Im Test! Bloodstained: Curse of the Moon 2

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    • Im Test! Bloodstained: Curse of the Moon 2

      Titel Bloodstained: Curse of the Moon 2
      Japan 10. Juli 2020
      Inti Creates
      Nordamerika 10. Juli 2020
      Inti Creates
      Europa 10. Juli 2020
      Inti Creates
      System PCs, Nintendo Switch, PlayStation 4, Xbox One
      Getestet für PC
      Entwickler Inti Creates
      Genres Plattformer
      Texte
      Nordamerika Japan
      Vertonung Keine

      Im Jahr 2015 konnten Fans der Castlevania-Reihe ein Spiel namens Bloodstained: Ritual of the Night bei Kickstarter mitfinanzieren. Dies war damals besonders aufregend, da Koji Igarashi, der ehemalige Produzent der Castlevania-Spiele, hinter diesem Projekt steckte. Weil die Fans der Reihe und weitere Spieler von aller Welt die Ziele der Kampagne übertroffen haben, gab es als kleinen Leckerbissen für zwischendurch ein kleines Abenteuer namens Bloodstained: Curse of the Moon von Entwickler Inti Creates. Dieses unterschied sich vom geplanten Ritual of the Night vor allem durch seine simplifizierte Retro-Grafik und erinnerte an die 8-bit Castlevanias.

      Mit seinen vier Stunden Spieldauer sollte es die Wartezeit auf den geplanten Titel versüßen. Nun hat genau dieser Leckerbissen für zwischendurch einen zweiten Teil bekommen, nachdem er teilweise sogar besser als das Endprodukt der Kickstarter-Kampagne aufgenommen wurde. Folgende Fragen stellten sich mir daher beim Spielen für das Review: Funktioniert der Nachfolger ebenso gut wie sein Vorgänger? Ist ein zweiter Teil für eine kleine Beigabe überhaupt nötig?

      Immer diese bösen Dämonen

      Die Geschichte von Curse of the Moon 2 ist wie bei dem Vorgänger kaum der Rede wert. Der Schwert schwingende Zangetsu will sich abermals an den bösen Dämonen rächen und schließt sich dafür mit neuen Verbündeten zusammen. Zu diesen gehören Zangetsus alter Bekannter Robert, ein Corgi namens Hachi, welcher eine Maschine bedient, und die Exorzistin Dominique, welche ihr aus dem Hauptspiel Bloodstained: Ritual of the Night kennen könntet.

      Nach und nach gabelt ihr mit Zangetsu eure Gefährten auf dem Weg zum Endgegner auf. Hier stößt ihr nach etwa vier Stunden zum ersten Mal auf den Abspann – und genau hier geht der zweite Teil von Curse of the Moon einen Schritt weiter als sein Vorgänger. Einer eurer bisherigen Gefährten wird nämlich am Ende entführt, so dass sich die Gruppe nach dem ersten Triumph ohne das fehlende Mitglied auf den Weg zur Rettung machen muss.

      Mehr = gut, oder?

      »Die Geschichte von Curse of the Moon 2 ist wie bei dem Vorgänger kaum der Rede wert. Der Schwert schwingende Zangetsu will sich abermals an den bösen Dämonen rächen.«

      Bei genau diesem Punkt können sich die Geister scheiden. Den weiteren Durchlauf macht ihr mit denselben Charakteren – minus dem zu rettenden – in denselben Leveln. Unterschiede machen sich in den schwierigeren Bossgegnern bemerkbar oder der Tatsache, dass ihr bereits von Anfang an mit drei Charakteren unterwegs seid, was den einen oder anderen alternativen Weg eröffnet. Zusätzlich dazu gilt es, einige neue Gegenstände einzusammeln, die sich als nützlich erweisen.

      Dies ändert jedoch nicht die Tatsache, dass ihr dieselben Level mehrmals durchspielen müsst, wenn ihr das Spiel mit all seinen Enden und Bossen erleben wollt. Für manche könnte dies zu monoton sein, wodurch sie wie beim Vorgänger nach bereits vier Stunden durch wären. Der Rest kann mit einer verlängerten Spieldauer rechnen, je nach Schwierigkeitsgrad. Hier kann ich empfehlen, nicht alles an einem Stück durchkriegen zu wollen. Durch die simple Steuerung und die einzelne Aufteilung der Level braucht ihr nicht lange, um wieder ins Spiel zu finden.

      Nach der Komplettierung des zweiten Kapitels dürft ihr euch auf das letzte Kapitel mit einer finalen Mission freuen. Hier bekommt Zangetsus Gruppe Neuzugang, der aus bekannten Charakteren aus dem ersten Teil von Curse of the Moon bersteht: Miriam, Alfred und Gebel. Hier kommt etwas mehr Varianz in die Sache, da ihr im letzten Kapitel die Reihenfolge, in der ihr die Level spielen wollt, selbst auswählen könnt. Dies bedeutet, dass ihr am Ende des finalen Kapitels mit ganzen sieben Charakteren unterwegs seid – was das Ende jedoch immer noch nicht zu einem Zuckerschlecken macht.

      Knackiger Schwierigkeitsgrad

      »Neben den einzelnen Kapiteln gibt es noch weitere Modi, mit denen ihr euch in Curse of the Moon 2 austoben könnt.«

      Dies bringt uns zum Schwierigkeitsgrad des Titels, der ebenfalls angesprochen werden soll. Curse of the Moon 2 kann wie sein Vorgänger in den Schwierigkeitsstufen Casual und Veteran gespielt werden. Im Casual Mode habt ihr unter anderem unendlich viele Versuche von einem Checkpoint aus, während ihr als Veteran mit Leben spielen müsst und an den Anfang eines Levels zurückgeworfen werdet, sollten euch diese ausgehen. Ebenfalls bekommen eure Charaktere im Casual Mode weniger Schaden und haben mehr Skillpunkte zur Verfügung, mit denen sie ihre besonderen Fähigkeiten einsetzen. Zuletzt wird man im Veteranen-Modus von gegnerischen Treffern zurückgestoßen, was zum einen oder anderen Falltod führen wird.

      Ich selbst war im Veteranen-Modus als Novizin der Castlevania-Spiele durchaus herausgefordert. Bisher hatte ich tatsächlich nur den ersten Teil von Curse of the Moon gespielt. Beim ersten Durchlauf bin ich bis zum letzten Endgegner kaum gestorben, was sich ab dem zweiten Durchlauf änderte. Der fehlende Charakter war für mich tatsächlich meistens wichtig und wenn ich mich nicht mithilfe von Hachi durch die Gegner „bulldozern“ konnte, so dauerten manche Bosskämpfe oder Wege zu ihnen doch ein ganzes Weilchen.

      Noch mehr Modi alleine oder zu zweit

      Neben den einzelnen Kapiteln gibt es noch weitere Modi, mit denen ihr euch in Curse of the Moon 2 austoben könnt. Darunter sticht vor allem der lokale 2-Spieler-Modus gegenüber dem ersten Teil hervor. Diesen konnte ich nicht ausprobieren, weswegen ihr euch im Trailer zum Spiel einen Überblick darüber machen könnt.

      Es gibt aber auch weitere Modi, wie beispielsweise den Legend-Modus, der einige Tage nach der Veröffentlichung hinzugefügt wurde. Diesen könnt ihr über die Schwierigkeitsgradauswahl anwählen und euch das Spiel noch schwieriger machen, als es so schon der Fall ist. Hier erscheinen eure Gegner bereits außerhalb des Bildschirms und beim Fall, dass einer eurer Charaktere stirbt, sterben direkt alle und ihr verliert ein Leben. Im Normalfall fehlt beim Tod eines Charakters dieser einfach, bis alle anderen Charaktere ebenfalls verstorben sind. Erst dann wird ein Leben abgezogen und ihr müsst bei einem der Checkpoints starten, anstatt vom selben Bildschirm aus.

      8-bit, aber nicht ganz

      Grafik und Sound unterscheiden sich nicht wirklich vom Vorgänger. Es ist jedoch abermals faszinierend, eine sogenannte „8-bit-Grafik“ zu betrachten, die dennoch aufwändiger ist als klassisches 8-bit. Dies war nämlich bereits eine Design-Entscheidung für den ersten Teil, da die Entwickler die Nostalgie der Fans ehren wollten, sich dabei jedoch bewusst waren, dass viele die alten Spiele schöner in Erinnerung haben, als sie heutzutage tatsächlich sind.

      »Beim Sound begleiten euch stimmige Tracks durch die Level und die Bosse, welche mir persönlich nicht im Gedächtnis blieben.«

      Beim Sound begleiten euch stimmige Tracks durch die Level und die Bosse, welche mir persönlich nicht im Gedächtnis blieben. Sie sind zwar passend, jedoch wenig herausragend. Da lieferte die Castlevania-Reihe vor vielen Jahren durchaus Besseres ab. Der zweite Teil macht hier also weiter, wo der erste Teil aufhörte, ohne das Rad neu zu erfinden oder etwas Verrücktes zu wagen.

      Fazit

      Bloodstained: Curse of the Moon 2 macht dort weiter, wo der Vorgänger aufhört. Es bietet euch ein Retro-Castlevania, das an die heutigen Standards angepasst wurde und euch eure Nostalgie erleben lässt, wie ihr sie vermutlich in Erinnerung habt.

      Dabei stellt es euch frische Level zur Verfügung, die ihr mit Zangetsu und neuen Charakteren bereisen könnt. Nach dem dritten oder vierten Durchlauf sind diese Level womöglich nicht mehr allzu frisch, auch wenn euch am Ende die eine oder andere Überraschung erwartet, zum Beispiel in Form eines neuen Bosses. Daran ändern auch die drei bekannten Gesichter des ersten Teils nichts, die beim finalen Kapitel dazustoßen. Solltet ihr euch daran stören, wird euch der kleine Aufpreis im Vergleich zum ersten Teil nicht allzu erfreuen.

      Wenn ihr jedoch Lust auf ein Spiel im alten Castlevania-Stil habt und euch knackig-schweres Gameplay gefällt, dann seid ihr hier jedoch am richtigen Ort. Der zweite Teil bietet zwar ein weniger abgerundetes Erlebnis als sein Vorgänger, stillt jedoch den Durst nach dieser Art von Spiel und macht dabei immer noch eine gute Figur.

       

      Story

      Zangetsu und seine Crew müssen sich abermals bösen Dämonen stellen. Haut niemanden von den Socken, sorgt aber für den einen oder anderen lustigen Dialog.

      Gameplay

      Keine schwere Steuerung zu erlernen, dafür erwartet euch ein richtig knackiges Spiel im Stil von Retro-Castlevanias.

      Grafik

      Modernisierter und aufwendigerer 8-bit-Stil.

      Sound

      Retro-Klänge begleiten euch, aber sind weniger erinnerungswürdig im Vergleich zum ersten Teil.

      Sonstiges

      Anders als beim Vorgänger wartet hier ein lokaler 2-Spieler-Modus und einige Erweiterungen, die eure Spieldauer verlängern.

      Bildmaterial: Bloodstained: Curse of the Moon 2, Inti Creates / ArtPlay

    • Ich hab da schon richtig Bock drauf, aber ich warte halt noch auf das Limited Run Release
      Beim Soundtrack lasse ich es auf mich zukommen ob er mir besser gefällt wie im Vorgänger oder nicht

      Brandybuck schrieb:

      Es bietet euch ein Retro-Castlevania, das an die heutigen Standards angepasst wurde und euch eure Nostalgie erleben lässt, wie ihr sie vermutlich in Erinnerung habt.
      Mehr brauchte ich eigentlich nicht wissen xD

      Aber hat mir der Trailer allein durch den Stil des ersten Teils eigentlich schon vermittelt gehabt^^