaubwürdigkeit und Atmosphäre hat das keinen Abbruch getan.


    Jede Charakterhandlung ist für sich abgeschlossen und zwischendurch gibt es dann noch kurze Doppelepisoden wo sich je 2 der Hauptcharaktere zusammentun was nochmal ein wenig mehr das Gefühl vermittelt das es diesmal eine zusammenhängende Reise und Truppe ist.

    Auch kann man hin und wieder Reisegespräche führen, oft in den Tavernen, die ein bisschen an die Skits aus der Tales of Reihe erinnern und ebenfalls ein gemeinschaftlicheres Gefühl empfinden lassen.

    Hat man diese Haupt- und Nebenepisoden gespielt kommt es noch zu einer Zusammenführung des Ganzen wo dann auch Sequenzen sind wo alle 8 Charaktere miteinander agieren und sicherlich ist das sehr subjektiv, aber durch die lange Spielzeit und Reise mit den Charakteren hat es mir ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert als man nun alle zusammen miteinander interagieren und kommunizieren gesehen hat.


    Im ersten Moment wünscht man sich das doch das ganze Spiel erzählerisch toll wäre wenn man solch eine Gruppendynamik im Spiel hätte, auf der anderen Seite denke ich mir allerdings das es nicht annähernd diesen Effekt auf mich gehabt hätte wenn das der Fall gewesen wäre.

    Die Kombination daraus das erstmal jeder seine persönlichen Motive und Ziele hatte und das dann am Ende in diesem Zusammenschluss mündet hat irgendwie was für sich und konnte mich persönlich ebenso überzeugen, wie wenn man permanent immer mit allen Reisen würde.

    Auch gab es am Ende dann noch so 1-2 Twists was die wahren verantwortlichen angeht wo ich einfach ne gute Gänsehaut wegen des Reveals hatte, egal ob das für andere weniger eindrucksvoll oder bedeutsam sein mag, aber ich fand es sehr gelungen.


    So hat es mir auch feuchte Augen und einen Kloß im Hals beschert als im Anschluss an die Credits dann die Danksagung der Entwickler kam mich mit auf diese Reise begeben zu haben, mit einer tollen Illustration und egal wie sensibel das klingen mag, aber ich war irgendwie bewegt und gerührt. Ebenso erleichtert es endlich abgeschlossen zu haben, als auch traurig das es vorbei ist. Durchaus ein Wirrwarr an Emotionen und dadurch ist es definitiv ebenso eines der besten Spiele dieses Jahres für mich.

    Ich kann mir gut vorstellen das es bei anderen nicht fruchtet oder einen ähnlichen Nerv trifft, aber für mich ist es ein wirklich sehr gelungenes JRPG mit viel Liebe, Atmosphäre und Charme. <3


    Deshalb auch wenn sich das nicht auf andere ummünzen lässt kann ich es aus meiner Erfahrung heraus nur jedem Genreliebhaber empfehlen. :)




    Einen Aufreger gab es aber dennoch und der betrifft mich als Trophäenjäger, denn ich habe noch gut über 10h am Ende für das restliche Sammelbare und die Nebenquests investiert nur um dann am völlig übertrieben starken Secret Boss komplett vernichtet zu werden.

    Ich sollte immer noch gut 10-15Lvl. über dem benötigten Cap sein, oder zumindest gleichauf, aber das steht einfach in keiner Relation zum restlichen Spiel.

    In meinem besten Versuch habe ich mich 15min. behauptet und nicht mal die erste Phase überlebt, geschweige denn alle Angriffspunkte soweit abgeschwächt das ich den Hauptkörper effektiv bekämpfen kann und das mit meiner gut gelevelten Truppe, die Gruppenaufteilung zuvor impliziert das später auch die anderen Charaktere eingebunden werden würden doch dazu bin ich nicht mal gekommen.

    Da habe ich dann sehr zähneknirschend aufgehört und mich geärgert das ich es nicht schaffe zu platinieren weil es mir ansonsten so übermäßig gut gefallen hat, aber jetzt noch ungewiss Massen an Zeit für Grinding wegen eines Bosses zu investieren wo nicht feststeht ob ich dann gewinnen würde... meh, da mag ich mir den sonstigen positiven Eindruck des Spiels nicht mit Versauen.

    Davon sollten sich andere Interessenten auch nicht abschrecken lassen, da man bis auf diesen aller letzten Boss wirklich so wie zuvor beschrieben durch das Spiel kommen kann. ;)

  • Trotz persönlicher "Abneigung" ist es ein gutes Spiel das man Fans von Survival-Action-Horror und einer narrativen linearen Struktur ruhig empfehlen kann, es ist und bleibt für mich nur nicht verständlich wie es "das Spiel der Dekade" sein kann. :S

    Jetzt bin ich doch glatt neugierig, was deine persönliche Abneigung dem Spiel gegenüber ist. Gilt sie nur diesem Retake oder dem Grundspiel an sich? Wenn sie gegen das Grundspiel besteht, weckst du meine Neugier. XD


    Bin aber bei dir. The Last of Us (Part I) ist ein gutes Spiel, teils sehr gut. Spielerisch macht es jetzt nichts falsch, aber es reicht nicht Resident Evil 4 (keine der Versionen, aber speziell das Original) oder das ähnlich gelagerte The Evil Within heran, weder was Pacing noch Abwechslung angeht.


    Was die Story angeht... ich mag sie. Sie ist gut inszeniert (auch wenn auch hier z.B. Resident Evil 4 oder die PS2-Silent Hill-Teile mehr und interessanter mit der Kamera gespielt haben), aber sie lebt sehr stark von der Beziehung zwischen Joel und Ellie (welche wirklich sehr stark ist) und dem Finale.

    Alles andere fühlt sich für mich teils halt nach typischer Zombie-Apokalypsen-Standardkost an. Da haben wir Tess, die superhart ist und natürlich Joel schon mehrfach in der Vergangenheit gerettet hat, aber einen so weichen Kern ist und eigentlich eine ganz liebevolle Frau. Wir haben Sam und Henry und, sind wir mal ehrlich, ihren Storyarc kann man schon voraussehen in der Sekunde, in der sie auftreten. Wir haben die bösen Plünderer, deren einzige Rolle es ist... die Plünderer zu sein, wir haben das harte, eigentlich wohlmeinende, aber sehr strenge Militär und David, der ein sehr interessanter und nuancierter Charakter hätte sein können, aber er musste ja unbedingt so dermaßen viele unangenehme Charaktereigenschaften bekommen, dass er am Ende doch nur ein eindimensionaler Schurke ist. Schade!


    Ich mag die Roadtrip-Atmosphäre des Spiels und es spielt sich alles ganz solide, aber so richtig heraus ragend war da für mich nichts dabei.

    Es ist eine grundsolide 8/10 für mich, was schon gut ist, aber auch nicht mehr.


    Und falls jemand fragt: Die Story von Part II finde ich grauenhaft. ;)

    Spielerisch weiß ich aber nicht mehr, ob ich es besser oder schlechter finde als Teil eins, ich war viel zu sehr von der dümmlich-frustrierenden Story abgelenkt. :S

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    Das Leben ist wie ein Roguelike mit Permadeath-Mechanik.

    Wer hat sich diesen Schwachsinn eigentlich ausgedacht?

  • Psycake

    Ich meinte damit das ich bereits dem Grundspiel gegenüber abgeneigt bin und für mich ist es eher eine 7/10.

    Was definitiv auch gut ist, aber wenn ich die Wahl hätte würde ich persönlich jedes Compile Heart Games vermutlich lieber spielen, selbst wenn sie in eigener Wertung darunter liegen würden. 8o


    Ich verstehe zwar den Reiz und die Qualität, aber nicht was es so übermäßig besonders macht.

    Wie gesagt "Spiel der Dekade" ist für mich schon maßlos übertrieben.

    Der Beginn ist dramatisch, hat mich aber nicht groß bewegt und das Ende ist mal anders, aber für mich trotzdem nicht so überkrass das es sich über andere Spiele hinwegsetzt.

    Es hat für mich einige Längen und auch vieles was vorhersehbar ist und das Gameplay ist halt auch "nur" solide.


    Teil 2 hatte mir optisch, von der Inszenierung und vom Gameplay und den abwechslungsreicheren Gebieten in vielen Aspekten besser gefallen.

    Wenn man zu viel auf die Story achtet ist sie leider wirklich Murks und führt auch zu einigen unnötigen Längen.

    Dennoch würde ich es jederzeit lieber als Teil 1 spielen und ist in der Summe für mich eher ne 8.5/10, einfach weil das Gameplay merklich spaßiger für mich ist.


    Ich mag es nicht zu negativ auslegen und ich habe damals schon einiges an dem Grundspiel ausgelassen, daher möchte ich hier nicht weiter drauf rumhacken weil es objektiv ja wirklich kein schlechtes Spiel ist, aber subjektiv eben auch "nur" gut und zwar eigen, aber persönlich nichts besonderes.

    Wenn dann noch der Soundtrack hochgelobt wurde konnte ich allerdings nur mit dem Kopf schütteln, das bisschen unbeeindruckende Klampfe erzeugt für mich keinerlei Atmosphäre und da fehlt es mir ganz ernsthaft an Verständnis, auch wenn ich es vielleicht provokant ausdrücke, aber ich verstehe es wirklich einfach nicht. 😅


    Ähnlich ist es bei BotW, auch ein objektiv gutes Spiel, aber für mich gerade so eine 6/10.

    Würde bei vielen Spielen reichen um mich zu überzeugen, aber Zelda hatte bis dato einen höheren Stellenwert bei mir.

    Auch hier könnte man für mich locker ne 8.5/10 abliefern indem man mir einfach das alte Gameplay ermöglicht und Soundtrack in die große Welt einfügt.

    TotK schlägt leider direkt in dieselbe Kerben und bis auf ein paar Kleinigkeiten die Kreativität fördern (die ich nicht besitze) gibt es keinerlei Alleinstellungsmerkmal und kopiert den Vorgänger einfach viel zu sehr und alle Welt ist gehyped.

    Die Demo Eindrücke haben mich erneut stark ernüchtert und ich suche weiterhin verzweifelt Punkte die es mir irgendwie zugänglich machen, weil mir das Franchise viel bedeutet, aber ich werde einfach nicht warm mit den beiden Spielen, dabei will ich am Ende auch nur ähnlich viel Spaß damit haben wie andere auch.

    Aber es weicht mir dafür zu sehr von der mir bevorzugten Art und Weise ab. ;(


    Jetzt habe ich doch wieder zu viel rumgemeckert, ach Mensch. 😅


    Zum Glück erscheint TotK in Kürze, dann ist ein Jahr lang das Internet voll damit wie krass und einzigartig doch alles ist, hier und da wird ein Rekord gebrochen und es wird Spiel des Jahres werden. :S

  • Für deine Ansicht über BotW würde ich dir gerne direkt 10 Likes geben, Bloody-Valkyrur, du sprichst mir aus dem Herzen! :thumbup:


    Egal, back to topic und zu zuletzt durchgespielten Spielen.


    A review is surely brewing!
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    Neulich mit einem Kumpel komplett im Koop durchgezockt. Hat n bisschen gedauert, weil wir Couch-Koop spielten und wir nicht immer die Zeit hatten, uns zu treffen. Aber wir haben es geschafft!

    Ich habe es mir physisch geholt, heißt, der "The delicious last coures"-DLC war bereits enthalten und wir haben auch diesen geschafft. Alle optionalen Bosse sind auch gelegt, aber die Herausforderungen wie die besten Ränge und der Expert-Schwierigkeitsgrad stehen noch aus.

    Ich will es auch noch im Singleplayermodus spielen.

    Da habe ich auch definitiv Lust drauf, denn, um mein Fazit direkt vorweg zu nehmen... ich liebe dieses Spiel!


    Und das überrascht mich tatsächlich sehr. Eigentlich kann ich weder mit Run and Gun-Games noch mit Boss Rushes groß was anfangen. Ich holte mir das Spiel eigentlich auch hauptsächlich für den Artstyle und weil ich nach einem Koop-Spiel mit meinem Kumpel suchte.


    Und wo ich es mir dafür geholt habe, fangen wir doch mit dem Artstyle an. Eigentlich muss ich dazu nicht mal viel sagen, denn ich meine, hey, seht euch das doch nur an!

    UnripeHastyButterfly-size_restricted.gif


    MDHR nannten als große Inspiration für ihren Artstyle die alten Fleischercartoons aus den 30er-Jahren. Diese Inspiration gibt dem Spiel einen einzigartigen Look, den es so in keinem anderen Videospiel gibt. Und nicht nur sieht es schon an und für sich hübsch aus, es gibt den Entwicklern auch eine Menge Freiheiten bei den Bossdesigns, die sie mit Kusshand ausnutzen. Boxende Frösche? Ein riesiger Vogel in einer Kuckucksuhr? Ein... lebendiger Zeppelin? Jap, alles da und alles mit einer Liebe gestaltet, die ihresgleichen sucht! Je weiter ihr voran schreitet, desto mehr werdet ihr erstaunt sein, mit wieviel Umsicht jeder einzelne Frame gestaltet wurde! Spätestens beim DLC werden euch angesichts dessen, was ihr zu sehen bekommt, der Unterkiefer herunter krachen angesichts der Kreativität, versprochen!


    Spielerisch haben wir es hingegen, wie bereits erwähnt, mit einem Run-and-Gun-Game zu tun, dessen Hauptaugenmerkt die Bosse sind. Es gibt auch klassische "Links-nach-Rechts"-Level, diese sind aber optional und nur sehr sporadisch (im DLC überhaupt nicht mehr) vorhanden.

    Und auch, wenn ich mir ursprünglich eine ausgewogenere Mischung aus den beiden Disziplinen gewünscht hätte, bin ich doch froh, dass die Bosse so im Fokus standen, denn nicht nur sind sie optisch, sondern auch spielerisch großartig verarbeitet. Jeder Boss hat einen sehr individuellen Angriffsstil, mehrere Phasen sowie teils gerade gegen Ende sehr schwere, aber auch faire und durchdachte Angriffsmuster, welche am Anfang extrem brutal und unüberwindbar wirken, aber durch das Erlenen aber plötzlich dann durchschau- und machbar wirken. So, wie ein guter Boss eben designt sein sollte. Und da jeder Boss immer neue kreative Ideen mitbringt, wird dieser Gameplayloop nie langweilig, immer fordernd und immer enorm spaßig! Ehrlich, ihr bekommt es hier mit einigen der besten Bosse in Videospielen überhaupt zu tun, SPEZIELL auf der neuen Insel des DLC. Ich kann definitiv verstehen, warum die Entwickler fünf Jahre allein hierfür benötigten, denn das Niveau, sowohl spielerisch als auch optisch, ist sogar noch mal eine Schippe höher als im Hauptspiel und hat meine Meinung zum Spiel sogar noch weiter angehoben!

    Seid nur gewarnt: Der Schwierigkeitsgrad ist absolut nicht ohne! Cuphead und Mugman halten standardmäßig nur drei Treffer aus und gerade spätere Bosse decken euch mit heftigen Angriffsmustern ein, sodass ihr teils sehr viele Anläufe braucht.

    Wer also eher eine entspannte Erfahrung sucht, sollte Abstand nehmen.


    Die Run-and-Gun-Level fallen dagegen ein wenig ab. Sie waren wohl ein Last-Minute-Zusatz, weil das Studio bedenken hatte, dass ein reiner Boss Rush zu monoton wäre (wobei "Last Minute" bei der Mühe, die in jedem Frame stecken, wohl auch etwas übertrieben wäre) und das merkt man auch. Sie sind bei weitem nicht schlecht, versteht mich nicht falsch und überzeugen auch hier mit gutem Leveldesign und ein paar schönen Passagen. Aber im Vergleich zu den Bossen fallen sie dann doch etwas ab.


    Auch die Oberwelt lockt mit ein paar Geheimnissen und Sidequests, die euch noch länger bei der Stange halten. So gibt es hier wie auch in den Run-and-Gun-Levels Münzen zu finden, welche ihr im Shop für neue Waffen und Modifikatoren für eure Tassenhelden ausgeben könnt. Diese sind eine enorme Hilfe und es lohnt sich definitiv, euren Loadout für die einzelnen Bosse an eure Bedürfnisse anzupassen. Bestimmte Waffen sind besonders effektiv gegen bestimmte Bosse, also scheucht euch nicht, zu experimentieren!

    Ansonsten gibt es auf der Oberwelt noch kleinere Sidequests oder versteckte "Abkürzungen" (welche euch wenig bringen, weil ihr eh alle Bosse legen müsst. Aber ihr könnt so Bosse in einer anderen Reihenfolge besiegen).


    Was gibt es also an dem Spiel noch zu kritisieren? Nun ja, die Story ist nichts besonderes. Cuphead und Mugman haben in einem Glücksspiel im Casino des Teufels ihre Seelen verwettet. Nun müssen sie, um sich aus dem Deal zu befreien, die Seelenverträge der anderen Schuldner zu besorgen. Das macht ihr, ihr besiegt den Teufel und rettet alle. Simpel, bringt das Geschehen ins Rollen, das war es aber auch. Mehr muss es auch nicht tun, aber wer hier nach einer guten Geschichte sucht, sucht vergebens. Auch die Story des DLCs ist ähnlich simpel und soll euch nur eine Ausrede geben, Bosse zu legen sowie euch den neuen Charakter Miss Chalice mit an die Hand zu geben. Das ist schon alles sehr charmant, aber eben auch nichts Besonderes.

    Die Waffen könnten ebenfalls ein wenig mehr Wucht vertragen. Klar, wir haben hier buchstäbliche Handkanonen und ich denke, würden wir hier wirklich wuchtige Schüsse verteilen, würde sich das nicht ganz mit dem cartoonigen Stil des Spiels vereinbaren, aber zumindest ein BISSCHEN mehr Wumms hinter den Schüssen und ein etwas knackigeres Trefferfeedback wäre doch echt toll. Aber auch hier: Das ist kein Beinbruch und funktioniert an und für sich gut.


    Abschließend kann ich Cuphead nur extrem huldigen. Das, was es macht, macht es hervorragend! Der Stil ist einzigartig und stilsicher, die Bosse sind hervorragend designt, dank verschiedener Herausforderungen und Ränge ist der Widerspielwert hoch und das Spielprinzip macht absolut süchtig! Lediglich ein etwas ausbaufähiges Trefferfeedback und qualitativ etwas abfallende Run-and-Gun-Levels trüben den Spielspaß ein wenig.

    Daher kann ich jedem, der sich ähnlich wie ich in den Stil verliebt hat ,nur ein klein wenig was mit dem Genre anfangen kann und einen hohen Schwierigkeitsgrad nicht scheucht, dieses Spiel ans Herz legen. Es ist wirklich eines der besten Indies, die es gibt.


    Zitat

    There´s a real high-class game!

    A great time and then some!

    9/10

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    Das Leben ist wie ein Roguelike mit Permadeath-Mechanik.

    Wer hat sich diesen Schwachsinn eigentlich ausgedacht?

  • Psycake

    Cuphead habe ich auch noch vor mir, freue mich da eigentlich schon seit Jahren drauf, wollte aber unbedingt die physische Version haben und bis dahin war meine Neugier dann doch schon etwas gestillt.

    Aber wenn ich es angehe bin ich überzeugt das ich voll auf meine Kosten komme, egal wie frustig es werden könnte, es ist einfach ein Spiel für sich. :)

  • Psycake

    Cuphead habe ich auch noch vor mir, freue mich da eigentlich schon seit Jahren drauf, wollte aber unbedingt die physische Version haben und bis dahin war meine Neugier dann doch schon etwas gestillt.

    Aber wenn ich es angehe bin ich überzeugt das ich voll auf meine Kosten komme, egal wie frustig es werden könnte, es ist einfach ein Spiel für sich. :)

    Ich hab das Spiel hier aber a bissl Angst vor dem Schwierigkeitsgrad. :/

    Tomb-Raider-I-III-Remastered-Starring-Lara-Croft-Logo.jpg

    - Ich habe es 1996 schon gespielt und freue mich riesig. -

  • Ich hab das Spiel hier aber a bissl Angst vor dem Schwierigkeitsgrad. :/

    Mach dir darum keine Gedanken. Die Bosse gehen meist nur wenige Minuten (um den besten Rang zu erreichen, musst du unter 2 Minuten gewinnen!) und du kannst superleicht wieder einsteigen. Es ist schwer, aber dank der sehr geringen Widereinstiegshürde kommt eigentlich nie Frust auf - zumindest für mich. Auch, weil der Schwierigkeitsgrad hart aber fair ist.

    Du kannst die Bosse auch auf einem simpleren Schwierigkeitsgrad lernen, aber Obacht. Um das Spiel durchspielen zu können, MUSST du sie auf "Normal" erledigen.

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    Das Leben ist wie ein Roguelike mit Permadeath-Mechanik.

    Wer hat sich diesen Schwachsinn eigentlich ausgedacht?

    • Offizieller Beitrag

    Es ist eine gefühlte Ewigkeit her das ich mich hier mal wieder melde. Meist schreib ich es ja in die betreffenden Threads. Wobei beim folgenden Titel ich bisher mit mir selber geschrieben habe bzw. meine Hauptgedanken landetet ja bereits im Review. xD Die Rede ist vom Remaster von Tales of Symphonia. Ich bin mit meinem ersten Storydurchgang durch, nicht aber mit dem mir auferlegten Endcontent den ich noch machen will (Lv. 100 und ein paar Titel, Grade farmen für Run 2). Was soll ich sagen was ich nicht schon in meinem langen Text gesagt habe. Symphonia ist ungeachtet des Ports immernoch ein herausragender Titel der mir viel Spaß gemacht hat, bzw. noch viel Freude bereitet. Das fängt bei den Charakteren an, zieht sich bei der Story fort und endet beim Gameplay.


    Einzig ein paar Minigames fand ich furchtbar. Das Ox vom Berg Minigame auf der Brücke mit Genis oder das Onkel Merkwettrennen mit Loyd haben an meinen Nerven gezerrt...und an meinem Stolz. Einmal begonnen hab ich mich da durchgequält. Ich wurde geschubst und von den NPCs beleidigt aber geschafft. xD Gleiches gilt für die meisten der Extrakämpfe ein paar muss ich noch im Kollosseum machen und die Schwerttänzer hab ich verpasst, den Rest konnte ich im ersten Lauf abhaken. Nach 111,53h liefen dann gestern die Credits über den Bildschirm. Ich hatte das ganze auf Normal gespielt. Hatte zum Schluss eine Truppe im Bereich Level 85-87 und gut 2712 Kämpfe bis dato bestritten. Gut 41% der Trophies konnte ich bisher holen eine Goldne und 2 Silberne darunter.


    Mehr kann ich schon nicht sagen, das meiste liest man wiegesagt hier: Im Test! Tales of Symphonia Remastered