Die beeindruckendsten Spiele 2022

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    • Die beeindruckendsten Spiele 2022

      Auf vielfachen Wunsch einzelner Personen gibt es es auch dieses jahr wieder eine Neuauflage "meines" Standardthreads. An den Richtlinien hat sich zu den Vorjahren nichts geändert:
      Die beeindruckendsten Spiele 2021
      Die beeindruckendsten Spiele 2020
      Die beeindruckendsten Spiele 2019
      Die beeindruckendsten Spiele 2018
      Die beeindruckendsten Spiele 2017


      Es ist zwar noch nicht ganz Dezember, aber da ich zum Erstellen dieses Threds inklusive eigener Jahres-Top-3 immer ein bisschen Zeit brauche und ich selbige heute gerade zufällig habe, möge man mir nachsehen, dass ich dieses Jahr bereits am Vortag des ersten Adventskalendertürchens mit meinem Jahresrückblick um die Ecke komme. Dafür habt ihr bei Interesse umso mehr Zeit, euch einen Kopf zu machen, was ihr hier reinposten wollt.


      Nach dem in Sachen Neuerscheinungen recht starken 2021 habe ich in diesem Jahr mal wieder weniger aktuelles Zeug, ja allgemein für meine Verhältnisse wenig gespielt (weshalb ich mich auch in Sachen Posts die letzten Monate etwas rar gemacht habe). Liegt hauptsächlich daran, dass ich nach dem Wegfall vieler Coronamaßnahmen im Frühjahr die Gunst der Stunde genutzt habe, mich wieder verstärkt meiner 2020/2021 sträflich vernachlässigten zweiten großen Leidenschaft zu widmen: der Musik - sprich: hab' endlich wieder Konzerte gespielt und ebensolche besucht. Wer weiß, wie lange ich beides noch in gewohnter Manier tun kann, denn erstens werde ich nicht jünger und zum Zweiten ist ungeklärt, wie viel solchen Luxus die Inflation künftig noch zulässt (möglicherweise laufen wir 2023, genau hundert Jahre nach der letzten Hyperinflation, wieder mit Wäschekörben voller Geldscheine zum Einkaufen :D ).

      Von den von mir dieses Jahr gespielten und tatsächlich auch im Jahr 2022 erschienen Titeln hat mich auch nur weniges wirklich beeindruckt, so dass mein Jahressiegerpodest 2022 nach einigermaßen skurrilen Kriterien besetzt werden musste.



      3. Valkyrie Elysium

      Valkyrie Elysium, was soll ich dir bloß sagen? Ich habe dich besiegt und die Genugtuung darüber wiegt dermaßen schwer, dass ich (weil die unmittelbare Konkurrenz ihrerseits ebenfalls keine Glanzleistungen vollbrachte) dafür die Bronzemedaille zu verleihen bereit bin - Glück gehabt. Bleibt zu hoffen, dass sich das Spiel oft genug verkauft, um die Zukunft der Reihe zu sichern - die dann aber hoffentlich von weniger aufs Kämpfen reduzierten Titeln geprägt ist. Spaß kann es zwar dennoch irgendwo machen, aber es bleibt eben reichlich platt.


      2. Stray

      Hier waren zur Verleihung von Silber keine großen Gewissenskonflike nötig, denn Stray ist wirklich ein gelungenes, originelles, wenn auch nicht allzu umfangreiches Spiel - aber auch nicht wirklich zu kurz, denn man hat am Ende nicht den Eindruck, dass es etwas gefehlt hätte. Und wer sagt eigentlich, dass eine Open-World unbedingt groß sein muss? Wenn sie ordentlich ausstaffiert und dem Spielerlebnis dient, tut es auch ein kleine. Obendrein ist es immer wieder schön, sich mit Titeln zu befassen, die sich gegen den Trend nicht aufs Kämpfen fokussieren. Man muss wahrlich kein Katzennarr sein, um es gut zu finden, aber es hat sicher nicht geschadet, dass man die Hauptrolle einer Katze zugewiesen hat.


      1. Atelier Sophie 2

      Das Atelier-Fanchise pflegt bei mir bis heute ein gewisses Schattendasein und nicht alles, was die Reihe so ausspuckt, findet mein Interesse. Aber es gibt eben doch gelegentlich ein paar Perlen - wie eben Atelier Sophie 2. Dabei war für mich weniger ausschlaggebend, dass es die Fortsetzung von Atelier Sophie ist, sondern eher die doch deutliche spielerische Ähnlichkeit mit Atelier Lulua, welches mir auch schon recht gut gefallen hat. Man kriegt mit Atelier Sophie 2 einfach ein sehr stressfreies, natürlich gewohnt craftinglastiges JRPG geboten, in dem man sich gemütlich fallen lassen kann. Dafür kann ich am Ende eines zwiespältigen Gamingjahres schon mal die Spitzenposition vergeben, auch wenn das RPG-Rad hier freilich nicht neu erfunden wird.


      Enttäuschungen:

      Edge of Eternity
      Es tut mir mehr als nur ein bisschen weh, das Spiel hier zu nennen, weil ich mich sehr darauf gefreut hatte, aber wenn Unspielbarkeit, sei es gewollt oder durch Schlamperei, zum Konzept wird, kann sich kein Entwickler auf mein Wohlwollen verlassen.


      Monochrome Mobius: Rights and Wrongs forgotten
      Hier gibt nicht das Spiel selbst Anlass zur Kritik (denn ich gehe davon aus, dass es gut ist), sondern die desolate Releasepolitik, bei der wir armen Europäer mit einem Steam-only-Release abgespeist wurden. Wir wissen selbstverständlich alle, dass die Steam-Community wie blöd auf dieses Spiel gewartet hat. und es darum seit Release rauf und runter daddelt. Oder irre ich mich da etwa?


      Erwähnenswertes:

      Grow: Song of the Evertree
      Das Spiel landete bei mir in einer Art "toten Zone" - es kam schon schon Ende 2021 raus, aber ich konnte mich erst 2022 damit befassen, so dass es es nicht in meiner Jahresliste landen konnte, obwohl es der Bronzemedaille eigentlich würdiger gewesen wäre, als jener Titel, der sie abgestaubt hat. Vom Entwickler Prideful Sloth hat mir 2017 schon Yonder: The Cloud Catcher Chronicles sehr gut gefallen. Ich mag den fast schon "rebellischen" Ansatz dieser Spiele, in denen Kämpfen nicht die Bohne eine Rolle spielt, während andere Entwickler sich bezüglich der Kampfsysteme dumm und dusselig grübeln.
      "Death and loss - those calling to me
      Funeral life is my endless agony"
      (F. Blanc)

      Dieser Beitrag wurde bereits 10 mal editiert, zuletzt von Kelesis ()

    • Sehr schön, ich liebe diese Jahresrückblicke ja sehr :D Allerdings wird sich mein Post noch 2-3 Wochen hinziehen, da ich aktuell noch auf Dragon Quest Treasures warte, das am 9. Dezember erscheint, und dem ich nicht die Chance auf einen Platz in meiner Top 5 verwehren will. Ich habe meinen Post für diesen Thread aber schon in einer Word-Datei "vorbereitet", ich stehe also in den Startlöchern :P


      @Kelesis
      Wenn es dich tröstet: Die Bewertungen von Monochrome Mobius auf Steam sind aktuell ziemlich unterirdisch, da das Spiel wohl unter horrenden Glitches/Bugs leidet (z.B. scheint der englische Text regelmäßig einfach komplett zu verschwinden, sodass man die Dialoge nicht mehr lesen kann). Bleibt natürlich zu hoffen, dass das noch gefixed wird und wir vielleicht auch noch den Konsolen-Release im Westen bekommen. Bis dahin verpasst man mit der Steam-Version aber wohl nichts.
    • ich werde wohl noch ne ganze Weile warten hier meine Meinung abzugeben. Dieses Jahr kommen noch nen paar Titel die bei mir auf der Liste stehen:

      -Marvels Midnight Suns
      -NFS Unbound
      -Callisto Protocol
      -FF7 CC Remaster

      Bevor ich die nicht alle gespielt habe werde ich keine Meinung abgeben. Also gedultet euch bei mir bis.....nach Weihnachten ^^
      ~Nimm das leben nicht zu ernst du kommst eh nicht lebend raus~
    • Freut mich das es dieses Jahr auch wieder diesen Thread gibt. Bis ich mein Beitrag schreibe dauert es auch noch ein bisschen, da ich noch hoffe das ein oder andere Spiel von diesen Jahr durch zuspielen. Darunter fallen z.B. god of War, Bayonetta, A Plaque Tales, Crisis Core usw.. Ist zwar unwahrscheinlich das ich alles schaffe aber das meiste sollte noch drinnen sein.
    • Ich lasse mal Remasters und Wiederveröffentlichungen für andere Systeme aus(finde, das gehört hier einfach nicht mehr hin)^^

      Kirby und das vergessene Land
      Xenoblade Chronicles 3
      Star Ocean 6
      God of War Ragnarok
      Mario + Rabbits Sparks of Hope
      Return to Monkey Island
      Horizon Forbidden West
      Elden Ring
      The Last of Us Part 1
      Gran Turismo 7
      Sonic Frontiers
      NFS Unbound
      Learning C++ ^^

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Novaultima ()

    • Ich habe ja auch ausnahmsweise mal einige 2022 Titel gespielt bzw. Ports, die 2022 erschienen sind. An meiner Liste ist nicht mehr so viel zu rütteln, auch, wenn das Jahr noch nicht vorbei ist. Return to Monkey Island könnte sich hier nachträglich noch einen Platz verdienen, wenn ich es dann durch habe. Crisis Core Reunion steht zwar noch auf meiner Liste, hätte hier aber nur Platz für ein "Honorable Mention" weil ich das Original schon kenne und es sich inhaltlich nichts ändern wird. Ein Blick auf die ganzen ungespielten erworbenen Spiele lässt mich natürlich wieder einmal wehmütig zurück, aber was will man machen. Diesmal beschränkt sich meine Liste aber fast ausschließlich mit Titeln, die auch in diesem Jahr erschienen sind. Gespielt habe ich aber noch deutlich mehr.


      Highlights (Reihenfolge spielt bis auf Elden Ring keine wirkliche Rolle):


      1: Elden Ring

      Wird vielleicht nun niemanden überraschen. Mittlerweile fühlt es sich fast schon surreal an, dass ich so ein Monster wie Elden Ring binnen so kurzer Zeit beendet habe. War eine ganz besondere Erfahrung für mich und ich bereue von den über 120 Stunden, die ich da reingesteckt habe, keine einzige.


      2: Road 96

      Aber das ist doch schon 2021 erschienen! Stimmt natürlich, aber die Ports für PlayStation und Xbox sind erst vor einigen Monaten erschienen. Für mich die positive Indie-Überraschung seit langem. So eine Art Roguelike-Konzept wo alles zufällig abläuft mit einem Adventure zu kombinieren war einfach herrlich und es funktionierte auch noch so gut. Die von mir so gefürchteten politischen Aspekte des Spiels entpuppten sich als spannender Nebenschauplatz der dann nochmal jeden Durchgang einzigartig machte. Die verschiedenen Enden hätte sich ruhig mehr voneinander unterscheiden können, aber das ist dann auch nur ein kleiner Punktabzug in der B Note.


      3: OPUS: Echo of Starsong

      Ist für Switch und Xbox dieses Jahr erschienen. Vermutlich mein einziges 8/10 Spiel dieses Jahr, zu dem ich mich nicht ein einziges mal geäußert habe. Obwohl die Charaktere leider ein wenig von Anime-Klischees besudelt waren, so hat das kleine Studio aus Taiwan mit seinem dritten OPUS ein richtiges Opus Magnum geschaffen. Von dem World Building bis zu dem sehr emotionalem Finale war das gesamte Spiel einfach eine beeindruckende Odyssee durch das Weltall. Und noch viel besser: Nach dem durchspielen der Story kann man das gesamte Universum und die vielen Geheimnisse die man verpasst hat, weiter erkunden.


      4: Immortality

      Ein Spiel, welches ich eigentlich schon abbrechen wollte da ich mich irgendwann fragte, was der ganze Unsinn eigentlich soll. In dem Moment, wo man aber weiß, was man zu tun hat, entfaltet sich hier ein sehr faszinierendes Gesamtbild. Sam Barlow kehrt mit seinem dritten FMV-Adventure nach Silent Hill: Shattered Memories erstmals wieder zu einem Horror-Setting zurück, welches sich ein wenig Filmklassikern wie Sunset Boulevard (jetzt kein Horrorfilm) und Lynch-Werken wie Twin Peaks und Mulholland Drive annimmt. Hat mir besonders im Nachhall richtig gut gefallen.


      5: Kirby und das vergessene Land

      Kirbys erster 3D-Ausflug ist für mich einer der besten Plattformer auf der Switch. Das Spiel ist am besten vergleichbar mit einem etwas großflächigeren Super Mario 3D World, bringt aber zeitgleich alles mit, was Kirby ausmacht. Saß da erstaunlich lange dran, gibt enorm viel Bonus-Zeug zu erkunden und ich glaube hier gibt es nicht so viele verschiedene Meinungen, dass das Spiel wohl eines der stärksten Kirby-Abenteuer ist.


      6: A Plague Tale: Requiem

      Ich habe zwar etwas gehadert, das Spiel hinzuzufügen, aber besonders durch die zweite Spielhälfte hat es seinen Platz hier schon verdient. Spielerisch fand ich es schwächer als den ersten Teil, allgemein hätte ich mir für die Fortsetzung wesentlich mehr Feinschliff gewünscht. Wenn Asobo Studio daran mal arbeiten würde, könnte man irgendwann vielleicht mal ganz oben mitspielen was AAA-Adventures angeht. Requiem verpasst diese Möglichkeit, aber in Sachen Story, Präsentation und Grafik ist das Spiel ne absolute Wucht.

      7: Signalis

      Meine Frust-Momente hatte ich auch mit Signalis, aber das schmälert nicht die Tatsache, dass es eines der stärksten Survival Horror Titel der letzten Jahre ist. Nun könnte man frech behaupten, dass das Genre abseits von Resident Evil sowieso ein Gespenst der Vergangenheit ist, aber Signalis kann hier als Gesamtkunstwerk begeistern und setzt altbekannte Stilmittel aber auch völlig neue Kombinationen ein. Wirklich eine gelungene Überraschung.
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      Enttäuschungen:


      1: Trek to Yomi

      Für mich ein Titel der Marke "Mehr Schein als Sein". Trek to Yomi hätte eine wundervolle Hommage an alte Samuraifilme sein können. Stattdessen ist man weitaus besser damit aufgehoben, diese Klassiker weiter zu schauen als seine Zeit mit Trek to Yomi zu verschwenden. Eine enttäuschende, zigfach durchgekaute Rache-Story und ein frustrierendes Kampfsystem werden abgerundet durch absolut 0 Gründe, jemals wieder dieses Spiel auch nur anzurühren. Dachten sich wohl auch die Macher, denn am Ende schaltet man nichts weiter frei. Kein Chapter Select, kein New Game Plus, keine Extras, die nochmal einen weiteren Durchgang rechtfertigen.


      2: Scorn

      Fällt mir ein wenig schwer, das Spiel hier aufzuführen aber es hat zu viele Probleme, um es nicht hier zu erwähnen oder zu den Top-Titeln zu packen. Scorn ist grafisch höchst beeindruckend und man hat den Stil von Giger auch brillant umgesetzt. Alles andere hinkt hinterher. Das Spiel des kleinen serbischen Studios befand sich wohl rund 10 Jahre in der Entwicklung und am Ende viel noch ne menge der Schere zum Opfer. Besonders betroffen davon sind wohl Story und Lore Abschnitte. Als das Spiel am Ende vom Gameplay her dann mal fahrt aufnahm und ein furioses, abartiger Showdown abgeliefert wurde, lief bereits kurze Zeit später der Abspann. Das Kampfsystem in Scorn ist vermutlich noch ein bisschen furchtbarer durchdacht und designt als in Trek to Yomi. Hier sieht man besonders im Indie-Segment, da herrscht Nachholbedarf.
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      Honorable Mentions:


      1: Kentucky Route Zero

      Ist kein 2022 Titel, aber es ist ein ganz besonderes, einzigartiges Erlebnis, welches eigentlich jeder, der was von narrativen Erfahrungen hält, mal gespielt haben sollte. Aber kleiner Hinweis: Man muss es experimentell mögen.


      2: Lake

      Ein kleiner, ruhiger Indie-Titel wo man die Post austrägt. Verdient für mich eigentlich den Wholesome-Award. Habe jedes erreichbare Ende im Spiel freigespielt und voller Glückseligkeit den Controller zur Seite gelegt.

      "Are you afraid of other people? I know that by keeping others at a distance you avoid a betrayal of your trust, for while you may not be hurt that way, you mustn't forget that you must endure the loneliness." - Kaworu Nagisa


      Zuletzt durchgespielt:

      Return to Monkey Island 8,5/10
      As Dusk Falls 8/10

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Somnium ()

    • Oh, Junge, der Thread, auf den ich mich auch immer freue!
      Aber wie bei vielen der anderen auch, noch ist die Zeit nicht reif für meine GotY-Liste. Zum einen erscheint ja zum Zeitpunkt dieses Kommentars übermorgen The Callisto Protocol, was meine Liste nochmal aufmischen könnte, zum anderen ist aber noch nicht ganz auszuschließen, dass Afterimage noch dieses Jahr erscheint, welches in den ersten Trailern wirklich superb aussah und auch auf seiner Kickstarterseite ne Menge versprach. Gesprochen wird nach wie vor von "Ende 2022" aber auch von "diesem Winter" ist die Rede, wodurch es auch noch bis in den Februar dauern kann.
      Sollte es erscheinen, möchte ich auch das erst spielen, bevor ich ein Urteil fälle.
      Ich denke aber, mein Spiel des Jahres dürfte vermutlich schon feststehen, da wird sich nicht mehr viel rütteln. Aber vielleicht bekommen wir noch einen neuen Silbergewinner? Wer weiß, wer weiß...
    • Okay, da The Callisto Protocol eher... gemischte Reaktionen bekommen hat und ich auch nicht denke, dass Afterimage jetzt noch erscheint, habe ich mich entschieden, doch schon heute meine Spiele und Enttäuschungen des Jahres mehr oder minder detailliert hier aufzuzählen.

      Dieses Jahr war... eher ernüchternd, ehrlich gesagt. Ich hatte mir viel von diesem Jahr erhofft, dachte, es wäre das langersehnte Sequel zum Killerjahr 2017 und... das war es irgendwie nicht. Es war eher das Jahr der Enttäuschungen und abgebrochenen Spiele. Ein paar Highlights habe ich aber dennoch, die ich euch am Ende natürlich nicht vorenthalten möchte.


      Aber vorher kommen ein paar verstreute Gedanken zu

      Spielen aus vorherigen Jahren, die ich dieses Jahr nachgeholt habe

      Starten möchte ich tatsächlich mit einem ziemlich großem Titel aus dem letzten Jahr. Nach einem ordentlichen Sale habe ich nun Resident Evil Village endlich durchgespielt und... es war der langweiligste Mist, den ich je gespielt habe! Ich habe mich in dem entsprechendem Thread schon "ausgeheult", daher halte ich mich hier recht kurz: Resident Evil Village ist... maximal ganz okay, aber insgesamt macht es nichts Besonderes, hat einige der ödesten und/oder frustrierendsten Stellen der Seriengeschichte und macht so ziemlich alles schlechter als seine Vorbilder. Eine Art Worst of Resident Evil. Ich will es nie wieder spielen!

      Auch Ys Memories of Celceta habe ich jetzt nachgeholt. Ein solider Titel, dessen größtes Problem für mich war, dass ich ihn nach Lacrimosa of Dana gepspielt habe und Oh, Junge, das Spiel kann es ja nicht einmal fast damit aufnehmen, weder in der Welt, noch der Story und schon gar nicht im Gameplay! Von all den Ys-Spielen, die ich bislang gespielt habe (Origin, Ark of Napishtim, Lacrimosa of Dana und das hier) ist das mit Abstand der schwächste. Immer noch ein ganz gutes Spiel (die Messlatte liegt bei Ys halt sehr hoch), aber ich sehe bislang keinen Grund, nicht einfach einen anderen Ys-Titel einzuwerfen.

      Ich hatte zwar schon mit der Danganronpa-Reihe letztes Jahr angefangen, dieses Jahr zockte ich aber Danganronpa V3 und Ultra Despair Girls durch. Ersteres fand ich extrem stark, es ließ mich emotional teils zerstört zurück, ich dachte noch eine ganze Weile über das Gespielte nach und bin wirklich froh, diese tolle Reihe dann endlich auch gespielt zu haben!
      Etwas schade indessen, dass ich Ultra Despair Girls zuletzt durchspielte, denn es hat mich nicht sooo gepackt wie V3, aber trotzdem hat es mich echt gut unterhalten. Es spielt sich wie ein Resident Evil 4 light, hat aber eine durchaus stimmige Atmosphäre, ist recht abwechslungsreich und macht Spaß! Ich persönlich finde, dass es zu Unrecht recht harsch kritisiert wurde.

      Auch zum ersten Mal spielte ich die Zero Escape-Reihe durch, na ja, zumindest die ersten beiden (der dritte war echt unerträglich) und sie hat mir ganz ordentlich gefallen. Sie war durchaus recht spannend und hatte eine ordentliche Atmosphäre, aber, ich will ehrlich sein, sie kommt für mich mal so gar nicht an die Danganronpa-Trilogie heran! Diese hatte für mich die besseren Charaktere, die noch spannendere Story, die bessere Präsentation, vor allem im Bereich Musik und hat mich emotional mehr mitgerissen. Sorry, Zero Escape-Fans, aber ich bin nicht einer von euch.
      Ich liebe aber die Ai The Somnium-Reihe. Dazu später mehr. :)

      Da ich schon so von Danganronpa angefixt war, habe ich auch Zanki Zero mal ne Chance gegeben. Ich bin eigentlich kein Fan von Dungen Crawlern - und wurde es mit dem Spiel leider auch nicht. Ja, ich werde einfach damit nicht warm und auch das Setting hat mich, trotz durchaus spannenden Umständen, nicht abholen können. Schade!

      New Super Lucky´s Tale war ein netter kleiner Plattformer, der mich über seine Spielzeit mit seiner putzigen Präsentation und seinem simplen Gameplay gut unterhalten hat. Sicher nicht auf A Hat in Time-Niveau, hat aber Spaß gemacht!

      Psychonauts 2 war gut... aber nicht heraus ragend. Ja, die Story war nett und es hatte coole Ideen. Aber nachdem mich It Takes Two letztes Jahr so weggeblasen hat, war es auch leider nichts Besonderes. Verstehe den Hype hinter dem Spiel nicht ganz, sorry. Das gleiche gilt auch für Teil eins, den ich ebenfalls dieses Jahr spielte.

      Schließlich, aber nicht zuletzt habe ich mit Code Vein und The Surge 2 gleich zwei Titel aus dem MARPG-Genre (die meisten kennen es wohl als "Soulslikes") gespielt, welche mich wirklich gut unterhalten haben. Während Letzteres mich hauptsächlich mit seinem Kampfsystem und seinem tollen Leveldesign begeisterte, konnte mich Ersteres mit seinem Art Design, seinem Charaktereditor, seiner Story, seiner Atmosphäre und seinem soliden Kerngameplay überzeugen. Gerade Code Vein fand ich wirklich, wirklich gut und ich denke, ich werde es neben den FromSoft-Titeln auch gerne öfter spielen. ^^


      So viel zu den alten Spielen. Jetzt kommen wir zu den aktuellen Titeln aus 2022, welche weder großartig enttäuschend, noch herausragend waren, also einfach ausgedrückt die


      Honorable Mentions

      Horizon Forbidden West war ein gelungener Nachfolger des Erstlings, der vieles im Vergleich zum Erstling verbesserte, aber dafür in der Story irgendwie nachlies. Vor allem Aloy mochte ich in diesem Spiel weniger als noch in Zero Dawn. Schade, weil ich das Spiel trotz allem durchaus gelungen fand und mich im Gegensatz zu einem anderen Open World-Abenteuer, zu dem ich noch komme, durchgehend unterhalten konnte. Es war aber auch nichts weltbewegendes oder etwas, dass mich noch jahrelang begleiten wird, daher reicht das nicht für die Top 5

      Bei Anno Mutationem bin ich ein wenig zwiegespalten. Ich mochte das Art Design, die Welt und die Charaktere, auch das Kampfsystem hat mir insgesamt recht gut gefallen. Aber dem Spiel fehlte schlicht der Feinschliff und das Writing, um wirklich etwas Besonderes zu werden. Trotzdem wurde hier ein solides Fundament gelegt, auf dem die Entwickler hoffentlich noch aufbauen werden.

      Fobia - St. Dinfna Hotel ist ein nettes Horrorspielchen für zwischendurch, welches sich stark an Resident Evil 7 orientiert, aber dem schlicht das Budget und der Feinschliff fehlten, um auf einer Stufe mit den Großen zu stehen. Trotzdem ist die Atmosphäre durchaus gelungen, einige Rätsel durchaus clever und gegen Ende ist die Story auch durchaus unterhaltsam. Zwar reichte es dieses Jahr nicht zum großen Wurf, sodass man anderen Indietiteln wie Tormented Souls oder einem anderen Spiel zu dem ich noch komme, nicht das Wasser reichen kann, aber die Entwickler sind da etwas auf der Spur. Ich hoffe, sie verfolgen sie weiter. ^^

      Inscrpytion kam dieses Jahr auf die Playstation 4 und 5 und... ich glaube, das Spiel ist durchaus etwas Besonderes - es ist nur nichts für mich. Ich dachte, das Spiel könnte mich vom Roguelike-Aspekt überzeugen, aber auch hier hatte ich meine Schwierigkeiten damit, mich anzupassen. Irgendwann fühlte ich mich dann doch recht wohl beim Spiel, doch das machte dann einen unerwarteten Twist, welcher mich aber komplett verlor, wodurch ich das Spiel abbrach. Schade!

      Zuletzt zockte ich mit The Last of Us Part I und A Plague Tale Requiem noch zwei Spiele, welche beides ein ähnliches Grundsystem hatten (A Plague Tale ist da ziemlich inspiriert) aber sich ganz anders anfühlten. Requiem ist hier deutlich stealthlastiger als das Vorbild und zwingt euch zumeist, unentdeckt zu bleiben. Ein Ansatz, der mir persönlich nicht wirklich zusagte, wodurch ich dann The Last of Us Part I doch eher bevorzugte, auch, wenn ich die große Begeisterung für dessen Story nicht teilen kann. Ja, die Story ist fantastisch erzählt, das Band zwischen Joel und Ellie ist herzerwärmend und auch das Finale ist ungewöhnlich und zeigt erzählerische Tiefe. Aber der ganze Rest ist für mich typsicher Postapokalpysen-Zombie-Untergangs-Standard, den ich eigentlich auch schon hundertmal woanders gesehen hab. Es ist... irgendwie ausgelutscht für den größten Teil. Deswegen wird es sicher nicht eine meiner liebsten Videospielgeschichten sein. Vor allem nicht im Vergleich zu Danganronpa V3 ;)


      Und das waren die Honorable Mentions. Jetzt kommen wir zu den beiden Big 5. Die Spiele, die mich in diesem Jahr am meisten begeistern konnten - und diejenigen, die mich eher enttäuschten. Und da ich den Kommentar auf einer positiven Note beenden möchte, beginnen wir mit den


      Enttäuschungen des Jahres

      Und Mann, da gab es eine Menge von! Wie schon beschrieben habe ich in keinem Jahr so dermaßen viele Spiele abgebrochen. Von vielem davon habe ich mir auch viel erhofft, daher ist das für mich umso bitterer. Fangen wir also direkt an mit

      Platz 5: Soulstice


      Soulstice war für mich eine herbe Enttäuschung, weil das Spiel so vielversprechend aussah und ich es wirklich gern gemocht habe. Und das Spiel zeigt auch viel Potential. Es ist gut präsentiert, die Action spielt sich kernig, die Story ist durchaus interessant. Aber leider mangelt es an der Ausführung. Den Waffen mangelt es an Individualität, sie alle haben die gleichen (wenigen) Combos, die Spielwelt ist in dem imemrgleichen, langweiligen Grün gehalten, die Story fängt interessant an, flacht dann aber schnell sehr stark ab und insgesamt wird es irgendwann sehr monoton. Wirklich, wirklich schade, weil das Spiel so verdammt viel Potential hat! Nichtsdestotrotz bin ich froh, dass ich die Entwickler unterstützt habe. Sie haben eindeutig Talent, dass sie hier unter Beweis gestellt haben und die richtigen Puzzlestücke sind da. Hoffentlich nutzen sie sie, um für ein mögliches Sequel etwas wirklich Besonderes zu erschaffen!

      Platz 4: Chaos Head; Noah

      Wisst ihr, nach Danganronpa und Zero Escape dachte ich, ich wäre bereit für eine klassische VN ohne große Gameplay-Elemente. Tja, das bin ich entweder nicht oder ich mag das Spiel nicht, denn irgendwie bin ich jedes Mal beim Lesen eingeschlafen. Das ist seltsam, weil ich das Ganze eignentlich sehr interssant finde. Ich mag die Atmosphäre, die Story ist ziemlich spannend, ich symphatisiere sogar mit dem Protagonisten. Gleichzeitig gibt es für mich viel zu viele Exposition Dumps, die Story kommt so teils einfach nicht in Fahrt und ich verliere ständig dann doch wieder das Interesse, die Motivation und... tja, das Bewusstsein, während ich ins Land der Träume abdrifte. XD
      Sehr ärgerlich. Ich dachte, das wäre genau mein Spiel gewesen. Tja, scheinbar ist es das nicht. Vielleicht versuche ich mich eines Tages noch einmal daran. Aber nicht in näherer Zeit, das steht fest!

      Platz 3: Star Ocean The Divine Force

      Wisst ihr, ich habe eigentlich überhaupt nichts gegen Low Budget-Titel. 2020 mochte ich Trials of Mana tatsächlich echt gern und auch mit einigen der Compile Heart-Games kann ich durchaus was anfangen (vor allem die Death End Re;Quest-Titel). Die Demo von Divine Force hat mich echt heiß wie Frittenfett auf das Spiel gemacht! Gerade die Erkundung mit D.U.M.A. und das Blindside-System hat unglaublich Laune gemacht und dafür gesorgt, dass ich die Demo mehrfach durchspielte in freudiger Erwartung auf den Titel. Ich habe meine Erwartungen natürlich in Schach gehalten und jetzt keine tiefe Story oder Next Level-Präsentation erwartet, einfach ein charmantes, spaßiges Abenteuer. Was kann da schon schief gehen?
      Tja... es ist auf dieser Liste gelandet, also... einiges. Dieses Spiel hat einige fragwürdige Designentscheidungen, die mir den Spielspaß doch ziemlich vermiesten und es mich leider kurz vor Ende abbrechen ließen. Vor allem die Private Actions, optionale Gespräche, die einem die Teammitglieder näher bringen sollen, raubten mir den letzten Nerv. Gerne würde ich so viele Private Actions wie möglich mitnehmen und meine Teammitglieder besser kennen lernen. Aber dafür muss ich einfach nach jedem verdammten größeren Storyevent jedes Mal von Stadt zu Stadt latschen, meine Teammmitglieder suchen und hoffen, dass ein Gespräch triggert! Dadurch vermisse ich die Tales-Skits echt sehr. Außerdem werden die durch Blindsides gesammelten AP nicht nach Neuladen des Spielstands gespeichert, welche ich für Aktionen brauche, sodass ich, wenn ich bei einem Boss sterbe, direkt wieder mit 5 AP anfangen darf! Toll! Und wer bitte kam auf die Idee, dass die Teammitglieder jedes Mal ihre Accessoires ablegen, wenn sie auch nur für eine Minute mal nicht in der Party sind, wodurch ich sie jedes Mal mühsam in der Liste suchen darf (natürlich kann ich keine Favoriten markieren) um sie erneut auszurüsten? Das ist Müll! Und dann gibt es auch noch einige heftige Difficulty Spikes, durch die Grinding plötzlich notwendig wird! Der letzte Difficulty Spike gegen Ende hat es mir dann auch vermiest. Ich wollte nur noch durchkommen und jetzt steht da diese Grinding-Barriere vor mir, auf die ich auch keine Lust mehr hatte.
      Sehr, sehr schade, weil eigentlich finde ich das Spiel symphatisch, vor allem Raymond und Laeticia finde ich als tatsächlich kompetente Protagonisten sehr erfrischend im JRPG-Einheitsbrei. Die Umgebungen sind hübsch, das grundsätzliche Kampfsystem spaßig und es war auch echt angenehm, mal wieder einen guten Sakuraba-Soundtrack zu hören. Aber das tröstete mich über die Schwächen leider nicht hinweg. So ist es eine meiner großen Enttäuschungen dieses Jahr! Zumal ich jetzt auch wieder Ys VIII auf der PS5 spiele und es The Divine Force mal so richtig zeigt, wie ein Low Budget-JRPG auszusehen hat. Es wischt mit diesem Durchschnittspiel in jeder Hinsicht den Boden auf!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von psycake ()

    • Platz 2: Mario Strikers Battle League

      Und hier haben wir die nächste Unverschämtheit von Nintendo! Ich liebe die Mario Strikers-Reihe (vor allem Charged haben mein Kumpel und ich bis zum Erbrechen gespielt!!!) und ich hatte wirklich gehofft, dass es im Gegensatz zu Tennis und Gold hier besser werden würde, was den Umfang angeht, da Next Level Games, die Macher von Luigi´s Mansion 3, die Zügel in der Hand haben. Tja, da lag ich falsch, denn umfangstechnisch war und ist das Spiel eine Katastrophe! Ein sehr magerer Roster von 10 Charakteren zum Launch, ein im Grunde nur ein einziges Stadion, welches durch die verschiedenen "Spielhälften" zwar Variantenrum vorgaukelt, sich aber trotzdem nur wie ein Stadion anfühlt und sehr wenige (Offline-)Modi machen das Spiel zu einem Early Access-Spiel zum Vollpreis, welches auch nur sehr spärlich mit Updates versorgt wird welche sich auch nur wie Pflaster anfühlen. Auch spielerisch (ich konnte es bei nem Kumpel ausprobieren) fühlt es sich langsamer und weit weniger actionreich an wie Charged, also auch hier für mich ein klarer Rückschritt!
      Ich bezweifele stark, dass Nintendo das Spiel je auf ein Niveau von Charged patchen wird. Was für eine Frechheit!!!

      Platz 1: Elden Ring

      Ja, ihr habt richtig gelesen: Elden Ring ist auf DIESER Liste! Ich hatte mir echt viel von Fromsoftwares Titel erhofft. Vor allem, dass man hier im Gegensatz zu anderen Studios Mäßigung walten lässt und die Open World nur so groß macht, wie sie sein muss und so gut wie keine Copy-Paste-Inhalte anbieten wird. Tja, ich lag falsch! Natürlich habe ich nicht erwartet, dass hier ALLES individuell gestaltet ist - ein paar Kompromisse waren nötig, das ist mir klar. Aber wenn ich sogar sehe, wie einer der großen Bosse aus einem Legacy Dungeon einfach faul in einen optionalen Arenakampf platziert wird, dann wandern meine Mundwinkel gewaltig nach unten. Gibt es in anderen Open World-Games Türme zum erklettern oder gegnerische Basen zum erobern, sind es hier Ruinen, kleine Höhlen zu erkunden oder die Erdtrees, welche meist vom selben Boss für dieselbe Belohnung bewacht werden. Das fühlt sich doch alles so gleich- und formelhaft an wie jede andere Open World! Ja, es gibt Ausnahmen, welche Highligths darstellen, aber solche Ausnahmen gibt es in anderen Open World Games auch! Und die Legacy Dungeons sind wie üblich fantastich - ich wünschte nur, sie wären nicht durch eine so langweilige Open World verbunden.
      Zugegeben, einige Probleme sind auch persönlicher Natur. Ich spiele einen kräftigen Tank-Charakter und spiele am liebsten Solo ohne Summons, sodass ich auch auf die Glocken-Summons hier verzichtet habe, was das Spiel schwerer gemacht hat, als es sein müsste. Ich bin auch kein Fan von der offenen Struktur in Verbindung mit dem Schwierigkteitsgrad. In z.B. Sekiro weiß ich "Aha, ich MUSS den Boss jetzt machen, also muss ich unbedingt besser werden!" während ich mir hier unsicher bin, ob es meinem Charakter oder mir als Spieler an Fähigkeit und Stärke mangelt und ich demotiviert ein wenig überall den Kopf an die Wand klopfe und mir schnell ein anderes Ziel suche, sobald es nicht klappt, während ich bei Sekiro den Kopf dermaßen hart dagegen zimmere, bis die Wand einbricht! Ich mag den Flaschenhalsaufbau von Sekior also deutlich mehr!
      Leider musste ich das Spiel aufgrund meines Frustes über alles nach knapp 30 Stunden wieder beenden. Wenn das die EINZIGE Zukunft von FromSoft ist, dann beschreite ich den Pfad nicht mit der Reihe.
      Aber zum Glück ist das Genre, dass Dark Souls begründet hat, lange nicht tot! Wie gesagt spielte ich dieses Jahr erst Code Vein und The Surge 2, welche mir deutlich besser gefielen! Im Gegensatz zu den Neuausrichtungen von Zelda und God of War ist das zugrunde liegende Genre, dass Dark Souls begründete, noch lange nicht tot. Während ich also im schlimmsten Fall niemals wieder ein klassisches 3D-Zelda oder God of War spielen werde, habe ich in diesem Genre zumindest noch mehr als genug Alternativen.

      Tja, und das waren meine großen Enttäuschungen dieses Jahr. Aber es war ja nicht alles schlecht. Ein paar Titel waren echt gut und vor allem einer (meine Nummer 1 natürlich) ist für mich ein wahrer Lichtblick in einem schwachen Jahr. Die Plätze 5-2 sind für mich mehr oder weniger austauschbar und spiegeln nur die Reihenfolge wieder, wie ich sie aktuell empfinde. Bis auf mein Spiel des Jahres kann sich da also immer wieder etwas tun, je nachdem, in welcher Laune ich bin.



      Spiele des Jahres 2022


      Platz 5: The Quarry

      The Quarry war für mich dieses Jahr durchaus eine große Überraschung. Ich mag zwar Until Dawn echt gerne, aber die Dark Pictures-Reihe hat mich nie interssiert und schien auch bei den meisten nicht so gut anzukommen. Daher dämpfte ich meine Erwartungen für The Quarry. Nicht nur musste sich Supermassive erst mal wieder beweisen, ich war mir auch unsicher, ob die Magie des spielbaren B-Horror-Films sich überhaupt noch replizieren ließe. Um es kurz zu machen: Ja, ließe es sich! Die Charaktere sind mir echt ans Herz gewachsen und haben teils durchaus etwas Tiefe, die Handlung ist wild und oft unvorhershehbar, die Opik ist fett, die Inszenierung fantastisch und die Entscheidungsfreiheiten spornen zum mehrfachen Spielen an. Leider machen es einem die Entwickler schwer, die mehrfachen Storypfade auch auszuprobieren. Man kann zwar ein früheres Kapitel laden, aber danach fällt die Levelauswahl auch schon wieder weg, Collectibles werden nicht gespeichert (ärgerlich, wenn man eines in einem frühen Kapitel vergessen hat), auch gesehene Cutscenes lassen sich nicht überspringen. So war ich nicht sehr motiviert, andere Entscheidungen zu treffen, was echt schade ist, weil diese sich wohl sehr drastisch voneinander unterscheiden! Das ist mein größter Kritikpunkt und auch der Grund, warum es "nur" für Platz fünf gereicht hat. Sonst wären locker noch ein bis sogar zwei Plätze mehr drin gewesen!

      Platz 4: Kirby und das vergessene Land
      Hach ja, ich mag meinen Knubbelknödel einfach. Auch Kirbys neues Abenteuer ist ein entspanntes und charmantes Jump´n´Run , welches eine wunderbare Feelgood-Atmosphäre ausstrahlt. Klar, es ist bis auf einige Nebenaufgaben nicht sehr anspruchsvoll, aber es ist jederzeit entzückend, macht Spaß und lässt mich für einige Stunden den Alltag vergessen. Und hey, in einigen der Bonusräume werde ich trotzdem gut gefordert! Und so erlebe ich ein zuckersüßes Abenteuer, welches dann gegen Ende wieder in ein episches Finale mündet, welches unvergesslich bleibt! Ich hätte nie gedacht, dass die einfachen Worte "Und da wären wir auch schon" sich mir so einbrennen würden! Klar, es ist nicht perfekt, gerne dürften es beim nächsten Mal mehr Fähigkeiten geben und das Moveset dieser könnte auch wieder ausgebaut werden. Und das Spiel dürfte auch gerne dann in 60fps laufen (wie konnte das eigentlich passieren, selbst Mario Odyssey läuft mit 60fps) und ja, bis auf das Finale bietet das Spiel keine großen Highlights. Trotzdem ein sehr gelungenes 3D-Debüt von Kirby - mein Wattebausch lässt mich halt nie im Stich.


      Platz 3: Xenoblade Chronicles 3

      Ich habe ehrlich gesagt einige gemischte Gefühle von Xenoblade Chronicles 3, denn gerade in seiner wichtigsten Disziplin, der Hauptstory, schwächelt das Spiel ab der Mitte doch enorm. Es hat so eine düstere Prämisse, entscheidet sich aber, auf eher belanglose Themen einzugehen und zeigt viele seiner düsteren Aspekete ohne richtige Konsequenz. Gerade die Oberschurken bleiben entweder sehr blass oder haben sehr kitschige und ausgelutschte Motive für ihre Handlungen. Auch fehlten mir "Aha"-Momente als Fan der ersten beiden Teile. Gerade das Finale des Vorgängers war für Fans von Teil eins augenöffnend - jegliche Verbindungen hier konnte man sich eigentlich aus den Trailern herleiten und das Spiel zeigt auch eher enttäuschende Aspekte aus diesen Verbindungen. Die Spielwelt selbst ist zwar Xenoblade-typisch immer noch sehr gut gestaltet, aber kommt auch hier nicht an die grandiosen Vorgänger heran!
      Warum das Spiel dann doch soweit oben ist? Es sind vor allem Erkundung und die Sidequests, die das Spiel auf die Bronzemedaillie hieven! Die Erkundung macht wie üblich einen Riesenspaß und ist offener als in den Vorgängern. Hier habt durchaus die Freiheit, Gebiete früher zu besuchen als gedacht und da ihr euch noch stärker als in den Vorgängern komplett überleveln könnt (was mir durchaus gefällt, weil ich nie ein riesiger Fan )des Kampfsystems bin) und es gibt ziemlich viele optionale Gebiete, in denen ihr euch austoben könnt. Mein Highlight waren aber die Sidequets, die erzählerisch dann doch sehr stark sind und der Hauptstory glatt die Show stehlen (mein persönlicher Favorit war Kolonie Mu) - ich konnte niemals aufhören, den Kolonien zu helfen, ihre Schwierigkeiten zu überwinden, dafür war ich einfach zu gefangen in ihren Schicksalen. Auch Optik und Inszenierung sind Xenoblade-typisch auf einem hohen Niveau, während der Soundtrack so ziemlich zum Besten gehört, was ich dieses Jahr gehört habe, ein absolutes Meisterwerk auf der Front wie immer!
      So konnte mich das Spiel trotz seiner Schwächen über die gesamte Spielzeit von über 120 Stunden doch prächtig unterhalten und hat sich den dritten Platz redlich verdient!!!

      Platz 2: Ai The Somnium Files NirvanA Initaitive

      Wisst ihr, ein tolles Finale kann für ne Menge entschädigen. Ein fantastisches Finale kann beinahe jegliche Schwächen vergessen lassen. Ai The Somnium Files nirvainA Initiative... hat ein absolut fantastisches Finale! Ja, die Story hat ihre Schwächen. Gerade der Humor ist in vielen Aspekten aus dem Vorgänger recyclet, während einige spannende Fragen, die Trailer aufwarfen, gerade bezüglich eines Charakters aus dem ersten Teil, sehr enttäuschend beantwortet wurden. Und weder Mizuki noch Ryuki und Tama kamen je so wirklich an die tolle Partnerdynamik von Aiba und Date aus Teil eins heran. Trotzdem... das Spiel hat seine großartigen emotionalen Momente, welche sehr ans Herz gingen, wenn der Humor zündet, dann zündet er RICHTIG (ich sage nur: Kochduell!!!) und die Story bleibt bis zum Schluss spannend!
      Aber das Finale, mein Gott, was für ein tolles Finale! Ehrlich, ich hätte nicht erwartet, dass die Story zum Schluss so einen Spin entwickelt. Ich war mir sicher... absolut SICHER, dass die Entwickler sich nicht trauen würden, diese Richtung einzuschlagen. Und sie schlagen sie ein und ich liebe es! Und selbst DANN überrascht mich das Spiel NOCH einmal! Wow! Allein dafür gebührt diesem Spiel der zweite Platz für eine sehr emotionale Story, die mich sehr bewegte. Und trotzdem gab es dieses Jahr noch etwas besseres.

      Spiel des Jahres: Signalis



      Okay, wer mich beim Thema Horror-Survival verfolgt, wird wenig überrascht sein, wie sehr ich dieses Spiel liebe! Es ist nicht einmal mehr lustig, was für ein Riesenabstand in meiner Gunst ist zwischen Platz zwei und eins. Signalis ist das einzige Spiel dieses Jahr, dass mich ohne nennenswerten Kritikpunkte auf allerhöchstem Niveau unterhalten konnte. Vom Art Design über den Soundtrack über die Survival Horror-Mechaniken bis hin zu den fantastsichen und kreativen Rätseln, hier hat mich einfach alles überzeugt! Das größte Highlight aber ist für mich die Story, welcher meiner Vorstellungskraft freien Lauf lässt und mir so viele Möglichkeiten, die Geschichte zu interpretieren, dass der Nerd in mir, dessen Lieblingsanime tatsächlich Serial Experiments Lain ist, vor Freude mit den Ohren schlackern lässt!!! Es hat so viele Inspirationen von Resident Evil über Silent Hill (gerade zu Teil eins) bis zu Ergo Proxy, nutzt diese aber, um etwas sehr eigenständiges zu schaffen, statt sie nur zu kopieren.
      Signalis ist ein ganz besonderes Spiel, dass leider viel zu wenig Aufmerksamkeit erlangte. Selbst mein Versuch, dem Spiel in seinem eigenen Thread eine eigene Bühne zu bieten, schlug fehl, während es vor allem in der deutschen Presse gnadenlos unterging. Das ist enttäuschend, da das Spiel aus Deutschland stammt und wir unseren Indies doch unbedingt größere Aufmerksamkeit zukommen lassen sollten!
      Also, holt es nach. Spielt Signalis! Es ist das mit Abstand beste Horror-Game 2022 und sollte unbedingt in einem Atemzug mit den ganz Großen genannt werden! Zockt es! Redet darüber! Empfehlt es weiter! Dieses Spiel ist ein Meisterwerk und ich hoffe, dass das Spiel irgendwann als der Klassiker angesehen wird, dass es definitiv bereits ist!!!
      So, das waren sie, meine Spiele des Jahres 2022. Viele Enttäuschungen, ein paar Lichtblicke, aber dafür auch ein großartiges Highlight! Es war insgesamt nicht besonders dolle, aber Spaß hatte ich trotzdem genug und das reicht ja auch.
      Beenden möchte ich meinen viel zu langen Kommentar aber mit einer kleinen Anekdote, die sich vor allem an @Nitec richtet und wegen der ich meinen Kommentar unbedingt heute schreiben musste: Erinnerst du dich an letztes Jahr, an dem wir von Ender Lilies schwärmten und als ich sagte, ich würde mir sofort eine Collector´s Edition kaufen, sofern der Soundtrack dabei ist?

      Tja... heute, beinahe ein Jahr später... kam genau diese Collector´s Edition an und ich könnte nicht glücklicher sein.

      Später werde ich diese Perle definitiv noch einmal spielen und da ich es jetzt auf PS5 statt Switch spiele, bekomme ich auch die verdiente Platin-Trophäe.
      In diesem Sinne, habt besinnliche Weihnachten, meine Freunde, rutscht gut ins neue Jahr und hoffen wir alle, dass das nächste Jahr zumindest zocktechnisch besser wird als dieses. Die Voraussetzungen sind definitiv da.
      Bye-onara!!!
    • Meine Spiele des Jahres 2022 (vorläufig)
      - paar spiele fehlen noch

      Highlights 2022
      1. Xenoblade 3
      - Die Story und Charas waren einfach großartig.
      2. Dragon Quest 10
      3. The Quarry
      - Ich mochte die Charas um die ich alle gekämpft habe.
      4. Elden Ring
      5. Star Ocean 6
      6. Horizon 2
      - es war schon wie der vorgänger und story war nicht so gut
      7. TLOH: Trails of Black 2
      - schwächer als teil 1 besonders mit dem Zeitreisen und kaum Level
      8. Dying Light 2
      - gute welt und story
      9. The Callisto Protocol
      - es fehlte etwas Spannung aber Story war gut
      10. Need for Speed Unbound
      - doofe story aber das hat mir richtig spass gemacht

      Gurken 2022 (vorläufig)
      1. Ai the Somnium Files 2
      - Schreckliche konstruierte Story mit uninteressanten chara und macht nix neu
      2. God of War Ragnarök
      - es ist genau wie teil 1 aber die level ziehen sich extrem
      - ich finde es mega langweilig

      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von IceVIII ()

    • So auch wenn ich aktuell noch dabei bin 1 Titel zu Spielen der sogar hier auf der Liste gelandet ist denke ich aber trotzdem das nun die Zeit ist mal Anzufangen:

      Enttäuschungen des Jahres:

      Platz 5: Marvels Midnight Suns

      Joar der Titel den ich aktuell noch am zocken bin hat es auch gleichzeitig in meine Top 5 der schlechtesten Spiele geschafft :thumbsup: eigendlich war das sogar nen Titel wo ich das ganze Jahr unglaublich gehyped drauf war und wurde am Ende dann doch enttäuscht. Overall muss ich dazu sagen das ich ein großer SRPG Fan bin und besonders Xcom einer der besten Spielereihen da draussen ist. Dementsprechend hatte ich hohe Hoffnungen und Erwartungen an Firaxis als sie damals Midnight Suns vorstellten. Spielerisch hat man auch hier echt geliefert und gerade die Kämpfe fühlen sich mit dem Kartenbasierten Kampfsystem extrem gut an. Man hat enorm viele Möglichkeiten sein Team und Deck zu bauen und vom Schwierigkeitsgrad wird jeder Spielskill abgedeckt. Vom Totalen Anfänger bis zum Strategieprofi. Also was das Kampfsystem angeht könnte das Game sogar in meine Top 5 der jesten Spiele des Jahres reinkommen.

      Der Negative Part ist allerdings der ganze Rest. Abseits der Kämpfe ist das Spiel schnarchig langweilig und man versucht ein Persona ähnliches Social System draus zu machen das zwar für die absoluten Über Hardcore Marvel Fans ansprechend sein könnte aber für mich Storytechnisch viel zu wenig liefern. Und da dieser Gameplay Aspekt dem Kampfaspekt deutlich überwiegt wenn man nicht sämtliche Dialoge wegdrückt (was ich mittlerweile mache) muss ich dem Spiel leider sehr viele Punkte in der B Note abziehen. Eigendlich bin ich jemand der Story First und Gameplay second ist aber hier spricht mich der Storypart einfach 0 an und raubt mir jegliche Motivation überhaupt bis zu den Kampfmissionen zu spielen.

      Platz 4: Tiny Tinas Wonderlands

      Als jemand der sogar Borderlands auf seiner Haut verewigt hat gehörte dieses Spinoff zu nem absoluten Day 1 Titel. Ebenfalls basiert dieses Game auf dem Besten DLC der gesamten Reihe und wäre alleine deshalb schon ein Platz in meiner Top 5 der besten Spiele des Jahres......allerdings kam es auch hier anders. Nüchtern betrachtet ist das Spiel auch weit entfernt davon schlecht zu sein und macht enorm viel richtig, trotzdem habe ich mich die gesamte Spielzeit über gelangweilt und war froh als es dann schlussendlich vorbei war. Ich glaube ich werde langsam einfach zu alt für die Wiederkehrende Borderlands Formel. Gleichzeitig fand ich dieses Game vom Charm Faktor deutlich schlechter als noch die alten Teile. Schlussendlich war es objektiv gesehen ein echt gutes Spiel aber ein verdammt schlechtes Borderlands....ich glaube das trifft es nicht schlecht. Ich denke das zeigt mir auch das ich ein Borderlands 4 sollte es jemals angekündigt werden definitiv nicht blind Day 1 in der teuersten Edition kaufe sondern erstmal abwarten ob man sich vielleicht etwas neues für die Borderlands Formel überlegt.

      Platz 3: Ghostwire Tokyo

      So kommen wir endlich zu den Spielen die auch in meinen Augen wirklich schlechte Spiele sind ^^ von Ghostwire Tokyo habe ich mir ehrlich gesagt ne Menge erhofft. Super realistische Darstellung von Tokyo, ne interessante Story, ein interessantes Monsterdesign und ein Interessantes Kampfsystem.....2 dieser Punkte hat man definitiv mit viel Liebe behandelt das wären zum einen die Darstellung Tokyos wo ich enorm viele Orte Wiedererkannt habe als ich selber in Japan war und das wunderschöne Design der Yokai. Den Rest hat man leider hart verkackt. Das Kampfsystem wurde ziemlich schnell repetativ genauso wie den ganzen Gameplay Loop der eigendlich nur daraus bestand zum nächsten Ort zu rennen und die Map zu vergrößern. Ebenfalls war die Story sehr langweillig dargestellt und war eigendlich nur Mittel zum Zweck um den repetativen Gameplayloop am Leben zu erhalten.

      Platz 2: Soul Hackers 2

      Bereits am unterdurchschnittlichen SMT 5 hatte ich das Gefühl das Atlus sein Gesamtes SMT Franchise langsam zu Grabe trägt und sich nur noch auf sein Zugpferd Persona konzentriert (welches traurigerweise ja damals sogar als SMT Spinoff auf den Markt kam ^^) mit Soul Hackers hatte ich dann die Bestätigung. Man hat hier eine recht interessante Story grausam ausgeschlachtet und über zigmal Wiederholendes Dungeonlayout gestreckt. Die Soulmatrix war dann der Sargnagel. Ich dachte echt das man langsam davon weg kommt generisches Dungeon Design zu betreiben aber die Soul Matrix abschnitte haben echt an mir genagt weil man über Stunden im gleichen generisch Aussehenden Dungeon stur vor sich hin gegrindet hat. Das Kampfsystem hatte ein paar Nette Ideen wurden aber davon überschattet das der Schwierigkeitsgrad so exponentiell anstieg und die Gegner so dermaßen Tanky waren das man teilweise Minutenlang an ganz normalen Gegnern hing. Es kam zwar später noch nen Patch der z.b die Spiel und Kampfgeschwindigkeit erhöhte aber dieser kam viel zu spät weshalb ich diese auf dem Papier guten Quality of Life Features schon gar nicht mehr gesehen habe da ich das Spiel zu fiesem Zeitpunkt schon längst wieder verkauft habe.

      Es ist einfach schade das man Mittlerweile sehen kann wie sich Atlus entwickelt hat. Persona ist eine absolut großartige Reihe und definitiv zu recht mittlerweile so Erfolgreich aber dafurch hat Atlus scheinbar vergessen in welcher Reihe ihre Wurzeln liegen. Hinzu kommen dann noch ziemliche shady Gameplay Mechanismen die man extra einbaut um sich nochmal den ein oder anderen € extra zu verdienen weil man gegen diese Mechanismen natürlich hübsche Booster als DLC anbietet.


      Platz 1: Xenoblade Chronicles 3

      Ich glaube zwischen dem Platz 1&2 dieser Liste liegen schon Dimensionen. XC3 hat mich von allen Games die 2023 rauskamen in so dermaßen Enttäuscht das ich ehrlich gesagt sämtliche Hoffnungen in diese Reihe begraben habe. XC1&2 und auch die Xenosaga Reihe gehören zu meinen Lieblingsgames weshalb mich der 3. Teil nochmal mehr negativ aus den Latschen gehauen hat.

      Von dem ganzen CE Debakel möchte ich auch gar nicht erst Sprechen dieses Thema ist ne Lachnummer für sich ^^

      XC3 Hatte einen so dermaßen langsamen und langweilligen Start das ich zwischendrinn schon anfing auf mein Tablet zu gucken weil ich gelangweilt war. Das Kampfsystem konnte mich mit seinem XC1&2 mix ebenfalls nicht 100% fesseln weil ich auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad immer wieder gemerkt habe das diese beiden Systeme sich gegenseitig nur behindern. Storywise war es definitiv nett erklärt aber von der Gameplay perspektive passten diese beiden nicht zusammen.....über die absolut grauenvolle KI möchte ich gar nicht erst sprechen.

      Die Story war für mich einfach nur ein Schlag ins Gesicht. Man hat extrem gute und erwachsene Themen gehabt die man leider zu keinster Zeit richtig verfolgt hat. Dazu bekam man Antagonisten Vorgesetzt die diesen Namen eigendlich gar nicht verfient haben da sie größtenteils nur Kanonenfutter ohne großartige Ambitionen waren. Mit Jin&Malos hat man im 2. Teil so wunderbare Antagonisten Erschaffen die so großartig geschrieben waren das sie auch heute noch in meiner Erinnerung sind. Das was man in XC3 bekam war.....Erbärmlich ^^.

      Als man dann im Kapitel den Großen Reveal bekam musste ich schon fast lachen wie unfähif die Szenariowriter waren und was für ein Storytechnischen Schatz man hier sprichwörtlich im Klo runtergespült hat. Man hätte wirklich so unendlich viel mehr aus der Story machen können das es einfach nur zum Heulen war. Dazu hat die gesamte Story leider such mehr Plottholes als nen Schweizer Käse.

      Overall einfach nur traurig was daraus gemacht wurde. Ich bin allerdings durchaus auf den Story DLC gespannt der nächstes Jahr kommt. Vielleicht bekommt man hier noch die ein oder andere Antwort? Sollte das der Fall sein wäre es trotzdem nur noch trauriger von Monolith das man so etwas in einen Kostenpflichtigen DLC bringt....aber wer weiss.

      Honorable Mentions:

      Dying Light 2

      Das einzige Spiel das in dieser (Negativ) Liste drinn ist was ich tatsächlich auch abgebrochen habe. Lange habe ich auf Dying Light 2 gewartet und als es endlich draussen war war die Enttäuschung groß. Eigendlich auch nur weil ich wie den 1. Teil auch dieses Game zu 100% im Koop mit einem Freund durchspielen wollte.....was leider nicht ging. Der Releasezustand war einfach nur Katastrophal. Bugs ohne Ende, dazu regelmäßig aus dem Koop geschmissrn, dann hatte ich noch nen Gamebreaking Bug der mich dazu zwang neu anzufangen. Joar da habe ich das Game dann einfach abgebrochen und nie wieder angefasst. Schade was Techland zum Release nach so vielen verschiebungen hingelegt hat. Mittlerweile soll wohl nahezu alles wieder per Patch gefixxt wurden sein aber ich habe das Game seitdem nie wieder angefasst....mal schauen vielleicht schaue ich es mir dann in 2023 nochmal an wenn ich mal ne Flaute zwischen den ganzen neuen Releases habe.


      So das waren zumindest erstmal meine Top 5 der Enttäuschungen....wobei es für mich nur 3 sind denn die anderen 2 waren overall betrachtet ja Grundsätzlich solide Spiele.

      Ich weiss noch nicht wann meine Top 5 der Besten spiele kommen ^^.....aber sie kommen. Der Anfang ist zumindest gemacht xD :thumbup:
      ~Nimm das leben nicht zu ernst du kommst eh nicht lebend raus~

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von DantoriusD ()

    • Ich gehe mit und sage, das es sich um "The Callisto Protocol" handelt. :D
      I save that girl and don't get so much as a SMILE.
      C'mon, aren't they supposed to get all dewy-eyed,
      "Ooh, Mr. Yuri! Thank you ever so much! SMOOCH!"...
      Ain't that how it's s'posed to go?...
      Oh man, now I'm all depressed. -Yuri Volte Hyuga/Shadow Hearts-
    • Mirage schrieb:

      Ich bin mir ziemlich sicher, dass er von Marvel"s Midnight Suns spricht - das zockt er aktuell nämlich noch :)
      Hmmm, das glaube ich weniger. Er schrieb ja, es WIRD auf der Liste landen, aber Midnight Suns IST ja schon auf der Liste. Es muss also etwas in seinen Top 5 sein. ^^


      DarkJokerRulez schrieb:

      Ich gehe mit und sage, das es sich um "The Callisto Protocol" handelt. :D
      Aber warum sollte @Nitec dann so neugierig sein, wie @DantoriusD an das Spiel heran gekommen ist? Das Spiel ist ziemlich frei verfügbar. ?(
      Das Mysterium wächst, meine Freunde!
    • @Nitec & @psycake

      Ok hab mich dann Tatsächlich falsch ausgedrückt ^^ Ich meine Tatsächlich Midnight Suns.

      Und bzgl deiner Vermutungen: Ja ich spiele bereits Crisis Core , ich bin durch nen befreundeten Streamer ranngekommen und Nein es landet NICHT in meiner Top 5 da es einfach kein neues Spiel ist ^^ abgesehen von QoL Änderungen und nem Hübschen Grafischen Anstrich bleibt das Spiel unterm Strich immernoch Crisis Core.


      Und @DarkJokerRulez tatsächlich ist Callisto Protocol nach den ganzen Schlagzeilen der letzten Tage und dem Frust den mein Kumpel tagtäglich im Discord schildert auf unbestimmte Zeit bei mir aufm "ich nehms aufm Grabbeltisch mit" Stapel gelandet ^^
      ~Nimm das leben nicht zu ernst du kommst eh nicht lebend raus~
    • DantoriusD schrieb:

      Und @DarkJokerRulez tatsächlich ist Callisto Protocol nach den ganzen Schlagzeilen der letzten Tage und dem Frust den mein Kumpel tagtäglich im Discord schildert auf unbestimmte Zeit bei mir aufm "ich nehms aufm Grabbeltisch mit" Stapel gelandet ^^
      Ist vollkommen in Ordnung. Denn es wird zum glück niemand gezwungen, es direkt Day One zu kaufen. Kannst ruhig auf einem Sale warten.
      I save that girl and don't get so much as a SMILE.
      C'mon, aren't they supposed to get all dewy-eyed,
      "Ooh, Mr. Yuri! Thank you ever so much! SMOOCH!"...
      Ain't that how it's s'posed to go?...
      Oh man, now I'm all depressed. -Yuri Volte Hyuga/Shadow Hearts-