[Serie] Der Herr der Ringe

  • Ich hab gestern die 6 Folge auch gesehen, weil meine Betreuten es geschaut haben. Das blöde ist nur, dass ich den Rest nicht gesehen hab. :D

    Na dann kannst du ja noch einiges nachholen ;)

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  • Ich bleib dran, du :D


    Vorher muss ich nochmal die Filme schauen. Das habe ich meiner Gruppe versprochen, aber vorher wollen wir noch die Harry Potter Filme schauen. Die waren alle leicht geschockt, als ich ihnen erzählt habe, dass ich mit dem Franchise nichts am Hut habe. Und jetzt muss ich halt. :)

  • @Nitec
    Haha! Dann wirst du noch ein echter Pottermore!
    Die Filme zu HdR habe ich in Vorbereitung der Serie auch noch mal gesehen! Sind immer noch großartig! Aber man muss sich in Bezug auf die Serie etwas von lösen, sonst wird man nicht warm mit den neuen Charakteren/ ihrer neu Ausrichtung bzw halt ihrem früheren Ich.

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  • Ich denke, es ist wirklich besser, es unabhängig von den Filmen zu betrachten und ist ja eh die Vorgeschichte, bis auf einige Wenige kommen fast nur Charaktere vor, die in der Trilogie keine Rolle spielten, oder nur erwähnten wurden.

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  • Anfang Episode 8, großer Aufschrei meinerseits : Nein!!
    Ich hatte es ja geahnt.., dass





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    9 Mal editiert, zuletzt von Yurikotoki ()

  • Seitdem die letzte Folge von Rings of Power lief, gab es viele neue News zu neuen Mittelerde-Adaptionen. Erstmal zeigte sich Amazon mehr als zufrieden was die Klickzahlen und Resonanz zu Rings of Power angeht. Man wolle den Weg, den man mit Staffel 1 gegangen ist und noch weiter ausbauen. Auch kündigte man an, für Staffel 2 nur noch Regisseurinnen anzuheuern.


    In Sachen Filmrechte war Tolkien Estate auch wieder sehr fleißig. Die alleinigen Filmrechte liegen hier nicht nur bei der Embracer Group nun sondern man will sich weitere Partner und Lizenznehmer suchen. All dieser massive Output fand nun in den 3 Jahren nach dem Tod von Christopher Tolkien statt. Der riesige Unterschied zwischen Christopher Tolkien und seinen Sohn Simon Tolkien ist einfach zu erklären: Für Christopher Tolkien war das Werk seines Vaters heilig. Der Mann widmete fast sein gesamtes Leben damit aus unzähligen unvollendeten Manuskripten eine nahezu vollständige Chronologie anzufertigen. Dies ging so weit, dass sogar später ein paar Manuskriptseiten der Fortsetzung zum Herrn der Ringe aufgetaucht sind, die J.R.R. Tolkien aber schnell verworfen hat (und er mittlerweile wohl auch zu dem Zeitpunkt schon zu alt dafür war, ein neues Zeitalter zu schreiben).
    Bei Simon Tolkien ist das komplett anders. Er widersprach seinem Vater schon immer was die heftige Kritik an die Filmumsetzungen anging. Simon Tolkiens Vision ist nichts weiter als Mittelerde zu einer massiven Marke zu machen. Noch größer, als sie bereits ist. Das ist ähnlich wie mit George Lucas, Disney und Star Wars.



    Wie weit Mittelerde noch davon entfernt ist, dass das Tolkien Estate einen neuen Autor (oder gleich mehrere) für neue Romane auswählt, weiß man nicht (es gibt schon länger unbestätigte Gerüchte, Brandon Sanderson oder Patrick Rothfuss könnten in Gesprächen für so etwas sein, denn an großartigen Fantasy-Autoren mangelt es nicht, aber nichts davon hat sich bisher bewahrheitet). Aber seit kurzem ist zumindest klar, dass es neue Filme geben wird und Warner daran beteiligt sein wird und man wohl auch wieder Peter Jackson in irgendeiner Position zurück ins Boot holen wird. Es gibt absolut noch keine Infos zu den besagten Filmen. Ich habe was von..... schnarch..... einen Aragon Prequel-Film gehört oder gar einer Fortsetzung zum Herrn der Ringe, aber das sind alles unbestätigte Gerüchte. Man weiß lediglich nun, es wird neue Filme geben und man plant, Peter Jackson zurückzubringen. Auch hier weiß man jedoch noch nicht, ob als Regisseur oder Produzent. Nach der Schlappe mit den Hobbit-Filmen kann ich mir nicht vorstellen, dass er nochmal selbst auf dem Regiestuhl Platz nehmen wird und er eher anderweitig beteiligt sein wird.


    The Broken Sword hat über die Meldung ein bisschen weiter diskutiert und ob die Ankündigung neuer Filme nun Fluch oder Segen sind.


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  • Wie weit Mittelerde noch davon entfernt ist, dass das Tolkien Estate einen neuen Autor (oder gleich mehrere) für neue Romane auswählt, weiß man nicht (es gibt schon länger unbestätigte Gerüchte, Brandon Sanderson oder Patrick Rothfuss könnten in Gesprächen für so etwas sein, denn an großartigen Fantasy-Autoren mangelt es nicht, aber nichts davon hat sich bisher bewahrheitet).

    Nach dem nur lauwarmen Erfolg der Amazon Serie, tut das Tolkien Estate gut darin, sämtliche weitere Rechte wie einen Schatz zu hüten. Aber wo bitte kommen nur die Gerüchte her, dass Sanderson oder Rothfuss neue Mittelerde Bücher schreiben sollen? Also das halte ich für sehr weit hergeholt. Rothfuss bekommt nicht mal seine eigene Trilogie gebacken und Sanderson ist zwar ein großartiger Autor, aber definitiv nicht der richtige, um das Werk von Tolkien fortzuführen (abgesehen davon, dass allein der Gedanke daran schon befremdlich wirkt). Stilistisch sind beide viel zu unterschiedlich. Noch dazu erwähnte Brando schon desöfteren auf Interviews und Vorträgen, kein allzugroßer Tolkien Fan zu sein, auch wenn er das Vermächtnis, das Tolkien hinterlässt, sehr schätzt. Also von wo diese Gerüchte stammen sollen, würde mich sehr interessieren.

  • Wie einen Schatz hütet man es wohl eher nicht, wenn man sich das derzeitige Magic the Gathering Set ansieht. Es wirkt tatsächlich gerade wie ein Ausverkauf, nicht mehr als würde man Tolkiens Erbe hüten. Traurig aber passt zur aktuellen Zeit der Dekonstruktion dessen was war. Für mich steht da fest - das konsumiere ich nicht. Mit der Herr der Ringe Serie habe ich nichts verpasst, die Karten brauche ich auch nicht und andere Produkte ebensowenig. Wir sind in einer Zeit absoluten Überflusses an Unterhaltung.

  • Dabei handelt es sich aber ausdrücklich um Rechte an Herr der Ringe, die Embracer und Amazon innehaben (letzter sogar nur die Appendices). Die können natürlich machen was sie wollen. Andere geistige Werke von Tolkien wie z.B. das Silmarillion sind nie verkauft wurden und das bleiben sie hoffentlich auch.

  • Aber wo bitte kommen nur die Gerüchte her, dass Sanderson oder Rothfuss neue Mittelerde Bücher schreiben sollen? Also das halte ich für sehr weit hergeholt.


    Ich glaube, so wie Tolkien Estate gerade am wirtschaften ist, lädt das viele Leute, besonders natürlich auf Plattformen wie Reddit, dazu ein ihre Spinnennetze zu weben. Bei Rothuss sind die Kingkiller Chronicles sein persönliches "A Song of Ice and Fire" wenn es darum geht, dass die Reihe bis heute unvollendet ist. Im Gegensatz zu GRRM aber nur um ein Buch :D



    Wie einen Schatz hütet man es wohl eher nicht, wenn man sich das derzeitige Magic the Gathering Set ansieht. Es wirkt tatsächlich gerade wie ein Ausverkauf, nicht mehr als würde man Tolkiens Erbe hüten.


    Wizards of the Coast ist praktisch das Ebenbild von Tolkien Estate. Man verwurstet ja nicht nur Magic sondern ganz aktuell halt auch die Dungeons & Dragons Lizenz. Wobei ich da in Sachen Baldurs Gate 3 noch deutlich mehr Qualität sehe als bei allen Versuchen, die Tolkien Estate so unternimmt mit Ausnahme von Büchern, was aber ohne Christopher Tolkien auch vor die Hunde gehen wird. Wobei "Natur und Wesent von Mittelerde" und "Der Untergang von Numenor" noch immer recht gut ankommen. Es ist nur halt der Punkt gekommen, wo man absolut kein Material des alten Tolkien mehr hat und sich auch keiner von der Familie die Mühe mehr machen wird, da irgendein rund 70 Jahre altes Notizbuch oder einen noch älteren Schmierzettel irgendwo auszugraben, der eben noch etwas Mittelerde-Lore beinhaltet. Was jetzt kommt ist halt der komplette Kommerz. Da ist man gut beraten darin, auch mal auf Disney zu schauen wo die Leute von Star Wars und Marvel so dermaßen übersättigt sind, dass sie neue Sparpläne für kommende Projekte entwickeln müssen.


    Man wird schauen müssen, wie sich das alles entwickelt. Amazon selbst scheint nur auf Klickzahlen zu achten. Eine zweite Staffel der Herr der Ringe Serie unter die Leute zu bringen wird schwieriger sein. Bei Staffel 1 wollten viele noch dabei sein, auch aus dem Grund, weil die Serie lange angepriesen war. Aber im Gegensatz zu mir *g* lese ich immer wieder, dass viele Staffel 1 nicht einmal komplett zu Ende schaffen^^

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  • Sexy Sauron meldet sich mit einem Teaser zu Season 2 und rekordverdächtigen, mehr als 100.000 Downvotes nach etwas über 5 Stunden zurück (wir alle wissen ja, dass diese Zahlen nicht korrekt sind aber es ist ein Richtwert):


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    Ok, jetzt will ich doch noch etwas dazu schreiben. Und ich gehöre gefühlt zu den wenigen, die Staffel 1 nicht so furchtbar fanden.


    Aber bin ganz ehrlich, dieser Teaser ist der letzte Murks. Da kommt kein bisschen Mittelerde-Feeling auf. Viel mehr ist der Teaser eine wirre Aneinanderreihung von Planlosigkeit. Zuletzt wurden Stimmen lauter, ob Amazon aufgrund der mangelnden PR schon das Vertrauen in die Serie verloren hätte, wo sie doch all die Zeit in Euphorie geschwommen sind, obwohl Staffel 1 nicht einmal eine berauschende View-Ratio hatte.


    Besonders im Fokus steht dieser eine Shot mit den Elben, die hier wie die Avengers präsentiert werden (da, wo man Galadriel und Elrond sowie einige andere Elben kampfbereit sieht).


    Der größte Aufreger ist wohl, wieso man nun Sauron in seiner Annatar-Gestalt wird. Den Twist hatte man bereits in Season 1, dass sich Halbrand hinter Sauron versteckt. Da Charlie Vickers die Rolle weiterspielt (The Broken Sword meinte, es habe sich nichts verändert, außer, dass man ihm eine Perücke und spitze Ohren verpasst hat und das stimmt leider so) und man es auch sofort sieht, grenzt es schon an Hohn und Spott, dass er die Elben ein zweites mal mit dem gleichen Trick reinlegt.


    Mir kommt es eher so vor, als wolle man nun ein wenig zurückrudern, weil man die ganze Geschichte rund um Halbrand selbst nun etwas bereut. Hätte man Sauron sofort als Annatar präsentiert, würde es nun deutlich weniger Diskussion geben. Man sollte einfach aufhören, Original-Characters in Mittelerde-Stories einzubauen, es ist einfach nicht nötig bei diesen unzähligen Charakteren, die es bereits gibt. Fairerweise muss man natürlich sagen, die Lizenzrechte sind so kompliziert verteilt, dass manche Charaktere nicht zur Verfügung stehen.


    Aber ja, der Teaser macht mich jetzt nicht gerade auf Season 2 heiß. Da ist einfach nichts, was richtig zusammenpasst. Die Kommentare auf YouTube über Saurons Verkleidungskünste sind übrigens pures Comedy-Gold. Es ist nur traurig, dass das wirklich auf die Kosten von der ganzen Marke Mittelerde mittlerweile geht. Und diesen Abwärtstrend gibt es ja seit der Hobbit-Trilogie.



    Edit: Komplett untergangen nun aber es wurde ja auch ein neues Filmprojekt für 2026 angekündigt, was mich genau so wenig hervorlockt, obwohl da Peter Jackson und sein Team samt Ehefrau Fran Walsh involviert sind. Es wird eine Umsetzung zu "The Hunt for Gollum", Regie wird Andy Serkis selbst führen der ja bereits Second Unit Director beim Hobbit war.


    Eher eine unbedeutende Geschichte. Um dem ganzen einen draufzusetzen hat Warner nach all den Jahren den mittlerweile mit Kultstatus versehenen, gleichnamigen Non-Profit Fan-Film Offline nehmen lassen.

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    5 Mal editiert, zuletzt von Somnium ()

  • Mich haut der Trailer jetzt auch nicht um und ja, Herr der Ringe Feeling kommt nicht wirklich auf.

    Aber wie ich mich kenne, werde ich es dennoch schauen, wenn es so weit ist. Will einfach sehen, was sie damit machen ^^"


    Ach ja: ich mochte die erste Staffel eigentlich und fand sie nicht so schlimm, wie von den Meisten verrissen wird.

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    Einmal editiert, zuletzt von Yurikotoki ()

  • Mir hat die erste Staffel gefallen und ich freu mich auf die zweite.


    Das neue Produkte großer alter Franchises prinzipiell gehated werden, ist ja nichts neues mehr.


    Und was den Teaser angeht: Hat ähnliche Probleme wie der erste Teaser zu Star Wars The Acolyte. Besonders die generische Musik macht es mir in beiden Fällen schwierig ein Feeling zu bekommen. Der zweite Acolyte Trailer war dann schon wesentlich besser.


    Aber Teaser und Trailer stehen auch schon lange nicht mehr repräsentativ für das Endprodukt. Werden teilweise von Teams zusammengeschustert, die an der Produktion sonst garnicht beteiligt waren.


    Naja, schauen werd ichs auf jeden Fall. Denke nicht, dass ich enttäuscht werde.

  • Aber wie ich mich kenne, werde ich es dennoch schauen, wenn es so weit ist. Will einfach sehen, was sie damit machen ^^"


    Ist bei mir ebenfalls so. Auch wenn ich denke, in der neuen Staffel House of the Dragon wird mal wieder deutlich mehr zusammenkommen, weil man vollen Zugriff auf die Bücher hat. Natürlich hat auch Game of Thrones am Ende gezeigt, was passiert, wenn eben der Buchstoff ausgeht.


    Die Ringe der Macht haben da insgesamt nochmal deutlich größere Probleme. Das an sich größte Problem ist die komplizierte Rechtelage des Mittelerde-Franchise. Tolkien Estate hat die Rechte auf unzählige Anbieter aufgeteilt, wovon Warner bis Heute den größten Teil des Kuchens hat. Amazon besitzt glaube ich ein paar Lizenzen vom Silmarillion bis zu den Anhängen vom Herrn der Ringe, was halt nicht besonders viel ist. Aber selbst da schafft man es noch, sich seltsame Original-Stories auszudenken.


    Und da möchte man anscheinend nun etwas zurückrudern, was vielleicht aber deutlich zu spät kommt. Wie schon erwähnt, die komplette Story rund um Halbrand hätte man sich sparen können und von vornherein Sauron als Annatar vorstellen müssen.


    Ein weiterer großer Fehler war denke ich, Galadriel als zynische, eiskalte Kampf-Amazone zu integrieren, weil Amazon unbedingt einen starken, weiblichen Lead wollte. Galadriel, so mächtig wie sie ist, spielt in keinen von Tolkiens antiken Geschichten auch nur irgendwo eine tragende Rolle. Vermutlich einer der Gründe, wieso sie häufig so fehlt am Platz wirkte. Man muss sich überlegen, die komplette Story von The Rings of Power könnte stattfinden, ohne, dass sie dabei ist. Sie ist praktisch nur relevant für die Beziehung zu Halbrand, eine Story, die so nirgendwo vorkommt.


    Ich bin daher trotzdem gespannt, ob man irgendwie aus den Fehlern der ersten Staffel gelernt hat und, wie schon geschrieben, ob die aktuellen Bemühungen, sich näher an den Geschichten aus dem Silmarillion zu halten, nicht etwas zu spät kommt.


    Das gleiche Problem wird ja auch "The Hunt for Gollum" haben. Warner wollte diese Geschichte, weil dort 3 extrem populäre Figuren aus dem Mitterlerde-Universum vorkommen: Aragorn, Gandalf und Gollum. Dass die gesamte Story für Tolkien nur eine Randbemerkung im Herrn der Ringe war, wo Aragorn eigentlich nicht einmal große Lust hat, diese zu erzählen, zeigt für mich mal wieder, wie man hier agiert. Genau da hätte man doch aus den Fehlern vom Hobbit lernen müssen.


    Der "Nerd of the Ring" hat ne ziemlich gelungene Teaser-Analyse zur zweiten Staffel gemacht. Der war auch kein großer Fan der ersten Staffel, aber er geht wie immer komplett neutral an die Sache ran ohne irgendwie zu ranten oder sich Perücken und Elbenohren Gags anzuschließen. Da komme einige Details ans Licht, die mir dann doch etwas mehr Lust auf die komplette Staffel machen:



    Und was den Teaser angeht: Hat ähnliche Probleme wie der erste Teaser zu Star Wars The Acolyte.


    Und ich befürchte, dass leider auch das Mittelerde-Franchise zu so einer chinesischen Fabrik für Massenkonsumgüter wird. Disney hat es geschafft, Star Wars für mich zu killen. Star Wars ist für mich eigentlich nicht einmal mehr existent. Es gab noch einmal diesen aller letzten, ganz großen Nostalgie-Flash mit den ersten beiden wirklich gelungenen Mandalorian-Staffeln, bevor man den ultimativen Overkill gestartet hat und so ziemlich alles als Serie verwursten musste. Und das hat sich sogar so weit ausgewirkt, dass ich die alten Filme nicht mehr ohne Vorbehalt schauen kann, die ich normalerweise einmal pro Jahr, meistens auch zusammen mit der Prequel-Trilogie, geschaut habe.


    Ich sehe hier Ähnlichkeiten zu The Hunt for Gollum. Sowohl bei Andor als auch beim Acolyte (Andor soll ja sogar sehenswert sein) sehe ich tragende Charaktere, deren Schicksale ich unlängst kenne. Erzählt werden hier praktisch Side-Stories wo ich als Zuschauer schon weiß, wie es ausgeht. Das war durchaus schon ein Problem, welches die Prequel-Trilogie hatte aber da spielte das "Wie und Warum, wie es zu all dem kam" nochmal eine deutlich größere Rolle. Beim Gollum-Film weißt du sofort, was passiert. Der Film spielt eine kurze Zeit vor den Gefährten, es wird keine wirklich neuen Erkenntnisse über irgendwas geben.


    Dabei könnte man bei Mittelerde aus dem vollen Schöpfen. Du hast da alleine schon die 4 großen Geschichten: Die Kinder Hurins, Die Geschichte von Beren und Luthien, Der Fall von Gondolin und der Untergang von Numenor. Das sind alles Geschichten, die der Ring-Trilogie in nichts nachstehen was epische Momente, große Schlachten und großartige Charaktere angeht. Aber da kommen halt nicht die bekannten Charaktere vor. Bereits beim Hobbit hat man schon auf Gedeih und Verderb bekannte Charaktere in die Story gepresst oder ihnen mehr Screentime gegeben. Gleiches tut man bei den Ringen der Macht und gleiches wird halt beim Gollum-Film passieren. Das Risiko ist zu hoch einen Film zu erschaffen, der komplett von den unverbrauchten Charakteren handelt, deren Geschichten es aber wert sind, erzählt zu werden.


    So, nun bin ich etwas abgedriftet. Bei Star Wars werde ich nun mal emotional, da hat man mir alles genommen (klingt etwas zu dramatisch^^) und ich werde nichts neues davon schauen. Wie man das Mittelerde-Franchise nun angehen wird, bleibt halt abzuwarten aber mit dem Ableben von Christopher Tolkien und wo nun dessen Sohn am Ruder ist, bezweifle ich, dass da irgendwer noch eine zündende Idee haben wird.

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  • Somnium


    Kann ich nachvollziehen und so geht es ja vielen. Was Star Wars angeht, macht es aber viel zuviel von meinem Leben aus, als dass ich es jemals aufgeben könnte. Gleiches gilt übrigens für FF. Das ist unvorstellbar. Am Meckern und Kritisieren habe ich wahrscheinlich genauso viel Spaß wie am begeistert sein. Und Qualitätsschwankungen in jeglicher Richtung gehören irgendwo dazu. Unterm Strich gehts mir da eher um den Austausch mit Freunden und anderen Fans sowie die Auseinandersetzung mit den Inhalten - als um die persönliche Bewertung. Ich höre dementsprechend viele Podcasts und gewinne da auch sehr unterschiedliche Eindrücke und Perspektiven.


    Dennoch vertrete ich auch die Meinung, dass Denis Villeneuve's Dune eigentlich das ist, was die Star Wars Sequels hätte sein müssen.


    Was Herr der Ringe angeht, ist es eher genau die umgekehrte Geschichte. Solange sie es schaffen, Welt und Charaktere einigermaßen anständig zu inszenieren, kann ich es einfach genießen - auch wenn es nicht auf dem Niveau der OG Trilogie ist. Gleiches würde ich mir auch von Pirates Of The Carribean wünschen. Ich brauche Jack Sparrow nicht unbedingt, um dieses Franchise zu genießen. Immerhin bietet die One Piece Live Action Serie hier ein bisschen Abhilfe.

  • Kann ich nachvollziehen und so geht es ja vielen. Was Star Wars angeht, macht es aber viel zuviel von meinem Leben aus, als dass ich es jemals aufgeben könnte. Gleiches gilt übrigens für FF. Das ist unvorstellbar. Am Meckern und Kritisieren habe ich wahrscheinlich genauso viel Spaß wie am begeistert sein.


    Hätte auch nie gedacht, dass das bei mir mal der Fall sein wird. Star Wars ist für mich so etwas wie das Lieblingsgericht geworden, welches du nur 1-2 mal im Jahr ist. Wenn du es häufiger bekommst oder gar in Massen, kommt es dir irgendwann aus den Ohren wieder raus. Das war zu schnell zu viel auf einmal und da ich ja im Hintergrund noch einiges rund um Star Wars verfolge (Neuankündigen, Meinungen), wurde dieses Universum in all den Jahren nun nicht einmal sinnvoll erweitert. Da mag man mir sicherlich widersprechen^^ Star Wars hätte einen Denis Villeneuve gebraucht, jemand, der komplett raus ist aus diesem Marvel/Disney Kosmos.


    Was Mittelerde braucht, weiß ich aktuell nicht. Aber Peter Jackson als Heilsbringer ist für mich spätestens seit dem Hobbit auch keine optimale Lösung mehr. Was es bräuchte, ist jemand, der komplett unbelastet an die Sache herangehen kann.


    Amazon ist zu sehr mit seinen eigenen Problemen beschäftigt. Denen war es unglaublich wichtig, dass bei Season 2 von den Ringen der Macht glaube ich ausschließlich Frauen auf dem Regiestuhl sitzen werden. Mir fehlt da irgendwie ein klares Konzept an Menschen, egal ob Mann, Frau oder Alien, die sich komplett der Sache mal hingeben können. Aber das Franchise ist derzeit zu sehr von zu vielen Einflüssen geprägt.


    Was die Serie echt gut hinbekommt ist der visuelle Aspekt. Auch nicht alles, aber Numenor hat man schon verdammt gut hinbekommen. Vieles für diese Designs hat man natürlich bereits den existierenden Entwürfen zu verdanken, die Alan Lee und John Howe vor vielen Jahren bereits entworfen haben. Dies macht man sich in der Serie zunutze.


    Bin echt mal gespannt, was man sich noch für Staffel 2 ausgedacht hat. Ich will den Teaser jetzt auch nicht als das Maß der Dinge bewerten. Mit solchen aus dem Kontext gerissenen Spektakel-Teasern möchtest du ja so viele Leute mitnehmen wie möglich. Mit dem Wig-Meme hätte man sicherlich nicht gerechnet, aber die Aufmerksamkeit dürfte Amazon nun haben. Es hat kaum wer über den House of the Dragon Season 2 Teaser gesprochen, dafür standen die Ringe der Macht aber im Fokus, wenn auch aus den völlig falschen Gründen^^

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  • Wenn du es häufiger bekommst oder gar in Massen, kommt es dir irgendwann aus den Ohren wieder raus.


    Das gibs bei mir im Bezug auf SW nicht. Ich leb da nach dem Motto: Schlechtes Star Wars ist immernoch meilenweit besser als garkein Star Wars. Weil es am Ende des Tages nichts vergleichbares gibt. Nichtmal Dune, auch wenn es natürlich die Ansätze teilt und im Live Action Bereich noch in seinen Kinderschuhen steckt. Aber so ein großes vielfältiges Universum muss erst noch geschaffen werden.


    Oder wie man über FF ja auch immer gern sagt: Ein schlechtes FF ist immernoch ein gutes Spiel. Auch wenn mir da im Bezug auf FF16 auch nicht mehr sicher bin. Aber gut, anderes Thema. =D

    wurde dieses Universum in all den Jahren nun nicht einmal sinnvoll erweitert. Da mag man mir sicherlich widersprechen^^


    Würde eher sagen, dass sinnvolle Erweiterungen ohnehin eher die Ausnahmen waren. Und es immer eine Art hin und her oder geben und nehmen ist. Und wenn man ehrlich zu sich selbst wäre, bin ich mir sicher, dass da sowieso niemand auf einen reinen grünen Zweig kommen würde.


    Ich habe zum Beispiel erhebliche Probleme mit der Prequel-Trilogie. (Auch Episode 3 den ja alle so lieben). Hab mir darunter was fundamental anderes vorgestellt und finde sie auch filmisch verdammt schlecht. Auf der anderen Seite halte ich die The Clone Wars Serie und die Rebels - besonders deren zweite Hälfte - für so mit das beste Star Wars dass es gibt. Und beides könnte ohne die Prequels nicht in dieser Form existieren.


    Oder ich finde zum Beispiel auch Rogue One und Andor für sich gesehen bisher eher langweilig. Aber wenn sich die zweite Staffel inhaltlich und Pacing technisch gut zwischen Staffel 1 und Rogue One positionieren kann, denke ich, dass es im Gesamten gesehen eine hervorragende Ergänzung zur OT bildet und dem ganzen auch mehr Impact gibt. Was mir dann wiederum helfen wird, es zu genießen. Aber noch ist Staffel 2 nicht da.


    Ich find die Sequels unheimlich öde. Aber ich wünsche mir sehr eine Serie über Kylo Ren und die Ritter der Ren. Weil mein Hauptproblem eigentlich ist, dass der eigentliche Skywalker nicht der Hauptcharakter war und dass die Ritter der Ren das einzige interessante Konzept war.


    Andere beschweren sich darüber, dass Palpatine zurückgekommen ist. Nun... klar, es war nicht gerade kreativ. Von einem Star Wars Film erwartet man irgendwie was anderes. Es wäre ohnehin viel sinnvoller gewesen, Kylo Ren hier zum Big Boss zu machen, da er seinen Meister ja eh schon gekillt. Soweit teile ich diese Kritik. Andererseits ist es im EU schon lange etabliert gewesen, dass Palpatine Klone von sich erschafft und immer wieder kommt. Es kam also nicht wirklich überraschend und ein großer Teil der Aufregung ist einfach nur um die Sequels bashen zu können. Die lowest hanging fruits.


    Bei Acolytes sehe ich ein ähnliches Potential wie bei Andor. Wenns gut wird, könnte es eine gute Ergänzung zur den Prequels werden. Es hat aber natürlich auch das negative Potential einer Kenobi Serie, die bis auf die erste Folge, genau die Dinge gemacht hat, die ich garnicht sehen wollte. Kann ich aber mit Leichtigkeit ausblenden.


    Das Problem ist für mich eher, dass das Fandom, teilweise sehr über-emotionalisiert und vergangenheits-romantisierend unterwegs ist. Und sich auch gern extra dumm stellt oder Dinge extra wörtlich nimmt. Oder vllt sind sie auch einfach so dumm. Ich weiß es nicht. Aber wenn ich mir immer wieder geben muss, wie man so mit Statements von Leslye Headland umgeht, muss ich mir regelmäßig an den Kopf fassen. Aber gut, dass ist wohl auch einfach dem Zeitgeist geschuldet. Auf der einen Seite diese erzwungenen Woke Agendas, auf der anderen Seite diese narzistisch geprägte Social Media Mentalität.

    Das vermiest mir den Spaß viel mehr, als alles andere.


    Was Mittelerde braucht, weiß ich aktuell nicht.


    Das kann ich dir vielleicht sagen. Eigentlich genau dasselbe was Star Wars braucht: Einen Denis Villeneuve. Jemanden, der verstanden hat, was die Original-Trilogie so gut gemacht hat und der sich traut in dieser Welt und mit diesen Standards eine Geschichte zu erzählen, die nur lose mit der OG zutun hat. Und sich nicht irgendeinen Charakter rauspickt dessen Vorgeschichte man dann künstlich aufbläht.