Babylon’s Fall: Ein Launch-Desaster mit Ansage – wie kam es dazu?

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    • Babylon’s Fall: Ein Launch-Desaster mit Ansage – wie kam es dazu?

      PlatinumGames, eigentlich ein Name wie ein Sommerlied. Ein Versprechen. Da hat man Bock drauf, da ist man neugierig. Babylon’s Fall – das klingt doch nach etwas. Dazu ein Publisher wie Square Enix und ein bisschen Plattform-Exklusivität.

      Babylon’s Fall startete zur ersten Enthüllung im Jahre 2018 mit hohen Erwartungen, doch seitdem ging es stetig bergab. Den vorläufigen Tiefpunkt erreichte das Spiel mit der Veröffentlichung am Donnerstag. Am Abend der Veröffentlichung verzeichnete Babylon’s Fall bei Steam in der Spitze um die 650 gleichzeitigen SpielerInnen.

      Diese Zahlen der gleichzeitigen Steam-SpielerInnen werden gerne herangezogen, wenn man dem Hype zu Spielen einige absolute Zahlen zuschreiben will. Sie eignen sich aber auch zur Einordnung von Babylon’s Fall.

      650 gleichzeitige SpielerInnen zum Launch für ein Spiel, das auf Online-Koop und Live-Service ausgelegt ist. Das ist natürlich nicht weniger als ein Desaster und auch in dieser drastischen Wortwahl wohl keine Übertreibung. Was ist passiert?

      Scheitern mit Ansage

      Es war ein Scheitern mit Ansage. Der erste Teaser-Trailer von 2018 war spannend, keine Frage. Den falschen Weg schlug man 2019 mit dem ersten Gameplay-Trailer ein. PlatinumGames-Fans konnten nach dem Video der Annahme sein, es würde sich um ein Singleplayer-Action-RPG handeln. 2021 stellte man Babylon’s Fall als Online-Koop-Game mit Live-Service-Elementen neu vor. Die Überraschung war ebenso groß wie die Enttäuschung, denn das ist nicht die Erfahrung, die sich der typische PG-Fan von PlatinumGames erhofft.

      Dabei sei Babylon’s Fall von Beginn an als Live-Service-Game geplant gewesen, wie uns Junichi Ehara in einem Interview vor der Veröffentlichung des Spiels versicherte. „Schon zu Beginn des Projekts stand fest, dass Babylon’s Fall die Elemente High Fantasy, Hack-and-Slash und Live-Service enthalten würde“, so der Producer. Man habe dann experimentiert und aufgehört, das Spiel zu bewerben.

      Ein Fehler, wie sich herausstellte. Es bedeutete nämlich, „dass es einen längeren Zeitraum als erwartet gab, in dem Spieler den falschen Eindruck hatten, dass es ein Einzelspieler-Spiel sein würde.“ Producer Ehara gibt zu: „Im Nachhinein betrachtet, hätten wir das besser handhaben können.“

      „Wir hatten von Anfang an beschlossen, dass es ein Online-Multiplayer-Live-Service-Spiel sein würde, aber während wir intern experimentierten, war das, was wir enthüllen konnten, begrenzt. Ich glaube, das Missverständnis kam daher, dass wir den Online-Multiplayer nicht zeigen konnten“, schiebt Director Kenji Saito nach.

      Probleme bei der Entwicklung

      Ursprünglich nannten die Entwickler „2019“ als Veröffentlichungszeitraum. Dann kam die Pandemie, die ganz sicher auch ihre Auswirkungen hatte und erhebliche Probleme mit sich brachte, keine Frage. Aber dass Babylon’s Fall kein PlatinumGames-Gefühl bietet, das ist offenbar nicht nur für PlatinumGames-Fans ein Problem.

      „COVID-19 hatte einen ziemlichen Einfluss, aber abgesehen davon, als wir an der Entwicklung des Spiels arbeiteten, unterschieden sich andere Faktoren wie das System und die Vorkehrungen für die Zeit nach der Veröffentlichung erheblich von den Spielen und dem Stil, an denen PlatinumGames in der Vergangenheit gearbeitet hatte“, so Director Kenji Saito.

      „Eine Umgebung zu schaffen, in der das PlatinumGames-Action-Gameplay im Online-Multiplayer und auch ständig als Live-Service-Spiel erlebt werden konnte, war viel schwieriger, als wir dachten. Es hat auch mehr Zeit in Anspruch genommen, als wir dachten“, so Takahisa Sugiyama.

      Wenn Entwickler in einem Interview derart offen kommunizieren, dann weiß man, dass wohl wirklich einiges im Argen lag. Die Beta-Phase, in der es zahlreiche Korrekturen gab, unter anderem am kontroversen Pinselstrich-Filter, konnte das Kind nicht mehr vor dem Brunnen retten.

      Weitere ungünstige Faktoren

      Dass es am Veröffentlichungstag nicht einmal genug Reviews für einen Score bei OpenCritic gab, ist vielsagend. Vier Reviews standen dort zur Verfügung, als dieser Artikel entstanden ist. Gab es keine Review-Keys? Gab es sie viel zu spät? Oder haben sich Medien einfach nicht für Babylon’s Fall interessiert? Egal welche Frage man davon mit Ja beantwortet, alles wäre nicht gut.

      Dazu kommen weitere ungünstige Faktoren wie eine Veröffentlichung gemeinsam mit Horizon Forbidden West und Elden Ring und natürlich auch die Ukraine-Krise – derzeit haben viele Menschen einfach auch andere Sorgen. Aber man muss wohl annehmen, dass es auch ohne diese Faktoren ungünstig für Babylon’s Fall gelaufen wäre.

      Das ist insofern schade, als dass die Vorzeichen 2018 eigentlich sehr gut standen. Am Freitagnachmittag kletterten die Spielerzahlen auf etwa 1.100 bei Steam, bevor sie am frühen Abend wieder sanken. Selbst ELEX II, dem man angesichts der aktuellen Konkurrenz auch einen Flop nachsagt, hatte zu dieser Zeit fast 4.500 gleichzeitige SpielerInnen. Elden Ring spielen derzeit allein bei Steam übrigens bis 890.000 Fans.

      Eine Perspektive?

      Gibt es eigentlich nicht. Wenn ein Online-Spiel derart schlecht startet, steht es nur schwer wieder auf. Dass das nicht unmöglich ist, zeigte freilich einst Square Enix selbst: mit Final Fantasy XIV. Für ein Online-Spiel sind Online-SpielerInnen wichtig. Ein schneller Start im Xbox Game Pass wäre eine Möglichkeit – allerdings ist Babylon’s Fall nicht für Xbox erschienen.

      Am Abend des Entstehungstags dieses Artikels gibt es dann doch noch zwei Reviews von prominenten Medien. VGC attestiert Babylon’s Fall Langeweile pur, veraltete Technik und nur durchschnittliche PlatinumGames-Kämpfe. RockPaperShotgun findet, dass man für 60 Pfund ein Spiel erhält, das an ein Free-to-play-Erlebnis erinnert.

      Und jetzt erinnern wir uns nochmal. Februar 2022, so lange ist es also nicht her. Da erklärte der neue PlatinumGames-Präsident Atsushi Inaba, um Live-Service-Games würde auch seine Firma in Zukunft nicht mehr herumkommen. Vielleicht bewegt der Sturz von Babylon’s Fall zum Umdenken.

      Bildmaterial: Babylon’s Fall, Square Enix, PlatinumGames

    • Im Prinzip hat man es bei "Babylon's Fall" mit der Genshin-Impact-Taktik versucht: Interessenten auf eine falsche Fährte locken (Stichwort: "Zelda-Klon") und erst in der Beta-Phase in kleinen Dosen durchsickern lassen, wie das Spiel eigentlich gestrickt ist.
      Im Falle von "Genshin Impact" ist das Manöver (warum auch immer) geglückt, bei "Babylon's Fall" gründlich schiefgegangen - vielleicht ein Argument dafür, künftig wieder mehr Transparenz bei der Ankündigung von Spielen walten zu lassen.
      "You are the one - of that I'm sure
      But shall the fear become the cure?
      The fear of letting go
      That has buried me in this field of snow"
      (K. Larsen)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kelesis ()

    • Eigentlich wäre das Spiel was für mich aber es kommt einfach zum komplett falschen Augenblick. Dazu kommt noch das richtig schlechte Marketing und man braucht sich nicht wundern warum das floppt. Bis heute ist die Demo bei mir ungespielt auf der Festplatte. Da hatte selbst stranger of paradise bessere Karten gezogen.

      Kelesis schrieb:

      Im Falle von "Genshin Impact" ist das Manöver (warum auch immer) geglückt, bei "Babylon's Fall" gründlich schiefgegangen - vielleicht ein Argument dafür, künftig wieder mehr Transparenz bei der Ankündigung von Spielen walten zu lassen.
      Ist jetzt natürlich etwas offtopic:
      Vielleicht liegt es daran dass Genshin sehr, sehr vieles besser macht als BotW. Zum Beispiel lohnt es sich Kisten zu öffnen und zu looten. Ja ich weiß, auf so eine Idee kommt nicht jeder. Aber bei botw habe ich ungelogen den Inhalt von hunderten von Kisten einfach liegen lassen, weil ich
      A eine volle Tasche hatte oder
      B etwas drin war, was deutlich schlechter war als das was ich mit mir schleppte.
      Und wenn sich soetwas über eine Spielzeit von über 100 Stunden trägt, fragt man sich irgendwann warum man überhaupt noch erkundet. Meine Erfahrungen in BotW war, dass ich nur noch alle Kindergarten Schreine abgeklappert habe und das Spiel ab da für mich als abgeschlossen gesehen habe. Es macht in meinen Augen so unbeschreiblich viel falsch wenn es um das Belohnen geht, dass alles nach dem Tutorium nur noch in Arbeit ausartet.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von AkiraZwei ()

    • Bei Babylon's Fall bin ich voll in die Falle getappt, weil ich bis zu dem Moment, als ich es selber gespielt habe, dachte es wäre ein eher gewöhnliches Hack'n'Slay mit Fokus auf Coop. Ob es daran lag, dass es zu dem Spiel kaum Marketing gab und man deshalb per Spontankauf die Verliererkarte zieht? Keine Ahnung.
      Aber das Spiel ist in vielen Punkten eine bodenlose Frechheit. Fängt schon damit an, dass es sich ohne Playstation Plus Abo nicht einmal starten lässt, obwohl es heißt, dass man dieses nur braucht, wenn man es im Coop Spielen möchte. Realität ist halt, dass es im Grunde nur im Coop spielbar ist. Einen richtigen Solo Modus gibt es nicht, wer es alleine spielen will, der muss halt eine Lobby eröffnen und das Spiel starten, bevor andere Spieler hinzustoßen.
      Was aber absolut nicht geht ist, dass das Spiel einen Mikrotransaktionen derart ins Gesicht knallt. Und das in einem Spiel, für das 70€ verlangt wird.
      Da ist es fast schon eine Art Todesstoß, dass die Level einfach nur kurze Schläuche sind, in denen man in nichtmal 10 Minuten von A nach B rennt, die meisten Zwischensequenzen absolut langweilig in Szene gesetzt sind und die Synchronisation Trash pur ist. Das ist schon schade, denn das Kampfsystem an sich macht echt Spaß und das Setting, den Turm von Babel zu besteigen, ist wahnsinnig interessant. Aber so wie das Spiel aktuell ist, ist es ein heißer Kandidat für das schlechteste Spiel des Jahres.
    • Kelesis schrieb:

      Im Prinzip hat man es bei "Babylon's Fall" mit der Genshin-Impact-Taktik versucht: Interessenten auf eine falsche Fährte locken (Stichwort: "Zelda-Klon") und erst in der Beta-Phase in kleinen Dosen durchsickern lassen, wie das Spiel eigentlich gestrickt ist.
      Im Falle von "Genshin Impact" ist das Manöver (warum auch immer) geglückt, bei "Babylon's Fall" gründlich schiefgegangen - vielleicht ein Argument dafür, künftig wieder mehr Transparenz bei der Ankündigung von Spielen walten zu lassen.
      Nehmen wir mal den Gachaaspekt raus. Es ist auch einfach das bessere Spiel, dass dich das wundert!! Come on Kelesis :D
      Aber das hier falsche oder sagen wir Informationen vorenthalten wurden, das stimmt schon. Das war schon frech!!!
      Rein vom Game her aber spielen beide in ganz anderen Klassen.
      Bei asiatischen Spielen bin ich auch vorsichtiger geworden und warte da eher ab, grade aus dem chinesischen Markt, obwohl die Japaner manchmal nicht besser sind.
      Granblue Fantasy Relink könnte auch noch ein Gaas Spiel werden. Ich hoffe, es geht eher Richtung Monster Hunter. Mal abwarten.
      Ich kann mir vorstellen, dass FF XVI einen Onlinemode aller Comrades FFXV erhält.

      @Nanashi

      Jo eine Frechheit. Was ist da bei PG nur los?
    • Nitec schrieb:

      Nehmen wir mal den Gachaaspekt raus. Es ist auch einfach das bessere Spiel, dass dich das wundert!! Come on Kelesis :D
      Da stimme ich dir zu! Bei Genshin Impact bekommt man wenigstens ein kompetentes und durchaus spaßiges Spiel und nicht eine reine Abzockmechanik.
      Es kommen aber noch andere Aspekte hinzu, vor allem das Marketing! Mihoyo hat sich hier nicht lumpen lassen und selbst jede Hauskatze eines Gamers wissen lassen, dass dieses Spiel existiert. Man konnte kaum zwei Videos auf Youtube ansehen, ohne auf Werbung dazu zu stoßen. Dazu wurde es noch von vielen Youtubern beworben. Für nicht wenige war es eben DAS Hypegame. Zumal Breath of the Wild jetzt nicht das schlechteste Vorbild ist, dass man sich nehmen kann. Okay, dieselbe Faszination hat es sicher nicht, aber es zeigt eine Ambition von Mihoyo, die Platinum Games hier mehr als vermissen lässt.
      Dann die Optik. Genshin Impact ist nicht das hübscheste Spiel der Welt. Aber dafür, dass es auch auf Smartphones läuft, sieht es absolut fantastisch aus! Da kann das Konsolen- und PC-exklusive Babylon´s Fall nichtmal fast mithalten (und auch Pokémon Legends Arceus auch nicht, obwohl das NICHT auf Mobile läuft, aber weh und ach, die Switch ist schuld an der Optik *hust, hust* Xenoblade Chroniclse auf der Wii sah hübscher aus *hust hust*)
      Außerdem kennt man die Zielgruppe gut. Ein Spiel mit einer Anime-Optik, bei dem man sich hübsche Waifus und Husbandos ziehen kann. Natürlich beißt die Zielgruppe hier an!
      Babylon´s Fall dagegen... na ja, was ist die Zielgruppe? Platinum-Fans wollen kein GaaS, die Optik spricht absolut niemanden an und es läuft einfach nur Spielen wie Destiny hinterher, ein Markt, welcher schon sehr gut erschlossen ist. Was bleibt Platinum da noch?
      Schließlich aber nicht zuletzt: Genshin Impact ist grundsätzlich Free-2-Play und zumindest zu Release gab es nicht wenige Stimmen, die durchaus der Ansicht waren, die Monetarisierung bei GI war sehr fair. Das sah nicht jeder so, aber genug Leute waren von dem Monetarisierungskonzept überzeugt.
      Babylon´s Fall dagegen kostet den Vollpreis und drückt einen direkt zu Beginn seine Mikrotransaktionen ins Gesicht. Egal, wie sehr sie sich aufs Gamedesign auswirken, wenn man schon den Vollpreis berappt hat fühlt sich das nicht gut an.

      Also, @Kelesis: Wir haben hier ein Spiel, dass Free-2-Play ist, mit einer ansehnlichen Optik und ordentlichem Gamedesign mit einer beliebten Formel, einer klaren Zielgruppe, die man effektiv bedient sowie einem wahnsinnig starkem Marketing im Rücken plus insgesamt sehr positiver Resonanz.
      Und dann haben wir ein Vollpreisspiel, dessen Release kaum einer mitbekommt und welches eher mäßige Reviews erhält mit scheußlicher Optik ohne klare Zielgruppe und ohne wirklich eigene Identität, bei dem das wenige Marketing, dass es bekam verwirrend war und niemand so recht wusste, was einen erwartete.
      Also frage ich dich: Was glaubst DU, warum Genshin Impact so ein kleines bisschen erfolgreicher war als Babylon´s Fall?
    • psycake schrieb:

      Also, @Kelesis: Wir haben hier ein Spiel, dass Free-2-Play ist, mit einer ansehnlichen Optik und ordentlichem Gamedesign mit einer beliebten Formel, einer klaren Zielgruppe, die man effektiv bedient sowie einem wahnsinnig starkem Marketing im Rücken plus insgesamt sehr positiver Resonanz.Und dann haben wir ein Vollpreisspiel, dessen Release kaum einer mitbekommt und welches eher mäßige Reviews erhält mit scheußlicher Optik ohne klare Zielgruppe und ohne wirklich eigene Identität, bei dem das wenige Marketing, dass es bekam verwirrend war und niemand so recht wusste, was einen erwartete.
      Also frage ich dich: Was glaubst DU, warum Genshin Impact so ein kleines bisschen erfolgreicher war als Babylon´s Fall?
      Schon klar, dass GI Vorzüge hat, die es spielenswert machen. Aber ich hätte seinerzeit schon zumindest mit einem kleineren Shitstorm gerechnet, als mehr oder weniger nebenbei (durch Beta-Tester) herauskam, dass es ein Free-to-Play-Titel ist.
      "Babylon's Fall" hab' ich (noch) nicht gespielt. Weiß also nicht, ob es jenseits der Optik so schlecht ist, wie derzeit angenommen.
      Dass das Marketing zu dem Spiel unterirdisch war, steht natürlich außer Frage.
      "You are the one - of that I'm sure
      But shall the fear become the cure?
      The fear of letting go
      That has buried me in this field of snow"
      (K. Larsen)
    • Kelesis schrieb:

      Schon klar, dass GI Vorzüge hat, die es spielenswert machen. Aber ich hätte seinerzeit schon zumindest mit einem kleineren Shitstorm gerechnet, als mehr oder weniger nebenbei (durch Beta-Tester) herauskam, dass es ein Free-to-Play-Titel ist."Babylon's Fall" hab' ich (noch) nicht gespielt. Weiß also nicht, ob es jenseits der Optik so schlecht ist, wie derzeit angenommen.
      Dass das Marketing zu dem Spiel unterirdisch war, steht natürlich außer Frage.
      Oh, es hatte durchaus kritische Stimmen, die positive Resonanz war aber höher. Dass es F2P war, hat die Gatcha-Elemente für viele halt erträglich gemacht und die Meinung "Man kann sehr weit kommen, ohne einen Cent dafür auszugeben" war weit verbreitet.
      Inwiefern das so stimmt, kann ich nicht bestätigen, ich mag BotW nicht, daher war Genshin Impact eh nichts für mich, aber ob es so stimmt oder nicht, es hilft durchaus einigen Unentschlossenen, mal beim Spiel reinzuschauen.
      Und selbst, wenn es einen größeren Shitstorm gegeben hätte, hätte es dem Spiel nur begrenzt geschadet bei so massivem Marketing und so vielen Anreizen für uneingeweihte Spieler.
      Bei Babylon´s Fall... ich meine, was sind die Reize? Im Gegensatz zu Genshin steht sich das Spiel von Anfang bis Ende selbst im Weg. Ohne Marketing oder aktraktive Anreize ist die minimale Resonanz fast schon egal. Dass sie eher negativ ausfällt, hilft dem Spiel auch nicht wirklich.
    • VenomSnake schrieb:

      Mittlerweile mache ich mir echt Sorgen um Bayonetta 3.

      Steht absolut nicht in Relation zueinander. Beides sind Auftragsarbeiten, an beiden Spielen arbeiten andere Teams. Man macht größtenteils das, was der Publisher möchte und setzt dies um. Bei Bayonetta 3 wird man natürlich weitaus mehr Freiheiten haben als bei Babylon's Fall. Wenn man Bayonetta per se nicht abgeneigt ist, wird man wohl auch bei Teil 3 wieder genau das bekommen, was man erwartet.

      Ja, die Sache mit Babylon's Fall kommt nicht aus dem Nichts. Grundsätzlich frage ich mich einfach, wie man immer noch denken kann, Mikrotransaktionen in einem 70 Euro Titel seien irgendwas, was positiv von der Käuferschaft aufgenommen wird. Es wäre natürlich nicht das erste mal, dass so ein Titel, wenn es kommerziell nicht läuft, später dann zu einem reinen F2P-Titel umgebaut wird und dort nochmal ne neue Anhängerschaft finden wird. Evolve konnte davon damals einigermaßen von profitieren und bei Destiny funktionierte es ja für einige Zeit auch ziemlich gut.

      Bei Babylon's Fall muss man schauen, wie es sich entwickeln wird mit dem Titel. Dass es nochmal sehr profitabel für Square Enix wird, wage ich aber zu bezweifeln.

      "Are you afraid of other people? I know that by keeping others at a distance you avoid a betrayal of your trust, for while you may not be hurt that way, you mustn't forget that you must endure the loneliness." - Kaworu Nagisa


      Zuletzt durchgespielt:

      Return to Monkey Island 8,5/10
      As Dusk Falls 8/10
    • Somnium schrieb:

      Evolve konnte davon damals einigermaßen von profitieren und bei Destiny funktionierte es ja für einige Zeit auch ziemlich gut.

      Bei Babylon's Fall muss man schauen, wie es sich entwickeln wird mit dem Titel. Dass es nochmal sehr profitabel für Square Enix wird, wage ich aber zu bezweifeln.
      Jaaaa, das ist so ne Sache. Evolve und Destiny konnten ja zumindest einen gewissen Hype schüren, eine gewisse Vorfreude. Die ist bei Babylon´s Fall gestorben, als angekündigt wurde, dass es ein GaaS sein würde, was nicht von Anfang an klar war.
      Evolve und Destiny hatten auch zumindest ein recht ordentliches Marketing und einige Aufmerksamkeit. Davon ist hier nichts zu spüren. Das Ding ist bei seiner Ankunft die Treppe runtergestürzt und sich sämtliche Knochen gebrochen. Selbst, wenn es F2P wird, wird es kaum einer mitbekommen, bzw. kaum einen interessieren. Wäre auch seltsam, wenn sie DANN erst mit einem Marketing anfangen würden.
      Ich glaube, für alle Beteiligten am besten, wenn man das Ding schnellstmöglichst begräbt.
    • wie gut das mich der Schrott nie interessiert hat, ich ahnte schon das wird n gigantischer maßloser Flop von dem moment an, als man von der ersten Präsentation des allerersten Trailers massivst von abwich, dass da was fail ist und seitdem gings nur noch bergab...

      Allein schon ie lange man sich Zeit nahm zwischen den ersten Trailern nach der Bekanntgabe des spiels und wie drastisch anders es da schon wirkte, wie ein vollkommen anderes spiel, gab mirschon sehr zudenk en
    • Tjoa, Name ist Programm würde ich sagen. Schuster und Leisten uns so Kram. Das Ding hat so ziemlich alles falsch gemacht was man sich nur vorstellen kann. Ankündigung, Ausrichtung, Präsentation, Titel, Termin.

      Nicht wirklich schade drum, aber hoffentlich dient es künftig als Abschreckung. Macht Spiele für Fans und nicht für Aktionäre.
    • Mir tut das extrem Leid für Platinum Games. Ich habe mir gerade auch nochmal kurz den E3 2021 Trailer angesehen, da ich es auch nicht mehr auf dem Schirm hatte, da ich es von Anfang als an weniger meins empfand, da den Turm erklimmen "Dungeon Crawlerig" oder sowas in der Art klingt^^
      Find auch, dass es beim 2021 Trailer tatsächlich auch eher wien Free to Play Spiel wirkt, als wien Vollpreistitel. Die Musik ist im Trailer geil. Die Effekte im Spiel sehen auch cool aus. Aber ansonsten. Da fehlt einfach das "Fleisch" dran, wie man so schön sagt.

      Platinum Games und Auftragsarbeiten von Dritten scheinen schon so ne Geschichte für sich zu sein irgendwie... Wär natürlich auch interessant zu wissen, ob der Pitch für diese Art von Spiel von Platinum Games selber kam oder ob Square Enix auf sie zukam, ob sie so ne Art Spiel machen würden. Und natürlich auch, ob viel mit reingeredet wurde bei dem Projekt oder ob sie da sehr frei bei der Entwicklung waren.

      Ich hoffe für die, dass Bayonetta 3 mit guten Zahlen glänzen wird, sobalds raus ist. Und Platinum Games doch nochmal überdenkt, ob sie nicht doch zukünftig lieber die Finger von Online Game as A Service Spielen lassen wollen^^

      Ich glaube übrigens auch nicht, dass die Zahlen besser wären, wenn Horizon und Elden Ring nicht im ähnlichen Zeitfenster rausgekommen wären. Es sind immerhin zu unterschiedliche Spiele mit unterschiedlichen Zielgruppen. Aber letzten Endes ist das eh so eine Frage, die schon immer existiert und niemals beantwortet werden kann, in wie weit solche Releases die Zahlen beeinflussen. Dazu bräucht man schon eine alternative Dimension oder sowas :D
    • Weird schrieb:




      Ich glaube übrigens auch nicht, dass die Zahlen besser wären, wenn Horizon und Elden Ring nicht im ähnlichen Zeitfenster rausgekommen wären. Es sind immerhin zu unterschiedliche Spiele mit unterschiedlichen Zielgruppen. Aber letzten Endes ist das eh so eine Frage, die schon immer existiert und niemals beantwortet werden kann, in wie weit solche Releases die Zahlen beeinflussen. Dazu bräucht man schon eine alternative Dimension oder sowas :D
      Du hast recht. Baby Fall hätte in dieser Dimension vermutlich nicht mal dann funktioniert, wenn es das einzige existierende Spiel wäre. Denn es ist abgesehen vom Fehlansatz GaaS absolut nicht auf Mainstream designt. Das ist halt eben so, wenn man den Souvenirshop eröffnet und Eintrittspreise verlangt, aber die Hauptattraktion mal weglässt.
    • Bin jetzt so bei 25 Stunden und Kraft 62.
      Muss echt sagen das es mir Spaß macht selbst die Story ist interessant. Nur ich finde einfach keine Spieler was mega nervt.
      Ich will hier nicht sagen das es gut ist aber ich habe meinen Spaß. Die haben viel Potenzial verschenkt man sieht gute Ideen völlig ungenutzt.