Im Test! The Last of Us Part I

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    • Im Test! The Last of Us Part I

      Titel The Last of Us Part I
      Japan 2. September 2022
      Sony Interactive Entertainment
      Nordamerika 2. September 2022
      Sony Interactive Entertainment
      Europa 2. September 2022
      Sony Interactive Entertainment
      System PlayStation 5
      Getestet für PlayStation 5
      Entwickler Naughty Dog
      Genres Action-Adventure
      Texte
      Deutschland Nordamerika
      Vertonung Deutschland Nordamerika

      Mit The Last of Us gelang dem US-amerikanischen Studio Naughty Dog, welches sich unter anderem für die Crash-Bandicoot- und die Uncharted-Reihe verantwortlich zeichnet, im Jahre 2013 ein absoluter Meilenstein im Action-Adventure- beziehungsweise Survival-Horror-Genre.

      Bereits mit der Uncharted-Reihe bewiesen die Entwickler von Naughty Dog unglaubliches Feingefühl in Sachen Charakterentwicklung und Storytelling. Mit The Last of Us wagte sich der Entwickler dann erstmals ins Horror-Genre und setzte somit auf ein deutlich düstereres Szenario, als es noch beim eher bunten und oftmals auch humorvollen Uncharted der Fall war. The Last of Us konnte sowohl Fans als auch die Fachpresse restlos begeistern. Der Titel erschien damals exklusiv für PlayStation 3 und war einer der letzten großen Blockbuster dieser Konsolengeneration.

      Remaster ließ nicht lange auf sich warten

      Bereits kurze Zeit später im Jahre 2014 erschien mit The Last of Us Remastered dann eine technisch aufgebohrte Version für die damals neu erschienene Plattform PlayStation 4. Neben verbesserten Texturen, einer höheren Auflösung und deutlich besserer Performance mit stabilen 60 FPS, bot die Remastered-Version auch die Möglichkeit, die neuen Features des damals neuen DualShock-4-Controllers zu nutzen. Auf einer PS4 Pro konnte man den Titel dann sogar in UHD-Auflösung und mit HDR-Effekten genießen.

      Am 19. Juni 2020 erschien mit The Last of Us Part II der zweite Teil der äußerst erfolgreichen Horror-Blockbuster-Reihe. Wie auch schon Teil eins, konnte auch der neueste Teil der Reihe sowohl die Fans als auch die Kritiker der Fachpresse restlos begeistern und Traumwertungen einheimsen.

      Sehr oft gab es nach dem Release von The Last of Us Part II Gerüchte über ein mögliches Remake des ersten Teils. Diese verliefen allerdings immer wieder unbestätigt im Sande. Anfang Juni 2022 war es dann endlich so weit und Naughty Dog kündigte offiziell das Remake des ersten Teils an. Dieser erschien am 2. September 2022 exklusiv für PlayStation 5 und hört auf den Namen The Last of Us Part I. Ob das lang erwartete Remake die extrem hohen Erwartungen erfüllen kann oder ob man sich auch mit der Remastered-Version von 2014 begnügen kann, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test.

      Die Welt steht am Rande des totalen Zusammenbruchs

      Nach einem kurzen und äußerst tragischen Intro, beginnt die Geschichte von The Last of Us Part I im Jahre 2033 in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts. Ungefähr zwei Jahrzehnte nachdem ein extrem tödlicher und ansteckender Pilz über 60 Prozent der Weltbevölkerung in wilde, zombieartige Ungeheuer verwandelt hat.

      Nach dem völligen Zusammenbruch der Gesellschaft und der Weltordnung, wie wir sie kennen, werden die wenigen noch übrigen Quarantänezonen von militärischen Einheiten kontrolliert und regiert. Die sogenannten „Fireflies“, eine Gruppierung von Freiheitskämpfern, lehnt diesen radikalen Polizeistaat jedoch strikt ab und lehnt sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit gegen diesen auf.

      Bei The Last of Us übernimmt man die Rolle von Joel, einem ehemaligen Familienvater und Überlebenden, welcher letztendlich nur versucht, wieder Fuß in dieser chaotischen und extrem gefährlichen Welt zu fassen und zu überleben. Joel und seine Begleiterin Tess stoßen schon bald auf die Anführerin der Fireflies, welche die beiden um einen letzten Gefallen bittet. Joel und Tess sollen die 14-jährige Ellie zum Sammelpunkt der Fireflies eskortieren.

      Von hier nimmt die tragische Geschichte dann ihren Lauf und Ellie scheint letztendlich wohl doch mehr zu sein als nur ein einfaches Mädchen…

      Stealth trifft Action – ein perfekter Mix

      Das besondere am Gameplay von The Last of Us Part I ist der gekonnte Mix aus Stealth- und actionhaltigen Passagen. Man hat eigentlich fast immer die Wahl, sich wahlweise gekonnt an oder um die zahlreichen Gegner herumzuschleichen oder aber direkt und mit purer Waffengewalt gegen diese vorzugehen.

      »Man hat fast immer die Wahl, sich wahlweise gekonnt an oder um zahlreiche Gegner herumzuschleichen oder aber direkt und mit purer Waffengewalt gegen diese vorzugehen.«

      So hat man stets das Gefühl, relativ frei in seinen Entscheidungen zu sein, auch wenn der eigentliche Weg durch die Abschnitte ziemlich schlauchig ausfällt. Hier und da kann man zwar etwas die Gegenden erkunden und auch mal ein Easteregg oder Upgrades für die Skills oder Waffen finden, im Endeffekt läuft es aber immer auf dieselbe schlauchige Architektur der Spielwelt hinaus.

      Hier darf man natürlich nicht vergessen, dass die Vorlage aus dem Jahre 2013 stammt und die Hardware damals noch nicht so leistungsstark war wie heutzutage. Somit waren die Entwickler in Größe und Vielfalt der Areale deutlich beschränkter, als es heute der Fall wäre.

      Fantastische Atmosphäre und dynamische Kämpfe als Herzstück

      Das Herzstück von The Last of Us Part I ist ganz klar die tolle und stets beklemmende Atmosphäre, gepaart mit den äußerst dynamischen und nervenaufreibenden Kämpfen gegen die zahlreichen mutierten Gegner.

      Neben dem bereits angesprochenen Stealth-Gameplay mit dem Fokus auf leisem Vorgehen, gibt es natürlich auch die Möglichkeit, sich gegen die zahlreichen mutierten Gegner mit allerlei Schusswaffen zur Wehr zu setzen. Neben verschiedenen Pistolen, Revolvern, Gewehren und auch Pfeil und Bogen, dürfen auch Wurfwaffen wie beispielsweise Molotow-Cocktails und Rauch- oder Splitterbomben nicht im digitalen Arsenal fehlen.

      Ein besonderer Kniff ist hierbei das interessante Inventar-System, denn Joel kann jederzeit auf seinen Rucksack zugreifen, in welchem er mit diversen Rohmaterialien allerlei Waffen und auch Heilgegenstände zusammenbasteln kann. Das gibt dem Ganzen nochmal ein Stück mehr Dynamik und macht so manchen Kampf ein ganzes Stück hektischer, da man seine Waffen und auch die Munition gut einteilen muss, um in heiklen Situationen nicht die Kontrolle zu verlieren.

      Neben den herkömmlichen Mutierten bekommt man es im Spielverlauf auch mit allerlei stärkeren Mutationen zu tun. Gerade die extrem bedrohlichen Clicker, welche zwar blind sind, aber extrem empfindlich auf Geräusche reagieren, hauchen euch sofort das digitale Leben aus, sollten diese zu nah an Joel herankommen. Hier ist also taktisches und überlegtes Vorgehen gefragt, sonst segnet man schnell das Zeitliche.

      Grafisch ein absoluter Augenschmaus

      Grafisch ist das Remake von The Last of Us wirklich über jeden Zweifel erhaben. Auf Basis der Engine von The Last of Us Part II wurde das Remake von Teil eins von Grund auf neu erstellt und neben den Texturen selbst wurden auch die Gesichts- und Bewegungsanimationen der Charaktere überarbeitet.

      »Grafisch ist das Remake von The Last of Us wirklich über jeden Zweifel erhaben. Auf Basis der Engine von The Last of Us Part II wurde das Remake von Teil eins von Grund auf neu erstellt.«

      Neben den wunderschönen neuen Texturen gibt es auch atemberaubende Licht- und Partikeleffekte, wie beispielsweise herumfliegende Pilzsporen in den dunkleren Arealen des Spiels zu bestaunen. Hier hat Naughty Dog wirklich ganze Arbeit geleistet, denn das Remake sieht wirklich fantastisch aus und lässt SpielerInnen die stickige Luft in den muffigen und vom tödlichen Pilz befallenen Arealen schon fast schmecken.

      The Last of Us Part I ist wahlweise in dynamischer 4K-Auflösung mit 60 Frames oder in nativer, also voller 4K-Auflösung mit 30 Frames spielbar. Hier kann also jede(r) selbst entscheiden, ob man lieber eine höhere Auflösung und weniger FPS oder aber mehr FPS und dafür eine dynamische Auflösung haben möchte.

      Auch soundtechnisch auf Hollywood-Niveau

      Wie es sich für ein ordentliches Remake gehört, wurden natürlich auch die Soundeffekte überarbeitet. Gerade die wuchtigen Waffengeräusche und Explosionen sind wirklich atemberaubend und ziehen einen direkt in diese unheimliche und bedrohliche Welt.

      Auch die Vertonung der zahlreichen Dialoge ist erste Klasse und braucht sich keinesfalls vor großen Hollywood-Produktionen zu verstecken. Ganz großes Kino in Spieleform quasi. The Last of Us Part I unterstützt außerdem auch das neue 3D-Audio-Feature, welches die Spielwelt noch lebendiger und dynamischer wirken lässt.

      Auch der gefeierte DLC ist mit an Bord

      Neben dem Hauptspiel selbst, ist auch der DLC „Left Behind“ mit an Bord. In diesem übernehmt ihr die Rolle von Ellie, welche sich im Alleingang durch ein Einkaufszentrum kämpfen muss, um wichtige Vorräte zu beschaffen.

      Left Behind ist ein äußerst spannender DLC mit einigen Twists und Zusatzinformationen. Diesen sollte man aber unbedingt erst spielen, wenn man das Hauptspiel bereits abgeschlossen hat, da man sich sonst spoilern würde. Für Left Behind kann man zwischen drei und vier Stunden einplanen. Zwar überschaubar, aber durchaus lohnenswert also.

      Leider kein Multiplayer-Modus enthalten

      Auf der Strecke blieb beim Remake leider der im Original enthaltene Online-Multiplayermodus, genannt „Factions“. Dieser wurde wahrscheinlich aufgrund von ohnehin äußerst niedrigen Spielerzahlen wegrationalisiert. Eventuell wird dieser ja noch mit einem zukünftigen Update nachgeliefert.

      Fazit

      The Last of Us Part I ist ein wunderschön anzusehendes Remake des gefeierten Blockbusters aus dem Jahre 2013. Mit den technischen Möglichkeiten der Engine von Part II wurde hier wirklich alles verbessert, was man an einem solchen Titel verbessern kann.

      Neben den neuen beeindruckenden Texturen, Licht- und Partikeleffekten, wurden auch die Animationen der Charaktere überarbeitet. Auch die Dialoge und die Soundeffekte wurden überarbeitet und somit noch spektakulärer gemacht.

      Auch spielerisch ist The Last of Us heute noch ein absoluter Meilenstein im Genre und sorgt mit seinen drastischen und emotionalen Szenen und Charakteren noch für offene Münder vor dem heimischen Bildschirm. Selten haben mich Spiele so mitgenommen, wie es die Last-of-Us-Titel tun.

      Auch der toll geschriebene und wirklich spielenswerte DLC „Left Behind“ ist mit an Bord. Diesen sollte man aber unbedingt erst spielen, wenn man das Hauptspiel beendet hat. Hier droht sonst Spoilergefahr.

      Was schade ist, ist die Tatsache, dass der Multiplayermodus „Factions“ nicht enthalten ist. Das lässt sich wohl auf die extrem niedrigen Spielerzahlen zurückführen.

      Unterm Strich ist The Last of Us Part I also ein absolut gelungenes Remake, welches SpielerInnen mit Hilfe der aktualisierten Technik nun noch mehr in seinen Bann zieht. Ganz großes Kino also und ein Pflichttitel für alle, die etwas mit Action-Adventures oder Survival-Horror-Titeln anfangen können.

       

      Story

      Im Jahre 2033 übernimmt man die Rolle von Joel, einem Überlebenden, welcher die 14-jährige Ellie zu den Fireflies bringen soll. Die tragische Geschichte nimmt dann ihren Lauf und alles kommt am Ende anders als geplant…

      Gameplay

      Stealth- und Action-Gameplay gekonnt im Mix. Man hat stets die Wahl leise oder aber mit purer Gewalt vorzugehen. Äußerst dynamisch und auf Hollywood-Niveau präsentiert. Die Spielareale fallen jedoch meist recht schlauchig aus.

      Grafik

      Spektakuläre Grafik mit wunderschönen Texturen, Licht- und Partikeleffekten, die einen die wunderbar dunstige Atmosphäre schon fast schmecken lassen.

      Sound

      Überarbeitete Soundeffekte und Dialoge auf höchstem Niveau tragen extrem zur beklemmenden Atmosphäre bei.

      Sonstiges

      Auch der DLC „Left Behind“ ist enthalten. Leider fehlt jedoch der Multiplayermodus „Factions“.

      Bildmaterial: The Last of Us Part I, Sony, Naughty Dog

    • Ich kenn es ja noch nicht und hab es schon vor ein paar Wochen für um die 50 Euro geholt...fand mich jetzt nicht abgezockt und sehe mich als Zielgruppe dieser erneuten Auflage.

      ~Make of thyselves that which ye desire. Be it a Lord. Be it a God. But should ye fail to become aught at all, ye will be forsaken. Amounting only to sacrifices.~
    • @Nitec
      Ich hab es in einem Angebot mit einem Controller gekauft (den ich brauchte und sowieso kaufen wollte) und auf beide Artikel gespart, so dass ich für das Spiel so 53 Euro gezahlt habe.

      ~Make of thyselves that which ye desire. Be it a Lord. Be it a God. But should ye fail to become aught at all, ye will be forsaken. Amounting only to sacrifices.~