„Was haben wir ihnen getan?“ – Produzent über negative Troll-Kommentare zu Final Fantasy XVI

  • Sorry aber warum sollte sich nen Japanischer Entwickler noch die Mühe machen wenn die Spiele im eigenen Land nicht gekauft werden. Man verändert nichts sie werden nicht gekauft, man verändert alles und sie werden nicht gekauft, man verändert nen Bisschen und sie werden ebenfalls nicht gekauft.....wie man es macht man macht es falsch.

    Wobei man sagen muss, dass das hier im Westen auch nicht sonderlich anders ist. In Japan sicher in größeren Extremen, jetzt wo sich der Markt komplett von Heimkonsolen wegbewegt hat. Aber man siehe was für einen gewaltigen Output Square in letzter Zeit hatte, mit wirklich den unterschiedlichsten Spielen für alle Geschmäcker... und nichts davon hat sich bewährt. Wir sind hier ja in einer Community, die sich sehr stark den japanischen Spielen zugeschrieben hat und es ist schon schade, dass selbst hier Spiele wie NEO: The World Ends With You komplett untergegangen sind.

    Da sollte sich auch niemanden wundern, wenn sie mit Sachen wie Foamstar versuchen in anderen Gewässern nach Erfolg zu fischen. Wobei man sagen muss, dass gerade jeder dem Live Service Trend hinterher rennt (Blue Protocol von Bandai Namco, Exoprimal von Capcom und Sony war ja in ihren Finanzberichten sehr offen mit den Live Service Plänen). Das wird sicher auch nicht von irgend wo kommen. Vielleicht sind sogar wir für diese Firmen nicht mehr ertragreich.

  • Ich sehe es tatsächlich ähnlich, denn selbst wenn der Output seitens SE in der letzten Zeit enorm, aber, auf die Spiele selbst bezogen, bestenfalls im oberen Mittelmaß angesiedelt war, so waren es doch am Ende wieder die Reaktionen der Spieler, die auf das alles mit einem müden Lächeln reagiert hatten.


    Dabei finde ich den Ansatz, zwischendurch einfach mal etwas "Kleinod" anzubieten, gar nicht so verkehrt, damit sich der geneigte Gamer auch mal mit "weniger" zufrieden gibt und die generell immer höher werdenden Ansprüche etwas zurück geschraubt werden. Wenn ich das noch etwas weiter spinne, und die Verantwortlichen für die Spiele wären beispielsweise Indie-Entwickler gewesen, dann kann ich mir gut vorstellen, dass Titel wie The DioField Chronicle, Valkyrie Elysium, das bereits genannte NEO: The World ends with You oder auch ein Harvestella deutlich besser beim Publikum angekommen wären. Eben, weil dann der Name Square Enix nicht wie ein Damoklesschwert über allem schweben würde.


    Aber es ist nicht nur der Entwickler, wie gesagt, sondern auch die generell hochanspruchsvolle Spielerschaft, die hier für Probleme sorgt, auch wenn einige Dinge natürlich von SE selbst in Angriff genommen werden müssten (Marketing, Branding usw.).

  • Vielleicht sind sogar wir für diese Firmen nicht mehr ertragreich.

    Wir sind genauso ertragreich wie vor 5 oder 10 Jahren.

    Das Blöde ist, dass das die Damen und Herren Aktionäre nicht interessiert. Die wollen nicht, dass eine Firma Jahr für Jahr ihrer treuen Fangemeinde das gewohnte und beliebte Produkt verkauft, die wollen, dass es jedes Jahr 2 Millionen mehr sind, als im Jahr davor. Nur wenn es 5 Millionen Fans einer Reihe gibt, dann kriegst du keine 10 Millionen verkauft. Und dann steckt ne Firma wie SE in der Klemme und versucht krampfhaft in fremden Gewässern zu fischen.


    Aber es ist nicht nur der Entwickler, wie gesagt, sondern auch die generell hochanspruchsvolle Spielerschaft, die hier für Probleme sorgt,

    Wir als Spielerschaft haben ein Recht darauf, anspruchsvoll zu sein und ich denke, dass sich Qualität auch durchsetzt. Wenn SE nen absoluten Kracher veröffentlicht, den man von ihnen gar nicht erwartet hätte, dann wird der sich auch gut verkaufen. Und natürlich muss man auch dafür sorgen, dass die Leute davon Kenntnis bekommen, dass da ein Kracher ist.


    Wenn ich das noch etwas weiter spinne, und die Verantwortlichen für die Spiele wären beispielsweise Indie-Entwickler gewesen, dann kann ich mir gut vorstellen, dass Titel wie The DioField Chronicle, Valkyrie Elysium, das bereits genannte NEO: The World ends with You oder auch ein Harvestella deutlich besser beim Publikum angekommen wären.

    Es ist doch am Ende ausschlaggebend, ob ein Spiel gut ist oder schlecht und nicht, wers gemacht hat.


    Und dann wäre noch die Frage, in welcher Verpackung man etwas verkauft.


    Hätte SE Ende Juni ein Spiel veröffentlicht mit dem Namen "Clive Rosfield I", es hätte sich kein einziger FF Fan über das Spiel aufgeregt.

    "Das meinen Sie doch nicht ernst." - "Natürlich meine ich das. Und nennen Sie mich nicht Ernst."

  • Es gibt sehr viele sehr gute Spiele da draußen und die Spieler haben die Qual der Wahl.


    Denn die Spiele sind teuer, die Freizeit ist knapp und das Portmonaie ist leer.


    Aber es gibt auch sehr viele sehr schlechte Spiele da draußen, von denen oft nur behauptet wird, dass sie gut seien.


    Also möchte man in das für sich beste persönliche Erlebnis investieren.


    Um Spieler zu überzeugen sind Legacy, Ruf und Hype daher sehr wirksam.


    Doch auch diese Säule funktioniert nur noch eingeschränkt, da die Medien mittlerweile zu oft an der Realität vorbei gelobt haben und die Leute daraus langsam mehr und mehr ihre Konsequenzen ziehen.


    Auch bei Let's playern weiß man inzwischen, dass sie oft Teil eines monetären Netzwerkes im Hintergrund sind und daher vielleicht nicht immer ganz so ehrlich sind. Wieviel da noch authentisch und wieviel gespielt ist, ist ja schon lange eine Diskussion.


    Demos werden gerne so konzipiert, dass die besten Teile des Spiels darin schon enthalten sind.


    Die Leute kaufen also nicht, weil sie Angst haben, dass das Geld verschwendet ist. Beziehungsweise kaufen sie nur, wenn sie sich relativ sicher sein können, dass es sich lohnt.

  • tobo


    Ich weiß, es ist wirklich nicht einfach, auch mal zwischen den Zeilen zu lesen, aber alles, was du von mir zitiert und kommentiert hast, würde ich halt ganz genau so auch unterschreiben.


    Nur das mit dem Anspruch ist bisweilen doch eher schwierig, da zumindest ich oft das Gefühl habe, dass dieser bei einigen teils einfach zu hoch angesetzt ist und man halt generell mit nichts mehr zufrieden ist und die Entwickler es insbesondere dadurch grundsätzlich schwer haben, diese Ansprüche überhaupt auch nur im Ansatz erfüllen zu können.

  • Sehe das ähnlich wie CirasdeNarm
    Nur gehe ich etwas weiter und behaupte, dass wir überhaupt gar kein Recht haben irgendwas zu verlangen und sollten froh sein, dass Singleplayer Spiele überhaupt noch in der Form existieren.
    Natürlich können wir als Käuferschaft Dinge wünschen aber es sind immer noch Produkte von Firmen die wir weder besitzen noch Anteile davon gekauft haben.
    Wir entscheiden ob wir das Produkt dann kaufen möchten oder nicht.
    Das ist dann als Kunde unser Druckmittel, um zu zeigen ob sie was richtig gemacht haben oder eben nicht.
    Ich denke, wer zu hohe Ansprüche hat, der wird maßlos in dieser Welt enttäuscht.

  • Sehe ich auch ähnlich. Wir haben weder das Recht irgendwas von den Entwickler zu verlangen/erzwingen noch habe die Entwickler das Recht von uns das Kaufen der Spieler zu verlangen. Die Entwickler entwickeln ihre Spiel (bestenfalls was ihrer Künstlerischen Vision entspricht) und veröffentlichen diese, wenn es den Leuten gefällt wird es gekauft und wenn nicht dann nicht. Ist meiner Meinung nach eigentlich ziemlich simpel, weswegen ich dieses ganze verhalten das manche Entwickler den Spielen irgendwas Schuldig sind oder das man irgendwas von ihnen verlangen kann auch daneben finde. Dieses Prinzip ist meiner Meinung nach sogar ziemlich wichtig da es sich bei Spielen für mich eben um eine Kunstform und nicht nur Konsumprodukt handelt und da ist es mir wichtig das die Vision des Hersteller an erster Stelle kommt (selbst wenn es dann im noch hinein nicht so gut wird).

    Wenn ich das noch etwas weiter spinne, und die Verantwortlichen für die Spiele wären beispielsweise Indie-Entwickler gewesen, dann kann ich mir gut vorstellen, dass Titel wie The DioField Chronicle, Valkyrie Elysium, das bereits genannte NEO: The World ends with You oder auch ein Harvestella deutlich besser beim Publikum angekommen wären. Eben, weil dann der Name Square Enix nicht wie ein Damoklesschwert über allem schweben würde.

    Ist ein wirklich interessante Gedankengang, denn ich sogar zustimme. Ein Problem gibt es da meiner Meinung noch, neben den Namen, sondern der Preis. Dies ist besonders in aktuellen Zeiten wo die meisten immer weniger Geld haben, dann doch ausschlaggebend und wenn dann eine Menge Midbudget Titel für Vollpreis veröffentlich werden, dann gibt es halt doch eine gewissen Erwartung. Denn wenn die Spiele wie gesagt als Indie Spiele veröffentlich worden wären, wäre ich mir ziemlich sicher das der Preis maximal bei 40€ gewesen wäre.

    Ob die genannten Spiele jetzt den Vollpreis wert waren kann ich persönlich nicht mal urteilen da ich von Squares Midbuget Flut letztes Jahr nur Star Ocean, Strangers of Paradise und Crisis Core gespielt habe (die ich alle großartig fand)

    Gespielt 2024 Part 1

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  • Im besten Fall, machen, dass Entwickler, weil sie Spaß an ihrer Arbeit und an dem entwickeln haben ...

    So würde ich es mir am liebsten wünschen. xD
    Aber bei der derzeitigen Debatten Laune mancher Leute, kann ich verstehen, warum einige Entwickler gar keine Lust mehr auf die Kommentare der Fans haben.
    Sind halt auch Menschen mit Gefühlen.


    Dass die obengenannten Titel sich relativ "schlecht" verkauft haben, kann wirklich viele Gründe haben.

    Interessanterweise hatte ich sogar tatsächlich Interessen an diesen, aber habe mich doch nicht für einen Kauf entschieden, da zu der Zeit einfach bessere Titel in meinem Auge released wurden.

    Heutzutage werden generell so viele Spiele täglich released, dass kein Mensch hinterherkommt, wenn diese nicht irgendwie mobil sind.

    Zumindest ist das für mich persönlich so.

  • Ich finde es nicht so Entwickler müssen eine Marke und die Fans dahinter respektieren bzw. Leben diese Unternehmen seit Jahrzehnten davon also sollte hier ein Entgegenkommen völlig normal sein. Nicht Fans sind hier das Problem sondern die Entwickler die ein Problem damit haben und das scheitern an den Fans ablassen.


    Ich sehe es wie bei den Filmen Gewisse Marken wie Star Wars, Harry Potter, Herr der Ringe, Alien oder sonstige berühmte Titel müssen respektiert werden auch von Neuen Produzenten. Da darf keiner ran der die Fans beschuldigt und aus einer der Titel etwas komplett anderes macht auch hier würden Sie die Auswirkung spüren das ist einfach ein natürlicher Prozess. Die Fans Verteidigen hier nur das was Legenden aufgebaut haben während neue Entwickler/Produzenten im glauben sind etwas besseres gemacht zu haben im schlimmsten Fall sogar Ideologisch befangen sind.


    Es macht einfach keinen Sinn aus einer Funktionierenden Reihe plötzlich etwas anderes zu entwickeln was sich ja auch auf die Verkaufszahlen auswirkt und letztenendes auch auf das Game Design da FFXVI vor Release etwas größer wirkte aber im Endeffekt alles Kulisse ist oder nicht zu ende entwickelt wurde. Ich erinnere daran das Square Enix Live Service, Mobile Gaming und Co. auch als Zukunft sah und krachend gescheitert ist mit Anlauf und Ansage.


    Die Gerüchte über FFX, FF9 Remake oder das äußern zu Xenogears kommen nicht einfach aus dem nichts sondern sind Rehabilitations Maßnahmen von Square Enix selber um die Aktionäre zu beruhigen bzw. zu zeigen hier schaut mal wir arbeiten an dies und das weil die auch gar keine andere Möglichkeit mehr haben. Also denke ich das wir schon sehr bald ein neues Square Enix erleben werden.

  • Unabhängig davon, was nun noch aus FF16 wird, werden die nächsten Final Fantasy Spiele sowieso wohl erstmal FF7R-Trilogie, FF9 Remake, FF10-3 sein. Auch KH4 und Verum Rex, dass im Grunde ein FF13Versus Remake sein wird (nehm ich mal an). Dann steht auch immernoch die Frage eines FF11 Offline Remakes im Raum der Möglichkeiten.


    Dann wirds sicher noch einige Remaster geben. Die 13ner Trilogie, Tactics, Dissidia, eventuell Ever Crisis oder halt die restlichen FF7 Compilation-Sachen.


    Das sie keine andere Wahl hätten, glaube ich zwar nicht. Aber es bietet sich halt einfach an, weil die Fanbase dieser Titel riesengroß ist und die Unreal Engine mit der PS5 riesiges Potential bietet, die Spiele zum neuen Leben zu erwecken.


    Und wenn das durch ist, bleiben ihnen immernoch FF8, FF6, FF5 usw.

    Mag sein, dass FF17 iwann dazwischen erscheint. Aber die Mainline Reihe wird da auch umsatztechnisch eher ne Nebenrolle spielen.

  • Diese ganzen Remakes gehen mir auf die Nerven. Mal schauen ob FF XVIII überhaupt noch zu meinen Lebzeiten erscheint oder ob nach FF XVII erstmal noch die Remakes der Remakes kommen. Wenn FF XVII kommt ist FF7R ja bestimmt schon wieder 10-15 Jahre alt und einige Fans haben FF7R-3 gespielt aber kennen FF7R nicht. Da kann man schon mal FF7R Remake bringen. Immerhin kann man es den Leuten ja dann auch nicht zumuten mit weniger als 120 FPS zu spielen oder eine Auflösung unter 8k hinzunehmen.


    Ich verstehe, dass sich junge Spieler, die die Originale verpasst haben über Remakes freuen. Aber ich werde nie verstehen, wie man sich als Spieler, der das Original kennt und mag über ein Remake freuen kann.

    Aus meiner Sicht machen Remakes nur in 2 Situationen Sinn:

    1. Das Original hatte Potenzial war aber schlecht umgesetzt. Sowas wie FF XIII zum Beispiel. Da hat man dann eine zweite Chance abzuliefern.

    2. Das Original ist nahezu unspielbar. Das hat man bei frühen 3D Titeln oft, weil sich erst noch Best Practices herauskristallisieren mussten, wie eine Steuerung in einer 3D Umgebung sein muss. Das erste Medal of Honor hatte zum Beispiel eine aus heutiger Sicht komplett unintuitive Steuerung.

    Aber auch später kamen immer wieder Titel, die mit Mechaniken experimentiert haben, die aber nicht aufgingen und heute eher als Bad Practice gelten. Sowas wie das Momentum bei Fable 2. Man läuft da die ganze Zeit, als wäre man auf Eis.

  • Wir sind genauso ertragreich wie vor 5 oder 10 Jahren.

    Ich weiß jetzt nicht worauf du diese Aussage basiert, aber es beißt sich ja schon allein mit der Tatsache, dass die Welt sowohl vor 10, als auch vor 5 Jahren noch ganz anders aussah. Preise für die AAA Single Player Spiele sind in Dimensionen ausgeartet, die Sony regelrecht dazu gezwungen haben, die Spiele auch auf PC zu veröffentlichen. Dass Altbewährtes sich mit Square's buntem Line Up auch nicht verkauft, haben wir zuvor ja auch schon festgelegt. Und die waren wirklich die letzten, die noch gearbeitet haben, wie alle es vor 2 Konsolengenerationen getan haben. Andere Firmen sind sich ja allein schon zu schade, die kleinen PSP/DS Projekte die es zur Hauf gab, für die super erfolgreiche Switch zu entwickeln. Entwicklungszyklen sind deutlich länger als was wir noch vor ein paar Jahren gewohnt waren. Das rentiert sich alles vielleicht heute nicht so schön, wie wir es gerne hätten.