Im Test! Wonder Boy: Asha in Monster World

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    • Im Test! Wonder Boy: Asha in Monster World

      Titel Wonder Boy: Asha in Monster World
      Japan 22. April 2021 (PCs: 29. Juni 2021)
      ININ Games & G Choice
      Nordamerika 28. Mai 2021 (PCs: 29. Juni 2021)
      ININ Games & G Choice
      Europa 28. Mai 2021 (PCs: 29. Juni 2021)
      ININ Games & G Choice
      System Nintendo Switch, PlayStation 4, PCs
      Getestet für Nintendo Switch
      Entwickler Studio Artdink
      Genres RPG, Action
      Texte
      Deutschland Nordamerika Japan
      Vertonung Japan (einzelne Wörter)

      Wonder Boy – eine Spielreihe, die euch vielleicht aus den 80er- und 90er-Jahren bekannt vorkommen dürfte. Seid ihr aber etwas zu jung dafür, könntet ihr auch durch die verschiedenen Remakes der letzten Jahre oder nicht zuletzt durch den halboffiziellen Nachfolger Monster Boy and the Cursed Kingdom auf die Reihe aufmerksam geworden sein.

      Auf gehts!

      Mit Wonder Boy: Asha in Monster World wurde der Titel vom Entwickler Artdink auf die aktuelle Konsolengeneration verfrachtet und vor allem grafisch verändert. Während das Spiel mit dem Wonder Girl lange Zeit nur in Japan erhältlich war, erschien die übersetzte Version bei uns als Downloadtitel bereits 2012 für Nintendo Wii, Xbox 360 und PlayStation 3. Beinahe zehn Jahre später konnten wir in die aktuell zugänglichste Version schauen und möchten euch unsere Eindrücke verraten.

      Überall Pepelogoos!

      In Wonder Boy: Asha in Monster World schlüpft ihr in die Rolle der titelgebenden Asha. Diese wird am Anfang des Spiels nämlich dazu auserwählt, ein nahegelegenes Königreich zu retten, indem sie die vier verschwundenen Elementargeister befreit. Klingt doch ganz geradlinig, oder? Ist es tatsächlich auch. In diesem Spiel solltet ihr keinen nervenaufreibenden, fesselnden Plot erwarten. Die Dialoge mit den verschiedenen Stadtbewohnern lohnen sich dennoch bei jedem Besuch, da sie euch bei eurem Spielfortschritt helfen oder euch den einen oder anderen Tipp verraten. Selbst wenn sie euch nicht helfen, sind sie immer noch unterhaltsam zu lesen.

      Neben Asha spielt auch ihr blauer Pepelogoo eine wichtige Rolle, der sie und somit euch durch das Abenteuer begleitet. Er ist nicht nur niedlich anzusehen, sondern hilft euch beim Lösen von Rätseln und dem Bewältigen von Hindernissen. Außerdem ist er niedlich, habe ich das schon erwähnt? Außer wenn er seine scharfen Zähne zeigt.

      Rund und knackig

      »In den Dungeons erwarten euch Gegner, Jump-’n’-Run-Passagen und Rätsel. Durch die geringere Anzahl der Dungeons wiederholen sich keine Ideen.«

      Abgesehen vom Pepelogoo ist auch das Gameplay rund und… knackt, wenn es Früchte isst? Ehrlich aber, dieses wurde wirklich gelungen umgesetzt. Einen Vergleich zum Original von 1994 kann ich euch leider nicht liefern, jedoch dafür Eindrücke der neuen Variante. Asha steuert sich angenehm und führt auch ihre Kommandos ohne Umstände aus. Dasselbe trifft auch auf ihren Gefährten, den Pepelogoo, zu. Nach Bedarf könnt ihr nicht nur geradeaus schlagen, sondern auch nach oben oder unten. Wenn ihr je nach Waffe eine bestimmte Anzahl an Treffern schafft, könnt ihr einen Superangriff ausführen. Ein Schild rundet eure Offensive ab, indem es euch Trefferschutz gewährt.

      Pepelogoo – euer Freund und Helfer!

      Wirklich umfangreich wird euer Fähigkeitsrepertoire durch den blauen Pepelogoo. Mit ihm lassen sich entfernte Schalter betätigen, Doppelsprünge ausführen oder längere Distanzen durch Gleitflüge zurücklegen, um nur einige seiner Fähigkeiten aufzuzählen. Das macht ihn also definitiv zu einem Gefährten, den man bei Dungeonausflügen dabei haben möchte.

      Vier Elementargeister, vier Dungeons, viel Spaß

      Die Handlung und Ashas Fähigkeiten als Kriegerin bieten also den Ausgangspunkt für eure Besuche in die vier Dungeons. Diese sind gelungen und genug herausfordernd gestaltet, um euch an der Stange zu halten und trotzdem einfach genug, um keinen oder kaum Frust in euch aufkommen zu lassen. Es ist immer etwas zu tun und beim Abschluss der Dungeons lässt sich der verdiente Fortschritt fühlen.

      In den Dungeons selbst erwarten euch Gegner, Jump-’n’-Run-Passagen und Rätsel. Durch die geringere Anzahl der Dungeons wiederholen sich keine Ideen und abermals muss ich das Wort „knackig“ für die Beschreibung verwenden. Dieses trifft auf das ganze Spiel zu, denn dieses sollte kaum mehr als vier bis fünf Stunden dauern, selbst wenn ihr die Spielwelt nach den optionalen Tropfen durchsucht. Diese verleihen nach zehn gesammelten Tropfen Asha permanent ein blaues Herz und somit mehr Trefferpunkte.

      Einen kleinen Tipp kann ich euch an dieser Stelle geben: Ihr solltet ab und zu die Speicherfunktion nutzen, auch wenn das Spiel so kurz ausfällt. Im vierten Dungeon ist mir meine Faulheit nämlich zum Verhängnis geworden, da sich mein letzter Speicherpunkt am Anfang des Dungeons befand und meine Asha kurz vor dem Boss den Löffel abgab.

      »Die Musik ist übrigens ganz gut gelungen. Die Dungeons haben meist passende Musik entsprechend ihrem Umfeld spendiert bekommen.«

      Bei Wonder Boy: Asha in Monster World handelt es sich um ein Spiel, dem die kürzere Dauer guttut. Zwar hätte ich nichts gegen längeren Spielspaß dieser Art gehabt, jedoch ist mir diese schlanke Version lieber als ein künstlich verlängertes und dafür langweiliges Werk. So lässt das Spiel euch die Möglichkeit, es nach einiger Zeit wieder einzulegen und dann doch alle Tropfen zu sammeln oder auch einfach erneut eine gute Zeit zu haben.

      Kein Looten & Leveln – aber dafür Shops

      Wenn ihr durch Monster Boy and the Cursed Kingdom auf die Reihe aufmerksam geworden seid, solltet ihr keine Metroidvania-Elemente in diesem Titel erwarten, da sich die Dungeons nacheinander spielen lassen. Auch die Spielart ist somit geradlinig wie die Handlung. Ebenfalls solltet ihr keine große Charakter- oder Gegenstandsgestaltung erwarten. Nach jedem Dungeon könnt ihr dem betroffenen Königreich einen Besuch abstatten, die Handlung vorantreiben und euch ausrüsten. Dabei stehen euch Schwerter, Schilde und Accessoires zur Verfügung, die eure Werte verbessern oder euch Schutz gegen bestimmte Angriffstypen verleihen.

      Auch euer Pepelogoo will stärker werden. Der braucht dafür aber nur Früchte.

      Neben den angesprochenen blauen Herzen, die sich durch gesammelte Tropfen aufbessern lassen, hat Asha auch rote Herzen. Diese lassen sich durch Accessoires steigern, die ihren Preis haben und die ihr mit dem in Dungeons gesammelten Gold bezahlen könnt. Also fehlen hier auch die heute oft bekannten RPG-Elemente zur Verbesserung. Da es nicht allzu viele dieser Gegenstände gibt, könnt ihr jede Verbesserung spüren. Im Allgemeinen ist Wonder Boy: Asha in Monster World kein allzu schweres Spiel und vor allem die Bosse könnt ihr meistens ohne eine größere Taktik mit stumpfem Draufhauen besiegen.

      Diese Pracht?

      Nun möchte ich aber zur großen Änderung im Vergleich zum Original kommen: der Grafik. Diese fällt nicht mehr im Pixelstil aus, sondern ist dreidimensional (oder eher 2,5D) und polygonal. Ebenfalls ist sie wie die bisherigen Punkte gelungen ausgefallen und vor allem besser als in den ersten Trailern, als einiges nicht ganz abgerundet aussah. Hierfür kann ich also eine Beruhigung aussprechen. Ebenfalls kann ich die Framerate betreffend beruhigen: Auch diese war schrecklich wackelig in den Trailern, hat aber beim Spielen auf Nintendo Switch kaum Aussetzer gezeigt.

      »Die Grafik fällt nicht mehr wie im Original im Pixelstil aus, sondern ist dreidimensional (oder eher 2,5D) und polygonal.«

      Hier finde ich es lediglich etwas schade, dass die alte, wunderschöne Pixelgrafik nicht in allen Spielversionen dabei ist, sei es von Anfang an oder als Belohnung für beispielsweise das Einsammeln aller Tropfen in einem Durchlauf. Anscheinend ist die originale Version bei der physischen Version des Spiels dabei, was ich jedoch durch unsere digital zugestellte Kopie nicht bestätigen kann. Als Spielerin kann ich diese Entscheidung nicht nachvollziehen und bedauere sie auch ein wenig.

      Okay, aber noch was Nettes

      Einen Punkt hat die neue Grafik der alten jedoch voraus. Durch die bessere Hard- und Software gibt es manchmal Tiefeneffekte, wenn ihr in ein Gebäude geht oder in den Hintergrund der Stadt verschwindet. Das ist ganz nett und ich kann mir vorstellen, dass es bei der Orientierung nicht schadet.

      Die Musik ist übrigens ebenfalls ganz gut gelungen. Ein Theme werdet ihr öfters hören und hier hoffe ich, dass es euch gefällt und nicht nervt. Die Dungeons hingegen haben meist passende Musik entsprechend ihrem Umfeld spendiert bekommen. Auch hier erwarten euch keine meisterhaften Klänge, jedoch könnte vor allem das Haupttheme euch ein Weilchen verfolgen.

      Das Dream-Team bei der Arbeit.

      Asha, das dufte Wonder Girl

      Zusammenfassend hatte ich mit Wonder Boy: Asha in Monster World zwar eine kurze, aber sehr gute Zeit. Nach all den Metroidvanias der letzten Jahre bin ich froh um diese simplere Variante, da auch dieses Spiel für gute Unterhaltung gesorgt hat. Hartgesottene Souls-Fans könnten sich über den einfachen Schwierigkeitsgrad aufregen, jedoch ist dieser in der normalen Variante meiner Meinung nach noch genug herausfordernd, sodass ihr das Spiel nicht ganz mit geschlossenen Augen durchspielen könnt. Na ja, außer bei den Bossen, denn diese fallen wirklich einfach aus.

      Meiner Meinung nach ist es außerdem immer eine gute Sache, ein Stück Videospielgeschichte in die Gegenwart zu bringen. Zwar gab es 2012 eine Veröffentlichung zum Herunterladen, jedoch ist diese wohl weniger auffällig ausgefallen als die aktuelle. Durch die verschiedenen Wonder-Boy-Veröffentlichungen der letzten Jahre ist hoffentlich ein breiteres Publikum an dem Titel interessiert, da er definitiv einen oder auch mehrere Blicke wert ist.

       

      Story

      Asha ist die auserwählte Kriegerin und muss ein Königreich retten. Pepelogoos sind süß.

      Gameplay

      Kämpfen, springen, Rätsel lösen. Macht heute wie vor 27 Jahren Spaß.

      Grafik

      Neu gemachte 2,5D-Grafik. Nett, aber das Original gibts nur in der physischen Version. Schade.

      Sound

      Angenehm. Hoffentlich mögt ihr das Haupttheme.

      Sonstiges

      Pepelogoos sind immer noch süß.

      Bildmaterial: Wonder Boy: Asha in Monster World, ININ Games, G Choice / Artdink

    • Der Pepelogoo ist wirklich knuffig! Allein für den würde ich den Titel irgendwann mal nacholen ^^
      Danke für den Test, macht Lust auf das Spiel!

      Kainé: Weiss you dumbass! Start making sense, you rotten book, or youre gonna be sorry! Maybe I'll rip your pages out, one-bye-one! Or maybe i'll put you in the goddamn furnace! How can someone with such a big smart brain get hypnotized like a little bitch, huh? [...] Now pull your head out of your goddamn ass and start fucking helping us!
    • Hab das Spiel gestern bekommen und bin soweit auch ganz zufrieden. Größtenteils sehr nah am Original, im Guten wie im Schlechten. Mein liebster Wonder Boy-Teil war es nie. Die Graphik find ich ganz okay, sieht in Bewegung auch schicker aus als auf den Screenshots. Spiele das Spiel auf Englisch und ich muss sagen, da hätte ruhig nochmal jemand drüberlesen sollen. Viele kleiner Fehler und ein glatter Übersetzungsfehler ist mir auch aufgefallen. Die deutsche Version hab ich nur wegen des Übersetzungsfehlers überprüft, hier wurde korrekt übersetzt. Vielleicht ist die deutsche Übersetzung also tatsächlich die bessere. Leider wird mal wieder automatisch die Systemsprache übernommen, ohne dass man das im Spiel selbst ändern könnte.

      Kann bestätigen, dass bei der physischen Version das Original dabei ist. Scheint soweit auch ganz sauber emuliert zu sein. Aus irgendeinem Grund hat der CRT-Filter sehr, sehr viele Einstellungsmöglichkeiten.