Beruf - Gehalt oder Spass?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • "Spaß" vergleiche ich im Beruf vielmehr mit der Lust, gewisse Arbeiten innerhalb dieses Berufslebens durchziehen zu wollen, ohne, dass es einen dabei ärgert. Natürlich hat jeder Job seine Licht- und Schattenseiten. Es wird immer Aufgaben geben, die einen gewissen Anreiz geben und Aufgaben, die nur nervig sind. Man benötigt grundsätzlich manchmal einen Hauch von Motivation, um morgens aus dem Bett zu steigen und zur Arbeit zu gehen. Wenn man sich voller Widerwillen auf die Arbeit stürzt, kann das einem den ganzen Tag versauen und die Zeit läuft IMO unnötig langsamer. "Spaß" ist also ein recht vielfältiger Begriff, was den Beruf angeht.

      Den Zivildienst beispielsweise mache ich hauptsächlich des Geldes wegen. Wenn ich schon aus dem Studium herausgenommen wurde, dann will ich wenigstens trotz der geringen Motivation, ohne die ich in einer absoluten Midlife-crisis stecken würde, meine Arbeit gut machen, mich bemühen und das Geld verdienen. Nun ja, zugegeben, es stinkt mir, dass viele Feiertage und Wochenenden geopfert werden müssen, aber...was will man denn schon machen. Augen zu und durch.

      Den späteren Beruf nach dem Studium werde ich mit etwas mehr Elan begegnen als den Zivildienst. Ich lerne das, was ich immer gut konnte und werde das zum Beruf machen, wenn alles sauber funktioniert (und ich hoffe, es funktioniert^^'). Dementsprechend will ich den Beruf mit einer ordentlichen Portion Ansporn ausüben und dabei mein Geld verdienen. Den ein oder anderen Luxus möchte ich mir auch gönnen, aber dazu später mehr, wenn es soweit ist.


      Der Link: Final Fantasy IV Comic series by CiferCross
      Rechtschreibfehler sind wie immer gewollt, fest eingeplant und haben nichts mit mangelnden Sprachkenntnissen zu tun!
      Derzeitiger Stand: Ausgabe 1, 42 Seiten.
      Bei Photobucket am besten als Slideshow ansehen!
    • 2. Ausbildung?
      Hat jetzt erstmal nichts mit dem Thema zu tun, aber ich wollte mal Rat von anderen einholen und ich hoffe mir kann wer helfen:
      Ich werde nächstes Jahr 30, hab damals ne Ausbildung (schulisch) abgeschlossen (Betriebstechniker für Elektrotechnik, was ich aber nie wollte, von meinem Vater aber damals dazu gezwungen wurde, weil ich eben noch zuhause lebte). Mein Fachabi (nicht Fachbezogen) habe ich später noch nachgeholt. Dazwischen auch noch ein Freiwilliges Soziales Jahr und zwei Ausbildungen begonnen, die leider abgebrochen werden mussten (bei der ersten (Einzelhandelskaufmann) wurden von Anfangs 3 Leuten nur einer nach der Probezeit übernommen, bei der anderen (Erzieher) bekam ich keine finanzielle Unterstützung und hatte nach 3 Monaten schon Schulden, weshalb ich abbrechen musste).
      Nun läuft es seit einiger Zeit nicht soo gut bei mir in der Arbeitswelt. Wurde vor "kurzem" gekündigt, weil das Geld für meine Bezahlung nicht mehr da war (sonst hätte ich dort weiterarbeiten können) und arbeite dort nur noch auf Minijob-Basis.
      Leider bekomme ich einige Absagen, was es alles nicht einfach macht.
      Nun habe ich mir gedacht, dass es ja nicht ewig so weitergehen kann. Ich will auf jedenfall arbeiten, will aber auch nicht irgendwas machen. Es muss schon zumindest im Ansatz Spaß machen.
      Mir ist nun in den Sinn gekommen, und das haben mir auch schon 2-3 Leute geraten, eine neue Ausbildug zu machen, also eine 2. Ausbildung.
      Ich finde die Idee eigentlich nicht schlecht. Die Frage ist, ob man als fast 30-jähriger zum Beispiel noch eine Ausbildung zum Bürokaufmann oder so machen kann. Ich weiss nicht wie da die Chancen stehen. Auch, weil ich selbst irgendwie glaube, dass man dann von anderen ziemlich dumm angeschaut wird, wenn man schon so alt ist. Klar, es gibt immer wieder Fälle, wo sogar noch 40-jährige eine 2. Ausbildung beginnen, aber ich bin mir halt unsicher und würde erstmal den Rat einiger Leute einholen.
      Ich würde mich über jede ernstgemeinte Meinung freuen und hoffe, dass ich dieses Thema in diesem Thread anschneiden darf.


      Und zum Thema: Ich finde, dass es einem im Beruf nichts nützt, wenn man gut verdient, aber keinen Spaß hat, soll heissen sich jeden morgen zur Arbeit quälen muss.
      Wer mehr Spaß an der Arbeit hat, der kann auch mehr Leisten. Und wer mehr leistet verdient in der Regel auch mehr. So sollte es sein und das sollte man evtl auch anstreben :)
    • Also für mich ist schon beides wichtig. Ich würde nicht nur für Geld in einem Job arbeiten können, den ich nicht ausstehen kann. Ich kenn mich, ich wäre total unmotiviert und hätte keine Lust morgens aufzustehen. Andererseits würde ich nicht lange überleben, wenn ich nur zum Spaß arbeite, aber kaum was daran verdiene.

      Ich habe meine Ausbildung eigentlich zur Kauffrau für Bürokommunikation bei der Stadtverwaltung gemacht, weil ich es schon immer mochte, am PC zu arbeiten und die Atmosphäre in den Büros fand ich immer gut. Es war also Spaß und Geld. Allerdings wurde ich nach der Ausbildung an zwei Schulen ins Sekretäriat gesetzt. Mit Schülern (anstatt mit Bürgern) zu arbeiten, passte mir nicht und ich hatte schon Angst, dass es ein Alptraum wird und ich eben eines Tages total unmotiviert bin und mich nur noch des Geldes wegen zur Arbeit zwinge. Aber so schlimm ist es gar nicht. Mittlerweile macht es Spaß. Die Unterschiede zwischen Arbeiten in einem Amt und Arbeiten in einer Schule sind eigentlich minimal, lediglich die Zielgruppe ist eine andere. Und ich muss sagen, dass ich glaube, dass ich besser mit meinen Schülern (alle so 16 - 25) umgehen kann als mit den Bürgern (in der Regel 30+) bei den Ämtern.

      Nach meiner Schulzeit war ich unsicher bezüglich meiner Zukunft. Auf der einen Seite wollte ich Kauffrau für Bürokkomunikation werden, aber auf der anderen Seite wollte ich unbedingt Japanologie studieren, da zu der Zeit meine Japan-Faszination größer als alles andere war. Das hätte allerdings bedeutet: 3-5 Jahre ohne Geld (Bafög mal weg gelassen) und unbekannte Berufs-Perspektive. Ich kam erst auf die Warteliste und war deshalb gezwungen, mich doch für eine Ausbildung fürs Folgejahr zu bewerben. Im Endeffekt bin ich in der Uni nachgerutscht und bekam die Wahl:
      Entweder Arbeit (Geld + Spaß) oder Studium (Spaß, aber kein Geld).
      Ich entschied mich für ersteres und heute muss ich sagen, dass es die beste Entscheidung war. Ich bereue nichts.

      Es muss beides stimmen. Ich würde jedem raten, dass er sich nicht nur wegen des Geldes für einen Job bewerben soll, an dem er kein Interesse hat. Ich würde auch genauso raten, sich nicht nur wegen des Spaß-Faktors für einen Job zu bewerben, bei dem das Geld nicht ausreicht. Und wenn der Traumjob kaum Geld bringt, dann muss man sich einen Job suchen, der die Interessen eben teilweise trifft und gutes Geld bringt, aber es sollte eben kein Job sein, der die Interessen überhaupt nicht trifft. So ein Mittelweg ist da besser.

      Ich seh das auch an anderen Sekretärinnen, dass sie ihre Schüler anschnauzen, wenn die eine Schulbescheinigung brauchen, einfach weil die Damen keine Lust auf ihren Job haben. Genau dasselbe erkenne ich auch an einigen unserer Lehrern. Über die wird sich hier öfter beschwert, weil sie entweder nichts beibringen können oder wollen.


      @BlueSamurai:
      Also, es spricht nichts dagegen, sich um eine Bewerbung zur zweiten Ausbildung bei Unternehmen zu bemühen. 30 ist noch nicht so alt und es gibt Betriebe, die auch noch 30jährige für eine Ausbildung einstellen. Es kommt da auch immer auf den Betrieb an. Beim Versuch hast du aber nichts zu verlieren. Aus Sicht einer Sekretärin an 2 Berufskollegs kann ich dir sagen, dass wir hier auch durchaus 40-jährige haben. Natürlich nicht viele, aber doch einige. Als ich meine Ausbildung zur KfB gemacht habe, hatten wir auch einen älteren Schüler in unserer Klasse, der hat später nur die Klasse gewechselt, ist aber in der Ausbildung geblieben. (Er hat auch nur wegen der Schultage gewechselt, also nicht weil wir ihn gemobbt hätten oder sonstwas). Ich kann mir natürlich vorstellen, dass man sich als 30-jähriger in einer Klasse voller 16-20 jährigen etwas Fehl am Platze oder Unwohl fühlt, aber daran solltest du dich nicht stören. Auch wenn dir die Schüler dumm kommen und irgendwelche Sprüche ablassen, sollte dich das nicht daran hindern, deinem neuen Berufswunsch nachzujagen. Je nachdem wie gut du im Stoff bist, kannst du die Ausbildung vielleicht auch auf 2,5 Jahre verkürzen. (Kommt da aber mehr auf die Noten an).
      Also versuchen kannst du es.
    • @BlueSamurai: Ich würde das an deiner Stelle machen, wenn du selbst nochmal eine Ausbildung machen möchtest und die Möglichkeit dazu hast. Die Sache mit deiner ersten Ausbildung klingt ziemlich hart, unter den Bedingungen wäre ich selbst womöglich nie zufrieden. Ich kann es allerdings auch gar nicht einschätzen, wie die Chancen für dich stehen. Es gibt sicherlich Unternehmen, die eher junge Leute suchen, aber ich glaube es kann auch Eindruck machen, wenn ein Arbeitgeber sieht, dass du bereits eine Ausbildung gemacht und sogar noch das Fachabi nachgeholt hast. Das spricht ja schon für eine gewisse Zielstrebigkeit, die dem ein oder anderen Teenager möglicherweise noch fehlt.
    • @ topic: Ich würde mich für den Beruf entscheiden. Wenn man gut ist, Erfolg hat und relativ gut verdient, kann der Beruf durchaus Spaß machen und einem eine Art Sinn geben. Zudem nimmt ein geregeltes Einkommen viel Druck und Stress weg und ermöglicht durchaus die Anschaffung von Dingen, die wiederum Spaß machen (e.g. eine Heimkonsole, Blu Rays, Bücher etc...). Natürlich sollte die Balance Job-Spaß stimmen.

      Ich denke jeder Mensch braucht eine Aufgabe, etwas dass einen richtig fordert. Aus meiner eigenen Erfahrung: In Übergangsperioden zwischen Ausbildung und Studium bzw. Job- Studium, wo ich keine echte Aufgabe hatte, habe ich immer etwas zuviel gechillt - man wird müßig, faul, inaktiv. Das Gegenteil ist der Fall wenn ich beruflich und intellektuell gefordert werde - Job, Praktikum, Studium. Da hatte ich durchaus Spaß, obwohl es "Arbeit" war. Natürlich kommt auch gelegentlich etwas Frust dazu ;p

      Grundsätzlich muss jeder diese Entscheidung für sich selbst treffen, immerhin entscheiden wir selbst, wo wir im Leben hinwollen und uns hinentwickeln. Das andere Extrem: Wenn man zu einem Work-a-holic wird und nur mehr arbeitet, ohne Sinn und Spaß bzw. Erfüllung zu finden, kann das auch durchaus übel enden (/pathologisch werden). Balance ist der Schlüssel!
    • Ich würde dir auch definitiv zu einer 2. Ausbildung raten! Hey, wenn es geht, warum nicht auch ein Studium?! In meinem Institut gibt es viele 30+ Studenten, die nicht selten viel fleißiger, engagierter und allgemein interessierter als viele jüngere Studenten sind. Natürlich sieht die Sache mit Studium + regulärer Bezahlung oft nicht so rosig aus, wie es die meisten von uns wohl wünschen, doch glaube ich, dass dies ein allgemeiner Trend ist, unter den in Zukunft viele Ausbildungssparten leiden werden. Im Studium zeigt es sich halt nur schneller, weil ein Studium doch noch mehr Bildung als AUSbildung ist. Doch kann ich aus Erfahrung reden, dass auch in meiner recht brotlosen Sparte mit etwas Engagement und Kreativität sich Arbeit finden lässt.

      Meiner Meinung nach sollten wir froh sein, in einem Teil der Welt zu leben, in dem uns überhaupt erst so viele Weichen für die persönliche Entfaltung gestellt werden. Bildungspolitik hin oder her.

      Und noch etwas, um dich zu motivieren: Meine Mutter hat auch mit 40 ihre fixe Anstellung hin geschmissen und eine neue Ausbildung genossen. Jetzt ist sie selbstständig, verdient vielleicht etwas weniger als in ihrem vorigen Job, aber dafür ist sie um einiges zufriedener.
    • Ich habe früher gedacht: Hauptsache einen Job haben, egal ob dieser Spaß macht oder nicht. Die Gesellschaft hat einem das aber auch eingeredet: Arbeitslos sein ist schlecht, dann lieber irgendeinen Job machen als garkeinen Job zu haben. Am besten einen Job haben der viel Geld bringt. Durch diese Einstellung habe ich eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten begonnen ohne überhaupt zu wissen was ich da machen muss. Ich kam zwar schnell rein in die Thematik, wurde aber nicht warm damit. Es war mir zu simpel. Während des Abiturs habe ich meinen Kopf noch angestrengt und während der Ausbildung bin ich praktisch "verdummt" - es lief alles mechanisch ab und kreativer Spielraum war da keiner. Auch aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen war der Job nicht das was ich wollte. Ich habe die Ausbildung dennoch abgeschlossen, aber sofort im Nachgang etwas anderes begonnen.

      Ich begann zu studieren, ein Fach bei dem ich mich ausleben konnte. Ein Fach das ich machen wollte. Nicht eins wo einer aus meiner Familie sagte: Oh Rechtsanwaltsfachangestellte? Das hört sich doch gut an. Bei dem ich kreativ sein konnte und dennoch mathematisches und physikalisches Wissen einbringen konnte. Das Studium war die beste Zeit meines Lebens bisher. Es hat einfach Spaß gemacht. Geld gab es dafür natürlich nicht, ich musste mich mit Nebenjobs über Wasser halten. Aber vom seelischem Wohlbefinden war es einfach purer Luxus.

      Jetzt nach dem Masterabschluss 2012 arbeite ich in diesem Job. Der Beruf an sich macht irre viel Spaß, ich kann kreativ sein, dennoch viel Organisatiorisches leisten (was ich während meiner ersten Ausbildung gelernt habe). Ich habe eines der wenigen Studienfächer bei denen man "schlecht" verdient als Akademiker. Ich verdiene weniger als manch jemand mit einer normalen kaufmännischen Ausbildung. Aber das ist mir egal, solange ich dennoch meine Hobbys finanzieren kann (manchmal muss ich Kompromisse gehen), aber der Inhalt des Jobs ist mir wichtig und muss mir Spaß machen. (Was ich dennoch auch wichtig finde, das ist bei meinem jetzigem Arbeitgeber leider nicht gegeben, hier macht der Job an sich zwar Spaß - aber die Arbeitsbedingungen sind durch Mobbing unter aller Sau - Auch die Pendelei nervt, aber ich suche momentan einen anderen Arbeitgeber)
    • Why not both?
      Ne gesunde Mischung aus beidem wäre natürlich perfekt :)
      Ich muss dann allerdings sagen das ich eher zu mehr Geld tendiere, man arbeitet zwar sein Leben lang, dennoch verbringt man die meiste Zeit ausserhalb von Arbeit, auch wenn sie einen Grossteil übernimmt.
      Da wäre es doch klasse wen man abwärts von Arbeit sich alles leisten kann, und alles tun kann.
      Aus selbigem Grund würde ich niemals aus Luxemburg auswandern, Geld ist nunmal ne tolle Sache.
      Vielleicht denke ich anders darüber wenn ich bis 10 Jahre lang in einem Beruf arbeite der mir keinen Spass macht, aber momentan...
    • Ich verstehe nicht, weshalb Leute sich noch vor dem Versuch Steine in den Weg legen bei "Spaß vor Geld".

      Ich hoffe, dass Leute die das als unmöglich oder unrealistisch ansehen, es zu mindest mal probiert haben.
      Denn obwohl es recht unlogisch klingt, es ist nun mal weniger spaßig einen Job zu finden, bei dem man Spaß hat.*

      *Spaß hat klingt so doof, aber ihr wisst was ich meine.

      Mir persönlich war "Spaß" wichtiger als Geld, als ich mich entschieden habe bestimmte Wege zu gehen.
      Natürlich kann ich mir davon nicht alles kaufen. Da ich aber sowieso schon gute Laune habe, brauche ich auch nicht so viel Käse bei mir rumzustehen haben, und ich kann auch auf vieles Verzichten, worauf andere pochen.

      Da ich so entspannt an die ganze Geschichte ran gegangen bin, hatte ich gefühlt auch weniger verschlossene Türen vor mir und konnte so mehr oder weniger immer machen was ich wollte. Was nicht heißt, dass man sich einfach zurück lehnen kann und alle anderen machen alles für einen. Man muss schon was tun für sein Glück.

      Wer sich nicht mit einem 3DS zufrieden geben kann und unbedingt noch PS4, PSV, PSTV, Xbox One und Wii U haben muss: Bitte.
      Mir reichen paar 100€ weniger, da ich auch ein paar 100€ weniger ausgebe. Und trotzdem schaffe ich es mich gesund zu ernähren mit Obst und Gemüse, größtenteils aus der Region: Um mal dem Vorurteile vorzubeugen, gesunde Ernährung sei ja so unbezahlbar.
      Obwohl ich theoretisch noch als Schüler oder Student in der Gesellschaft angesehen werde, habe ich teilweise schon zu viel erste-welt-mist zuhause. Ich habe mehr Games als ich zocken kann und habe sowohl ein Smartphone als auch ansehnliche Kleidung. Dafür fahre ich so gut wie nie in's Ausland in den "Ferien" oder fahre ein Auto, kaufe mir andauernd neue Schuhe oder brauche ganz dringend noch mehr Möbel als ich sowieso schon hier verstauen kann.

      In Verzicht liegt nicht selten mehr Glück als in Gier. Womit ich nicht sagen will, dass wir alle am Existenzminimum kauern müssen. Ich habe es auch geschafft über ein Jahr mit 180€ pro Monat aus zukommen und bin nicht daran gestorben oder empfand es als viel zu wenig. Ich konnte eben weitaus weniger Schrott hier anhäufen :P
    • Der Frage hab ich mich auch schon öfter gestellt - und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich grundsätzlich lieber einen Job ausüben würde, der mir Spaß macht - Geld ist eher nebensächlich, solange ich davon leben kann.

      Ich hab die Ausbildung zum Kindergartenpädagogen gemacht (also 5-jährige Oberstufe mit Berufsausbildung und Abi in einem) und würde als Einstiegsgehalt ca 1300 bekommen, was mir zu mickrig für einen Beruf ist, den ich nicht wirklich ausüben möchte.
      Ich hab die Schule - bevor wer fragt - nur gemacht, weil dass in Österreich die einzige Chance ist Abi zu machen, ohne Mathe als Abi-fach zu haben :D


      Dann habe ich mich für das Studium der Japanologie eingeschrieben und hatte vor, in irgend einer Art und Weise dies später in meine Karriere einzubeziehen, ohne Frage wäre hier das Gehalt wirklich knapp - aber das Interesse-Level hoch.

      ... nur hatte ich dann leider eine Eingebung von oben, bei der beide Komponente sich super vereinbaren lassen.
      Werde jetzt wohl Soziale Arbeit studieren und dann in dem Bereich mit Teenagern, oder Leuten in schweren Situationen Arbeiten - oder in der Suchtberatung.
      Da ist das Gehalt doch um ein paar 100er besser als bei der Kindergarten-Sache, dass Interesse ist viel größer, ich weiß das mir sowas liegt - also...optimaler kann es doch nicht laufen :D
      Und wie gesagt - reich werden muss ich nicht :)
      - Periodenweise 24/7 online - gefolgt von Monaten der Abstinenz -
      Ich entschuldige mich im Vorhinein ( ' 3')

      Twitter + Tumblr - Noch Fragen? :D
    • Wenn arbeiten Spaß wäre, würde es Spaß und nicht Arbeit heißen. Ich kann mich zwar nicht beschweren, aber es gibt oft Tage wo man sich fragt ob man aufstehen soll nach dem letzten Tagen. Aber vom Geld her lohnt es sich wenigstens, schließlich will ich meinen Lebensstandard nicht verändern müssen. Die Kasse muss klingeln, Wohnung, Auto, Versicherungen, Strom, alles kostet Geld und muss bezahlt werden. Ich sage immer:" ich könnte ohne Geld leben, wenn die anderen es nicht immer von einem haben wollen würden".

      Ich musste früher mal für eine Weile für weniger Geld arbeiten, aber die Arbeit selber war ganz cool. Dennoch überwog der Frust was das Geld anging. Ich kann zwar mit meinem Job leider nicht reich werden, aber kann soweit gut leben. Ich muss nicht jeden Cent umdrehen oder muss sagen "sry, ich kann nicht mit, der Monat ist fast vorbei und habe nur noch 10 Euro für essen kaufen".

      Blöd ist es halt wenn man arbeitslos ist/wird. Das was man dann noch bekommt von seinem Brutto ist ein Witz. Hat man dann nicht paar Euro auf der hohen Kante, muss man sich einschränken. Ich mein, jeder war oder kann mal arbeitslos werden, besonders heut zu Tage aufgrund von 1 Jahres Verträgen oder Leihfirmen, Unfällen, Krankheiten usw. . Alleine deswegen sollte man meiner Meinung nach schon einen gut bezahlten Job haben, damit man auch für solche Zeiten was weg legen kann. Es kann jeden mal treffen, ich war die Jahre auch nicht davon verschont (das alles zu erklären wieso weshalb warum würde aber den Rahmen hier sprengen).

      Es ist natürlich schön wenn man wirklich einen Job hat der einem Spaß macht und man mit weniger Geld klar kommt, aber wie gesagt, finde man muss auch etwas weiter denken als nur für den Moment wo man sich sagt "ich brauch ja nicht so viel". Es ist so heute schon oft schwer Geld weg zu legen ohne auf was anderes zu verzichten. Allerdings hat mir das die Jahre schon öfters die Haut gerettet. Es kann ja auch immer mal was kaputt gehen wie das Auto, ohne wäre ich bei mir in der Gegend aufgeschmissen, auch was den Weg zur Arbeit angeht. Wenn es nicht mehr zu reparieren ist muss ein neues her. Will man auch in 2 - 4 Jahren damit ruhe haben, muss man schon paar Tausend Euro in die Hand nehmen, außer man ist nen Auto Bastler oder hat Glück mit einer 500 Euro Kiste. "Geld zu haben ist nicht wichtig, aber es beruhigt", da ist auch was wahres dran.
      Mein kleiner Blog >Hier<
      "Als ich ein Kind war, spielte ich Spiele zum Spaß.
      Heute spiele ich Videospiele, um große Geschichten zu erleben."
      -CloudAC-

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von CloudAC ()

    • Ich finde Geld ist bis zu einem bestimmten Grad wichtig, denn ganz ohne Geld gehts in der Welt leider nicht.
      Mir persönlich ist aber der Spaß an der Arbeit auch wichtiger. Hab selbst im Oktober 2011 mit einer Ausbildung als IT-System-Elektroniker begonnen, was mir anfänglich auch ganz gut gefiehl, nach der Zeit aber, duch einige unfreundliche Kollegen und Routine, hab ich komplett den Spaß daran verloren.
      Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als ich von der Arbeit heim kam und einfach nichts mehr machen wollte, also zum Zocken beispielsweise war ich einfach zu faul, wollte nur noch in mein Bett und was in der Glotze schaun. Hirn ausschalten eben. Hab dann gemerkt, dass ich da einfach nicht glücklich werde und nach über 7 Monaten hab ich dann "gekündigt" oder wie man das bei Azubis auch immer nennt. Das Geld konnte mich da auch nicht motivieren, hab für volle 40h/Woche 400€ rausbekommen.
      Heute bin ich 20 und stehe kurz vorm Fachabi und bin soweit auch mit meinem Taschengeld ganz glücklich. Für 400€ würde ich da heute auch keinen Finger mehr krumm machen^^
      Ich denke, ich würde auch ganz gut mit recht wenig Geld managen können. Werd ich evtl. auch bald müssen, da ich im Mai dann irgendwann fertig bin mit der Schule und möglicherweise zum Studieren ausziehen muss. Könnte ganz lustig werden, wenn ich kein Geld für Games ausgeben kann, kann ich wenigstens endlich meinen riesigen Backlog abarbeiten :D
      "I think that inside every adult is the heart of a child. We just
      gradually convince ourselves that we have to act more like adults."

      Shigeru Miyamoto
    • @Cloud

      Da muss man eben schauen womit man am Ende glücklicher ist. Auch wenn ich deine Einstellung nicht kritisieren möchte, finde ich es dennoch recht ungesund dass viele Leute diesen Gedanken haben: Ich möchte mich nicht einschränken.

      Da dafür glücklicherweise nur derjenige Schaden von trägt der das sagt, gibt es keinen Anlass sich darüber aufzuregen. Für mich persönlich wäre das aber nichts.

      Und wenn Arbeit Spaß wäre, würde es Spaß heißen und nicht Arbeit ist etwas kleinkariert... Leckeres oder gutes Essen heißt ja auch Essen und nicht Lecker oder Gut...
    • Also bei mir hat beides mit rein gespielt.
      In der Ausbildung gabs viel zu wenig und da habe ich mich durchgebissen mit der Aussicht auf a) Japan und b) mehr Geld in Japan, was ich jetzt auch erreicht habe.
      mir macht mein Beruf auch meistens Spass, vorallwm wenn man sieht wie man vielen Leuten helfen kann.
      Klar könnte ihm noch mehr Geld anstreben, aber bis dato reicht es gut aus
    • Ich hatte ja schon 2009 hier gepostet. 2010 hatte ich mein ABI gemacht und seit dem bin ich ein eher erfolgloser Student, weil ich mein Fach nach paar Semestern wechsele und jetzt bei meinen 4.ten bin (hauptsächlich hatte ich immer das Interesse verloren). Ich wäre wohl gehaltmäßig viel besser dran gewesen, wenn ich einfach ne Ausbildung gemacht hätte. Also, Gehalt finde ich doch wichtiger als Spaß, wenn ich das abwägen müsste. Mir mangelt es eigentlich an Jobs, die Spaß machen sollen. Und ich finde es auch sehr wichtig, was ich eigentlich mache, was mich als Person, oder Lebensform stärker macht usw. Und aus Mangel an Interesse usw. bin ich zudem Entschluss gekommen, dass Mathe (oder Naturwissenschaften) eigentlich das sinnvollste ist, was ich machen kann (vorher hatte immer Geistenwissenschaften studiert und empfand sie als wesentlich leichter). Spaß machen mir Mathe und Naturwissenschaften nicht wirklich und gut bin ich übrigens auch nicht, aber was solls. :D
    • Ich muss mich schon früh genug damit auseinander setzen und das hat persönliche Gründe.
      Dadurch das ich zu der Zeit wo ich de Schule verlassen habe doch noch ziemlich eingeschrenkt war, war es schwierig überhaupt einen Ausbilder zu finden der Verständnis dafür hat was ich noch durchmachen muss.

      Da dann alles kurz vor knapp war hab ich eine Ausbilungsstelle als Bäckereifachverkäuferin bekommen.
      Nicht gerade der Traumjob, aber wenigstens etwas zu der Zeit um mal ins Berufsleben einzusteigen und zu sehen was die Arbeitswelt so zu bieten hat.

      Anfangs immer früh Heim geschickt worden, nach 3 Monaen stand man schon alleine im Laden und dann wurde man immer Nachts angerufen wenn mal eine Kollegin nicht konnte und man musste einspringen, dass wurde nach der Zeit leider Routine.
      12 Stunden im Laden gestanden, Frühschicht und Spätschicht, mitten drin ein paar Stunden Pause, hat nicht einmal gereicht um überhaupt Heimzugehen.
      Als ich dann gehört habe das alle Nebenjobs haben um ihre Familien über Wasser zu halten wusste ich das ich den Beruf nicht weiter führen werde, 900 Euro auf die Hand.
      Wie soll man mit so wenig Geld überhaupt durch das heutige Leben kommen?

      Wasser, Strom, Gas, Lebensmitte, Miete usw. Haleluja!

      Ich hab dennoch die Ausbildung fertig gemacht um wenigstens etwas in der Tasche zu haben. Ich hab mir in der Ausbildung schon Gedanken gemacht einen zweiten Anlauf zu nehmen und eine zweite Ausbildung zu machen. Jetzt bin ich im 3 Lehrjahr und hab regelmäßig Blockschule.
      Wärend ich alles selber Blechen musste in der ersten Ausbildung (mit einem Monatlichen Lehrlingsgehalt von 300 Euro), bekommt man hier einiges gestellt.
      Unterkunft für die Blockschule, da diese 3h entfernt ist.
      Zuschuss von meiner Ausbildung, Kindergeld bekomm ich auch gestellt, da ich ller 6 Wochen da oben bin.
      Teuer an der ganzen Sache ist nur das ich nun ein Auto habe, versicherungen selber Zahle, dadurch das ich jetzt ein Metallberuf ausübe.

      Es macht Spaß, das Gehalt passt auch wenn ich fertig bin. Am besten finde ich aber das es geregelte Zeiten gibt und das man auch Urlaub bekommt wenn man in stellt und nicht abgeblasen wird, nur weil ein Kollege ausfällt. Das liegt auch daran das der Betrieb in dem ich Arbeite, Betriebsurlaub hat.
      Was mir noch wichtig war außer Gehalt und Spaß ist das ich mir auch was beiseite legen kann für schlechte Zeiten (Auto kaputt, neue nützliche wichtige Sachen wie Möbel/Elektrische Geräte etc.)

      Das wäre mit der alten Arbeit nie möglich gewesen.
      Einige machen sich in der Ausbildung noch keine Gedanken, aber wenn man später Familie hat will man ihr auch was bieten können.
      Versicherungen dafür abschließen, eigenes Haus, Auto, Urlaub, Ausflüge usw.

      Ich muss sagen das ich ein Beruf gefunden habe, der mir Spaß macht und bei dem auch das Gehalt passt. Es sollten jedoch nicht die einzigen Dinge sein die man auf die wichtige Position stellen soll, sondern die oben genannten Dinge in meinem Beitrag.
      Es kann immer was im Leben dazwischen kommen und dafür sollte man wirklich gewappnet sein.

      Da gibts auch so ein schönes Sprichwort:

      Wenn wir lieben was wir tun, müssen wir nie wieder Arbeiten.
      They are many worlds...
      ...but they share the same sky...


      ...one sky
      ....one destiny