Uncharted

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    • Uncharted
      Regie: Ruben Fleischer
      Darsteller: Tom Holland, Mark Wahlberg, Antonio Banderas, Sophia Ali, Tati Gabrielle


      Ich hatte eigentlich nie vor, einen Thread für den Film zu erstellen da ich glaube ich nicht mehr als 5 Sätze zum Film zu sagen habe. Aber es scheint keinen Thread zu geben, glaube ich zumindest. Falls doch, einfach den Text hier bitte dorthin verschieben.


      Daher hier nun meine 50 Cent:

      Zweite Videospiel-Adaption nach Sonic in einer Woche. Hätte ich mir, ehrlich gesagt, schlimmer vorgestellt. Der größte Knackpunkt des Films ist das rasante Pacing. Der Film wird irgendwann chaotisch und es geht von einer Location zur nächsten, ohne den Charakteren mal etwas Zeit zur Entwicklung zu geben. Schießereien sind in der Verfilmung auf ein absolutes Minimum beschränkt, ansonsten gibt es einiges an Gekloppe, alles auf bravem PG-13 Niveau. Man muss natürlich irgendwie versuchen, die Spiele auszublenden. Es ist ein Abenteuerfilm mit Uncharted-Cosplayern, mehr nicht. Und als Abenteuerfilm funktioniert Uncharted ganz gut für nen Blockbuster-Abend. Orientiert hat sich der Film weniger an Filmmeilensteine des Genres wie Indiana Jones, er orientiert sich eher an Blockbuster der frühen 00er Jahre, vom Stil her ist er den alten Tomb Raider Fillmen nicht zu unähnlich. Es läuft nach der selben Formel ab, die geht auch heute noch. Positiv ist anzumerken, obwohl der Film ein rasantes Pacing hat, ohne Abspann ist er sogar etwas kürzer als Sonic 2 und dafür bin ich dankbar, hatte da schon wieder so einen 150 Minuten Brocken erwartet.

      Tom Holland, auch wenn ich weiterhin glaube, dass er nicht für solch markante Rollen geschaffen ist (was er selber glaube ich so ähnlich auch sagte), hat sich ein paar Muckis antrainiert, ist immer bemüht und sympathisch (und für Nathan Drake natürlich viel zu nett). Glaube im ersten Film für Sony konnte er sich hier schon etwas für Spider-Man aufwärmen. Mark Wahlberg ist, wie nicht anders zu erwarten, Mark Wahlberg. Hab gelesen, Antonio Banderas spielt auch noch im Film mit, seine Rolle schien aber so belanglos zu sein, dass er mir nicht aufgefallen ist. Fand ich wirklich sehr enttäuschend, wie man den verheizt hat. Von den Charakteren die man adaptiert hat, hat man am besten noch Chloe getroffen (wobei man die Darstellerin heute kaum mehr wiederkennt). Ansonsten hat man halt keinen Wert darauf gelegt, die Charaktere optisch und vom Alter her an die Videospielvorlage anzupassen. Meiner Meinung nach hätte der Film auch ruhig ein paar mehr schlechte und stumpfe Oneliner haben können (dafür hat die lächerliche Szene mit dem Flugzeug, die nicht einmal im Spiel so übertrieben war, einiges ausgeglichen). In der zweiten Post-Credits Szene blitzte dann mal von den Onelinern etwas auf.

      Waren jetzt doch mehr als 5 Sätze. War Ok für ich sagen. Hätte mit nem Bier nochmal deutlich besser funktioniert. Einige mich hier mal auf 6,5/10 Punkte.
      "Was ist die Jugend?
      Ein Traum.
      Was ist die Liebe?
      Der Inhalt des Taums" - Søren Kierkegaard


      Zuletzt durchgespielt:

      A Plague Tale: Requiem 7/10
      Signalis 8/10
      Tormented Souls 6,5/10
    • Ich würde dem Film eine leicht höhere Bewertung geben, hat er mich doch recht gut unterhalten und viele Szenen haben tatsächlich an einige der besten aus den Spielen erinnert.

      Über die Wahl der Schauspieler kann man sicherlich geteilter Meinung sein und tatsächlich haben die Film-Pendants besonders charakterlich einige Abweichungen, aber insgesamt fand ich sowohl Tom Holland als Drake, als auch Wahlberg (er hat sich überwiegend selbst gespielt :D ) insgesamt sympathisch genug in ihren Rollen, auch wenn beide natürlich nicht über sich hinaus wachsen.

      Schön fand ich auch, dass es einige Easter Eggs gab, wie zum Beispiel die Szene am Strand mit Nathan Drakes Sprecher aus dem Spiel, der sogar in der deutschen Synchronisation die passende Stimme verliehen bekommen hat. Während dieser lief auch das bekannte Theme aus dem Spiel.

      Insgesamt ist Uncharted also eine ordentliche Videospiel-Verfilmung und bekommt von mir 7,5/10 Punkte.
    • @CirasdeNarm

      Bei meiner Wertung würde ich sogar auch sagen, er hat leicht an der 7 gekratzt (auf Letterboxd habe ich 3 Sterne vergeben, also etwas höher, als ich plante). Liegt dann teilweise auch daran, weil es schön ist, Filme dieser Art noch zu sehen. Es ist zwar "wieder" nur eine "Adaption", hat aber mal rein gar nichts mit dem Disney-Kosmos zu tun.

      Die Schauspielerwahl war auf alle Fälle mutig, aber insgesamt passte es einfach zum Film. Die Zeiten sind dann auch schon 10 Jahre vorbei wo man wirklich noch Gerard Butler als Drake hätte einsetzen können. Glaube Bradley Cooper wurde auch damals oft gefordert. Das sind natürlich beides markante Typen, die auch zu Nathan Drake passen würden, aber es hätte mit diesem Film nicht wirklich funktioniert, man merkt halt schon, dass die Rolle sehr auf Tom Holland zugeschnitten wurde. Mark Wahlberg hat irgendwann bemerkt, dass er wohl in diesem Leben kein meisterhafter Charakterschauspieler mehr wird, also hatte er fortan die meisten seiner Rollen an die Rolle angepasst, die er im Departed Remake spielte und das funktioniert auch. Ich erinnere mich da noch an seine eher unrühmliche Performance als Max Payne zurück. Da muss man dann aber auch sagen, dass das wohl das größte Missverständnis überhaupt war was ein Casting angeht.

      Das mit der deutschen Synchronstimme von Drake ist wirklich noch ein interessanter Zusatz. Wusste sofort, dass mir die Stimme von irgendwoher bekannt vorkam :D
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