[Manga] I Had That Same Dream Again

  • Der Manga basiert auf der gleichnamigen Light Novel und ist vollständig bei Carlsen erschienen. Insgesamt gibt es drei Bände. Die Vorlage entstammt der Feder von Yoru Sumino, den man vielleicht schon durch Sakura: I Want to Eat Your Pancreas kennt.



    Was ist Glück?


    Nanoka ist ein aufgewecktes Mädchen, das neugierig ihre Umwelt beobachtet. Gleichaltrige Freunde hat sie keine, aber allein ist sie nicht. Stets wird sie von einer kleinen schwarzen Katze begleitet, die sie einst verletzt im Gras fand. Gemeinsam besuchen die beiden ihre Freundinnen: eine junge Frau, die erst am Abend zur Arbeit geht; eine alte Dame, die ihr den »Kleinen Prinzen« und »Tom Sawyer« ans Herz legt; ein älteres Mädchen, das sich ritzt, aber genau wie Nanoka, auch versucht zu schreiben.
    All diese Frauen geben Nanoka Denkanstöße, denn sie soll ein Referat halten über das Thema »Glück«. Was also bedeutet Glück für wen?


    Auf Deutsch gibt es digital bisher nur den ersten Band, die restlichen erscheinen nächste Woche.


    Wenn Protagonisten noch zur Grundschule gehen, tue ich mich mit denen immer schwer, doch hier funktioniert es wunderbar. Nanoka hat ein schönes, naives und doch irgendwie kluges Weltbild. Sie hinterfragt gern schon mal Dinge, die Erwachsene komischer Weise gar nicht mehr zu hinterfragen scheinen. Der Klappentext beschreibt ganz gut eine größere Schulaufgabe und gibt auch einen Überblick über die wichtigen Chraktere in der Handlung. Der Manga transportiert Philosophie mit einer schönen Prise Humor. Nur am Ende des ersten Bandes wundere ich mich, ob hier nicht noch etwas Übernatürliches hinzustoßen könnte, aber vermutlich interpretiere ich die letzte Szene einfach nur falsch.