Persona 5 Strikers im First Look: Eine vielversprechende Rückkehr

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    • Persona 5 Strikers im First Look: Eine vielversprechende Rückkehr

      Was haben Fans in den letzten Wochen und Monaten um die Lokalisierung von Persona 5 Scramble: The Phantom Strikers gebangt. In Japan bereits seit dem 20. Februar 2020 für PlayStation 4 und Nintendo Switch verfügbar, blieb eine mögliche Veröffentlichung im Westen über weite Strecken ungewiss. Doch die Zeit der Ungewissheit hat nun ein Ende. Denn wie mittlerweile klar ist, kehren die Phantomdiebe auch hierzulande zurück. Und zwar am 23. Februar 2021 mit dem schneidigen Titel Persona 5 Strikers.

      Die Phantomdiebe kehren zurück.

      Da erzähle ich euch aber nichts Neues, oder? Immerhin ist die frohe Botschaft schon einige Tage bekannt und Fans dürften die Sektkorken bereits knallen gelassen haben. Jetzt wird es jedoch spannend: Wir hatten die schöne Möglichkeit, Persona 5 Strikers etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Atlus lud nämlich freundlicherweise zu einem virtuellen First-Look-Event ein, bei dem wir uns über 30 Minuten an lokalisiertem Gameplay-Material zu Gemüte führen durften. Wie der erste Eindruck ausfiel, erfahrt ihr im folgenden Artikel.

      Keine Verschnaufpause

      Persona 5 Strikers setzt ein halbes Jahr nach den Geschehnissen von Persona 5 an. Die jungen HeldInnen nutzen die Sommerferien zur wohlverdienten Erholung, als sich bereits die nächste Bedrohung ankündigt. Eine grassierende Verderbnis manifestiert sich in diversen japanischen Städten – aus dem entspannten Sommerurlaub wird also kurzerhand ein Phantomdieb-Roadtrip. SpielerInnen müssen die Wahrheit aufdecken und die Herzen derjenigen läutern, die im Zentrum dieser Krise gefangen genommen wurden.

      Bezüglich der Frage, ob SpielerInnen mit den Geschehnissen von Persona 5 vertraut sein müssen, um sich in den neuen Titel zu stürzen, hat ‚Strikers‘-Director Daisuke Kanada übrigens Folgendes zu sagen:

      Da Persona 5 Strikers an Persona 5 anschließt, können diejenigen, die mit Persona 5 vertraut sind, das Spiel auf einer tieferen Ebene genießen. Da sich die Geschichte um einen völlig neuen Vorfall dreht, kann der Titel auch angegangen werden, wenn man die Charaktere und ihre Beziehungen im Rahmen des Anime oder Manga kennengelernt hat. Und für diejenigen, die einfach Action-Spiele lieben, ist es meiner Meinung nach völlig in Ordnung, zunächst Persona 5 Strikers auszuprobieren und anschließend die Hintergrundgeschichte in Persona 5 zu erleben. Auf welchem Wege auch immer – ich hoffe, dass jeder seine Erfahrung mit Persona 5 Strikers machen kann.

      Kämpfe in neuem Rahmen

      Die meisten von euch dürften aber ohnehin schon an der Seite der Phantomdiebe unterwegs gewesen sein, oder? Und entsprechend solltet ihr auch viele Stunden damit verbracht haben, schurkischen Schatten in rundenbasierten Kämpfen einzuheizen. Fiese Gegner warten auch in Persona 5 Strikers auf euch – nur finden die Auseinandersetzungen mit ihnen ab sofort in einem etwas anderen Rahmen statt.

      Auch ‚Strikers‘ mangelt es nicht an schickem Effektgewitter.

      Ihr kämpft nämlich nicht länger rundenbasiert gegen überschaubare Schergengrüppchen. Vielmehr stellt ihr euch nun größeren Gegnerhorden und schlagt ihnen aktiv eure Waffen um die Ohren. Wer an dieser Stelle mit Koei-Tecmo-typischem ‚Musou‘-Gameplay rechnet, hat dabei aber nur bedingt recht. Die aktiven Action-Einlagen können nämlich auch pausiert werden, um den nächsten strategischen Zug in Ruhe zu planen. So macht ihr euch etwa – ganz im Stile des JRPG-Vorläufers – die elementaren Schwächen eurer Feinde zunutze, um ihnen im Anschluss mit einem verheerenden ‚All-Out‘-Angriff den Rest zu geben.

      Gewonnene Kämpfe belohnen euch neben Geld mit Erfahrungspunkten, die eure Phantomdiebe folgerichtig im Level aufsteigen und neue Fähigkeiten lernen lassen. Im Rahmen des gezeigten Gameplay-Materials bekamen wir dabei nur Joker im Einsatz zu sehen. Es wurde allerdings bestätigt, dass auch die anderen Phantomdiebe aktiv gesteuert werden können und mit eigenen spezifischen Fähigkeiten daherkommen.

      Stadt statt Palast

      Aber auch abseits der Kämpfe bleibt der Titel seinen Wurzeln treu. SpielerInnen rasen nicht über die Spielkarte und metzeln allerlei Feindeshorden nieder – jedenfalls nicht so direkt wie in vergleichbaren Musou-Titeln. Vielmehr gestaltet sich die Fortbewegung durch die Level sehr ähnlich zu Persona 5. Die Phantomdiebe schleichen sich durch das mehr oder minder lineare Level und umgehen oder überfallen nach eigenem Ermessen Gegner. Letzteres verschafft uns Persona-typisch einen Vorteil zu Kampfbeginn.

      Ganze Städte statt Paläste – wir navigieren unter anderem durch ein verzerrtes Shibuya.

      Markierten in Persona 5 noch die Paläste (sprich: die verzerrten Gedankenwelten verdorbener Menschen) unsere Dungeon-Spielplätze, säubern wir in ‚Strikers‘ ganze korrumpierte Städte. Sechs an der Zahl soll es dabei geben, jeweils von einem schurkischen Monarchen besetzt. Das gezeigte Gameplay präsentierte etwa ein verzerrtes Shibuya als niedlich-skurriles Jahrmarkt-Setting.

      Sprachbarriere ade

      Eine Frage, die sich viele Fans im Vorfeld stellten, war jene nach dem Umfang der Lokalisierung von ‚Strikers‘. Erschien Persona 5 nämlich etwa noch mit ausschließlich englischen Texten, versorgte uns der Neuanstrich Persona 5 Royal mit einer mehrsprachigen Lokalisierung (Englisch, Französisch, Italienisch, Deutsch und Spanisch). Grund zur Freude: Persona 5 Strikers macht es ‚Royal‘ gleich und bietet neben japanischen und englischen Audiospuren ebenfalls EFIGS-Untertitel-Optionen. Die Steam-Version soll zusätzlich mit koreanischen und traditionell chinesischen Untertiteln aufwarten. Sprachbarriere ade!

      Das gezeigte Gameplay stammte übrigens von der PS4-Version des Titels. Die PS4-Version soll zudem auch auf PlayStation-5-Systemen spielbar sein. Ob man als PS5-BesitzerIn allerdings von der stärkeren Technik der Konsole im Hinblick auf die Performance von ‚Strikers‘ profitiert, blieb unklar. Die Switch- und PC-Versionen wurden nicht präsentiert. Ein entsprechender Vergleich ist also derzeit noch nicht möglich.

      Digitale Deluxe-VorbestellerInnen starten früher

      Persona 5 Strikers erscheint wie eingangs angemerkt am 23. Februar 2020 für PlayStation 4, Switch und PCs via Steam. VorbestellerInnen der digitalen Deluxe-Edition dürfen aber bereits vier Tage eher, am 19. Februar 2020, in das neue Phantomdieb-Abenteuer eintauchen. Die Inhalte der digitalen Deluxe-Edition sehen zudem wie folgt aus:

      • Bonus-Inhalte zum digitalen Download
        • Digitales Artbook
        • Digitaler Soundtrack mit über 40 Songs
        • Behind-the-Scenes-Making-of der Musikstücke „You Are Stronger und „Towards a Dream“
      • Persona Legacy BGM
      • All-out Attack Pack

      In den Genuss des digitalen Artbooks, des digitalen Soundtracks und des Behind-the-Scenes-Videos kommen aber auch Käufer der physischen Versionen für PlayStation 4 und Nintendo Switch, die ihr euch bereits bei Amazon vorbestellen* könnt.

      Vielversprechende Rückkehr

      Nach den rund 30 Minuten an Gameplay-Eindrücken kann ich sagen: Persona 5 Strikers macht einen tollen Eindruck und dürfte gerade Fans des Originalspiels zusagen. Erfreulicherweise handelt es sich nämlich nicht um ein austauschbares Actionspiel im lieblosen Persona-Gewand. Im Gegenteil: ‚Strikers‘ trägt allerhand Persona-DNA in sich, welche es von ähnlichen Genre-Vertretern positiv abgrenzt. Ebenfalls erfreulich hervorzuheben ist die mehrsprachige Lokalisierung des Titels, die jedem gleichermaßen ermöglicht, in den neuen Titel einzutauchen. Ob sich der grundsolide Ersteindruck auch über die gesamte Laufzeit des Titels halten kann, bleibt abzuwarten. Um dies abschätzen zu können, waren die gezeigten Inhalte dann doch etwas zu knapp. Ich freue mich jedenfalls schon sehr, selbst ins neue Abenteuer zu starten. Und Persona-5-Fans streichen sich ohnehin am besten schon mal den 23. Februar 2021 im Kalender an.

      Bildmaterial: Persona 5 Strikers, Atlus / Koei Tecmo, Omega Force