Eidos Montréal stellt auf 4-Tage-Woche um: Jason Schreier sieht „enorme Auswirkungen“

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    • Eidos Montréal stellt auf 4-Tage-Woche um: Jason Schreier sieht „enorme Auswirkungen“

      Dicke Überraschung, aber eine positive. Eidos Montréal hat bekannt gegeben, die 4-Tage-Woche für seine MitarbeiterInnen zu realisieren. Vor einigen Wochen war Indie-Studio Young Horses (Bugsnax) hier bereits vorgeprescht.

      Aber auf der wirtschaftlichen und personellen Ebene, auf der Eidos Montréal agiert, ist dies natürlich nochmal ein ungleich größeres Thema. Aktuell arbeitet man bei Eidos Montréal an Guardians of the Galaxy. Bekannt ist man vor allem für die Deus-Ex-Reihe.

      „Wir passen unser Studio weiter an die neuen Arbeitsrealitäten an“, heißt es bei Twitter. „Nach Remote-Working und dem Hybridmodell stellen wir nun auf die 4-Tage-Woche um. Eine bessere Work-Life-Balance für noch innovativere Spiele.“ In einem kleinen FAQ auf der offiziellen Website beantwortet Studio-Chef David Anfossi dazu einige Fragen.

      Wenn ein so großes und renommiertes Studio wie Eidos Montréal in einer so dicht mit Talenten und Entwicklern besiedelten Region auf ein solch Arbeitnehmer-attraktives Modell umstellt, dann weckt das natürlich Aufmerksamkeit.

      Die rasche Einschätzung von Branchen-Kenner und Journalist Jason Schreier dazu: „Ich glaube, dies ist das erste AAA-Studio, das den Wandel vollzogen hat. Angesichts der großen Konkurrenz um Talente in Montréal wird dies enorme Auswirkungen haben.“ Oder anders: Da müssen andere mitziehen, um konkurrenzfähig zu bleiben.

      Eine spannende und erfreuliche Entwicklung.

      Bildmaterial: Guardians of the Galaxy, Square Enix, Eidos Montréal

    • Ehrlicherweise finde ich das sehr gut. Wenn man hört und teils auch sieht unter welchen Bedingungen die Leute in den Studios arbeiten, freuen die sich auch sicher mehr Zeit für die Familie zu haben oder einfach mal mehr wieder für sich tun zu können und auch eine gewisse Balance herstellen. Würde unseren deutschen Firmen auch mal gut tun über sowas nachzudenken. Es geht freilich nicht in jedem Beruf, aber machbar ist es definitiv.
    • Wenn genug Personal überall vorhanden wäre würde das sicher in jedem Beruf für die Vollzeit Beteiligten klappen aber leider ist die Geldgier in den oberen Etagen bei den meisten größer und Mitarbeiter sind nur noch Nummern.
      Bei einer 4 Tage Woche würde ich sogar freiwillig von Montag bis Donnerstag immer meine 10 Stunden machen wenn ich ab Freitag frei hätte.
    • Verstehe ich absolut. Würde ich mich auch dazu bereit erklären. Wie würde es dir schmecken, wenn der Arbeitgeber sagt, alle 2 Wochen hast du am Mittwoch frei? Da würde es bei vielen Beteiligten wieder ein Umdenken geben habe ich das Gefühl. Es ist nicht das erste Mal, dass ich so eine Unterhaltung führe und da wird einem durch die Blume gesagt, dass es ja effektiver sei, 3 Tage am Stück frei zu haben :) An der Stelle muss ich sagen wäre es doch wieder so, dass bei diesem Modell mehr Kräfte zur Verfügung stehen würden.
    • @Magnussen
      Also meinst du 2 Tage arbeiten, Mittwoch frei und dann wieder 2 Tage arbeiten?
      Also klar würde mir es besser gefallen die 3 Tage hintereinander frei zu haben aber ich sage mal so das ich auch damit zufrieden wäre mit zwei freien Tagen hintereinander am Wochenende.
      Was ich eher ungern haben würde wenn es dann kunterbunt durcheinander wäre mit einmal arbeiten, dann frei, dann wieder arbeiten und wieder frei.

      Weil ich merke das nur ein freier Tag mittendrin und dann Sonntag einfach keine Erholung mehr bietet. Ich hatte einen Monat keinen freien Samstag mehr und spüre wie das an die Kräfte zerrt und an die Psyche geht, zusätzlich war in dem Monat noch das ich zwei Wochen gar keinen freien Tag hatte.
      Was mich sehr geärgert hat weil andere schon 4 freie Samstage hatten und die auch hätten einspringen können aber nicht mal gefragt wurden.
    • bei der anderen Firma hatte ich in der Theorie 4/3, aber a 12 Stunden Minus 45min theoretische Pause. Wenn das mal ein paar Wochen klappte mir 4/3, dann war das genau so ein Durcheinander. Es war nie wirklich Mo-Do Dienst. Das war immer wie gewürfelt. Bei Pech war nen Samstag Dienst.

      Damit kam ich 0 klar (abgesehen von der Stunden Zahl).

      Sowas kann gut sein mit 4 Tage Woche, aber nur wenn es vernünftig geregelt ist und immer gleich ist. Jetzt habe ich wie es normal ist 5 Tage, a 9 Stunden und am WE immer frei. Ist mir 100 mal lieber.
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    • Eine Führungskraft die alle gleich behandelt und Fair ist ist leider heutzutage schwer zu finden. Irgendwie habe ich immer das Pech an die falschen zu geraten die nur die was sich einschleimen zu bevorzugen und alles den anderen zu überlassen und die Füße auf das Sofa werfen.
      Wenn ich an meine Lehrzeit zurückdenke die Chefin war echt Spitze, die hat alle gleich behandelt, mitgearbeitet und bevor jemand einspringen musste ist sie selber länger geblieben. Natürlich waren wir sehr dankbar und haben sie dann an anderen Tagen sozusagen aus der Firma raus tragen müssen wenn sie nicht nach Hause gehen wollte xD

      Oder wenn man nur leicht krank war zbsp eine Erkältung wie Schnupfen hatte sie einen sofort heim geschickt zum ausrasten und das man niemand ansteckt. Den meisten ist das heute scheißegal und sehen das nicht mal wenn es einem schlecht geht oder wollen es zumindest nicht sehen, da müsste man vorher schon fast Tot umfallen.
      Und am besten ist dann wenn man hört das man sozusagen selber Schuld ist wenn man nicht zuhause bleibt aber wenn man es dann macht wird blöd geredet und ist angefressen auf die Person.

      Wenn eine 4 Tageswochen kommen sollte denke ich wird das aber eh dann bei Berufen sein die nur bis Freitag Mittag arbeiten und gerade bei Berufen die auch Samstag und Sonntag haben und viele Überstunden immer schieben müssen wird das nicht eintreffen wie zbsp. Gastronomie, Handel, Friseur, Pfleger usw. weil diese Berufe eh immer unterbesetzt sind aber gerade diese mehr die Erholung brauchen würden.
    • Ja, das mit Krank sein, das Problem habe ich immer, weil man mir das nie ansieht. Allg. ist das mit Tagen/Stunden weniger oder mehr alles ok, solange man nen Festlohn hat und nicht auf Stunden arbeitet (ich hatte mal 160 Stunden, dann mal 220. Also immer nen anderes Gehalt). Dann geht auch mal nen Tag weniger oder mehr. Bei mehr aber dann wenigstens mit nem Ausgleich, auf welche Art auch immer. Nur die Realität ist eben oft ne andere.
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