Im Test! Pikmin 3 Deluxe

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    • Im Test! Pikmin 3 Deluxe

      Titel Pikmin 3 Deluxe
      Japan 30. Oktober 2020
      Nintendo
      Nordamerika 30. Oktober 2020
      Nintendo
      Europa 30. Oktober 2020
      Nintendo
      System Nintendo Switch
      Getestet für Nintendo Switch
      Entwickler Nintendo
      Genres Echtzeit-Strategie
      Texte
      Deutschland Nordamerika Japan

      Die quirligen Pikmin gehören sicherlich eher zu Nintendos ungewöhnlichen Marken. Nichtsdestotrotz blickt die Echtzeit-Strategie-Reihe rund um Expeditionen an der Seite der titelgebenden Winzlinge mittlerweile auf drei stolze Heimkonsolen-Titel und einen Ausflug auf einen Handheld zurück. Und auch vor Nintendos aktueller Hybridkonsole machen die bunten Racker keinen Halt. Das passiert zwar vorerst nicht in Form eines Pikmin 4 – dafür dürfen wir aber nochmal in Pikmin 3 eintauchen und zwar in der Deluxe-Ausgabe. Wie „deluxe“ sich die Neuveröffentlichung des herausragenden Strategie-Titels dabei präsentiert, klären wir in unserem Test.

      Gestrandet auf einem fremden Planeten

      Pikmin 3 Deluxe bietet uns mehrere Modi zum Spieleinstieg. Der Titel empfiehlt uns dabei sogleich in das „Abenteuer“ – die Kampagne des Spiels – einzusteigen, welches auch das Herzstück von Pikmin 3 darstellt. Die Handlung ist dabei schnell umrissen. Der Planet Koppai befindet sich in der misslichen Notlage, dass ihm die Nahrungsvorräte ausgehen. Entsprechend werden diverse Expeditionsteams in alle Richtungen des Alls entsandt, um auf benachbarten Planeten nach möglichem essbaren Nachschub zu suchen. Alle Crews bleiben erfolglos – bis auf eine. Das Team der Raumsonde „Drake“ landet auf dem vielversprechenden Planeten PNF-404.

      Mit unserem Raumschiff „Drake“ landen wir mehr oder minder elegant auf dem Planeten PNF-404.
      »Dem Planeten Koppai gehen die Nahrungsvorräte aus. Diverse Expeditionsteams werden in alle Richtungen des Alls entsandt, um nach essbarem Nachschub zu suchen.«

      Allerdings nicht ohne eine meisterliche Bruchlandung hinzulegen, bei der die Crew auseinandergerissen wird und der Überlicht-Schlüssel verloren geht. Ohne diesen bleibt der Crew eine Rückkehr auf den Heimatplaneten verwehrt. Wir schlüpfen also in die Fußstapfen des kleinen Forschers Alph, um das Team wieder zusammenzuführen, den Überlicht-Schlüssel zu finden und im besten Fall auch noch Nahrung für die Heimat zu beschaffen. Wie gut, dass wir dabei die Hilfe der knuffigen, einheimischen Pikmin erhalten.

      Mit der Hilfe unserer kleinen Gefährten

      Wir starten die Erforschung von PNF-404 jeden Morgen von unserem Stützpunkt aus – dem Raumschiff Drake. Die freundlichen Pikmin, die uns schon bald auf Schritt und Tritt folgen, helfen uns bei unserem Vorhaben auf diverse Weise. Stoßen wir auf Mauern aus Sand, graben sich unsere kleinen Gefährten auf Befehl hindurch, um den Weg frei zu machen. Stellen sich uns hungrige, einheimische Kreaturen in den Weg, geben wir den Befehl zum Angriff.

      Grundsätzlich gilt dabei, je mehr Pikmin uns zur Verfügung stehen, desto effektiver ist die entsprechende Aktion. Eine Gruppe Pikmin gräbt sich etwa deutlich schneller durch ein Hindernis als ein einzelnes. Gleiches gilt für Kampfsituationen. Eine größere Gruppe Pikmin streckt Feinde hurtiger nieder, was nicht zuletzt das Risiko minimiert, Verluste in den Reihen der kleinen Helfer zu erleiden. Diese sind nämlich alles andere als unverwundbar und können sich schnell im Magen feindlich gesinnter Kreaturen wiederfinden.

      Die kleinen Pikmin kommen bunt, vielfältig und vor allem hilfsbereit daher.

      Es gilt also, die eigenen Reihen effektiv aufzustocken. Lassen wir die – so makaber es klingt – Kadaver bezwungener Feinde von den Pikmin zurück zur Pikmin-Zwiebel tragen, werden diese dort verwertet. Als Ergebnis spuckt uns die portable Brutstätte neue Pikmin aus. Diese pflücken wir kurzerhand aus dem Boden, damit sie uns auf dem weiteren Forschungsgang unterstützen. Aber nicht nur gefallene Feinde taugen als Treibstoff für die Pikmin-Fabrik. Wir stoßen auch regelmäßig auf Taler mit aufgedrucktem Zahlenwert. Dieser gibt an, wie viele Pikmin es für dessen Transport benötigt. Auch hier gilt: je größer die Beute, desto größer die Zahl an neuen Pikmin, die uns die Zwiebel ausspuckt. Schon bald führen wir entsprechend eine imposante Truppe an quirligen Begleitern an.

      Bunt und vielfältig

      Im Laufe unserer Erkundungstour treffen wir übrigens auf verschiedene Arten von Pikmin. Stehen uns eingangs etwa nur rote Racker zur Verfügung, erweitern wir unseren Pool an Helfern bald mit blauen, gelben, geflügelten und steinernen Gefährten. Die optischen Unterschiede der Pikmin lassen es dabei schon erahnen: Jede Art verfügt über individuelle Vor- und Nachteile. Rote Pikmin stürzen sich gern in den Kampf und widerstehen dem Feuer, besitzen darüber hinaus aber keine besondere Fähigkeit. Gelbe Pikmin sind weniger engagierte Kämpfer, begeistern sich aber für allerlei elektrisierende Angelegenheiten. Blaue Pikmin hingegen springen mit Freude ins kühle Nass, welches für die anderen Arten eine Gefahr bedeutet.

      Wir führen unsere kleinen Gefährten auf der Expedition durch unbekannte Gefilde an.

      Halten sich die Herausforderungen zu Beginn unseres Abenteuers noch in Grenzen, müssen wir im Verlauf der Reise von den verschiedenen Fähigkeiten unserer Begleiter Gebrauch machen. Sei es im Kampf oder bei der Bewältigung von Hindernissen. Wir lassen die robusten steinernen Pikmin auf Glaswände los, navigieren unsere blauen Gefährten durch das Wasser und schließen Stromkreise mithilfe einer Kette gelber Pikmin, um dunkle Höhlen zu erhellen. Natürlich gibt es auch allerhand Widersacher mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen, die es auszunutzen gilt.

      Wir marschieren natürlich nicht ziellos mit unserer Miniatur-Armee durch die unbekannten Gefilde. Während es das übergeordnete Ziel bleibt, den Überlicht-Schlüssel aufzuspüren und zu bergen, halten uns stetige Zwischenziele auf Trab. Wir suchen unsere übrigen Crewmitglieder zusammen und halten Ausschau nach Früchten, die wir mittels Pikmin zum Schiff transportieren. Stehen wir dabei mal auf dem Schlauch, gibt uns eine neue Tipp-Funktion auf Knopfdruck optionale Hinweise, wie es weitergeht. Unsere Expeditionen starten dabei wie eingangs beschrieben am Morgen eines Tages und enden mit dem Untergehen der Sonne. Bei Nacht wäre ein Forschungsgang nämlich schlicht zu gefährlich.

      Jeden Morgen satt ins Abenteuer

      »Wir marschieren natürlich nicht ziellos mit unserer Pikmin-Armee durch die unbekannten Gefilde. Während es das übergeordnete Ziel bleibt, den Überlicht-Schlüssel zu bergen, halten uns stetige Zwischenziele auf Trab.«

      Dies gibt uns für jeden Tag ein begrenztes Zeitfenster, in dem wir unsere Umgebung erschließen. Anfangs kann dieser Zeitdruck durchaus zu Stress führen, zumal wir uns für den nächsten Tag mit einer Einheit Vorräten stärken müssen. Wie viele davon uns zur Verfügung stehen, haben wir quasi selbst in der Hand. Vorräte werden nämlich aus den gesammelten Früchten hergestellt, die am Ende des Tages durch die Saftpresse gejagt werden. Je nach Größe der Frucht füllen wir so am Abend mehr oder weniger Flaschen mit kostbarem Fruchtsaft. Gerade zu Beginn des Abenteuers, wenn die Vorräte noch knapp und die Spielmechaniken noch nicht vollends verinnerlicht sind, erwischt man sich beim gehetzten Spurt durch die verzweigten Umgebungen.

      Ihr könnt jedoch beruhigt sein: Dieser Zustand – sofern er überhaupt eintritt – ist von kurzer Dauer. Wir stellen nämlich rasch fest, dass wir als findige Abenteurer regelmäßig auf neue Ressourcen stoßen. Schon bald stapeln sich unsere Vorräte, sodass wir ermutigt sind, mehr Tage als nötig in einem Gebiet zu verbringen, um dieses so weit wie möglich zu erschließen. Und das sei auch nachdrücklich empfohlen. Während wir nämlich in der Regel innerhalb von zwei bis drei Tagen die nächste Signalquelle erreichen können, warten zahlreiche optionale Früchte und Gadgets darauf, von uns ausgebuddelt oder anderweitig entdeckt zu werden. Ihr habt übrigens auch nach Wechsel in eine neue Umgebung bei jedem Tagesstart die Möglichkeit, zu alten Gebieten zurückzukehren. Das bietet sich vor allem deswegen an, weil neue Pikmin-Arten oft neue Orte in bereits besuchten Gebieten zugänglich machen.

      Gemeinsam auf Expedition

      Entscheidet ihr euch nach ausgiebigem Erkundungsgang dafür, die Quelle des aktuellen Signals aufzusuchen, stellen sich euch in der Regel turmhohe Bossgegner in den Weg. Diese erfordern euer taktisches Kalkül als Befehlsgeber der kleinen, bunten Armee. Es bringt nämlich nichts, planlos Pikmin auf das Ungetüm zu hetzen. Vielmehr gilt es, die Schwäche der Bosse auszumachen, die sich an bestimmte Fähigkeiten eurer kleinen Gefährten richten. Während die Bossgegner zumeist nicht allzu fordernd sind, fragen sie eure frisch erlernten Fähigkeiten in spaßiger Weise ab. Außerdem bieten sie einen tollen Kontrast zu den Expeditionen. Wem sich das alles zu einfach gestaltet, wählt ferner aus zusätzlichen Schwierigkeitsgraden, die das Spielgeschehen herausfordernder gestalten.

      Solltet ihr übrigens einmal trotz eurer vielen, bunten Freunde einsam werden, bietet euch Pikmin 3 Deluxe eine Möglichkeit, das Hauptabenteuer auf neue Weise zu erleben. War es in der Wii-U-Fassung nämlich lediglich im Rahmen der Zusatzmissionen möglich, mit einem weiteren Spieler zu kooperieren, können wir uns in „Deluxe“ nun auch jederzeit einen Partner schnappen, mit dem wir die Kampagne gemeinsam angehen. Dieser übernimmt die Kontrolle über eines der weiteren Crewmitglieder. Im Splitscreen gehen wir nun mit vereinten Kräften einem Ziel nach oder teilen unsere Ressourcen auf, um mehrere Baustellen simultan zu bearbeiten. Als eingespieltes Team schreiten wir so sehr bald umso effektiver durch die unbekannten Gefilde.

      Abenteuer mit neuem Komfort

      Sowohl allein als auch im Duo weiß Pikmin 3 Deluxe mit seinem Abenteuer über die gesamte Laufzeit zu überzeugen. Es stellt sich nie ein Gefühl von Überdruss ein, weil wir in regelmäßigen Abständen neue Pikmin kennenlernen, aber nie mit den neuen Möglichkeiten überfordert werden.

      Hier spielt auch der Umstand mit rein, dass sich der Titel nach Eingewöhnung angenehm intuitiv steuert. Wir werfen unsere Pikmin gezielt an den gewünschten Ort oder lassen sie als Einheit losstürmen. Wir pfeifen sie geschwind zurück, wenn es brenzlig wird oder teilen sie nach Belieben auf. Das alles funktioniert über weite Strecken sehr gut, zumal sich Ziele nun im Vergleich zur Originalversion anvisieren lassen. Hin und wieder gerät zwar das falsche Ziel in den Fokus, sodass wir unsere Eingabe korrigieren müssen. Wirklich lästig gestaltet sich dieser Umstand aber nie.

      Somit bietet euch das Hauptabenteuer gute sieben bis acht Stunden an Unterhaltung, wenn ihr strikt der Handlung folgt. Ergreift der Entdeckerdrang von euch Besitz, dürft ihr zur Komplettierung sicher noch einmal dieselbe Spielzeit hinzurechnen.

      Pikmin-Spaß abseits des Abenteuers

      Habt ihr eure Forschertruppe erfolgreich durch das Abenteuer geführt, bietet euch Pikmin 3 Deluxe weitere Modi, in denen ihr mit euren bunten, kleinen Freunden erneut losziehen könnt.
      Im Modus „Missionen“ könnt ihr euch einer Reihe von Aufgaben stellen, die ihr innerhalb eines Zeitlimits absolvieren müsst. Die Missionstypen reichen dabei vom Sammeln von Schätzen und Früchten über das Besiegen von Gegnergruppen bis hin zum erneuten Bezwingen der Bossgegner aus dem Abenteuer-Modus. Je nachdem wie geschickt ihr euch anstellt, werdet ihr zum Abschluss einer Mission mit einer Bronze-, Silber- oder Gold-Medaille ausgezeichnet. Der richtige Spielplatz also für Highscore-Jäger. Der Modus umfasst übrigens alle DLC-Missionen der Originalversion.

      Außerdem bietet „Deluxe“ im Vergleich zur Ursprungsfassung zwei zusätzliche Bonus-Abenteuer. In diesem Prolog und Epilog übernehmen wir die Kontrolle über die Serienhelden Olimar und Louie. Spieltechnisch gestalten sich diese Abenteuer ganz ähnlich wie die beschriebenen Missionen. Wir absolvieren unter Zeitdruck verschiedene Aufgaben – nach Belieben auch im Koop. Inhaltlich dürft ihr gern selbst herausfinden, was die alteingesessenen Forscher antreibt.

      Für kompetitiven Spaß sorgt ferner das Bingo-Duell. Hier messen wir uns mit einem Freund oder einer Freundin nach klassischen Bingo-Regeln. Jedem Spieler wird eine Karte mit 16 Feldern angezeigt, die jeweils ein Objekt oder eine Kreatur anzeigen, die es zu bergen gilt. Ziel ist es, eine Reihe – sei sie horizontal, vertikal oder diagonal – abzuhaken. Wem dies schneller gelingt, gewinnt die Partie. Zusätzliche Items können ferner dazu genutzt werden, um den Kontrahenten zu behindern. In spaßiger Weise wird so von den grundlegenden Mechaniken und Systemen Gebrauch gemacht, was regelmäßig in unterhaltsame wie hitzige Partien mündet.

      Technisch alles beim Alten

      Technisch präsentiert sich Pikmin 3 Deluxe solide. Etwas enttäuschend gestaltet sich dabei der Umstand, dass es sowohl visuell als auch hinsichtlich der Performance keine herausstechenden Verbesserungen im Vergleich zur Wii-U-Version gibt. Grundsätzlich halb so wild, handelte es sich bei der Originalversion immerhin schon um einen optisch ansprechenden Titel. Erlaubt man sich allerdings den Vergleich mit anderen Wii-U-Portierungen wie Mario Kart 8 Deluxe, welches im Dock-Modus mit 1080p und 60 Bildern pro Sekunde aufwartete, bleibt leichte Ernüchterung zurück. Und trotzdem: Pikmin 3 Deluxe begeistert mit schicken Umgebungen und lebendigen Farben. Zudem lief der Titel mit seinen 30 Bildern pro Sekunde stets flüssig, Einbrüche der Framerate waren während des Tests nicht zu bemerken.

      Schick wie im Original. Allerdings auch nicht mehr als das.

      Auch auditiv überzeugt Pikmin 3 Deluxe. Unsere Erkundungsgänge werden lebhaft untermalt. Sei es von den zahlreichen Umgebungsgeräuschen, den Ausrufen und Gesangseinlagen der Pikmin oder durch die unaufdringliche Hintergrundmusik. Zum Verfolgen der Handlung müssen wir uns trotz vorhandener Sprachausgabe jedoch auf Dialogfenster stützen. Unsere dreiköpfige Crew spricht nämlich eine eigene Sprache, in der wir lediglich vereinzelte Schlagworte ausmachen. Das mag nicht jedem zusagen, unterstreicht den Charme der Präsentation aber zusätzlich.

      Wie viel „Deluxe“ steckt im Paket?

      »Neben den neuen Features sind natürlich alle DLC-Missionen der Wii-U-Version enthalten. Das macht Pikmin 3 Deluxe zweifelsohne zur definitiven Version des Titels.«

      Bleibt nur noch die Frage zu klären, wie viel „Deluxe“ eigentlich in Pikmin 3 Deluxe steckt. Soviel sei schonmal gesagt: Zu größten Teilen ist die Switch-Version identisch zu ihrer Vorlage für Wii U. Ausladende neue Inhalte dürft ihr nicht erwarten. Vielmehr haben sich die Verantwortlichen für die Deluxe-Ausgabe des dritten Pikmin-Abenteuers darauf konzentriert, das bewährte Spielprinzip zu optimieren. Das Zielen fällt dank Fokus-Funktion deutlich leichter, während eine Hinweis-Funktion und neue Schwierigkeitsgrade die Möglichkeit bieten, die eigene Spielerfahrung etwas zu individualisieren. Darüber hinaus bieten die beiden Bonus-Abenteuer etwas Pikmin-Nachschlag, wenn wir nach Abschluss des Hauptabenteuers Hunger auf mehr haben. Weiterhin integriert „Deluxe“ ein belohnendes Medaillen-System und eine Piklopedia, in der wir alles Wissenswerte zur Welt der kleinen Pikmin nachlesen. Ferner sind natürlich alle DLC-Missionen der Wii-U-Version enthalten. Das macht Pikmin 3 Deluxe zweifelsohne zur definitiven Version des Titels. Mit mehr sollte man allerdings nicht rechnen.

      Rückkehr eines herausragenden Strategie-Abenteuers

      Pikmin 3 Deluxe ist noch immer das herausragend spaßige Echtzeit-Strategie-Spiel, das es auch schon bei seiner Erstveröffentlichung für Wii U war. Es bereitet nach wie vor großen Spaß, die Crew um Alph, Brittany und Charlie samt der zahlreichen bunten Pikmin durch unerforschtes Land zu navigieren. Wir lernen regelmäßig neue, kleine Gefährten kennen, die uns mit frischen Möglichkeiten ausstatten, Hindernisse und Feinde zu überwinden. Das unterhält auch heute noch ohne jeglichen Leerlauf. Die zusätzlichen Modi ermöglichen uns zudem, auch nach Abschluss des Abenteuers Zeit mit den Pikmin zu verbringen. Die Deluxe-Version schreibt sich dabei auf die Fahne, uns mit sinnvollen Optimierungen zu versorgen. Wir fokussieren nun gekonnt Ziele, ziehen im Notfall optionale Tipps zu Rate oder würzen unser Abenteuer zusätzlich durch neue Schwierigkeitsgrade. Und wem das Forschen allein zu öde wird, schnappt sich eine/n Partner/in und erkundet kurzerhand als Duo weiter. Viel mehr „Deluxe“ als das wird es allerdings nicht. Wer ein großes Upgrade der Ausgangsversion erwartet, dürfte enttäuscht werden. Kenner der Vorlage müssen sich also fragen, ob die neuen Anpassungen und die Möglichkeit zur portablen Expedition es ihnen wert sind, noch einmal in den Geldbeutel zu greifen. Neulinge schlagen hingegen bedenkenlos zu. Pikmin 3 Deluxe optimiert nämlich einen ohnehin schon exzellenten Echtzeit-Strategie-Titel, der Kenner der ersten Ableger wie Serien-Neulinge gleichermaßen herzlich in Empfang nimmt.

       

      Story

      Eine kleine Gruppe Forscher erkundet einen fremden Planeten auf der Suche nach Nahrung für die Heimat. Die quirligen Pikmin helfen ihnen dabei.

      Gameplay

      Führt eine Gruppe zahlreicher Pikmin durch unbekannte Gefilde und arbeitet euch durch Hindernisse, Feinde und turmhohe Bossgegner. Allein oder im Duo.

      Grafik

      Ein technisch grundsolides Echtzeit-Strategie-Abenteuer, dass allerdings nur marginale Verbesserungen im Vergleich zur Originalversion aufweist.

      Sound

      Der Titel begeistert mit einer lebhaften Audio-Untermalung. Quiekende und singende Pikmin, Umgebungsgeräusche und eine unaufdringliche Hintergrundmusik erfreuen uns auf unserer Expedition.

      Sonstiges

      Die Deluxe-Version bietet neue Bonus-Abenteuer, frische Schwierigkeitsgrade, neue Fokus- und Tipp-Funktionen, alle DLC-Missionen der Originalversion und die Möglichkeit, das Abenteuer im Koop zu erleben.

      Bildmaterial: Pikmin 3 Deluxe, Nintendo