Beiträge von Blackiris

    Wie gesagt mein Hauptgrund ist der Fehlende Rekrutierungsguide. Ich gebe dir ja recht das diese technischen Probleme eher eine Kleinigkeit sind. Aber ich habe aktuell hier 3 Spiele liegen auf die ich gleich viel lust zu zocken habe und da ist diese Kleinigkeit halt ausschlaggebend für meine Entscheidung. Vor allem mit dem Hintergrund das ich in 2-3 Monaten durch die patches ein besseres Spielerlebniss habe werde als jetzt.

    Es gibt schon einen Guide, zudem eine Wahrsagerin im Spiel, die dir Tipps gibt.


    Somnium Es sind sogar 120 Charaktere. Man muss bis zu einem bestimmten Zeitpunkt kurz vor dem Ende alle 119 anderen haben, um den letzten zu bekommen und eine gewisse Sache abzuwenden.


    Bei den meisten geht die Rekrutierung schnell, bei einigen wenigen können aber mehrere Stunden draufgehen, da sie an Sidequests gekoppelt sind (Beyblade und die Kochduelle sind recht zeitintensiv, Ersteres zumindest ohne Guide).


    Aber auch wenn man sich alle holt, ist das Spiel nicht bedeutend länger als ein Standard-RPG. Ich habe (größtenteils ohne Guide) 54h gebraucht.

    Antimatzist Schön, dass es dir auch so gefällt! Die Zufallskämpfe haben mich am meisten beim Backtracken gestört und bei einem oder zwei der rätsellastigeren Dungeons. Die Rate ist nicht bemerkenswert hoch und die Kämpfe sind isoliert auch nicht bemerkenswert langsam, aber ich finde man merkt, dass a) die Ladezeiten länger sind als in Suikoden (zumindest den PS1-Teilen) und b) die Gebiete vor allem größer – zumindest hat man deutlich längere Laufwege. Finde zudem, dass man die „Freilassen“-Option in Kämpfen früher hätte verfügbar machen sollen, da sie effektiv nur in bereits besuchten Gebieten zum Einsatz kommt. Selbst wenn man in einem aktuellen Dungeon schon so stark ist, dass die Gegner effektiv keine EXP mehr bringen, muss man immer noch normal fliehen.


    ElPsy: Auf der PS5 lief es technisch größtenteils gut. Ich hatte ein paar merkliche Framerate-Einbrüche in ausgewählten Bosskämpfen, sonst gab es wenig zu beanstanden.


    Die Story würde ich im soliden Mittelfeld einordnen. Sie reicht imo nicht an die bessere Suikoden-Teile heran, ist aber zumindest liebevoll umgesetzt und hat mich nach dem tollen Ende auch mit einem schönen, befriedigenden Gefühl zurückgelassen.

    Hat das Bild von dem Stück Fleisch was gebraten wird seine Richtigkeit? xD


    Ansonsten schöner Test. Denke ich mache nichts verkehrt und sage das was wir bekommen haben ist eher ein Dragons Dogma 1.5 und irgendwie nicht das was man sich erhofft hatte.


    Ich bezweifle allerdings das ein dritter Ableger noch kommt.

    Danke dir!


    Ja, es gibt immer sehr realistische Fleischvideos, wenn man am Lagerfeuer mit der Party grillt – da hat Capcom sicher auch auf die Memewürdigkeit gesetzt^^

    Das Ding ist schon schick, ich mag dieses schlichte Design.

    Bin aber echt kein Fan von Mediabooks. Bei meinen Ghibli-Dinger, die ich immer pfleglich behandelt habe, sind schon Gebrauchsspuren sichtbar. Diese Papphüllen sind einfach extrem anfällig – und erleiden oft schon Schäden beim Versand. Schlimmer aber fast noch finde ich, dass sie über die Jahre extrem ausbleichen, und dabei müssen sie nicht mal in der prallen Sonne stehen. Bin insgesamt kein Fan von dem Format.

    Bei solchen Meldungen bin ich immer froh, dass die sogenannte „Waifu Tax“ im Westen nicht ansatzweise so hoch ausfällt wie in Japan, wo es bei beliebten Trainerinnen nicht unüblich ist, dass sie mehrere hundert Euro kosten. Wobei in Japan noch hinzukommt, dass TPC es seit mehr als zwei Jahren Jahr einfach nicht schafft, bei beliebten Sets die Nachfrage zu bedienen, erst recht nicht zum Launch. Das ist hier zum Glück mittlerweile kein Problem mehr.


    Ich denke trotzdem, dass Enigmara wegen des riesigen Hypes (weniger wegen der Beliebtheit der Figur selbst) die erste Karte ist, die in ihrem alternativen Artwork die 100€-Grenze knacken könnte. Im aktuellen Set war Mimi/Miriam zeitweise auch die begehrteste Karte, dürfte aber mittlerweile zumindest auf Deutsch von Miraidon abgelöst worden sein.

    Ich habe hier mittlerweile bald ein Jahr nichts geschrieben, was vermutlich daran lag, dass sich in dem Jahr nicht furchtbar viel getan hat. Weder im Positiven noch im negativen. Bin allgemein mit meiner Ernährung zufrieden, Bewegung im Alltag war meistens ausbaufähig. Joggen und Ring Fit habe ich gerne gemacht, aber es ist nie wirklich eine Routine geworden. Liegt vielleicht auch daran, dass ich kaum schöne Laufstrecken habe und Ring Fit dann halt doch auf Dauer monoton ist.


    Im März hatte ich viel Zeit und auch das Wetter war die letzten Tage klasse, also habe ich diesmal das Radfahren für mich (wieder)entdeckt. Ich hatte mir ja letztes Jahr ein Pedelec gekauft. Hatte im September sogar eine längere Bikepacking-Tour (~1000km) bis nach Österreich geplant – die fiel aber leider aus Zeitgründen ins Wasser.


    Ich war immer ein bisschen frustriert, wie lange man hier in Bochum erst durch die Stadt fahren muss (oft mit Autos auf einer Straße), um die schönen Orte zu erreichen. Allerdings lag das auch daran, dass ich die schönen Routen in Bochum gar nicht kannte. Das hat sich nun geändert und in den letzten zwei Wochen war ich wirklich fast jeden Tag unterwegs, gerne auch mal 50-60km. Jetzt nach der Zeitumstellung ist es sogar noch angenehmer, da es nun echt lange hell bleibt.


    Und ich muss sagen: Es gibt echt viele schöne Orte, von denen ich gar nicht wusste. Die zu Radwegen ausgebauten alten Bahntrassen sind wirklich angenehm zu fahren und bieten oft tolle Panoramen. Hatte auf Empfehlung meiner Mutter schon vor einer Weile mal Komoot ausprobiert – damals eher für Wanderungen –, aber nie wirklich genutzt. In den letzten Tagen hab ich die App aber noch mal angeworfen und siehe da – der Algorithmus generiert wirklich sehr schöne Touren, die meist a) über dedizierte Radwege o.ä. führen und b) mir viele Spots gezeigt haben, deren Existenz mir völlig unbekannt war.


    Und da es eben ein Pedelec ist, muss ich mich auch gar nicht erst zu längere Touren überwinden. Gerade im Straßenverkehr ist die Unterstützung ein Segen, denn den lasse ich gerne so schnell wie möglich hinter mir. Meistens versuche ich, die 25 km/h zu halten, was ja nach Steigung und Windlage auch moderat anstrengend sein kann. Aber es ist immer noch angenehm und kein Vergleich zu meinem alten Gammelrad, mit dem Steigungen schon ziemlich anstrengend waren. Jetzt habe ich durchaus auch nach (einem frühen) Feierabend bzw. zwischen der Arbeit auch noch Lust, mich aufs Rad zu schwingen.


    Ich glaube, in unmittelbarer Umgebung werde ich bald die schönsten Orte abgeklappert haben. Aber ich habe schon ein paar ins Auge gefasst, die dann eher eine Tagestour werden. Sobald es noch ein bisschen wärmer ist, würde ich auch gern mal mehrtägige Touren ins Auge fassen. Es tut wirklich gut, draußen in der Natur zu sein und ich glaube, das als Motivator hat mir einfach bei den anderen Aktivitäten gefehlt.


    Früher oder später will ich auch wieder ins Grüne ziehen. Aber da ich noch hier wohne, bin ich sehr froh, diese neuen Möglichkeiten entdeckt zu haben und auch zuversichtlich, weiter regelmäßig zu radeln, wenn das Wetter schön ist. Es hilft natürlich auch beim Fitbleiben bzw. Abnehmen – auch deshalb, weil ich halt geregeltere Mahlzeiten einnehme, wenn ich nicht den ganzen zu Hause bin. Frühstücke meist nur, bevor ich Mittags oder am frühen Nachmittag losfahre. Erst wenn ich zurück bin wird dann Mittagessen (bzw. eher Abendessen) gekocht.

    Ich besitze zwar ungespielte Spiele, aber vom Konzept des Pile of Shame distanziere ich mich mittlerweile. Ich muss nichts durchspielen, das ich gekauft oder angefangen habe. Ein Spiel wird gekauft und/oder gespielt, wenn ich in der Stimmung dazu bin. Vereinzelt kaufe ich Spiele auch aus Support, ohne sie zeitnah spielen zu wollen. Entsprechend trage ich Käufe auch nicht mehr zwangsläufig bei Backloggery ein.


    Gibt natürlich Games, auf die ich mich freue, sie irgendwann zu spielen. Aber das ist keine Verpflichtung – und wenn dieses Irgendwann nie kommt, ist das auch okay.

    @Aruka Danke dir!


    Ich denke, Vollkorn ist immer gut, ob nun Dinkelvollkornbrot, Vollkornmisch oder irgendwas anderes. Dinkelvollkorn gilt oft als der "König" der Vollkornbrote, aber ich kenn mich da jetzt nicht in der Tiefe aus und würde mal behaupten, es macht keinen riesigen Unterschied. Ist beides ein riesiges Upgrade zu Weißbrot, weißem Toast etc.


    Hatte mich eigentlich jahrelang an Brot hauptsächlich von Finnkorn-Toastbrötchen ernährt. Die sind auch klasse, mochte die immer unheimlich gern. Allerdings gerade deshalb auch immer ein bisschen kontraproduktiv, weil wenn etwas so viel Appetit macht, isst man es auch öfter. ^^


    Selbst Brot backen sollte ich auch mal öfter. Hab nur leider versehentlich eine viel zu große Backform gekauft, sodass ich gar nicht hinterherkomme, wenn ich mal eins backe. Einfrieren wäre sicher eine Option.

    Ich habe im letzten Jahr durch mangelnden Bewegungsausgleich im Alltag bestimmt auch so ~7 Kilo zugenommen. Ich neige eigentlich nicht zu schnellen Gewichtsschwankungen, aber schleichende Veränderungen machen sich über die Zeit auch bemerkbar. Und da kann "oberes Normalgewicht" auch mal in "leichtes Übergewicht" umschlagen.


    Habe deshalb auch seit Anfang April beschlossen, bewusster zu essen und mich mehr zu bewegen. Entweder joggen, Ring Fit oder Spaziergänge, möglichst täglich. Bei Ring Fit nicht das Hauptspiel, sondern selbst zusammengestellte Trainingseinheiten. Da merkt man tatsächlich recht schnell, wie man sich verbessert, was sehr motiviert. Im Grunde ist es dann ja auch kein Spiel mehr, sondern ein visualisiertes Workout und gerade diese Visualisierung des Fortschritts ist für meine Motivation wichtig (wie z.B. auch ein Schrittzähler beim Spazieren oder Tacho beim Radfahren mich motiviert – Zahlen wachsen zu sehen ist halt befriedigend, die RPG-Spieler-Gene kommen durch :D). Joggen tu ich meist so 5-7km und immer in einem gemütlichen Tempo (8-8,5 Minuten pro km). Bin da damals selbst als völlig Untrainierter nach Jahren ohne Sport locker reingekommen und finde es nach wie vor sehr angenehm. Habe auch nicht den Drang, schneller zu werden.


    Seit ca. einem Jahr, also seit Corona, aber im Prinzip unabhängig davon, arbeite ich ja mehr oder weniger in Vollzeit selbstständig von zu Hause. Deshalb ist bei mir auf einmal sämtliche Bewegung weggebrochen. Allein ein normaler Unitag waren zumindest schon so 10.000 Schritte.


    Zugleich habe ich aber in diesem Jahr auch gemerkt, wie schwierig es ist, Bewegung in den Alltag zu integrieren, wenn man immer irgendwas zu tun hat. Deshalb klappt es bei mir eigentlich nur vernünftig, wenn ich – in letzter Zeit auch bewusst – weniger arbeite. Ich hatte da einfach unterschätzt, dass keine geregelten Arbeitszeiten zwar für viel Flexibilität sorgen, aber zugleich auch sehr lähmend sein können. Die richtige Balance zu finden war nicht einfach, aber ich denke, ich bin nun auf dem richtigen Weg.


    Seit April habe ich ca. 2,5 kg abgenommen. Ohne mich zu quälen und auch ohne super diszipliniert zu sein. Mir geht es auch weniger um das Tempo, sondern eher darum, dass ich merke, dass sich meine Gewohnheiten nachhaltig ändern und dass der Aufwärtstrend kontinuierlich ist. Auch hier sei wieder angemerkt, dass Stress (oder einfach sehr viel zu tun zu haben) Gift ist und man automatisch dazu neigt, mehr zu essen. Was eh schon ein Problem sein kann, wenn 24/7 der Kühlschrank nur 10 Schritte entfernt ist.


    Was ich neben mehr Bewegung hauptsächlich geändert habe sind kleinere Portionen. Sich das anzugewöhnen, da bin ich ganz bei Mirai, ist ein extrem wichtiger Schritt. Bin außerdem komplett auf Dinkelbrot umgestiegen (von Vollkorn-Weizen-Misch) und esse außer Früchten keine Süßigkeiten. Habe ich vorher auch nicht viel, weil ich sie prinzipiell nicht kaufe. Ausnahme ist (nicht nur) im Sommer vor allem Eis und da neige ich auch manchmal dazu zu übertreiben ("Wenn man’s schon im Haus hat..."), deshalb ist das auch weggefallen.


    Abnehmen und fit sein ist ja auch wirklich kein Hexenwerk. Wenn man sich halbwegs viel bewegt, halbwegs bewusst isst und bei beidem halbwegs kontinuierlich dabei ist, reicht das im Normalfall ja schon. Diesen Zustand zu erreichen – also sich zum Alltag zu machen, ohne sich zu quälen –, das ist für mich das eigentlich Erstrebenswerte.


    Leider motiviert das Wetter aktuell nicht allzu sehr zum Joggen. Bei Sonne oder zumindest stabilem Nichtregenwetter mach ich das am liebsten.


    Wie ist es bei euch? Wie wichtig ist euch Musik beim trainieren/Sport?

    Beim Joggen finde ich Musik extrem wichtig. Beim Workout (sprich: Ring Fit) höre ich eher Podcasts oder YouTube-Videos. Joggen ohne Musik ist für mich aber gleich viel mühsamer. Je nach Laune kann die Musik auch dafür sorgen, dass ich locker mal ein paar km mehr laufe. Deshalb bin ich auch immer auf der Suche nach mehr Vielfalt für die Playlist. DIe ist vielleicht 4h lang, aber wenn man mehrfach die Woche 45-60 Minuten läuft, wiederholt es sich auch schnell.

    Tolles Buch (hab’s letztes Jahr auf Japanisch gelesen), unbedingt kaufen!


    Der FinanzBuch Verlag bringt das, nie was von gehört :D 18 Euro, gebunden, denke, da wird man wohl keine Übersetzung aus dem Japanischen erwarten dürfen. Wäre cool, aber den Aufwand werden sie sich wohl nicht machen. Da es zeitgleich mit der englischen Ausgabe bei uns erscheint, wird hier wohl auch die englische Übersetzung als Ausgangsmaterial für die deutsche Umsetzung gedient haben. Stehe ich gar nicht drauf, aber in dem Falle gibt es da wohl keine Alternativen, sofern mal für das Buch dann nicht 25 Euro verlangen möchte.

    Bisschen späte Antwort, aber: Tatsächlich scheint es aus dem Japanischen übersetzt worden zu sein – zumindest hat die angegebene Übersetzerin einige japanische Übersetzungen zu verbuchen.


    FinanzBuch Verlag ist seltsam, aber gar nicht mal so unpassend, da es in dem Buch viel um Management geht.

    @Fayt Der Stil kann ein Spiel für mich stark auf- oder abwerten und bedingt direkt, wie viel Freude ich beim Spielen habe. Gerade generische Stile assoziiere ich meist nicht mit etwas Positivem, sprich, ein Spiel mit realistischer Grafik ohne eigene Identität oder ein Spiel mit Anime-Designs, die aussehen wie die dutzender anderer Spiele. Ich würde sogar behaupten, dass der Artstyle für den ersten Eindruck durch Trailer usw. die größte Rolle spielt.

    Für mich ist State-of-the-Art-Technologie kein Maßstab für Schönheit und Ästhetik, da ich Fotorealismus zwar schätzen kann, aber keineswegs als das Nonplusultra sehe.


    Deshalb finde ich es auch schade, dass bei japanischen wie auch bei westlichen Spielen der Trend in diese Richtung geht, sehr auf Kosten der Vielfalt. Sicher mag es Titel wie Ghost of Tsushima geben, die ihre Ästhetik gut ausspielen können. Aber eben auch genug AAA-Spiele, die zwar realistische Grafik haben, aber extrem austauschbar wirken.


    Child of Light wird für mich immer eines der schönsten Spiele überhaupt bleiben. Ich finde die Renderhintergründe in den alten FF-Titeln noch immer sehr ansprechend sind.


    Für mich ist Schönheit von daher auch zeitlos. Zugleich ist mir ein toller Artstyle auch wichtiger als die Zahl der Polygone. Stilisierte Grafik ist hier das Stichwort. Je mehr Spiele dieselbe Ästhetik haben, umso langweiliger. Gibt doch so viele Möglichkeiten, wieso sehen so viele AAA-Spiele und Anime-RPGs also grafisch so austauschbar aus?

    Ich meine als älterer Bruder spielt man ja die ganze Zeit die Rolle "Daniel zu erziehen". Darauf liegt ja ein großer Fokus. Wie geht er mit seiner Fähigkeit um, allgemein mit der Situation oder auch mit anderen direkt? Und da wirkte es einfach, als ob man keinen Einfluss hätte, dabei ist das, meiner Ansicht nach der Kernpunkt des Spieles.^^

    Na eben doch. Wie gesagt, ob Kapitel 2, 3 und 4 halbwegs positiv ausgehen oder nicht hängt maßgeblich davon ab. Wie ich auch schon schrieb. Es zieht sich durchs ganze Spiel. Ebenso wie die Momente, in denen Daniel sich einsichtig zeigt oder eben nicht, und in denen sich die Brüder näherkommen oder entzweien. Bis auf ein paar vereinzelte Stellen hat sich das für mich sehr authentisch angefühlt, aber ich glaube, viele wollen eben keine authentischen Kinder in Videospielen, sondern entweder idealisierte Kinder oder Kinder ganz ohne Persönlichkeit oder gar keine. ^^



    Zitat von Vincent

    Teil 2 war mir daher aufgrund des fehlenden Mysteriums einfach egal, hab mir dann die Let's Plays angesehen und wurde nochmal bestätigt, dass man außer "Hey wir machen nun Trumpmerica und nehmen zwei mexikanische Brüder auf der Flucht" keine weiteren Ideen hatte.

    Es gab doch wirklich viele weitere Ideen. Das Spiel hat ja durch den vielfältigen Nebencast eine Vielzahl an Themen angesprochen, manche mehr, manche weniger tief. Hier scheint das Problem eher zu sein, dass du nichts damit anfangen konntest, nicht, dass es sie nicht gab. Und das ist glaube ich auch generell das Problem, das viele mit dem Spiel haben.


    @Somnium Ich fand Kapitel 1 und 2 auch am stärksten. 3-4 waren zwar immer noch sehr gut, aber gerade hier hat man doch gemerkt, dass sie versucht haben, die bis dahin eher bodenständige Story dramatischer zu machen. Gerade die Sache mit der Kirche in Kapitel 4, wo man dann wirklich eine Art Karikatur-Bösewicht hatte, was gar nicht zu den sonst so komplexen Charakteren gepasst hat. Dafür fand ich in Kapitel 5 mutig und gelungen, dass es bis auf das Finale wirklich bodenständig und fast schon besinnlich war.


    Sowohl LiS als auch LiS2 haben für mich ein bisschen an Reiz verloren, als sie versucht haben, möglichst dramatisch zu sein. Das Zeitreisethema im Kleinen fand ich sehr gut gelöst im ersten Teil, aber als dann der Butterfly-Effekt-Mist ohne Erklärung aus dem Ärmel geschüttelt wurde, war das doch sehr Style-over-Substance. Es ist nicht schwer, ein spannendes Mysterium aufzubauen, aber viele Geschichten scheitern daran, das eben auch zufriedenstellend aufzulösen. Deshalb hatte ich in Tell Me Why auch Angst, dass es am Ende irgendeine hanebüchene oder antiklimaktische Erklärung für alles mit der Mutter gab – und war sehr positiv überrascht und erleichtert, dass das nicht der Fall war.

    Ich kann es wie gesagt verstehen, dass man Daniel nicht mag. Aber ehrlich gesagt überhaupt nicht, dass du Daniel wirklich nur von dieser einen Seite siehst. Vielleicht warst du beim Lesen meines Beitrags auch einfach nicht allzu aufmerksam, denn ich bin doch auf ein paar der Punkte eingegangen, die du hier wieder kritisierst.



    Zitat

    Wenn da im letzten Kapitel erst was passiert, ist es einfach zu spät^^

    Im zitierten Teil habe ich doch erwähnt, dass das eben nicht der Fall ist. Und auch, dass es viele Szenen gibt, die eben genau in die andere Richtung gehen. Von denen du einige auch gesehen haben solltest, wenn du es bis Kapitel 3 verfolgt hast. Die gibt es in jedem Kapitel. Dem Spiel nun zu unterstellen, dass Daniel durchgehend zu 100% nur ein verzogenes Kind ist, ist dann doch recht unfair. Ich glaube, du hast dich da einfach in etwas hereingesteigert, das keine Empathie und faire Betrachtung mehr zulässt. Deshalb glaube ich nicht, dass sich noch groß etwas an deinem Eindruck ändern würde, selbst wenn du dir den Rest auch noch anschauen würdest.


    Wenn du die Sache irgendwann vielleicht mal weniger emotional betrachten kannst, versuch es vielleicht noch mal. Dann wirst du vielleicht sehen, dass Daniel durchaus auch ein nuancierter Charakter ist, der eben nicht nur in die eine oder andere Richtung geht. Vielleicht ging es auch etwas mit den Wahlen zusammen, die getroffen wurden, denn abhängig von den Entscheidungen des Spielers dürften einige Szenen auch anders ablaufen.

    Es spielt nie eine Rolle was man tut, obwohl das Spiel einem vorgaukelt, dass man seine Entwicklung beeinflussen konnte.

    Es spielt für viele der Schlüsselmomente eine wichtige Rolle. Ich weiß nicht, wie weit du gesehen hast. Aber das Ende von Kapitel 2, 3 und 4 werden davon massiv beeinflusst. Also auch, ob Charaktere sterben oder überleben. Das finde ich ehrlich gesagt ziemlich gewichtig und konsequenter als alles, was LiS1 gemacht hat mit Ausnahme des Endes von Episode 1 und das etwas zweifelhafte Ende vom letzten Kapitel. Vielleicht merkt man das stärker, wenn man LiS2 selbst spielt und die Entscheidungen treffen muss, die ja auch am Kapitelende eingeblendet werden. Ich habe meine Entscheidungen mit denen von Freunden verglichen und wir waren überrascht, wie unterschiedlich es doch ausgehen kann.


    Und ansonsten: Daniel ist halt ein Kind, das in einer extrem schwierigen Situation ist. Ich finde, das Spiel stellt das ausgeglichen und fair dar. Es gibt viele Momente, in denen Daniel und Sean sich näherkommen und in denen sich Daniel auch einsichtig zeigt. Und dann eben auch welche, in denen das nicht der Fall ist. Das ist ja auch das Kernthema des Spiels und die vielen schönen Momente mit den beiden sind für mich ganz große Highlights gewesen. Die wären aber vermutlich nicht so wirkungsvoll gewesen, wenn es nie Spannungen im Verhältnis gegeben hätte.


    Natürlich hat da jeder eine andere Schmerzgrenze und unterschiedlich viel Empathie für quengelige Kinder übrig. Kann das durchaus verstehen. Vielleicht vergleichbar mit Chloe im Vorgänger, die einige ja auch unausstehlich finden.

    @Weird Was genau meinst du denn mit Inkonsequenz bei den Entscheidungen in LiS2? Fand es deutlich konsequenter als im Vorgänger. Zwar haben sich die meisten Entscheidungen genretypisch nicht langfristig ausgewirkt. Aber innerhalb der Episoden und zum Teil darüber hinaus hatten sie eine enorm große Auswirkung. Auch dass es vier Enden gibt, die durch eine konkrete Entscheidung vorm Schluss UND der Summe der Entscheidungen, die man davor getroffen hat, bestimmt werden, fand ich gut gelöst und konsequent.


    Ich habe außerdem das Gefühl, dass viele Leute die Charaktere in Life Is Strange 2 gar nicht richtig schätzen können. Die Beziehung zwischen den Brüdern ist natürlich das wichtigste und die ist ja auch mit viel Liebe zum Detail umgesetzt, auch wenn Daniel gelegentlich etwas zu sehr zum Plot Device wird, was im späteren Verlauf für die imo schwächsten Momente im Spiel sorgt (vor allem mit der Kirche in Kapitel 4). (Story-Momente, nicht Charaktermomente.) Die Großeltern beispielsweise sind unheimlich vielschichtige Nebencharaktere, die ich in der Komplexität gar nicht erwartet hätte.