Pokémon Go: Mehr Umsatz trotz weltweiter Einschränkungen wegen Coronavirus

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    • Pokémon Go: Mehr Umsatz trotz weltweiter Einschränkungen wegen Coronavirus

      Dass die Menschen in dieser Zeit des Coronavirus, Ausgangssperren und Kontaktverboten vermehrt in den eigenen vier Wänden digitalen Aktivitäten nachgehen, ist keine Überraschung. Dass ausgerechnet Pokémon Go davon profitiert, darauf hätten wohl nicht so viele gewettet. Schließlich ist Pokémon Go darauf ausgelegt, dass Spieler draußen unterwegs sind, mit anderen Trainern interagieren, sich bewegen und nicht verweilen. Auch die Mikrotransaktionen, mit denen Pokémon Go die Einnahmen generiert, sind hauptsächlich darauf ausgelegt.

      Maßnahmen für das Spielen im Haus

      In den letzten Wochen hatte Niantic zahlreiche Events abgesagt und mit spielinternen Maßnahmen nicht nur dafür gesorgt, das Pokémon Go jetzt von Spielern auch intensiv in den eigenen vier Wänden gespielt werden kann. Lokale Spawns wurden erhöht, man kann die PvP-Liga von der Couch aus absolvieren und vieles mehr. Man zeigte sich auch großzügig und verteilte Items wie Rauch und Pokébälle im Tausch gegen eine einzige PokéMünze.

      Das klingt, als würde das nach wie vor sehr erträgliche Mobile-Game jetzt erstmal ein paar maue Monate einlegen. Aber Pustekuchen. Die Experten von Sensor Tower rechnen vor, dass die Einnahmen von Pokémon Go seit den ersten Lockdowns sogar gestiegen sind. Verblüffend! Letzte Woche habe das Spiel geschätzt 23 Millionen US-Dollar eingefahren, ein Anstieg von 66,7 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Einen Großteil davon rechnet Sensor Tower Spielern aus den USA zu, die allein 7,8 Millionen US-Dollar umgesetzt haben.

      Woran liegt es?

      Woran das liegt? Meine Einschätzung: Einerseits vermutlich an der nach wie vor recht großen und sehr treuen Community mit vielen Spielern, die bereit sind, auch Geld für Pokémon Go auszugeben. Der Hype mag seit 2016 längst verflogen sein, ganz ganz viele Gelegenheitsspieler haben dem Spiel lange den Rücken gekehrt. Aber viele Intensivspieler spielen es eben bis heute intensiv.

      Ein anderer Faktor ist sicherlich, dass viele Pokémon-Go-Spieler schlichtweg mehr Zeit haben. Nach wie vor ist es in vielen Ländern nicht verboten, spazieren zu gehen. Niantic hat zwar unzählige Events abgesagt, damit sich Spieler nicht mehr in Gruppen in der Öffentlichkeit sammeln. Aber es gibt nach wie vor auch Belohnungen für Bewegung, nicht zuletzt braucht man nur noch die halbe Distanz zum Ausbrüten von Eiern.

      via VentureBeat, Bildmaterial: Pokémon Go, The Pokémon Company / Niantic