Angespielt! Elden Ring

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Angespielt! Elden Ring

      Oh, Elden Ring – wie lang dürsteten wir nach einem Lebenszeichen von dir. Wir erinnern uns: Im Rahmen der E3 2019 kündigten FromSoftware ihren nächsten großen Streich mit einem atmosphärischen Trailer an. Waren wir kurz zuvor noch an der Seite des schweigsamen Sekiro durch das feudale Japan gereist, deuteten die ersten Bilder von Elden Ring den Rückzug in klassisch-fantastische Gefilde an. Dafür holte sich das Team diesmal sogar Unterstützung vom renommierten Fantasy-Autor George R. R. Martin, der nicht zuletzt für sein Epos „A Song of Ice and Fire“ bekannt ist. Für viele Fantasy- und Souls-Fans ein vermeintliches ‚match made in heaven‘. Wie aufregend!

      Nach dieser Ankündigung mit Paukenschlag wurde es dann aber erstmal ruhig um Elden Ring. Und das für stolze zwei Jahre. Diese lange Zeit überbrückten Fans nicht zuletzt mit dem Start eines höchst amüsanten Subreddits, in dem sie es etwa kurzerhand selbst in die Hand nahmen, eine umfassende Lore für das sich rar gemachte Elden Ring aus dem Boden zu stampfen.

      Zwei Jahre später geht nun alles ganz schnell! Nachdem ein erster frischer Trailer im Zuge der diesjährigen E3 die lange Stille durchbrach, folgte kürzlich eine üppige Gameplay-Präsentation zum heißerwarteten Titel. Und jetzt durften wir gar selbst in die Zwischenlande eintauchen und uns im Rahmen des Closed Network Test für satte 15 Stunden ein Bild von Elden Ring machen, das uns im Februar kommenden Jahres endlich ins Haus steht. Wie unser erster Eindruck des neuen FromSoftware-Streichs ausfiel, erfahrt ihr im folgenden Vorschaubericht.

      Willkommen in den Zwischenlanden

      Zu Beginn haben wir die Wahl zwischen fünf verschiedenen Klassen, die vom wendigen Schwertschwinger über einen Magie-affinen Ritter bis zum klassischen Raubein mit Claymore reichen. Wir erwachen in einem dunklen Gewölbe, in dem wir wahlweise ein kleines Tutorial durchlaufen oder aber geradewegs Richtung Ausgang stapfen. Als wir durch diesen ins Freie treten, wird auch schon die größte Neuerung von Elden Ring im Vergleich zu den bisherigen FromSoftware-Titeln deutlich: die offene Welt.

      Das üppige und weite Limgrave begrüßt uns mit einem beeindruckenden Panorama samt gigantischem und golden glühendem Erdenbaum. Eine Augenweide, die grafisch sicher nicht an Bluepoint Games’ hochpoliertes Remake von Demon’s Souls heranreicht, dies aber mit kreativem Design und toller Atmosphäre wettmacht.

      Wir steuern einen alten Mann in der Nähe an, der unserer Suche nach dem Elden Ring nur wenig Erfolg beimisst und mit unserem baldigen Tod rechnet. Souls-Veteranen wissen: Da liegt er sicher nicht ganz falsch. Wie wir unsere folgende Reise gestalten, liegt nun ganz bei uns. So wie schon das herausragende ‚Breath of the Wild‘, hält sich auch Elden Ring mit Anweisungen zurück. Lediglich ein leichter Schimmer, ausgehend von Orten der Gnade (Elden Rings Pendant zum gängigen Leuchtfeuer), deuten die Richtung des nächsten großen Ziels an. Davon ab liegt uns die weite Welt zu Füßen und wartet darauf, erkundet und entdeckt zu werden.

      Vertraut und frisch zugleich

      Und zu entdecken gibt es allerhand. Selbst der für den Netzwerktest begrenzte Abschnitt von Limgrave platzt aus allen Nähten mit Herausforderungen, Geheimnissen und Belohnungen für neugierige ForscherInnen. Aber auch – wie gewohnt – mit allerhand Gefahren. So führt uns unser erster, unbeschwerter Gang bereits nach wenigen Schritten in die Arme eines goldenen Reiters, der uns nicht besonders wohlgesonnen ist. Eine Handvoll kräftige Hiebe später, die von unserem Schild unbeeindruckt bleiben, finden wir uns am letzten Ort der Gnade wieder.

      Gut, um diesen Schergen machen wir fürs Erste einen Bogen. Stattdessen spähen wir ein nahegelegenes Feindeslager aus, das wir in Sekiro-Manier verstohlen infiltrieren. Oder aber wir greifen in alter Souls-Tradition zu Schwert und Schild. Alarmieren wir den patrouillierenden Hornträger, wird es allerdings schnell brenzlig. Dieser ruft nämlich seine Kameraden zur Hilfe und so sehen wir uns fix einer Horde von Feinden gegenüber.

      Wer sich in Vergangenheit bereits durch Anor Londo und Co. kämpfte, fühlt sich in solchen Gefechten aber gleich zu Hause. Elden Ring steuert sich nämlich nahezu 1 zu 1 wie die Souls-Titel und begrüßt uns im Kampf mit vertrauten Fertigkeiten, Animationen und Soundeffekten. Die zusätzlichen Möglichkeiten zum Sprung(angriff) und dem Bestrafen von geblockten Angriffen ergänzen dabei organisch unser Repertoire an Fertigkeiten.

      Aber zurück zu unserem Abenteuer – das Scharmützel hat sich gelohnt! Im Lager finden wir neben diversen Items auch ein Kartenfragment, welches das freigeschaltete Teilgebiet unserer Karte für uns aufdeckt. Wir rasten am nahegelegenen Ort der Gnade und lernen Melina kennen. Diese mysteriöse Dame nimmt fortan die Rolle unserer Fingerjungfer ein – das bedeutet so viel wie: Wir dürfen bei ihr unsere erbeuteten Runen (Elden Rings Seelen) in Stufenaufstiege investieren.

      Es wird erkundet und erforscht

      Viel wichtiger: Melina stattet uns mit einem treuen Weggefährten aus, den wir wenig später nicht mehr missen wollen. Auf dem Rücken von Sturmwind reisen wir fortan nämlich deutlich effizienter. Wir sind so nicht nur schneller, sondern erklimmen Hindernisse mit einem praktischen Doppelsprung und heizen Feinden beim Vorbeireiten ein. Sehr praktisch!

      Auf unserer Weiterreise erkunden wir jedes Gebüsch und jeden Felsspalt und werden sehr regelmäßig für unsere Neugierde belohnt. Sei es in Form von gefundenen Gegenständen oder dem Entdecken versteckter Katakomben, in denen komprimierte, aber nicht weniger spaßige Dungeon-Erfahrungen samt Boss auf uns warten. Von diesen Mini-Dungeons bot der im Netzwerktest verfügbare Oberwelt-Abschnitt so einige, die von der obligatorischen Trollmine bis zu gotisch angehauchten Mausoleen reichten.

      Aber nicht nur im Herzen versteckter Untergründe lauern garstige Bosse darauf, uns das Leben schwer zu machen. Beim Ritt durch die Weiten von Limgrave stürzt sich auch schon mal ein mächtiger Drache aus dem Nichts auf eine rastende Gruppe von Feinden. Dieser macht auch vor uns keinen Halt, sollten wir ihm zu nahe treten. Momente wie diese – und da gibt es noch einige mehr – machen unsere Zeit in den Zwischenlanden besonders.

      »Diese frische und vor allem lebendige Welt dürfte aber auch SkeptikerInnen des „Open World“-Konzepts jegliche Zweifel aus dem Kopf schlagen.«

      FromSoftware genießt bei vielen SpielerInnen sicher ohnehin schon ein gesundes Grundvertrauen. Diese frische und vor allem lebendige Welt, die unseren Entdeckerdrang stetig fördert und belohnt, dürfte aber auch SkeptikerInnen des „Open World“-Konzepts jegliche Zweifel aus dem Kopf schlagen. Elden Ring deutet schon jetzt an, die interessanteste offene Welt seit ‚Breath of the Wild’ zu bieten, von der sich das Team ja bekanntlich inspirieren ließ. Gute Entscheidung!

      …und natürlich auch viel gekämpft

      »Elden Ring deutet schon jetzt an, die interessanteste offene Welt seit ‚Breath of the Wild’ zu bieten.«

      Der neue „Open World“-Aspekt weiß also schon mal zu überzeugen. Natürlich begeistert aber auch das gewohnt herausragende Souls-Spielprinzip. Wie bereits weiter oben angesprochen, fühlen sich SerienveteranInnen spieltechnisch gleich zu Hause. Das gilt auch für den knackigen Schwierigkeitsgrad, der uns regelmäßig aus den Latschen haut. Diverse Bosse erscheinen im ersten Anlauf übermächtig, ehe wir uns ihre Angriffsmuster einprägen und ihnen nach und nach die Stirn bieten.

      Bleibt ein Feind mal gefühlt zu stark, widmen wir uns einfach einem anderen Abenteuer und kehren später gestärkt und erfahrener zurück. Erinnern wir uns etwa an den schlecht gelaunten Ritter in Gold, der uns mit seiner Hellebarde zu Beginn begrüßte. Ein paar Level, frische Ausrüstung und flinkes Reittier später, wirkt er schon deutlich weniger bedrohlich. Nach einem intensiven Duell zu Pferd liegt er dann auch im Dreck – wie du mir, so ich dir.

      »Mit Elden Ring polieren FromSoftware ihre bewährte Formel auf, indem sie an diversen „Quality of Life“-Funktionen schrauben.«

      FromSoftware ruht sich übrigens nicht auf den wohlverdienten Lorbeeren der letzten Jahre aus. Im Gegenteil: Mit Elden Ring polieren sie die bewährte Formel auf, indem sie an diversen „Quality of Life“-Funktionen schrauben. Außerhalb von Kämpfen schlagen wir uns etwa nicht mehr mit unserer Ausdauerleiste herum. Und Waffen individualisieren wir nun nach Belieben mithilfe von Kriegsaschen. Diese versehen unsere Streitwerkzeuge mit neuen Talenten im Stile von Dark Souls 3 und verbessern ihre Werte in bestimmte Richtungen. Haben wir keine Lust mehr auf unser Setup, wechseln wir einfach die Kriegsasche und unsere Waffe skaliert kurzerhand mit einem anderen Wert. Unnötig permanente Anpassungen gehören damit der Vergangenheit an – das Heilig-Claymore wandert so nach dem Friedhofsgang also nicht mehr nutzlos in die Mottenkiste, ihr versteht.

      Große Schlösser, große Schergen

      Lauter kleine Katakomben und Mini-Abenteuer schön und gut. Souls-Fans stürzen sich aber von Haus aus gern in riesige, verwinkelte Bauten voller Fallen und Gefahren. Keine Sorge, diese Sorte Herausforderung bietet Elden Ring natürlich auch. Zumindest bot der Netzwerktest schon mal einen kurzen Einblick in den ersten, großen Haupt-Dungeon: das Schloss Sturmschleier.

      An dessen Pforten treffen wir auch auf einen mächtigen Bossgegner, der sich imposant im Rahmen einer Zwischensequenz vorstellt und uns im Folgenden den Zutritt zur Burg verwehrt. Das lassen wir natürlich nicht mit uns machen und stellen uns dem grotesk gestalteten Feind, der unsere in den letzten Stunden erworbenen Fähigkeiten schonungslos abfragt. Droht eine Konfrontation übrigens einmal zu sehr an unseren Nerven zu zehren, rufen wir wie üblich andere SpielerInnen zur Hilfe, die uns im Kampf unterstützen. Das funktionierte im Netzwerktest auch schon sehr gut.

      Unseren kleinen Zwischenland-Ausflug absolvierten wir übrigens auf PlayStation 5. Diese bietet uns die gewohnte Auswahl zwischen zwei Grafikmodi, die wahlweise die Auflösung oder Bildrate priorisieren. Die Verbesserungen des Auflösungsmodus hielten sich verhältnismäßig in Grenzen, sodass die Wahl auf den Performance-Modus fiel. Dieser stattete uns mit grundsätzlich stabilen 60 FPS aus, die nur gelegentlich ins Stottern kamen. Ein Umstand, der aber ziemlich wahrscheinlich auf den Kontext des Netzwerktestes zurückzuführen sein dürfte.

      Oh, Elden Ring – das Warten hat sich gelohnt!

      Was haben wir lange gewartet und auf ein Lebenszeichen von Elden Ring gehofft. Zwei Jahre später geht nun alles ganz schnell und wir konnten unsere ersten Schritte in den Zwischenlanden wagen.

      15 Stunden, gute 10 Bosse und zahlreiche große und kleine Entdeckung später, haben wir gefühlt jeden Winkel des verhältnismäßig klein abgesteckten (und trotzdem üppigen) Spielplatzes erkundet. Und das Gefühl, das bleibt, ist die große Lust auf mehr. Elden Ring fühlt sich wohlig vertraut und gleichzeitig wahnsinnig frisch und aufregend an. Jegliche mögliche Skepsis am Konzept einer offenen Welt lässt FromSoftware mit seiner Kreativität und Liebe zum Detail im Wind verfliegen.

      Ganz im Stile eines ‚Breath of the Wild‘ überlässt uns der Titel, wie wir die Weiten seiner Welt angehen möchten. Keine lästigen Questmarker, keine ausufernden Tutorials. Im Gegenteil werden wir stetig ermuntert, unserem Forscherdrang freien Lauf zu lassen, der mit regelmäßigen Entdeckungen belohnt wird – von kleinen Katakomben über Schätze und versteckte NPCs bis hin zu mächtigen Feinden.

      Ein Konzept, in das sich das gewohnt herausragende Souls-Gameplay fantastisch einfügt. Während Elden Ring sicher nicht an die grafische Finesse eines „Demon’s Souls“-Remake anknüpfen kann, begeistert es mit einer toll gestalteten Welt und diversen kreativen Designs, die sich durch die Architektur und Feindesriege der Zwischenlande ziehen.

      Das Warten hat sich gelohnt. Elden Ring steuert geradewegs darauf zu, ein weiterer FromSoftware-Hit zu werden, der uns das Frühjahr 2022 ordentlich versüßen dürfte. Ich kann es jedenfalls kaum erwarten, das volle Abenteuer im kommenden Jahr zu bestreiten, von dem ich recht sicher bin, dass es mich noch häufig so begeistern wird, wie es bereits in den ersten 15 Stunden der Fall war.

       

      Bildmaterial: Elden Ring, Bandai Namco, FromSoftware

    • Nitec schrieb:

      Darf ich fragen, wer das geschrieben hat? :D
      Fand es sehr gut :)
      Wie Fayt schon geschrieben, auf der Seite in den News kannst du lesen, dass es @pixelpino war ;)

      Schöner Beitrag! Hab ja auch schon auf YouTube fleißig dem ein oder anderen zugesehen, und bin auch stark gehyped. Wird quasi Dark Souls 4 im Open World Gewand ^^

      Kainé: Weiss you dumbass! Start making sense, you rotten book, or youre gonna be sorry! Maybe I'll rip your pages out, one-bye-one! Or maybe i'll put you in the goddamn furnace! How can someone with such a big smart brain get hypnotized like a little bitch, huh? [...] Now pull your head out of your goddamn ass and start fucking helping us!
    • Ich muss sagen, ich gehe immer über die Hauptseite /News und erst darüber ins Forum ^^"

      Kainé: Weiss you dumbass! Start making sense, you rotten book, or youre gonna be sorry! Maybe I'll rip your pages out, one-bye-one! Or maybe i'll put you in the goddamn furnace! How can someone with such a big smart brain get hypnotized like a little bitch, huh? [...] Now pull your head out of your goddamn ass and start fucking helping us!