Im Test! Animal Crossing: New Horizons

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Im Test! Animal Crossing: New Horizons

      Titel Animal Crossing: New Horizons
      Japan 20. März 2020
      Nintendo
      Nordamerika 20. März 2020
      Nintendo
      Europa 20. März 2020
      Nintendo
      System Nintendo Switch
      Getestet für Nintendo Switch
      Entwickler Nintendo
      Genres Lebenssimulation
      Texte
      Deutschland
      Vertonung

      Sieben Jahre mussten Fans in Europa auf einen neuen Ableger der Animal-Crossing-Reihe warten. In Animal Crossing: New Horizons geht es nun zum ersten Mal auf eine einsame Insel, die ihr verwalten könnt. Statt städtischem Treiben erwartet euch ein idyllisches Inselleben.

      Welches Outfit shoppe ich heute?

      Die Verantwortlichen versprechen mit neuen Features eine bisher noch nie dagewesene Individualisierungsmöglichkeit eurer Insel. Statt vorgefertigter Einheitsinseln können Spieler nun ihr Fleckchen umgestalten, sogar das Terrain an sich kann verändert werden.

      In diesem Test verraten wir euch, wie uns die neuen Features von Animal Crossing: New Horizons gefallen haben und welche Komfortfunktionen wir uns vielleicht noch wünschen würden, damit der Trip auf die Insel nicht spontan zum Frusterlebnis ausartet.

      Hier, dein Reif-für-die-Insel-Paket!

      Unseren Redakteur Kiribro habe ich ebenfalls besucht.

      Der Anflug auf eure Insel liegt in greifbarer Nähe. Vorher müsst ihr euch allerdings noch um einen wichtigen Aspekt kümmern: euer Aussehen. Denn hey, ihr wollt ja nicht die vielen Insekten und Fische erschrecken, die euch auf der Insel erwarten!

      Im Gegensatz zu New Leaf habt ihr in New Horizons eine immense Vergrößerung der Repertoires, das euch zur Individualisierung eures Charakters zur Verfügung steht. So könnt ihr eure Haut-, Augen- sowie Haarfarbe aussuchen, aber auch Dinge wie Haar-, Augen-, Mund- und Nasenform anpassen. Natürlich dürft ihr hierbei nicht so viele Gestaltungsmöglichkeiten wie in Rollenspielen erwarten, die Auswahl hier ist der Lebenssimulation entsprechend.

      Falls ihr mit eurem Aussehen nicht zufrieden seid, könnt ihr dieses jederzeit an Spiegeln ändern. Statt wie bisher Trude in ihrem Friseursalon aufzusuchen, könnt ihr nun weitere Frisuren und Farben mit Nook-Meilen kaufen, die ihr für das Bewältigen von Aufgaben erhaltet. Doch dazu später mehr.

      Schaffe, schaffe, Häusle baue

      Auf der Insel angekommen erhaltet ihr von Tom Nook persönlich euer eigenes NookPhone, auf dem ihr eine Auswahl an verschiedenen Apps findet, auf die ihr zugreifen könnt. Hier findet ihr beispielsweise Übersichten zu gefangenen Insekten und Fischen oder auch eine Übersicht eurer Insel. Eines der wichtigsten Features von New Horizons wird euch direkt zu Beginn aufs Auge gedrückt: die Bastelanleitungen-App.

      Romantisch, meint ihr nicht?

      Wenn ihr die nötigen Anleitungen findet, könnt ihr nämlich eure Werkzeuge und Möbel sowie weitere nützliche Dinge selbst herstellen. Die leicht zu beschaffenden Ressourcen dazu findet ihr in der Natur. Stöcke und Steine ergeben so Äxte, Kescher und mehr. Die Anzahl an Anleitungen ist wirklich sehr groß, doch meistens sind diese nicht so komplex, wie man von einem auf Crafting aufgebauten Spiel vermuten würde. Für einen Springbrunnen müsst ihr beispielsweise vorher einen Trinkbrunnen herstellen, den ihr aus Steinen baut. Doch das ist schon das Höchste an Komplexität, das ihr in der Tiefe der Anleitungen finden werdet.

      Ein zweischneidiges Schwert ist, dass die Werkzeuge, die ihr baut, mit der Zeit zerbrechen. Zwar gibt es die Werkzeuge in unterschiedlich robusten Stufen, doch selbst die robustesten Werkzeuge segnen irgendwann das Zeitliche. So kommt zwar eine Dynamik in den Spielfluss rein, da man aus einem bestimmten Prozess kurz herausgerissen wird, um seine Werkzeuge neu herzustellen, allerdings möchte das nicht unbedingt jeder Spieler. Viele möchten konzentriert bei der Arbeit bleiben und sich nicht noch um das Besorgen von Ressourcen und den anschließenden Bau der Werkzeuge kümmern.

      Tiere, wohin das Auge reicht

      Alles fängt mal klein an.

      Wirklich gelungen ist die riesige Anzahl an Fisch- und Insektenarten. Wie schon im Vorgänger könnt ihr sämtliche Lebewesen sowie Fossilien sammeln und dem Museum spenden. Die Fische und Insekten sehen viel besser aus als noch zu 3DS-Zeiten, teilweise erkennt man sogar das Glänzen der Fischschuppen oder Schmetterlingsflügel, wenn man die frisch gefangenen Biester präsentiert. Die Art der Insekten und Fische, die man fangen kann, variiert von Monat zu Monat. In der Enzyklopädie könnt ihr nach dem Fang entnehmen, in welchen Monaten, zu welcher Uhrzeit und an welchem Ort ihr das Insekt oder den Fisch antreffen könnt. In welchen Monaten ihr dies tun könnt, hängt mitunter davon ab, ob ihr auf der südlichen oder nördlichen Halbkugel wohnt, da sich das Spiel den realen Jahreszeiten anpasst.

      Auch das Verhalten der Tiere variiert untereinander. Wasserläufer könnt ihr beispielsweise nur auf dem Wasser fangen, während sich Goldfische nur in Teichen angeln lassen. Die Fauna orientiert sich dabei sehr stark an dem realen Verhalten. Von Eugen könnt ihr sogar, wenn ihr einzelne Exemplare abgebt, Infos zu den gefangenen Tierchen erhalten, die auch den realen Vorbildern entstammen. Wusstet ihr zum Beispiel, dass der Hundertfüßer anatomisch bedingt immer nur eine ungerade Anzahl an Beinen haben kann?

      Fehlendes Wohlfühlprogramm

      Mit ausgegrabenen Teppichmuscheln lassen sich zudem Köder herstellen, die ihr an bestimmten Wassergebieten verteilen könnt, um unterschiedliche Fischarten zu erhalten. Doch hier kommen wir zu einem weiteren Kritikpunkt des Crafting-Systems: Ihr könnt leider immer nur eine Sache auf einmal herstellen. Wollt ihr 50 Köder herstellen, müsst ihr euch 50-mal die immergleiche Animation ansehen, die beim Bauen ausgelöst wird. Da tröstet es nur wenig, dass ihr diese Animation etwas beschleunigen könnt.

      Nach und nach füllt sich eure Enzyklopädie.

      Solche fehlenden Komfortfunktionen finden sich in vielen Bereichen wieder. In der Schneiderei könnt ihr beispielsweise in der Umkleidekabine immer nur ein Kleidungsstück pro Körperteil auf einmal kaufen. Wollt ihr beispielsweise zwei T-Shirts kaufen, müsst ihr erst aus der Umkleidekabine raus, um das zweite Teil zu kaufen.

      Ein weiteres Beispiel ist, dass ihr in eurem eigenen Zuhause nicht direkt aus dem Lager Ressourcen zum Bauen verwenden könnt, sondern diese jedes Mal umständlich aus dem Lager entnehmen müsst, um sie nach dem Bauen wieder zu verstauen. Dabei kann ich beim Entnehmen nicht einmal entscheiden, wie viele Items einer Sorte ich aus dem Lager rausnehmen möchte. Nicht besonders hilfreich ist dabei, dass das Inventar nicht nach bestimmten Arten von Objekten sortiert werden kann, sondern die Items jedes Mal manuell umpositioniert werden müssen. Diese ganzen fehlenden Komfortfunktionen strapazieren so manches Mal die Nerven der Spieler, die doch eigentlich nur das idyllische Inselleben genießen möchten. Hier besteht Handlungsbedarf!

      Von Nora, Magda und Stefan

      »Im Gegensatz zum Vorgänger macht es hier sogar richtig Spaß, eure Bewohner zu beobachten, da diese viel aktiver sind als noch zuvor.«

      Das, was eure Insel mit Leben erfüllt, sind die Bewohner. Hier gibt es altbekannte, aber auch neue Gesichter, die auf eure Insel ziehen können. Mit einem Kit müsst ihr das Grundstück platzieren, auf dem der neue Bewohner einziehen soll. Jeder Bewohner hat sein eigenes Hausdesign, sowohl von außen als auch von innen. Zudem gibt es unterschiedliche Charaktereigenschaften, die der Bewohner haben kann. Manche haben Starallüren, während andere den ganzen Tag am liebsten Sport treiben.

      Im Gegensatz zum Vorgänger macht es hier sogar richtig Spaß, eure Bewohner zu beobachten, da diese viel aktiver sind als noch zuvor. Sie fangen spontan an zu singen, angeln, fangen Insekten, schlafen, essen einen Lolli und vieles mehr. Hier können sogar ganz witzige Situationen entstehen. Einmal wollte ich beispielsweise einen teuren Prachtkäfer fangen, bis sich mein Schweinchen Magda auf den Baumstamm setzte und der Käfer davonflog. Ärgerlich in der Situation, von außen betrachtet aber sehr lustig.

      Die Abwechslung kommt auch dadurch zustande, dass ihr Bewohnern Gefallen erfüllen müsst. So könnt ihr verlorene Gegenstände an den Besitzer zurückgeben oder an Schatzsuchen teilnehmen. Viele Interaktionen mit euren Bewohnern bringen euch neue Möbel- oder Kleidungsstücke ein, mit denen ihr euch und euer Haus noch individueller gestalten könnt.

      Villa Kunterbunt

      Das Herzstück eurer Insel ist natürlich euer eigenes Zuhause. Dieses könnt ihr hinsetzen, wo ihr möchtet, solange der benötigte Platz dies zulässt. Mit jedem abgezahlten Kredit erweitert sich euer Haus um einen Raum und wächst so zu einer stattlichen Villa heran. Die Räume könnt ihr dann mit Tapeten und Böden verzieren sowie auch mit passendem Mobiliar und Musik ausstatten. Neu ist, dass ihr hier sogar für die passende Lichtstimmung sorgen könnt, indem ihr zwischen drei verschiedenen Lichtarten wählen könnt.

      »Das Herzstück eurer Insel ist natürlich euer eigenes Zuhause. Mit jedem abgezahlten Kredit erweitert sich euer Haus um einen Raum und wächst so zu einer stattlichen Villa heran.«

      Mit den neuen Gestaltungsmöglichkeiten könnt ihr Möbel nicht nur selbst herstellen, sondern auch umfärben. Leider könnt ihr nicht jedes Möbelstück umgestalten, sondern müsst in der Vorauswahl nachsehen, ob es sich umgestalten lässt. Verwirrend ist, dass ihr auch manchmal Möbelstücke besitzen könnt, die den gleichen Namen besitzen, jedoch anders aussehen, beispielsweise das Brettspiel. Selbst umgestalten könnt ihr dieses jedoch nicht.

      Wollt ihr euer Haus dann einrichten, könnt ihr neuerdings Möbel um halbe Kästchen versetzen. Außerdem müsst ihr nicht wie vorher euren Rücken beanspruchen und die Möbel selbst verrücken, sondern in einem eigens dafür kreierten Modus die Möbel aus der Vogelperspektive umdekorieren. Nach getaner Arbeit könnt ihr mit dem Fotomodus dann noch ein Erinnerungsfoto schießen!

      Beim Einrichten habt ihr mehr Möglichkeiten als je zuvor.

      Wenn ihr das passende Möbelstück besitzt, könnt ihr jeden Raum mit einer anderen Soundkulisse ausstatten. Zur Auswahl stehen euch dabei diverse Lieder des berühmten Interpreten K.K. Slider. Aus drei Lautstärken könnt ihr dann wählen, welche am besten zur Atmosphäre eures Raumes passt. Die Lieder von K.K. sind eine nette Abwechslung zum Gedudel, das euch auf eurer Insel erwartet. Dieses variiert übrigens mit der Tageszeit, sodass euch mehrere unterschiedliche Dudel-Melodien im Hintergrund den Tag (oder die Nacht) versüßen.

      Noch mehr Entscheidungsfreiheit

      Ihr könnt euch selbst und euer Haus individuell gestalten. Fehlt da nicht noch etwas? Richtig, eure Insel! Nachdem ihr die Credits gesehen habt, erhaltet ihr nämlich die Insel-Designer-App. Mit den passenden Nook-Meilen könnt ihr dann Lizenzen erwerben, um Gewässer und Plateaus zu bearbeiten. So könnt ihr Flüsse und Seen umsetzen und kreieren, wie ihr möchtet. Das Gleiche gilt für die Plateaus, wodurch ihr auf eurer Insel mit Höhenunterschieden arbeiten könnt, um sie noch individueller gestalten zu können.

      Coole Filter erwarten euch im Foto-Modus.

      Damit ihr dann noch schnell über Flüsse oder auf höhergelegene Plateaus gelangt, benötigt ihr entweder die passenden Werkzeuge (die im Übrigen nicht kaputtgehen) oder ihr baut Brücken und Aufgänge, um schnell über die Hindernisse zu gelangen. Wenn ihr dann noch die passenden Böden kauft und so Wege auf eurer Insel verlegt, sieht keine Insel mehr aus wie die andere. Teilweise hat die Community sogar schon Städte nachgebaut, die aus anderen Videospielen nachempfunden wurden. Eurer Fantasie ist damit keine Grenze gesetzt!

      Das einzige Manko: Wenn ihr beispielsweise Gebäude versetzen wollt, funktioniert das nicht wie bei Möbeln, die ihr mal eben verrücken könnt. Das kann besonders nervig sein, wenn ihr ein Gebäude nur um wenige Meter versetzen wollt. In meinem Fall wollte ich beispielsweise den Laden wenige Meter nach hinten versetzen, da dieser vom neu erbauten Rathaus verdeckt wurde. Doch statt das Gebäude nach hinten versetzen zu können, bekam ich ein Kit, welches ich neu platzieren musste.

      Doch an die Stelle, an die ich meinen neuen Laden setzen wollte, konnte ich das Kit nicht setzen. Denn: Der bisher bestehende Laden stand im Weg! So musste ich den Laden erst einmal komplett woanders hinsetzen und einen Tag warten, bis dieser umgezogen war, um mir erneut ein Kit zu kaufen und wieder einen Tag zu warten, damit der Laden endlich dort stand, wo ich ihn hin haben wollte. Einfach geht anders, oder?

      Generell fällt beim Spielen von New Horizons auf, dass das Anvisieren sehr unpräzise ist. Das fängt beim Stich mit der Schaufel an, oft trefft ihr nicht das Stück Erde, das ihr umgraben wollt. Enden tut das Ganze damit, dass ihr beim Umgestalten eurer Insel oft ein Stück Gewässer falsch setzt oder fälschlicherweise entfernt, da nicht zu sehen ist, welches Kästchen die Figur gerade im Blick hat. Eine visuelle Anzeige, welches Kästchen ich gerade zentriere, wäre hier vielleicht ganz hilfreich gewesen.

      Kein Trip für einen Tag

      Für die Langzeitmotivation sorgt das neue Meilen-Programm, für das ihr als Belohnung Nook-Meilen erhaltet, die in diesem Test schon oft erwähnt wurden. Für jede nur erdenkliche Tätigkeit, die ihr auf der Insel ausführen könnt, erhaltet ihr Nook-Meilen. Selbst für das Pflücken einer bestimmten Anzahl an Unkraut gibt es die beliebten Meilen. Mit diesen könnt ihr dann neue Anleitungen, Lizenzen oder andere Objekte erwerben, die es für Sternis, die Währung des Spiels, nicht zu kaufen gibt.

      »Für die Langzeitmotivation sorgt das neue Meilen-Programm. Jede nur erdenkliche Tätigkeit, die ihr auf der Insel ausführen könnt, beschert euch mit der Zeit Nook-Meilen.«

      Außerdem gibt es täglich neue Dinge auf eurer Insel zu entdecken. Ab und an bekommt ihr beispielsweise Besuch, der euch viel nützt. Besuchern wie Lomeus oder Carlson könnt ihr eure gefangenen Lebewesen teurer verkaufen. Das gewonnene Geld könnt ihr dann wieder in Besucher wie Aziza oder Schubert investieren, um euch und euer Haus auszustatten.

      Hinzu kommen viele Events, die über das Jahr verteilt sind, wie der kürzlich gelaufene Häschentag. Auch zu Halloween oder Weihnachten wird es vermutlich passende Events geben, damit ihr nicht nur im realen Leben einen Grund zum Feiern habt. Zu solchen Events gibt es dann passende Möbelstücke zum Sammeln, die euch zum Spielen motivieren werden. Hinzu kommt natürlich die Exklusivität der zu fangenden Lebewesen für bestimmte Monate. Wie ihr seht, gibt es das ganze Jahr über eine Menge zu tun!

      Teilt den Spaß mit euren Freunden

      Seid ihr glücklicher Besitzer eines Nintendo-Switch-Online-Abonnements, so könnt ihr Freunde einladen oder auf deren Insel besuchen. Voraussetzung ist, dass diese ebenfalls Abonnent sind. Hier lohnt es sich aber eher – falls ihr keine andere Kommunikationsmöglichkeit habt – im Handheldmodus statt im TV-Modus zu spielen, denn eure einzige Kommunikationsmöglichkeit im Spiel ist der Chat. Die Eingabe via Touchscreen geht bedeutend schneller von der Hand als mit dem Joystick oder Steuerkreuz. Wollt ihr einmal schnell eure Gefühle ausdrücken, könnt ihr auch Emotionen nutzen.

      Neue Apps ermöglichen mehr Aktivitäten im Spiel.

      Es kann auch nützlich sein, eure Freunde zu besuchen. So könnt ihr beispielsweise Obst- oder Blumensorten austauschen, um eure Sammlung zu komplettieren. Euer Obst ist auf anderen Inseln übrigens genauso viel Wert wie fremdes Obst auf eurer Insel, sodass ich meine heimischen Orangen beispielsweise immer nur auf fremden Inseln verkauft habe. Zudem variiert das Sortiment in den Läden oder der Rübenpreis von Insel zu Insel, sodass sich schon ein kurzer täglicher Besuch auf anderen Inseln lohnen kann.

      Wenn ihr eurem Besucher vertraut, könnt ihr diesem sogar den Status „Bester Freund“ geben. Mit diesem Status ist es Besuchern erlaubt, die Axt und die Schaufel zu verwenden. So wird verhindert, dass nicht wie in vorherigen Teilen der Reihe Besucher eure Insel zerstören können. Selbst die Blumen können nicht mehr umgerannt werden, es verschwinden lediglich die Knospen, solltet ihr einmal zu viel durch eine Blume gelaufen sein. So müsst ihr keine Angst mehr haben, Besucher, die ihr nicht so gut kennt, auf eure Insel einzuladen. Hier sind die Verbesserungen zum Vorgänger wirklich positiv!

      Es ergibt sich allerdings ein kleines Problem, wenn ihr euch mit mehreren Personen ein Spiel auf einer Konsole teilt. Der Spieler, der sich als Erstes einen Charakter erstellt, wird zum Inselsprecher ernannt und hat die Möglichkeit, Brücken und Aufgänge zu bauen und Gebäude umzusetzen. Diese Gestaltungsmöglichkeiten entfallen für alle weiteren Mitglieder eurer Insel, die sich ebenfalls einen Account auf der Konsole erstellen. Außerdem seid ihr gezwungen, ein Familien-Abonnement zu kaufen, um online zu spielen, falls mehrere Accounts die Online-Funktionen nutzen wollen. Seid euch dessen im Voraus bewusst, dann erwarten euch keine bösen Überraschungen!

      Ist das Reif-für-die-Insel-Paket ein entspannender Insel-Trip?

      Entspannendes Wohlfühlpaket

      Animal Crossing: New Horizons hat meine bisherigen Erwartungen teilweise übertroffen. Die Gestaltungs- und Individualisierungsmöglichkeiten sind viel ausgereifter und vielfältiger als noch im Vorgänger, auch der Online-Modus läuft so flüssig, dass es Spaß macht, anderen eure eigene Insel zu zeigen. Auch Kleinigkeiten wie das grafische Update, dass man sogar das Wehen der Blätter in Baumkronen erkennen kann, tragen zum Erholungsgefühl bei. Nintendo hat es geschafft, das Versprechen einzuhalten, dass sich Spieler wie im Urlaub fühlen können.

      Einzig und allein ein paar fehlende Komfortfunktionen oder die Ungenauigkeit beim Anvisieren von bestimmten Objekten oder Flächen führen zum einen oder anderen Frustmoment. Doch mit der Zeit störten mich diese fehlenden Komfortfunktionen immer weniger, da ich einfach so tiefenentspannt im Spielfluss drin war, dass ich diese störenden Punkte als gegeben hinnahm. Also, wer von euch ist bereit für die Insel? Und viel wichtiger: Wer hat gerade hohe Rübenpreise?

       

      Story

      Erbaut euer eigenes Reich auf einer zunächst einsamen Insel, aus der ein florierendes Paradies entstehen kann.

      Gameplay

      Buddeln, hacken, bauen, angeln, fangen, schlafen, gießen, verkaufen, wiederholen.

      Grafik

      Die Verbesserungen im Vergleich zum Vorgänger sind deutlich zu sehen. So macht Entspannen Spaß!

      Sound

      Erwartet hier, je nach Tageszeit, das immer gleiche entspannende Gedudel und keine Sprachausgabe, die euch die Tränen in die Augen wandern lässt.

      Sonstiges

      Ich meine es ernst, wie ist euer Rübenpreis zurzeit?

      Bildmaterial: Animal Crossing: New Horizons, Nintendo

    • Ich habe es mir gekauft, um den Hype zu verstehen - wie bei vielen Dingen, die Nintendo entwickelt und veröffentlicht. Es ist mein erstes Spiel der Reihe.

      Am Anfang hat es Spaß gemacht: Es gab viel zu entdecken, wodurch ich das Repetitive (Angeln, Insekten fangen, ans Museum spenden, mit Bewohnern reden, Geld scheffeln für Schuldenfreiheit) nicht so arg ins Gewicht fallen ließ. Bald wurden jedoch die monatlichen Möglichkeiten ausgeschöpft: Alle Fische waren gefangen, alle Insekten geschnappt, Haus bis auf das Maximum erweitert und die Insel mit Bewohnern gefüllt. Der einzige Reiz bestand nach circa fünf Tagen des intensiven Spielens nur noch darin, täglich kurz nachzusehen, ob es in Sachen Möbeln Neues gibt (meistens in der Form fliegender Geschenkpakete oder durch Bewohner-Geschenke).

      Insgesamt kein schlechtes Spiel; für mich ließ die Langzeitwirkung aber schnell nach, einem Handy-Game ähnlich. Cheats, wie das Umstellen der internen Switch-Uhr möchte ich allerdings auch nicht anwenden, da das Konzept für solche Tricksereien einfach nicht gedacht ist. Somit bleibt auch Animal Crossing ein (weiteres) Nintendo-Phänomen, dessen Faszination sich nicht gänzlich auf mich auswirken konnte.
      "I'd rather be hated for who I am, than loved for who I am not." (Kurt Cobain)
    • Ich kann den Test eigentlich genau so unterschreiben. Grundsätzlich macht mir das Spiel schon Spaß, aber es gibt einige Quality-Of-Life-Improvements, die mir persönlich sehr fehlen. Ich hoffe, Nintendo justiert da noch ein bisschen nach, es geht hier ja nicht um riesige Content-Änderungen, sondern nur um Menüpunkte wie "Inventar sortieren" oder mehrere Sachen gleichzeitig craften. Trotzdem gehe ich mal davon aus, dass selbst sowas wahrscheinlich ein paar Wochen in Anspruch nimmt. Ich persönlich kann mich ja gar nicht mit diesen zerbrechenden Werkzeugen anfreunden, immer noch nicht. Ich würde mich schon freuen, wenn man die Werkzeuge wenigstens jeweils ohne Zwischenschritt craften könnte, also nicht immer Wackelangel etc. davor.
    • Wen ich erwürgen würde, ist Gulliver. Er repräsentiert eine weitere Spielmechanik, die ich nicht verstehe. Worin soll der Spielspaß bestehen, sich immer wieder die gleichen Textzeilen durchzulesen und jedes Mal fünf Chips auszubuddeln? Immerhin kann man mit dem Kescher Leute verhauen. So lässt sich die gestrandete Nervensäge übrigens auch schneller wecken.
      "I'd rather be hated for who I am, than loved for who I am not." (Kurt Cobain)
    • Lando schrieb:

      Ich habe es mir gekauft, um den Hype zu verstehen - wie bei vielen Dingen, die Nintendo entwickelt und veröffentlicht. Es ist mein erstes Spiel der Reihe.

      Am Anfang hat es Spaß gemacht: Es gab viel zu entdecken, wodurch ich das Repetitive (Angeln, Insekten fangen, ans Museum spenden, mit Bewohnern reden, Geld scheffeln für Schuldenfreiheit) nicht so arg ins Gewicht fallen ließ. Bald wurden jedoch die monatlichen Möglichkeiten ausgeschöpft: Alle Fische waren gefangen, alle Insekten geschnappt, Haus bis auf das Maximum erweitert und die Insel mit Bewohnern gefüllt. Der einzige Reiz bestand nach circa fünf Tagen des intensiven Spielens nur noch darin, täglich kurz nachzusehen, ob es in Sachen Möbeln Neues gibt (meistens in der Form fliegender Geschenkpakete oder durch Bewohner-Geschenke).

      Insgesamt kein schlechtes Spiel; für mich ließ die Langzeitwirkung aber schnell nach, einem Handy-Game ähnlich. Cheats, wie das Umstellen der internen Switch-Uhr möchte ich allerdings auch nicht anwenden, da das Konzept für solche Tricksereien einfach nicht gedacht ist. Somit bleibt auch Animal Crossing ein (weiteres) Nintendo-Phänomen, dessen Faszination sich nicht gänzlich auf mich auswirken konnte.
      Abgesehen davon, dass man nach 5 Tagen das Haus ohne Time-Skip nicht auf Maximum haben kann, müssen das ziemlich intensive Tage gewesen sein, immerhin muss man für das Haus ~3.5 bis 6 Mio Sternis verdienen.
    • Fast jeder zweite Flug hat mich zur Bambus- also Vogelspinnen-Insel gebracht. Manchmal waren es sogar zwei oder drei Flüge hintereinander. Ist das Glück? Es kam mir eher so vor, als wäre dieser Abschnitt mit dem Spinnentier einer der wahrscheinlichsten. Zuerst hatte ich ja gehofft, auf einer Insel zu landen, auf der man Rosen ernten konnte. :/ Muss aber dazu sagen, dass ich gut sieben bis acht Stunden am Tag gespielt habe, weil mir das „Grinding“ anfangs wirklich Spaß gemacht hat - wie oben erwähnt. Ob das Farmen von Vogelspinnen nun auch zum Cheaten gehört, wie Zeitsprünge, darüber lässt sich natürlich streiten. Ich fand’s ungemein witzig, die Viecher zu jagen und ihnen Fallen zu buddeln. Im Nachhinein bereue ich es jedoch, und hätte es lieber ohne diesen „Trick“ auf die letzte Hausstufe geschafft. Die Langzeitmotivation wäre geblieben. Vogelspinnen-Hunting würde ich daher ebenso wenig empfehlen wie Timetravel.
      "I'd rather be hated for who I am, than loved for who I am not." (Kurt Cobain)