Kolumne: Quo vadis, Falcom?

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    • Kolumne: Quo vadis, Falcom?

      Vor knapp neun Jahren spielte ich mit „The Legend of Heroes: Trails in the Sky” mein erstes Falcom-Spiel, welches mich sofort zu einem riesigen Fan der Firma machte. Das Spiel war damals im Westen noch eine Randerscheinung, wenn man es mit dem heutigen Erfolg des Franchise vergleicht. Seitdem hat sich viel getan, auch in Falcoms eigenen Reihen.

      Nihon Falcom war einer der ersten Spielhersteller Japans überhaupt, in wenigen Monaten steht das 40. Jubiläum an. Titel wie „Xanadu: Dragon Slayer II” gelten als Pioniere des Action-Rollenspiel-Genres.

      Zwei: The Ilvard Insurrection, Falcoms letzter PC-Titel

      Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten blieb Falcom ein mittelständisches Unternehmen. Die Entscheidung, auf Qualität statt auf Quantität zu setzen und sich auf die Entwicklung weniger Titel zu konzentrieren – bei oft nur einer Veröffentlichung pro Jahr – erfolgte durchaus bewusst. Dies ist auch heute noch die Kernphilosophie des Unternehmens, das den mobilen Markt selbst dann gemieden hat, als die Aussichten für Konsolenspiele alles andere als rosig waren.

      Das heißt aber nicht, dass sich über die Jahre nichts geändert hätte. Einer der größten Umbrüche erfolgte mit der Abkehr von Japans sterbendem PC-Markt hin zu Sonys PlayStation Portable. Ein Blick in Falcoms Veröffentlichungschronik zeigt, dass dies mit einem anderen Umbruch korreliert: sinkender Vielfalt.

      Genau genommen hat Falcom in den letzten zehn Jahren nur ein einziges Spiel entwickelt, das nicht „Ys“ oder „Trails“ im Namen trägt, nämlich Tokyo Xanadu im Jahr 2015. Zwei Titel, wenn man das nie lokalisierte Nayuta no Kiseki dazuzählt, das den Kiseki-Titel rein aus Publicity-Gründen trägt.

      Geht man eine Dekade weiter zurück, sieht die Lage anders aus. Neben der Trails-in-the-Sky-Trilogie und mehreren Ys-Titeln finden sich auch grundverschiedene Titel wie Zwei!!, Gurumin, Xanadu Next oder Dinosaur Resurrection im Lineup.

      Diese Zeit sehe ich persönlich als das goldene Jahrzehnt Falcoms. Fast alle Titel, die in dieser Zeit veröffentlicht wurden, sind sehr ausgereift und auf ihre eigene Art und Weise reizvoll. Der Kontrast zwischen dem bunten und fröhlichen Gurumin und dem düsteren, Diablo-inspirierten Xanadu Next könnte größer nicht sein. Der Spagat zwischen Bewährtem und Innovation gelang Falcom in dieser Zeit sehr gut.

      Hajimari no Kiseki geizt nicht mit nackter Haut

      Seitdem hat aber eine zunehmende Homogenisierung eingesetzt. Ich nenne es gern auch „Kisekifizierung“, weil Falcoms erfolgreichstes Franchise einen großen Einfluss auf den Werdegang des Unternehmens ausgeübt hat. So sind auch die Ys-Spiele zunehmend umfangreicher und dialoglastiger geworden, die Charaktere stärker modernen Anime-Archetypen nachempfunden. Auch Fanservice findet man in den letzten Jahren vermehrt in Falcom-Spielen.

      Das muss nicht prinzipiell verkehrt sein und die positive Rezeption und solide Verkaufszahlen zeigen, dass Falcom mit diesem Kurs prinzipiell gut fährt. Der Erfolg sei ihnen vergönnt. Allerdings würde ich mich persönlich freuen, wenn man seit Langem mal wieder einen Schritt aus der Komfortzone herauswagen und etwas Frisches probieren würde.

      Die letzten Jahre waren in finanzieller Hinsicht für die japanische Videospielindustrie nach einer langen Identitätskrise ja durchaus von einer positiven Entwicklung gekennzeichnet. Entwickler wagten sich vermehrt wieder an Spiele mittleren Budgets, wo vorher für Handhelds und Mobilgeräte entwickelt wurde – vielfach sehr erfolgreich. Auch an experimentellen Titeln mangelt es in letzter Zeit nicht.

      Kürzlich gab Falcom-Präsident Toshihiro Kondo bekannt, man würde bei Trails zu einem gänzlich neuen Kampfsystem mit mehr Action-Elementen wechseln wollen. Man ließ auch verlauten, zum 40. Jubiläum gleich mehrere Titel im selben Jahr veröffentlichen zu wollen – das erste Mal seit 2012. Einer davon wird wenig überraschend ein neues Trails-Spiel sein. Wäre es nicht schön, auch mal wieder einen ganz neuen Titel zu sehen, an dem sich die Entwickler austoben können? Wir dürfen gespannt bleiben.

      Bildmaterial: Falcom

    • Bei der ganzen Kritik der Trails-Monotonie muss man auch bedenken, dass die Kiseki-Reihe fortlaufend ist, und nicht, wie bei einem Final Fantasy, meist nach einer Episode endet, zumindest nicht plot-technisch, so gesehen muss man mit der Geschichte stets voran kommen und kann sich nicht darauf ausruhen, bevor alles zu Ende erzählt ist.

      Wenn man überlegt, wie gross der Zermuria Kontinent ist und wieviele Ouroboros Mitglieder und deren Ziele immer noch im Dunkeln verbleiben, ist da noch einiges zu tun.

      Lieber habe ich den Fokus auf eine bestimmte Reihe, als wenn man zwei Rezepte gleichzeitig kocht, das hat Nomura mit Kingdom Hearts 3 als auch mit Final Fantasy Remake probiert, beides in meinen Augen eher enttäuschend, aber das ist meine persönliche Meinung.

      Und das Rezept geht auf, Trails ist das Zugpferd und wird im Westen immer populärer, und von einem Unternehmen mit fast 60 Mitarbeitern kann man keine grossen Projekte erwarten.
      Aber man darf durchaus loben, wie lange die Trails Spiele gehen und wieviel Tiefe in Dialoge gesteckt werden und das quasi jeder einzelne NPC eine kleine Geschichte hat. Das in einem Jahr zu schaffen, nenne ich schon ein kleines Meisterwerk.

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    • Brandybuck schrieb:

      Wäre es nicht schön, auch mal wieder einen ganz neuen Titel zu sehen, an dem sich die Entwickler austoben können?
      Erstmal schöne Kolumne über ein Thema bei dem ich mir auch immer noch trotz "Erfolg" innerhalb der Nische mir mehr Aufmerksamkeit für Falcom wünschen würde. ^^
      Und prinzipiell schliesse ich mich dem ganzen auch an. Ich mag die Kiseki Reihe sehr, und ich freue mich jetzt schon auf den neuen Arc, der ja wieder eine Art Neustart ist. Neue Engine, neues Kampfsystem und vielleicht sogar der Abschluss....was ich ehrlich gesagt auch hoffe. Denn irgendwann muss so eine Reihe auch ihr Ende finden, und Falcom hat das Potential und das Talent sich an anderen Spielen zu versuchen. Sogar ehrlich gesagt gerne mal mit anderen Entwicklern zusammen. Man macht hier einfach immer sehr vieles richtig, aber um auch Anklang zu finden bei einer grösseren MAsse fehlt noch irgendetwas.
      "Aber warum wünscht man sich das Falcom Mainstream wird?". Ich glaube es würde ihnen einfach ganz gut tun. Ich mag die japanische JRPG Nische , aber Falcom sticht für mich doch hervor, und ich wünschte man würde ihnen nach der Kiseki Reihe einmal die nötige Finanzierung und Unterstützung geben sodass sie sich mal länger Zeit nehmen können für ein JRPG, ich glaube das könnte richtig richtig gut werden.
      Das hat beispielsweise Yoko Taro auch gut getan. Nier Automata das man gemeinsam mit Platinum Games entwickelt hat hat im Endeffekt dafür gesorgt das er und sein Team wesentlich bekannter geworden ist. Man bekommt jetzt ein Nier Remaster an dem man tatsächlich Aufwand betrieben hat es nochmal schmackhaft zu machen.

      Brandybuck schrieb:

      Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten blieb Falcom ein mittelständisches Unternehmen. Die Entscheidung, auf Qualität statt auf Quantität zu setzen und sich auf die Entwicklung weniger Titel zu konzentrieren – bei oft nur einer Veröffentlichung pro Jahr – erfolgte durchaus bewusst.
      Ich finde ja das Falcom jetzt nicht unbedingt auf Qualität statt Quantität setzt, auch wenn ich die Ys und Kiseki Reihe ja sehr mag, die erscheinen schon echt schnell. Ein Spiel jährlich ist schon echt viel. Ich finde solch eine Aussage passt eher zu jemandem wie Vanillaware zum beispiel, die gerne mal 5-10 Jahre brauchen für EIN Spiel.

      Brandybuck schrieb:

      Auch Fanservice findet man in den letzten Jahren vermehrt in Falcom-Spielen.
      Das stört mich auch ein klein wenig, aber man hielt es wohl für nötig um die Ecchifans abzugreifen. Das ganze Datingding bei Cold Steel passt wie ich finde auch gar nicht ins Spiel. Ich mag Romanzen in Spielen, aber nicht auf diese Art und Weise, es ist bedeutungslos.
      Also richtig schlimm finde ich es nicht, ich spiele es ja noch, aber das wäre glaube ich nicht nötig gewesen.

      Meine kleinen Minireviews 2020
      Currently playing: AC Valhalla/B3/Cold Steel 4
      Dieses Jahr durchgespielt: 37




    • Aruka schrieb:

      "Aber warum wünscht man sich das Falcom Mainstream wird?". Ich glaube es würde ihnen einfach ganz gut tun. Ich mag die japanische JRPG Nische , aber Falcom sticht für mich doch hervor, und ich wünschte man würde ihnen nach der Kiseki Reihe einmal die nötige Finanzierung und Unterstützung geben sodass sie sich mal länger Zeit nehmen können für ein JRPG, ich glaube das könnte richtig richtig gut werden.
      Ich freue mich, dass Falcom weltweit immer mehr Anerkennung findet, gleichzeitig aber sollten sie den Spagat beibehalten, nicht zu sehr in die kommerzielle Schiene zu fallen.

      Meine Erfahrung damit ist, dass kommerzielle Firmen sich dann eher auf Namen und Marketing als auf spielerische Qualität verlassen. So wie es momentan ist, bin ich sehr zufrieden damit.
      Außerdem, mit mehr Verantwortung würden dann zuviele Investoren oder Berater von außen hereinreden wollen und die spielerischen Elemente zum Teil beeinflussen. Falcom sollte da doch zum grössten Teil unabhängig bleiben.
    • An sich kann ich die Kritik nach vollziehen aber ich finde es so wie es jetzt ist am besten. Es kommt Jährlich ein neue Teil der die fantastische Geschichte der Kiseki Reihe weiter führt und die Ys Spiele bekommen immer mehr Fokus auf Story, also alles was ich mir als Storyspieler wünsche wird erfüllt. Ich brauch da Gameplaytechnisch keine Innovation oder Abwechslung, die sollen sich ruhig weiter auf ihre story konzentrieren und gut ist, denn das ist was ich an der Firma so mag (Änderungen würden mich aber auch nicht stören, solange die Story auf dem niveau bleibt).

      Aruka schrieb:

      Ich mag Romanzen in Spielen, aber nicht auf diese Art und Weise, es ist bedeutungslos.
      Da stimme ich dir zu. Ich habe auch nie verstanden warum man in den Cold Steel Teilen sozusagen mini Romanzen mit dem Mädchen seiner Wahl anfangen kann, aber es in der Story dann doch alles darauf hinläuft das wahrscheinlich Alicia und Rean das Paar werden . Also bis auf die paar lustigen Gespräche eigentlich komplett unnötig dieses system.
    • Ich wusste schon beim Lesen des Titels, wer den Text geschrieben hat. |3

      Kann dem Kommentar echt zustimmen. Fänd es gut, wenn sie wieder neue IPs machen würden, oder vergessene wieder bisschen pushen.

      Ich sehe Falcoms neuere Titel eher skeptisch. Trails mehr als Ys.

      Ich meine...
      Rant einkommend. Bitte seid gnädig mit mir. Oder lest einfach drüber hinweg, aber es muss (mal wieder) raus.
      Ich packs in nen spoiler, weil ich weiß, wie nonplusultra Trails für einige ist und ich hoffe, hier keinen zu triggern. Das sind nur meine persönlichen Gefühle und keine allgemein gültigen Wahrheiten.^^

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      Mich stört diese Anime/LN-Trope-ifizierung in den letzten Trails-Titeln extrem.

      Ich will hier auch gar nicht Sky glorifizieren, das enthält ebenso typische Klischees, die eventuell nicht mehr so aktuell sind bzw aus der Mode gekommen sind. Joshuas Trauma-Kongaline-Vergangenheit ist ja zB jetzt nicht gerade die Neuerfindung des Rades.
      Und Fanservice gab es ebenso (Sherazard, anyone...?) Aber es bleibt alles nicht nur im Rahmen, sondern das Drumherum ist so charmant und die Charaktere haben abseits noch so tolle Dinge zu bieten, dass ich das nicht mal negativ empfinde.

      Bei Cold Steel, insbesondere Teil III, hätte ich oft gern den Controller in den Fernseher geschleudert. Gerade diesen Harems-Quatsch finde ich so dermaßen deplaziert und es wertet für mich den Cast so unglaublich ab. Ich hab nichts gegen Fanservice oder Dating-Sims (Otome-Game-Fan hier!), aber es gibt für alles eine richtige Zeit und das richtige Maß. Und CS beweist da das Feingefühl eines tobenden Nashorns.

      Ich könnte es tolerieren, wenn es denn optional wäre. Andere mögen es gern, wenn ihre Charaktere im Bikini rumlaufen oder wie sich der teflonbeschichtete Held eine Angebete nach der anderen anlacht? Super! More power to you. Das Spiel bietet euch das, also nutzt es.

      Aber ich habe keine Wahl. Ich hasse es, wie mir in 50% der Story-Dialoge dieser Harems-Quatsch den Hals runtergerammt wird. Den gesamten weiblichen Cast seit Cold Steel kann ich gar nicht richtig ernst nehmen.
      Oder wenn ich dran denke, wie man einem Charakter in einer Szene expliziet unters Röckchen zoomt. Einer Schülerin einer Militär-Akademie wohlgemerkt!

      Ich wäre auch gar nicht so emotional, wenn es hier um eine leichtherzige Erzählung gehen würde oder gar eine Parodie.
      Aber Trails will mir mit allen Mittel verklickern, wie ernst die Situation doch ist und wie episch die Story etc. Wo man sich doch eigentlich Mühe gibt, den Charakteren einen interessanten background zu geben, der sich gut einfügt.
      Und dann haut man's so runter. Das ist für mich, als würde ein Regierungsoberhaupt eine wichtige Regierungserklärung abgeben und dabei ein Miss Piggy Kostüm tragen. Es wirkt nicht homogon, sondern sogar wirklich unpassend. So als wollte man mit allen Mitteln die Fanservice-Fraktion mitnehmen.


      Im Allgemeinen finde ich die Trails-Geschichte mittlerweile viel zu aufgebläht und überladen, gerade thematisch. Was Tropes angeht, hat man ja jetzt von Sci-Fi bis High Fantasy fast alles abgedeckt, könnt man echt nen Trinkspiel draus machen. Find ich jetzt nicht so berauschend.

      Mir ist klar:
      Neue Ideen gibt es kaum noch, jedes Medium greift da irgendwie drauf zurück. Aber was man aus diesem Fundament macht, das ist dann das, was für mich eine gute von einer schlechten und von einer mittelmäßigen Geschichte unterscheidet.

      Ich will hier aber auch nicht zu sehr bashen, die Geschichte hat nichts destotrotz ihre Reize und bestimmte Erzählfäden genieße ich nach wie vor sehr! Und die Geschichte ist wirklich gut durchgeplant, ich nehme es den Autoren schon ab, dass vieles schon seit Sky so geplant war, was ja leider bei längeren Reihen alles andere als selbstverständlich ist (hallo, Nomura!).

      Hab Cold Steel 4 noch nicht gekauft. Einerseits graut es mir davor, andererseits bezweifle ich nicht, dass ich mit dem Spiel nicht trotzdem total Spaß haben werde. Hatte ich mit CSIII auch btw. Wirklich! Von gelegentlichen Ohrfeigen mal abgesehen, habe ich CS3 hart gesuchtet. Nur nach ein paar Tagen setzte irgendwie Ernüchterung ein. :/



      Was Ys angeht, darf man den klassischen RPG-Anteil meinetwegen wieder etwas zurück fahren und wieder mehr auf Erkundung und Action und Abenteuer setzen, wohingegen die Trails Reihe immer das genaue Gegenteil war: viel Story, stark strukturiert und viel backtracking.
      Mich hat das bei Dana jetzt noch nicht so gestört, aber ich möchte kein Action-Trails sondern ein Ys. Heißt ja nicht, dass die Reihe dann gleich stillsteht.


      Dass man bei Trails nun mehr Action uns Kampfsystem bringen will (was auch immer das ganz konkret jetzt heißt) find ich jammerschade. Andererseits entwickeln diese Leute auch Ys und auch TX fand ich vom Gameplay her passabel, also wirds schon werden. Aber das rundenbasierte System hat mir immer Spaß gemacht!

      Technisch darf es gern nach vorn gehen, aber in wie weit das finanziell zu stemmen wäre, weiß ich nicht.
      Es erwartet ja auch keiner eine FF7R-Optik, aber Trails bzw auch TX sahen manchmal eeecht awkward aus.



      W.a.i
      Schöner Kommentar. Kann dem auch so zustemmen.

      Derzeit klammere ich mich an meine Vorfreude auf den nächsten Trails-Arc. Auch wenn ich wenig Hoffnung habe, dass es mir besser gefallen wird...

      Ich wünsche Falcom von Herzen alles Gute und Erfolg usw. Und ich bin dankbar für die vielen tollen Stunden mit ihren Spielen (und für Estelle als beste Heldin ever).
      Aber so langsam kann ich nicht mehr leugnen, dass sie immer mehr an meinem Geschmack vorbei entwickeln... ;__;
      Und das macht mich traurig.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mirai ()

    • Um nicht ganz zu verblendet zu sein von meinem Trails-Bekenntnis, habe ich auch eine kleine Kritik für mich entdeckt, bitte aber nur die Lesen, die Cold Steel 4 schon (durch)-gespielt haben.

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      Ishmelga, der siebte Divine Knight und Hauptantagonist zieht alle Fäden in dem Krieg und auch davor in allen negativen Ereignissen und das war leicht ernüchternd. Das erweckt den Eindruck, als hätten die Menschen ihre schlechte Seite nur durch dessen Einfluss gehabt. Selbst Osborne ist eigentlich nicht abgrundtief böse, sondern nur besessen von dieser Macht. Das macht das Ganze nicht ganz reif in der Geschichte, denn warum ist es nicht erlaubt, die Menschen boshaft zu zeigen und ihre Handlung nicht nur aufgrund Beeinflussungen von bösen Mächten zu entschuldigen? Wenn die Menschen Erebonias wütend auf Calvard sind, dann dürfen sie es ruhig sein, und nicht weil ein Fluch dahintesteckt.

      Das zweite ist das nicht konsequente Ableben der Charaktere. Totgeglaubte kehren alle zurück und eigentlich stirbt nur ein Handvoll am Ende wirklich, darunter der Hauptbösewicht, der nicht mal menschlich ist. Da hätte Falcom auch mehr Mut zeigen können, auch wenn man Fans mancher Charaktere damit auch erschrecken würde.
      Bei einem gross angelegten Krieg verlange ich in der Geschichte auch Opfer, nicht nur irgendwelche Soldaten, sondern auch welche, die zu meinem Hauptcast gehören. Crow's Rückkehr kann ich ja noch verstehen, aber dass man Angelica zurückgeholt hat, die nun nicht wirklich wichtig für die gesamte Story war, ist schon etwas unnötig gewesen, ein gewisser Schock muss auch sein, um den Spieler emotional abzuholen.


      Alles in allem, und trotz dieser Kritik, ist die Reihe für mich immer noch frisch und es wird ja in Zukunft etwas an der Schraube gedreht, aber ich habe jetzt z. B. persönlich nichts gegen den angesprochenen Sexismus. Das sind Anime Charaktere und irgendwo gehört das auch dazu. ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Ratty ()

    • @Mirai Mit dem Beitrag hast du im Grunde genommen alles gesagt, was mir im Kopf rumschwirrt, aber was ich nicht in den Artikel packen wollte, weil ich meine persönliche Frustration nicht in den Mittelpunkt stellen wollte. ^^’ Ich habe Cold Steel größtenteils noch vor mir, aber was ich gesehen und gehört habe, lässt mich immer wieder seufzen. Wie auch bei dir würde es mich wenig stören, wenn es sich irgendwie ins Gesamtbild einfügen würde – oder mich die Spiele nicht interessieren würden. Dementsprechend fände ich es auch schön, wenn man das beim neuen Arc wieder zurückfahren würde. Bin da aber erst mal wenig optimistisch.

      Ich habe in letzter Zeit – auch beim Spielen des imo sehr tollen Zero – viel darüber nachgedacht, dass ein Charakter wie Estelle viele der modernen Krankheiten beheben könnte. Denn bereits in Zero merkt man schon, wie gefühlt alle weiblichen Charaktere Lloyd anhimmeln. Noch dezenter als vermutlich in CS, aber die Tendenz ist vorhanden. Er und Rean gehen da doch schon in Richtung Self-Insert, auch wenn’s natürlich unterm Strich trotzdem gute Charaktere sind. Da würde ich mal wieder einen weiblichen Hauptcharakter sehr begrüßen (und keinen, der jetzt irgendwelche Männerfantasien befriedigen soll).

    • Das der Held angehimmelt wird, ist aber im JRPG Universum nichts neues.
      Außerdem ist das ja nicht bei jedem weiblichen Part so...z. B.
      Spoiler anzeigen
      bei Juna, die hasst anfangs Rean sogar aufgrund der Geschehnisse in Crossbell.

      Deswegen kann man das nicht so pauschalisieren. Die einzige Frau, die das wirklich zu weit treibt, ist
      Spoiler anzeigen
      Musse, aber die ist halt auch speziell.


      Finde es daher ausgewogen und nicht in jedem Fall stereotypisch.

      Habe jetzt auch nichts gegen einen weiblichen Hauptcharakter, aber männliche gefallen mir grundzipiell besser, weil ich erstens selber einer bin und mich bisschen in diese Rolle reinfinden kann. 'lach'
    • Trotz kurzer Lesezeit wurde der Kern der Debatte gut auf den Punkt gebracht. Ich wusste, dass @Blackiris bezüglich dem modernen Falcom etwas kritischer eingestellt ist. Vielleicht liegt es auch wirklich daran, mit welchen Spielen man angefangen hat. Bei mir war es Ys auf der PSP damals und habe mich hauptsächlich die Ys Reihe gespielt. Denke, die meisten werden mit The Legend of Heroes und Ys erst mit den aktuellen Ablegern angefangen haben. Besonders bei Ys VIII dürfte das der Fall gewesen sein.

      Mein Problem ist eigentlich die Ideenlosigkeit die man seit dem Erfolg von Trails of Cold Steel an den Tag legt. Das Highschool-RPG Setting selbst hatte man von Persona mehr oder weniger übernommen. Das Konzept von Cold Steel hat man dann aber als Blaupause für alle weiteren Titel der letzten Jahre genommen.


      Brandybuck schrieb:

      Seitdem hat aber eine zunehmende Homogenisierung eingesetzt. Ich nenne es gern auch „Kisekifizierung“, weil Falcoms erfolgreichstes Franchise einen großen Einfluss auf den Werdegang des Unternehmens ausgeübt hat. So sind auch die Ys-Spiele zunehmend umfangreicher und dialoglastiger geworden, die Charaktere stärker modernen Anime-Archetypen nachempfunden.

      Und das bringt einen halt zu diesem Punkt. Ich hatte mit Ys VIII ja enorme Probleme. Das Spiel war aufgeblasen an teilweise völlig unnützen langen Dialogen und anderen Elementen, die nicht wirklich zu Ys gehören und immer wieder das Pacing negativ beeinflusst haben. Erst in den letzten Abschnitten nahm das Spiel dann mal wirklich an Fahrt auf und konnte auch mich schlussendlich noch überzeugen, aber mit all dem Ballast und einer Spielzeit von vermutlich weit über 50 Stunden war das auch für mich mehr Kiseki mittlerweile als wirklich Ys, was normalerweise mit einer flotten Spielzeit von 15 Stunden pro Ableger daherkommt.

      Die gleiche Blaupause wurde dann für Tokyo Xanadu verwendet woraus man dann ein Highschool RPG in der uns bekannten Gegenwart gemacht hat. Dass das die gleiche Firma ist die vor einigen Jahren noch für Spiele wie Xanadu Next und Zwei, oder, noch früher, Brandish verantwortlich war, ist eigentlich kaum zu fassen da man halt jetzt komplett Anime ist. Der Fanservice ist mir sogar egal, aber man gräbt da leider doch sehr viele Anime-Tropes aus was mir nicht so gefällt.

      Ich würde mir zum Firmenjubiläum auch mal etwas anderes wünschen, aber selbst wenn sie ne neue IP bringen wird diese wohl nach der Cold Steel Formula ablaufen.

      Über Falcom gibt es relativ wenig Dokus, kürzlich wurde aber "The Early History of Falcom" hochgeladen, die ich relativ interessant finde da über die Anfänge wirklich nicht viel bekannt ist im Westen. Ich verlinke sie mal, ist sehr gut recherchiert. Aus irgendwelchen Gründen bleibt der Timestamp bei knapp 15 Minuten.


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    • Ratty schrieb:

      Das der Held angehimmelt wird, ist aber im JRPG Universum nichts neues.
      Das stimmt, deshalb fand ich in Persona 5 viele der Social Links auch ziemlich furchtbar. Da redet der Hauptcharakter ja nicht mal und man als Spieler wird regelrecht fürs Nichtstun verehrt. Ich finde so was einfach nur unnatürlich. Das Spiel versucht einem, Honig um den Mund zu schmieren, obwohl man denkbar wenig getan hat. Vielleicht bin ich mit der Zeit aber auch einfach nur allergisch gegen diese ganzen plumpen Wish-Fulfillment-Tropes geworden, die durch den Light-Novel-Boom inflationär an Popularität gewonnen haben. Es nimmt mir die Immersion, wenn ich das Gefühl bekomme, dass diese Dinge nur aus Anbiederung an den Spieler (Leser) geschehen, statt sich organisch in die Geschichte einzufügen.

      Aus diesem Grund mag ich auch keinen Fanservice bei Geschichten, die sich ernst nehmen, obwohl ich absolut nicht gegen Erotik ("titillation") oder Thematisierung Sexualität und Sex habe. Aber Spiele wie Catherine, wo Erotik sich organisch und erwachsen in die Handlung einfügt, sind leider selten. Meist geht es eher darum, relativ plump Fantasien zu befriedigen, und dann auch sehr einseitig (Stichword "male gaze") und oft so, dass es sich wie ein Fremdkörper anfühlt. Aber gut, das ist ein anderes Thema. ^^

    • Die heutigen Ausgelutschten Animetropes sind wirklich schlimm geworden. Lachen muss ich hin und wieder zwar, aber alles in allem hätte man ein paar weglassen können. Gleichzeitig muss man aber sagen das Sky auch einige Animetropes hat, die heutzutage aber eben nicht mehr auffallen, weil sie nicht mehr wirklich verwendet werden.

      Zu Ys: Auch wenn ich Ys 8 und Storylastige Spiele liebe, fand ich es in den älteren Teilen doch besser (hab zuerst Ys 8 und dann I&II gespielt so wie Oath in Felgana)

      Wegen dem Fokus auf die Trails Reihe: Das Problem ist eben wie du schon sagtest das Falvom trotz ihrer 40 Jahre immernoch sehr klein mit 60 Angestellten ist. Mehr als ein Spiel jährlich ist schwer (jetzt machen sie ja wieder 2) und da sich die Trails Reihe genauso wie die Ys Spiele verkaufen, wechselt sich das ein wenig ab (glaube es war 2 Trails Spiele und ein Ys Spiel) seit Cold Steel 1 (2014 CS1, 2015 CS2, 2016 Ys8, 2017 CS3, 2018 CS4, 2019 Ys 9 und 2020 Hajimari)
      Die Kisekireihe steht stark im Vordergrund, aber Ys wird auch nicht vernachlässigt. Alles andere wird aber liegen gelassen und andere Reihen Falcoms hat man das letzte Jahrzehnt so gut wie nix gesehen, was wirklich schade ist.

      Gleichzeitig muss man sagen das es an der Art der Kisekireihe liegt, eben weil sie eine fortlaufende Story ist wie @ElPsy schin gesagt hat. Da wir momentan bei ca. 60% der Reihe sind, wird die Trailsreihe erst gegen 2030 oder später ihr Ende finden. Ob man das gut oder schlecht findet muss jeder für sich selbst wissen :D
    • Somnium schrieb:

      Und das bringt einen halt zu diesem Punkt. Ich hatte mit Ys VIII ja enorme Probleme. Das Spiel war aufgeblasen an teilweise völlig unnützen langen Dialogen und anderen Elementen, die nicht wirklich zu Ys gehören und immer wieder das Pacing negativ beeinflusst haben. Erst in den letzten Abschnitten nahm das Spiel dann mal wirklich an Fahrt auf und konnte auch mich schlussendlich noch überzeugen, aber mit all dem Ballast und einer Spielzeit von vermutlich weit über 50 Stunden war das auch für mich mehr Kiseki mittlerweile als wirklich Ys, was normalerweise mit einer flotten Spielzeit von 15 Stunden pro Ableger daherkommt.

      Die gleiche Blaupause wurde dann für Tokyo Xanadu verwendet woraus man dann ein Highschool RPG in der uns bekannten Gegenwart gemacht hat. Dass das die gleiche Firma ist die vor einigen Jahren noch für Spiele wie Xanadu Next und Zwei, oder, noch früher, Brandish verantwortlich war, ist eigentlich kaum zu fassen da man halt jetzt komplett Anime ist. Der Fanservice ist mir sogar egal, aber man gräbt da leider doch sehr viele Anime-Tropes aus was mir nicht so gefällt.
      Auch hier der Verweis auf andere Games aus der Branche, aber habt ihr nie Grandia, Breath of Fire oder Dragon Quest gespielt? Auch hier wird nicht mit Dialogen gegeizt, das ist das was das japanische Rollenspiel zum Teil auch recht von den westlichen Ablegern unterscheidet.
      Vielleicht mag es bei YS etwas deplaziert wirken, da es ein Action RPG ist, aber ganz verkehrt ist es auch nicht, dasselbe mit Xanadu.
      Falcom hat also das Rad nicht neu erfunden, sondern altbewährtes noch ausgebaut.
      Ich weiss nicht, vielleicht bin ich da auch zu nostalgisch, aber als ich das erste Mal Trails in the Sky für PSP angespielt habe, war ich total begeistert mit den vielen Dialogen, vielleicht liegt das auch nicht jedem, das kann auch sein. Und es hat mich sofort an Grandia erinnert, nur mit noch mehr Charaktertiefen und Dialogenvielfalt.

      Und ich denke Falcom wollte schon immer Anime sein, die Charakter-Profilzeichnungen wurden ja damals schon so gehalten, aber die 2d Sprites konnten das nie so richtig zeigen, das haben erst die grafischen Entwicklungen im 3D Bereich möglich gemacht.

      Was das High School Setting angeht, das sieht man hauptsächlich nur in CS1 und CS3. in CS2 und CS4 geht es mehr um die kriegerischen Auseinandersetzungen.

      Das ist aber auch ein kultureller Unterschied. Für uns mag das zum Teil mit der Zeit ermüdend werden, aber die Japaner stehen da total drauf...und ich auch. :D

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    • Ich habe absolut nichts gegen Dialoge. In Trails in the Sky sind sie ja das Herzstück. Aber ich brauche keine Textwände in einem Ys. Ich mag Ys VIII ja auch sehr gerne. Aber die Dialoge haben es für mich eher runtergezogen. Das liegt zum einen daran, dass einige Figuren wirklich sehr platt sind (Laxia, die das halbe Spiel Adol eigentlich nur beleidigt – quasi die Uber-Tsundere). Zum anderen auch an der anfangs grausigen Übersetzung, die sprachlich wirklich mehr als unnatürlich war. Und zuletzt daran, dass Ys eben traditionell eine Serie ist, die nicht so textlastig ist – und gerade deshalb ein angenehmer Gegenpol zum Rest des Genres. Man hatte keine Party, sondern hat die Welt im Alleingang erkundet. Das hat auch oft für eine besondere Atmosphäre gesorgt. Dem hat man mit Ys Seven abgeschworen. Vielleicht sehen das einige anders, aber im Gegensatz zu den Trails-Spielen konnte ich in Ys nie eine große Bindung zu den Figuren aufbauen. Ich finde auch nicht, dass die Dialoge und die Charakterentwicklung ansatzweise auf dem Niveau der Trails-Spiele sind. Es gibt Teile, wo mir die Lore ungemein gefällt (I/II und V) oder das Setting (VIII). Aber in Seven erinnere ich mich beispielsweise nicht mal mehr an die Charaktere.

      Ein Beispiel: In Felghana erklären einem die anderen Charaktere ständig irgendwelche selbstverständlichen Spielmechaniken, so in etwa in Richtung: "Du hast den Schalter betreten, wie du siehst, hat sich die Tür direkt vor deinen Augen geöffnet. Da dieser Monolog noch nicht lang genug war, lass mich drei Sätze hinzufügen. Schalter wie diesen findest du auf der ganzen Welt. Probier doch mal, sie zu betätigen, wenn du nicht weiterweißt. Oft öffnen sich so neue Wege. Da das nun erledigt wäre, lass uns weitergehen." Das zieht das Pacing ganz schön runter. Es sind ja nicht mal irgendwelche Interaktionen, die den Charakteren mehr Charme oder Tiefe geben sollten. Das ist in vielen Fällen einfach Geschwafel und Ans-Händchen-Nehmen – eine Untugend, die JRPGs schon lange plagen, vermutlich aus der imo unbegründeten Angst davor, unerfahrene oder faule Spieler so etwas nicht verstehen – oder einfach aus Gewohnheit.

      Ich kann’s aber total verstehen, wenn man es lieber mag, eine Party zu spielen und die neueren Ys-Teile deshalb bevorzugt. Aber mehr Dialoge bedeutet nicht unbedingt mehr Substanz und imo sind die neueren Ys-Teile da gute Beispiele für.

    • Ich liebe diese Kolumnen, die zum Denken anregen. Danke dafür.

      Blacky und Somnium, ihr müsst stark sein für diese Nachricht, denn die Serie geht für 20 Jahre noch weiter (mindestens). Jedenfalls stand das in ein Interview mit Kondo bei eurogamer. Hier der Link eurogamer.net/articles/2019-10…est-running-rpg-developer

      Kondo schrieb:

      in any case, the future for Falcom looks optimistic. "Just like James Bond, the Trails series will continue," says Kondo. perhaps inspired by being in London. Whether it means a drastic shake-up for the series in the same way 007 is reportedly getting is another matter, though he confirms there's about 20 years worth of Trails games planned, much of which will explore the Eastern side of Zemurian continent, as up until now the story has been focused on the Western part.
      Ich sehe die Sache wie Mirai. Das hat nichts mit den Namen zu tun. Ich hätte gerne andere Art-Styles und Ideen, da das Falcom gut macht und auch sehr kreativ sind. Das ist einer der Gründe, warum ich gerne eine neue IP von Falcom sehen möchte. Wie es schon in der Kolumne steht, Zwei, Brandish & Co. sind so unterschiedlich, aber wirken auch deswegen sehr erfrischend.
      Ich vergleiche die Sache mit From Software. Die haben auch andere Dinge gemacht, bevor es Dark Souls gab. Es gab Adventure Games, Horror Games, Ninja/Samurai Games, Mecha Games und ohne Activision hätte es jetzt kein Sekiro gegeben. Ich finde, dass man die gut vergleichen kann, lediglich hat Falcom ein Erfolg im Nischenbereich und From Software einen weltweiten Erfolg, aber ich weiß nicht, ob es überhaupt für Falcom administrativ ertragbar wäre verschiedene Dinge zu machen. Das ist eine komplexe Angelegenheit. Man erfährt auch nie die Verkäufe aus Korea, oder China, da man die auch dort lokalisiert.
    • Schöner Artikel.

      Ich würde mir auch mehr Abwechslung seitens Falcom wünschen. Aber nicht weil ich die älteren Titel kenne oder vermisse.
      Selten habe ich die Zeit ein Mammut spiel wie Trails of Cold Steel durchzuspielen und da wurmt es mich dann jedes Mal, wenn die Geschichte nicht abgeschlossen ist, da wären in sich geschlossene vlt kürzere Spiele neuer Franchises für mich genau richtig.
      auch bekannt als

      (auf so ziemlich jeder Platform außer Xbox, kontextlose Freundschaftsanfragen werden gelöscht)
    • Somnium schrieb:


      Über Falcom gibt es relativ wenig Dokus, kürzlich wurde aber "The Early History of Falcom" hochgeladen, die ich relativ interessant finde da über die Anfänge wirklich nicht viel bekannt ist im Westen. Ich verlinke sie mal, ist sehr gut recherchiert. Aus irgendwelchen Gründen bleibt der Timestamp bei knapp 15 Minuten.



      Boah, vielen Dank für diese verdammt tolle Doku. Dachte ich schau mal 5 oder 10 Minuten rein, aber hab direkt alles geschaut, die ist einfach super. Was die mal für talentierte Leute Ende der 80er/Anfang der 90er hatten. Vor allem war ich überrascht das da einfach zwei der Co-Gründer von Quintet dabei waren, die einfach meine liebsten Spiele der SNES Ära rausgehauen haben. Oder Makato Shinkai.
      Falcom hätte echt durchaus eine andere Richtung einschlagen können, wenn das Management zu den jeweiligen Zeitpunkten etwas anders gehandelt hätte. Wie die aber unter anderem ihre Mitarbeiter behandeln, anscheinend ja auch heute noch bzgl. den Credits geht mal gar nicht.
      Sehr empfehlenswerte Doku.
      Currently Playing: Wasteland 3 (PC), Monster Train (PC), Sakura Wars (PS4)
      Backlog: 13 Titel
    • Andererseits ist es doch schön, dass Falcom solch ein Herz in eine fortlaufende Serie steckt.

      Kuckt euch mal Elders Scrolls an, da muss ich alle 10 Jahre auf eine neue Episode warten, obwohl die Welten auch miteinander verflochten sind, und ich spüre da einfach nicht unbedingt mehr Spielspass zwischen einem Skyrim und Trails, da macht mir letztes einfach noch mehr Spass und werde dabei auch nicht alt.

      Und wie schon beschrieben, die sind einfach zu klein um mehrere IP's zu entwickeln, und wenn man sie zu etwas größerem aufbaut, enden sie so wie SquareEnix und das darf es nicht geben, denn Square hat mMn qualitativ extrem abgebaut (und Grafik ist nicht alles). Da bin ich heutzutage eher für die Underdogs, die sich treu bleiben.
    • Schöner Artikel.

      Ich bin was Falcom Spiele betrifft erst seit kurzem dabei, vielleicht zwei Jahre? Kommt ungefähr hin. Angefangen hat alles mit The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel. Ich bin in diesen Universum eingetaucht, und kam nicht mehr weg. Dann hab ich mir ein Spiel nach dem anderen gekauft, ToCSII, Tokyo Xanadu eX+, YSVIII: Lacrimosa of Dana und ToCSIII. Seitdem bin ich ein Fan von Falcom Spielen. Ys: Memories of Celceta muss ich mir noch kaufen. Ich finde Falcom könnte mal langsam nicht mehr zu den Nischenentwicklern zählen, sie entwickeln dafür einfach viel zu gute Spiele.


      Blackiris schrieb:

      (Laxia, die das halbe Spiel Adol eigentlich nur beleidigt – quasi die Uber-Tsundere).
      Ich weiß nicht warum, aber irgendwie mag das Laxia ständig Adol auf dem keks geht. Ich glaube ich mag Tsundere Girls. :D

      @Somnium
      Danke für das das Posten des Video

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von DarkJokerRulez ()

    • Ratty schrieb:

      Was das High School Setting angeht, das sieht man hauptsächlich nur in CS1 und CS3. in CS2 und CS4 geht es mehr um die kriegerischen Auseinandersetzungen.

      Das ist aber auch ein kultureller Unterschied. Für uns mag das zum Teil mit der Zeit ermüdend werden, aber die Japaner stehen da total drauf...und ich auch.
      What he said.

      Zumal wenn ich ehrlich bin fällt mir kein Game/Reihe ein außer Persona was ne Schule als Anhaltspunkt hat von wo sich die Story raus streckt.
      Des weiteren unterscheiden sich die Settings doch schon noch einmal voneinander.
      In Persona wird mehr der Fokus auf Charakter Interaktion, die Anderswelt und wie man damit umgeht und nen Teenager leben gelegt. In der Schule ist man wirklich nur um mal nen Social Link zu starten und die Story zu beginn in fahrt zu bringen. Der Rest spielt sich außerhalb ab.

      In ToCS liegt der Fokus mehr auf das Leben IN dieser Militärakademie. Keine Schule Leute. Das ist immer noch eine Militärische Einrichtung xD.
      Man durchläuft quasi den ganzen Tag in der Akademie. In der Pause ist man da immer noch und man kann sich den Nebenaufgaben widmen. Ab und zu hat man dann mal ne Klassenfahrt um die Story voran zu bringen.

      Daher hinkt der Vergleich in meinen Augen doch ein wenig.

      Wie die Zukunft von Falcom aussieht wissen wir eig schon. Also Spieletechnisch. Der Firma selbst scheint es ja zur Zeit gut zu gehen mit dem Erfolg von Cold Steel.

      Falcom hat erwähnt das das ganz neue Trails of sich mehr an Action orientieren soll. Ich lese daraus das man ne ähnliche Schiene wie die neuen Ys und Tokyo Xanadu fahren will. Ergo wird Hajimari no Kiseki das letzte Game sein was nen rundenbasiertes Kampfsystem hat und ne klassische Party wegfallen wird. In Xanadu hat man zwar mehrere Charas aber man hat immer nur einen gespielt.
      Vielleicht hat man damit weniger Aufwand aber da kann man nur mutmaßen und nen vernünftiges Statement bekommt man dazu in keiner Firma warum man das Genre wechselt. Ja ich unterscheide nen rundenbasiertes RPG noch von einem ARPG xD

      Aber naja meinen Unmut dazu hatte ich schon einmal geäußert gehabt und fände es persönlich sehr sehr schade.
      Natürlich gibt es Leute die das befürworten wie zum Beispiel Elpsys (sry du fielst mir grad deswegen einfach ein), die bekommen dann nen gutes Spiel und freuen sich aber ich bin aus der Serie dann raus und les mir ne Zusammenfassung durch.
      "Stand in the ashes of a trillion dead souls and ask the ghosts if honor matters. Their silence is your answer."