Star Wars - Saga

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    • @WolfStark

      Ich denke, den Hauptschuldigen hast du hier schon genannt. Disney möchte einfach alles mit den bekannten Filmen und Serien verknüpfen. Der größte Fehler war aber, die Figur nun mit der Rebels-Timeline erstmals offiziell zu verknüpfen. Und dann hast du es ja auch noch angesprochen, man musste Vader da noch mit ins Spiel bringen und obwohl ich das erste Buch der neuen Trilogie ganz unterhaltsam fand, so fehlte mir am Ende doch irgendwie die Relevanz.

      Die neuen Bücher kommen ja ebenfalls von Zahn und da hat man ihm dann wesentlich größere Freiheiten gelassen, weil die Bücher relativ losgelöst von Filmen und Serien sind, sich weitaus mehr mit der Kultur der Chiss befassen und nicht ausschließlich mit Thrawn und auch noch deutlich weiter in der Vergangenheit spielen. Vermutlich immer noch kein Vergleich zu Erben des Imperiums wo die einzige Auflage von Lucas an ihm war, keine der etablierten Hauptcharaktere sterben zu lassen. Seitdem Disney an der Macht ist und das alte EU gekillt hat, ist das alles deutlich strikter geworden. Wobei man mit der High Republic da halt auch wieder etwas hat, wo die Autoren deutlich mehr Freiheiten haben.

      Die neuen Bücher da interessieren mich auch deutlich mehr von Zahn und die Editionen sind sowieso sehr geil.

      Thrawn selbst wird dann wohl noch viel mehr Aufmerksamkeit bekommen wenn er in einer der neuen Serien sein Live-Action Debüt feiern wird, so viel hat die zweite Mandalorian Staffel ja schon mehr oder weniger geteasert.
      Zuletzt durchgespielt:

      Resident Evil Zero 6,5/10, Maneater 7/10, Cyber Shadow 6,5/10

    • Mit dem neuen Kanon kann ich mich nicht anfreunden. Ich war schon entsetzt als ich auf YouTube einen Ausschnitt aus Clone Wars sah, wo Yoda auf den Geist von Darth Bane gestoßen ist und dieser nur wie ein typischer eindimensionaler Schurke dargestellt wurde. Überhaupt habe ich noch ein paar Comics zum alten Universum und da will ich lieber dort weiterlesen. Auch wenn es schade ist, dass die ferne Vergangenheit sich gar nicht so fern anfühlt und eine interessante Serie chronologisch am bisherigen Anfang vorschnell zu Ende gebracht wurde, weil die Lizenz eben vom Schwarzpferd zum Imperium der bösen Maus wechselte.
    • Mahiro schrieb:

      Mit dem neuen Kanon kann ich mich nicht anfreunden. Ich war schon entsetzt als ich auf YouTube einen Ausschnitt aus Clone Wars sah, wo Yoda auf den Geist von Darth Bane gestoßen ist und dieser nur wie ein typischer eindimensionaler Schurke dargestellt wurde.

      Das große Problem, wenn man solche bekannten Figuren aus dem alten EU in Serien wie Clone Wars oder Rebels einbaut, so positiv die Serien auch angekommen sind, es sind Serien, die für eine Kinder-Zielgruppe konzipiert wurden. Clone Wars hat immer mal wieder zu beginn einige sehr starke Episoden, die nächsten Episoden fühlen sich dann aber wieder mehr wie ein Samstagmorgen-Zeichentrickfilm an. Erst die letzten Folgen von Clone Wars, wo man teilweise den Roman von Ahsoka umgesetzt hat, ist dann schon mehr an eine deutlich ältere Zielgruppe, ich würde sogar sagen, an die Fans der Filme gerichtet. Mit The Bad Batch hat man ja eine neue animierte Serie, die ebenfalls einen ganz anderen Weg als die ersten Staffeln Clone Wars und Rebels geht.

      Wenn man wirklich solche Charaktere wie Thrawn oder Darth Bane und wie sie nicht alle heißen und im EU entstanden sind, sind die Autoren halt limitiert was sie mit denen machen können, wenn sie in einer Kinderserie untergebracht werden. Jetzt, wo man sich sein immer weiter sein Cinematic Universe aufbaut, finden diese Figuren denke ich auch ihren Platz im Canon-Universe bei Star Wars. Vorher waren diese Bemühungen ja dann doch auch eher relativ halbgar. Dennoch muss man auch sagen, Clone Wars hat großartige Charaktere wie Ahsoka oder auch Cad Bane hervorgebracht.
      Zuletzt durchgespielt:

      Resident Evil Zero 6,5/10, Maneater 7/10, Cyber Shadow 6,5/10

    • Ich denke ein maßgebliches Hauptproblem der mangelnde Respekt gegenüber den Autoren und ihrem Schaffen. Die Thrawn Trilogie wurde als ganz offizielle Fortsetzung des Universums verkauft und hatte weitreichende, positive Auswirkungen auf das Franchise, auch Coruscant kam aus dem EU aber man hat es nie auch außerhalb des Marketings als gleichwertig behandelt. Allgemein herrscht in dem Unternehmen eine Ja-Sager Kultur vom Feinsten. Die Möglichkeit, dass irgendetwas in Bewegtbild schlicht ein Fehlschlag sein könnte oder qualitativ minderwertig, ist so gut wie nicht vorhanden. So gut wie, weil es wohl 2 Ausnahmen gibt. Ausnahme 1: Das Holiday Special. Ausnahme 2: Die Ewok-Filme. Ansonsten ist alles großartig. In meinen Augen auch ein Riesenproblem von Lucas, der seit den Special Versionen quasi nur noch Ausschuß produziert hat und dem es völlig an irgendeiner anderen Instanz fehlte, die ihn ausglich, bremste oder einfach "nein" sagte, so wie zu Anfang des Franchise.


      Nun hast du nach 20 Jahren eben eine Unternehmenskultur, die eine klare Einteilung kennt zwischen Bewegtbilderzeugnissen und Videospielen, Comics, Büchern. Disney hat sich ja auch keine Mühe gemacht hier etwas zu ändern. Man hat alle Personen dringelassen, Filoni hat quasi einen Freifahrtsschein zu machen was er will, genau wie jeder der Filmemacher. Es ist ein wilder Mix zwischen totaler Freiheit, Zwanglosigkeit und dem völligen Fehlen von Kontrollinstanzen auf der einen Seite und strengen Vorgaben und beinahe schon Herabwürdigung für das Schaffen auf der anderen Seite.
      Das Ergebnis ist eben ein Kanon, schon seit Lucas Zeiten, der wirklich voller Probleme ist und Nebenerzeugnissen, die kaum Möglichkeiten haben etwas eigenes zu schaffen und gezwungen sind sich in einem Fremdbestimmten Universum zu bewegen.

      Jetzt haben wir die Situation, dass die neue Trilogie weitgehend abgelehnt wird und man sich damit behilft halt an den alten Werken zu bedienen. Ahsoka oder Cad Bane sind sicherlich großartig aber sie sind Teil des Filoni-Verse, Lucas Top-Speichellecker, der einfach alles mitgemacht hat und unter dem eine Auflösung der klassischen Schwarz-Weiß Zeichnung, wie sie eben auch im Expanded Universe stattgefunden hat, nicht möglich ist. Clone Wars hat seine Momente aber besitzt fast durchgängig eine klare Einteilung in Gut und Böse. Die Serie hat trotz seiner Länge dem Konflikt aus dem Film, den titelgebenden Klonkriegen, kaum Substanz verliehen. Die Bösen sind halt böse weil sie böse sind. That's it. Da wurde Maul zurückgeholt, weil Lucas das eben so wollte. Ein Korriban wird einfach zu Moraband, weil Lucas das eben so wollte. Ein Darth bane wird eben so behandelt wie ein Darth Bane, weil das nun Mal Lucas Wille ist. Und wenn man sich dann Rebels und Co. ansieht, dann ist Samstag-Vormittag Cartoon leider zu einem unangenehmen aber festen Teil der Star Wars DNS geworden. Und das wo andere Kinderserien wie Avatar da längt viel weitergekommen sind.

      Entsprechend befürchte ich in der Zukunft, gerade bei Ahsoka, am Ende eine Filoni geführte Serie zu sehen, wo Thrawn zwar endlich seinen "Leinwandauftritt" kriegt aber da eben kein richtiger, guter Autor die Serie schreibt und führt, jemand wie J. Michael Straczinsky eben oder Thrawns Erschaffer selbst, das ganze endet wie in der Darstellung von Rebels. Platt, lieblos, böse um des böse sein willens und schnell über den Jordan geschickt.