Final Fantasy VII Remake: So klingen Reno, Tseng und Don Corneo auf Deutsch

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    • Chaoskruemel schrieb:

      Man kann es mit der Abwehrhaltung gegen Kritik genauso übertreiben, wie mit Kritik an einer Erfahrung, die man selber noch garnicht im vollen Umfang erlebt hat (in dem Fall das Finale Final Fantasy VII Gedöns).

      Man reitet aufgrund eines Trailers auf die ach so schreckliche Todessynchro aus der Hölle rum, weil... Ja... Weil alles was deutsch ist scheiße und verachtenswert ist? Keine Ahnung, was wirklich produktives hab ich dazu nicht wirklich gelesen (muss aber auch gestehen, dass ich bei dem vielen "Blabla" einiges überflogen habe^^).
      Ich halte es an der Stelle für selbstverständlich, dass sich so eine Kritik erst einmal nur auf "Stand Jetzt" bzw. dem Trailer bezieht. Das sich das Bild noch ändern kann, ist ebenfalls selbstverständlich. Das muss man doch nicht immer erwähnen, oder? Dass das Thema dann noch weitere Kreise gezogen hat, bezog sich dann ja nicht nur auf die Vorstellung, dass das ganze Spiel so klingen wird wie im Trailer sondern vor allem eben auf gemachten Erfahrungen deutscher Synchronarbeit in Videospielen generell. Und dazu kann man, nebenbei erwähnt, auch FF15 zählen. Gerade was die Abmischung anbelangt.

      Den Eindruck, dass da noch viel Luft nach oben ist, teile ich uneingeschränkt (besonders im Vergleich zu Filmen). Und diese Kritik übt man eben nicht aus der Einstellung heraus, das deutsch generell scheisse oder verachtenswert sei, sondern dem Gegenteil: Dass deutsch eine sehr schöne Sprache ist, die wesentlich mehr kann, als das was da zum Teil geboten wird.

      Mag sein, dass es auch Leute gibt, die das Englische prinzipiell besser finden. Aber dann sollen sie halt die englische Version spielen. Ich will ja nur eine besssere deutsche Version haben. :P




      Chaoskruemel schrieb:

      Ich finde es übrigens immer sehr interessant wie (gerade bei japanischen Spielen) die englische Übersetzung als Standard für alles genommen wird.

      Du meinst als Vergleich zur deutschen Synchro? Das liegt vermutlich daran, dass das Englische mit dem Deutschen direkt verwandt ist und man die Qualität des Englischen besser einschätzen kann, als das Japanische, da englisch genauso wie deutsch das lateinische System nutzt und wir halt mit englisch auch aufwachsen. Mit japanisch kennen sich da halt nur die Wenigsten aus.

      Hab übrigens mal gelesen, dass das britische Englisch aus dem Sächsischen stammen soll. Weiß nicht ob das stimmt, würde mir den komischen Akzent aber erklären. xD

      EDIT

      Achso, jetzt weiß ich was du meinst. Du meinst, warum das Englische immer als das Nonplusultra gesehen wird, nachdem man sich richten muss. Nun das hat mit dem Englischen perse eigentlich nichts zutun. Die englischen Synchronsprecher achten in der Regel lediglich penibel darauf, dass das, was in der Szene rübergebracht werden soll, auch rübergebracht wird. Daran kann man zum Beispiel messen, ob eine Synchro gut oder schlecht ist. Ob es sich passend, glaubwürdig, authentisch und realistisch anfühlt. Die Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel. Aber die Qualität der Deutschen schwankt da schon sehr. Warum weiß keiner so ganz genau. Aber an der Sprache selbst liegts nicht, dann würde sich ja alles schrecklich anhören. Und manch einer würde sich wahrscheinlich auch wundern, wie beliebt die deutsche Sprache im Ausland ist, wenn sie gut gemacht ist. Besonders im musikalischen Bereich.




      Chaoskruemel schrieb:

      Aber man muss sich nicht gleich daran stören, wenn sich Leute nicht daran stören^^

      Ist mir nicht aufgefallen, dass das passiert wäre. Woran sich aber viele stören ist halt, wenn jemand seine Meinung als etwas Allgemeingültiges formuliert. Und dazu können auch Sätze gehören wie "Wer das auf englisch spielen kann, ist echt schmerzfrei." oder "Es ist doch egal, ob in Deutschland so geredet wird oder nicht. Es ist ein Spiel."

      Ich hab mich schon gefragt, was an der englischen Synchro hier so schrecklich sein soll. Aber da ich weiß, dass du gerne auch überspitzt, hab ich das mal so stehen lassen.



      Chaoskruemel schrieb:

      Ich sehe hier auch nicht dass man hier "Ja und Ahmen" sagt.

      Naja, sagen wir mal so, es gibt einige User, bei denen ich oft das Gefühl habe, dass es ihnen so am Liebsten wäre. Nicht nur hier aber auch hier. ^^



      Chaoskruemel schrieb:

      Über die Wortwahl beim übersetzen kann man auch nicht streiten. Jeder hat da ein anderes empfinden.
      Dem würde ich widersprechen.

      Zum Thema Namen: Namen sind auf der einen Seite eine relativ freie und kreative Entscheidung. Auf der anderen Seite haben sie aber natürlich oft auch eine Bedeutung. Und das ist ja gerade bei FF der Fall. Ich habe keine Ahnung, ob das bei Pokemon auch der Fall ist. Und da Pokemon eh an Kinder gerichtet ist, würde ich die Messlatte da auch garnicht so hoch ansetzen. Doch ich finde schon, dass man Namen so auswählen sollte, dass die Bedeutung, die transportiert werden soll auch bis nach Deutschland transportiert wird.

      Nicht nur, weil ich das als Spieler wichtig finde, sondern weil ich das als Autor aus Respekt vor den Machern halt auch so tun würde.

      Nun kann man natürlich noch darüberstreiten, ob englische Namen in deutschen Spielen sich dazu besser eignen, als deutsche Namen in deutschen Spielen. Eine Antwort habe ich darüber auch nicht. Aber streiten kann man darüber sicher vorzüglich. ^^

      Zu Dialogen allgemein: Auch da würde ich sagen, gibt es Kriterien und Erfahrungswerte aus den Bereichen der Kultur, Kunst, Soziologie, Lyrik und Linguistik usw., anhand dessen man darüber streiten kann. Und das betrifft u.a. ganz besonders eben Redewendungen oder DIalekte. Empfindungen sind auch nicht einfach nur Empfindungen sondern basieren unter Anderem auf soziologische Prägungen, Wiederholungen und Entwicklungen aus Kindheit und Umfeld.

      Ich stimme dir natürlich zu, dass es da gewaltige Unterschiede geben kann. Lokal, regional und national ja sowieso. Aber genauso sehe ich auch, dass man sich an einem Konsens orientieren könnte wenn man wollte, dessen Hintergrundgedanken für den Konsumenten zumindest rational nachvollziehbar bleibt, wenn er eine gute Erklärung dafür bekommt. Das wäre ja der minimale Konsens den man finden könnte.

      Also wenn ich jetzt zum Beispiel GTA spiele, dann erwarte ich natürlich einen gewissen Straßenslang, den ich aus den entsprechenden Kreisen her kenne und damit verbinden kann.

      Und wenn ich einen Charakter wie Cinna habe, den man diesen bayrischen Dialekt gegeben hat, dann erwarte ich natürlich, dass man die Worte so wählt, wie ich sie im Dialekt erwarten kann.

      Wenn jemand die gewählte Wortwahl nicht zuordnen kann und sich dann fragt, wie man darauf kommt. Muss die Wortwahl nicht gleich falsch sein. Aber Argumente wie: Ich kenne welche die so reden + in RTL redet man auch so, find ich für ein Spiel, dass versucht eine breite Masse anzusprechen, nicht gerade überzeugend. Denn daran kann ich keine Qualität messen.

      Aber ich gebe zu, dass man sich in dem Thema auch ziemlich verlaufen kann und es natürlich übertrieben ist, hier Erbsenzählerei zu betreiben.

      Trotzdem frag ich des Öfteren auch, wie man auf so manche Dialoge kommt und ob das nicht besser ginge. Mag vllt daran liegen, dass die Leute, die sowas schreiben einfach nicht wissen, wie man das schreibt, wenn sie von gewissen Millieus einfach keine Vorstellung haben.

      Ich würde mir dann allerdings wünschen, dass man als Autor so ehrlich zu sich selbst ist und sich Beratung bei jemanden holt, der gute Arbeit vorweisen kann.

      Und ja ich weiß, dass das zeittechnisch und bestimmt auch finanziell dann wieder zu Problemen kommen kann. Aber dann muss man halt Druck machen, dass das System an den Bedürfnissen der Menschen angepasst wird und nicht umgekehrt. xD

      Also Streiten kann man da schon sehr viel. Ob man es muss und will ist ne andere Frage. Über Pokemon Namen würd ich mich jetzt auch nicht streiten wollen. Dazu kenn ich mich mit der Serie dann auch zu schlecht aus.

      Und ich bin auch nicht der Typ, der sich unbedingt an solchen Details verbeißen muss. Aber ja, ich finde der Trailer ist an manchen Stellen schon ein Musterbeispiel dafür, wie man es nicht macht, während er andere Stellen hervorragend trifft.

      Und wenn man sich das genauer anschaut, könnte man daraus schließen, dass sie entweder an ein paar Stellen experimentell sein wollten und deswegen einiges voll verhauen haben, weil sie dass was die Szene X vermitteln will durch die eigenwillige Synchro überhaupt nicht rübergebracht wird oder sie habens komplett fehlinterpretiert... da müsste man dann aber schon sehr inkompetent.

      Sie sollen ja experimentell sein dürfen. Aber wenns nach mir geht, bitte so, dass der Moment nicht kaputt gemacht sondern aufgewertet wird. ^^
      It may bring joy, it may bring fear. But let us embrace whatever it brings.

      Dieser Beitrag wurde bereits 9 mal editiert, zuletzt von Chocomog ()

    • Ist natürlich reine Geschmacksache, aber ich finde die Deutschen Sprecher nochmal ne ganze ecke schlechter als seinerzeit in FF15. Persönlich finde ich, das einige Charaktere in 15 sogar ganz ordentliche Sprecher hatten (z.b. gefiel mir immer Aranea´s deutsche stimme). Die Sprecher hier klingen für mich jedoch alle absolut desinteressiert.

      Werde das Remake auf alle fälle in Englisch durchspielen.