Als Letztes durchgespielt

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    Story:


    Da will ich nicht viel Spoilern aber im großen und ganzen ein ziemlich rundes Erlebnis. Der Antagonist Kraven hat mich überzeugt, auch Venom wurde sehr gut in die Story mit der Symbiose eingegliedert. Das ganze Spielt sich Kinoreif nahtlos und kann mit den Filmen mithalten. Lediglich M. Jay fand ich jetzt etwas übertrieben und unglaubwürdig mit der der Betäubungspistole und wie Sie Professionelle Jäger Jagd. :D Naja irgend eine Rolle musste man Ihr ja geben.^^


    Gameplay:


    Würde sagen, dass sich hier nicht viel geändert hat einiges hat man neu hinzugefügt aber dennoch spielt es sich schon wie Miles Morales auf Pump. Der Schwarze Symbiose Anzug ist aber sehr geil und spielt sich funnig und Brachial. Der Wingsuit ist auch sehr gut und beschleunigt das Erkunden der Stadt.


    Fazit:


    Also das Spiel an sich ist Top solange man nur an der Story interessiert ist. Die Nebenaktivitäten sind jetzt auch nicht der Rede Wert oder geben dem Spiel einen Mehrwert zum größten Teil habe ich diese auch geskippt aber jeweil 1-2 mal pro Aktivität gemacht. Ich finde Sony hat hier jetzt keine wirkliche Steigerung gezeigt es ist wie eine GoD, Horizon oder Last of US, Fortsetzung und alles fühlt und spielt sich irgendwie gleich an man fühlt die Sony Formel die jetzt auch nicht schlecht ist aber in der Rezeptur sich über die Grenze anderer Spiele viel zu identisch anfühlt.


    Spoiler zum Ende des Spiels:



    Spieldauer/Bewertung:


    Ich habe für das Spiel 19 Stunden gebraucht für Story und minimal Side Aktivitäten also die tatsächliche Story würde ich auf 15-17 runterbrechen manchmal zwingt das Spiel auch einen Side Content anzugehen bis der nächste Call reinkommt für die Hauptmission. Bewerten würde ich das Spiel mit 9/10 hauptsächlich wegen der Story aber im großen und ganzen ist hier nichts dabei was sich deutlich vom Vorgänger abhebt.

    Derzeit:

    -


    Zuletzt:

    Xenosaga 3 - 10/10

    Kuon - 7,5/10

    Wolf Among Us - 8/10

  • Es ist zwar theoretisch noch nicht dran und ich müsste noch gut 3 Titel vorher behandeln, aber im Moment möchte ich Mario den Vortritt lassen, daher kommt es nun hier als nächstes Spiel. :)


    40. Super Mario Bros. Wonder (Switch)

    Genre Jump & Run

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    Wer mich hier nun zu Genüge kennt weiß das ich ursprünglich ein Nintendokind bin und auch das ich ein Faible für Jump & Runs und Platformer übrig habe.

    Dementsprechend sollte es wenig überraschend sein das ich recht vorfreudig war als Super Mario Bros. Wonder angekündigt wurde und bis auf den neuen Stil, der mich kurz etwas Angewöhnungszeit gekostet hat, habe ich das Spiel mit großem Interesse erwartet und bis auf die 1-2 Trailer seitens Nintendo mir wirklich nichts vorweg nehmen lassen um möglichst unbefangen das Spiel in Gänze auf mich wirken zu lassen.

    Meine Erwartungen waren hauptsächlich das es sich wirklich gewohnt klassisch anfühlt, durch die "Wonder" Mechanik einen neuen Kniff mit Überraschungen parat hat die das Genre auffrischen und das es sich nicht so leicht abnutzt wie es durch die stete Wiederholung der New Super Mario Bros. Titel der Fall war, die am Ende alles andere als "New" waren.^^'

    Und ich kann im Vorfeld schon sagen das diese Erwartungen sehr angenehm erfüllt wurden. ;)

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    Mario & seine Freunde sind im Blumenkönigreich zu Gast und von dem dort ansässigen Prinzen Florian eingeladen worden, der mit ihnen eine kleine Rundtour durch die, für unsere Helden überraschend neuen Lande, unternehmen möchte.

    Jedoch wird der Frieden recht schnell von Bowser unterbrochen als sie gerade dabei sind eine Besonderheit der Blumenwelt zu bewundern, nämlich eine der Wunderblumen.

    Kaum damit in Kontakt gekommen verschmilzt Bowser auf abstrakte Weise mit dem Schloss des Prinzen und möchte die mächtige Wunderkraft der einzelnen Reiche für sich beanspruchen um noch mächtiger zu werden.

    Das kann unsere wackere Truppe natürlich nicht auf sich sitzen lassen und neben Mario, Luigi, den Toads und Toadette darf diesmal auch Peach wieder mitmischen, da sie mal nicht wie so häufig das Entführungsopfer ist.

    Zusätzlich debütiert Daisy das erste mal als spielbarer Charakter in einem 2D Hauptmariospiel und für Einsteiger gibt es noch Yoshi in 4 Farben sowie Mopsie, der diese Rolle ja bereits in den vorherigen New Super Mario Bros. Titeln erfüllt hat.


    Generell ist das Spiel voll mit neuen Charakteren, was sich hauptsächlich auf neue Gegner bezieht.

    Diese ergänzen super die bereits bekannten Gegnerarten und fühlen sich der Spielwelt absolut zugehörig an, als hätte es sie schon immer gegeben und auch auf viele bekannte Feinde muss man als Langzeitfan nicht verzichten und bekommt einiges an Abwechslung zu sehen.

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    Auch wenn Mario Jump & Runs keine große Story haben und es auch hier nichts weltbewegendes ist, möchte ich aber sagen das es für diese Verhältnisse doch einiges an Text gibt und auch wenn es natürlich eher belanglos ist und einen nicht groß unterbrechen soll so wird doch zu jedem neuen Gebiet ein bisschen was erzählt und man hat vereinzelt kleine Dialoge mit den Bewohnern des Blumenkönigreichs, den sogenannten Poplin.

    Was krasses sollte man definitiv nicht erwarten, aber nur stupide "rette Peach" ist es diesmal auch nicht und es wird auf die neue Welt etwas eingegangen, ich mag das deshalb erwähnen weil sich im Vorfeld einige negativ über die Prämisse geäußert haben, die in der Form ja gar nicht stattfindet, sondern es wirklich mal einen leicht anderen Ansatz verfolgt, auch wenn Bowser natürlich der Widersacher ist, aber ich wollte es in diesen Spielen persönlich gar nicht anders, es gehört dazu. ;)

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    Das Gameplay ist erstmal gewohnt klassisch, man hat seinen Sprint- und seinen Sprungknopf und manövriert sich durch die Level, springt Gegnern auf den Kopf und sammelt Power-Ups ein, um von deren Fähigkeiten Gebrauch zu machen.

    Es fühlt sich wirklich toll und sehr präzise an und es geht ziemlich flink in Fleisch und Blut über.

    Ich bin gewissermaßen kein Fan des Steuerkreuzes des Nintendo Switch Pro-Controllers, aber Jump & Runs werden von mir nun mal einfach so gespielt wenn sie es ermöglichen und hier hatte ich entgegen meiner Erwartungen am Ende doch gar keine Probleme und habe mich gefreut wie schön man sich in einen Flow spielen kann.^^


    Eine Neuerung sind dieses Mal sogenannte Abzeichen von denen man sich optional immer 1 anlegen kann um von besonderen Fertigkeiten Gebrauch zu machen.

    Das unterteilt sich in 3 Kategorien wie bspw. eine Erweiterung der Sprungfähigkeit wie etwa durch anschließendes Gleiten, passive Fertigkeiten das Gegner beim Besiegen Münzen hinterlassen oder konstante Effekte wie bspw. permanentes Sprinten.

    Nicht nur das sich das ganze extrem gut in das restliche Gameplay einfügt, als wäre es schon immer so gewesen, es gibt auch jedem die Möglichkeit das Spielgefühl ein wenig an den persönlichen Geschmack und nach eigener Vorliebe etwas anzupassen und zu optimieren um sich vielleicht noch etwas geschmeidiger durch die Level zu bewegen, sich einige Passagen zu erleichtern, mit einem anderen Ansatz zu versuchen ein Level zu meistern oder nach Bedarf eine extra Herausforderung zu schaffen.

    Das ganze erhöht nicht nur zusätzlich den Wiederspielwert, sondern lässt unentschiedene Leute bei der Charakterwahl etwas mehr Freiraum, da bis auf die einsteigerfreundlichen Charaktere sich nun alle identisch anfühlen und nicht etwa Luigi als einziger höher springt oder Peach exklusiv das Anrecht auf die Gleitfähigkeit nach dem Sprung hat.


    Auch die neuen Power-Ups passen wunderbar in die Spielwelt und auch wenn der Elefant für manche vielleicht nicht ganz passt oder befremdlich wirkt, so kann ich nur sagen das ich dieses Power-Up wirklich gerne genutzt habe.

    Insgesamt gibt es vom Gefühl her etwas weniger Power-Ups als bei den New Super Mario Bros. Teilen, aber es fühlt sich auch nicht danach an als würde etwas essentiell fehlen und 1-2 Sachen werden auch durch die Abzeichen etwas abgefangen.

    Zu Beginn hatte ich die Befürchtung das man sich mit den neuen Power-Ups + den Abzeichen etwas zu sehr überpowern kann, aber ich finde es hält sich eine gute Balance.

    Klar einige Passagen werden dadurch leichter und wer die Level eher nur durchspielt könnte sich weniger gefordert fühlen, aber ich kann für meinen Teil nur sagen das es sich vom Pacing alles sehr angenehm angefühlt hat und Spaß gemacht hat es zu benutzen, was im Endeffekt das Wichtigste ist. ;)

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    Auch hier hat man erstmal sehr vertraute Elemente und bewegt sich sehr klassisch über eine Oberweltkarte von Level zu Level, die je durch eine Sternanzeige von 1-5 die geschätzte Schwierigkeit des Levels anzeigen und auch wie viele Wundersamen es in dem Level zu finden gibt, die meistens mit dem "Wondereffekt" und dem Levelabschluss zu tun haben.

    Doch "meistens" heißt eben nicht immer und bevor ich etwas näher auf den Wondereffekt eingehe, mag ich kurz darauf eingehen denn es erwarten einen hier nicht nur ganz klassische Level, sondern um das Ganze etwas abwechslungsreicher zu halten hat man sich diesmal dazu entschieden auch kleine Herausforderungen auszudenken die sich oft speziell um ein Abzeichen drehen und exklusiv eure Fähigkeiten zu diesem testen oder auch "Verschnaufspausen", wie sie im Spiel genannt werden, die spielerisch dem Namen entsprechend nicht fordern und auch nicht lang gehen, aber eine nette kleine Idee für Zwischendurch bieten und in meinen Augen am ehesten vergleichbar sind mit den Minispielen der Toadhäuser, nur hier etwas Gameplay getriebener und in mehr Variationen.


    Das ist deshalb ganz angenehm, da die Oberwelt nämlich einen feinen neuen Kniff hat, denn es gibt dort auch offenere Gebiete in denen man nicht gezwungen ist die Level in einer strikten Reihenfolge zu bewältigen sondern man selbst die Wahl hat was man als nächstes angehen möchte.

    Wirklich ein hervorragende Ansatz und eine gelungene Umsetzung wie ich finde, denn auch wenn es sich vielleicht nach einer unspektakulären Kleinigkeit anhören könnte, so war es den Entwicklern dadurch gegeben bereits in früheren Welten auch schon verschiedene Schwierigkeitsgrade unterzubringen, wodurch man sehr angenehm unterschiedlich gefordert wird und dann doch auch mal wieder etwas entspannter durch ein Level kommt.

    Zusätzlich erlaubt es Neueinsteigern und Leuten die weniger affin sind auch durch die zuvor genannten kleineren (Minispielartigen-)Level die Mindestanzahl an Wundersamen zu erlangen um im Spiel voran zu kommen, denn einige Passagen sind erstmal versperrt und müssen freigeschaltet werden.

    Somit kann jeder das Spiel nach eigenem Belieben durchspielen und vieles bleibt optional.

    Ich kann nur raten trotzdem nach Möglichkeit alles zu machen, nicht nur das diese offeneren Passagen auch etwas zum erkunden einladen, man verpasst gefühlt das halbe Spiel wenn man nur strikt der Hauptlinie folgt.

    Gerade Welt 1 legt in dieser Hinsicht am umfangreichsten los und weiß mehrmals in dieser Hinsicht zu überraschen und zu unterhalten, es war eine helle Freude.^^

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    Die eigentlichen Level selbst wissen mit neueren Settings für das Franchise allesamt optisch und grafisch zu überzeugen.

    Nichts ist befremdlich und fühlt sich an wie früher, bietet aber gleichzeitig auch so viel fürs Auge und wirkt absolut nicht so ermüdend wie manche früheren Levelthemen die sich dann komplett durch eine Welt gezogen haben.

    Klar es gibt Abschnitte die sich erstmal zum Großteil einem Setting verschreiben, die sind dann aber so mit eigenen Ideen und kleineren Kniffen versehen das abseits der Optik auch so genug Abwechslung geboten wird.

    Das ganze wird dann nochmal zusätzlich verfeinert durch den Hauptaspekt des Spiels, den "Wondereffekt" und ihr werdet euch mehr als nur einmal "wondern" was ihr da gerade erlebt.

    Insgesamt möchte ich hier gar nicht viel vorweg nehmen, denn die einzelnen Effekte und Auswirkungen auf die Levelstruktur und das Gameplay sind eine der größten Stärken des Spiels.

    Aber macht einfach neugierig zu sehen was als nächstes passiert, sei es durch zuvor leblose Röhren die sich plötzlich wie Würmer fortbewegen, die Transformation in einen Gegnertypen und dessen spezielle Fähigkeiten oder eine veränderte Gameplayphysik.

    Bis auf wenige Level gibt es wirklich kaum Wiederholungen oder beim wiederholten Gebrauch gegen Ende bringt das Level selbst die Fähigkeit etwas anders zur Geltung, also hier kann man sich nahezu immer auf eine kleine oder große Überraschung freuen.^^


    Klassischere Elemente dürfen natürlich trotzdem nicht fehlen, so hat man statt den früheren Star Coins nun 3 große lila Münzen die jeweils 10 normale lila Münzen wert sind, welche wiederum nützlich sind um in einigen Läden auf der Weltkarte neue Abzeichen, Wundersamen oder 1-Ups zu kaufen.

    Ebenso darf natürlich auch die Zielflagge nicht fehlen und auch das ein oder andere Secret Exit ist versteckt und lädt zusätzlich zu den 3 großen Münzen zum freudigen erkunden der Spielwelt ein.

    Auch angenehm ist das man jederzeit in einem separaten Menü die Level später direkt anwählen kann und nicht jedes Mal die ganze Karte ablaufen muss falls man ein Level wiederholen möchte und es bietet zusätzlich eine klare und vollständige Übersicht über alle bis dato gesammelten Gegenstände des jeweiligen Levels, was die normale Levelvorschau leider nicht tut.


    Die einzige kleine negative Sache die ich erwähnen möchte sind die Bosskämpfe, die sind zwar an sich vom Ansatz her auch mit ausreichend Abwechslung bedacht, aber es hätten 1-2 mehr sein dürfen UND es hätte nicht immer nur Bowser Jr. sein sollen.

    Bei all dem Ideenreichtum den das Spiel sonst so bietet ist das vergleichsweise dann doch ziemlich unkreativ und wenn die Alternativen nur Kamek oder Bumm Bumm gewesen wären, aber auch die hätten mit dem Wondereffekt sicherlich einen guten Kniff bieten können, was schon schade ist das man diese Chance nicht genutzt hat.

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    Auch wenn ich es zum teil schon positiv erwähnt habe, aber ich möchte hier nochmal speziell loben wie hübsch und ansehnlich das Spiel geworden ist.

    Nicht nur das die einzelnen Settings genügend Abwechslung bieten, wodurch sich mitunter auch mehrere Level im Anschluss merklicher und positiv in euer Gedächtnis einbrennen können, auch die Hintergründe sind schön gestaltet und generell gibt es überall kleinere Details zu bemerken, seien es bspw. in einem Berglevel unterschiedlich geformte Wolken die vorbei ziehen oder in einem eher urwaldlichen Level Wassertropfen die von einigen Kanten tropfen.

    Ein weiteres klares Highlight sind hier auch die neuen Charakteranimationen die einfach Freude verbreiten und den Figuren so viel Leben einhauchen, das gilt für unsere Helden genauso wie für die Feinde.

    Das ist durch und durch einfach der erhoffte Nintendocharme den man hier versprüht, sei es das Mario in eine Röhre geht und kurz seine Mütze hinterher zieht, eine Elefantenversion die anhand des Umfangs mit dem Po kurz beim betreten einer Tür hängen bleibt und sich durchzwängt, Koopas denen die blanke Panik ins Gesicht steht wenn ihnen eine Seifenblase durch das neue Power-Up entgegen fliegt oder ein Gumba der in einen Spalt gerät der gerade so seinem Körpermaß entspricht und er dann einfach nur mit ernüchterndem Gesichtsausdruck da sitzt.

    Da gibt es noch so viele kleine Dinge die man für sich entdecken kann, wenn man etwas dafür übrig hat das es einem beim spielen einfach ein Lächeln ins Gesicht zaubert und ich bin definitiv positiv anfällig für diese Art der Charakterisierung und liebe solche charmanten Details einfach.^^

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    Hier gibt es ebenfalls nichts zu beanstanden, die Melodien sind wunderbar tüdelig und sorgen für gute Laune oder fangen zumindest den Flair des entsprechenden Levels immer passend ein.

    Es gibt einige spezielle Überraschungen die ich nicht vorweg nehmen möchte, da sie in meinen Augen auch nochmal kleine Highlights für sich sind und so ein paar Ohrwürmer können die neuen Tracks durchaus mit sich bringen.

    Natürlich lässt es sich Nintendo nicht nehmen an bestimmten Stellen im Spiel auch Langzeitfans kurz mit bekannten Klängen zu erfreuen und es ist insgesamt alles recht harmonisch und passt super zueinander.


    Keinerlei Kritik, nur eine persönliche Randnote ist das trotz der tollen neuen Stücke mein Geschmack sich so 1-2 neue eingängige Melodien mehr erhofft hat, also wirklich nur bezogen auf das eigene Gehör, aber nichts was ich dem Spiel wirklich zur Last lege, sondern eher meinem wohl zu hohen Anspruch für Tracks mit richtigem Ohrwurmcharakter.

    Aber ich kann gleichzeitig auch sagen das es ebenfalls so 1-2 Tracks gibt die mir momentan permanent im Kopf rumschwirren. xD


    Auch sei zu erwähnen das der Großteil der Charaktere nun neue Sprecher haben, was zwar hier und da auffällt, gerade wenn einen die Charaktere schon lange begleiten, aber ich persönlich finde das man einen guten Job gemacht hat.

    Ein bisschen wehmütig bin ich aber als Fan trotzdem das Charles Martinet hier nun nicht mehr der Sprecher von Mario und Co. ist, da ich bei so einem tollen Spiel natürlich gerne für und mit ihm einen bewussten und krönenden Abschluss erlebt hätte.


    Die andere Seite ermöglicht es natürlich den neuen Sprechern gleich mit einem eindrucksvollem Spiel, durchzustarten und die Annahme der Fans dieser Tatsache vielleicht etwas zu vereinfachen und im Kontext der neuen Spielwelt und vielen neuen Ideen fügt es sich einfach als weitere Neuerung dann doch auch passend zum Rest des Spiels ein und weiß meiner Meinung nach auch zu überzeugen und das "Vermächtnis" von Charles in der Hinsicht mit Respekt und Qualität weiter zu führen.

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    Die Spieldauer kann hier sehr unterschiedlich ausfallen, wenn man sich nur den Hauptpfaden widmet und sich in den Leveln nicht großartig auf Erkundungssuche macht kann man sicherlich in 4-5h durch sein.

    Wer hingegen gerne alles finden und durchspielen möchte kann das Ganze so wie ich auf ca. gute 10h bringen, eventuell sogar um 1-2 Stündchen mehr, da ich hier schon behaupten würde das ich in dem Genre etwas geübter bin und natürlich das ein oder andere Geheimnis sich mir etwas schneller offenbart, da ich solche Titel häufiger oder intensiver in der Vergangenheit schon gespielt habe.

    Dementsprechend kann ich sagen das es für mich auch nicht so schwer war es nahezu auf 100% in diesen 10h zu bringen, nur ein paar Goodies nach Abschluss konnte ich mir noch nicht leisten, aber innerhalb der Level habe ich alles Wichtige gefunden und abgeschlossen.

    Dennoch habe ich mir Zeit genommen um das Spiel ausgiebig zu genießen und auf mich wirken zu lassen und für ein klassisches Jump & Run ist die Spieldauer zwischen angemessen bis ordentlich, ohne groß Ermüdungserscheinungen zu erzeugen.

    Nach den ersten 2 eher kürzeren Sessions, verursacht durch persönliche Befindlichkeiten, habe ich etwas mehr als die 2. Hälfte des Spiels dann in einem Rutsch in gut 6-7h am Stück durchgezockt, weil ich einfach so viel Spaß mit dem Titel hatte. xD

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    Was gibt es sonst noch zum Spiel zu sagen?

    Da wäre zum einen die Neuerung das man diesmal komplett auf ein Zeitlimit für das Levelabschließen verzichtet, man kann sich also für spezielle Passagen wirklich genügend Zeit nehmen, man kann in Ruhe auf Details achten und man kann in aller Seelenruhe (solange es das Level zulässt) die einzelnen Bereiche erkunden und kleine sowie größere Geheimnisse entdecken.


    Ebenso wie in den New Super Mario Bros. Ablegern für Wii/WiiU gibt es einen lokalen Multiplayer Modus für bis zu 4 Leuten, also kann man je nach Bedarf das ganze auch im Koop angehen und zusammen durchspielen, was sicherlich für weitere Freude, Herausforderung sowie Erleichterung oder heiteres Chaos sorgen kann.


    Des weiteren gibt es einen etwas abgespeckten Online Modus, den habe ich selbst nicht ausprobiert da ich generell solche Titel lieber allein spiele und gerade ein so flüssiges und präzises Gameplay nicht gerne einer mäßigen Internetverbindung opfere.

    Wer es dennoch gerne probieren mag kann in Form von Geistern andere Spieler die den Level bestreiten zeitgleich sehen und bei schwierigeren Passagen von deren Aufstellern Gebrauch machen, die wie eine Art zusätzlicher Checkpoint fungieren um sich gegenseitig zu unterstützen.

    Auch wenn es mich persönlich gar nicht anspricht, so sehe ich den Wert in diesem Modus und im Social Media Bereich gab es schon ein paar schöne Szenen aus der Community zu sehen wo bspw. ein erfahrenerer Spieler durch bewusstes Fortbewegen und platzieren seiner Aufsteller dem etwas weniger affinen Spieler auf das ein oder andere kleine Geheimnis aufmerksam gemacht hat bzw. ihm den Weg gewissen hat.


    Zusätzlich die Nebeninformation das das Spiel wohl lange in Entwicklung war und angenehmer Weise keine Deadline gesetzt war.

    Die Entwickler haben Jahre lang Ideen zusammengetragen und sich die ihrer Meinung nach Besten rausgepickt und dann in das Spiel verfrachtet, was sich meiner Meinung nach am Ende auch völlig bewährt hat und ich wünsche mir das auch andere Firmen und Spiele diesem Vorgehen nachkommen um sowohl etwas Druck von den Entwicklern zu nehmen, deren Kreativität weiter fördern und umsetzen und um Spiele der großen Firmen sich nicht mehr so oft nach Einheitsbrei und Schema F anfühlen zu lassen, auch wenn sie objektiv natürlich trotzdem stets viel zu bieten haben und qualitativ einem guten Niveau entsprechen.

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    Ich will ehrlich sein, ich dachte nicht zu einem eigentlich eher klassischen Jump & Run Titel so viele Worte zu verlieren, davon abgesehen das es sich bei mir gelegentlich um Textwall-Valkyrur handelt. xD

    Es hat bei mir wie eingangs erwähnt die Erwartungen erfüllt, die bei dem von mir bevorzugten Genre und der Marke Nintendo dann doch schon mitunter recht hoch angesiedelt sein können.

    Aber wenn es der bisherige Text nicht genug verdeutlicht hat schreibe ich es hier auch gerne nochmal aus das ich wirklich eine Menge Spaß mit dem Titel habe den ich aus den unterschiedlichen Kategorien ziehe.

    Sei es das tolle und präzise Gameplay, die stimmigen Melodien, die herrliche Optik, die charmanten Animationen, die abwechslungsreichen Settings oder die großen sowie kleinen Überraschungen die das Spiel so für einen parat hat und die hier und da verstreuten kleineren Details die das ganze einfach abrunden.

    Es sind nun recht frische Eindrücke und ich kann daher nur schwer einordnen wo dieses Spiel bei mir persönlich bei den favorisierten Mario Jump & Runs landet, aber definitiv in den oberen Reihen.

    Generell ist es eines der besten 2D Jump & Runs seit Rayman Legends und Donkey Kong Tropical Freeze für mich, die beide schon um die 10 Jahre alt sind und es übertrifft die New Super Mario Bros. Titel um einiges, auch wenn der 1. Ableger für den DS damals natürlich auch erstmal übermäßig überzeugt hatte, bis man diese Formel dann ausgeschlachtet hat.

    Daher von mir eine ganz klare Empfehlung für alle Mario & Genre Fans und auch generell von denen Titeln die dieses Jahr erschienen sind ein Topspiel für mich.

    Ok Mario GIF - Ok Mario Thumbs Up - Discover & Share GIFs

  • Bloody-Valkyrur

    Sehr schön. Bin kein großer 2D Mario Fan (bzw. Super Mario Jump'n'Runs sind so oder so schwierig bei mir egal ob 3D oder 2D), muss aber auch sagen das ich mir den Titel nach der großen Direct vermerkt habe. Der Stil wirkt schön schräg, aber vorallem hat das Ding in paar Features die mich echt reizen wie das mit den Items oder die Multiplayer-Komponente =)

    ---

    Mal so in den Raum gefragt, wie stehen wir eigentlich zu Reviews / Meinungen / Test / Zuletz Durchgezocktbeitrag - wie immer man das formulieren will, zu Erweiterungen oder größeren Updates? Bspw. Season 2 von Diablo 4?

    Aktuelle Hauptspiele:

    PC: Last Epoch

    Xbox Series X|S: Valheim

    Playstation 5: - - -

    Nintendo Switch: Pokemon Violet

    Dauerbrenner: Diablo 4, Granblue Fantasy Relink

    Derzeitige Most Wanted: Last Epoch, Dragons Dogma 2,

    Highlights des Jahres: Granblue Fantasy Relink, Palworld

    Pausiert: Judgment, BG3, Zelda TotK, Resi 4 Remake, MH Rise

    Zuletzt Durchgespielt: Granblue Fantasy Relink (Kampagne)

  • Ys 10 Nordics

    PlayStation 5, 55 Stunden

    Bewertung 10/10


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    Habe es oft das spiele auf die mich sehr freue dann enttäuschen oder damals mit Ys 9 meine Erwartungen nicht erfüllen. Ys 10 hat mir dann aber einfach richtig gut gefallen unglaublich was für ein großartiges jrpg.


    Story sage ich jetzt nicht viel. Es spielt in einem Zeitalter von Konflikten und Piraten. Adol ist ein Abenteurer der durch eine Muschel die er am strand findet an Karja eine Piraten Prinzessin gebunden wird. Und mit dieser Muschel beginnt auch sein Abenteuer. Der Anfang mit Karja ist sehr lustig sie ist nicht so begeistert und auch wenig freundlich und droht ihm gerne ^^

    Wie in Ys 8 gibt es hier auch ein Mysterium dazu gehört ein Traum und was es mit der Muschel auf sich hat die um Hilfe bittet. Es gibt da Ähnlichkeiten ganz klar zu Ys 8. Die Story funktioniert sehr gut und wird mit passender Musik und Sequezen prima erzählt.


    Grafik ist etwas besser als das letzte trails und die ps5 Version hat keine Ladezeiten. Die Orte sehen sehr gut aus von Inseln, Höhlen, Städte und Ruinen ist alles da. Es gibt leichten grafikaufbau aber stört kaum.


    Die Kämpfe sind wie üblich in Echtzeit man spielt fest Adol und Karja niemand anderen. Man kann die beiden jederzeit wechseln. Es gibt den normalen Angriff oder man nutzt eine Fähigkeit die sp benötigt diese Fähigkeiten unterscheiden sich im normalen Schaden und im Break schaden. SP laden sich mit jedem angriff auf und es gibt kombos was die sp regeneration erhöht, dadurch kann man fast immer die fähigkeiten nutzen. Wenn man R2 drückt Kämpfe beide Charas gemeinsam (beide führen gleichzeitig einen Angriff aus) den standart angriff und es gibt neue sehr starke Fähigkeiten, dazu ist R2 auch das blocken was sehr wichtig im Spiel ist. Die käpfe sind sehr schnell man muss richtige fähigkeiten einsetzen, aufpassen vor statusveränderungen und auch mal ausweichen oder blocken.


    Ausrüstung gibt es natürlich auch dazu gehört eine waffe und eine rüstung. dann gibt es noch zubehör mit sehr unterschiedlichen fähigkeiten zb sammelt man blaue kristalle um zu skillen mit einem zubehörlassen die sich die in exp wandeln sobald man die einsammlt. oder verstärken angriffe und elemente.


    Mit einem Boot ist man auf dem Meer unterwegs (das ist ein großer teils des spiels) die Weltkarte wird immer erweitert so hat man wenig Freiheiten zu Beginn aber mit jedem Kapitel wird es mehr. Es gibt viele Inseln die erforscht werden können, Kämpfe die durch ein Licht auf dem Meer markiert werden und noch viele andere Sachen zum entdecken. das boot lässt sich aufwerten mit neuen waffen oder bessere werte das aussehen ändert sich aber nicht.

    Das boot ist auch die Basis wo man alle Charas versammelt, wie die Basis in den vorgänger teilen mit shops und küche etc.


    Es gibt ein System zum stärken wo unterschiedliche Arten wie Stärke oder Verteidigung frei verteilt werden können. Leider fehlt hier die Freiheit. man schaltet einen bereich nach jedem 10 level frei dann muss man die plätze noch aktivieren dazu braucht man punkte die man durch das erfoschen bekommt. zum freischalten sind dann noch die blauen kristalle notwendig von denen hat man aber genug. also selbst wenn man levelt ohne pause wird man da eingebremst.


    Die Level sind sehr abwechslungsreich mit Rätseln und Sprüngen und teilweise auch sehr groß.


    Quest gibt es natürlich auch die recht komplex sein können mit kleinen Storys (Geisterschiff) aber natürlich auch mal etwas suchen oder bekämpfen.


    Fazit: mein Favorit war immer Ys 8 und tatsächlich ist Teil 10 da nah dran und in einigen Dingen auch besser. Besonders die Charas gefallen mir sehr gut wenn sie gemeinsam ein Abenteuer bestreiten. Es ist lustig und auch mal emotional und die Hauptstory ist spannend.

    Wer jrpgs mag Kaufen!

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    Bin jetzt auch schon seit ein paar Tagen durch. Ich muss ehrlich sagen, ich habe der tollen Review von Bloody-Valkyrur eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, also belasse ich es dabei, dass es mir ausgezeichnet gefallen hat. Definitiv ein Top 5-Kandidat auf meiner GotY-Liste für mich, wenn nicht sogar Top 3 (aber nicht meine Nummer eins, soviel ist sicher ;) )


    Okay, ganz dabei belassen möchte ich es nicht. Ein paar eigene Gedanken möchte ich noch hinzufügen.


    Ich bin kein Fan der Elefantenform. Zum einen finde ich sie nicht hübsch, zum anderen auch nicht sonderlich interessant. Man bekommt einen, zugegebenermaßen starken, Vorwärtsangriff, wodurch man Blöcke vor sich zerstören und einige schwere Objekte wie Felsen wegstoßen kann. Außerdem kann man Wasser im Rüssel bewahren, um Pflanzen zu gießen. Und das war´s. Finde ich jetzt nicht WIRKLICH nützlich.

    Der Katzenoutfit aus 3D World gab mir auch einen Vorwärtsangriff, aber auch einen Diveangriff, mehr Geschwindigkeit und vor allem konnte man damit Wände hochklettern. Ich finde, das ist das deutlich vielseitigere Power-Up.

    Die anderen beiden haben mir da deutlich besser gefallen. Das Seifenblasenoutfit lässt Mario und seine Freunde Seifenblasen nach vorne blasen, welches kleinere Gegner sofort erledigt, auch durch Wände hindurch und sie können darauf noch einmal springen, wodurch man sich einige Sprünge erleichtern kann.

    Das Boheroutfit erlaubt es ihnen, sich mit einer Stampfattacke in den Boden zu graben, Gegnern auszuweichen und sich in kleine Tunnel zu zwängen. Sie können sich aber auch durch die Decke bohren. Zusätzlich lassen sich noch Stachelgegner mit einer Stampfattacke besiegen, die sonst so nicht zu besiegen wären und man ist auch am Kopf geschützt.

    Beides viel interessanter als die Elefantenform. Dafür, dass sie so beworben wurde, finde ich es erstaunlich, dass es die langweiligste Form ist.


    Ich liebe die neue, offenere Oberwelt. Klar gibt es lineare Passagen, an denen man Lvels nacheinander spielen kann, aber es gibt auch oft offene Areale, bei denen man die Level frei wählen kann, außerdem ist sie vollgestopft mit Geheimnissen, die man noch selbst entdecken muss.

    Das macht die Erkundung echt spannend und Speedrunner könnten sich echt in das Spiel verbeißen, was das Routing angeht.


    Die Musik ist... okay, aber ich muss tatsächlich sagen, dass ich sie im Vergleich zu den anderen Mario-Games recht schwach finde. Die New Mario Bros. Games bekommen auch Kritik für den etwas generischen Soundtrack, aber ehrlich, der hat sich in mein Gedächtnis gebrannt, während ich echt Schwierigkeiten habe, mich an viele der Songs von Wonder zu erinnern. Er hat seine Highlights, aber insgesamt finde ich ihn nur solide. Schade, weil die Musik ein wichtiger Aspekt der Präsentation für mich ist.


    Es gibt insgesamt nur einen Spielstand pro Profil, was nicht nur unverständlich, sondern auch unentschuldbar ist. Warum gehen da nicht wenigstens die üblichen drei? Ich will nicht extra ein neues Profil erstellen müssen, nur um einen neuen Spielstand zu erhalten! Was für ein Rückschritt!


    Aber das ist auch mein größter Kritikpunkt, was schon sehr für das Spiel spricht. Allein die Wundersamen bringen oft so frische und kreative Abschnitte, dass man nie so weiß, was man erhält, ich war jedes Mal gespannt, wenn ich eine Wunderblume gesammelt habe.

    Es hat das beste Finale von allen 2D-Marios. Die meisten Bosse sind sehr enttäuschend, aber der letzte Boss ist echt super!


    Daher würde ich auch eindeutig sagen, dass dies mein liebstes 2D-Mario ist, aber nicht mein liebstes "Flagpole"-Mario (also das "Erreiche die Zielflagge"-Mario). Den Thron hat wohl immer noch 3D World inne. Das hatte einfach die besseren Power-Ups, das noch abwechslungsreichere Leveldesign, die deutlich bessere Musik, alle Charaktere haben sich in ihren Eigenschaften unterschieden, die Levels folgten keinem eindeutigen Theme, wodurch die Welt zwar weniger kohärent war, aber dafür insgesamt noch abwechslungsreicher und es hatte einfach einen geradezu lächerlich umfangreichen Endgamecontent!


    An 3D World oder auch Mario Galaxy kommt Wonder also nicht heran, aber es ist dennoch ein tolles Spiel geworden, dass ich sicher nochmal spielen werde - auf einem anderen Profil... verdammte Spielstandlimitierung...

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    Das Leben ist wie ein Roguelike mit Permadeath-Mechanik.

    Wer hat sich diesen Schwachsinn eigentlich ausgedacht?

  • Beides viel interessanter als die Elefantenform. Dafür, dass sie so beworben wurde, finde ich es erstaunlich, dass es die langweiligste Form ist.

    Da muss ich, trotz des Lobes, kurz widersprechen. 8o

    Sie muss einem nicht gefallen , keine Frage aber der Elefant kann doch ein bisschen mehr. ;)

    Man kann seitlich Blöcke ohne Mühe zerstören, man kann Wasser aufnehmen um vertrocknete Pflanzen zu gießen, man kann über Abgründe die statt einer Blockbreite, 2 Blockbreiten groß sind während des Rennens überwinden, man kann Stachelgegner und teils größere Gegner One hitten, Stachelkugeln bspw. auch zurückschleudern, man kann geduckt mit dem Rüssel schlagen und das wichtigste ist das einige Elefantenformen wirklich herrlich pummsig sind und es niedliche Animationen gibt wenn der Po sich versucht in eine Röhre zu zwängen oder wie bei mir beschrieben kurz in der Tür stecken bleibt.

    Zudem gibt es noch ein nettes kleines Detail das wenn man als Elefant mit Wasser im Rüssel ein Level beendet, er dieses auf den Poplin der einem die Wundersaat überreicht ablässt der daraufhin aufblüht und statt sich nur zuzuwinken wie es alternativ der Fall wäre, gibt es einen Daumen hoch...so wie von mir für die Elefantenform. <3 :thumbup:


    Aber kommen wir jetzt zu etwas wirklich langweiligen...


    41. Asterix & Obelix XXL Romastered

    Genre: 3D Platformer

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    1-Vorwort.png

    Wie man es vielleicht anhand der oberen Zeile schon vermuten kann ist das Speil bei mir nicht unbedingt auf Gefallen gestoßen, aber dazu im Laufe der Eindrücke mehr.

    Ursprünglich habe ich mich auf diesen Titel doch eher gefreut, da ich 3D Platformer ja sehr mag und auch Asterix & Obelix auf dem SNES bereits sehr mochte.

    Auch der 2. Teil der XXL Reihe hatte mir mit den ersten Eindrücken damals bei einer Gamepro Ausgabe recht solide gefallen und ähnliche Hoffnungen hatte ich somit für den Erstling auch.

    2-Story-Charaktere.png

    Die Römer, angeführt von Julius Cäsar, fallen mal wieder in Gallia ein und schaffen es den Großteil der bekannten Charaktere aus den Zeichentrickfilmen zu verschleppen und gefangen zu halten.

    Es liegt also nun an Asterix & Obelix (und der kleinen Unterstützung von Idefix ;) ) die anderen Gallier zu befreien und die Römer haufenweise für diese und andere Taten ordentlich zu vermöbeln.

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    3-Gameplay.png

    Bei einem Platformer wird natürlich gelaufen und gehüpft, allerdings bleibt es hier recht unspektakulär, denn wirklich gut designte Hüpfpassagen gibt es nicht, sondern eher zweckdienliche Passagen.

    Überall in der Gegend sind Kisten verteilt, die man zerschlagen kann um Römerhelme zu sammeln, die auch in Shops als Währung gegen etwas Energie oder neue Komboangriffe umgetauscht werden können.

    Manche davon sind im Einsatz komplexer als es das eigentliche Spiel ist, denn gefühlt muss man bei einigen Tastenkombos eingeben wo man denkt das man ein Fighting Game vor sich hat.^^'

    Das ist jedoch oft mühseliger als einfach per stupiden Button Mashing und dem Spammen einer einzelnen Taste die Römer zu verkloppen.

    Bei den späteren Horden wird dies nicht nur unübersichtlicher, sondern auch monotoner und durch die fragwürdigen Hitboxen bekommt man teilweise unweigerlich viel Schaden und manchmal überhaupt nicht.


    Als kleine Auflockerung gibt es mal sehr seichte Schieberätsel, Feuer per Fackeln unter Zeitlimit anzünden oder vereinzelt eine Rutschpartie, letzteres ist zumindest kurzweilig spaßig.

    Des weiteren gibt es in den Leveln auch goldene Lorbeerkränze zu sammeln, die sozusagen die "wichtigen" Collectibles" des Spiels sind, allerdings nicht notwendig um im Spiel weiter zu kommen.

    Darüber hinaus gibt es noch Zeitherausforderungen freizuschalten, wo man innerhalb des Limits schaffen muss alle Münzen einzusammeln, die aber teilweise nur in der alten oder eben nun in der neuen Optik sichtbar sind, was sich ganz einfach während des Spielens über die Schultertasten nach Belieben durchwechseln lässt.

    4-Spielstruktur-Leveldesign.png

    Das Spiel ist ziemlich linear gehalten, man hat eine Art Oberwelt die die einzelnen Kapitel/Welten mit der Zeit verbindet und einen bei Speicherpunkten von da aus wieder einsteigen lässt.

    Während es thematisch durchaus etwas Abwechslung gibt ist das Leveldesign an sich doch recht schnell ausgelutscht und langweilig, da es keine ausgeklügelten Sprungpassagen oder großartig anspruchsvollere Gegner gibt die eine merklich andere Vorgehensweise brauchen merkt man bereits im ersten Kapitel schnell wie sich das Ganze abnutzt und monoton ist.

    Klar, es gibt die auflockernden Momente, aber die helfen eher das man nicht komplett einschläft und dadurch das das Spiel eben so schnell eintönig wird sind die Level mitunter viel zu lang, ohne das etwas exklusives oder spezielles darin passiert.

    Auch die Bosse sind absolut langweilig und nach Schema F designt, da es nach jeder Welt denselben Boss gibt, eine große Maschine mit Stachelwalzen, wo man einen Knopf drücken muss um die großen Schrauben daran locker drehen zu können und das wiederholt man 3-4 Mal.

    Das allein spricht eigentlich auch nochmal so ziemlich für alles andere zuvor beschriebene, denn die Kämpfe selbst werden auch mit den neuen Angriffen nicht wirklich besser.

    Außer gegen Ende wo es wirklich einfach nur noch reiner Spam ist, da ist zumindest die Tornadofähigkeit unerlässlich, denn ansonsten kommt man gegen die schieren Gegnermassen definitiv nicht an und verschwendet Unmengen seiner Zeit, hier hatte man es echt übertrieben gehabt.

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    5-Grafik-Optik.png

    Da das Spiel aus der PS2/GC Ära stammt sollte man natürlich nicht zu viel erwarten, auch nicht bei einem Remaster.

    Hier und da hat es zwar ganz schöne Farben, aber die Level sind nicht wirklich mit Details ausgeschmückt und sind eher solider Standard, der nicht komplett hässlich ist, aber auch keine Akzente setzt.

    Bestimmte Gebiete wirken etwas ansehnlicher, aber es ist jetzt nichts nennenswertes in meinem Gedächtnis geblieben.

    Die neue Optik wirkt zum Start erstmal okay für so ein Remaster, aber wenn man das Feature an 2-3 Stellen probiert hat ist man sich nicht mehr so wirklich sicher ob das nun eine Steigerung oder eher eine Verschlimmbesserung ist.

    Manchmal wusste ich tatsächlich auch nicht ob ich gerade die Retrooptik betrachte oder die neue Grafik und habe das meistens nur anhand der Wassertexturen ausgemacht, weil ich es da am besten gesehen habe.^^'

    Im nachfolgenden Bild sieht man einen Vergleich, der zwar zeigt das die neue Optik merklicher Details hinzufügt, allerdings auch einen hässlichen Nebel der eher für ältere Spiele bekannt ist und während man den Unterschied auf dem Bild deutlich erkennt, so fand ich das beim spielen manchmal echt nicht so einfach. :S

    Auch wenn der Retrostil somit noch etwas kahler wirkt, so habe ich ihn doch etwas länger aktiv gehabt weil es dennoch ein bisschen mehr Charme auf diese Weise für mich versprüht hat.^^'

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    6-Musik-Sound.png

    Ein weiteres wichtiges Merkmal das man gerne in seinen 3D Platformern hat sind stimmige und tüdelige Melodien, bis auf ein etwas aufregenderes Thema bei den Kämpfen ist mir da aber absolut nichts hängen geblieben und auch das ist zwar passend und okay, aber nichts wirklich besonderes.

    Teilweise lässt sich zur Musik nur schwer was sagen, da diese bei mir auch nur teilweise gespielt hat, denn unglücklicherweise gibt es einen Soundbug, der recht häufig aufgetreten ist wenn ich zwischen der alten und neuen Optik gewechselt habe, denn dann hatte man noch die Soundeffekte, aber eben keine Musik mehr oder zumindest nur in einer der Grafikversionen und ohne Musik war das ganze dann nochmal etwas langweiliger.^^'

    7-Umfang-Spieldauer.png

    Gebraucht habe ich für das Spiel ca. 9-10h, angefühlt hat es sich aber länger und selbst 3-5h wären völlig ausreichend gewesen um Langeweile zu empfinden, hätten dem Spiel insgesamt aber eine bessere Note verliehen da es sich dann selbst nicht so unnötig ausgereizt hätte.

    Bis auf so 1-2 der goldenen Lorbeerkränze gibt es nichts das zum Erkunden einlädt, da man ansonsten eh nur Helme bekommt und es sonst nichts wirklich sehenswertes gibt.

    Ein bisschen mehr kann man bei Bedarf eben noch aus den Zeitherausforderungen holen, die scheinbar mit in die 100% des Spiels zählen, denn nach Erledigen des letzten Bosses und nach den Credits hatte ich gerade mal 47 oder 49% des Spiels. xD

    Dabei habe ich am Anfang sogar diese Herausforderungen gemacht, aber viele schalten sich erst bei späterem Fortschritt des jeweiligen Levels frei und Backtracking wollte ich dafür nicht in Kauf nehmen und es war für mich nicht reizvoll genug um mich anhand der Weltkarte wieder dort absetzen zu lassen.

    Zudem ist der Schwierigkeitsgrad dieser Herausforderungen komplett willkürlich, mal erreicht man mit Ach und Krach Bronze und mal im 2. Versuch ohne größere Mühe Gold. :D

    8-Sonstiges-Bonus.png

    Das "größte" Feature ist und bleibt hier wohl das man direkt zwischen alter und neuer Grafik wechseln kann und das direkt während des aktiven Spielgeschehens.

    Der Soundbug mindert diese Besonderheit aber leider auch ab, womit nicht wirklich etwas reizvolles an dem Spiel übrig bleibt und wenn es noch etwas anderes gibt dann hat es nicht genügend Interesse geweckt um darauf aufmerksam zu werden.

    Fürs Komplettieren habe ich mich kurz belesen gibt es hier für die 100% wohl auch absolut gar nichts, also habe ich mir da weitere unnötige Langeweile glücklicherweise erspart.^^'

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    9-Fazit.png

    Aus Neugier und positivem Interesse wurden eher Ernüchterung und Langatmigkeit, die zu Enttäuschung und Langeweile führten.

    Eigentlich spielt man das Genre ganz angenehm nebenher weg und macht sich weniger Gedanken, aber bereits nach den ersten 2 Spielstunden war das ganze so trocken, das ich es erstmal über gut ein halbes Jahr pausiert hatte und keine Ahnung was außer dem inneren Schweinehund noch über mich kam um mich hier nun nochmal dranzusetzen und durchzubeißen, vermutlich nur der Innere Monk alle eigenen Spiele wenigstens 1x durchgespielt zu haben und da ich es nun angefangen hatte, wenigstens auch zu Ende zu bringen.

    Der eigene Sammlerdrang hat es zugegeben auch nochmal unbewusst in die Länge gezogen, denn obwohl es nichts spannendes zu finden und groß zu sammeln gibt bin ich in beinahe jede Ecke geeiert oder habe den Großteil der Kisten zerstört, weil das einfach meine Art ist in diesen Spielen und ich auch trotz steigender Langeweile nur schwer an solchen Dingen vorbei gehen kann.^^'

    Aber gegen Ende hat auch das nicht mehr geholfen und ich bin nur noch zielorientiert durch die letzten Welten marschiert, was anhand der größer werdenden Gegnermassen dann aber trotzdem nicht viel schneller ging. :S


    Zu seiner Zeit und mit Fan Bonus mag es eine solide Erfahrung gewesen sein, aus heutiger Sicht schafft das Spiel aber kaum Charme zu versprühen und Abwechslung habe ich leider vergeblich gesucht und mich an jedes kleine bisschen Gameplaymechanik hochzuziehen um das Level noch irgendwie "motiviert" zu Ende zu bringen.

    Ich kann es leider nicht empfehlen und es hat mich bezüglich der beiden Nachfolger nun auch erstmal sehr skeptisch gemacht und lässt mich damit warten.

    Auch hätte sich ein Koop Modus angeboten, der zumindest ein bisschen mehr Spaß hätte bringen können, aber auch diese Option sucht man vergeblich, denn zusammen "leiden" hätte es trotz allem etwas unterhaltsamer gestaltet.

    So ist es leider eine der wenigen, aber persönlichen Enttäuschungen der Spiele die ich dieses Jahr durchgespielt habe. <X

  • So Leute, seit längerem mal wieder ein "als letztes durchgespielt" Beitrag, bei dem ich mich kürzer und auf mehrere Spiele konzentriere. Ich hoffe wirklich (sorry falls doch) das sich nicht irgendetwas doppelt einschleichen wird (wobei es sicher witzig wäre, zu sehen wie man jetzt rückwirkend über ein Spiel denke vs. damals), aber mir hängen halt, vorallem mit der Offline-Zeit so ein paar spiele nach(aber auch ein paar von vorher), die ich durchgespielt hatte aber keine Zeit und Lust hatte für Review und immer vor mir aufgeschoben habe. (und letztens PC neu aufsetzen vergessen die unfertigen Review zu backupen also das auch alles weg) Jetzt bin ich halt soweit das ich noch eben raushauen will, was ich so alles durchgespielt habe, aber halt eher kürzer in Fazite gehalten.



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    Lustigerweise hatte ich dieses Spiel vor Ys VIII durchgeboxed, weil einige Leute meinten das der 8te Teil der bessere ableger ist, weshalb ich dachte, ich bin mal so clever und zocke zuerst den schwächeren Teil weil dann habe ich eine Steigerung. Kann ich ehrlich gesagt so nicht teilen. Ich mochte Ys 8 auch, aber alles von der Thematik, Story, Charakteren usw hat mir in Ys IX besser gefallen, zudem auch einfach die ganze Spielwelt wesentlich angenehmer zu spielen war. Ich hatte wirklich befürchtet ähnlich wie bspw. bei Dragon Age 2 (was ja so als meine absolute Enttäuschung gilt) das mich das nervt in der Stadt eingepfercht zu werden, aber war am Ende doch überrascht wie wenig mich das gestört hat, vorallem weil vergleichsweise zum 8ten Ableger die Spielwelt dadurch auch Durchgängiger Spielbar ist. Du hast halt nicht Mapteile dabei wo du 5 Schritte läufst und dann Areal-Wechsel, sondern du hast Bewegungsfreiraum. Und auch das Defense-Minispiel war halt angenehmer angesetzt, und ging einem nicht andauernd auf den Zeiger. Und ich war auch mit dem Ende wesentlich zufriedener.



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    An sich auch ein schönes Spiel, ich mochte auch Dana sehr gerne und war auch nicht zu aufdringlich implementiert. Immer noch ein absolutes Highlight. Nur halt eben die oben angesprochene Weltaufteilung fand ich etwas Anstrengend, es gab Aspekte im Plot die mir einfach nicht gefallen haben vorallem gegen Ende hin. Es war auch insgesamt etwas länger, hat sich aber dadurch auch an manchen Stellen etwas gezogen angefühlt.


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    Baphomets Fluch oder auch bekannt als Broken Sword ist halt eine wirklich fantastische Point & Click Adventure-Reihe die sich gerne mit Verschwörung und Mysterien beschäftigt. Ich weiß noch als ich damals denn erstling auf GBA über.... umwege gespielt habe (verurteile ich heute auf schärfste war aber damals jung und dumm). Teil 5 habe ich mir immer etwas aufgehoben gehabt, zum einen weil es ja in zwei Teilen veröffentlicht wurde, zum anderen weil ich nicht wusste wie ich mit dem 3D Stil umgehen kann, weil ich 3D P&C etwas schwierig bin. Jetzt endlich bin ich dazu gekommen und war ein absolut fantastisches Spiel, würdiger Nachfolger und freue michs chon auf das Remastered plus Teil 6.

    P.S.: Muss auch zugeben das ich froh war, vorallem weils genau bei der Offlinezeit war, das dieses Spiel wirklich Stufe-weisen Hilfen hatte, gab einige Rätsel wo ich mir den Kopf zerbrochen hatte und bei Stufeweisen Hilfestellung ist der Vorteil das es nicht gleich frei heraus die Lösung sagt.


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    Ich bin so frech und mogel ein Spiel dazwischen, das ich eigentlich noch nicht komplett Abgeschlossen habe, also sich nicht ganz für "zuletzt durchgezockt" qualifiziert, dann wiederum aber ich halt vor der letzten Aufgabe stehe die sich halt etwas in die länge zieht. Da ich das Spiel jetzt nicht durchgehend zocke kanns dazu kommen, das ich an dieser Aufgabe noch für eine Weile sitzen werde. Trotzdem ist es mir ein Stück Weit wichtig aufmerksamkeit für das Spiel zu schaffen, weil ich diese Spiele trotzdem sehr feiere und für mich persönlich das mit abstand beste Bauernsimpel also Harvest Moon / Stardew Valley-like ist, das es derzeit auf den Markt gibt. Ich liebe die Ästhetik und das Setting, mit dem Fantasy und so, die Welt hatte auf mich einen sog und einige richtig coole Locations, das Kampfsystem war spassig für ein Farming-Spiel, es hatte stellenweise im Design auch Maple Story Vibes (auch ein spiel das ich früher sehr vergöttert habe). Drum und drann, ein tolles Spiel, welches aktuell noch Updates bekommt. Hoffe das Spiel landet irgendwann auf Konsole und Switch.


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    Mal ein Spiel wo ich nicht so überwiegend Positiv bin. Ich denke bei mir ist halt das Ding, Da ich ne Menge Spiele habe die im Backlog und so landen, schaffen es bei mir meistens nur wirklich Spiele die ich durchspiele, die mich auch wirklich hooken, also wirklich begeistern, und spiele die ich mist finde oder so die lass ich ohnehin liegen. Avengers is die Art von Spiel, die würde ich eher in die Guilty Pleasure sparte schieben, ich finde das Spiel hat leider einige Mängel, und es lässt enorm viel liegen, ich bin aber auch der (vielleicht unpopulären) Meinung, für Leute die sich als Superhelden oder Marvelfans schimpfen und einfach bock haben sich Kopflos durch die Gegend zu klopfen hat das Spiel trotzdem auch Spass machen, und auch trotzdem positive Sachen. Mal abgesehen davon das im großen und ganzen, vorallem bei den Charaktermodellen einfach sehr gut aussieht, die Kämpfe machen bei den meisten Figuren sehr viel Spass (nur Spiderman fühlt sich im vergleich zum Insomniac Gegenstück etwas klobig an). DIe Kampagne ist vorallem in der ersten Hälfte sehr gut, fällt in der zweiten Hälfte aber dann durch die Implementation von Missionen aus dem Destiny-Part etwas gestreckt und unrund an. Kann man aber definitiv trotzdem seine Freude damit haben. Der Destiny Part an sich wurde endlich offline gepatched, was mitunter ein Grund war nochmal reinzuschauen und der ist halt immer noch das schwächste Bindeglied. Aber wie schon gesagt, wer einfach reinkloppen will, immer noch sehr spassig. Es hätte aber mehr drinn sein können und wie man es besser macht zeigt ja schon Gotham Knights. (Das ich auch mal durchspielen sollte wa).


    Kritikpunkte vorallem auch bei der Technik, bspw. Bugs oder das beim Kampfsystem auch mal ein paar Sachen drinn sind, die nicht so griffig sind. Und die Zusatzepisoden muss ich mir für später aufbehalten weil ich hatte einen fiesen Bug wo du bei der ersten Zusatzepisode in der letzten Mission die geht mal locker 30-45 Minuten, war auch knackig und hatte nen geilen (aber auch schweren) Bossfight. Als ich den hatte wurde die Cutscene nicht geladen und musste alles neu machen. Ich finde das mit PS Exklusiv Spiderman immer noch schäbig warum ich mir das Spiel überhaupt erst im Sale gekauft habe. Nach der Aktion aber mit dem "offline patchen" habe ich kurzerhand (auch im Sale) noch für Steam eine weitere Fassung gegönnt, einfach weil ich trotz der Schwächen und so einfach gerne eine Anlaufstelle habe um es auch künftig zocken zu dürfen, sollte Playstation oder Xbox irgendwann keine AK mehr bieten. Weil das Spiel ist raus vom shop.


    War im Übrigen quasi der zweite Durchgang weil den ersten hatte ich auf der Xbox, der hier war auf PS5.


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    Ein weiteres Spiel das von der Community sehr umstritten aufgenommen ist, so muss ich für mich persönlich sagen, von der Zombie-Thematischen Spiele dieser Art ist Back 4 Blood für mich das bessere Left 4 Dead (2) und World War 2 und 2te Platz (generell) nach Vermintide 2. Ich hatte einen etwas trägen Einstieg in das Spiel, kann daher auch etwas verstehen das es einem nicht sofort hooked, aber je mehr Karten man freischaltet mit denen man Decks bauen kann, je mehr man sich mit dem Waffen,- bzw Waffenaufsatz-System beschäftigt (das einem etwas an Battle-Royal erinnert - was ja nix schlechtes per se ist), desto mehr Spass und Suchtpotenzial hat es und vorallem Langzeitmotivation. Das einzige wo ich Left 4 Dead 2 vllt noch den Vorzug ziehen würde wäre in Punkto Modding also Custom Maps, und der PvP könnte ggf. etwas besser sein. Da mich aber PvP in L4D schon nicht interessiert hat ist für mich halt B4B im Kern das bessere Spiel. Auch überraschend fand ich, obwohl die Hauptkampagne einfach mehr Beiwerk als wirklich Hauptfaktor war, die DLCs im Episodischen Format waren wirklich sehr gut und zeigte Potenzial.


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    Teil 1 hatte ich glaube ich hier schonmal meine Meinung zu geäußert, weil das war wieder so eine kleine Überraschung. Bei Teil 2 war ich halt erstmal etwas ... well frustriert, weil ich es Schade fand das man hier nicht wieder Kaname spielen durfte. Ich bin was Reihen und Protagonisten betrifft, extrem kritisch (merkt man aktuell bei Alan Wake 2 wo es mich so hart anpisst das Saga so eine beträchtliche Rolle bei einem Spiel einnimmt, das Alan Wake 2 betitelt ist) kann ich nur in grenzen Tolerieren / mit umgehen. Fand das in AI Sominum Files im Endeffekt auch noch okay (Spiel heißt aber auch nicht "Kaname Date 2") was das betrifft. Joa das Spiel an sich war schon gut, hatte aber hier wirklich glaub 2 oder 3 Rätsel die hätten mich fast gebrochen und war froh das ich Familienmitglieder hatte, die mir da im Internet nachgeschlagen hatten um mir zu helfen.


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    Ein sehr spannendes Konzept für ein Point & Click Adventure. Aus meines Wissenstandes kenne ich kein Beispiel für, evtl. hat jemand von euch einen Klassiker aus dem Hinterkopf der sowas gemacht hat, aber bei diesen Point & Click Adventure hat man nicht einen fest definierten Charakter, sondern man hat seinen eigenen, mit Namen und Geschlechterwahl, aber vorallem auch mit einer von drei Hintergrund/Origin geschichten (Glaub Schauspieler, Bartender und Polizist wars) die auch einfluss auf die Geschichte (in nuancen) nehmen, sowie begleiter wo man immer zwei Aktiv mitnimmt und somit eigene Rätsel(lösungen) bekommt. Ich hab das ganze wirklich cool gefunden, auch die Story und Atmo war stimmig. Pixelart war insgesamt schon sehr nice, hatte aber hier und da ein paar billige Effekte. War ein schönes Spiel.

    ---


    Und jetzt kommen wir zu einer Kategorie wo ich... well, sagen wir es ist Kompliziert. Und zwar Wimmelbilder. Für Leute die einige Erfahrung mit Point & Click Adventure haben (und wimmelbilder nicht) werden wissen, wie manchmal Rätsellogiken oder allgemeines Verhalten von den Hauptfiguren etwas.... wild ist. Bspw. richtig schräge Lösungsansätze oder den Drang essenzielle, wichtige Gegenstände die man immer brauchen könnte, wegzuwerfen. Wer sowas gerne x10 erleben will, oder noch absurderer Rätsellösungen wo man bspw. mit einer Schrottflinte auf Fässer befüllt mit Wasser zu schießen, um sie aus dem Weg räumen zu können (und glaubt mir, das ist noch eines der stimmigsten Rätsel-lösungen) der ist bei Wimmelbilder genau richtig. Und man wird sich fragen, warum ich mir sowas antue: Well ich habe eine große Schwester mit der ich gerne Co-op Spiele zocke und wir uns überlegt hatten, was machen wir in der Zeit wo ich kein Internet habe. Und da kamen wir auf die Idee halt Spiele "gleichzeitig" anzufangen und dabei übers Telefon zu quatschen, gegenseitig zu helfen usw. Und da sind wir halt auf Wimmelbilder gekommen, wo sie by the way auch abseits der Spiele die wir quasi gemeinsam gezockt haben, grundsätzlich verschlungen hatte, weil ich halt einen Hersteller rausgesucht habe der brauchbares machen soll (artifex mundi) und jaaa. Aufjedenfall es war im Endeffekt schon unterhaltsam und lustig, aber ich hatte auch sehr viele Stunden wo ich am Haare raufen war... (und ich habe das Gefühl die meisten Wimmelbildspieler könnens irgendwo nachvollziehen). So:


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    Als ich nachgeforscht hatte, was so der Shit in der Wimmelbildszene ist, war neben halt Artifex Mundi die soliden bis sehr guten Output haben, war halt True Fear ein Beispiel das ich sehr häufig gelesen hatte und ich sogar schonmal auf den Schirm gehabt hatte weil ichs bei der Pandorya bisserl gesehen habe. Und ich kann es durchaus verstehen, weil es wirkt für ein Wimmelbild stellenweise schon sehr aufwendig produziert. Es hat bspw. gerenderte Cutscenes, die erinnern so vom Stil her an die anfänglichen 2000er vorallem Point & Click Adventure, hat aber definitiv noch so seinen Charme (wobei das Gesicht vom Geist im Spiel echt zum lachen ist) der Plot ist in zwei Teile aufgeteilt was heißt, wenn man auf die zwei Banner schaut, das immer noch der abschluss der Triology fehlt, aber es war schon sehr spannend zu verfolgen, muss ich zugeben. Und für den Großteil waren auch die Rätsel und so durchaus im erträglichen Rahmen. Was ich halt lustig finde ist, das Teil 1 erstmal Wimmelbilder deaktiviert hat, sondern mehr so eine modernisierte Rätselkette Variante, Teil 2 fehlen sie gänzlich. Also sind sie Wimmelbild Spiele, ohne Wimmelbilder... das ist scho lustig.


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    Kann sogar sein das noch 1 oder 2 andere auch hatten die wir gespielt haben. (bin mir aber nicht mehr sicher).

    Ich fasse es zusammen weil, es sind halt mehr oder minder die gleichen Spiele. Funktionieren wie WImmelbilder halt, nur die Geschichte ändert sich, ist jetzt auch nicht schlimm, wenn man sich für Wimmelbilder begeistern kann. Ich fand sie durchaus unterhaltsam, vorallem das mit der nordischen mythology (Teil 2) hat mich angesprochen. Und by the way - wer gerne weibliche Protagonisten gerne spielt, vorallem bei Wimmelbilder findet man viele von. (Kann man sich fragen warum, aber ich sags lieber nicht)


    ---

    Falls ich irgendwas vergessen habe, kommt noch ein Nachtrag aber das war der Löwenanteil.


    *hust* Nachtrag:

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    Ein drittes mal nach PC und PS4 jetzt auf der Switch, meine sogar alle Charaktereklassen auf 70. Natürlich wenn Diablo 4 rauskommt als Diablo Fan und hat kein internetzugang und die müssen das ganze Online-Only machen, sucht man sich ne alternative. Und Diablo 2 Resurrected darf man ja auch nicht zocken ohne alle 30 Tage sich neu einzuloggen also Diablo 3. Hatte aber doch wieder sehr viel Freude damit, trotz aspekte wie Skilltree die mir gefehlt hatten.

    Aktuelle Hauptspiele:

    PC: Last Epoch

    Xbox Series X|S: Valheim

    Playstation 5: - - -

    Nintendo Switch: Pokemon Violet

    Dauerbrenner: Diablo 4, Granblue Fantasy Relink

    Derzeitige Most Wanted: Last Epoch, Dragons Dogma 2,

    Highlights des Jahres: Granblue Fantasy Relink, Palworld

    Pausiert: Judgment, BG3, Zelda TotK, Resi 4 Remake, MH Rise

    Zuletzt Durchgespielt: Granblue Fantasy Relink (Kampagne)

    Einmal editiert, zuletzt von TheLightningYu ()

  • Jusant-Logo.jpg


    Damit wäre noch eines der Spiele, auf die ich mich dieses Jahr am meisten gefreut habe, abgehakt.

    Jusant, bei dem es einfach darum geht... einen Berg zu beklettern. Genau ein Psycake-Spiel, weil ich es einfach liebe, in Videospielen auf Sachen zu klettern. Was mache ich z.B. in den Horizon-Games am liebsten? Auf Sachen klettern! Also habe ich mich NATÜRLICH riesig auf ein Spiel gefreut, bei dem das Klettern im Fokus steht.


    Ihr spielt als John Jusant (oder Jill Jusant, das Spie macht keine Angaben über das Geschlecht des Hauptcharakters... und ihr hoffentlich auch nicht, ihr Schlawiner!). Jusant war eines Tages stinkelangweilig. Alle Game sind durchgespielt, neue Games sind alle kacke also dachte xier sich, xier klettert mal mit xierem Lieblingstierchen auf den höchsten Berg hoch, um das Viech vom Gipfel zu schmeißen. LOL!


    Na ja, das war jetzt eine vage Interpretation von mir, in Wahrheit ist Jusant ein französischer Begriff für Ebbe in der Seefahrt. Und die Welt hat gerade eine große Ebbe. Regen gibt es nicht mehr, das Land ist so gut wie ausgetrocknet, die Welt sucht nach neuem Wasser. Unser namenloser Hauptcharakter steigt auf den Berg, um... nun ja, ETWAS zu tun. Was es ist, werde ich natürlich nicht verraten, die Story wird hauptsächlich über die Umgebung und Textnachrichten erklärt, die ihr auf dem Weg findet. Sie berichten von den Menschen und ihrem Leben auf dem Berg, wie sie mit der Situation umgehen, wie ihr Leben war, was sie vorhaben... und ich bin froh, dass es diese Nachrichten gibt. Es gibt spätestens seit Journey ne Menge Spiele, die rein über Bildsprache und ohne Worte erzählt wird und auch wenn das durchaus funktionieren kann und auch dieses Spiel auf Worte außerhalb dieser Nachrichten verzichtet, bin ich doch froh, dass diese Nachrichten der Welt einen Hintergrund und Kontur geben. Don´t Nod hat ja durchaus ne Menge Erfahrung in Sachen Storytelling (falls euch das bei den Life is Strange-Machern aufgefallen ist) und so verwundert es nicht, dass diese Nachrichten sehr gut geschrieben sind.


    Was aber viel wichtiger ist, ist das Gameplay. Wie ich schon schrieb ist hier Kraxeln angesagt. Das funktioniert hier aber anders als bei z.B. Horizon oder den neuen Tomb Raider-Games. Die beiden Trigger des Controllers "simulieren" eure Hände. Haltet ihr einen Trigger gedrückt, haltet ihr euch mit der jeweiligen Hand fest, die freie Hand kontrolliert ihr mit dem linken Stick. Klingt erstmal kompliziert, aber im Grunde müsst ihr hier den Stick in die Richtung drücken, in die ihr klettern wollt und dabei im Rythmus die beiden Schultertasten abwechselnd drücken, grob formuliert. Wollt ihr euch an einer Stelle gut festklammern, haltet ihr beide Trigger.

    Beim Klettern müsst ihr ähnlich wie bei den neuen Zelda-Games auf eure Ausdauer achten. Ihr könnt euch kurz ausruhen, um sie während des Kletterns zu einem gewissen Grad zu regenerieren, allerdings senken gewisse Akionen wie Sprünge eure maximale Ausdauer. Diese könnt ihr nur erholen, wenn ihr sichere Einhakpunkte oder Gelände, auf dem ihr stehen könnt, erreicht. Geht euch die Ausdauer aus, lässt der Hauptcharakter los und ihr müsst noch einmal von vorne anfangen. Da xier sich aber immer mit einem Seilhaken absichert, fallt ihr nie in euren Tod, einen kompletten Fail State gibt es nicht. Ihr könnt aber selbst bis zu drei Sicherheitshaken platzieren, die als Zusatzcheckpoints gelten, aber eure maximale Ausdauer nicht regenerieren.

    An solchen Haken könnt ihr euch auch abseilen und von den Seilen je nach Situation entweder an der Wand entlang rennen, um andere Kletterpunkte zu erreichen oder euch in der Luft schwingen.

    Das sind so die Grundelemente des Gameplays, es kommen später aber noch einige andere Kniffe hinzu. In einem Kapitel z.B. brennt die Sonne besonders heiß, was eure Ausdauer merklich schneller erschöpft. Weitere Gameplayelmente möchte ich euch nicht verraten, weil das Spiel mit knapp 5 Stunden recht kurz ist und daher von solchen kleinen Überraschungen lebt.


    Atmosphärisch hat mir das Spiel super gefallen, es versprüht irgendwie so eine Form von Melancholie, die ich sie auch von Team Ico-Games spüre. Warum ich sie bei diesem Spiel fühle und nicht bei anderen ähnlich gelagerten Games könnte zum einen an dem frischen Setting eines riesigen Berges liegen, zum anderen aber auch an diesen Hintergrundnachrichten, die der Welt mehr Tiefe verleihen.

    Vielleicht lag es aber auch daran, dass das Spiel storytechnisch nie versucht, mehr zu sein, als es ist. Eine tiefere Botschaft versteckt sich nicht in der Story und so können die emotionaleren Momente einfach für sich stehen, anstatt zu versuchen, bedeutungsschwanger zu sein und dabei aufs Maul zu fallen. Simpel, aber effektiv.


    Ich glaube, wenn ich einen Kritikpunkt am Spiel nennen müsste, wären es die Secrets. Nicht, wie sie versteckt sind, sondern WAS es für Secrets sind. Klar, über die Nachrichten der Bewohner des Berges hab ich mich immer gefreut. Und es gibt ein paar Muscheln, die ein wenig vom Leben der Bewohner in kleinen Geräuschen "aufzeichneten", dabei ein paar schöne Kameraperspektiven bieten und die Fantasie anregen, wie es hier wohl gewesen sein muss. Aber dann gibt es noch ein paar Wandmalerein, die man auf Knopfdruck zum Leuchten bringen kann, Altare, die man lustig drehen kann und, ganz besonders aufregend, Steintürmchen, die man mit einem weiteren Steinchen ergänzen kann! UUUUUUUH!

    Mal ehrlich... ich brauche ja keine Upgrades oder einen Skilltree, wirklich nicht. Ich finde es gut, wenn sich auch ein Spiel mal traut, das Repertoire des Charakters von Anfang bis Ende gleich zu lassen und einfach die Spielwelt geschickt darum zu weben.

    Aber diese Secrets fügen dem Spiel auch nichts hinzu. Es sind Secrets um der Secrets willen. Ganz nett für Completionists, vielleicht hole ich sie mir auch, weil das Klettern so unglaublich spaßig ist, sie fügen dem Spiel aber auch absolut nichts hinzu! Hätte ich nicht gebraucht.


    Und so bleibt am Ende genau das, was ich mir erwartet und erhofft hatte: Ein Spiel, dass eine geradezu meditative Wirkung auf mich hatte. Klar, die grundsätzliche Geschichte und im Grunde auch die melancholische Atmosphäre ist nichts, was man so nicht schon dutzende Male in ähnlich gelagerten Games schon erlebt hat, aber dieser lasergenaue Fokus auf die Freuden des Kletterns ist so ziemlich einzigartig und genau meine Kragenweite! Abgesehen von den uninteressanten Secrets hatte ich eine enorme Freude am Spiel!

    Klar, die Erfahrung hat mich auch nicht weggeblasen. Aber sie hat mich auch durchgehend unterhalten. Und am Ende ist das auch eine ganze Menge wert!

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    Das Leben ist wie ein Roguelike mit Permadeath-Mechanik.

    Wer hat sich diesen Schwachsinn eigentlich ausgedacht?

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    Nobody Saves The World [PS5] (~24h)

    Dieser Review kommt etwas verspätet (wir haben das Spiel schon vor 2-3 Wochen abgeschlossen), aber in der letzten Zeit ging es hier leider ziemlich drunter und drüber, sodass ich erst jetzt dazu komme. Aber ich denke, die Erinnerung ist immer noch frisch genug ;) Eine besondere Story gibt es zu diesem Spiel auch gar nicht: Im Rahmen des Multiplayer-Sales im eShop vor ein paar Wochen haben mein Partner und ich uns im Allgemeinen nochmal erkundigt, was es an Co-Op-Games so gibt – auch auf der Playstation – und so sind wir zu diesem Spiel gekommen. Es hat sehr gute Bewertungen und als dann auch noch ein PSN-Sale folgte, war das Spiel schnell eingetütet und (durch)gespielt.


    Nobody Saves The World ist noch ein recht neues Spiel, das erst im letzten Jahr das Licht der Welt erblickte, und von dem kanadischen Entwickler Drinkbox Studios entwickelt wurde. Tatsächlich finde ich es gar nicht so leicht, das Genre von Nobody Saves The World zu bestimmen, da es doch irgendwie ganz anders ist als alles, was ich zuvor gespielt habe. Offiziell ist es als Action-RPG mit Dungeon Crawling-Elementen gelabeled, allerdings sollte man hier keine allzu klassische Erfahrung erwarten, denn Nobody Saves The World kommt mit einem ungewöhnlichen Level-System daher und geht auch sonst in vielerlei Hinsicht eigene Wege. Das Narrativ lässt sich ziemlich kurz zusammenfassen: Wir sind im wahrsten Sinne des Wortes ein Niemand und leben in einer Welt, die dem Untergang geweiht scheint. Immer mehr Menschen werden krank, Flora und Fauna vergehen oder mutieren und die Welt wird von allerlei Monstern heimgesucht. Alle Hoffnung liegt auf dem großen Zauberer Nostramagus, doch der ist verschwunden. Ungewöhnliche Umstände lassen uns in den Besitz seines Zauberstabes kommen – und so muss ein Niemand die Welt retten.


    Nobody Saves The World ist ein eindeutig Gameplay-fokussiertes Spiel, daher spare ich mir mal einen allzu ausufernden Kommentar zur Story: Die Geschichte ist zweckmäßig, glänzt aber mit einigen humorvollen Artworks und Interaktionen. Einen Großteil des Spiels verbringen wir jedoch damit, uns durch eine große, von Dungeons übersäte Spielwelt zu bewegen, die auch viele optionale Inhalte – in erster Linie Side Quests – bietet. Insgesamt wird die freie Erkundung gefördert, die Welt ist aber nicht völlig „offen“ (schon dadurch, dass die Gegner in einigen Gebieten plötzlich so stark sind, dass man direkt ahnt, „okay, vielleicht sollte ich hier noch nicht sein“). Mein Partner und ich fanden das Spiel auch insgesamt recht herausfordernd, insbesondere einige der optionalen Dungeons. Hier ging es aber auch oft darum, die richtige Strategie zu finden – mit Gewalt bzw. dem direkten Weg kam man hier oft nicht weiter. Wir hatten den Eindruck, dass der Co-Op-Modus hierbei sogar einem Easy-Mode gleichkam, da der tote Spieler nach 10 Sekunden automatisch wiederbelebt wird, solange es dem anderen gelingt, am Leben zu bleiben. Wenn man wiederbelebt wird, sind HP und Mana völlig wiederhergestellt, sodass wir uns mit dem Sterben oft strategisch abgewechselt haben. Es ist aber natürlich auch gut möglich, dass die Gegner im Co-Op-Modus höhere Statuswerte haben. So oder so ist der Couch-Co-Op des Spiels aber empfehlenswert: Er lässt sich leicht ein- und ausschalten und es gab auch keine negativen Interaktionen wie wir das zuletzt bei Sackboy erlebt haben.


    Im Zentrum des Gameplays steht jedoch eine ganz spezifische Mechanik, nämlich die der Verwandlung. Als unbedeutender Niemand können wir natürlich nicht gegen die mutierten Monster dieser Welt bestehen und sind darauf angewiesen, unsere Form zu ändern. Und hier sind der Phantasie wirklich keine Grenzen gesetzt: Von Tieren, über Objekte, bis hin zu Fabelwesen ist wirklich alles dabei. Jede Form verfügt über ein ganz eigenes Set an passiven und aktiven Skills, die man freischalten kann, indem man bestimmte Quest-Reihen abschließt (z.B. verwende 10 Mal Skill X; treffe 5 Gegner mit Skill Y usw.). Die genannten Quests sind dabei eher die einfache Anfangsquests, umso höher der Rang ist (E bis S ist das Spektrum), desto herausfordernder werden die Aufgaben. Strategisch sehr interessant: Die Skills der unterschiedlichen Formen lassen sich kreativ miteinander verbinden, um wahnwitzige Kombinationen zu erschaffen. Uns hat dieses Konzept viel Spaß gemacht, da jeder seinen Charakter so modifizieren konnte, wie er ihm am besten gefallen hat. Gleichzeitig hat dieses Modifizieren nie besonders lange gedauert: Man schaltet die Formen und ihre Skills nach und nach frei, sodass wir nie das Gefühl hatten, keinen Überblick mehr zu haben. Oft waren es ein paar wenige Clicks, man konnte auch sehr unproblematisch hin- und herwechseln. Neue Formen schaltet man übrigens frei, indem man bestimmte andere Formen auf einen spezifischen Level bringt. Man wird also mehr oder weniger dazu gezwungen, alle Formen auch tatsächlich auszuprobieren und für eine Weile zu spielen – wer sich gerne auf eine einzelne konzentrieren will, wird mit Nobody Saves The World also wohl eher nicht glücklich. Uns hat es aber nicht gestört; ich fand es sogar ganz nett, ein paar verschiedene Formen lernen zu müssen. Wir haben auch selten dieselben Formen gespielt, sondern haben sie meist unabhängig voneinander hochgelevelt. Den DLC hatten wir übrigens im Sale gleich mitgekauft und er bietet ein paar nette Puzzles (und noch ein paar neue Formen), aber zu viel sollte man davon nicht erwarten. Wir waren ehrlich gesagt ein bisschen überrascht, als wir dann schon am Ende waren, aber für die 1,50€, die wir dafür gezahlt haben, können wir auf jeden Fall nicht meckern.


    Dieses Mal fällt der Review ein wenig kurz aus – auch deshalb, weil ich mich nicht mehr so richtig erinnere, ob ich noch etwas Spezifisches schreiben wollte :P –, aber das soll mich nicht daran hindern, dieses Spiel nochmal all denen ausdrücklich zu empfehlen, die entweder nach einer spaßigen Co-Op-Erfahrung suchen, oder einfach Lust auf den verrückten Stil und die bunten Fertigkeits-Kombinationen haben. Mir hat Nobody Saves The World auf alle Fälle viel Spaß gemacht und ich bin froh, dass ich zufällig auf den Titel gestoßen bin. Wir suchen ja immer mal wieder nach schönen Co-Op-Erfahrungen und haben dieses Jahr schon einige Glücksgriffe gelandet (z.B. Cat Quest II). Da ich mir für den November zwei ziemliche Brocken angelacht habe (Trails of Cold Steel IV und Twilight Princess), die ich gerade parallel spiele, werdet ihr diesen Monat wahrscheinlich nicht mehr allzu viel von mir hören, aber ich komme zurück :P

  • Mirage

    Da bin ich dann vielleicht auch etwas bemühter mir jemanden für den Koop Modus zu suchen, das Spiel hat ja generell auch mein Interesse und sah nach witzigen Ideen aus und so in etwa lesen sich auch die Eindrücke die ihr hattet dann recht positiv dazu.^^


    42. Disgaea 7 Vows of the Virtueless

    Genre: Strategie-Rollenspiel

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    Nachdem ich bereits mit Disgaea 6 Complete dieses Jahr wieder meinen Spaß hatte, war meine Vorfreude über den neusten Ableger zunehmend entfacht und bereits die Trailer mit den Ankündigungen, wo man auch viele der enthaltenen Klassen sehen konnte, haben mich schon im Vorfeld sehr gefreut.

    Es sei gleich zu Anfang gesagt, das egal wie sehr ich bei manchen Dingen vielleicht ausschweifen könnte, ich definitiv nicht alles in diesen Eindrücken unterbringen kann, weil das Spiel über meine bisherige Erfahrung hinaus noch so viel mehr bietet, weshalb ich versuche es wenigstens anzudeuten oder zu erwähnen, aber unmöglich auf alles eingehen kann.

    Dennoch hoffe ich das die Eindrücke ausreichen um euch einen groben Überblick zu verschaffen. :)

    2-Story-Charaktere.png

    Die Geschichte findet in Hinomoto statt, Netherworlds wo Dämonen ihrem Weg der eigenen Überzeugungen, ihres sogenannten Bushido folgen.

    Zumindest war es mal so, denn seit der Demmodore Opener dort regiert haben sich die meisten an einen gewissen Kodex zu halten, wodurch Ruhm und Ehre scheinbar ein Relikt der Vergangenheit sind.

    Das quirlige Mädchen Pirilika ist ein absoluter Otaku und Fan von Hinomoto und möchte dort Sightseeing betreiben, schnell stellt sie jedoch fest das es nicht dem Bild der Geschichten entspricht die sie zuvor darüber gehört hat und gerät durch eine ungünstige Ausdrucksweise in eine missliche Lage.

    Der junge Mann Fuji, der offenbar gerne für eine entsprechende Summe Geld vor den meisten Tätigkeiten nicht zurückschreckt und gern sein "schlechtestes" tut, hilft ihr und verlangt natürlich entsprechend eine amtliche Belohnung dafür.

    Da es Pirilika nicht an Geld zu mangeln scheint und Fuji darin eine Geldquelle sieht kommen sie zu einer Übereinkunft beider Ziele, wobei Pirilika's Begleiter mit dem Namen Pii-Chan den unachtsamen Fuji durch einen wässrigen Vertrag austrickst und sie so mehr oder weniger aneinander gebunden sind und von da an Prilika's großen Wunsch verfolgen Hinomoto wieder zu den ruhmreichen Netherworlds zu machen die sie einmal waren.


    Die Story hat wie für die Reihe üblich wieder einiges an humorvollen Dialogen und teils aberwitzigen Charakteren zu bieten, weiß dabei aber auch an bestimmten Stellen mit ausreichend Ernst zu überzeugen.

    Der Cast der Hauptcharaktere hat mir hier bisher mit am besten gefallen und jeder Charakter bekommt zu gegebener Zeit auch ein wenig mehr Tiefe und Hintergrund.

    Große Plottwists sollte man insgesamt nicht erwarten wenn man storyorientierte Spiele gewohnt ist, aber es gibt genügend kleinere Wendungen die das ganze Unterhaltsam vorantreiben und der Charme der Truppe selbst ist meist eh ausreichend um Gefallen an der Geschichte zu finden, für mich war es gewohnt gute Kost.^^

    Vorangetrieben wird das ganze gewohnt durch Artwork Sprites mit Dialogboxen.


    Wer mit den Protagonisten nur bedingt etwas anfangen kann, der kann für die Gefechte auf eine wirklich beachtliche Zahl von 45 verschiedenen Charakterklassen zugreifen, wobei dazu gesagt sei das zumindest einige lediglich die Alternative des anderen Geschlechts sind, aber gerade als Serienfan bekommt man hier ein amtliches Aufgebot spendiert, das es mehr als einmal schwer macht sich für eine festere Gruppe zu entscheiden.

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    3-Gameplay.png

    Man hat im Spiel wieder eine typische Hubworld die sich nach und nach mit mehr Optionen für das Spiel erweitert.

    Neben der Hauptdimension für die Storymissionen gibt es so bspw. mit der Zeit die Möglichkeit sich neue Charaktere aus den Klassen zu erstellen, Bonuserfahrung zu vergeben, Skills zu leveln, Quests anzunehmen, Items zu verstärken, Werte anzupassen oder alternativ wie in den Vorgängern in der Item World zu leveln, wo man zufallsgenerierte Level wie eine Art "Roguelite" Modus durchstreift um sich eventuell besser für die Hauptmissionen vorzubereiten.


    In den Missionen selbst hält sich alles klassisch, man hat seinen Basispunkt aus dem pro Mission bis zu 10 Charaktere ausgewählt werden können um diese zu bewältigen.

    Man hat wie gewohnt normale Angriffe, Waffenskills oder Magie zur Verfügung um ordentlich Schaden auszuteilen oder sich zu buffen.

    Für die Reihe üblich können sich die Charaktere auch hochheben und in einem gewissen Radius weit werfen wodurch sich taktisch wie gewohnt einige Optionen ergeben um sich individuell dem jeweiligen Level zu stellen, denn neben den zu besiegenden Feinden kommen auch des öfteren Geo Effekte, die auf bunt markierten Feldern für bestimmte Boosts der Statuswerte sorgen können oder eben für eine weitere Hürde, die man entweder umgeht indem man sich schafft klug zu platzieren oder man zerstört die Geoblöcke die dann mitunter die Farben der Felder verändern können, wodurch die Effekte sich entweder übertragen oder negiert werden.


    Neben diesen bekannten Elementen gibt es aber auch 2 merkliche Neuerungen, das wäre zum einen der "Hell Mode" und zum anderen die "Jumbification".

    Den Hell Mode können die Protagonisten ab einem bestimmten Storyfortschritt unter bestimmten Bedingungen aktivieren der dann je nach Charakter teils erhöhte Stats bieten kann oder eine besondere Fähigkeit wie bspw. 2x anzugreifen.

    Zudem hat jeder Charakter auch einen individuellen Skill den man nur während des Hell Mode nutzen kann, der diesen Modus dann aber auch anschließend beendet.

    Zusätzlich zu dieser Komponente kommt die Jumbification, wenn man an der rechten Seite des Bildschirms die sogenannte "Rage-Leiste" mindestens einmal gefüllt hat kann man einen Charakter nach Wahl zu immenser Größe verhelfen.

    Jeder Charakter bzw. jede Klasse hat dabei nochmal einen besonderen Effekt wie bspw. weibliche Charaktere um 30% zu boosten oder negative Statusveränderungen zu verhindern.

    Während dieser Phase kann der Charakter jedoch nur zwischen 2 Attacken wählen, einmal ein "normaler" Angriff der doch schon eine merkliche Fläche abdeckt und man aufpassen muss das man seine eigenen Leute dabei nicht verletzt und dann eine Gigasaster-Attack, die ausschließlich dafür gedacht ist wenn der Feind ebenfalls einen Jumbo-Charakter hat und man diesem direkt starken Schaden hinzufügen möchte.

    Nach ein paar Zügen klingen die Fähigkeiten natürlich ab um eine gewisse Balance zu wahren.


    Zu Beginn hatte ich hier Zweifel, da es mir etwas zu "Over the Top" wirkte und auch wenn es im Spiel zum ersten Mal vorkommt habe ich an der Hauptmission ungünstig gehangen und musste leveln, was zusätzlich bitter war da die Item World vergleichsweise zu den anderen Ablegern der Reihe erst später freigeschaltet wird.

    Das hat leider etwas mäßiges Grinding in den vorherigen Hauptmissionen bei mir erfordert, aber später hat sich beides sehr gut in das gewohnte Spielgefühl eingefügt und wirkte dann auch nur noch bedingt overpowered oder zu präsent, bis auf wenige Ausnahmen vielleicht.

    Allerdings ist das immer ein wenig mit Vorsicht zu genießen, denn da man in Disgaea generell immer nebenher optional ordentlich grinden kann steigt und fällt die Herausforderung teils auch immens mit dem eigenen Vorgehen und eventuellen Zusatzeinstellungen.

    Disgaea-7-Vows-of-the-Virtueless-gameplay.jpg

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    Ein Hauptkapitel hat wie bereits im Vorgänger immer 5 Missionen mit dazugehörigem Storyanteil, dadurch ist zwar immer absehbar wie lange ein Kapitel geht, aber man kann es zeitlich auch ganz gut als Spieler für sich einplanen.

    Darüber hinaus kommt es halt drauf an wie viel Zeit man mit den ganzen anderen Möglichkeiten und Einstellungen verbringt, da man sich bspw. durch die Item World vorzeitig wie immer auch hoffnungslos überleveln kann.

    Daher ist es wie immer auch ein bisschen die eigene Entscheidung wie viel Zusatzgrind man betreibt oder ob man es vielleicht auch eher nutzt um aus Interesse und Neugier weitere Klassen auszuprobieren und kennenzulernen.

    Das Spiel bietet bspw. auch wieder Squads an wo sich ausgewählte Charaktere mitunter an den EXP des zugeteilten Squad Leaders bereichern können, wodurch man auch Charaktere etwas mit levelt die vielleicht nicht in allen Missionen nützlich sind oder mit dem Level noch zu weit hinterher hängen.

    Zusätzlich kann man nach Beenden eines Kapitels die vorherige Netherworld diesmal aber erstmalig auch zum "Sightseeing" wieder betreten um mit ein paar NPC's zu quatschen, exklusive kleine Ladenangebote wahrzunehmen oder weitere Quests anzunehmen, bei denen es sich aber um 95% darum handelt den jeweiligen Charakter im 1vs1 Match zu besiegen und dann hat man die Wahl diesen in seine Reihen aufzunehmen.

    Da hätte ein bisschen mehr Vielfalt schon nicht geschadet.

    Aber man kann auch kleine Tournamente abschließen oder Demon-Shogi spielen, letzteres kann man wie eine Art "Minispiel" sehen wo man quasi eine Map mit Charakteren vorgesetzt bekommt und deren D.I. (Demonic Intelligence aka künstliche Intelligenz) in einer Art Tabelle manuell so einstellen muss, das die eigenen Figuren durch ihre Aktionen in möglichst wenig Zügen den Sieg erringen.

    An sich eine ganz coole Idee, aber die Umsetzung finde ich sehr mäßig, da wirklich jede Bewegung per Befehl zugewiesen werden muss und ich weiß nicht ob es dann doch hier und da an meinem Englisch etwas hapert, aber teilweise wusste ich nicht wie genau ich welche Eingabe zu verstehen habe und es war eher mäßiges rumprobieren, wo ich bspw. die Lösung schon zu beginn direkt wusste um es in einem Zug zu erledigen, aber 30min. gebraucht habe es mit der D.I. zuzuweisen, da man selbst dabei nicht die Kontrolle übernehmen kann.

    Da es aber optional ist, mag ich das dem Spiel nicht wirklich ankreiden und habe es dann nach einer Weile ignoriert.

    Was das Spiel aber auch bietet ist bis zu einem gewissen Maße für "Polter-Gas" bereits bestrittene Missionen als "Auto-Battle" zu bestreiten, dadurch kann man sich bspw. durch andere Einstellungen bestimmtes Grinding zeitweise erleichtern und spart mitunter enorm Zeit.

    Ich habe es genutzt um einige Klassenlevel zu steigern die ich nicht spielen wollte, die aber nötig waren um auf weitere Klassen freizuschalten, daher wirklich eine schöne Möglichkeit das immer mal zwischendurch für ein paar schnelle Ründchen zu aktivieren während man sich sein Essen vorbereitet oder auf Toilette muss. xD

    Was ich hingegen eher semi fand war diesmal das Rank System pro Mission, das man sonst pro Kombo oder durch auflösen von Geo Effekten gesteigert hat um am Levelende dann Items zu bekommen.

    Stattdessen gibt es nun statt Rank 1-9 eher 5 Extraaufgaben die man pro Mission erfüllen kann wie bspw. nur Monstertypen einzusetzen oder die Map in 5 Zügen abzuschließen.

    Zwar kein schlechter Ansatz, aber es wiederholt sich schnell und verlangt dabei häufig mit nur der Hälfte der Charaktere anzutreten und gibt einem halt von vornherein weniger Bonusloot.

    Nicht verkehrt, aber auch nicht optimal für meinen Geschmack.

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    Die Charaktere sind wie bereits in Teil 6 nun 3D modelliert, auch wenn die knackscharfen 2D Sprites noch ein wenig charmanter waren so finde ich erneut nicht das es optische Einbußen gab und mich die einzelnen Figuren ansprechen.

    Bei den Dialogsprites gabs bisher von mir noch nie wirklich etwas auszusetzen und versprechen einfach den gut gewohnten Disgaea Flair.

    Die Maps selbst haben wieder einiges an abwechslungsreichen Biomen, könnten aber hier und da doch wieder ein wenig mehr Details bieten und aufgrund der Story kommt das ein oder andere Setting etwas wiederholt vor, wo man zumindest anhand der Entwicklung der Geschichte eine etwas andere Farbpalette oder Stimmung hätte erzeugen können, aber nichts was jetzt wirklich stört.

    Die Animationen der einzelnen Skills sind wieder schön ansehnlich und lassen sich aber nach Bedarf auch ausschalten oder manuell überspringen wenn man sich bei einigen satt gesehen hat, aber gerade bei neuen Fertigkeiten war ich immer erstmal gespannt wie das Ganze in Szene gesetzt wurde.

    Ansonsten hat man gewohnt seine isometrische Ansicht, die man auch parallel ausrichten kann, das wirkt für mich aber zu befremdlich für die Reihe weshalb ich es hier eher klassisch isometrisch beibehalten habe.

    Was ich allerdings wieder schmerzlich vermisse ist ein klassisches Anime Opening, das man dies scheinbar seit Teil 6 nicht mehr bieten möchte finde ich bedauerlich und hat für mich stets dazu gehört. ;(

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    Bei der Musik fühlt man sich auch direkt wieder heimisch und versprüht ebenfalls gewohnt gute Disgaea Vibes, das obwohl es bevorzugt anhand des Asia-Samurai Settings entsprechend östliche Nuancen in den Tracks gibt.

    Viel hängen geblieben ist mir zugegeben nicht, aber ich fand es immer passend und gerade das Title Theme hatte mir schon am Ende der Trailer damals Laune gemacht, also die richtige Stimmung weiß man jeweils einzufangen.


    Die englische Synchro hat mir auch wieder gut gefallen, auch wenn ich mich bei mehreren Sprechern wohl verhört habe, da mir bei den Credits von dem Hauptspiel kein Synchronsprecher was gesagt hat, aber für mein gehör haben sie gute Arbeit geleistet.^^

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    Etwas das bei Disgaea je nach Spieler seeeeeehr abweichen kann, für mich lag der Fokus eher auf den Hauptmissionen und ich habe nur zu Beginn etwas leveln müssen und zwischendurch etwas Zeit investiert um weitere Klassen freizuschalten.

    Ansonsten war ich nur 1x in der Item World und habe entsprechend dort nicht intensiv alle Möglichkeiten ausgeschöpft, die Bonus Dimensions habe ich bisher nicht erspielt und für den Postlude Content war ich stark unterlevelt, weshalb ich ohne großes Grinding für den normalen Werdegang bis zum Ende zwischen 40-45h benötigt habe.

    Laut den % bei den Trophäenangaben war ich, trotzdem ich nicht finde das ich durchgerusht bin, wohl gegen Ende recht unterlevelt.

    Denn bereits ab der Hälfte des Spiels sind mindestens 50% aller Spieler bereits auf Level 99, weil es dafür eine Trophäe gibt.

    Ich selbst war aber am höchsten mit Level 92 im Finale und war somit knapp 40 Level unter dem Endboss. xD

    Aber es war teilweise trotzdem gut machbar oder entsprechend angenehm fordernd, also würde ich schon sagen das mit Hauptfokus auf die Story zum Großteil auch so ganz gut durch das Spiel durch kommt.

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    Da gibt es wirklich Unmengen was man sich als Bonus freischalten kann, seien es weitere Dimensionen mit neuen Leveln, die Item-World ist geradezu Endlos, dann das Postlude und per Season Pass kann man bisher glaube 8 weitere Geschichten hinzufügen wo dann auch viele Hauptcharaktere der Vorgängerspiele involviert und freischaltbar sind, ich aber hier für mich erstmal ausgeklammert habe.

    Dazu habe ich ja schon einiges erwähnt, man kann natürlich wieder Skills, Level und Charakterklassen bis zum Ultimo grinden und Items ausreizen, Ranking Matches gegen andere Spieler bestreiten und und und.

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    Auch Disgaea 7 hat mir viel Freude bereitet, so wie ich es mir erhofft hatte.

    Trotz Skepsis bezüglich der Jumbification finde ich das sich die Neuerungen wunderbar in die gewohnte Formel einfügen und dem Spiel somit ein bisschen Individualität verleihen, aber nichts vom klassischen Spielgefühl vermissen lassen.

    Die vielen verschiedenen Optionen und Einstellungen können einen sicherlich überfordern, aber bieten gleichzeitig auch eine gute Möglichkeit für Einsteiger besser voran zu kommen und da man sich optional und individuell an vieles herantasten und ausprobieren kann würde ich schon sagen das es sowohl für Neulinge als auch für Veteranen viele verschiedene Arten und Weisen gibt sich in das Spiel einzufinden.

    Sowohl für Genre als auch Serienfans ist es eine klare Kaufempfehlung, ebenso für Leute die das Franchsie mal ausprobieren möchten würde ich sagen das man da mit diesem Titel nichts falsch macht.

    Für mich reiht es sich vermutlich in die Top 3 der Reihe ein und ist definitiv ein persönliches Highlight dieses Spielejahres.^^

    • Offizieller Beitrag

    Ich hab die Hauptstory jetzt auch nach fast 38h erstmal durchgespielt und schau mir jetzt das Postgame an. Was den Season Pass angeht Bloody-Valkyrur das was im Store gezeigt wird ist schon der gesamte Pass, mehr wirds nicht geben. Hab die Story hauptsächlich mit meiner Diebin Misha durchgezogen und ein paar andere indirekt durch ihre Kills mitgelevelt. So war ein Teil am Ende zwischen Lv 90 -120 während sie schon bei Lv. 200+ rumgurkte. Ich finde Teil 7 auf jedenfall schonmal besser als Teil 6. Bei den DLCs könnte sich NIS wieder etwas mehr trauen und auch ein exotischere Charaktere ins Spiel bringen.

  • Würde ich fürs Level grinden nicht anders machen, hab es ja wie beschrieben auch nur genutzt um mit Auto Battles die Class Profiency bei 2-3 Charakteren zu beschleunigen um 2 andere Klassen freizuschalten, habe dazu auch eine ältere Mission gewählt und meinen restlichen Fortschritt pausiert um mir ebenfalls das Grundpacing beizubehalten.^^

  • The Dark Pictures Anthology ist eine Anthologie von interaktiven Horror-Action-Adventure bzw. Survival Games von Supermassive Games.

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    Wie schon in Until Dawn, das denke ich als Blaupause diente, begleitet der Spieler jeweils eine fünfköpfige Gruppe auf einem Horror-Abenteuer-Trip und muss dabei kleinere Handlungen vornehmen, Entscheidungen treffen und Quick-Time-Events bestehen. Dabei ist das Spiel eher wie ein interaktiver Film gestaltet, wobei die Figuren nur in manchen Szenen selbst gesteuert werden müssen. Die Spieler müssen verschiedene Entscheidungen treffen, die Konsequenzen auf den weiteren Spielverlauf haben und die Beziehung der Charaktere untereinander beeinflusst. Alle fünf Charaktere können das Spiel überleben oder währenddessen umkommen. Das Spiel hat verschiedene Enden mit unterschiedlichen Szenarios.


    Das explizite Gameplay funktioniert in allen Spielen vom Grundprinzip her identisch, einzelne Steuerungselemente und -möglichkeiten unterscheiden sich jedoch.


    Als gemeinsames Element haben alle Spiele denselben Kurator, gespielt von Pip Torrens. Er ist festes Bindeglied und führt als Durchbrecher der vierten Wand in die jeweiligen Geschichten ein, kommentiert das Geschehen und kann auf Wunsch Tipps geben.

    Als Easter-Egg taucht der Kurator in den Spielen der Reihe neben seinen eigenen Sequenzen auch im Hintergrund der jeweiligen Geschichten auf und beobachtet das Spielgeschehen. (ich habe mich jedes mal gefragt, ob ich jetzt richtig gesehen habe XD)


    Alle Spiele besitzen Coop. Während man beim lokalen Filmabend-Modus den Controller zwischen den bis zu fünf anwesenden Spielern bei Figurenwechseln weiterreicht, stürzt man sich online zu zweit in das Horror-Abenteuer und erlebt stellenweise sogar völlig unterschiedliche Dinge.

    Ich habe alle Spiele im Solo-Abenteuer beendet.

    Durch die verschiedenen Enden und Möglichkeiten, Charakter am Leben oder Sterben zu lassen, ergibt sich ein hoher Widerspielwert und zumindest was Teil 2 und 3 angeht, bin ich nicht abgeneigt, das Ganze oder auch Kapitelweise noch mal durchzugehen.


    Ich empfehle die Spiele als kurzen Horror (Trash) Happen für einen Abend oder zwischendurch, wenn man Spaß an den trashigen Horrorgeschichten hat, aber viel mehr war im Oktober auch nicht bei mir möglich, so dass es mir ganz gelegen kam, diese nun nachzuholen.


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    The Dark Pictures Anthology: Man of Medan (PS4 auf PS5, ca. 5 h)


    An Bord der Medan, einem US-Kriegsschiff aus dem Zweiten Weltkrieg ereignen sich seltsame Vorfälle. Eingeführt in die Story wird man mit den beiden Soldaten Joe und Charlie, die beim Landgang etwas zu viel über den Durst getrunken haben und zur Strafe in einer Arrestzelle bzw. der Krankenstation des Schiffs gelandet sind. Man erkundet mit Beiden im Prolog und findet überall Leichen, in deren erstarrten Gesichtern sich immer noch die Angst des Todes widerspiegelt. Halluzinationen und Anzeichen von Wahnsinn lassen die beiden das gleiche Schicksal ereilen wie ihre Kameraden.

    Jahrzehnte später kann eine Gruppe aus jungen Erwachsenen noch nicht erahnen, dass ihr eigenes Schicksal mit den Ereignissen von damals verknüpft wird. Denn eigentlich wollen der schüchterne Brad, sein sportlicher Bruder Alex zusammen mit dessen Freundin Julia und ihrem arroganten Bruder Conrad nur zu einem Ausflug aufbrechen, um unerlaubt zu einem unentdeckten Flugzeug-Wrack im Pazifik zu tauchen. Ihre Kapitänin Fliss ist davon zwar nicht sonderlich begeistert und warnt sogar davor, benötigt aber das Geld und lässt die Truppe daher gewähren.


    Der erste Teil wurde häufig abgestraft, aber gerade die engen und düsteren Gänge des Schiffs vermittelten für mich eine tolle Atmosphäre. Auch der vorige kurze Tauchgang zum Flugzeugwrack gefiel mehr sehr. Bei den Charakteren handelt es sich zwar im Prinzip nur um eine Ansammlung von Stereotypen und die Charakterentwicklung hält sich in Grenzen, aber trotzdem fiebert man mit jeder Figur mit. Ich war also investiert und wollte, das jeder Charakter überlebt. Was mir zum Glück auch gelang. Habe diesmal mit meinen Entscheidungen gelebt und so durchgezogen. Die Jump-Scares hätte es zwar häufiger nicht gebraucht, die Auflösung Rätsels fand ich inhaltlich und von der Umsetzung etwas schwach. Würde sagen, dass sich das Spiel für mich an 3. Stelle innerhalb der Anthologie einreiht.


    The Dark Pictures Anthology: Litte Hope (PS4 auf PS5, ca. 6 h)


    Diesmal übernimmt man als Spieler abwechselnd die Rolle von fünf Charakteren aus einer Gruppe von Student*innen samt ihrem Professor. Diese Gruppe sucht nach einem Busunfall in der Kleinstadt Little Hope nach Hilfe und gerät dabei in eine Horrorgeschichte um Hexen und parallele Realitäten.


    Kommt im Vergleich zum Vorgänger mit mehr erzählerischer Kühnheit und auch souveräneren Darbietungen daher. Besitzt auch eine reichhaltigere, komplexere und überraschendere Erzählung. Manche fanden sie haarsträubend. Mir hat vor allem die Auflösung gefallen. Die Schauplätze fand ich etwas schwächer. Die Charaktere sind auch wieder etwas eindimensional. Gefielen mir aber gut genug, dass ich auch hier alle am Leben halte wollte. Die Quick-Time-Events werden diesmal im Vergleich zum geistigen Vorgänger immerhin angekündigt. Dadurch kann man besser auf die Eingaben reagieren und wird nicht mehr komplett überrumpelt. Das fand ich eine angenehme Verbesserung, auch wenn ich im Vorgänger keinen wirklichen Probleme damit hatte.


    Würde „Little Hope“ trotz einiger unangenehmer Momente und Übergänge durchaus als spielenswert empfehlen und reiht sich für mich auf Platz 2 innerhalb der Anthologie ein.


    The Dark Pictures Anthology: House of Ashes (PS5, ca. 7 h)


    House of Ashes führt den Spieler in den Irakkrieg des Jahres 2003. Auf der Suche nach chemischen Waffen geraten US-Soldaten mitten in der staubigen Nahost-Einöde in ein Gefecht mit irakischen Bodentruppen. Doch urplötzlich tut sich ein riesiges Loch im Boden auf und die Kämpfenden werden in eine düstere, unterirdische Tempelanlage gerissen.


    Die Prämisse, mit den Soldaten umher zu ziehen, ließ mich am Anfang total kalt und ich hatte nicht recht Lust, auf diesen Teil der Anthologie.

    Aber da habe ich mich doch ganz schön geirrt, dann dieser Teil sollte sich mit seinem atmosphärischen Setting, gelungenem Soundtrack und dem filmisch inszeniertes Action-Fest dann doch als mein Favorit innerhalb der Sammlung herausstellen. Auch die Charaktere sprachen mich z.T. wieder etwas mehr an, machten z.T. sogar so etwas wie eine Entwicklung durch (wenn man die entsprechenden Entscheidungen getroffen hat), dass ich diesmal auf keine Fall wollte, dass jemand stirbt (ist mir leider kurz vor Ende dann doch passiert, aber immerhin ist der Charakter gestorben, der für mich am entbehrlichsten war XD).


    Einige werfen dem Teil der Anthologie vor, ungewohnt wenig Horror zu haben. Aber ich fand die Body -Horror-Darstellung in der Art von "Alien" eigentlich ganz nice. Hatte durch die Bedrohung auch mehr eine „beständigere“ Panik als in den Vorgängern, wo einfach die meiste Zeit keine Gefahr zu bestehen schien (und im 4. Teil ja nur von 1 Person kam…)


    Technisch hat sich im Vergleich zum Vorgänger auch wieder etwas getan: In Little Hope musste man sich noch mit einer festen Kamera herumplagen, die nicht immer auf der Höhe des Geschehens war. Die hat Supermassive in House of Ashes komplett aus dem Spiel geworfen und sie durch eine Third Person-Ansicht mit frei um den Charakter rotierender Kamera ersetzt. Quick-Time-Events kann man in House of Ashes sogar noch weiter verfeinern, in dem man die Reaktionszeiten dank Schwierigkeitsgraden in drei Stufen justieren kann, oder den Timer sogar komplett ausstellen kann. Das gilt auch für Kämpfe, in denen man schnell auf den Feind zielen und dann eine Taste drücken muss.


    Wie gesagt, überraschender Weise insgesamt auf Platz 1 innerhalb der Anthologie. Will ich auch noch mal durchspielen und alle retten/ den goldenen Weg beschreiten.


    The Dark Pictures Anthology: Devil in Me (PS5, ca. 7-8 h)


    Das Setting ist diesmal an eine True Crime-Story angelehnt und führt eine fünfköpfige Filmcrew in ein nachgebautes Luxushotel aus dem 19. Jahrhundert, das als atmosphärischer Schauplatz zu gefallen weiß. Im Original hat einst der US-amerikanische Serienmörder H. H. Holmes sein Unwesen getrieben und mit dessen Nachahmer bekommt man es in The Devil in Me zu tun.


    Dieser Teil wurde von Vielen als der Beste innerhalb der Anthologie gelobt, für mich war es aber der Schwächste. Die Story hat außerhalb des „Saw“-Konzepts kaum neue Anreize, die Charakter versucht man zwar etwas mehr einzuführen, sprachen mich aber durch die Bank alle so überhaupt nicht an, dass ich ziemlich zu Beginn beschlossen hatte, einfach alle sterben zu lassen!

    Das habe ich natürlich auch durchgezogen >:D. Und dabei nicht plump die Quick-Time-Events vermasselt, sondern einfach die „Falschen“ Entscheidungen getroffen XD. Das Haus als Setting war zwar nett und zu Beginn auch atmosphärisch, aber die sich bewengenden Wände jetzt nichts Neues. Schnell war ich angeödet. Auch dass es ja quasi nur einen Feind gibt, trotz all der Fallen, fand ich langweilig. Und als man das Hotel dann verließ, wollte ich das Spiel nur so schnell wie möglich durch haben, da die Szenerie einfach langweilig war (wie schon im Prolog auf dem Weg zum Hotel).


    Gut, die Jumpscares waren wie bereits in House of Ashes weit pointierter im Einsatz als z.B. in Man of Medan. Aber trotzdem…

    Auch Technisch eher schwach/ schwächer als die Vorgänger. Hatte wesentlich mehr Audio-Aussetzer, Bildfehler und zum Ende hin verschwand dann die Anzeige für die Items (das hier leicht erweiterte „Inventar“)…

    Für mich der letzte Platz innerhalb der 1. Staffel der Anthology.

    Yuriko-toki.png

    ~Make of thyselves that which ye desire. Be it a Lord. Be it a God. But should ye fail to become aught at all, ye will be forsaken. Amounting only to sacrifices.~

    6 Mal editiert, zuletzt von Yurikotoki ()

  • Yurikotoki

    Chapeau für's Durchspielen der ganzen Reihe ^^ Mein Freund und ich haben's auch kürzlich im Co-Op versucht, da wir Man of Medan mal kostenlos per PS Plus geladen hatten, aber ich kam mit den Jumpscares nicht klar, bin einfach zu schreckhaft ^^' Wir haben dann einfach Nightmare Before Christmas geschaut xD

  • #56/2023

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    Trailer


    Titel: Baten Kaitos: Origins

    Genre: JRPG

    Entwickler: Monolith Soft/Tri-Crescendo

    Publisher: Bandai Namco/Nintendo


    Spielzeit - 30-31 Std

    WeirdOpoints - 7/10



    Ein Jahrtausend ist es her, seit der Krieg der Götter die Erde verseuchte und die damaligen Zauberer dazu brachte, fünf Teile als Insel hinauf in den Himmel zu erheben. Der böse Gott der Zerstörung Malpercio war für all das verantwortlich. Doch noch immer existieren "Afterlings", die Teile von Malpercios Kraft inne wohnen.

    Sagi ist ein junger Mann, der seine Heimat verlassen hat, um seine Mutter und das Waisenhaus, welches sie führt, finanziell zu unterstützen. Dazu ging er ins Alfard Imperium, um dort als Soldat zu arbeiten. Als er die Chance erhielt dem "Dark Service", eine Spezialeinheit die Lord Baelheit untersteht, beizutreten, tat er dies direkt, aufgrund der guten Bezahlung. Sein erster Einsatz ist dann auch noch gleich die Ermordung des Imperators. Als "Spiriter" wird Sagi sogar die Führung über eine Einheit verliehen, doch als sie beim Imperator ankamen, war er bereits tot. Daraufhin wird Sagis Einheit des Mordes bezichtigt und gejagt. Und so beginnt Sagis großes Abenteuer, während dem er von seiner maschinellen sprechenden Puppe Guilo begleitet wird und während ihrer Flucht auch noch Zuwachs mit Milliarde bekommt, eine adelige Tochter, die den beiden das Leben rettet und sie darum bittet mitgenommen zu werden, um die Außenwelt sehen zu können...

    Doch welche Geheimnisse die Drei beherbergen, was Baelheit vor hat und was es mit den "Afterlings" auf sich hat, gilt es noch zu erfahren...


    Insgesamt ist die Story eher durchwachsen. Vieles ist wirklich gut und spannend gut, auch was die Geheimnisse der drei Charaktere anbelangt. Besonders spannend ist auch der Wechsel in die Vergangenheit bei bestimmten Situationen, womit Sagi auch da nochmal mit einer weiteren Geschichte auseinandergesetzt wird.

    Allerdings gibt es auch einiges, was einfach keinen Sinn ergibt. Oder Geschehnisse, wo einfach Szenen fehlen, damit es plausibel wird.

    Besonders das letztes Drittel ebbt sehr ab und wird immer absurder, manchmal gar lächerlich. Selbst spannende Themen, die in Teil 1 eine spannende Hintergrundgeschichte der Welt ergaben, werden hier eher etwas albern, wie z.B. der Krieg der Götter oder selbst Malpercio selber hat rein gar nichts mehr mit der großen Bedrohung aus dem ersten Teil zu tun. Dazu gibt es gegen Ende Twists, die keinen Sinn ergeben, weil die andere erlebte Geschehnisse widersprechen, was wirklich sehr schade ist.


    Die Charaktere selber sind ganz gut gelungen, auch wenn ich mit Sagi bis zum Ende nicht wirklich warm wurde. Kalas fand ich da erheblich stärker. Die Dynamik zwischen Guilo und Milliarde ist ist allerdings herrlich unterhaltsam. Schade allerdings, dass es keine weiteren Party Mitglieder gibt, obwohl es genug Kandidaten gibt. Zumindest für spezielle Passagen hät man nochmal wen hinzufügen können.


    Natürlich gibt es auch wieder Nebenquests aber hier mache ich es kurz. Die sind wieder einmal furchtbar. Dies liegt aber in erster Linie am furchtbaren Quest Magnus System, bei dem man Objekte oder Dinge in Magnus aufnehmen muss, um eben die Nebenaufgaben zu erfüllen. Auch wenns hier mehr Quest Magnus gibt, die man nutzen kann, wird es nicht besser, da es nun auch noch eine Magnus mixen Funktion gibt, um andere Quest Objekte herzustellen. Dazu werden immer mehr Objekte als Quest Magnus verwahrt, von denen man sich nicht trennen kann.

    Die Quests sind auch oft nicht wirklich logisch aufgebaut bei der Lösung. So soll man was besorgen, findet auch das offensichtlichste Objekt um das zu erfüllen aber man darf es partout nicht in einen Magnus reinpacken. Hier habe ich daher sehr schnell auf die Nebenaufgaben verzichtet.


    Das Kampfsystem wurde ziemlich umgekrempelt. Letzten Endes ist es ähnlich wie das Vorherige nur in simpler und unverständlicher. Stets fühlt es sich an, als ob man vergessen hätte ein Kampfsystem zu implementieren und daher kurz vor der Deadline grob irgendwas zusammengeschustert hat. Es fühlt sich etwas an, wie das Interface von Gollum.


    Zum Glück gibt es im HD Remaster einen One Hit Kill Modus, womit man das furchtbare Kampfsystem umgehen kann. Somit kann man es trotzdem soweit genießen, wie das Spiel halt genießbar ist. Ansonsten hätte ich es auch sehr schnell abgebrochen. Was auch der Grund ist, warum ich das Original um einiges schlechter bewerten würde. Im HD Remaster hat man das Spiel so einfach gerettet.


    Vom Gameplay her ändert sich nicht so viel. Man läuft herum, interagiert mit NPCs und Objekten und sucht seinen Weg um voranzukommen. Doch gibt es diesmal erheblich mehr Rätsel. So bietet eigentlich jede Passage so ihre Rätsel, die man lösen muss, um voran zu kommen. Das ist an sich ziemlich cool. Aber einige dieser Rätsel sind auch etwas anstrengend, da die durch viel hin und herlaufen bestehen. Zum Glück kann man im HD Remaster die Begegnungen mit Gegnern ausstellen, ansonsten kann das wirklich sehr nervig und langatmig werden.

    Leider gab es gegen Ende ein Rätsel, welches vier mal in unterschiedlicher Form auftauchte, dessen Kernmechanik "broken" war. Das wurde dadurch zum reinen Glückspilz und da man bei einem Fehler immer wieder von vorne anfangen muss, egal wie weit man war, war das echt frustrierend und zeitfressen. Eine Stunde hab ich damit bestimmt verschwendet. Wäre es nicht kurz vorm Ende gewesen, hätte ich das Spiel vielleicht sogar abgebrochen. Hier muss unbedingt ein Patch her!


    Ansonsten ist besonders hervorzuheben die Liebe zum Detail, was die Interaktionsmöglichkeiten mit der Umgebung, sowie auch die Lebendigkeit der NPCs anbelangt. Es gibt eine Menge zu untersuchen, auch Objekte, die sich wiederholen wurden dabei mit unterschiedlichen Texten versehen. Und bei den NPCs gibt es immer spannende Dinge zu beobachten, was deren Verhalten anbelangt. So gibt es z.B. ein Haus, wo eine Ballerina Familie lebt und Vater und Tochter den ganzen tag nur tanzen, was die Mutter nervt. Doch nach einem Gespräch mit ihr, gibt sie auf und tanzt einfach mit ^^ Oder ein NPC, der am Boden liegt und mit den Armen und Beinen strampelt oder NPCs, die sich streiten, kloppen, wild herumlaufen oder sonst was an Tätigkeiten nachgehen. Es ist eine reine Freude all diese NPCs, samt ihren Animationen zu erkunden. Dazu sind die Animationen eh liebevoll gestaltet und selbst sowas simples wie "winken" ist je nach NPC unterschiedlich animiert, so dass es zur Person passt.


    Das Visuelle weiß auch absolut zu begeistern. Der Stil ist absolut zeitlos und auch in Origins, als ob man durch Gemälde laufen würde.

    Dazu weiß auch die Musik zu überzeugen. Auch wenn nicht alle Lieder fantastisch sind, bleibt der Durchschnitt wirklich gut gelungen.

    Technisch hatte ich jetzt auch keine Probleme.


    Insgesamt bleibt ein okayes Spiel, welches sehr stark von den HD Remaster Neuerungen profitiert. Es fühlt sich zwar wie ein billiges Low Budget Spiel an, bei dem das Geld oder die Zeit am Ende ausging aber dennoch kann es mithilfe der neuen Funktionen unterhalten. Allerdings muss ich zugeben, dass, während ich Teil 1 sicher irgendwann nochmal erneut spielen mag, ich Origins definitiv kein zweites Mal anwerfen werde. Ich denke hier haben wir es mit Monolith Soft schwächsten Spiel zu tun, wozu man aber anmerken muss, dass viele Schwächen, wie das Kampfsystem, komplett auf die Kappe von Tri-Crescendo ging, die sich diesmal allein um dieses gekümmert haben.


    Eine Empfehlung kann ich jedenfalls nicht aussprechen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich es nicht lieber nicht gespielt hätte, weil es eben einige Storyelemente aus dem ersten Teil leider verschlechtert. Andererseits dachte ich mir auch oft, dass es besser gewesen wär zuerst Origins zu spielen.

    Trotzdem freue ich mich, dass ich diese Lücke nun endlich schließen konnte.

    Jetzt bitte noch Xenosaga und Xenogears neu auflegen! Danke! :)