Im Test! Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 4 – Road to Boruto

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    • Im Test! Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 4 – Road to Boruto

      Titel Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 4 – Road to Boruto
      Japan 23. April 2020
      Bandai Namco Entertainment
      Nordamerika 24. April 2020
      Bandai Namco Entertainment
      Europa 24. April 2020
      Bandai Namco Entertainment
      System Nintendo Switch, PlayStation 4, Xbox One, PC
      Getestet für Nintendo Switch
      Entwickler CyberConnect2
      Genres Action
      Texte
      Deutschland 
      Vertonung Nordamerika Japan

      Es ist nun einige Jahre her, seit Naruto, die Manga-Reihe von Mangaka Masashi Kishimoto, beendet wurde. Wirklich vorbei ist die Geschichte um den frechen Ninja jedoch noch nicht. Mit der Serie rund um Narutos Sohn Boruto wird die Ninja-Geschichte seither weitergeführt. In der Videospiel-Welt ist es seitdem ein wenig ruhiger um die Reihe geworden, abgesehen von Naruto to Boruto: Shinobi Striker, welches aber auch ohne Probleme übersehen werden kann und sollte. Mit der „Naruto: Ultimate Ninja Storm“-Reihe erlebte der Manga seinen Höhepunkt in Videospielform. Seit einiger Zeit ist ein Trilogie-Paket mit den ersten drei Spielen für Nintendo Switch erhältlich, doch nun wurde auch der vierte Ableger der Reihe auf den Konsolen-Hybrid portiert. Musste es große Abstriche machen oder sieht es noch immer gut aus? Das haben wir uns für euch angeschaut.

      Ich werde eines Tages Hokage!

      Im Story-Modus von „Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 4 – Road to Boruto“, künftig als Naruto UNS4 abgekürzt, könnt ihr das Ende der Manga-Reihe nachspielen. Hierbei beginnt der Titel mit einem Rückblick auf den Kampf zwischen Hashirama und Madara, zwei eigentlich längst verstorbenen Gründern von Ninja-Dörfern. Nachfolgend startet die Geschichte ab dem Zeitpunkt, als der finale Endkampf gegen den maskierten Mann beginnt.

      Dieser wird bald demaskiert und auch seine kafkaeske Entwicklung zum heutigen Bösewicht könnt ihr erleben und nachspielen. Ein Kritikpunkt von mir an der Original-Fassung des vierten Ablegers der Reihe waren die in der ersten Hälfte häufig verwendeten Standbilder aus dem Anime, um die Story zu erzählen. Dies hat sich natürlich leider nicht geändert, auch wenn ich das heute nicht mehr so eng sehe wie früher. Immerhin sind die animierten Kampfszenen, welche ihr zu großen Teilen mithilfe von mit Quick-Time-Events unterlegten Szenen nachspielen könnt, auch auf Nintendo Switch extrem imposant.

      Während ihr im normalen Spielverlauf mit Naruto UNS4 einen Arena-Fighter erlebt, gibt es in der Story häufig kleine Auflockerungen des üblichen Gameplays. In einem Kapitel rutscht ihr mit Naruto auf Tentakel-artigen Pfaden in Richtung des riesigen Monsters und müsst kommenden Angriffen ausweichen oder ihr übernehmt die Kontrolle über einen riesigen Frosch, der sich durch tausende kleine Feinde schnetzelt. Auch die Kämpfe selbst werden durch kleine zusätzliche Sequenzen und besondere Angriffsmuster der Gegner versüßt. Nicht immer sind dies super spannende Dinge und manchmal dauern Kämpfe dadurch ein wenig zu lang, aber immerhin ist die Inszenierung in den meisten Fällen einfach top.

      Flotte Kämpfe, coole Angriffe

      »Im Story-Modus von „Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 4 – Road to Boruto“ könnt ihr das Ende der Manga-Reihe nachspielen.«

      Die Kämpfe in Naruto UNS4 lassen euch mit bis zu drei Charakteren gegen ein ebenso aus bis zu drei Gegnern bestehendes Team kämpfen. Gesteuert wird dabei natürlich nur eine Figur, ihr könnt aber auf Knopfdruck eure Gefährten einen Spezial-Angriff auf den Feind feuern lassen. Dies füllt nicht nur die Team-Angriffs-Leiste, sondern bringt auch den jeweiligen Charakter in einen Cooldown-Modus. Dies bedeutet, ihr könnt die Hilfe nicht direkt noch einmal anfordern, aber ab einer bestimmten Füllrate der Anzeige zu diesem Charakter auswechseln. Wer sich ein wenig eingespielt hat, kann dies sogar in eine Kombo einbauen und so ewig auf den Feind einprügeln.

      Zumindest würde dies in der Theorie funktionieren, in der Praxis muss dafür der richtige Zeitpunkt gewählt werden. Jeder Spieler besitzt die Möglichkeit, ein Tausch-Jutsu zu nutzen. Dabei teleportiert ihr euch bei einem Angriff hinter den Gegner und könnt eure eigenen Angriffe starten. Dies ist jedoch nicht unbegrenzt möglich, sonst würden Kämpfe sehr lange dauern. Eine eigens dafür vorhandene Leiste gibt an, wie oft ihr dies noch einsetzen könnt. In Online-Kämpfen bedeutet es dann manchmal für denjenigen, der zuerst anfängt zu teleportieren, dass er nun deutlich mehr aufpassen muss. Ist die Leiste leer, ist es nämlich schwer, aus einem Kombo-Angriff zu entkommen.

      Jeder der über 100(!) Charaktere hat dabei eigene Spezialangriffe, auch wenn diese sich manchmal ein wenig ähneln. Vor allem dann, wenn ihr eine der gefühlt ein Dutzend verschiedenen Naruto- oder Sasuke-Varianten spielt. Um jedoch in den Genuss aller Charaktere zu kommen, müsst ihr das Spiel eine ganze Weile spielen. Dabei reicht es nicht, nur den Story-Modus zu spielen, sondern auch den Abenteuermodus und die Boruto-Story. Letztere waren ursprünglich DLC-Inhalte für Naruto UNS4, befinden sich aber hier direkt im Paket. Wer übrigens keine Lust hat, alles freizuschalten, der kann im Nintendo eShop für 2,99 Euro einen Unlock-Key kaufen und einfach direkt auf alle Charaktere zugreifen.

      In dem Abenteuer-Modus und dem Boruto-DLC könnt ihr übrigens nicht nur Konoha erkunden, sondern auch die Geschichte des Films „The Last: Naruto the Movie“ nachspielen. Beide Modi sind mit sehr viel Inhalt gefüllt und können sich zu Teilen sehr strecken, für Fans der Charaktere sind sie aber extrem spaßig. Abgesehen von den Story-Modi könnt ihr für euch kleine Turniere bewältigen oder einen Überlebensmodus absolvieren. Natürlich könnt ihr auch einfach gegen einen Freund ein VS-Match vollziehen, wofür aber jeder Spieler einen eigenen Controller, ein Joy-Con-Paar oder eine eigene Konsole benötigt. Mit nur einem Joy-Con lässt sich der Titel nicht spielen, das ist mit all den nötigen Buttons auch einfach nicht möglich.

      Ein Balanceakt, der nicht immer gelingt

      »Der Abenteuermodus und der Boruto-DLC sind mit sehr viel Inhalt gefüllt und können sich zu Teilen sehr strecken, für Fans der Charaktere sind sie aber extrem spaßig.«

      Bei so vielen Charakteren gibt es natürlich ein paar Figuren, die ein wenig besser sind als andere. Dies ist aber für einen recht normalen Spielverlauf gar nicht so auffällig, auch wenn es natürlich diverse optimale Team-Kombinationen gibt. Beispielsweise sah ich im Online-Modus in nahezu jedem Team mindestens eine Version von Madara. Sein bildschirmfüllender Flammenball bringt nicht nur mein Team zum Erliegen, sondern leider auch manchmal die Konsole. Während ich im normalen Singleplayer-Spielverlauf nur bei extrem viel Action auf dem Bildschirm diverse Einbrüche erlebte, war dies im Online-Modus besonders schlimm. Hinzu kam noch der schreckliche Input-Lag, der es für mich einfach nur unspaßig gemacht hat. Allerdings habe ich die Konsole auch nicht an einem LAN-Kabel angeschlossen, was aber wohl gerade bei einem Handheld-Hybrid für viele Leute der Fall sein wird.

      Stark aufgefallen sind auch die stark komprimierten Zwischensequenzen im Story-Modus. Während die direkt in den Kämpfen in Echtzeit gerenderten Szenen meist gestochen scharf und flüssig waren, so haben die nicht spielbaren Sequenzen viele unschöne und unscharfe Momente. Dies ist im TV-Modus sehr auffällig, während es auf dem Bildschirm im Handheld-Modus selbst nicht unbedingt stark ins Auge sticht.

      Apropos: Im Handheld-Modus läuft Naruto UNS4 überraschend flüssig. Generell war ich sehr erstaunt, wie gut der Titel auf TV und mobil aussieht. Bei der Portierung wurde hier gute Arbeit geleistet. Im direkten Vergleich zu anderen Versionen sieht man natürlich in den Details kleine Unterschiede, aber im Großen und Ganzen sieht der Titel wirklich klasse aus. Ich hatte gerade deswegen viel Spaß daran, einfach ein paar Runden im mobilen Modus zu absolvieren.

      In Naruto UNS4 könnt ihr viele bekannte Sprecher hören und diese machen ihren mittlerweile gewohnten Job sehr gut. Man merkt, dass die Charaktere, denen sie ihre Stimme verleihen, ihnen auch ans Herz gewachsen sind. Die Sprachausgabe ist dadurch nahezu durchgehend sehr gut. In den Zwischensequenzen kommt es jedoch, wie bereits in der originalen Fassung, zu extremen Unterschieden zwischen Momenten, in denen gesprochen wird und in denen ein Charakter tatsächlich seinen Mund bewegt. Das hat ungefähr den Charme einer Teleshopping-Show, bei der eine schlechte deutsche Synchro über den sich nicht mehr bewegenden Mund gesprochen wird und umgekehrt. Wirklich einen Abbruch tut das nun nicht, ist aber einfach ein wenig schade.

      Gelungener Port mit minimal kleinen technischen Macken

      Einer der größten Vorteile von Naruto UNS4 ist die riesige Masse an Content. Alleine der ursprüngliche Story-Modus wird euch einige Zeit beschäftigen, vorausgesetzt, ihr schaut die Zwischensequenzen an. Der Abenteuermodus und die Boruto-Story können euch dann noch einmal zahlreiche Stunden unterhalten. Bis ihr dann mal alle Charaktere ausprobiert und das Spiel gemeistert habt, ist einige Zeit vergangen. Auf Nintendo Switch macht der Titel eine wirklich gute Figur. Lediglich die teilweisen Einbrüche in der Bildrate versetzen dem Port einen kleinen Dämpfer. Wenn der Preis für eine Portierung aktuell auch recht hoch erscheinen mag, so bekommt ihr einiges für euer Geld. Deutlich mehr als bei Shinobi Striker, da kriegt man selbst für 10 Euro nicht viel Inhalt. Selbst für einen Euro nicht. Wer Fan der Reihe ist, der kann bei „Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 4 – Road to Boruto“ ohne große Bedenken zuschlagen.

       

      Story

      Ihr könnt das Ende des Naruto-Manga erleben und erfahren, wie es nach dem Ende des Manga mit Boruto weitergeht, dem Sohn von Naruto.

      Gameplay

      In einer 3D-Arena kämpft ihr mit Spezialangriffen und langen Kombo-Ketten mit einem Team aus bis zu drei Charakteren. Bildschirmfüllende Attacken sind an der Tagesordnung, gefolgt von coolen Finisher-Angriffen.

      Grafik

      Erstaunlich gute Portierung und auch wenn das Original ein paar Jahre alt ist, sieht es aufgrund des Anime-Stils noch heute gut aus. Nicht immer läuft alles flüssig, das hat die originale Fassung schon nicht hinbekommen.

      Sound

      Klasse Synchronsprecher, die Hintergrundmusik ist fernöstlich angehaucht und passend, wenn auch nun nicht extrem beeindruckend.

      Sonstiges

      Über 100 spielbare Charaktere und extrem viel Singleplayer-Content. Online-Modus kann ohne LAN-Kabel zu sehr unspaßigem Input-Lag führen.

      Bildmaterial: Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 4 Road to Boruto, Bandai Namco / CyberConnect2

    • Da ich den Naruto Anime nie bis zum Ende geschaut hab, war die Ultimate Ninja Storm Reihe super um die Geschichte einmal komplett und komprimiert zu erleben. Muss aber sagen, dass grad beim 4. Teil die Story sehr wirr wird und ich mich an der ein oder anderen Stelle „mehr Hintergrundstory“ gewünscht hätte. Kann es trotzdem jedem empfehlen der es auf die Naruto Story abgesehen hat. Achja hab Teil 1-3 auf Switch und Teil 4 auf der PS4 gespielt und finde die Switch im Handheld ist die beste Art dafür.