Souls-Schöpfer Hidetaka Miyazaki kann sich vorstellen, ein traditionelles JRPG zu machen

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    In einem Interview mit Rolling Stone hat FromSoftware-Chef Hidetaka Miyazaki sein Interesse bekundet, neue Genres zu erforschen. In diesem Rahmen könnte er sich sogar vorstellen, ein traditionelles JRPG zu realisieren.

    Heutzutage ist FromSoftware vor allem für seinen Output seit 2009 bekannt. Mit Demon’s Souls schlug das Studio einen erfolgreichen Weg ein, der quasi ein neues Genre begründete, das bis heute von zahlreichen Entwicklern bedient wird. In der Vergangenheit hat das Studio aber diverse Genres bedient – ein JRPG war mit Enchanted Arms auch dabei.

    Ihr solltet jetzt aber nicht mit einer Fortsetzung rechnen, nur weil Miyazaki Lust darauf hat, ein klassisches JRPG auf die Beine zu stellen. Fortsetzungen zu Franchises, an deren Schöpfung er nicht beteiligt war, schließt Miyazaki nämlich aus.

    „Viele dieser Spiele sind eng mit den Regisseuren verknüpft, die diesen Spielstil quasi erfunden haben.“ Aus diesem Grund kann er sich kein Szenario vorstellen, in dem er selbst „ein King’s Field machen würde. Dasselbe kann man über Otogi und Enchanted Arms sagen.“

    Wir dürfen gespannt bleiben, was FromSoftware als Nächstes anpackt. Vorerst dürfen sich Fans aber an der Erweiterung von Elden Ring die Zähne ausbeißen.

    via GameRant, Bildmaterial: Elden Ring, Bandai Namco, FromSoftware

  • Was genau hat man sich heute denn unter einem traditionellem JRPG vorzustellen?

    So etwas wie Dragon Quest, Suikoden oder Breath of Fire.


    Der Punkt ist, From Software hat 2006 mit Enchanted Arms das erste mehr oder weniger klassische JRPG des HD-Zeitalters veröffentlicht, welches aber in jeder Hinsicht ausgesprochen mittelmäßig ausfiel.

    Generell war From Software vor Dark Souls ein branchenintern eher belächeltes Unternehmen, welches seinen Ruf nur durch das Glück aufpolieren konnte, dass die Formel, nach der es seit den 1990ern Spiele entwickelt, Anfang der 2010er Jahre praktisch über Nacht zum Trend wurde.

    "Death and Loss - those calling to me
    Funeral Life is my endless Agony"
    (F. Blanc)

  • Kelesis


    Die Marken sind mir bekannt. Mir gehts eher um die konkreten Eigenschaften und dem, was zu From Software passen würde.


    Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass sie wieder bei Turnbased mit Pixelart oder Double A Grafik anfangen wollen.


    Aber kKönnte man ein Elden Ring mit Turnbased System noch als traditionelles JRPG bezeichnen?

  • Aber kKönnte man ein Elden Ring mit Turnbased System noch als traditionelles JRPG bezeichnen?

    Ist Auslegungssache.

    Aber wie gesagt: spiel nach Möglichkeit mal Enchanted Arms, dann siehst du, dass sich bei From Software die Expertise bezüglich Rundenkampf-RPGs in Grenzen hält, wobei die Gründe für die Mittelmäßigkeit des Spiels nicht im Kampfsystem zu suchen sind.

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  • Ich kann mir eher nicht vorstellen, dass sie es mal schaffen ordentliche Story und Cutscenes zu bringen. Aber würde ich trotzdem lieber sehen als noch 10 mal das selbe Spiel.


    Enchanted Arms war eigentlich schon das letzte Game was überhaupt in die Richtung gegangen ist, habe ich aber auch nie beendet.

  • Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass sie wieder bei Turnbased mit Pixelart oder Double A Grafik anfangen wollen.


    Du musst ja nicht gleich zum Embryo zurückkehren wenn jemand meint, er möchte gerne ein traditionelles japanisches Rollenspiel entwickeln^^


    Ich finde, in seiner Aussage liegt schon der Schlüssel, die Sache zu verstehen:


    „Viele dieser Spiele sind eng mit den Regisseuren verknüpft, die diesen Spielstil quasi erfunden haben.“ Aus diesem Grund kann er sich kein Szenario vorstellen, in dem er selbst „ein King’s Field machen würde. Dasselbe kann man über Otogi und Enchanted Arms sagen.“


    Wir reden bei dem Thema viel weniger um From Software als viel mehr über die Person Hidetaka Miyazaki. Man muss seine Design-Philosophie dazu etwas verstehen. Er ist kein besonderer Fan von Fortsetzungen und auch wenn sich die ganzen Souls-Games eine DNA teilen, so sind seine Spiele doch immer grundlegend verschieden am Ende. Man blicke da alleine zu Sekiro.


    Man weiß schon jetzt, Miyazaki wird wohl nicht an einem neuen Elden Ring arbeiten, selbst, wenn es mal ne Fortsetzung geben würde, wäre er da wohl nichts weiter als ein Supervisor.


    From Software ist für etliche Rollenspiele bekannt, angefangen von King's Field hin zu dem von Kelesis bereits erwähnten Enchanted Arms (was ich als traditionelles japanisches Rollenspiel ansehe). Otogi würde ich da etwas rausnehmen, da das schon wieder in eine ganz andere Richtung geht.


    Aber um auf deine Aussage einzugehen: Nein, Pixelart ist bei einem Studio wie From Software, die glaube ich noch nie ein Pixelart Spiel entwickelt haben und Vorreiter in Sachen 3D sind, sehr unwahrscheinlich^^ Ich denke, niemand weiß, was Miyazaki für ein JRPG entwickeln würde. Man kann davon ausgehen, dass er dem Spiel seinen eigenen Stil verleihen würde. Rundenbasiert? Warum nicht. Das trauen sich viele große Studios ja nicht mehr, da hat in Japan Atlus fast schon ein Monopol auf dieser Budget-Ebene. Ich bin mir aber sicher, viele würden bestimmt gerne sehen, wenn Miyazaki sich an solch ein Projekt wagen würde.

    "First kiss was the floor. But God it won't make a difference if you don't get up."



    Zuletzt durchgespielt:


    Gears of War 3: 8/10

    Open Roads: 7/10

    Gears of War: Judgment - 6,5/10

  • Viele dieser Spiele sind eng mit den Regisseuren verknüpft, die diesen Spielstil quasi erfunden haben.“ Aus diesem Grund kann er sich kein Szenario vorstellen, in dem er selbst „ein King’s Field machen würde.

    Spätestens hier hört der Sachverstand auf, denn King's Field ist nichts anderes als eine Art "Proto-Souls". Die Formel ist im Kern dieselbe wie bei den Souls-Spielen, nur dass zu King's-Field-Zeiten die systematische Vermeidung von Spielbarkeit eben noch nicht als Tugend galt und somit die Kritiken entsprechend schwach ausfielen.:P

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    Spätestens hier hört der Sachverstand auf, denn King's Field ist nichts anderes als eine Art "Proto-Souls". Die Formel ist im Kern dieselbe wie bei den Souls-Spielen, nur dass zu King's-Field-Zeiten die systematische Vermeidung von Spielbarkeit eben noch nicht als Tugend galt und somit die Kritiken entsprechend schwach ausfielen.

    Ich mag die Reihe und auch die Amored Core Saga, die sind wenigstens in ihren Wurzeln bis heute keine weichgespülten Rpgs ala Tales, wo man erstmal Tage lang durch Tutorials geführt wird. ^ ^

  • Nun, ich finds schade, dass man Enchanted Arms von vornherein ausschließt, das Spiel würde nen Remaster/Remake auf jeden Fall verdienen.

    Aber gut, wenn aus der Idee letztendlich eine gänzlich neue IP, die von sich zu überzeugen weiß, dann haben wir allen daran ja auch gewonnen.

  • die sind wenigstens in ihren Wurzeln bis heute keine weichgespülten Rpgs ala Tales, wo man erstmal Tage lang durch Tutorials geführt wird. ^ ^

    Tutorials gibt es beim gestern viel gescholtenen FF1 auch nicht - um die Brücke zu einer Diskussion vom Vortag zu schlagen. :D

    Der Unterschied zwischen Spielbarkeit und Unspielbarkeit liegt nicht primär in den Tutorials.

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