Curious Expedition

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    • Curious Expedition


      Ein empfehlenswerter Indiehit aus Berlin. Erschien ursprünglich für PC, kam 2020 dann aber auch noch für Nintendo Switch, PlayStation 4 und Xbox One raus. Die Grafik soll an Amiga oder sowaserinnern, mit dem ich überhaupt keine Berührung habe. Dennoch gefällt mir der Look. In diesem Rogue-like versucht man mit der eigenen Forschungsgruppe mehr Ruhm und Gold als die Konkurrenz zu erlangen. Dabei sind die Forscher große Entdecker vergangener Jahrhunderte. Jedoch nicht unbedingt in dem Sinn, wie sie hier im Game agieren. So gibt es zum Beispiel Charles Darwin und H.P. Lovecraft (wie letzterer hier reinpasst ist ein großes Rätsel, aber dadurch kann man im Game auf das Necronomicon stoßen). Mit einer großen Punktejagd konnte ich noch nie viel anfangen, aber hier ist es schon motivierend. Man kann tatsächlich jederzeit sterben, muss also sehr vorsichtig sein. Abhängig vom Schwierigkeitsgrad muss man aber auch viel trauen und Risiken eingehen. Um die meisten Schätze zu bekommen, muss man großes Unheil hinterlassen, was den Hass der Eingeborenen auf sich zieht, was eine interessante subtile Botschaft ist. Man muss aber nicht zwingend den gierigen Schurken mimen.

      Das Game ist sehr von Literatur inspiriert. Es gibt sogar geheime Inseln mit Dinos zu finden. Das Game ist sehr unterhaltend in verschiedene Richtungen. Man glaubt gar nicht, was alles schief gehen kann. Die eigene Gruppe besitzt auch ein Eigenleben. Es ist beispielweise möglich, dass alle Alkoholiker werden und deren Stimmung dann vom eigenen Whiskeyvorrat abhängig ist. Die Charaktere können leveln, neue Fähigkeiten bekommen, Gruppenmitglieder haben Loyalitätswerte und können erzürnt werden. Man kann später sogar auf einem Dino reiten und gegen Riesenkrabben kämpfen. Es gibt viele Events, die sich auswürfeln lassen, wobei man eigene Würfel mit Stufenaufstieg verbessert und deren Anzahl erhöht.
    • Den Titel werde ich mir mal mit auf meine Merkenliste setzen, der kommt vielleicht dann noch diesen ansonsten nächsten Monat mit in die Sammlung, hab auch schon gesehen das es wohl einen zweiten Teil zumindest auf Steam gibt. Das Konzept im Pixellook sagt mir allerdings dann doch mehr zu als die Engine beim zweiten Teil.
    • Ich hab beide Teile gespielt und bin von beiden auch nur semi angetan. Idee und Aufmachung sind sehr nett, ebenso beim etwas umstrittenen zweiten Teil, aber an der Ausführung mangelt es einfach, meiner Meinung nach. Die ersten paar Runs mit dem Erkunden fremder Orte und allgemein das Aufdecken der Karte sind noch sehr spaßig, aber nach und nach wird es sehr repetetiv. Auch das Sanity-System empfinde ich als einzige Katastrophe, als eine herzlose Abkupferung des Stress-Systems von Darkest Dungeon. Im Gegensatz zu Darkest Dungeon kommt aber das Sanity-System wie ein nachträglicher Einfall vor, als billige Methode das Spiel schwerer zu machen, weil es ohne wohl zu einfach wäre(?). Beim Erkunden leert sich die Leiste nämlich viel zu schnell und ganz friedliebende Naturforscher als Expeditionsteilnehmer verwandeln sich plötzlich über Nacht ihn blutrünstige Kannibalen. Um dem entgegenzuwirken, muss man immer mit sündteurem Proviant eingedeckt sein (der auch zu schnell verschwindet) und ehestmöglich alle möglichen Orte aufsuchen, die Sanity wieder auffüllen können (sofern man weiß, welches das sind). Im Endeffekt führt das ganze nur dazu, dass man möglichst schnell durch die Gegenden rusht und sich gar nicht so viel Zeit nehmen kann, alles zu erkunden... eigentlich genau das Gegenteil, was ich mir bei einem Spiel über Expeditionen erwarte.
    • Die Handlung des Spiels offenbart, dass es hier ja nicht um gechillte Expeditionen geht. Wie auch im echten Leben geht es um etwas, das man in einer bestimmten Zeit erreichen muss. So geht es hier um ein Wettrennen gegen andere Entdecker, was das ganze Drumherum erklärt. Je nach Schwierigkeitsgrad gibt es dennoch genügend Zeit vieles zu sehen, auf leicht sollte man tatsächlich die ganze Karte aufdecken sollen, aber das ist nicht so ganz im Sinne der Aufgabe.

      Ein Vergleich zu Darkest Dungeon wäre mir jetzt nicht in den Sinn gekommen. Ich finde auch nicht, dass hier der Vorwurf eines Abklatsches gerechtfertigt ist. Sanity gab es auch schon in Eternal Darkness und situationsabhängiger Kontrollverlust über eigene Einheiten so gesehen auch schon in XCOM. Ich habe das Spiel mehrfach auf leicht und normal durchgespielt. Es ist letztendlich ein Rogue-like. Wie man in The Binding of Isaac auf unterschiedliche Items mit Vor- oder Nachteilen finden kann, gibt es in Curious Expedition eben unterschiedliche Events mit ähnlichem Ausgang. Der Worst Case passierte mir nicht so häufig als das ich es als so schlecht empfinden würde. Von der Balance her finde ich das Spiel schon okay.

      Den ersten Teil bin ich nie auf schwer angegangen. Habe einmal die erste Karte gemacht und nicht verstanden, was man bei der Pyramide machen muss. Hier finde ich es jedoch gut, wie unterschiedlich die Schwierigkeitsgrade sind. Auf leicht gibt es keine Basiskosten für Fortbewegung, wodurch sich die eigene Spielweise sehr ändern kann. Zum Einstieg in das Game finde ich das so okay. Hinzu kommt, dass man für Pyramiden auf späteren Karten nicht immer noch spezielle Aufgaben zum Öffnen dieser erledigen muss. Letztendlich ist das Gameplay auf normal so wie es von den Entwicklern beabsichtigt ist.

      Ich müsste das Game mal wieder zocken, einen Charakter hatte ich bisher immer noch nicht freigespielt. Ich glaube für diesen muss ich unter die ersten drei Entdecker in der Rangliste kommen, mindestens auf normal spielen und stets hohes Ansehen bei der heimischen Bevölkerung haben.
      Hatte das Game größtenteils gezockt bevor das Update mit dem Eiswelten gab. Danach gab es neue Forscher, die alle auch recht interessant waren. Die damals neuen Schneekarten finde ich als gute Abwechslung, aber wenn ich nicht gerade den Eisforscher spiele meide ich sie dann doch lieber. Doof fand ich als neue Falle diese Spinnennester, die dann irgendwo auf der Karte entstehen und sich ausbreiten. Auch kamen extrem viele Spinnenmonster dadurch. Vergleichweise ist diese Falle extrem hart finde. Wenn diese nicht gerade hinter einem spawnt und man sich in die andere Richtung bewegt.