Geld zurück! Fans fordern Erstattungen zu Pokémon Karmesin und Purpur – und haben Erfolg

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    • Geld zurück! Fans fordern Erstattungen zu Pokémon Karmesin und Purpur – und haben Erfolg

      Digitale Käufe im Nintendo eShop, die man bereits heruntergeladen hat, können nicht zurückgegeben werden. Das in der Theorie geltende vierzehntägige Widerrufsrecht gibt man an der digitalen Kasse gegen Zustimmung ab, sobald der „Inhalt nutzbar“ ist. „Du bestätigst, dass du dadurch dein Widerrufsrecht verlierst“, muss man vor jedem Kauf und Download manuell bestätigen. Verbraucherschützer kritisieren das, aber so ist die aktuelle Lage.

      Viele Fans bestellen Spiele sogar digital vor, kaufen sie also schon Wochen vor dem Launch. Was auf den ersten Blick eine seltsame Entscheidung ist, hat einen großen Vorteil: Viele Spiele bieten einen Vorabdownload an. So können Fans den heißersehnten Titel in der Minute der Veröffentlichung starten. Mit dem Download erlischt allerdings auch das Widerrufsrecht im eShop.

      Mit dieser Taktik kann man natürlich auch auf die Nase fallen, aber was soll bei einem Pokémon-Spiel schon groß passieren? Es kann einiges passieren, wie Pokémon Karmesin und Purpur zeigen. Während sich die große Aufregung inzwischen gelegt hat und die meisten TrainerInnen ihre Zeit in Paldea auch mit mieser Performance und Grafikfehlern genießen können, bestehen andere auf eine Rückerstattung des Kaufpreises.

      Rückerstattung „ausnahmsweise“ erfolgreich

      Bei Reddit berichten Fans, dass genau dies entgegen der Nintendo-Richtlinien geklappt hat. Es sei eine Ausnahme von den Richtlinien, zitiert ein Nutzer einen Nintendo-Mitarbeiter – aber er habe die Erstattung erhalten, obwohl er sogar streng genommen vorbestellt habe, nämlich einen Tag vor dem Launch gekauft hat. Gleichzeitig sei er vom Support darauf hingewiesen worden, besser vorab Reviews zu lesen.

      Er habe „kurz nachdem ich diesen Beitrag gesehen habe angerufen und meine Rückerstattung wurde ebenfalls genehmigt. Ich habe auch über den eShop vorbestellt“, so ein weiterer Nutzer. Ein anderer berichtet, dass die Richtlinien so streng wohl gar nicht seien: „Ich habe schon dreimal eine ‚einmalige Rückerstattung‘ für die Switch erhalten, wurde nicht ein einziges Mal abgelehnt.“ Er wohnt in den USA.

      „Normalerweise nehmen wir keine Rückerstattungen vor, aber aufgrund der aktuellen Situation dieses Spiels und der Tatsache, dass Sie noch nie eine Rückerstattung beantragt haben, werden wir eine Ausnahme machen“, zitiert ein weiterer Nutzer den Support – auch er bekam eine Rückerstattung.

      „Jeder muss das sehen. Ein Massenaufschrei für Rückerstattungen könnte der Skandal sein, den Pokémon braucht, um endlich wieder auf Kurs zu kommen“, wirft ein Nutzer im Verlauf der Diskussion ein. Weitere NutzerInnen geben im Anschluss an, ebenfalls Erstattungen erhalten zu haben.

      Die deutsche Support-Website schließt eine Erstattung von heruntergeladenen Spielen aus. Und zwar nicht nur, weil sie euch nicht gefallen oder technisch nicht euren Vorstellungen entsprechen. Auch ein versehentlicher oder ein falscher Kauf ist von der Erstattung ausgeschlossen. Außerdem, so heißt es, „werden Spielerezensionen auf vielen Webseiten angeboten, mit deren Hilfe Sie sich vor dem Kauf ein genaueres Bild des Spiels machen können“.

      Pokémon Karmesin und Purpur stellen unterdessen Rekorde auf. Weltweit haben sich die Spiele an den ersten drei Tagen über 10 Millionen Mal verkauft – doppelt so oft wie God of War Ragnarök in den ersten Verkaufstagen. Die deutliche Kritik an der Performance der Spiele scheint dem Erfolg nichts anhaben zu können.

      Bildmaterial: Pokémon Purpur, Pokémon Karmesin, Nintendo, The Pokémon Company, Game Freak

    • Brandybuck schrieb:

      Und werden Spielerezensionen auf vielen Webseiten angeboten, mit deren Hilfe Sie sich vor dem Kauf ein genaueres Bild des Spiels machen können

      Diese Aussage ist halt so Hypokritisch und eklig das ich kotzen könnte. Nicht nur das Anbieter den FOMO Drang der Spieler gezielt ansteuern mit irgendwelchen schönen Preorder Boni. Nein gleichzeitig kann man heutzutage auch kaum noch irgendwelchen Webseiten trauen weil viele Rezensionen nachweislich gekauft wurden. Darüber hinaus lief das Review Emborgo gerade mal ~12 Std VOR dem Release aus. Ein Zeitraum wo viele schon vorbestellt haben.

      Sorry aber ich finde die "Spiel runtergeladen also erlöscht dein Widerrufsrecht" Klausel genauso bescheuert wie alles andere.

      Wir hatten die Diskussion erst letztens hier bei uns im Discord und heutzutage sind recht viele Konsolen auch dauerhaft im Standby und damit auch nahezu dauerhaft online. In Kurzform habe ich damit also gelitten weil meine Konsole für mich nen Komfort nutzt und bereits ein Spiel runterlädt während ich nachts schlafe damit ich am morgen direkt loslegen kann und mich nicht erst Stundenlang mit Runterladen und/oder Patchen rumschlagen muss......gaaaaanz großes Kino.

      Ich bin hierbei echt nen großer Freund von der Steam Refund Policy. Die wird zwar ab und zu Zweckentfremdet aber das ich dort noch Spiele zurückgeben kann obwohl ich sie schon 2 std gespielt habe ist echt gut und davor kann ich nur meinen Hut ziehen.
      ~Nimm das leben nicht zu ernst du kommst eh nicht lebend raus~

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von DantoriusD ()

    • Desotho schrieb:

      Oder dass man halt sagt jeder Spieler hat meinetwegen 10 Refunds im Jahr, wenn das Spiel nicht länger als 2 Stunden gelaufen ist.
      Eben, geht halt auch so. Wie eine Demo, in die man reinschnuppert - wenns einem gefällt, supi. Wenn nicht, wird die Software halt wieder gelöscht. Apropos: Gabs bei Sonne & Mond nicht ´ne Demo? Hätte Karmesin und Purpur sicherlich auch gut getan.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Nero_Arrington ()

    • Entgegen vieler Meinungen bin ich der Ansicht, dass jeder der unter diesen Bedingungen Spiele kauft, auch mit den Konsequenzen leben muss. Schließlich werden wir ja jedesmal darauf hingewiesen. Wem das nicht passt, der muss halt warten, bis es Reviews gibt und dann entscheiden ...

      ... oder aber das Spiel in physischer Version kaufen bzw. vorbestellen. Kann man zwar geöffnet auch nicht zurückgeben (außer es ist defekt) aber kann man immerhin weiterverkaufen, wenn es einem nicht zusagt. Wenn man weiß, wo man vorbestellen muss, kann man so manches Spiel sogar schon eher erhalten, als der Vorbesteller-Download startet und damit noch vor dem offiziellen Release-Termin spielen. (Ich habe schon mehrfach zwei Tage vor Veröffentlichung meine Vorbestellungen erhalten.)


      Darüberhinaus handelt sich im Fall von Pokémon ja nicht um ein defektes Produkt. Das Spiel ist perfekt spielbar und das Ende ist zu erreichen, ohne dass es Probleme gibt, die das Beenden unmöglich machen. Außerdem kann man das bestimmt irgendwann noch patchen, wenn es jetzt so unerträglich erscheint.

      Vielleicht bin ich einfach nur zu alt, aber da ich schon Videospiele spielte, als Konsolen und Internet noch nichts miteinander zu tun hatten, sind Spiele mit Macken nichts ungewöhnliches für mich. Vielleicht sollten die verwöhnten Gamer von heute sich nicht immer wie Mimosen benehmen...
    • CrimsonCloudKaori schrieb:


      Vielleicht bin ich einfach nur zu alt, aber da ich schon Videospiele spielte, als Konsolen und Internet noch nichts miteinander zu tun hatten, sind Spiele mit Macken nichts ungewöhnliches für mich. Vielleicht sollten die verwöhnten Gamer von heute sich nicht immer wie Mimosen benehmen...
      Wieso verwöhnte Gamer von heute? Day1 Patches sind heute Usus. Wenn ich mich nicht irre, heißt es doch oftmals, dass Spiele früher fertig auf den Markt kamen, gerade auf Konsole oder nicht? Also wenn sind die Gamer von damals verwöhnt und heute muss man dauernd Ranzsoftware hinnehmen, die mit erheblichen Macken auf den Markt kommt. Darüber hinaus ist es doch völlig unerheblich ob ein Ende erreicht werden kann. Wenn ich ein Produkt kaufe, erwarte ich auch nicht, dass es einfach nur funktioniert, sagen wir ein Fernseher oder Monitor. Ich erwarte auch, dass es nicht beschädigt ist. Keine Kratzer. Keine Pixelfehler. Keine Risse. Wenn hier jemand verwöhnt ist, sind es doch eher Publisher, die immer noch Millionen verdienen, obwohl sie unfertige Produkte auf den Markt bringen.
    • Ich will nicht lügen, etwas in die Richtung "Verwöhntheit" und "ihr habt es gekauft nun müsst ihr mit den Konsequenzen leben" habe ich auch etwas gedacht. Wäre echt blöd wenn beide Seiten sich am Ende viel zu sehr auf Refund ausruhen und den aktuellen Tempo weiter beibehalten. Bei den Verkaufszahlen glaube ich auch nicht wirklich, dass eins zwei Erstattungen Nintendo oder wem auch immer schaden wird (was höchstwahrscheinlich auch der Grund ist, warum es überhaupt gestattet wird). Das geht mir auch alles wieder in Richtung "Spiele als One Night Stands sehen". Etwas mehr Wert auf ein Produkt zu legen und seinen Konsumverhalten dem anzupassen würde uns allen vielleicht etwas gut tun und gleichzeitig nicht jeder Firma für ein unfertiges Spiel direkt Geld in die Hand drücken. Die Community ist genauso schuld an der ganzen Sache mit ihrem Kaufwahn wie die Publisher/Developer/dieBösenChefsDaOben die diese Produkte ohne Bedenken und (ernsthafte) Konsequenzen raushauen können.

      Was immer jetzt auch die Lösung ist für den aktuellen Schlamassel: lasst uns das zügig angehen.
      ICH BIN IM INTERNET BABY LETS GOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO
    • Hier mal zwo Links, zu diesem und ähnlichen Themen, die ich vor ner Weile mal gefunden hab.

      Wie gestaltet sich das Widerrufsrecht bei digitalen Inhalten?

      Darauf müssen Händler beim Software-Verkauf achten

      (Insgesamt doch bissl was zu lesen...und Einiges davon werden bestimmt a schon viele "wissen" ...aber einige Punkte sind, so seh ich das jedenfalls, schon Ziemlich interessant und bestimmt für viele nicht so bekannt. )

      ;)
      X(
      :cursing: Ich hAsse Hass! :evil:
      :thumbdown:
    • Auf Konsole muss von allen 3 Herstellern eine klare Rücknahmepolitik herrschen. So einfach, keine Ausreden mehr. Das gilt auch für Titel, die einem nicht gefallen. Steam kann das, GoG kann das auch, Amazon bei Kindle-Produkten ebenfalls, wobei man da zuletzt den Beschwerden der Autoren nachgekommen ist und das Rückgaberecht von E-Books eingeschränkt hat, viele haben das System nämlich einfach nur missbraucht. Viele tun es leider auch bei kleineren Titeln und nutzen es bei Steam aus, aber solche Leute machen nur einen winzigen Teil der Konsumenten aus. Die Konsolenhersteller steuern in eine Digital-Only Zukunft. Wenn die Hersteller es selbst nicht einsehen, Rückgabeoptionen in einem bestimmten Rahmen anzubieten, wird es natürlich auch dafür in absehbarer Zeit staatliche Regularien geben. Denke, keiner der drei großen wird um diese Geschichte rumkommen, letztendlich.

      Dass man von einem Nintendo-Mitarbeiter gemaßregelt wird, man solle sich vorab Reviews durchlesen, geht natürlich gar nicht an. Wobei die Reddit-Reports leider nur mündliche Überlieferungen zu bringen scheinen. Aber gehen wir mal davon aus es stimmt, dann ist so eine Aussage ein Unding. In Sachen "Ist das Spiel was für mich?", da wird natürlich vom Konsument verlangt sich vorab zu informieren. Bei der Performance eines First Party Titels ist aber der Hersteller in der Pflicht, für eine ordnungsgemäße Qualität zu sorgen. Wenn das nicht der Fall ist, muss der Hersteller auf der Verpackung und im eShop darauf aufmerksam machen. PR-Technisch ist das besonders bei Pokemon natürlich Selbstmord, aber sicherlich sollte nicht der Support hier mit solchen Aussagen kommen, sofern diese dann stimmen.

      Ich denke, wie bei Cyberpunk wird es nur ne verschwindend geringe Menge an Leuten sein, die hier was reklamieren (und vermutlich gibt es hier auch ne menge Trittbrettfahrer mal wieder). Die neuen Generationen brechen sämtliche Verkaufsrekorde, man wird sich also noch hüten, hier irgendwelche Statements zu bringen. Normalerweise müsste es dieses sowohl von Nintendo als auch der Pokemon Company geben, da die technische Performance eben mangelhaft ist. So etwas sollte der höchste Qualitätsanspruch bei einem First Party Titel auf einer Konsole sein, die wirklich einige unterirdische Third Party Ports erhalten hat.

      Die Kritik wird nicht einfach so an den beteiligten Studios vorbeigehen. Die Frage ist halt, ob man sich noch öffentlich dazu äußern wird oder ob man es nun schweigend hinnimmt und den Leuten, die quengeln, die Spiele erstattet.

      Meine Freundin hat ihre Edition mittlerweile durch, aber obwohl sie die Technik sehr kritisiert hat, hatte sie ne menge Freude am Spiel. Das wird, sehr wahrscheinlich, die Meinung der Mehrheit sein die es zockt. Aber, und das muss ich hervorheben, dass das Thema so in den Medien ist, kann Nintendo nicht ignorieren und auch nicht die Pokemon Company. So lange es auf einer sachlichen Ebene abläuft, ist die Kritik hier denke ich mehr als sinnvoll.
      "Was ist die Jugend?
      Ein Traum.
      Was ist die Liebe?
      Der Inhalt des Taums" - Søren Kierkegaard


      Zuletzt durchgespielt:

      A Plague Tale: Requiem 7/10
      Signalis 8/10
      Tormented Souls 6,5/10
    • WolfStark schrieb:

      Wenn ich mich nicht irre, heißt es doch oftmals, dass Spiele früher fertig auf den Markt kamen, gerade auf Konsole oder nicht?
      Dazu kann ich 3 Dinge sagen:

      1. Waren Games früher VIEL weniger Komplex als jetzt.
      2. Wenn sie mal große Fehler hatten die ein weiter kommen verhinderten musstest du darauf hoffen das eine weitere Version erscheint mit einem Fix (Digimon World z.B)
      3. Heute will keiner mehr auf Games warten. Wenn etwas mehr als 2 Jahre dauert wird jeder hibbelig und Twitter wird geflutet. Ob nun ein Game angekündigt ist oder nicht. Also sehe ich da auch einen Teil Fehler bei den Fans.

      Das soll nicht den technischen Zustand von Pokemon entschuldigen. Aber selbst Games die sich ohne Update im Grunde gut spielen lassen kriegen trotzdem Updates weil einfach bei der Komplexität Fehler auftreten können. Fehler die man auch nicht sofort Reproduzieren kann. Also sind Updates heute sehr wichtig. Früher wären sie es aber auch zum Teil gewesen.
    • Somnium schrieb:

      Auf Konsole muss von allen 3 Herstellern eine klare Rücknahmepolitik herrschen. So einfach, keine Ausreden mehr. Das gilt auch für Titel, die einem nicht gefallen.
      Kann ich so unterschreiben. Vor allem bei Sony wird es auch so doof gehandhabt, das ich mich frage welcher Geldgeiler Typ/Typine diesen mist entschlossen hat. Z.b. Digital Games nur als Rückgabe gelten gemacht "Wenn man es nicht heruntergeladen hat", ich mein woher soll ich wissen ob es mir gefällt oder nicht? Klar man könnte meinen, "Man kann sich Gameplay" anschauen, aber bringen tut es keinem was, weil es oft vorkommt das einem das Gameplayvideo gefiel, aber sobald man etwas zeit mit dem Game verbracht hat, es einem nicht gefällt.
      I save that girl and don't get so much as a SMILE.
      C'mon, aren't they supposed to get all dewy-eyed,
      "Ooh, Mr. Yuri! Thank you ever so much! SMOOCH!"...
      Ain't that how it's s'posed to go?...
      Oh man, now I'm all depressed. -Yuri Volte Hyuga/Shadow Hearts-
    • Ehm nein. Ich bin eher weniger für Leute die hier refunden. Ihr habt das Spiel vorbestellt und seid selber schuld. Wenn ihr keine Geduld habt ein Spiel 1, 2 Tage später zu spielen, dann habt ihr kein Recht euch über sowas aufzuregen. Denn genau wegen euch gibt es diese Probleme mit day one Patches usw.
      Außerdem ist der Stand der Pokémon Spiel seit ewig, ewig, ewig bekannt. Wie unbeschreiblich naiv muss ein Mensch sein, um selbst dann, trotz der ganzen Trailer, welche die Performance deutlich zeigen, auf was besseres hoffen kann?
      Sorry, null Verständnis meinerseits. Das ist hier keine Cyberpunk Situation, wo man wissentlich gelogen hat mit dem Videomaterial.
      Also manche Menschen sind einfach Belehrungsresistent.
    • AkiraZwei schrieb:

      Wie unbeschreiblich naiv muss ein Mensch sein, um selbst dann, trotz der ganzen Trailer, welche die Performance deutlich zeigen, auf was besseres hoffen kann?

      Performance ist der eine Punkt.....Bugs und Glitches aber ein anderer. Während Twitter mit Memes über diverse Fehler trendet bleibt man bei Gamefreak komplett still und schüttelt sich lieber einen wie geil man die Verkaufszahlen findet.

      Man hat absolut 0 Infos bisher rausgehauen geschweige denn man sich entschuldigt. Die Games sind fast ne Woche raus und bis auf nen Day 1 Patch der die Multiplayer funktionen freischaltet kam weder nen Patch noch nen Hotfix.

      Sorry aber genau das zeigt das Bild das es dem Entwickler scheissegal ist wie der Stand des Spieles ist. Bei dem Cyberpunk Release war CDPR ganz schnell und hat sich entschuldigt und bereits die ersten Hotfixes nach ner Woche auffespielt.

      Ich gebe dir volkommen recht das die Käufer genauso schuld sind weil sie blind vorbestellen trotzdem sollte man auch erwarten können nen einigermaßen Fehlerfreies Produkt zu bekommen oder sich zumindest darum bemühen Fehler schnellstens zu beheben.
      ~Nimm das leben nicht zu ernst du kommst eh nicht lebend raus~
    • VincentV schrieb:

      WolfStark schrieb:

      Wenn ich mich nicht irre, heißt es doch oftmals, dass Spiele früher fertig auf den Markt kamen, gerade auf Konsole oder nicht?
      Dazu kann ich 3 Dinge sagen:
      1. Waren Games früher VIEL weniger Komplex als jetzt.
      2. Wenn sie mal große Fehler hatten die ein weiter kommen verhinderten musstest du darauf hoffen das eine weitere Version erscheint mit einem Fix (Digimon World z.B)
      3. Heute will keiner mehr auf Games warten. Wenn etwas mehr als 2 Jahre dauert wird jeder hibbelig und Twitter wird geflutet. Ob nun ein Game angekündigt ist oder nicht. Also sehe ich da auch einen Teil Fehler bei den Fans.

      Das soll nicht den technischen Zustand von Pokemon entschuldigen. Aber selbst Games die sich ohne Update im Grunde gut spielen lassen kriegen trotzdem Updates weil einfach bei der Komplexität Fehler auftreten können. Fehler die man auch nicht sofort Reproduzieren kann. Also sind Updates heute sehr wichtig. Früher wären sie es aber auch zum Teil gewesen.
      Zu den drei Dingen:
      1. Games waren zwar weniger komplex, dafür gab es aber auch viele Bequemlichkeiten nicht, sie zu machen, die es heute gibt. Ich erinnere mich auch aus den 90ern an Qualitycontrol Geschichten, in denen Menschen bezahlt Stunden über Stunden gegen Wände gelaufen sind (im Spiel, nicht in der echten Welt versteht sich).
      2. Absolut, ich erinnere mich noch an CD-Roms mit Patches drauf.
      3. Das ist denke ich ein völliger Fehlschluß, der aus subjetiver Wahrnehmung resultiert aber nicht aus Empirie. Ich lese es oft, dass angeblich Fans ja Schuld seien, weil sie alles sofort haben wollen würden und überhaupt, die Entwickler unter Druck setzten usw. usf. und dann eben Schuld seien bspw. an Cyberpunk 2077. Den Aussagen liegt aber keinerlei Erhebung zugrunde. In besagten Beispiel gibt es sogar gegenteilig die Aussage, dass kein äußerer Faktor Schuld gewesen ist.

      Ich denke niemand sagt, dass keine Fehler auftreten können. Das stimmt natürlich aber es ist auffällig, was für Fehler so durchkommen. Wir sprechen hier von Dingen, die häufig "hardcoded" sind also wirklich bei jedem aufreten. In Cyberpunk (sorry, das Spiel schreit einfach danach als Beispiel hergenommen zu werden XD) waren es bspw. Items im Boden, die man faktisch nicht aufsammeln konnte. Andere Bugs sind so häufig, dass sie schon statistisch in der QC auftauchen müssen, wie T-Posen bspw.. Ich denke jeder hat Verständnis für seltene Fehler, die bestimmte Bedingungen erfordern aber vielfach sind es nicht solche Fehler, sondern Dinge die "on the nose" sind. Das heißt auch nicht, dass sie tatsächlich einfach zu beseitigen wären (wobei gerade auf dem PC bewiesen wird, wie einfach einige Fehler in Wahrheit dann doch immer wieder zu beseitigen sind) aber sie hätten auftauchen müssen.

      Auch ein aktuelles Beispiel für einen grausigen Release wäre die Chaos;Head VN, die schlicht nicht abschließbar war. Es war unmöglich das True Ending zu erreichen. Und auch das war kein Fehler gewesen, der nur manchmal auftrat, sondern "hardcoded" war.

      Ich habe gar nichts persönlich gegen Day1 Patches. ich habe auch nichts gegen Updates. Ich finde es grundsätzlich besser als früher, dass es einfache und schnelle Möglichkeiten der Fehlerbeseitigung gibt. Weder heute noch damals war perfekt, niemand ist verwöhnt. Weder waren wir damals ernsthaft verwöhnt, noch sind wir das heute. Ich halte persönlich das, was man über damals sagt für ausgemachten, gequirlten Nonsens, den man von Zeit zu Zeit liest. Grundsätzlich gilt, dass Spieleentwicklung komplex ist und dass aus dieser immer Fehler hervorgehen. Es ist nur eine Frage, wie man mit ihnen umgeht und da gibt es heute wie damals katastrophale Beispiele. Heute hat man nur das Glück, dass halt niemand mehr eine CD-Rom braucht und das ganze automatisiert funktionieren kann. Schäbig ist es aber, wenn es für Firmen kein "muss" ist und sie sich auf dieser Möglichkeit unter Umständen sogar ausruhen oder schlimmer noch, vielleicht sogar gar keine Notwendigkeit sehen, überhaupt einen Finger zu rühren. Insbesondere bei Multimilliarden Dollar Unternehmen.
    • WolfStark schrieb:

      3. Das ist denke ich ein völliger Fehlschluß, der aus subjetiver Wahrnehmung resultiert aber nicht aus Empirie. Ich lese es oft, dass angeblich Fans ja Schuld seien, weil sie alles sofort haben wollen würden und überhaupt, die Entwickler unter Druck setzten usw. usf. und dann eben Schuld seien bspw. an Cyberpunk 2077. Den Aussagen liegt aber keinerlei Erhebung zugrunde. In besagten Beispiel gibt es sogar gegenteilig die Aussage, dass kein äußerer Faktor Schuld gewesen ist.
      Ich denke man kann schon irgendwo festsetzen das die Kommunikation auch von Fanseite gegenüber Entwicklern in den letzten Jahren mehr als verroht ist. Sonst würden wir nicht mit Schlagzeilen über Bedrohungen, Beleidigungen und mentaler Vergewaltigung lesen. Vielleicht geschieht ja unter Musk ein Wunder und Twitter geht vom Netz dann gäbe es ein soziales Gomorrha weniger. :D
    • Fayt schrieb:

      WolfStark schrieb:

      3. Das ist denke ich ein völliger Fehlschluß, der aus subjetiver Wahrnehmung resultiert aber nicht aus Empirie. Ich lese es oft, dass angeblich Fans ja Schuld seien, weil sie alles sofort haben wollen würden und überhaupt, die Entwickler unter Druck setzten usw. usf. und dann eben Schuld seien bspw. an Cyberpunk 2077. Den Aussagen liegt aber keinerlei Erhebung zugrunde. In besagten Beispiel gibt es sogar gegenteilig die Aussage, dass kein äußerer Faktor Schuld gewesen ist.
      Ich denke man kann schon irgendwo festsetzen das die Kommunikation auch von Fanseite gegenüber Entwicklern in den letzten Jahren mehr als verroht ist. Sonst würden wir nicht mit Schlagzeilen über Bedrohungen, Beleidigungen und mentaler Vergewaltigung lesen. Vielleicht geschieht ja unter Musk ein Wunder und Twitter geht vom Netz dann gäbe es ein soziales Gomorrha weniger. :D
      Genau das ist ein Faktor in der subjektiven Wahrnehmung. Wenn ich in der Zeitung ständig darüber lese, dass sich Leute auf Straßen festkleben, ist es leicht anzufangen zu glauben, dass sich viele Menschen auf Straßen festkleben und dass das überall passiert. Oder alternatives Beispiel: wenn ich in der Zeitung ständig darüber lese, dass Menschen verschwinden, anfangen zu glauben, dass jetzt gerade ganz viele das tun. Das ist aber nicht die Realität. Die Realität ist in der Kriminalstatistik abzulesen oder lass es mich besser formulieren. Über die Kriminalstatistik kann ich mich der Realität bestmöglich annähern. Teilweise hilft es auch, Nachrichtenartikel vollständig zu lesen, statt nur Überschriften und plötzlich fällt auf, dass es gar nicht soviele Menschen sind, die sich festkleben, sondern nur ein paar Dutzend. Durch die Art wie Nachrichten konsumiert werden, entsteht leicht ein verzerrtes Bild der Wirklichkeit.

      Dass alles verroht ist doch ein klassischer Kommentar des Alten gegenüber des Neuen. Hier ein paar Zitate:
      bildungswissenschaftler.de/500…llschaft-und-arbeitswelt/

      Schlagzeilen sind allen voran das Ergebnis eines Auswahlprozess. Warum bringt GameStar auf seinem Facebook Account komplett Themenfremde Nachrichten und reinen Clickbait? Vermutlich weil sie dadurch mehr Klicks generieren oder es sich zumindest erhoffen. So funktioniert das mit Nachrichten schon seit über 100 Jahren. Citizen Kane, einer der besten Filme aller Zeiten, thematisiert einen Mann, der mit der Boulevardisierung einer Zeitung zum einsamen Millionär geworden ist, nicht so fern von der realen Vorlage William Randolph Hearst. Was bringt bei Videospielen wohl mehr Klicks, eine News über AI: The Somnium Files oder eine News über Gewalt und Sex? Ich denke Axel Springers System vom Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht lässt die Vermutung zu, dass es eher letzteres ist. Das ist kein Beleg dafür, dass es tatsächlich irgendeine Entwicklung gäbe. Es zeigt nur, dass die Medien einen Fokus darauf setzen, diese Schlagzeilen zu produzieren.

      Noch ein alternatives Beispiel, nur mal andersherum. Früher wurde zum Beispiel kein Fokus darauf gerichtet über die Arbeitssituation zu berichten. Wenn Schlagzeilen repräsentativ für die Realität wären hieße dies, dass es keine Probleme mit Crunch oder Ähnlichem gegeben hätte. Sprich: Berichtet die Presse nicht, existiert etwas nicht. Aber wir wissen natürlich, dass das nicht stimmt. Die Realität ist völlig unabhängig von der Existenz oder NIcht-Existenz von Schlagzeilen und auch unabhängig von ihrer Quantität.

      Was Twitter zuletzt noch angeht: Ich wäre äußerst traurig, wenn diese Plattform schließen würde. Ich erhalte dort bessere Nachrichten als über andere Plattformen, darüber hinaus gibt es dort keine neu-puritanische Zensur bzw. sie hält sich extrem zurück und man kann dort durchaus zivile Diskussionen führen (wenn auch eingeschränkt durch das Zeichenlimit, dieser Kommentar wäre dort ein gigantischer Thread!). Zu dem finde ich sind Sodom und Gomorrah zumindest in meinen Augen nicht wirklich Begriffe für etwas Negatives. Ich meine, hier hat ein Gott einen Genozid begangen, weil die Bewohner nicht gottgefällige Sünder waren. Ist Twitter ein Ort voller Sünder? Na klar! Eine freiheitliche Gesellschaft und eine Kommunikationsplattform einer freiheitlichen Gesellschaft, kann auch nur aus Sündern bestehen, sonst wäre sie autokratisch und repressiv. Sodom und Gomorrah dienen als mahnende und abschreckende Beispiele für das was passiert, wenn man sich religiöse Autokratie auflehnt. So wie die Geschichte um den Turmbau zu Babel. Ich kann nur für mich sprechen aber ich sehe mich eher als Sodomit, Gomorrahner oder Babylonier.
      Das heißt nicht, dass es gar keine Probleme gäbe, ich finde diese Plattformen bräuchten eine Verpflichtung zur Moderation, klarere Regeln, mehr Transparenz und Abbau von Echo-Kammern, neben der effektiven Bekämpfung von Falschinformationen.
    • WolfStark schrieb:

      Genau das ist ein Faktor in der subjektiven Wahrnehmung. Wenn ich in der Zeitung ständig darüber lese, dass sich Leute auf Straßen festkleben, ist es leicht anzufangen zu glauben, dass sich viele Menschen auf Straßen festkleben und dass das überall passiert. Oder alternatives Beispiel: wenn ich in der Zeitung ständig darüber lese, dass Menschen verschwinden, anfangen zu glauben, dass jetzt gerade ganz viele das tun. Das ist aber nicht die Realität. Die Realität ist in der Kriminalstatistik abzulesen oder lass es mich besser formulieren. Über die Kriminalstatistik kann ich mich der Realität bestmöglich annähern. Teilweise hilft es auch, Nachrichtenartikel vollständig zu lesen, statt nur Überschriften und plötzlich fällt auf, dass es gar nicht soviele Menschen sind, die sich festkleben, sondern nur ein paar Dutzend. Durch die Art wie Nachrichten konsumiert werden, entsteht leicht ein verzerrtes Bild der Wirklichkeit.
      Kann man das nicht genauso gut umkehren. Letztlich trifft man sich irgendwo in der Mitte der Halbwahrheiten. Ich mag aber zu sehr die Jpgames-Bubble. Anders als Kommentarspalten von Zeitungen, Facebook oder Twitter selbst als gast wenn man willkürlich irgendwelche Themen aufgreift...ich finde meist nur negatives. :D


      WolfStark schrieb:

      Dass alles verroht ist doch ein klassischer Kommentar des Alten gegenüber des Neuen.
      Wir sind alt, irgendwo muss man ja die Jugend denunzieren und sagen das alles scheiße ist. :D
    • Wenn bezahlte Profi-Entwickler nicht in der Lage sind ein Spiel vernünftig abzuliefern, dann sollten sie das Produkt nicht verkaufen.
      Dem Kunden kann man am wenigsten oder eher gar keine Vorwürfe machen, schließlich bezahlt man eine menge Geld dafür. Es hätte jetzt auch keinen Unterschied gemacht, wann man es gekauft hätte, da Gamefreak sich immer noch nicht äußert oder Patches bereit gestellt hat. Den Vorbestellern sagen: "selber Schuld" ist mehr als fail. Gamefreak ist schlichtweg unfähig. Das neue Pokemon wurde gefühlt nie getestet, wenn schon am Anfang Fehler auftreten. Die schlechte Performance hätte ebenso auffallen müssen. Scheinbar konnte man es nicht besser und hat es einfach auf den Markt geworfen, in der Hoffnung es verkauft sich, weil ist ja P-P-Pokemon. Viele Entwickler sind mittlerweile schlampig geworden. Anstatt die Spiele ausgereifter zu veröffentlichen, lieber 20-30 Patches hinterher werfen, damit es irgendwann mal den Kaufpreis rechtfertigt. Wenn Videospiele entwickeln zu anstrengend, zu teuer, zu aufwendig wird, dann muss man wohl zurück zur Super Nintendo Grafik oder sich einen neuen Beruf suchen.