Horizon Forbidden West: Metacritic reagiert nach Review-Bombing wegen Aloys Sexualität

  • 1. Die asoziale Verwahrlosung in diversen Social Media Kommentarspalten ist kein Argument polemischen nicht ganz so krassen Blödsinn andernorts zu dulden. Nur weil es andernorts noch schlimmer ist, muss es auf der eigenen Plattform nicht schäbig sein.


    Man sollte zuerst mal selbst in den Spiegel schauen. Und falls es dir nicht aufgefallen ist, fällst du hier grad am Negativsten auf.




    Für mich ist nichts toxisches daran, nach Belegen zu fragen, wenn jemand ein höchst fragwürdiges Statement raushaut.


    Wie ich schon deutlich machte, ist gegen Fragen nichts einzuwenden. Es geht um das Diskreditieren von anwesenden Personen, wenn sie dem nicht zufriedenstellend nachkommen, was zumindest für diesen Ort hier unangemessen ist.




    Die Uni ist nicht der einzige Ort auf der Welt, an dem man in einer Diskussion sauber argumentieren sollte, anstatt auf Polemik zurückzugreifen.


    Foren sind aber Orte an denen Polemik auch Teil der Diskussionskultur ist und sein darf. Zumindest in dem Rahmen, wie es Moderatoren erlauben.




    Wer in seiner erstmal reichlich ignorant oberflächlich wirkenden Behauptung ernst genommen werden will, der ist entsprechende Ausführungen schuldig. "Schuldig" im Sinne absoluter Verpflichtung ist natürlich niemand, das sollte klar sein.
    Wer aber Blödsinn redet, muss damit klar kommen, wenn er dafür kritisiert wird. Andernfalls ist er in öffentlichen Plattformen fehl am Platz.


    Wer auf einer öffentlichen Plattform ernst genommen werden will, sollte sich erst einmal mit der Netiquette vertraut machen. Danach kann man alles andere ausdiskutieren.

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  • Hallo allerseits. Dann werfe ich mal kurz meine zwei Cent dazu ein.


    Das ich aber auch jedes Mal hier reinschauen muss, wenn gefühlt gerade der Laden brennt... wisst ihr, das ist nicht besonders einladend. ;)


    Trotzdem kurz paar Anmerkungen dazu.


    Weil es hier scheinbar auch um die Existenz von Diversität in Videospielen, oder speziellen Geschichten für diese Community geht. Wo ist das Problem? Es repräsentieren eben heute auch viele Menschen unsere Gesellschaft, die Homosexuell oder divers sind. Für diese Menschen gibt es Literatur, Filme und inzwischen auch Videospiele. Wenn ich nun in dem Zusammenhang etwas von Umerziehung oder Ideologie lese, das Entwickler zu sowas genötigt werden dann fröstelt es mich...


    Kann sowas denn nicht einfach neben dem konservativen Inhalt existieren? Es wird doch niemand gezwungen diese Inhalte dann zu kaufen. Der Punkt ist doch... auch für diese Inhalte gibt es einen Markt und eine offene Gesellschaft, die schon weiter ist als paar "Feurio" posaunende Stimmen im Internet.


    Ich finde aber auch und hier möchte ich jetzt @Blood Beryl mal zur Seite springen, das man durchaus kritische Fragen stellen sollte und auf Seiten der bürgerlichen Community sogar muss, oder auch mal die entsprechende Kritik los wird, wenn andere User eben Menschen und deren Werke diskreditieren. Die Gesellschaft schweigt leider viel zu häufig zu diesen Disputen, dabei ist es so wichtig dieser Form von Ausgrenzung entgegen zu stehen. Keine Toleranz für Intoleranz. Tut mir leid, aber wer den Bogen an so einem Punkt eben maximal überspannt, wird mit der entsprechenden Kritik leider rechnen müssen. Und ich finde an diesem Punkt hätte die Moderation durchaus eine Berechtigung gehabt, sogar noch einen Schritt weiter zu gehen. Nichts für ungut, wie gesagt... nur meine 2 Cent.


    Wünsche Euch ein schönes, langes Wochenende und bis zum nächsten Mal, wann auch immer das sein wird. ;)

  • Zitat

    Bei dir las es sich aber eben als würdest du die generelle vermehrte Option nicht-heterosexueller Romanzen als Quatsch pauschalisieren, den "die Menschen nicht wollen"

    Verstehe ich..
    Ich hab es bewusst als Quatsch pauschalisiert,weil es ebenso vom Beitragverfasser gleich getan wurde.
    Ich fand das ebenso problematisch und hab das auch mehrfach in vorherigen Posts versucht zu betonen..


    Ich empfinde es ähnlich wie Chocomog angemerkt hat so, dass wir uns, wenn auch unsachlich und nicht immer belegbar, über das Problem aufgeregt haben. Wir sind niemanden persönlich angegangen. Wenn überhaupt kann man mir vorwerfen das ich dem Verfasser keine Wertfreiheit angeprangert hab, was natürlich dazu führt das diese News hier von Beginn an nicht mehr sachlich geblieben ist und Diskussionen befeuert. Ist ja auch erwünscht solange es im Rahmen bleibt.


    Dann bekommt man so Rückmeldungen: „ Das sagt viel über dich aus!“ oder „bornierte User“
    Das ist dann halt schon sehr persönlich.

  • Wenn ich mit scharfer Kritik an geschmacklosen Faschismusvergleichen und polemischer Pauschalisierung negativ bei manchen Usern auffalle, die glauben eine Lanze für unsachliche Polemik brechen zu müssen, habe ich mir nichts vorzuwerfen.


    Wenn du deine "scharfe Kritik" mit Begriffen wie naiv, asozial, ignorant, beleidigte Leberwurst, homophob oder extremistsch kleidest, dann bedienst du dich jener Polemtik und Geschmacklosigkeit, die du versuchst zu kritisieren.


    Und bringst die kommunikative Social Media Verwahrlosung hierher anstatt sie effektiv zu bekämpfen. Seine eigenen verbalen Entgleisungen als scharfe Kritik zu bezeichnen, während man die Anderen als polemisch etikettiert, macht es nicht besser.




    Ist aber offen gesagt schon etwas bizarr, dass man bei einer Nachfrage für einen Beleg ein rotes Tuch sieht,


    Bizarr ist höchstens, dass du wiederholt versuchst dieses rote Tuch immer auf "Nachfrage" zu münzen, obwohl dir jetzt schon öfters gesagt wurde, dass die Nachfrage nicht das Problem ist.

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    Einmal editiert, zuletzt von Chocomog ()

  • Ich bleibe felsenfest dabei, dass es asozial und homophob ist, vermehrte Diversitätsdarstellung in Games als faschistisch zu bezeichnen


    Kannst du gerne sein. Ich will deine Meinung ja garnicht ändern.




    Entsprechend fühlt es sich für mich auch gerade an als würdest du in deiner Kritik an mir einfach die Aktion bei einem Aktion -> Reaktion-Gefüge als viel unwichtiger erachten, ungeachtet ihres Inhalts. Anscheinend weil meine Kritik auf einzelne User gemünzt war statt auf allgemeine Entwicklungen? Seltsame Definition


    Du kannst auch mit den einzelnen Usern machen was du willst. Beispielsweise in PM oder so. Mir geht es viel mehr um das allgemeine Klima. Und da fand ich den Faschismusbegriff genauso daneben. Ich bin jedoch kein Mensch der sich großartig von politischen Begriffen aus der Ruhe bringen lässt. Als hardcore Final Fantasy und Star Wars Fan fand ich es dann eher daneben, dass er da Final Fantasy 16 und Star Wars als Beispiele anbringen wollte.


    Zu Final Fantasy 16 habe ich dann was geschrieben, wo ich dachte das würde eigentlich reichen. Zu Star Wars hatte ich dann ebenfalls noch was geschrieben, es aber nicht abgesendet, weil ich mir im letzten Moment dachte, dass es dann zu Off Topic werden würde und er mit seinen Posts hier eh keinen Anklang findet.


    Im Bezug auf Basti muss ich zugeben, dass ich seine raue Sprache mittlerweile schon gewohnt bin. Wenn es um Final Fantasy geht, ist er genauso ehrlich wie hier, und ich musste mir da oft auf die Zunge beißen. Aber irgendwann hat man den Dreh bei ihm raus,





    Wenn du meine Beiträge hier übrigens schon als die Verwahrlosung betrachtest, die ich kritisiere: Geh mal in Twitter-Threads von Trump-Fans, Weidel-Fans, MTG-Fans etc.; dann weißt du worauf ich mich beziehe und bin gespannt ob du bei der Einschätzung bleibst.


    Deine Beiträge nicht. Deine Wortwahl an manchen Stellen halt. Ich bin aber in noch viel schlimmeren Orten unterwegs wie die rechte Ecke. Da brauchst du dir keine Sorgen machen. Ich bin aber auch gern hier, weil ich weiß, dass es hier im großen und ganzen normalerweise nicht so ist. Das soll ja auch so bleiben. :)

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    2 Mal editiert, zuletzt von Chocomog ()

  • So ihr Lieben, ich habe es mir durchgelesen und will auch mal was dazu sagen.

    Vorweg: Ich nehme nicht an der Diskussion teil, da es aus meiner Perspektive sinnlos ist überhaupt darüber zu diskutieren. Und das aus folgenden Gründen:


    1. Niemand möchte einen Kompromiss eingehen

    2. Niemand möchte die Meinung oder Position der anderen Seite respektieren oder anerkennen.


    So, nachdem das geklärt ist, meine rein informative und subjektive Meinung zur Szene und Review-Bombing

    Review Bombing:


    Das ist ein ganz schweres Thema, jedoch halte ich "0/10" unter bestimmten Gesichtspunkten für eine valide Meinungsäußerung.
    Die Voraussetzung die ich an mich persönlich stelle (und die ich bei anderen schön fände) um ein Review abzugeben ist: ich habe Zeit und Geld in besagtes Produkt investiert.

    Jeder der ein Review abgibt, sollte das Produkt besitzen und bereits genutzt haben (Gespielt,gesehen,genutzt). Wenn dies der Fall ist finde ich u.U. auch eine 0/10 valide.

    Ich möchte das anhand eines persönlichen Beispiels erklären.

    Ich bin großer Fan des Starwars Franchise und bin vor ein paar Jahren freudig ins Kino um den Start der neuen Trilogie zu sehen ( Habe also Zeit und Geld investiert ). Nach dem Film möchte ich dem Werk eine 0/10 geben. Es war für mich einfach ein Totalausfall. Es gab Story- und Plot-Brüche, es wurde von der Buchvorlage abgewichen und einige Schauspieler waren für ihre Rollen in meinen Augen einfach unpassend.

    Warum aber 0 von 10?

    Auch wenn einige Sachen gut waren, hat der Rest des Film alles was mir gefallen hat nachhaltig zerstört und ich war schwer enttäuscht. Stellt euch als Beispiel vor: Ihr esst was Leckeres, nur um dann zu erfahren, dass es aus Innereien gemacht wurde. Egal wie gut es schmeckt, das Gericht ist für euch (die meisten) dann ruiniert. Ich finde es daher okay zu sagen, dass ein bestimmter Moment auch eure bis dahin gute Erfahrung ruinieren kann, das kein Weiterspielen mehr möglich ist und man sich auch nicht mehr auf die guten Aspekte einlassen kann. Wenn das für euch eben eine homosexuelle Romanze Option ist, dann ist das so.



    Diversität/LGBTQ+ in Videospielen:


    Ich persönlich habe nicht das Gefühl, dass mir eine Agenda aufgedrängt werden soll. Das mag jeder anders sehen und empfinden und das ist auch okay.

    Ich habe persönlich immer dann ein Problem, wenn bestimmte Themen nach dem Prinzip Checkliste abgearbeitet werden, vor Allem wenn dies der Fall ist nur weil es gerade dem Zeitgeist entspricht. Ich finde es seit Jahren albern das Peach ständig von Mario gerettet werden muss, nur weil sie eben eine Prinzessin ist und Bowser sie entführt.

    Ich meine ernsthaft, die sind nicht mal die selbe Spezies und Bowser hat Kinder (mit wem eigentlich? ) und Mario würde auch losziehen um Toads oder Luigi zu retten...

    Ebenso albern ist es aber auch wenn ein Spiel zwingend einen Charakter haben muss der LGBTQ+ ist , eine Person of Color und jemand mit Behinderung.....

    Es muss gut und sinnvoll umgesetzt sein meiner Meinung nach. Ob eine Romanze nur Homo oder Heterosexuell ist, das ist absolut egal, solange es nachvollziehbar ist und anständig ausgearbeitet und umgesetzt ist.

    Das ganze muss auch ins Spiel/FiIm Universum passen.

    Es gibt Spiele, da ist das ganze schlecht umgesetzt und da stören mich Romanzen oder Charaktere bestimmter Art.

    Mass Effect Andromeda ist das ein schönes Negativ Beispiel. Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass der Antagonist das alles nur macht damit der Hauptcharakter ihn nicht wie alles andere was nicht bei 3 auf dem Baum ist "wegknallt".

    Da sind Romanzen und LGBTQ Inhalte unglaublich schlecht gemacht nach dem Prinzip Brechstange, auch wenn sie optional sind. Das Ganze führt zu einem Bruch und stört das Spielgefühl, da auch oft nicht ersichtlich ist was eine Romanze jetzt auslöst.

    Frei nach dem Prinzip "ich wollte nur einen Kaffee holen, warum sind wir nackt?" ^^.

    Es fühlt sich beim Spielen an, als wäre eine Checkliste abgearbeitet worden.

    The Witcher 3 wiederum ist ein schönes Positiv Beispiel. Das vordefinierte Universum macht Geralts Romanzen und Sexausflüge plausibel . Es entsteht kein Bruch,die Möglichkeiten für eine Romanze sind nachvollziehbar und es steht dem Benutzer frei sie entsprechend zu nutzen. Und auch wenn Romanzen kein Teil der eigentlichen Spielmechaniken sind, sollte nicht einfach irgendein Token Charakter oder entsprechende Romanze mit Gewalt irgendwo reingepresst werden. Ein Positiv Beispiel wäre für mich Kena Bridge of Spirits, bei welchem 2 der Geister ein lesbisches Paar sind. Es wird unaufdringlich in die Story eingewoben und wirkt einfach natürlich, die Charaktere sind authentisch. Die Trans Barfrau bei Hogwarts Legacy wiederum wäre für mich ein Charakter der nach Checkliste eingefügt wurde.
    Am Ende ist es jedoch nur ein Spiel oder ein Film. Welche Sexualität oder Vorlieben die Bits und Bytes auf meiner Playstation haben ist mir Wurst. Es ist nicht real. Ich kann mich also darüber ärgern, dass etwas schlecht gemacht ist oder dass ich etwas nicht mag - aber am ende ist und bleibt es nicht real.


    Abschließende Worte:

    Menschen haben Angst vor Veränderungen und Neuem, das ist ganz normal und natürlich. Was haben die Menschen damals über die Gurtpflicht im Auto gewütet, Zwang, Freiheit etc und heute kräht kein Hahn mehr danach. Gebt euch und den anderen Zeit sich an die Veränderungen zu gewöhnen und vor allem habt Nachsicht miteinander besonders wenn es manchem schwerfällt. Das, was wir gerade erleben ist ein Prozess der Generationen brauchen wird um abgeschlossen zu sein. Also redet miteinander, nicht gegeneinander.

  • Menschen haben Angst vor Veränderungen und Neuem, das ist ganz normal und natürlich. Was haben die Menschen damals über die Gurtpflicht im Auto gewütet, Zwang, Freiheit etc und heute kräht kein Hahn mehr danach. Gebt euch und den anderen Zeit sich an die Veränderungen zu gewöhnen und vor allem habt Nachsicht miteinander besonders wenn es manchem schwerfällt. Das, was wir gerade erleben ist ein Prozess der Generationen brauchen wird um abgeschlossen zu sein. Also redet miteinander, nicht gegeneinander.

    Ich stimme großteils zu aber zu diesem Punkt muss ich etwas anmerken. Es wird sehr oft gesagt, Menschen hätten Angst vor Veränderung und Neuem und ich denke das ist nicht korrekt. Es ist eine Verallgemeinerung, die in meinen Augen nur auf selektiver Wahrnehmung beruht und Wiederholung aber nicht wirklich auf der Realität. Wenn ich einen Blick in die Vergangenheit werfe, allen voran die Begegnungen von Europäern mit fremden Kulturen, haben wir sehr oft zumindest bei der ersten Begegnung sehr positive Erfahrungen. Die Menschen sind nicht von grundauf ängstlich vor dem Unbekannten. Das ist nicht normal und natürlich. Die Reaktionen sind viel mehr abhängig von verschiedenen Faktoren und rangieren zwischen freudiger Aufregung und augenblicklicher Tötungsabsicht, wobei eher sehr selten erscheint und ersteres doch ziemlich häufig wirkt. Dazwischen ist dann wohl eher eine gewisse Vorsicht, die tatsächlich sehr normal und natürlich ist, weil unsere Erfahrung sagt, dass viele Dinge am Anfang eher holprig verlaufen oder scheitern können. Aber Vorsicht und Angst sind keine Synonyme. Auch in der Gurtpflicht spielt vieles mit hinein. Die meisten Menschen hatten einfach gar kein Problem damit, das war die übliche Reaktion, eine Minderheit hatte dann ein Problem damit wo dann verschiedene Dinge mit reinspielten, wie eben Zwang, Freiheit wie du schreibst, wobei ich kaum denke, dass Angst eine große Rolle spielte, hier ist ein spannendes Interview aus der Zeit: https://www.spiegel.de/politik…02-0001-0000-000014349704 Wobei Angst nicht komplett fehlt, wie immer wenn jemand vor etwas warnt (bspw. körperlichen Schaden) reagieren manche auch mit einem starken Gefühl der Furcht.


    Und wenn wir nun zu diesem Thema hier schauen, sehe ich ehrlich auch nahezu nirgends ein Gefühl von Angst, eher noch Ärger. Videospiele, Filme, Bücher und Co. zeigen verschiedene Sexualitäten schon seit sehr, sehr langer Zeit. Hölle, lange Zeit geht bis zurück zum Gilgamesh Epos! Wie ich schon in einem früheren Post sagte, bestimmte Spiele kriegen einen Backlash und andere nicht. Angst kann dafür kein Grund sein, sonst würde ja alles gleich behandelt werden aber stattdessen sehen wir deutliche Unterschiede. Eigentlich müsste sich der Logik nach gerade Tell Me Why von Dontnot (oder Don't Nod anscheinend jetzt) als Zielscheibe anbieten. Nicht nur, dass sich da zwei Mädchenküssen, die ganze Story dreht sich um einen Transmann. "Massive Red Flag! Faschismus! Propaganda!" Ecetera, ecetera müsste eigentlich geschrien und gereviewbombed werden bis die Schwarte kracht aber.. das konnte ich nicht sehen oder finden. Es erschien eher unter ferner liefen, wurde schnell vergessen und war kurzfristig sogar mal gratis oder sehr, sehr billig. Natürlich blieb es nicht aus, dass ein paar der wirklich Extremen oder Trolle sich meldeten, wie es sie überall gibt aber am Ende ist da ein sichtbares Missverhältnis in der Reaktion.


    Ich denke das was du dir wünscht, das haben wir eigentlich schon. Ich denke dieser lange Prozess ist schon abgeschlossen. Die überwigende Mehrheit hat kein Problem mit Trans, mit Homosexualität und Co., das war bspw. auch beim Thema Ehe für Alle sehr deutlich, stattdessen geht es eigentlich eher um etwas das.. kuddelmuddeliger ist. Also multifaktorisch-politisch-gesellschaftlicher Kuddelmuddel.

    Deswegen denke ich auch, dass das Problem hier gar nicht tatsächlich ist, dass Aloy mit einem Mädel rumknutscht, sondern eher dass Horizon Zero Dawn nicht Mass Effect ist und Aloy nicht Shephard und die Reaktion ganz anders gewesen wäre, wenn Aloy schon im ersten Teil mit dem Charakter deutlich angebandelt hätte. So ein bisschen wie: die Homosexualität von Tracer war eher kaum ein Thema gewesen damals bei Overwatch (nicht gar kein, nur weniger im Vergleich), während bei einem anderen Charakter, Soldier 76 später deutlich mehr Vuvuzelas zu hören waren. Es scheint mir, das eigentliche Problem ist eher wie man etwas etabliert. Es wurde ja schon erwähnt wer Aloy ist, woher sie kommt und warum es durchaus Sinn machen kann aber das scheint mir, in Anbetracht der Reaktion, eher ein Beispiel für eine unzureichende Etablierung zusein, die bei vielen nicht ankommt.


    Puh das war jetzt ne Menge Text für einen kleinen Absatz, tut mir leid. Grundsätzlich stimme ich dir wie gesagt zu und kann nur den letzten Satz noch unterstreichen, mehr miteinander zu reden. Ich denke hier im Forum funktioniert das sogar ziemlich gut, es wäre schön, wenn das darüber hinaus besser möglich wäre.^^

  • Es kommt immer drauf an wies umgesezt wird.

    Im Fall von Horizon einfach grottenschlecht, dennn dann gäbs den Aufschrei nicht.


    Horizon ist eben nicht Mass Effect und als jemand der beide Spielreihe komplett gezockt hat, finde ich diesen Vergleich sehr treffend und veranschaulichend dafür, warum die ganze Kritik meines erachtens berechtigt ist. Es ist da selbe Mistspiel mit der politischen unterschwelligen Agenda, wie schon zuvor bei Last of Us 2, wo aus Gründen dieser Agenden die Inhalte absolut hochgradig schlampig und provokant eingebaut werden, das man richtig merkt und das Gefühl hat, der Mist existiert im Spiel nur, weil irgendwer unter den Entscheidungsträgern/Geldgebern ihre bescheuerten krusen Ideologien im Spiel umgesetzt sehn wollten, egal obs Sinn macht oder nicht, völlig bewusst den Shitstorm in Kauf nehmend, weil man bewusst provozieren will - PR is schließlich PR


    Dinge, welche Entwickler unter anderdn Umständen sicher nicht, oder nicht in der Form wie es gemacht wurde, eingebaut hätten, wenn nicht von oben herab der idiologische, oder im Fall von LoU2 gar narzistische Druck von Oben käme etwas im Spiel und beding so und so nach gewissen Ideologien aufzudrücken.


    Aufdrückung ist dabei das Stichwort.

    Kein Spieler der Welt hat was dagegen, wenn Videospiele als Plattform genutzt werden, um gewisse Vorstellungen, Gedankengüter und Fantasien darzustellen, auf bestimmte Art, wie es nur in Spielen eben möglich ist.

    Problematisch wird es nur dann, wenn dem Spiele diese Dinge aufgezwungen werden, wenn diese Dinge als einzige Option dargestellt werden, insbesonders dann, wenn es plötzlich, völlig unerwartet geschieht wie aus dem Nichts, ohne das aus dem Storyverlauf auch nur geringste Zusammenhänge bzw ein nachvollziehbarer logischer Aufbau vorhanden ist, wecher als Konsequenz zu der Kontroverse führt.

    Und selbst dann noch sollte es stets die Entscheidung des Spielers bleiben, ob man sich mit ethischen Kontroversen beschäftigen will, oder nicht.



    Und genau das unterscheidet Mass Effect von Horizon und warum Horizon jetzt nen Shitstorm/Review Bombing bekam, den man gleich sofort wieder versucht mit Zensur mundtot zu machen, weil ist ja negative Kritik und die will man auf geschmierten Webseiten nicht sehen, von denen man sich erhofft, dass sie potentielle Spielkäufer anlocken sollen die mittels gekaufter Fake Accounts ohnehin jegliches Review bombing wieder glattbügeln. Von daher sollte man absolut garnichts auf solch dubiose Seiten geben.


    Wer ehrliche Erfahrungen anderer Leute sucht, ist immer noch am besten damit beraten Spielforen wie dieses hier aufzusuchen, da weis man auch, das man 100% ehrliche Spielererfahrung und Meinung erhält und nicht irgend n gequirlten Mist, egal aus welcher Perspektive.


    In Mass Effect hat der Spieler jederzeit darauf Einfluss, wie die Romanze verläuft, wenn man den überhaupt eine will, zum Ende hin kann man auch jeden vergraulen und man bleibt Single.

    Es ist ne Aufbau über 3 Spiele verteilt, wo der Spieler jedertzeit entscheiden kann, ob man gar treu bleibt, oder nicht.

    Aloy in Horizon hingen is ein Spiel, das absolut garnicht auf Romanzen ausgelegt ist.


    Es gibt zwar den ein oder anderen Character, wo man durchaus sagen kann, ja das ist n NPC, der durchaus ein gewisses Interesse zeigt, besonders ab Teil 2, aber der Spieler war in den zwei Spielen niemals aus sicht von Aloy in der Position, das man nPCs eigeninitiativ Avancen macht.

    Es gibt in keinem der Spiele auch nur den geringsten romantischen Aufbau, der etwas darüber verrät wie Aloy sexuell so tickt, nichts was Aufschluss darüber gäbe das es zu der Situation des DLCs kommen kann.

    Es ist plötzlich da, ohne Vorwarnung und man ist gezwungen eine Entscheidung zu treffen, ob man will, oder nicht.


    Glücklicherweise eine, die so ausfällt, das ich den ganzen Aufruhr nicht nachvollziehn kann und daher das Review Bombing als kindische Überreaktion ansehe.


    Denn der Spieler kann darüber entscheiden, ob Aloy den weiblichen NPC küsst oder eben nicht.

    Es wäre was vollkommen Anderes, wenn der Kuss vorprogrammiert wäre und man einfach so vor vollendete Tatsachen gestellt würde, das Aloy lesbisch ist. Dann wär der Aufruhr nachvollziehbar begründet.

    Der Spieler kann jedoch nix tun und sich somit die Vorstellung bewahren das Aloy eben hetero ist.

    Wäre Horizon als Spiel jedoch mehr wie Mass Effect aufgebaut gewesen, dann wäre in dem DLC zumindest auch ne männliche NPC-Alternative dabei, damit basierend auf Spielerentscheidungen diese Kuss-Szene eben hätte auch mit nem männlichen NPC existieren müssen.


    Denke das ist die einzig wahre Tatsache, das eigentliche Problem der zum Review Bombing führte, weil man sich da als Hetero-Spieler auf den Schlips getreten fühlte vielleicht, erst garnicht die Option zu haben, obwohl man der Hauptstory nach genau sieht und weiß, ein gewisser EREND empfindet definitiv schon mehr als bloß reine platonische Freundschaft für Aloy, wenn diese nur im Verlauf der Story seine Gefühle je erkannt und erwidert hätte - doch Aloy ist anders als ein Herr John Shepard stets zu 100% fixiert auf ihre Mission die Erde zu retten, da bleibt keine Zeit für Liebe (die andererseits ihre Gefährten Varl und Co ja fanden) aber diese Charaktäre sind anders als Aloy auch aufgeschlossener und nicht stets bierernst wie Aloy, weil auf ihr der ganze Druck lastet die Erde retten zu müssen, als einzige Person auf dem ganzen Planeten, der dazu sprichwörtlich "biologisch" imstande ist und das nötige Wissen hat, es tun zu können.


    Hätte man im dem DLC die Option diesen weiblich neuen NPC als Partner zu kriegen, oder alternativ das Happy Ending zwischen Aloy und Erend für den praktisch beiläufig angekündigten klaren Teil 3 von Horizon vorzubereiten auf die Art wie in Mass Effect Romanzenübertragbar waren von Spiel zu Spiel, wäre es denke ich nie zu diesem ganzen Thema gekommen.

    Die einzig offene Frage bleibt.



    Haben die Entwickler diese Option mit Absichtbweggelassen Ja oder Nein, um hier eventuell ne politische Agenda zu verfolgen.

    Mit der Art und weise der Umsetzung würde ich behaupten, ja das war pure Absicht, um zu provozieren.

    Ich hoffe jedoch sehr, das man dafür bewusst nun Horizon 3 nutzen wird, um die Wogen zu glätten.

  • Kaiserdrache


    Die Umsetzung spielt sicher eine Rolle.


    Die Gesellschaft ist mittlerweile aber auch so polarisiert, dass man - egal was man macht - entweder dem einen oder dem anderen auf die Füße tritt. Und das ist wahrscheinlich sogar garnicht mal so neu.


    Neu ist hingegen, dass man Entwickler und Firmen mit Review Bombing abstrafen kann und so einen Skandal heraufbeschwört, der viele Casuals / Mainstreamer tatsächlich vom Kaufen abhalten kann. Sodass sich ein Entwickler ernsthaft fragen muss, wie man es überhaupt noch so einbauen oder auch weglassen kann, dass es sich für den Spieler homogen anfühlt.


    Der Vergleich FF16 vs FF7R funktioniert da gleich auf mehreren Ebenen. Wie gesagt, wird in FF7R sehr stark mit sexuellen Themen gespielt und man hatte Angst, dass SE sich davon ganz fernhält. Stattdessen haben sie (im Rahmen des USK) richtig Gas gegeben (und wollten eigentlich noch viel weiter gehen) und das fanden alle gut. Bei FF16 weiß man noch garnicht wies umgesetzt wird, und es wird jetzt schon zum Drama gemacht, dass es überhaupt drin ist.


    Thema Hautfarbe: FF16 repräsentiert Diversität kaum / vielen nicht genug. Also schreit man Rassismus. FF7R hat mit Barret den wohl facettenreichsten und am besten ausgearbeitesten Charakter des Spiels. Und auch hier schreit man Rassismus weil zu klischeehaft oder so.



    Die Gesellschaft erinnert in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer mehr an Monty Pythons Film.

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    *außerhalb von FF7 Remake / Rebirth news & threads

  • Die Gesellschaft erinnert in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer mehr an Monty Pythons Film.

    Ganz ehrlich - so war die immer schon. Das Problem ist teilweise dasselbe wie damals, maßgeblich die Furcht vor einem Backlash und das Unwissen darüber, wie die Gesellschaft bzw. Konsumenten in Wahrheit ticken.


    Nehmen wir als Beispiel FF16 und das Hautfarben Thema. Stimmt es, dass es Diversität vielen nicht genug ist? Nein. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass ein signifikanter Anteil von Fans und Konsumenten hier irgendein Problem hat. Es ist ein erfundenes Problem, das nur groß erscheint, weil Medien über Aussagen berichten, in denen sie unter Umständen ihren eigenen Bias reinbringen. Das ist immer wieder auffällig bspw. bei Cyberpunk mit dem Shemale Plakat, wo es allein.. ich glaube Rocketpapershotgun war, wo ein Autor ein Problem damit hatte, so sehr dass CDPR Betroffenheit geheuchelt hat und irgendetwas dazu erklärte, was sich im Spiel später gar nicht wiederfand. Gleichzeitig wird die Story dann von anderen Autoren kopiert, in einer Fachpresse die notorisch unkritisch und von Copy-Paste lebt. Am Ende entsteht der Eindruck "oh da ist ein riesiger Shitstorm am Laufen" aber in dem Moment wo man dann sich durch die Quellen klickt realisiert man "oh shit, das stimmt ja gar nicht".


    Wir haben also die Situation, dass heute wie damals, einzelne Personen oder Gruppen einen Eindruck verschaffen, der gar nicht real ist und Firmen leider darauf immer wieder mit Selbstzensur reagieren. In CDPRs Fall hat man zum Glück das Bild nie entfernt und was war? Kein Mensch außer zu diesem Zeitpunkt hat sich dafür interessiert. Es ist total egal gewesen. FF16 wird dasselbe sein, absolut kein Schwein interessiert das. Oder Barret, in Wahrheit stört sich niemand an ihn.


    Und selbst hier bei Horizon Zero Dawn, wo wir tatsächlich die Reaktion von Konsumenten haben, stört man sich maßgeblich nur an einem Detail und wie wir hier im Thread lesen können, auch auf einer gewissen rationalen Basis und verurteilt nicht das gesamte Spiel. Dafür muss schon ein richtiger Skandal kommen (siehe Lootboxen oder Kleopatra auf Netflix), wo man wirklich eine Masse gegen sich aufbringt, was man dann in Reaktionen auch sehr deutlich wahrnehmen kann.


    Lange Rede kurzer Sinn, es ist traurig, dass die Gesellschaft im Grunde immer wieder in Geiselhaft genommen wird, von allen möglichen Leuten. Die hat kein Problem mit den meisten Dingen, Gewalt, Pornographie, Satire, Videospiele, Comics, das stört die mehrheitlich gar nicht. Es ist sinnvoll sich im einzelnen mit Kritik, auch unsachlicher, zu beschäftigen und analysieren und im zweifelsfall dann auch zu reagieren, wenn man merkt "oh ja, hier ist vielleicht wirklich etwas, das ich/wir anders machen sollten) aber zu oft entstehen falsche Eindrücke, auf allen Ebenen. Bei uns als Konsumenten, bei den Firmen und selbst bei denen, welche eigentlich eine unfassbar kleine Minderheit sind aber durch ihre Echokammer und Reaktionen denken, sie wären sehr viel mehr, sich bestätigt fühlen und dadurch weitermachen.


    Tja, manche Dinge im Leben sind schlecht und sie können einen verrückt machen. Andere zum Schimpfen und Fluchen bringen. Und wenn man auf dem Knorpel des Lebens kaut, sollte man nicht grummeln, sonderns mit Pfeifen versuchen und das wird helfen, die Dinge zum Besseren zu wenden. Oh yeah ihr habt die Lyrics erkannt :D - Always look on the bright side of life! ♫

  • WolfStark


    Das kommt wohl immer drauf an, was man hier als "damals" definiert. In ihren Grundzügen war sie durchaus immer so. Die Auswüchse haben heute aber durchaus andere Qualitäten und Quantitäten als vor 30-40 Jahren.

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  • WolfStark


    Das kommt wohl immer drauf an, was man hier als "damals" definiert. In ihren Grundzügen war sie durchaus immer so. Die Auswüchse haben heute aber durchaus andere Qualitäten und Quantitäten als vor 30-40 Jahren.

    Also wenn ich von damals spreche, dann denke ich so an die Zeit der 50er bzw. 60er Jahre. Es ist jetzt eine Frage, was genau du mit Auswüchsen meinst. Ich meine, denken wir mal an jemanden wie McCarthy, die Auswüchse der Red Panic. Die wäre gar nicht möglich ohne halt McCarthy, nicht umsonst hat sein Name eine Ära geprägt. Oder denken wir an Fredric Wertham, dessen Buch zu einer Pflichtlektüre für rechte Politiker in den USA wurde, die Intiierung eines Komitees zur Folge hatte, deren Befragungen schließlich zur öffentlichen Verbrennung von Comics führten und schließlich zur Gründung der Comics Code Authority. Und die Satanic Panic.. man das war ne Zeit in den 80ern. XD Aber auch da, wenn man mal richtig reingeht, ursprünglich gab es kein Problem, die Gesellschaft als Ganze war eigentlich ziemlich gleichgültig, zumindest bis ein oder mehr Demagogen um die Ecke kommen und das auch mit ganz schön krassen Auswüchsen. Ich meine Verbrennung von Literatur kann man sich heute ja kaum noch vorstellen (obwohl der Versuch damals Videospiele hier in Deutschland zu zerstören echt skandalös war und zum Glück keinen Widerhall fand).