Im Test! Shin Megami Tensei III: Nocturne HD Remaster

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    • Im Test! Shin Megami Tensei III: Nocturne HD Remaster

      Titel Shin Megami Tensei III: Nocturne HD Remaster
      Japan 29. Oktober 2020
      Atlus
      Nordamerika 21. Mai 2021
      Sega / Atlus
      Europa 25. Mai 2021
      Sega
      System PlayStation 4, Nintendo Switch, PC
      Getestet für PlayStation 4
      Entwickler Atlus
      Genres JRPG
      Texte
      Deutschland
      Vertonung Nordamerika Japan

      Seit Mai 2021 steht Shin Megami Tensei III: Nocturne HD Remaster in den Regalen der Händler. Der Titel hat bereits einige Wellen in der Community geschlagen. Die DLC-Politik von Atlus hat hier für einige erhitzte Gemüter gesorgt. Auch ich durfte mich für JPGAMES.de in den Kampf stürzen.

      So begegne ich wieder einmal meiner alten Nemesis aus Kindertagen. Nocturne, das Spiel, das mich ausgespuckt und getreten hat, als ich bereits am Boden lag. Nun nach fast 16 Jahren Demütigung stelle ich mich meinen alten Dämonen erneut. Wie das SMT-III-Remaster abschneidet und ob ich das Ganze überlebe, lest ihr bei uns.

      Die befleckte Empfängnis

      Eine Botschaft, verhüllt in einem schemenhaften Traum, verkündet das Ende allen Dagewesenen. Eine vom Licht umschlungene Figur, welche dir vom Ende erzählt, der Empfängnis. Sie versucht, dich auf deine kommende Rolle vorzubereiten und lässt dich doch in der Leere deiner Gedanken zurück. Gedankenversunken blickst du dich um, dein Tag sollte eigentlich so normal wie immer beginnen. Ein Besuch deiner Lehrerin im Krankenhaus, ein Treffen mit Freunden. Keinerlei Anzeichen deuteten darauf, dass die Welt, die dir so vertraut ist, in wenigen Stunden nicht mehr existieren wird. Trotz aller Ungewissheit begibst du dich auf eine Reise ohne Wiederkehr. Entsteht durch dich ein neues Utopia oder die Hölle auf Erden? Es liegt ganz bei dir.

      Die Wahl der neuen Schöpfung

      »Das Remaster liefert euch eine packende Endzeitgeschichte, die euch je nach gewähltem Weg nicht alles offenbart. Zwischen Apokalypse und Neuschöpfung müsst ihr euch für einen Weg entscheiden.«

      Das Remaster liefert euch eine packende Endzeitgeschichte, die euch je nach gewähltem Weg nicht alles offenbart. Zwischen Apokalypse und Neuschöpfung müsst ihr euch für einen Weg entscheiden. Folgt ihr euren Freunden oder verschreibt ihr euch dem Teufel? Dabei bietet euch das Remaster Wege von der Schöpfung bis zur Zerstörung der Welt. Es sollte somit für jeden etwas dabei sein. Etwas traurig werden Leute sein, die das ganze mit Dante erleben möchten. Dieser ist dieses Mal, entgegengesetzt zum Original, nur per kostenpflichtigem DLC spielbar.

      Als Ausgleich gibt es hier allerdings Raidou Kuzunoha, einigen vielleicht noch aus Raidou Kuzunoha vs. the Soulless Army bekannt. Es ist ein wenig schade, dass nicht beide Figuren direkt im Spiel wählbar sind, aber die Figur des Kuzunoha ist zumindest ein gleichwertiger Ersatz und kam bereits im japanischen Original vor. Anders als in dessen eigener Serie steuert ihr eure Helden im Kampf nicht in Echtzeit, sondern rundenbasiert.

      Rundenbasiert auf dämonische Art

      Mit der Wiederbelebung von Shin Megami Tensei III Nocturne bringt Atlus seine klassische Hardcore-JRPG-Kost auch außerhalb von Nintendo-Systemen auf die neueren Konsolen zurück. Der dritte Teil war schon zu PS2-Zeiten ein nicht gerade einfacher Zeitgenosse und auch heute noch ist es ein RPG der eher härteren Gangart. Dabei wurde am klassischen System im Remaster eher wenig bis gar nichts verändert.

      Mit dem Protagonisten lauft ihr wechselnd entweder als Marker über die Oberweltkarte oder in Person durch Städte und Dungeons. Alle paar Schritte rennt ihr in eine der zahlreichen Zufallsbegegnungen und bekämpft eure Widersacher rundenbasiert. Ja, an der Frequenz der Kämpfe wurde nicht herumgespielt. Neben eurem Hauptcharakter können bis zu drei weitere Recken mit euch in die Schlacht ziehen.

      Neue Dämonen werden praktischerweise mittels Diplomatie direkt im Kampf überzeugt, die Seiten zu wechseln. Die Anzahl eurer Dämonen im Kampf bestimmt gleichzeitig auch die möglichen Züge, die ihr unternehmen könnt, wobei auch hier ein wenig mit der Anzahl gespielt werden kann.

      Der Tod lauert alle paar Schritte

      Das ausgefeilte Entwicklungssystem bietet euch jede Menge Spielraum. Jeder Dämon, wie auch ihr, besitzt eigene Stärken und Schwächen gegenüber den Elementen dieser Welt. Daher ist es wichtig, ein ausbalanciertes Team zu besitzen, welches die eigenen Schwächen ausgleicht und die Schwächen der anderen ausnutzt. Ein Beispiel.

      Setzt ihr gegen einen Gegner einen Blitzzauber ein, den dieser absorbiert, verliert ihr sämtliche Züge. Greift ihr hingegen eine Schwachstelle an oder trefft kritisch, bekommt ihr einen Zug gutgeschrieben. Dies funktioniert allerdings maximal in der Anzahl eurer Gesamtzüge. Sprich, ihr könnt eure vier Züge maximal verdoppeln.

      Klingt kompliziert? Das System von Shin Megami Tensei III ist recht komplex und bietet euch viele Möglichkeiten der Charakteranpassung, bestraft euch aber auch für jede falsche Entscheidung, die ihr bei der Entwicklung eurer Recken setzt. Im schlimmsten Fall kann euch euer Gegner innerhalb weniger Züge auslöschen. Hinzu kommt die kleine Gemeinheit, dass euch bereits das Game Over über den Bildschirm flackert, sobald euer Protagonist im Kampf ausgeschaltet wird.

      Doch für jedes Wehwehchen sein Mittelchen. Mithilfe von Magatamas, kleinen dämonischen Parasiten, könnt ihr eure Resistenzen ausbauen und neue Fähigkeiten erlernen. Da ihr nur eine begrenzte Anzahl an Fähigkeitenslots besitzt, gilt es abzuwägen, welche Fähigkeiten nicht nur aktuell für euch nützlich sind, sondern auch zukünftig wertvolle Dienste leisten. Auch eure dämonischen Begleiter lassen sich etwaig verbessern. Durch Level-ups erlernen sie neue Fähigkeiten und durch Fusion entstehen neue Dämonen mit den Fähigkeiten der alten. So könnt ihr euer Team stetig weiterentwickeln und den Gegebenheiten der apokalyptischen Welt anpassen. Denn eines ist sicher: Shin Megami Tensei III kann eine äußerst unerbittliche Rollenspielerfahrung sein.

      Etwas mehr für etwas mehr

      Mit dem zusätzlichen Downloadcontent lässt sich jedoch etwas gegensteuern. Wem sowohl der Hardcore- wie auch der normale Modus bereits mächtig Frust bereiten, dem liefert Atlus als kostenlosen DLC einen einfachen Modus, der das Ganze ein Stück entschlackt. Gerade für Spieler, die nur durch die Story möchten, ist das eine wesentliche Vereinfachung.

      Die Balance zerstören allerdings die beiden neuen kostenpflichtigen DLCs, wenn man diese denn kaufen möchte. Hierbei handelt es sich um kleinere Dungeons, die Erfahrung und Geld in Form von Items liefern. Dabei sind diese Dungeons so zugänglich, dass man die Balance des Hauptspiels nahezu komplett aushebeln kann. Wer in den Genuss der ursprünglichen Erfahrung kommen möchte, sollte diese erst bei einem zweiten Lauf wirklich nutzen. Doch auch weitere Änderungen lassen sich in dem 16 Jahre alten RPG entdecken.

      Gebt ihnen eine Stimme

      »Wem sowohl der Hardcore- wie auch der normale Modus bereits mächtig Frust bereiten, dem liefert Atlus als kostenlosen DLC einen einfachen Modus, der das Ganze ein Stück entschlackt.«

      Grafisch scheint sich dabei augenscheinlich nicht allzu viel geändert zu haben. Die Engine wurde ein wenig aufpoliert, Reflektionen und Schatten wurden verbessert. Die Auflösung wurde an die Gegenwart angepasst, wobei dies nicht für alles gilt. Einige der Cutscenes bleiben mehr oder weniger im 4:3-Format und wurden mit einem Filterrahmen umspannt, welcher den Rest des Bildschirms verschwommen wirken lässt. Wem die Welt und die Dungeons in SMT III zu PS2-Zeiten schon zu karg und kalt wirkten, der wird am Remaster natürlicherweise auch eher weniger Freude haben. Denn hier hat sich kaum etwas verändert. An den Effekten wurde deutlich nachgebessert, gerade was Licht und Bewegungseffekte angeht, ansonsten sind die Dungeons immer noch genauso karg wie zuvor schon.

      Ist die grafische Anpassung mehr ein „nice to have“, kommen die wirklich gravierenden Veränderungen hingegen beim Ton. Atlus spendierte dem Titel eine komplett neue Vertonung. Zur Wahl stehen Englisch und Japanisch. Diese klingen wirklich vielversprechend und man hat bei der Wahl der Sprecher ein gutes Händchen bewiesen.

      Der Nachteil bei einem solch alten Spiel ist allerdings natürlich, dass ihr auf Lippensynchronität verzichten müsst. Die Musik selbst war schon im alten PS2-Titel gut und auch im Remaster hält der atmosphärische Soundtrack weiter die Fahne oben. Ein zusätzlicher Sound-DLC lässt euch darüber hinaus aus den Standardthemes der SMT-Reihe wählen. Eine nette, kleine und optionale Ergänzung, wenn man so will.

      …und am Ende bleibt…

      Darüber hinaus bietet der Titel noch eine Schnellspeicherfunktion. Gerade in Dungeons, die sich durch verschiedene Fallen gerne mal in die Länge ziehen können, ist dies eine nette Funktion, wenn man das Spiel beenden möchte, aber es nicht mehr zum nächsten Speicherpunkt schafft. Ansonsten gilt zu sagen, dass die Änderungen dem Titel mehrheitlich gutgetan haben.

      Über die DLCs lässt sich streiten, da diese mehr oder weniger das Balancing des Spiels kippen. Wirklich schade ist es hier eigentlich nur um den Dante-DLC, den man sich notgedrungen nachkaufen kann. Der Rest ist eher eine nette Dreingabe, aber nicht erforderlich, um das gesamte Spiel zu genießen. Lohnt sich also ein Kauf?

      Ein rundes Spiel mit ein paar DLC-Ecken

      Wer die SMT-Reihe auf Nintendos Konsolen gespielt hatte, aber bisher nicht in den Genuss des PS2-Titels gekommen ist, kann ruhig zugreifen. Die Neuerungen wiegen die Makel, wie den fehlenden Dante, auf. Performance-Probleme ließen sich nicht finden, wobei hier nur auf die Performance der PS4-Version eingegangen werden kann. Wer das Spiel bereits kennt, muss sich überlegen, ob die Neuerungen im Remaster ausreichend sind und ob der Wechsel von Dante zu Raidou und die neue Tonspur genug frischen Wind bringen. Die neuen DLCs sind allenfalls eine nette Dreingabe, werden aber nicht unbedingt benötigt, nun ja, abgesehen von Dante. Jedenfalls erwartet euch mit Shin Megami Tensei III: Nocturne HD Remaster beinharte RPG-Kost, welche nach all den Jahren ihren Biss nicht verloren hat.

       

      Story

      Interessante Geschichte über den Verfall und die Neuschöpfung der Welt.

      Gameplay

      Klassische rundenbasierte RPG-Action mit hoher Schwierigkeit und einem ausgefeilten Skillsystem.

      Grafik

      Teilweise ist Atlus das Aufpolieren des Titels gelungen, gerade Lichteffekte und Schatten können für das Alter des Titels überzeugen. Dann wiederum missfallen aber die fast unberührten Sequenzen im Spiel, die ins 16:9-Format mit einem Filterfenster umzogen wurden.

      Sound

      Die neue Tonspur ist Atlus äußerst gelungen, da verzeiht man die nicht vorhandene Lippensynchronität. Auch der alte Soundtrack weiß heute immer noch zu überzeugen.

      Sonstiges

      Das Remaster bietet euch eine neue Schnellspeicherfunktion für den schnellen Ausstieg. Per kostenlosen DLC erhält man einen neuen leichten Schwierigkeitsmodus, wohingegen der Hardcore-Modus direkt von Beginn an freigeschaltet ist. Die Geschichte bietet darüber hinaus mehrere Enden.

      Bildmaterial: Shin Megami Tensei III: Nocturne HD Remaster, Sega, Atlus

    • Danke für danke für den Test, besonders der Teil hier hat mich überzeugt es mir (zu einem angemessenen Preis) zu holen.

      Brandybuck schrieb:

      Die Balance zerstören allerdings die beiden neuen kostenpflichtigen DLCs, wenn man diese denn kaufen möchte. Hierbei handelt es sich um kleinere Dungeons, die Erfahrung und Geld in Form von Items liefern. Dabei sind diese Dungeons so zugänglich, dass man die Balance des Hauptspiels nahezu komplett aushebeln kann.
      Mit dem hier und den einfach Modus könnte das Spiel dann auch so einfach sein, dass ich auch spaß dran haben werde. Für mich gibt es nämlich kaum was frustrierenderes in Spielen als schwere rundenbasierte Kämpfe. Also wenn ich mir das Spiel hole werde ich mir auf jeden fall diese dlc kaufen.
    • Ich finde, Atlus hat ein wenig zu sehr abgehoben. Nach dem wahnsinnigen Erfolg von Persona 4 Golden kommt jetzt das beliebteste PS2 SMT als HD Remaster. Dabei wurde dann ein wenig vergessen, dass Persona 4 Golden mit Golden schon ein großes inhaltliches Update ist und vor allem, Persona an sich ist populärer als Shin Megami Tensei und Golden ist vor allem technisch und inhaltlich viel weiter, denn es ist zehn Jahre jünger.

      Golden hat 20 Euro gekostet und sich 1 Millionen Mal verkauft. Was erwarten sie jetzt bei Nocturne? Das bieten sie zum Vollpreis an und als "Complete Edition" kostet es sogar 70 Euro, 75 wenn man einzeln kauft. Das ist LÄCHERLICH! Da können sie froh sein, wenn sie 100.000 Stück von absetzen, wenn überhaupt.

      Also ich werde erst zuschlagen, wenn das Komplettpaket für um die 15 zu bekommen ist. Soviel habe ich für P4G auch direkt zum Release gezahlt.
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    • Danke für den Test! Ich will mir das auch irgendwann ansehen, hatte immer auf das PS2 Spiel geschielt, als ich noch eine PS2 hatte.
      Aber ich werde auch auf einen Sale warten!
      Der neue Teil Ende des Jahres hat einfach Vorrang!

      Kainé: Weiss you dumbass! Start making sense, you rotten book, or youre gonna be sorry! Maybe I'll rip your pages out, one-bye-one! Or maybe i'll put you in the goddamn furnace! How can someone with such a big smart brain get hypnotized like a little bitch, huh? [...] Now pull your head out of your goddamn ass and start fucking helping us!
    • Danke für den Test. Der einfache Modus und die „extra leicht“ DLC interessieren mich. Ich spiele bevorzugt so leicht es geht.
      Sobald das Spiel inklusive DLC für 30€ oder weniger erhältlich ist denke ich über einen Kauf nach.

      Ein paar Fragen hätte ich, über Antworten würde ich mich sehr freuen:
      – wie ist die Performance auf der Switch.
      – gibt es einen New Game + Modus? Wenn ja, in welcher Form.
      – wie lange dauert ein Durchspielen ca für langsame Spieler?

      Gruß
      Lorem Ipsum dolor.
    • Mateiasu schrieb:

      – wie ist die Performance auf der Switch.
      Da nicht getestet, kann ich dir dazu keine Auskunft geben, müsste ich an einer Stelle im Test auch verortet haben, das ich dazu keine Aussagen machen kann. ^^


      Mateiasu schrieb:

      – gibt es einen New Game + Modus? Wenn ja, in welcher Form.
      Ja gibt es, man kann sein Dämonenkompendium mit übernehmen und ein paar Errungenschaften die in den Kalpas ausgestellt werden...darüberhinaus war es glaube ich nichts weiteres. Es sei denn ich hab was vergessen.


      Mateiasu schrieb:

      – wie lange dauert ein Durchspielen ca für langsame Spieler?

      ...für langsame Spieler...auf Normal dürftest du je nach Ausgangssituation wohl zwischen 60-90h mit einbeziehen. Hängt natürlich davon ab wie gut man auf die Kämpfe vorbereitet ist. Wer das original nicht kennt und ohne dlcs spielt dürfte wohl recht lange zu knabbern haben, daher ist es schwer da einen konkreten Rahmen zu setzen, auch in bezug auf die verschiedenen Enden.
    • Spiritogre schrieb:

      Ich finde, Atlus hat ein wenig zu sehr abgehoben. Nach dem wahnsinnigen Erfolg von Persona 4 Golden kommt jetzt das beliebteste PS2 SMT als HD Remaster. Dabei wurde dann ein wenig vergessen, dass Persona 4 Golden mit Golden schon ein großes inhaltliches Update ist und vor allem, Persona an sich ist populärer als Shin Megami Tensei und Golden ist vor allem technisch und inhaltlich viel weiter, denn es ist zehn Jahre jünger.

      Golden hat 20 Euro gekostet und sich 1 Millionen Mal verkauft. Was erwarten sie jetzt bei Nocturne? Das bieten sie zum Vollpreis an und als "Complete Edition" kostet es sogar 70 Euro, 75 wenn man einzeln kauft. Das ist LÄCHERLICH! Da können sie froh sein, wenn sie 100.000 Stück von absetzen, wenn überhaupt.

      Also ich werde erst zuschlagen, wenn das Komplettpaket für um die 15 zu bekommen ist. Soviel habe ich für P4G auch direkt zum Release gezahlt.
      Hatte Golden damals tatsächlich nur 20€ gekostet??
      Schon erstaunlich wie der Preis bei den alten Spielen so extrem angezogen hat, während neue Spiele nurnoch im Preis fallen ehe sie im Meer landen.
      Und alle Entwickler jammern immer das die Gewinnspanne früher viel größer war…



      Der Preis hier wird leider von vielen kritisiert. Mir sind 50€ auch zuuuu viel…
      Da wäre ich eher bereit für das Original 50€ zu bezahlen wenn der Zustand stimmt.
      Der Preis wird sicher bald fallen.
      Persona 5 R ist auch ziemlich schnell im Preis gesunken.
      Mein Spieleranking 2021:

      1. Ys 9
      2. Wild Arms 5
      3. Monster Hunter Rise
      4. Octopath Traveler
      5. FF8 Remaster
      6. Oninaki
      7. Megadimension Netunia V II
      8. Atelier Ryza 2
      9. Sword Art Online Alicization Lycoris

      Aktuell spiele ich: Tales of the Abyss, Tales of Hearts R, Monster Hunter Stories 2

    • Bastian.vonFantasien schrieb:

      Hatte Golden damals tatsächlich nur 20€ gekostet??Schon erstaunlich wie der Preis bei den alten Spielen so extrem angezogen hat, während neue Spiele nurnoch im Preis fallen ehe sie im Meer landen.
      Jupp, Persona 4 Golden hat 20 Euro gekostet bzw. kostet es wohl immer noch. Wobei ich es mit Eröffnungsrabatt gleich am ersten Tag für 15 direkt bei Steam bekommen habe.

      Das macht den Preis für Nocturne mit 70 Euro ja eben noch lächerlicher. Da hätte ich auch die 20 erwartet.

      Allerdings sind sie da aktuell in guter Gemeinschaft. NIS America hat ja auch angekündigt die Preise generell zu erhöhen. Und das haben sie wohl auch schon bei einigen älteren Japano Games gemacht, die jetzt teils mehr kosten als zu Release ...

      Generell kosten Remaster weniger als Vollpreisspiele zu Release und sinken teils noch schneller im Preis. Für Dragon's Dogma Dark Arisen werden momentan um die 7 Euro aufgerufen. Ninja Gaiden Collection liegt inzwischen bei um die 30 Euro, Resident Evil 2 Remake bei 12 Euro, Resi 3 bei 15. (Alle Preise PC).

      Welche Spiele recht preisstabil sind, sind Falcom Titel, die kosten immer relativ viel und sinken kaum.
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    • Bastian.vonFantasien schrieb:

      Ach, du sprichst von den Digitalpreisen ^^
      Retail kaufe ich gelegentlich, wenn ich ein Spiel für Konsole hole. Allerdings kaufe ich da zu 90 Prozent gebraucht und meist um die 10 bis 15 Euro.

      Mein letztes neues Vollpreisspiel für Konsole war 2017 Persona 5 für 50 Euro. Danach habe ich noch gelegentlich mal ausnahmsweise Spiele zu Release gekauft aber alles PC und alles rein als Download. Und natürlich nur mit knackigem Rabatt von 20 - 30 Prozent zum eigentlichen Vollpreis, was dann so meist um die 36 bis 45 Euro rum ist. Aber das ist wie gesagt eher selten.

      Es macht für mich einfach keinen Sinn Games zum Vollpreis und zu Release zu kaufen. Ich warte bis sie fertig gepatcht sind, bis sämtliche Inhalte raus sind und dann hole ich mir das Komplettpaket nach ein, zwei Jahren für die Hälfte. Dann läuft alles rund und ich kann das gesamte Spiel auf einen Schlag genießen so wie es bestmöglich ist.

      Vor ein paar Tagen habe ich die Code Vein Deluxe Edition, also mit allem drum und dran, für 17,49 Euro gekauft. Das ist genau ein Jahr alt und genau der Preisrahmen, den ich bereit bin für so ein Spiel dann zu bezahlen.

      Mag jetzt für manche Freaks hier komisch klingen aber Spiele sind für mich inzwischen Massenware und reine Konsumgegenstände. Da sie unendlich kopierbar sind ist der Sammlerwert nämlich gleich Null.
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    • Spiritogre schrieb:

      Mag jetzt für manche Freaks hier komisch klingen aber Spiele sind für mich inzwischen Massenware und reine Konsumgegenstände.
      An dem Moment der Geschichte würde ich aber schon fragen wollen, warum du überhaupt noch spielst, denn so etwas wie "Leidenschaft" kann ich aus der Einstellung schwer herauslesen.
      "Konsumgegenstände" sind für mich die Brötchen, die ich morgens esse, damit der Magen nicht mehr knurrt (und selbst bei denen achte ich auf Qualität), aber ich würde für Dinge, denen ich willentlich meine Freizeit schenke, nie den Begriff "reine Konsumgegenstände" gebrauchen. Aber möglicherweise hab' ich einfach eine zu romantische Vorstellung von "sinnvoller Freizeitgestaltung".
      "In me there's a flower - ever blooming
      Somewhere there's a fire - all consuming"
      (M.o.t.I)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kelesis ()

    • Kelesis schrieb:

      "Konsumgegenstände" sind für mich die Brötchen, die ich morgens esse.
      Pfff. Brötchen sind doch keine Konsumware. Da geht man schön zu einem guten Bäcker, holt sich die Ware frisch und warm und bestreicht das ganze nach Herzenslust. Frühstück ist zum Zelebrieren da. Ein Fest welches den ganzen Tag versüßt. Da gönnt man sich etwas! Daran spart man auch nicht. :P
    • Kelesis schrieb:

      An dem Moment der Geschichte würde ich aber schon fragen wollen, warum du überhaupt noch spielst, denn so etwas wie "Leidenschaft" kann ich aus der Einstellung schwer herauslesen."Konsumgegenstände" sind für mich die Brötchen, die ich morgens esse, damit der Magen nicht mehr knurrt (und selbst bei denen achte ich auf Qualität), aber ich würde für Dinge, denen ich willentlich meine Freizeit schenke, nie den Begriff "reine Konsumgegenstände" bezeichnen. Aber möglicherweise hab' ich einfach eine zu romantische Vorstellung von "sinnvoller Freizeitgestaltung".
      Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

      Ich liebe Spiele, es ist mein größtes und intensivst gelebtes Hobby seit meiner frühen Jugend. Nur sind es halt lange keine Sammelobjekte mehr sondern reine "Nutzware", da es auch einfach viel zu viele Spiele gibt und der Markt damit überflutet ist.

      Als ich jünger war, war jedes Spiel was besonderes und besonders gute Spiele noch mal umso mehr. Nur sind wir heute 40 Jahre weiter und es gibt Millionen Spiele und Tausender wirklich guter Spiele. Es ist entsprechend eine Massenware und sie ist eben unendlich verfügbar (kein Sammlerwert mehr). Es gibt aber quasi nur alle Jubeljahre mal "die eine Perle" die noch aus der Masse echt fantastisch guter Spiele heraussticht und noch eine Schippe oben drauf legt, selbst für Leute wie mich, die eben seit Jahrzehnten zocken und Tausende Games kennen.
      Das war früher sicher anders, ganz am Anfang war jedes Spiel letztlich eine Erfahrung. Danach konzentrierte es sich auf die relativ seltenen wirklich tollen Titel und inzwischen gibt es aber auch von denen unglaublich viele, sodass da nur selten wirklich was heraussticht.

      Und da es so viele Spiele gibt und ich so viele Spiele habe sind sie mir naturgemäß auch nicht so viel mehr wert. Die Zeiten wo ich mal 150DM für einen einzigen Titel ausgegeben habe sind lange vorbei. Wozu sollte ich, wenn ich das Spiel in besserem Zustand und dann vollständig für einen Bruchteil des Preises ein paar Monate später bekomme? Ist ja nicht so, als hätte ich in der Zwischenzeit nichts zum Daddeln (was qualitativ genauso gut wäre).
      Ich gebe da wie gesagt mein Geld lieber für drei bis fünf Games aus als für eines. Da habe ich am Ende mehr von. Wobei ich zugebe, dass ich die wenigsten Games durchspiele. Viele werden nach zehn, 20, 30 Stunden halt einfach dann auch langweilig, weil man alles gesehen hat, was sie bieten.

      In den letzten zehn Jahren gab es genau zwei Spiele (Singleplayer, MMORPGs also außen vor), die mich länger, teils extrem viel länger, als 200 Stunden fesseln konnten. Wobei da auch die verfügbare Zeit eine Rolle spielt sonst wären vielleicht noch ein paar andere Games dazu gekommen. Namentlich Skyrim (keine Ahnung wie viele 100 Stunden) und Conan Exiles (wobei ich das auch zwischendurch immer mal online gespielt habe).

      Ich kann heute sogar tiefer und intensiver in eine Spielewelt eintauchen als früher und mich gut in den Spielewelten verlieren. Ich denke, das hat sicher auch mit der besseren Technik und oftmals besseren Storys und Charakteren zu tun. Ich lasse mir inzwischen auch oft mehr Zeit und genieße die Spiele einfach ohne jeden "Leistungsdruck", was sicher auch mit der "Casualisierung" zu tun hat, also das man z.B. bei den meisten Titeln jederzeit speichern kann.

      Warum bezeichne ich Spiele also als Konsumgegenstände? Weil sie es in der Regel sind. Einmal durchspielen und dann weg damit. Nur wenige Games fasse ich nach dem einmaligen durchzocken noch einmal an und wenn dann vielleicht nach vielen, vielen Jahren um mal wieder reinzuschauen. Das ist für mich der Inbegriff eines Konsumgegenstandes. Genau wie die Brötchen. Ich achte auf Qualität aber ich esse sie einmal und dann ist gut.
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    • Spiritogre schrieb:

      Warum bezeichne ich Spiele also als Konsumgegenstände? Weil sie es in der Regel sind. Einmal durchspielen und dann weg damit.
      Wäre das meine Einstellung, würde ich längst nicht mehr spielen.
      Wenn man beim Kaufen sorgfältiger auswählt, kauft man seltener, beschäftigt sich länger mit dem Gekauften und ein höherer Preis für ein einzelnes Spiel schmerzt nicht so sehr - auch eine Form von Deflationspolitik.
      Und dann muss man auch nicht erwarten, dass ein 70-80-Stunden-RPG, wie jenes, welches hier getestet wurde, IM RELEASEZEITRAUM für 15 Euro verscheuert wird.
      Zum Vergleich: Für diesen Betrag kriegt man bisweilen nicht mal ein Ticket für ein zweistündiges Konzert, sobald die auftretende Band mehr als zwei Alben veröffentlicht hat.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Kelesis ()

    • Kelesis schrieb:

      Wäre das meine Einstellung, würde ich längst nicht mehr spielen.Wenn man beim Kaufen sorgfältiger auswählt, kauft man seltener, beschäftigt sich länger mit dem Gekauften und ein höherer Preis für ein einzelnes Spiel schmerzt nicht so sehr - auch eine Form von Deflationspolitik.
      Und dann muss man auch nicht erwarten, dass ein 70-80-Stunden-RPG, wie jenes, welches hier getestet wurde, IM RELEASEZEITRAUM für 15 Euro verscheuert wird.
      Zum Vergleich: Für diesen Betrag kriegt man bisweilen nicht mal ein Ticket für ein zweistündiges Konzert, sobald die auftretende Band mehr als zwei Alben veröffentlicht hat.
      Irrelevanter Einwurf! :evil:

      Du hast meinen Beitrag wohl nicht richtig gelesen. Ich spiele selbstredend nur gute Spiele, die mir viel Spaß machen. Das ändert aber nichts daran, dass es heutzutage Tausender solcher Games gibt. Die Zeit wo man im Jahr ein, zwei Perlen hatte ist laaaange vorbei. Heute kommen im Monat mindestens (!) zwei bis fünf wirklich erstklassiger Games. Und natürlich sortiere ich selbst da noch.

      Und was Nocturne angeht, wir reden hier nicht von einem neuen Game sondern von einem eher schlechten und billigst produziertem HD Remaster eines 20 Jahre alten Spieles. Sorry, das ist NICHT mehr wert als die 15 - 20 Euro zum Release.

      PS: Ich gehe nicht (mehr) auf Konzerte, ist mir inzwischen zu teuer.

      Wobei, ich wollte vorletztes Jahr gerne auf eines im Rahmen einer Kulturveranstaltung. Da hätte die Karte 150 pro Person gekostet. Aber es waren live zu sehen K.A.R.D, Monster X und WSJG, zwei meiner absoluten Lieblingsbands und die dritte mag ich auch sehr gerne. Eine einmalige Chance. Leider hat es dann nicht geklappt, vor allem weil es meiner Frau dann selbst zu teuer und zu weit weg war.

      Also ich kann schon Geld ausgeben, wenn etwas wirklich heraussticht. Nur bei Spielen ist das einfach nicht der Fall, da gibt es IMMER gleichwertige Alternativen.
      Die Zeiten wo ich mir für teures Geld Shadowrun auf dem SNES habe importieren lassen um es sofort zu zocken und nicht ein Jahr zu warten, bis es zu uns kommt, sind lange vorbei.
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