Angespielt! Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin

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    • Angespielt! Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin

      Monster Hunter Stories ist eines der am meisten unterschätzten Spiele, die es für Nintendo 3DS gibt. Es mag zwar nicht herausstechen, besitzt jedoch ein schönes Abenteuer, welches man als SpielerIn genießen kann. Leider hat es sich nicht allzu häufig verkauft, sodass Fans über einen zweiten Teil nur spekulieren konnten. Umso schöner ist es, dass Capcom sich dazu entschieden hat, mit Wings of Ruin eine Fortsetzung für Nintendo Switch zu entwickeln. In einer frühen Vorabversion konnte ich mir nun die ersten Spielstunden anschauen.

      Wings of Ruin

      Geschichtlich orientiert sich Wings of Ruin ein wenig an dem ersten Teil. Als junger Rider bewohnt ihr ein kleines Dorf auf der Insel Hakolo. Rider jagen keine Monster, sondern leben in Harmonie mit ihnen zusammen. Eines Tages verschwinden jedoch auf der ganzen Welt Rathalos. So auch Wächter-Ratha, der als Beschützer der Insel galt. Darüber hinaus verhalten sich andere Monster neuerdings nicht mehr natürlich. Sie sind unruhig, laufen in fremde Territorien oder greifen Dorfbewohner an. Etwas Seltsames scheint auf der Insel vorzugehen.

      Und als wäre das noch nicht seltsam genug, taucht plötzlich die Wyverianerin Ena auf. Sie vertraut uns ein Monstie-Ei an, mit dem eine mysteriöse Legende einhergeht. Gemeinsam beschließt ihr also, die Insel zu verlassen und den Spuren der Legende sowie den seltsamen Weltvorkommnissen auf den Grund zu gehen. Bis eines Tages ein kleiner, flugunfähiger Rathalos aus dem Ei schlüpft. Nun scheint das Abenteuer so richtig Fahrt aufzunehmen!

      Der Legende auf den Grund gehen!

      In den ersten Spielstunden passiert nicht besonders viel. Daher lässt sich kaum etwas auf das spätere Spielgeschehen schließen. Ich lernte die Prämisse der Handlung, erste NPCs und das Gameplay kennen. Nichts, was mich sonderlich überforderte. Mit Sicherheit folgen im späteren Verlauf unterschiedliche Handlungsbögen, die unerwartet auf mich eintreffen.

      Das versprechen zumindest Fragen, die von Beginn an geöffnet werden. Warum verschwinden die Rathalos? Was hat es mit dem Ei und dem flugunfähigen Rathalos auf sich? Zudem werden immer mal wieder Details zur Legende erzählt, zu der man persönlich einen Bezug zu haben scheint.

      Was ich mit Sicherheit sagen kann, ist, dass Monster Hunter Stories 2 alles sehr gemächlich angeht. In einzelnen Tutorial-Missionen erlernt ihr zu Beginn, was Monsties sind, welche Fähigkeiten sie besitzen und wie ihr als Rider mit ihnen eine Bindung eingehen könnt.

      Dabei werdet ihr von Kayna begleitet, einer Dorfbewohnerin und eure Mentorin. Sie erzählt euch nicht nur unglaublich viel über die Welt, sondern kämpft als Kampfgefährtin zusammen mit ihrem Monstie an eurer Seite. Während des Kampfes agieren sie und ihr Monstie komplett autonom. Falls sie jedoch besiegt wird, ist der komplette Kampf vorbei. Daher solltet ihr nicht nur eure eigene HP-Leite im Auge behalten, zumindest, wenn sie sich nicht selbst heilt.

      Geschwindigkeit, Kraft, Technik

      Beim Kampf selbst hat sich gegenüber des ersten Spiels nicht viel verändert. Ihr habt drei Arten von Angriffen zur Verfügung, welche ihr im Schere-Stein-Papier-Prinzip gegen feindliche Monster anwendet: Geschwindigkeit schlägt Kraft, Technik schlägt Geschwindigkeit und Kraft schlägt Technik. Setzt ihr diese Angriffe taktisch klug ein, könnt ihr Monsterteile brechen und es eventuell umwerfen. Mit zusätzlichen Fähigkeiten, die Waffen-abhängig sind, gelingt es noch besser. Doch das ist nicht alles.

      Mit fast jedem Angriff füllt sich euer Bindungsbalken. Ist dieser erst einmal aufgeladen, könnt ihr nicht nur auf dem Monstie reiten, sondern ebenfalls Bindungsfähigkeiten aktivieren. Das sind mächtige, sehr übertrieben dargestellte Angriffe, die in den meisten Fällen in einer Explosion enden. Jedes Monster besitzt unterschiedliche Fähigkeiten. Und auch wenn diese Angriffe sehr übertrieben wirken, sehen sie irgendwie spektakulär aus. Kombinieren beide Rider ihre Bindungsfähigkeiten, entsteht eine noch viel größere Explosion.

      Nicht nur bunt

      In meiner Vorabversion merkte ich relativ schnell, dass mir das Spiel quasi immer eine Möhre vor den Kopf hält, um sicherzugehen, dass ich ja am richtigen Ort ankomme. Gestört hat mich die Linearität jedoch kaum. Immerhin gab es in den anfänglichen Gebieten genug zu entdecken. Seien es Items zum Looten, kleinere Schätze oder die Erkundung der Monsterbauten, in denen ihr neue Monstie-Eier findet. Leider sahen die ersten Bauten sehr ähnlich aus und unterschieden sich nur geringfügig. Gleiches gilt auch für einige Ecken der offenen Spielwelt.

      Eines vorweg: Die Spielwelt wirkt sehr offen und ist sehr bunt. An fast jeder Ecke laufen wilde Monster oder kleinere Wesen herum. Es hat fast den Anschein, als wäre man in einer lebendigen Umgebung unterwegs. Wenn ich auf dem Weg zum Questziel war, kamen mir immer Monster entgegen oder ich entdeckte etwas Neues. Diese Offenheit wirkte an manchen Stellen jedoch auch etwas leer und gleich aufgebaut. Denn an einigen Stellen tauchen immer dieselben Monster auf oder bewegen sich nicht von der Stelle. Das suggeriert zwar lebhaftes Verhalten, auf Dauer könnte es eventuell eintönig wirken. Diesen Aspekt kann ich jedoch in meiner jetzigen Version nicht komplett beurteilen.

      Zudem muss ich ebenfalls sagen, dass das Spiel sich eher an eine jüngere Zielgruppe richtet. Durch den Cel-Shading-Look harmoniert es sehr gut mit der bisherigen Handlung. Schlimmere Ereignisse wirken bedrohlich, allerdings auf eine kindliche Art und Weise. Das hat bereits beim ersten Teil gut funktioniert und ich kann mir vorstellen, dass es jetzt ebenfalls so ist.

      Fazit

      Mit Blick auf die Geschichte scheint Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin in dieselbe Kerbe zu schlagen wie der erste Teil. Ich hoffe jedoch, dass es nicht dieselben Mechanismen benutzt. Ich möchte nicht einfach nur Monster bekämpfen, die plötzlich wieder „böse“ werden. Daher bin ich gespannt, welcher Grund hinter all dem steckt und ob mich das Spiel überraschen kann.

      Bislang genieße ich einfach die wunderschöne Welt und die zahlreichen Monster, die mir auf meinem Weg begegnen. Alte Bekannte, die in den neuen Hauptteilen nicht vorkommen, wiederzusehen, freut mich als Fan. Zudem bietet das Kampfsystem einige Kniffe, die zwar einfach zu erlernen sind, aber immer weiter verfeinert werden können. Besonders, wenn es um das Verständnis von Rider und Monstie geht.

      Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin erscheint am 9. Juli 2021 für Nintendo Switch und PCs. Bei Amazon könnt ihr euch das Spiel bereits vorbestellen*. Wie ihr an die amiibo zum Spiel rankommt, lest ihr hier.

      Bildmaterial: Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin, Capcom