Im Test! Seven Pirates H

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    • Im Test! Seven Pirates H

      Titel Seven Pirates H
      Japan 3. Februar 2022
      Compile Heart
      Nordamerika 12. Mai 2022
      Eastasiasoft
      Europa 12. Mai 2022
      Eastasiasoft
      System Nintendo Switch
      Getestet für Nintendo Switch
      Entwickler Felistella
      Genres JRPG
      Texte
      Nordamerika
      Vertonung Japan

      In den vergangenen Jahren erschienen Stück für Stück die Spiele der Genkai-Tokki-Reihe in Europa. Monster Monpiece, Moero Chronicle und Moero Crystal. Während die Titel schon vor vielen Jahren in Japan für PlayStation Vita erschienen, so sind manche davon nun auf Nintendo Switch erhältlich.

      Der neueste Streich des Reihe ist nun Seven Pirates H. Ursprünglich 2016 in Japan für PlayStation Vita veröffentlicht, gibt es den schamlosen Piraten-Spaß nun auch hierzulande für Nintendos aktuelle Konsole. Wir haben uns den Titel einmal angeschaut und wer Lust auf ein Trinkspiel hat, der trinkt einfach jedes Mal bei dem Wort „Brüste“ einen Schluck seines liebsten Getränkes. Denn davon werden wir hier wohl häufiger reden.

      Eine Seefahrt, die ist brustig

      Piraten-Dame Parute bereist gerade das Meer, als ihr plötzlich der perverse Monster-Junge Otton auf den Kopf fällt. Dieser erinnerte mich schon in den Vorgängern der Reihe an eine kafkaeske Version meiner selbst. Die Ereignisse überschlagen sich anschließend schnell und Parute findet sich gemeinsam mit ihrem neuen phallusförmigen Freund an einem Strand wieder.

      Dieser sucht die sieben legendären Schätze und gemeinsam mit einem magischen Kompass können die beiden eben jene Schätze finden. Auf der Suche danach trifft Parute auf diverse Monster-Mädchen, gegen die sie kämpfen muss, wovon sich jedoch auch manche ihrer Reise anschließen.

      Die Geschichte von Seven Pirates H ist ehrlich gesagt ziemlich flach. Sie ist nicht unbedingt schlecht. Aber große Überraschungen oder tiefgründige Dialoge gibt es nicht. Ein Großteil der Zeit wird entweder über Brüste, Freundschaft oder Brüste geredet. Ja, ich habe dies absichtlich zweimal geschrieben, weil es einfach so oft ein Thema ist. Besonders Otton erwähnt oft den Vorbau der Charaktere und seine Liebe davon.

      »Ihr reist auf der Oberwelt zu neuen Inseln, welche durch Storyfortschritt freigeschaltet werden. Dann geht es in die jeweiligen Dungeons.«

      Während des Spieldurchlaufes gibt es häufiger Gespräche zwischen den weiblichen Protagonisten und während diese eigentlich meist recht sympathisch ablaufen, so konnte ich irgendwie nie eine tiefere Bindung zu ihnen aufbauen. Das mag an den doch recht seichten Gesprächsthemen liegen oder am recht belanglosen Inhalt mancher Dialoge. So etwas stört mich auch für gewöhnlich nicht, aber bei Seven Pirates H hatte ich nicht das Verlangen, unbedingt jedes Event lesen zu müssen. Oft habe ich dann einfach nur kurz den Text überflogen und bemerkt, ich verpasse eh nichts Interessantes. Schade eigentlich, aber ich glaube, das lag eher an mir und dem mangelnden Interesse an den Charakteren als zwingend am Spiel.

      Der Mythos ist wahr – Brüste reiben vergrößert sie!

      Nun, zumindest in Seven Pirates H. Recht schnell erklärt Otton der niedlichen Parute, wie sie stärker werden kann, um gegen die Monster in Monsupi Sea zu bestehen. Das “Booby Training” kann sie kraftvoller werden lassen! Hier kommt ihr ins Spiel. Ob mit Touchscreen oder mit den Knöpfen der Nintendo Switch ist euch überlassen.

      Dreht die Brüste der Mädels im Kreis, hebt sie kurz an, drückt auf sie drauf. All das hat Auswirkungen darauf, wie groß die Brüste sind, wie straff sie sind, wie weich oder wie, nun ja, „perky“ sie sind. Das dient größtenteils einem optischen Effekt, welcher sich auch auf die Charakter-Modelle auswirkt. Teilweise platzt sogar die Kleidung, wenn die Brust zu groß ist, wie bei dem Skelett-Mädchen Poron. Diese ist erst recht verschlossen gekleidet, aber je größer die Brust, desto weniger Kleidung bedeckt diese.

      Das Training der Brüste hat jedoch auch Auswirkungen auf die Status-Werte der Piraten-Mädels. Es gibt zusätzlich unterschiedliche Säfte, die ihr darauf reiben könnt, um zum Beispiel den Angriffswert dauerhaft zu erhöhen. Wer den Bereich „Extra Content“ auf dem Titelbildschirm betritt, findet außerdem ein paar zusätzliche Optionen für das Booby Training. Zum einen könnt ihr die Bikinis, welche sie exklusiv beim Training anhaben, hautfarben erscheinen lassen. So könnte man die Augen ein bisschen schließen und sich vorstellen, die Mädels wären nackt. Nun ja. Oder ihr brecht das Limit der Brust-Größe und könnt somit riesige Melonen mit X-Körbchen zaubern. Schön ist das nicht, aber wem es gefällt…

      Die Kraft der Höschen ist nicht zu unterschätzen

      Eine wirklich große Auswirkung auf die Stärke eurer Charaktere haben jedoch die Ausrüstungsgegenstände. Oder sagen wir lieber: deren Unterwäsche. Während die BHs diverse Fähigkeiten und Skills spendieren, erhalten die Mädels dank den Schlüpfern Statusboni. Neue Schlüppis könnt ihr entweder bei den Booby Kin, kleine niedliche Wesen mit Brust-Mütze, erwerben oder selbst basteln mit den nötigen Materialien. Je mehr der kleinen Booby Kin ihr im Spielverlauf findet, desto größer ist die Auswahl im Shop, aber auch durch Fortschritt im Spiel werden teilweise neue Optionen verfügbar.

      Die Booby Kin geben euch auch Aufgaben, die ihr erfüllen könnt. Manchmal müssen gewisse Quests jedoch für Storyfortschritt erledigt werden. Diese bestehen meist aus Monstern besiegen, Materialien sammeln oder einen bestimmten Gegenstand an der Meeres-Oberwelt zu finden. Hinweise zu den dort versteckten Booby Kin, Gegenständen und teilweise Gegnern bekommt ihr ebenfalls von den niedlichen Brust-Wesen. Ist eine Aufgabe wichtig zum Freischalten neuer relevanter Quests, dann ist diese mit einem Ausrufezeichen gekennzeichnet.

      Mit stark geschwellter Brust in den Kampf

      Doch wie genau ist der Spielablauf in Seven Pirates H? Ihr reist auf der Oberwelt zu neuen Inseln, welche durch Storyfortschritt freigeschaltet werden. Dann geht es in die jeweiligen Dungeons. Diese sind mehr oder weniger abwechslungsreich, aber eher als Mittel zum Zweck dienlich. Ihr lauft durch eine kleine Wüste, einen Wald oder durch eine Höhle, bekämpft Monster und erreicht den Event-Endpunkt, um den Boss zu bekämpfen. Es gibt keine Rätsel, keine besonderen Ereignisse oder Sonstiges. Ein paar Kisten sind versteckt, wobei diese aufgrund der recht kleinen Größe der Dungeons nun nicht schwer zu finden sind. Nach kurzer Zeit könnt ihr dann auch über Wasser schwimmen und manche Wände erklimmen. Wirklich viel mehr Tiefe bringt das aber auch nicht.

      Die Piraten-Mädels in Seven Pirates H sind in drei verschiedene Elemente eingeteilt, ebenso die meisten Gegner. Hierbei greift ein Dreieck-System bei den Elementen. Während Grün gegen Blau stark ist, so ist es gegen Rot schwach. Rot ist dafür gut gegen Grün, aber bei dem blauen Element wird es problematisch. Und so weiter. So ist es eigentlich eine gute Idee, gerade bei Bossgegnern, die richtigen Elemente mitzubringen.

      Nach einer kurzen Spielzeit könnt ihr aber im Kampf auch die Elemente eurer Kämpferinnen ändern, wenn ihr euch ein Team eurer Wahl immer halten wollt. Es kommt aber auch nicht selten vor, dass Gegner euch ein anderes Element aufdrücken. Dort muss dann schnell gehandelt werden, da ihr dann meist im Nachteil seid.

      Um Aktionen abseits der normalen Angriffe durchzuführen, wobei diese in Kämpfen gegen normale Feinde meist ausreichen, benötigt ihr MP. Diese erhaltet ihr durch ausgeteilte oder eingesteckte Angriffe. In einen Dungeon startet ihr immer mit 50 MP, das Maximum ist 200. Da ihr für starke Angriffe, Heilung, Status-Boosts oder andere Fähigkeiten MP benötigt, ist es somit immer schlau, vor einem Bosskampf ordentlich die Leiste zu füllen.

      Doch Vorsicht: Erreicht eines der Mädels 200 MP, so versetzt es sie in den Arousal-Modus, zu Deutsch „Erregung“. Hierbei sind die Mädels stärker und haben Zugriff auf ihre stärksten Angriffe. Dieser spezielle Zustand verhindert zudem Status-Effekte mit negativen Auswirkungen. Nach einigen Runden ist dies jedoch vorbei und sämtliche, nicht aufgebrauchte MP werden entfernt. Sprich, ihr steht dann definitiv mit 0 Magiepunkten da. Also immer ordentlich loslegen, wenn die Mädels erregt sind!

      Taktisch vorgehen – eine Seltenheit

      »Seven Pirates H fühlt sich generell im Vergleich zu den beiden Vorgängern recht seicht an. Die Gespräche können nicht so wirklich viel Interesse wecken und das Kampfsystem ist stark vereinfacht.«

      Einen Großteil der Kämpfe schafft ihr relativ einfach, solange ihr an das Heilen eurer Party denkt. Die späteren Bossgegner müssen teilweise mit Status-Effekten belegt werden, um einen Sieg schneller zu ermöglichen oder ihr müsst das Element-System gut manipulieren. So gibt es Bosse, welche mit jeder Runde einen Teil ihrer eigenen Lebensenergie regenerieren. Dort hilft einfach ein Giftzauber und schon geschieht genau das Gegenteil. Ein Statuseffekt oder Werteboost überschreibt immer den vorherigen. Ist also eure Abwehr verringert, so könnt ihr einfach wieder einen Angriffsboost zaubern und schon seid ihr wieder im Spiel. Eure Party ist vergiftet? Zaubert eine Statuseffekt-Barriere, diese entfernt den Status und schützt euch künftig. Schwer ist Seven Pirates H definitiv nicht. Das ist ein interessanter Kontrast zu den Moero-Spielen, denn diese waren teilweise richtig knackig.

      Seven Pirates H fühlt sich generell im Vergleich zu den beiden Vorgängern recht seicht an. Die Gespräche können nicht so wirklich viel Interesse wecken, das Kampfsystem ist stark vereinfacht und damit auch die Kämpfe und die Story zielt noch viel mehr auf plumpen Brust-Humor ab. Auch das Gegner-Design ist, gefühlt, noch perverser und schamloser geworden. Zu Wii-U-Zeiten hätte man ein solches Spiel definitiv nicht auf einer Nintendo-Konsole gesehen. Aber es ist etwas Gutes, dass Nintendo hier mehr Freiraum lässt. Auch wenn bei diesem Titel vielleicht weniger mehr gewesen wäre. Und das muss etwas heißen, wenn ein degenerierter Weeb wie ich das schreibt.

      Sichtbarer PS-Vita-Ursprung

      Grundsätzlich muss der Sprung in die 3D-Grafik gelobt werden. Auf PlayStation Vita sah das Spiel dementsprechend bestimmt gut aus, auch im Handheld-Modus einer Nintendo Switch ist es nun kein hässliches Spiel. Wirklich aktuell sieht es aber auch da nicht aus. Am TV werden dann bei einigen Angriffen die Fragmente der Spezial-Effekte sichtbar. Diese waren eindeutig nicht für den großen Bildschirm gedacht. Während die Gegenden erst einmal abwechslungsreich aussehen, ist da nichts wirklich hübsch.

      In einem Dungeon muss man mehrere Male durch die gleiche Gegend laufen, was dann schnell langweilig wird. Auch wird eine Höhle als Dungeon einfach zwei Mal verwendet, ohne visuelle Änderungen. Die Mädels sind hübsch animiert und alles wackelt hübsch. Ein Freund der Chibi-Gesichter mit „normalen“ attraktiven Körpern und großen wackelnden Brüsten bin ich persönlich allerdings nicht unbedingt.

      Musikalisch gibt es nicht wirklich viel zu bereden, um ehrlich zu sein. Wenn mich nun jemand entführen und mich zum Rezitieren eines einzigen Liedes zwingen würde, ich müsste mich wohl an ein Leben in Gefangenschaft gewöhnen. Das heißt nicht, dass die Hintergrundmelodien schlecht sind. Aber sie sind einfach unfassbar schnell in Vergessenheit geraten, weil bei mir da einfach nichts hängen blieb. Immerhin ist die japanische Sprachausgabe, soweit ich das beurteilen kann, gut gelungen und voller Emotionen.

      Schnell verbraucht

      Seven Pirates H ist kein schlechtes Spiel, aber richtig gefesselt hat es mich auch nicht. Das Brust-Training wird nach kurzer Zeit zum lästigen Werkzeug zum Freischalten neuer Fähigkeiten und auch das hat irgendwann ein Ende. Und somit hat der Titel sein einziges „interessantes“ Feature schnell verbraucht und was bleibt, ist ein recht einfaches Kampfsystem und mit sexuellen Anspielungen gefüllte Gespräche.

      Da konnten mich Moero Chronicle H und Moero Crystal H deutlich länger beschäftigen, einfach alleine schon durch das Sammeln der verschiedenen Monster-Mädchen und deren Outfits. Wer hier also den Tiefgang des Kampfsystems dieser beiden Spiele sucht, wird leider nicht fündig. Dennoch werden Fans mit etwas schmutzigem Humor hier ihre Freude finden. Nur ob es zum Vollpreis den Spaß wert ist, das muss jeder für sich entscheiden.

       

      Story

      Ihr sammelt eine Gruppe an attraktiven Piraten-Damen zusammen und müsst sieben legendäre Schätze finden.

      Gameplay

      Brüste durch Touchscreen reiben vergrößern. Oh, es gibt auch Kämpfe. Alles einhändig möglich.

      Grafik

      Ursprünglich auf PS Vita veröffentlicht, dies ist leider auch sichtbar.

      Sound

      Schnell vergessene Melodien, wenn auch nicht schlecht. Tolle japanische Synchro.

      Sonstiges

      Ihr könnt Eier zwischen den Brüsten zerquetschen, um Items zu erhalten. Manchmal spritzt jedoch einfach nur der weiße Inhalt auf ihre Brüste und die Mädels stöhnen auf. Jep.

      Bildmaterial: Genkai Tokki: Seven Pirates H, Eastasiasoft, Compile Heart, Idea Factory, Felistella

    • Der Test liest sich fast so, als wäre das Spiel eine Art "spielbarer Softcore-Porno" :D . Ich verstehe das Augenzwinkern hinter dem Konzept, wundere mich aber dennoch, dass die Veröffentlichung des Titels ohne größere Sexismus-Shitstorms über die Bühne ging. Muss wohl an dessen Nischenstatus liegen.
      Ein AAA-Game mit mehr oder weniger identischem Spielablauf wäre wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit auf dem Index gelandet.
      "You are the one - of that I'm sure
      But shall the fear become the cure?
      The fear of letting go
      That has buried me in this field of snow"
      (K. Larsen)

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Kelesis ()

    • Dieses Spiel bietet Sony Stoff für Albträume. :D

      Im Ernst: Ich warte auf meine physische Version von PlayAsia. Die „Moero“-Spiele haben mich, wie an anderer Stelle erwähnt, nicht angesprochen, weil ich keine Kampfsysteme mag, die beim Angreifen meine Charaktere nicht zeigen. Selbiges gilt für die alten „Dragon Quest“-Teile und die „Etrian Odyssey“-Reihe. Zudem sollen die Kämpfe in diesem Ecchi-Piraten-RPG deutlich simpler ausfallen und mit Grinding schaffbar sein. In „Omega Labyrinth“, das Fanservice-mäßig in eine ähnliche Kerbe schlägt, hatte ich das Gefühl, das Level der Gegner würde mit jedem Spieler-Level-Up skalieren. Empfand ich als frustrierend.
    • So geht es mir auch es gibt nix schlimmeres in kämpfen wenn man die charas nicht sehen kann. Da war ich damals bei DQ8 so froh als man die dann endlich sah.

      das Spiel ist schon etwas fragwürdig bin auch kein Fan der anderen teile. Da hatte ich einen gespielt den fand ich noch schlimmer. Hatte es mir damals nur wegen den Piraten Setting geholt ||
    • Also ich habe vor kurzem auch mein Exemplar bei Playasia bestellt, fand es damals echt schade das es nicht hier erschienen ist
      Das es seichte Kost wird mit vielen Andeutungen erkennt man eigentlich recht schnell xD
      Aber neben dem ganzen Ecchi Kram finde ich wie schon mal erwähnt das Charakter und Gegnerdesign interessant die ebenfalls gewisse Formen aufweisen oder mit speziellen Accessoires ausgestattet sind, wie bspw. einer Bikini Augenklappe und so simpel und pubertär einiges vielleicht sein mag so finde ich das auf eine eigene Art kreativ und witzig :D