One Piece: Netflix-Adaption bietet in „Behind the Scenes“-Video neue Einblicke

    • Offizieller Beitrag

    Netflix hat einen neuen Teaser zur Live-Action-Adaption von One Piece veröffentlicht, in dem die SchauspielerInnen über die Serie diskutieren.

    Es ist ein kurzer Blick hinter die Kulissen der Episoden, in dem die DarstellerInnen von Ruffy, Zoro, Nami, Lysop und Sanji sowie die Showrunner und ausführenden Produzenten Matt Owens und Steven Maeda ihre Gedanken äußern. Auch Stunt-Koordinator Franz Spilhaus kommt zu Wort und enthüllt etwa, dass Zoro-Darsteller Mackenyu bereits Erfahrung mit Katanas hatte. Aber schaut am besten selbst rein.

    Die Live-Action-Serie „One Piece“ startet am 31. August 2023 auf Netflix. Der Anime wird auf Plattformen wie Crunchyroll und Netflix gestreamt, und Viz Media kümmert sich um den Manga außerhalb Japans.

    Neues „Behind the Scenes“-Video zur Netflix-Adaption

    Bildmaterial: One Piece, Netflix

  • ...gendern spricht nur Frauen an und hier sind eindeutig auch Männer dabei.

    Wenn man sich auch über die Nutzung des Binnen-Is trefflich streiten kann, ist diese Aussage schlichtweg falsch. Bitte nicht einfach mit (falschen) Allgemeinplätzen rumpöbeln, wir sind hier nicht auf Twitter.

  • Wenn man sich auch über die Nutzung des Binnen-Is trefflich streiten kann, ist diese Aussage schlichtweg falsch. Bitte nicht einfach mit (falschen) Allgemeinplätzen rumpöbeln, wir sind hier nicht auf Twitter.

    Die Aussage ist nicht falsch, denn Movierung führt zu einem Gender Bias und wenn man diesen falsch findet (so wie beim generischen Maskulin), ist das Ergebnis dass Gendern nur Frauen anspricht. Und der Gender Bias ist nachgewiesen: https://www.spektrum.de/news/g…rt-das-problem-um/2000167

  • Danke, auf der Ebene kann man doch besser sprechen. :)


    Aus der interessanten Studie geht aber nicht hervor, dass "gendern nur Frauen" anspricht, sondern, dass es einen Bias gibt, der außerdem immer noch geringer ist, als der beim generischen Maskulinum.

    Ist es jetzt als ausreichend, dass der Bias geringer ist, um das Ganze umzudrehen? Müssen wir deshalb immer "Schauspieler und Schauspielerinnen" schreiben, weil nur das ohne Bias auskommt? Neutrale (teilweise furchtbare) Formulierungen suchen? Wie gesagt, man kann sich darüber trefflich streiten, "es heißt Schauspieler" unter jeden Beitrag zu knallen, der nicht das generische Maskulinum verwendet, ist aber zu billig.

  • Also lysop finde ich sehr gut getroffen aber bei den anderen Schauspielern bin ich noch skeptisch. Besonders nami mit ihrer Perücke past am wenigsten trotzdem bin ich sehr gespannt auf die Serie und bin auch nicht so ein großer one piece fan. Ich sehe das da nicht so genau und mehr als Alternative

  • Danke, auf der Ebene kann man doch besser sprechen. :)


    Aus der interessanten Studie geht aber nicht hervor, dass "gendern nur Frauen" anspricht, sondern, dass es einen Bias gibt, der außerdem immer noch geringer ist, als der beim generischen Maskulinum.

    Ist es jetzt als ausreichend, dass der Bias geringer ist, um das Ganze umzudrehen? Müssen wir deshalb immer "Schauspieler und Schauspielerinnen" schreiben, weil nur das ohne Bias auskommt? Neutrale (teilweise furchtbare) Formulierungen suchen? Wie gesagt, man kann sich darüber trefflich streiten, "es heißt Schauspieler" unter jeden Beitrag zu knallen, der nicht das generische Maskulinum verwendet, ist aber zu billig.

    Mh, nein denke ich nicht. Immerhin verwendet man ja auch zwanghaft das eigentlich nicht existierende generische Femininum, allerdings kommt die Kritik nicht unter jedem Beitrag, nur wenn es eben mal auffällt. Aber nein, wir müssen keinen Bias vermeiden, das ist unnötig. Ein Bias ist vollkommen in Ordnung. Es sind eben nur Leute die Gendern, die den Bias für relevant halten und daher ja Gendern, um ihn vermeintlich zu vermeiden. Entsprechend dient der Bias als Argument dafür, dass a) Gendern Quatsch ist weil er einen klaren Bias hat und b) diejenigen die es tun, offensichtlich das ganze tun, ohne tatsächliche Ahnung vom Thema zu haben bzw. c) ihnen das ganze eigentlich sogar egal ist und sie es nur der Selbstdarstellung wegen tun (was halt in News nichts zusuchen hat). Das sinnvollste wäre daher, einfach von Schauspielern zu reden. Witzigerweise ist das auch die Tendenz in den USA, wo man zunehmend nicht mehr von actress spricht.

  • Entsprechend dient der Bias als Argument dafür, dass a) Gendern Quatsch ist weil er einen klaren Bias hat und b) diejenigen die es tun, offensichtlich das ganze tun, ohne tatsächliche Ahnung vom Thema zu haben bzw. c) ihnen das ganze eigentlich sogar egal ist und sie es nur der Selbstdarstellung wegen tun (was halt in News nichts zusuchen hat). Das sinnvollste wäre daher, einfach von Schauspielern zu reden.

    Sorry, das ist doch quatsch. Das besagt jetzt "es ist total ok, Frauen auszugrenzen, weil wir dann einfach so tun, als wäre das egal, aber es ist nicht ok sich dessen bewusst zu sein und andere Lösungen zu suchen". Wenn Bias dann nämlich wirklich egal wäre, wäre Schauspielerinnen, SchauspielerInnen, Schauspieler*innen und Schauspieler_innen ja auch egal, und müsste eben nicht kommentiert werden. Und pauschal was von Selbstdarstellung zu unterstellen, ist genauso, wie zu unterstellen, dass jeder der keinen Bock auf gendern hat, ein Frauenhassendes Monster ist.

  • Sorry, das ist doch quatsch. Das besagt jetzt "es ist total ok, Frauen auszugrenzen, weil wir dann einfach so tun, als wäre das egal, aber es ist nicht ok sich dessen bewusst zu sein und andere Lösungen zu suchen". Wenn Bias dann nämlich wirklich egal wäre, wäre Schauspielerinnen, Schauspieler, Schauspieler und Schauspieler ja auch egal, und müsste eben nicht kommentiert werden. Und pauschal was von Selbstdarstellung zu unterstellen, ist genauso, wie zu unterstellen, dass jeder der keinen Bock auf gendern hat, ein Frauenhassendes Monster ist.

    Frauen werden nicht ausgegrenzt, wenn man eine neutrale Form verwendet und das generische Maskulin ist neutral, Genus ist halt nicht ident zum Sexus. Genau dafür wurde ja die Movierung geschaffen, um den Sexus klarzumachen. Die unmovierte Form ist also ohne eindeutigen Sexus. Das ist nicht nur in der deutschen Sprache so, sondern auch in anderen Sprachen - unter anderem Englisch. Genau daher ja auch die Kritik. Wenn jemand SchauspielerInnen schriebt, kann dieser nur von Frauen sprechen, weil das eine movierte Form ist. Sie schließt Männer per Definition aus.


    Lösungen setzen ein Problem voraus. Man sagt hier, der Gender Bias ist ein Problem aber dann kann ein generisches Feminin keine Lösung sein, weil es einen Gender Bias hat. Man postuliert also ein Problem aber in der Lösung ignoriert man das selbst postulierte Problem, das ist paradox.


    Tatsächlich ist es egal ob man von Schauspielerinnen, Schauspielern oder Schauspieler und Schauspielerinnen spricht aber nicht grammatikalisch. Schauspielerinnen fällt da raus, siehe die Erklärung zur Movierung. Man kann es eben nur auf eine weise verstehen. Das ist unabhängig vom Bias, sondern liegt am Zweck der Movierung. Schauspieler und Schauspielerinnen ist grammatikalisch korrekt aber sinnlos, weil überflüssig lang. Schauspieler sagt dasselbe aus.


    Und Selbstdarstellung ist eine von drei Optionen. Es ist also nicht eine pauschale Unterstellung, sondern eine Möglichkeit der Motivation. Diese ergibt sich aus der morarlistischen Konnotation, eben eine Darstellung als "ich spreche moralisch richtig".

  • Frauen werden nicht ausgegrenzt, wenn man eine neutrale Form verwendet und das generische Maskulin ist neutral,

    Doch werden sie, nein ist es nicht. Das haben doch inzwischen genug Studien gezeigt, u.a. die von dir oben verlinkte.

    Man postuliert also ein Problem aber in der Lösung ignoriert man das selbst postulierte Problem, das ist paradox.

    Wirklich gute Lösungen haben wir noch nicht, das stimmt. Außer vielleicht die gesamte Sprache von Grund auf neutral umzugestalten, was keiner mittragen würde. Allerdings wären damit immer noch alle Varianten gleich gut bzw. schlecht, also immer noch kein Grund die Auswahl des Gegenübers zu beanstanden.

    Machst du nicht hier auch dasselbe? Du postulierst gendern als Problem, ignorierst aber in der Lösung (die rein männliche Form zu verwenden) das selbst postulierte Problem.


    Diese ergibt sich aus der morarlistischen Konnotation, eben eine Darstellung als "ich spreche moralisch richtig".

    Ist das nicht vielmehr deine Interpretation, statt eines eindeutigen Darstellungswunsches des Gegenübers? Dann auch noch eine von vielen, wie du selbst schreibst. Bisschen wenig, um daraus diese pauschale Bewertung der Sprache eines anderen zu stricken, oder?

  • Ganz ehrlich, ich habe nie verstanden, warum sich Frauen durch die Verwendung des 'generische Maskulin ' ausgegrenzt fühlen, für mich galt es trotz der Maskulin Form immer für alle/ spricht alle Geschlechter an. Ich bin auch als Frau eher genervt vom gendern...Es geht die wirklichen Probleme, die durch Benachteiligung in der Gesellschaft bestehen nicht im Geringsten an und lenkt eher davon ab..

    Yuriko-toki.png
    BANISHERS_GIF_TITLE_FULLSCREEN.gif?t=1707823167

    ~Make of thyselves that which ye desire. Be it a Lord. Be it a God. But should ye fail to become aught at all, ye will be forsaken. Amounting only to sacrifices.~

    Einmal editiert, zuletzt von Yurikotoki ()

  • Doch werden sie, nein ist es nicht. Das haben doch inzwischen genug Studien gezeigt, u.a. die von dir oben verlinkte.

    Nein, werden sie nicht. Die Studien zeigen das auch nicht. Die Studien zeigen einen Gender Bias, das ist keine Ausgrenzung. Die Studien zu dem Thema haben Reihenweise Probleme (https://www.faz.net/aktuell/ka…rache-haben-18215081.html), sei es durch die Methodik, durch kausale Zusammenhänge die man impliziert aber nicht nachgewiesen sind (ähnlich wie bei Killerspielen) oder aber weil man Schlüße zieht bei einer unsicheren Forschungslage, weil man eben nur Deutsch betrachtet und damit zu "Sprache" Aussagen trifft ohne aber tatsächlich Sprache zu erforschen.


    Zitat

    Wirklich gute Lösungen haben wir noch nicht, das stimmt. Außer vielleicht die gesamte Sprache von Grund auf neutral umzugestalten, was keiner mittragen würde. Allerdings wären damit immer noch alle Varianten gleich gut bzw. schlecht, also immer noch kein Grund die Auswahl des Gegenübers zu beanstanden.

    Es gibt bereits Sprachen die "neutral" sind und es gibt auch Sprachen welche die Movierung weitestgehend abgelegt haben: Turksprachen und Englisch als Beispiel. Genau hier kommt ins Spiel, was ich gerade im letzten Absatz gesagt habe - man untersucht andere Sprachen nicht. Sie werden nicht einbezogen in die Studien, was mit den anderen Problemen dazu führt, dass Gendern eine pseudowissenschaftliche Basis besitzt, die zwar vorgibt wissenschaftlich zusein es aber bei näherer Betrachtung nicht ist. Das wird komplementiert mit Sprüchen wie "Sprache schafft Wirklichkeit", was einerseits auf die Sapir-Whorff-Hypothese zurückführt (und eben keine Theorie ist) und andererseits das Ergebnis aus einer bestenfalls fragwürdigen Forschungslage ist.


    Und ich denke falsche Behauptungen, Pseudowissenschaft und Moral sind Gründe die Auswahl eines Gegenübers zu beanstanden, besonders in einem journalistischen Kontext.


    Zitat

    Machst du nicht hier auch dasselbe? Du postulierst gendern als Problem, ignorierst aber in der Lösung (die rein männliche Form zu verwenden) das selbst postulierte Problem.


    Ist das nicht vielmehr deine Interpretation, statt eines eindeutigen Darstellungswunsches des Gegenübers? Dann auch noch eine von vielen, wie du selbst schreibst. Bisschen wenig, um daraus diese pauschale Bewertung der Sprache eines anderen zu stricken, oder?

    Nein, das ist keine Interpretation, sondern ein Fakt. Warum gendert man? Weil man meint, Singular und Plural von Personenbezeichnungen im Standardhochdeutsch sind falsch. Es wäre diskriminierend, ausschließend, unsichtbar machend. Es ist also eine moralische Verantwortung zu gendern, um "Menschen sichtbar zu machen". Gendern ist "inklusive Sprache" gendern ist "gendergerecht sprechen und schreiben". Man macht also aus Singular und Plural von Personenbezeichnungen eine Frage von Gut und Schlecht. Es ist eine Frage von Inklusivität, von Gerechtigkeit, Antidiskriminierung zu gendern und bedeutet im Umkehrschluß, wer nicht gendert ist gegen Inklusion, ungerecht und diskriminierend. Gendern ist eine Frage der Moral, wer nicht gendert handelt amoralisch. Das ist keine Interpretation, sondern die Konsequenz. Und die Basis dafür sind wie gesagt falsche Behauptungen und Pseudowissenschaft. Genauso wie Homöopathie, Flat Earth, Verschwörungsmythen und Co. problematisch sind, ist es damit auch Gendern, besonders wenn es sehr reale Auswirkungen hat. Einerseits damit die Sprache in jedem Kontext zu moralisieren - wie hier Videospiele und andererseits im beruflichen Umfeld oder der von Lehranstalten. Im Studentenparlament der FU Berlin wird kein Antrag der ungegendert ist angenommen. Gendern ist eine Reaktion auf ein nicht existierendes Problem und wird damit zum Problem.

  • Ganz ehrlich, ich habe nie verstanden, warum sich Frauen durch die Verwendung des 'generische Maskulin ' ausgegrenzt fühlen, für mich galt es trotz der Maskulin Form immer für alle/ spricht alle Geschlechter an. Ich bin auch als Frau eher genervt vom gendern...

    Ich auch, aber ganz so einfach ist es halt nicht. Deshalb gender ich privat nicht und würde das auch keinem vorwerfen, aber genauso kann man dann auch erwarten, dass in den Texten wo gegendert wird, auch keine Vorwürfe gemacht werden.

    Nein, werden sie nicht. Die Studien zeigen das auch nicht. Die Studien zeigen einen Gender Bias, das ist keine Ausgrenzung.

    Ok, sprechen wir erstmal über Gender-Bias. Oder mit deinen Worten "Es heißt nicht Schauspieler, das spricht laut Gender-Bias nur Männer an und hier sind eindeutig auch Frauen dabei."

    Die Studien zu dem Thema haben Reihenweise Probleme (https://www.faz.net/aktuell/ka…rache-haben-18215081.html), sei es durch die Methodik, durch kausale Zusammenhänge die man impliziert aber nicht nachgewiesen sind (ähnlich wie bei Killerspielen) oder aber weil man Schlüße zieht bei einer unsicheren Forschungslage, weil man eben nur Deutsch betrachtet und damit zu "Sprache" Aussagen trifft ohne aber tatsächlich Sprache zu erforschen.

    Willst du dich auf die oben von dir verlinkte Studie jetzt beziehen, oder nicht? Dass das generische Maskulinum nicht neutral ist, wird dort ja auch dargestellt. Gender-Bias bedeutet ja per Definition, dass eine Formulierung nicht neutral ist und einseitige Bilder im Kopf entstehen lässt.

    Ansonsten: Ja, viele Dinge wissen wir noch nicht, die Forschung ist noch dabei. Eine einfache Lösung gibt es nicht. Dass das generische Maskulinum vorwiegend männliche Bilder transportiert und verfestigt wissen wir hingegen aus diversen Untersuchungen: https://www.quarks.de/gesellsc…ern-bringt-und-was-nicht/

    Und ich denke falsche Behauptungen, Pseudowissenschaft und Moral sind Gründe die Auswahl eines Gegenübers zu beanstanden, besonders in einem journalistischen Kontext.

    Falsche Behauptungen sehe ich in dem Begriff "SchauspielerInnen" nicht, es sei denn, es wären ausschließlich Schauspieler beteiligt, was ja nicht der Fall ist. Die Erwartung, dass tatsächlich falsche Behauptungen in journalistischen Texten nicht vorkommen, sowie Fakten von Vermutung getrennt werden sollen, ist übrigens auch eine Moral, die wir in einem Text sehen wollen. Im Unterschied zum Gendern zugegebenermaßen eine, auf die man sich weitestgehend geeinigt hat (außer bei der Bild). Beim Gendern wird das gerade noch hitzig ausgehandelt. Gerade deshalb wäre ich daher aber entschieden der Meinung, dass es dir nicht zusteht diese Moral für den entsprechenden Journalisten vorzugeben, sondern das dies Entscheidung der Redaktion ist.

    Es ist eine Frage von Inklusivität, von Gerechtigkeit, Antidiskriminierung zu gendern und bedeutet im Umkehrschluß, wer nicht gendert ist gegen Inklusion, ungerecht und diskriminierend. Gendern ist eine Frage der Moral, wer nicht gendert handelt amoralisch. Das ist keine Interpretation, sondern die Konsequenz.

    Dann ist ja eindeutig, was wir zu tun haben ;) . Nein, im Ernst. Ich sehe niemanden, der dir oder anderen nicht gendernden Menschen hier im Forum unterstellt, amoralisch zu handeln. Insbesondere, da es auch keinen Zwang gibt, hier im Forum zu gendern. Ich sehe nur, dass du aus einem Wort eine krasse moralische Unterstellung ableitest, die du ungefragt und an unpassender Stelle "raushaust". Die aufgebauschte Moral existiert also vielleicht weniger auf der "Gender-Seite", als auf anderen.

    Pseudowissenschaft: Der Konflikt ergibt sich ja, wie auch in der von dir verlinkten Studie daraus, dass wir wissen, dass das generische MAskulinum nicht neutral ist, wir aber noch keine richtig gute Alternative haben oder bei allen Alternativen die Auswirkungen kennen - wie z.B. dass man plötzlich einen Gender-Bias in die andere Richtung hat. Solange das so ist, wurschteln wir uns etwas durch - das schafft Sprachvielfallt, das schafft Bewusstsein, ist ganz schön anstrengend, nervig und irgendwann sortieren wir uns in eine hoffentlich gute Richtung. Darauf zu beharren, dass ausschließlich die als schlecht erkannte Variante benutzt werden soll, macht gar nichts und ist nicht nur Pseudo, es steht im Widerspruch zu wissenschaftlichen Erkenntnissen.

    Im Studentenparlament der FU Berlin wird kein Antrag der ungegendert ist angenommen.

    Das finde ich durchaus kritisch, ebenso wie Genderverbote. Hier im Forum haben wir weder noch, also würde ich den Anspruch stellen, die Debatte auszuhalten und sowohl gegenderte als auch nicht gegenderte Beiträge dem Verfasser zu überlassen.

  • Ok, sprechen wir erstmal über Gender-Bias. Oder mit deinen Worten "Es heißt nicht Schauspieler, das spricht laut Gender-Bias nur Männer an und hier sind eindeutig auch Frauen dabei."

    Willst du dich auf die oben von dir verlinkte Studie jetzt beziehen, oder nicht? Dass das generische Maskulinum nicht neutral ist, wird dort ja auch dargestellt. Gender-Bias bedeutet ja per Definition, dass eine Formulierung nicht neutral ist und einseitige Bilder im Kopf entstehen lässt.

    Ansonsten: Ja, viele Dinge wissen wir noch nicht, die Forschung ist noch dabei. Eine einfache Lösung gibt es nicht. Dass das generische Maskulinum vorwiegend männliche Bilder transportiert und verfestigt wissen wir hingegen aus diversen Untersuchungen: https://www.quarks.de/gesellsc…ern-bringt-und-was-nicht/

    Ich beziehe mich auf die Studie, nur eben um aufzuzeigen, dass der Gender Bias kein Argument für das Gendern sein kann, weil Gendern einen Gender Bias haben kann. Wenn ich also einen Gender Bias kritisiere, kann ich nicht als Alternative Gendern, weil es keine Alternative ist. Ich vertrete selber aber nicht die Position, dass ein Gender Bias ein Problem wäre. Dass das generische Maskulin nicht neutral wäre, ist eine Behauptung die man aus einem Gender Bias ableitet aber Rechtschreibung orientiert sich nicht an Bildern im Kopf. Die Artikel der, die und das, der Genus hat mit der Realität nichts zutun und auch nicht mit Gedanken. Gender Bias sagt also nichts über Rechtschreibung und Grammatik aus, sondern nur über "Bilder im Kopf". Und wie gesagt, die Untersuchungen dazu sind ziemlich schlecht und das macht den quarks-Artikel schlecht, der an dieser Stelle genau diese Kritik ausblendet oder nichts von ihr weiß, was in beiden Fällen ein schlechtes Licht auf die quarks-Redaktion wirft.


    Zitat

    Falsche Behauptungen sehe ich in dem Begriff "Schauspieler" nicht, es sei denn, es wären ausschließlich Schauspieler beteiligt, was ja nicht der Fall ist. Die Erwartung, dass tatsächlich falsche Behauptungen in journalistischen Texten nicht vorkommen, sowie Fakten von Vermutung getrennt werden sollen, ist übrigens auch eine Moral, die wir in einem Text sehen wollen. Im Unterschied zum Gendern zugegebenermaßen eine, auf die man sich weitestgehend geeinigt hat (außer bei der Bild). Beim Gendern wird das gerade noch hitzig ausgehandelt. Gerade deshalb wäre ich daher aber entschieden der Meinung, dass es dir nicht zusteht diese Moral für den entsprechenden Journalisten vorzugeben, sondern das dies Entscheidung der Redaktion ist.

    Die falsche Behauptung besteht in dem was wir oben besprochen haben, die Behauptung das generische Maskulin sei nicht neutral und würde Frauen exkludieren. Ist halt faktisch falsch. Wenn die Alternative eine movierte Form ist, schließt sie allerdings in beiden Fällen also sowohl nach den Regeln der Rechtschreibung als auch der Gender-Logik Männer aus und spricht nur noch Frauen an.

    Die Erwartung, dass falsche Behauptungen in journalistischen Texten nicht vorkommen (sollten) und Fakten von Vermutungen getrennt werden sollten, hat mit Moral nichts zutun, sondern ist journalistische Ethik. Es ist so wenig amoralisch als Journalist zu lügen oder seine Position zu missbrauchen, wie als Ingenieur absichtlich oder unabsichtlich etwas zu konstruieren, dass in sich zusammenfällt. Es ist nicht mehr als schlechte, fehlerhafte Arbeit. Jeder ist frei in seinen Entscheidungen, wenn ein Journalist gendern will, soll er das tun aber dann macht er halt seinen Job auf fehlerhafte Weise und kann dafür legitim kritisiert werden.


    Zitat

    Dann ist ja eindeutig, was wir zu tun haben ;) . Nein, im Ernst. Ich sehe niemanden, der dir oder anderen nicht gendernden Menschen hier im Forum unterstellt, amoralisch zu handeln. Insbesondere, da es auch keinen Zwang gibt, hier im Forum zu gendern. Ich sehe nur, dass du aus einem Wort eine krasse moralische Unterstellung ableitest, die du ungefragt und an unpassender Stelle "raushaust". Die aufgebauschte Moral existiert also vielleicht weniger auf der "Gender-Seite", als auf anderen.

    "Selbst" funktioniert schlecht, wenn das gegenüber nicht genau dasselbe tut. Sprich, ich propagiere eine Art zu sprechen nicht als gerecht, antidiskriminierend, inklusiv oder ähnliches. Es ist auch keine Unterstellung was ich mache, es ist ein Fakt und ich habe diesen Fakt untermauert. Wer gendert, tut das aus moralischen Gründen und unterstellt zwangsläufig, dass alle anderen die es nicht tun amoralisch handeln, denn Moral ist ein Grundpfeiler des Genderns, sonst würde es nicht die Begriffe geben, die ich gerade eben genannt und auch im vorherigen Kommentar genannt habe und man würde sich nicht veranlasst sehen Singular und Plural zu ändern.


    Zitat

    Pseudowissenschaft: Der Konflikt ergibt sich ja, wie auch in der von dir verlinkten Studie daraus, dass wir wissen, dass das generische MAskulinum nicht neutral ist, wir aber noch keine richtig gute Alternative haben oder bei allen Alternativen die Auswirkungen kennen - wie z.B. dass man plötzlich einen Gender-Bias in die andere Richtung hat. Solange das so ist, wurschteln wir uns etwas durch - das schafft Sprachvielfallt, das schafft Bewusstsein, ist ganz schön anstrengend, nervig und irgendwann sortieren wir uns in eine hoffentlich gute Richtung. Darauf zu beharren, dass ausschließlich die als schlecht erkannte Variante benutzt werden soll, macht gar nichts und ist nicht nur Pseudo, es steht im Widerspruch zu wissenschaftlichen Erkenntnissen.

    Das finde ich durchaus kritisch, ebenso wie Genderverbote. Hier im Forum haben wir weder noch, also würde ich den Anspruch stellen, die Debatte auszuhalten und sowohl gegenderte als auch nicht gegenderte Beiträge dem Verfasser zu überlassen.

    Wir wissen, dass das generische Maskulin neutral ist. Was du meinst ist, dass wir ahnen, dass Bilder im Kopf basierend auf einem Gender Bias entstehen. Aber auch das ist kein Fakt, weil die Studien ja eben wie schon aufgezeigt methodische Probleme haben und auch keine anderen Sprachen miteinbeziehen. Was macht man bspw. wenn in Turksprachen mehr bei dem Begriff für Arzt an Männer denken? Kein Genus und trotzdem ein Gender Bias? Oder wie passt die postulierte Problematik mit dem Phänomen des Gender Paradoxon zusammen? Oder was ist damit, dass es mehr weibliche Ärzte als männliche gibt, trotz des generischen Maskulins in der Sprache? Die weiblichen Kinder hätten sich der Logik des Genderns oder "Sprache schafft Wirklichkeit" gar nicht dahin entwickeln dürfen.

    Ich spreche von pseudowissenschaftlich, weil es genau die Definition von pseudowissenschaftlich erfüllt. Es ist nicht anders wie bei Flat Earthern, Truthern, Homöopathen, denen die behaupten Killerspiele führten zu Kriminalität und anderen. Man cherry pickt sich hier und da etwas mit wissenschaftlichen Anschein heraus, wie irgendeine Studie und baut darauf dann sein Kartenhaus auf. Dieses fällt aber in sich zusammen, sobald man sich näher mit eben jener Basis beschäftigt und dann bspw. die methodischen Probleme entdeckt oder dass man Auslassung betreibt oder kausale Zusammenhänge annimmt, wo keine existieren. Und da das ja wie gezeigt auch nicht nur eine Studie ist, sondern ein recht weit reichendes Problem ist, iist das eben eine Pseudowissenschaft, die dem Gendern zu Grunde liegt.


    Ansonsten: Das ist die Debatte und der Verfasser kann ja gendern, wird eben nur dafür kritisiert, aus den genannten Gründen.

  • Ansonsten: Das ist die Debatte und der Verfasser kann ja gendern, wird eben nur dafür kritisiert, aus den genannten Gründen.

    Das ist dann halt nur billigstes Troll-Verhalten ohne jegliche faktische Grundlage und dagegen gibt es in Foren halt auch eine einheitliche Haltung.


    Also: entweder es gibt keinen Gender-Bias oder er ist egal: dann ist deine Grundaussage hinfällig, weil es dann ja keinen Grund gibt, warum Schauspieler irgendwie besser oder schlechter wäre, als SchauspielerInnen. Deine Aussage basiert auf keiner Grundlage.


    Wenn wir mal so tun wollten, als gäbe es wirklich keine validen Studien zu dem Thema, gilt dasselbe. Dann gibt es nämlich auch überhaupt keine Belege warum Schauspieler irgendwie besser oder schlechter wäre, als SchauspielerInnen. Und das Schauspieler neutral wäre, wäre dann immer noch nicht belegt, sondern ja gerade nicht belegt.


    Solange du keine faktischen Grundlagen dafür liefern kannst, dass Schauspieler nachgewiesenermaßen eine bessere Alternative ist (außer "ich störe mich aufgrund einer eingebildeten moralischen Unterstellung persönlich daran, welche Pronomen andere benutzen"), ist deine Aussage falsch.


    Pauschal alle (viele) existierenden Studien mal eben als ungültig zu erklären, weil eine davon Studierende befragt hat, ist jetzt übrigens viel mehr Flat-Earther-Verhalten, als alles, was du hier unterstellst. Das wirft eher ein schlechtes Bild suf dich und entbehrt jeder logischen Grundlage.

  • Billigstes Troll-Verhalten ohne jegliche faktische Grundlage ist es eben nicht, wenn es eine faktische Grundlage gibt und die habe ich hier ausführlich dargelegt. Ein Troll provoziert um sich zu amüsieren, jemand der ernsthafte Kritik übt und diese Kritik untermauert, kann kein Trollverhalten an den Tag legen.


    Zur Sache mit dem Schauspieler. Ich glaube du verkennst worum es geht. Es gibt aller Wahrscheinlichkeit nach einen Gender-Bias. Dieser Gender-Bias ist für mich egal, für jemanden der Gendert ist er wichtig. Jemand der gendert lehnt also einen Gender-Bias ab, benutzt aber als Alternative etwas mit einem Gender-Bias. Ich lehne Gendern aber nicht wegen dem Gender-Bias ab, sondern aufgrund anderer Faktoren, die ich hier ausführlich dargelegt habe auf die du allerdings nicht eingehst. Was soll ich davon halten? Ich schreibe eine Begründung, du tust so als ob es überhaupt keine Begründung gab und wiederholst eine Unterstellung.


    Ich erkläre Studien übrigens nicht als ungültig. Ich denke du solltest genau lesen was ich schreibe und worauf ich mich beziehe. Ich schreibe von methodischen Problemen, kausalen Zusammenhängen die impliziert aber nicht belegt werden, verweise auch auf einen Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung dazu. Zu versuchen es umzudrehen, dass ich ein Flat-Earther-Verhalten an den Tag lege, weil ich Studien hinterfrage ist geradezu absurd. Studien sind keine von einem höheren Wesen heruntergesandten religiösen, unumstößlichen Texte, sondern menschliche Arbeiten und sie zu hinterfragen ist eine Selbstverständlichkeit. Peer-Reviewing ist hier ein Stichwort, das einem einfallen sollte zu dem Thema.

    Vielleicht sollte man auch an diverse Fälle von Betrug erinnern, wie diesen:

    Florida State University under fire in Eric A. Stewart academic fraud case
    Florida State University declined to conduct a full misconduct investigation of a prominent professor accused of faking data linking racism to criminal…
    www.washingtontimes.com

    Oder:

    https://www.science.org/content/article/fraudulent-data-set-raise-questions-about-superstar-honesty-researcher

    Oder:

    Jan Hendrik Schön – Wikipedia


    Also akademische Arbeiten sind nicht unfehlbar, das ist ein ziemlich klarer, offener und unumstößlicher Fakt. Wir wissen in den Studien zum Gendern, dass sie methodische Probleme haben, sie betrachten auch wie ich schon sagte nicht andere Sprachen, sind also unvollständig und können nicht herangezogen werden um irgendetwas zu beweisen - werden es aber. Das ist unseriös. Das ist was Verschwörungsanhänger tun oder Anhänger von Esoterik oder Personen die Probleme mit Videospielen haben.


    Es wirft ein schlechtes Bild auf dich, dass du mir zwar antwortest aber anscheinend nicht wirklich liest was ich schreibe. Ich will mich nicht ständig wiederholen, nur weil ganze Absätze ignoriert werden. Tut mir leid aber daran habe ich kein Interesse mehr. Ich denke ich habe jetzt ausreichend dargestellt, dass Gendern falsch ist und warum es eine pseudowissenschaftliche und moralistische Basis besitzt. Von demher, darfst du mir natürlich gerne antworten aber für mich ist an dieser Stelle Schluß.

  • Was soll ich davon halten? Ich schreibe eine Begründung, du tust so als ob es überhaupt keine Begründung gab und wiederholst eine Unterstellung.

    Das liegt daran, dass du dir widersprichst. Einerseits stellst du alle Bezeichnungen als gleichwertig dar, nimmst dir aber heraus, auf eine davon zu bestehen, weil du unterstellst, jemand der eine andere, der von dir als gleichwertig dargestellten Bezeichnungen, verwendet, halte sich für was Besseres und das stört dich. Das ist so das Äquivalent unter jedem veganen Rezept rumzupöbeln, dass es vegan ist.

    Ich schreibe von methodischen Problemen, kausalen Zusammenhängen die impliziert aber nicht belegt werden, verweise auch auf einen Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung dazu.

    DEr ein Kommentar zu einer spezifischen Studie ist, in der Studierende befragt wurden. Das ist wohl kaum ausreichend, um wiederkehrende und reproduzierbare Ergebnisse diverser Studien abzutun, geschweige denn das generische Maskulinum als neutral darzustellen. Wie du gerade ignorierst, würde selbst eine Interpretation der existierenden Studien als fehlerhaft und nicht aussagekräftig, eben bedeuten, dass gerade dafür überhaupt keine wissenschaftliche Grundlage besteht. Dafür müsstest du schon mehrere Studien, ohne die von dir kritisierten methodischen Fehler, vorweisen können, die das belegen und dafür wirst du eine ganze Weile suchen müssen. Vielleicht überlegst du bei Gelegenheit mal, warum das so ist...

  • Eine Unterhaltung über das Gendern in einer News über die One Piece-Netflix-Adaption. Die birgt sicher ne MENGE Diskussionsstoff... das wär nicht das Erste, was mir dazu eingefallen wäre...

    4781d7f9dc3bfb411ea63eff031a41a0.gif


    Das Leben ist wie ein Roguelike mit Permadeath-Mechanik.

    Wer hat sich diesen Schwachsinn eigentlich ausgedacht?