Im Test! Puyo Puyo Tetris 2

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    • Im Test! Puyo Puyo Tetris 2

      Neu

      Titel Puyo Puyo Tetris 2
      Japan 10. Dezember 2020
      Sega
      Nordamerika 08. Dezember 2020
      Sega
      Europa 08. Dezember 2020
      Sega
      System PS4, PS5, PC, Switch, Xbox One, Xbox Series X
      Getestet für PS4
      Entwickler Sega
      Genres Puzzle
      Texte
      Deutschland 
      Vertonung Nordamerika Japan

      Vor einiger Zeit erschien bei uns der Nachfolger zu „Puyo Puyo Tetris“. Erneut verbindet der Titel die Spieler der westlichen und östlichen Sphären, um gegeneinander ins Feld zu ziehen. JPGames durfte sich über Segas neueste Puzzle-Action hermachen. Stein um Stein, Puyo um Puyo haben wir uns tief in die abgedrehte Welt eingegraben. Ob sich das Ganze gelohnt hat, erfahrt ihr bei uns.

      OMG Story… eh was?

      Die Geschichte in „Puyo Puyo Tetris 2“ gehört wohl eher zur Marke abgedreht. Ringo, die junge Heldin in spe, wird eines Tages in ihrer alltäglichen Routine von Tee, dem Captain des Star Ship SS Tetra, überrascht. Da es nichts Besseres als einen Kampf gibt, um sich kennenzulernen, treten beide gegeneinander an. Verwundert über die Art und Weise, wie beide sowohl mit Tetrissteinen als auch mit Puyos gegeneinander kämpfen können, fällt ihnen langsam auf, dass ihnen dies seltsam vertraut ist.

      Als ob man sich bereits in vergangenen Zeiten auf diese Weise duelliert hätte. Dann geht es auch schon Schlag auf Schlag weiter, die Ereignisse überschlagen sich. Neue und alte Freunde werden getroffen und eine unheimliche Bedrohung in Form eines seltsamen Mädchens, welches die Dimensionen von Tetris und Puyo Puyo zusammenbringen will, taucht auf. Ringo und Tee kommt dies seltsam bekannt vor und so entschließen sich beide, der Sache auf den Grund zu gehen.

      »Der Titel liefert euch geballte Puzzle-Action garniert mit rudimentären RPG-Elementen. In den diversen Modi kommen Puyo Puyo und Tetris als Spielmechaniken zur Verwendung.«

      Die Geschichte von Puyo Puyo Tetris 2 ist relativ schnell erzählt und dient eher als schmückendes Beiwerk, um den Spieler auf die eigentlichen Multiplayer-Partien und die verschiedenen spaßigen Kampfmodi vorzubereiten. Die Charaktere sind alle recht abgedreht und nutzen einen Slang, der sich deutlich an die jüngere Generation wendet. Wer damit zurechtkommt, wird auch neben den vielen Kämpfen seinen Spaß an den eher flachen, ja schon kindlichen Dialogen haben. Der Storymodus wurde zum Vorgänger noch etwas aufpoliert und so bewegt ihr euch nun Schrittweise über eine Art Spielbrett von Kampf zu Kampf, darüber hinaus findet man Neuerungen eher im Detail.

      Es ist Zeit für Puyo Puyo Tetris!

      Womit wir beim Hauptaugenmerk in Puyo Puyo Tetris 2 angekommen sind – den Kämpfen. Der Titel liefert euch geballte Puzzle-Action garniert mit rudimentären RPG-Elementen. Doch worum geht es eigentlich in dem Nachfolger? Diese Frage könnten sich zumindest Spieler stellen, die bisher keine Berührungspunkte mit dem Vorgänger oder irgendeiner der beiden Varianten hatten.

      Wie spielt man?

      Puyo Puyo Tetris 2 ist ein „Crossover Puzzle Battler“, wenn man es so definieren möchte. Ziel ist es, dem Gegner möglichst viel Schaden zu verursachen und damit die Krone zu erringen. Hierbei stehen euch jeweils mit Tetris und Puyo Puyo zwei vollkommen eigene Spielvarianten zur Verfügung. In Tetris ist es euer Ziel, unabhängig von der Farbe die verschiedenen Blockformen so aneinander zu reihen, sodass sämtliche Lücken innerhalb einer Querlinie geschlossen werden. Einmal geschlossen, verschwindet die Linie und ihr erhaltet dafür Punkte. Je mehr Linien ihr dabei gleichzeitig löscht, desto höher fällt die Punktzahl aus. Zusätzlich werden dem Gegner entweder Lebenspunkte abgezogen oder Störblöcke ins Feld platziert.

      Bei Puyo Puyo verhält es sich dagegen deutlich anders. Sind die Farben bei Tetris nur Teil der Ästhetik, haben diese bei Puyo Puyo einen taktischen Verwendungszweck. In der Standardvariante ordnet ihr paarweise herabfallende Puyos so an, dass auf eurem Feld Farbketten entstehen. Ähnlich wie bei einer Dominokette sollte dann ein passender Puyo eine Kombokette auslösen, welche bei eurem Gegner hohen Schaden verursacht und euren Highscore wiederum nach oben schnellen lässt. Je nach Spielvariante ergeben sich dadurch eigene Vor- und Nachteile. Puyo Puyo Tetris 2 nimmt nun beide Varianten und stellt diese in einzelnen Duellen gegenüber. Daraus ergeben sich wie schon im Vorgänger spannende Matches. Der Spielmodus „Fusion“ treibt dies noch auf die Spitze, indem er beide Varianten in einem Spiel vereint.

      Story und andere Kampfmodi

      Wie eingangs erwähnt, bewegt ihr euch im Abenteuermodus auf einem Spielbrett von Kampf zu Kampf. Dabei begegnet ihr neuen und alten Charakteren. Der Storymodus verbindet die verschiedenen Spielmodi, welchen ihr im Einzel-, Mehrspieler und Onlinemodus begegnet. Die Kämpfe können recht knackig ausfallen. Je nachdem, wie gut ihr euch in dem Spiel bewährt, passt sich der variable Schwierigkeitsgrad an eure Fähigkeiten an. Das kann allerdings den Nachteil haben, dass euch der Gegner irgendwann gnadenlos vernichtet. Zwar sinkt dann der Schwierigkeitsgrad langsam wieder herab, dennoch bietet diese Form von Lernkurve ein gewisses Frustpotential. Sega hat hier glücklicherweise mitgedacht und eine Option hinzugefügt, mit der man den sich anpassenden Schwierigkeitsgrad deaktivieren kann. Dies hatte mein weiteres Vorkommen im Storymodus auf lange Sicht gerettet.

      Zusätzlich wurden in Puyo Puyo Tetris 2 leichte RPG-Elemente mit eingestreut. Eure Charaktere steigen mit Kampferfahrung im Level auf. Dies schlägt sich wiederum in verschiedenen Statuseigenschaften wie Lebenspunkten, Angriffskraft etc. nieder. Diese kommen nicht in allen, aber in einigen der verschiedenen Spielmodi zum Tragen.

      Viel Übung macht den Meister

      »Das Chibidesign der Charaktere gepaart mit dem „panelartigen“ Look passen gut zur Aufmachung des Spiels und zu der Verrücktheit der Charaktere und Dialoge.«

      Der geneigte Anfänger kann allerdings recht schnell überfordert werden, gerade im Onlinemodus. Trotz der vielen Filtermöglichkeiten wird man gerade zu Anfang des Öfteren den Game-Over-Bildschirm erblicken. Um hier gegenzusteuern, liefert euch Sega jede Menge Offline-Modi und ein umfangreiches Übungskompendium. Üben wird man zwangsläufig müssen, um in den Onlineranglisten den Hauch einer Chance haben zu wollen. Trotz der harten Lernkurve bieten euch die vielen verschiedenen Spielmodi eine Menge Spaß. Neben den verschiedenen Onlinewettkämpfen bietet euch Puyo Puyo Tetris 2 zahlreiche Varianten, die ihr entweder allein oder im Couch-Multiplayer zusammen spielen könnt.

      Gerade Modi wie Fusion, Wechsel oder Urknall gegen zwei bis drei Computer- oder menschliche Gegner machen eine Menge Spaß. Der Kampf gegen menschliche Mitspieler bietet dabei das Potential, Freundschaften auf lange Zeit lahmzulegen. In der Hinsicht eignet sich Puyo Puyo Tetris 2 als klassisches Partyspiel für zwischendurch. Auf längere Zeit könnte aber der Look sowie der Sound des Spiels einem dezent auf die Nerven gehen.

      Chibilook und dezent nervige Sprecher

      Das Chibidesign der Charaktere gepaart mit dem „panelartigen“ Look passen gut zur Aufmachung des Spiels und zu der Verrücktheit der Charaktere und Dialoge. Das Design ist charmant, aber auch nicht unbedingt jedermanns Sache. Gepaart mit dem Soundtrack und den eher kindlich anmutenden Dialogen und Stimmen orientiert sich der Titel vom Hören und Sehen augenscheinlich an ein eher jüngeres, sehr junges Klientel – der Schwierigkeitsgrad wiederum an deutlich ältere Spieler. Spielerisch hingegen bietet der Titel jede Menge Spaß für Jung und Alt. Wie aber gerade beschrieben, können trotz der für das Gesamtpaket stimmigen Verpackung sowohl Soundtrack als auch Synchronsprecher gerade ältere Spieler eher nerven.

       

      OMG, was habe ich da gespielt?

      Was erwartet einen nun mit Puyo Puyo Tetris 2? Im Grunde ist es eine leicht erweiterte Version des Vorgängers. Viele Modi gab es bereits im Vorgänger. Neuerungen findet man eher im Detail. Davon abgesehen erwartet einen wie schon im Vorgänger ein wirklich gutes Crossover-Puzzle-Spiel. Lediglich der Soundtrack und die Synchronstimmen können neben dem Schwierigkeitsgrad mit der Zeit einen vom Spiel trennen. Dabei ist zu sagen, dass neben Sound auch die japanische und englische Synchronsprache ein stimmiges Gesamtpaket liefern, nur nicht unbedingt für jeden. Fans von Puzzlegames können ruhig einen Blick riskieren, Neulinge sollten nach Möglichkeit eine Demo anspielen. Gerade der eher kindliche Stil könnte abschreckend wirken.

       

      Story

      Abgedrehte Geschichte mit ebenso abgedrehten Charakteren, die lediglich als Beiwerk dienen.

      Gameplay

      Süchtig machende Puzzle-Action mit vielen verschiedenen Kampfmodi, die es so aber schon größtenteils im Vorgänger gab.

      Grafik

      Quietschbunter Chibilook gepaart mit einem eher klassisch wirkenden Kampfbildschirm.

      Sound

      Gute englische und auch japanische Synchronisation, die vorwiegend für ein jüngeres Publikum gedacht ist. Gepaart mit dem fidelen Soundtrack kann das Gesamtpaket nach einiger Zeit dezent auf die Nerven gehen.

      Sonstiges

      Der adaptive Schwierigkeitsgrad bietet eine sich ständig ändernde Spielerfahrung, die aber auch Frustpotential bietet.

      Bildmaterial: Puyo Puyo Tetris 2, Sega