Im Test! The Witcher 3: Wild Hunt – Complete Edition für Nintendo Switch

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    • Im Test! The Witcher 3: Wild Hunt – Complete Edition für Nintendo Switch

      Titel The Witcher 3: Wild Hunt – Complete Edition
      Japan 15. Oktober 2019
      Bandai Namco Entertainment
      Nordamerika 15. Oktober 2019
      Bandai Namco Entertainment
      Europa 15. Oktober 2019
      Bandai Namco Entertainment
      System PlayStation 4, Xbox One, PC, Nintendo Switch
      Getestet für Nintendo Switch
      Entwickler CD Projekt RED
      Genres Action-RPG
      Texte
      Deutschland Nordamerika 
      Vertonung Deutschland Nordamerika

      Bildmaterial: The Witcher 3: Wild Hunt – Complete Edition, Bandai Namco / CD Projekt RED

      Das Internet definiert „port begging“ als eine Anfrage von Nerds, die eine Portierung eines Videospiels für die Plattform ihrer Wahl wünschen. Und wenn zwei Worte Nintendos Hybridkonsole besser beschreiben, dann müssen diese erst noch erfunden werden.

      Von alten NES-Spielen über PlayStation-One-Klassiker bis hin zu grafisch abgespeckten Ports der aktuellen Konsolengeneration ist alles dabei, was sich das Nostalgie gefüllte Gamerherz wünscht. Wenn es dennoch einen Titel gibt, den sich niemand in seinen kühnsten Träumen für die kleine Konsole vorstellen konnte, dann war es CD Projekt REDs Meisterwerk, The Witcher 3: Wild Hunt.

      Das Mammut-RPG, welches unzählige Spiele-des-Jahres-Titel trägt, und dessen DLCs, die größer sind und mehr Inhalt bieten als ein aktuelles AAA-Spiel, könnten niemals in befriedigender Weise geportet werden.

      Doch CD Projekt RED und Saber Interactive haben das Unmögliche möglich gemacht. Das komplette Spiel, inklusive der beiden phänomenalen Erweiterungen und allen großen DLCs, befindet sich auf einer kleinen, mickrigen 32-GB-Karte. Als gigantischer The-Witcher-3-Fan und starker Verfechter der Port-Politik für den „Handheld“ hätte man mich nicht glücklicher machen können.

      Nach unzähligen Stunden mit dem weißen Wolf auf dem kleinen Bildschirm kann ich nun endlich ein Fazit ziehen. Auch wenn es ein etwas anderes ist, als ich es erwartet hätte.

      Eyes of the Wolf

      Zunächst einmal zum Ghul im Raum. The Witcher 3: Wild Hunt für Nintendo Switch sieht nicht so gut aus wie auf den anderen Konsolen! Es sieht auch signifikant schlechter aus als auf den geringsten Settings für PCs.

      Nachdem sich diejenigen, die der Port gerade nicht anspricht, den Schaum vor dem Mund weggewischt haben, kommt jetzt die Erklärung, warum das so ist: Eine Nintendo Switch ist technisch schwächer als die anderen Plattformen. Es folgt eine erneute Pause, dieses Mal für diejenigen, die mit der technischen Inferiorität der Hybrid-Konsole ein Problem haben.

      Für die gigantische Welt von The Witcher bedeutet das Folgendes: weniger Details, weniger Dynamik und extrem verschwommen. Im Handheld-Modus konnten die Entwickler eine maximale Auflösung von 540p nicht halten, geschweige denn überschreiten. Eine Auflösung, die man lange nicht mehr vor sich hatte. Da der kleine Bildschirm eigentlich zu 720p fähig ist, kommt einem das Bild sehr verwaschen vor.

      Der Grund für die dynamischen 540p ist klar: Der Fokus lag stärker auf der Performance als auf der Auflösung. Ein Kompromiss, der immer und überall eingegangen werden sollte. Denn ein flüssiges Spielerlebnis ist wichtiger als eine etwas schönere Optik. Zu aller Überraschung werden die 30fps einen Großteil der Zeit gehalten.

      »Im Vergleich zum Handheld-Modus läuft das Spiel auf dem Fernseher ein wenig runder, dennoch ist das die weitaus schlechtere Art, The Witcher 3: Wild Hunt auf Nintendo Switch zu erleben.«

      Besonders am Anfang und auf Reisen fallen die Bilder pro Sekunde selten unter die 25er-Marke, was ein flüssiges Spielen ermöglicht. Größere Probleme zeigen sich in den belebten Städten, wie zum Beispiel in Novigrad.

      Die Einbrüche der Framerate spürt und sieht man hier. Generell fallen die technischen Limitationen der Konsole in Knotenpunkten stark auf. Viele NPCs, von denen es wahrlich viele gibt, ploppen teilweise wie aus dem Nichts auf und verschwinden auch schnell wieder. Die Auflösung sackt ein und bei Schnellreisen an diesen Orten muss man über eine Minute warten und damit ungefähr 20% länger als auf den anderen Plattformen.

      Drink up! There’s more!

      Reitet man auf Plötze durch die Sümpfe, Wälder, Berge und Täler, fällt natürlich auch ein gewisses Pop-in-Phänomen auf. Zwar nur in weiter Ferne, doch sichtbar. Bäume, Büsche und Co. sind zudem weniger dicht gezeichnet. Doch der wohl spürbarste Abstrich zeigt sich in den schnell geschnittenen Zwischensequenzen. Nach einem Bildwechsel hakelt es gewaltig. Charaktere und Texturen brauchen etwas zum Nachladen, was der Dynamik dieser Szenen deutlich schadet.

      Im Vergleich zum Handheld-Modus läuft das Spiel auf dem Fernseher ein wenig runder, dennoch ist das die weitaus schlechtere Art, The Witcher 3: Wild Hunt auf Nintendo Switch zu erleben. Statt dynamischen 520p können hier die 720p meistens gehalten werden. Die Framerate ist in diesem Modus ebenfalls ca. zwei bis drei Bilder pro Sekunde über dem Handheld-Standard, was nicht merklich signifikant ist.

      Warum ist das Spiel in diesem Modus nun eine weniger gute Idee? Die Antwort liegt in der Größe des Bildschirms. Auf 49 bis 55 Zoll sieht man jeden einzelnen Fehler und jedes einzelne Stottern! Viele Probleme, die durch den 6 Zoll großen Bildschirm sehr erfolgreich kaschiert werden, kommen hier extrem deutlich zum Vorschein.

      Auch soundtechnisch leidet das Spiel ein wenig unter der starken Kompression. Selten fallen qualitative Unterschiede und Ausfälle in Synchronisation und Soundtrack auf.

      Fassen wir zusammen: Die Auflösung ist weit hinter dem Standard, die 30fps halten sich gut, brechen aber in belebten Orten zusammen, generell zeigen sich weniger Details und der selten schlecht komprimierte Sound prägt ebenfalls das Erlebnis ein wenig. Vom Docked-Modus wollen wir gar nicht erst anfangen. In den kommenden Absätzen erkläre ich ausführlich, warum The Witcher 3: Wild Hunt – Complete Edition dennoch eines der besten Spiele für Nintendo Switch ist!

      Back on the Path

      Inhaltlich haben CD Project RED und Saber Interactive keine Kompromisse gemacht. Alles, und zwar wirklich alles, was in der Complete Edition auf den anderen Plattformen enthalten war, ist auch hier zu finden. Kein NPC fehlt, alle DLCs sind dabei. Selbstverständlich auch „Heart of Stone“ und „Blood and Wine“, die für sich alleine Spiele-des-Jahres-Preise gewonnen haben.

      200 bis 300 Stunden hochqualitatives Gameplay und grandioses Story-, Charakter- und World-Building passen hier auf 32 Gigabyte. Eine absolute technische Meisterleistung, besonders wenn man überlegt, wie groß die Welt ist und dass sie so gut wie ohne Ladebildschirme auskommt.

      Die 32 GB sind jedoch eine kleine Lüge seitens der Entwickler, da die tausenden Screenshots, zu denen man praktisch gezwungen ist, weitaus mehr Speicherplatz belegen werden. Ja, die geringe Auflösung fällt durch ein wirklich verschwommenes und unscharfes Bild auf und die Flora ist nicht so dicht wie gewohnt. Trotzdem bietet das Spiel vielleicht die schönste Welt auf Nintendo Switch.

      »Die geringe Auflösung fällt durch ein wirklich verschwommenes und unscharfes Bild auf. Trotzdem bietet das Spiel vielleicht die schönste Welt auf Nintendo Switch.«

      Die Lichteffekte sind atemberaubend. Wenn der rote Sonnenuntergang durch die im Wind wehenden Äste bricht und seinen Schatten wirft, muss man einfach stehen bleiben und die Schönheit der Szenerie genießen. Ebenso wenn ein wilder Sturm wütet. Die Bäume reiben und knarzen im Wind, der Regen läuft an den Oberflächen langsam herunter und Laub wird durch den Wind aufgewirbelt. Die Welt von The Witcher 3 sprüht auch etwas unschärfer und auf dem kleinen Bildschirm voller Magie und Atmosphäre.

      Auch die Wassereffekte sind die schönsten, die Nintendos kleiner Handheld zu bieten hat. Mit jeder Bewegung bricht die Oberfläche und wirft Wellen. Geralt ist nach dem Schwimmen komplett durchnässt und unter Wasser reflektiert das Licht an der Oberfläche und erzeugt ein extrem schönes und beachtlich reales Bild.

      Generell sind die Charaktermodelle fantastisch gelungen. Geralts Mähne beim Reiten auf und ab wippen und im Wind wehen zu sehen, ist einzigartig. Die Physik und das Artdesign halten die Welt zusammen und erlauben auch abgespeckt eine unglaubliche Reise. Die Performance-Probleme werden ebenfalls durch den 6-Zoll-Screen so stark kaschiert, dass sich das Spiel fast komplett flüssig anfühlt.

      The Wolf and the Swallow

      Es ist ein Wunder, dass dieses Gesamtpaket in seinem aktuellen Zustand so gut auf Nintendo Switch läuft und so wenig von seiner Magie eingebüßt hat. Speziell bei langen Sitzungen werden die Nachteile in den Hintergrund gedrängt, da sich das Auge immer mehr an die geringe Auflösung gewöhnt und auch weil die Welt, ihre Dynamik und Organik so perfekt gelungen sind.

      Obgleich es bei schnellen Schnitten in den Zwischensequenzen zu Problemen kommt, diese machen maximal 4% aller Sequenzen aus. Die restlichen sind fantastisch gelungen. Hier sehen die Charaktermodelle und all ihre kleinen Details fast so gut aus wie auf den anderen Konsolen.

      The Switcher 3: Pure Magic – Complete Edition

      Ich brauche absolut niemandem zu erzählen, wie gut The Witcher 3 inhaltlich ist. Jeder weiß um das meisterhafte und doch natürliche Writing, um die ambivalenten Charaktere, um die Größe und Perfektion der Welt. Jeder weiß, dass der Soundtrack, der von der östlichen Folklore angehaucht ist, zum Besten gehört, was die Videospielindustrie in den letzten Jahren produziert hat. Jeder weiß, wie viel Herz, Schweiß und Blut CD Projekt RED in dieses Spiel gesteckt hat und wie spielerfreundlich das Studio dabei geblieben ist.

      The Witcher 3: Wild Hunt – Complete Edition ist ohne jeglichen Zweifel eines der besten Spiele aller Zeiten und jetzt ist es in seiner Gesamtheit auf Nintendo Switch spielbar! Die offensichtlichen technischen Abzüge ändern wenig an der überragenden Qualität des Endprodukts.

      Ich liebe es, stundenlang im Bett oder beim Pendeln mit Geralt durch die fantastische Welt zu reiten und dem Handwerk eines Hexers nachzugehen. Besonders beeindruckend: Das Spiel läuft dabei fast durchgängig flüssig.

      Seit der Ankündigung war ich fest davon überzeugt, dass dieser Port trotz technischer Abstriche der Heilige Gral für mich wäre, ABER, und jetzt kommt ein großes Aber: Einer meiner häufigsten Gedanken beim Spielen war „Verdammt, jetzt habe ich Lust die Disc in meine PlayStation 4 zu werfen und das Spiel auf dem großen Bildschirm zu genießen“. Es ist nun mal auch die technische Meisterleistung, die The Witcher 3: Wild Hunt zu dem Erlebnis für mich gemacht hat.

      Daher kann ich eigentlich nur ein Fazit ziehen: Wer die Möglichkeit hat, sollte The Witcher 3: Wild Hunt auf einer anderen Plattform spielen. Denn so sehr ich es auch nicht glauben will, es geht auf Nintendo Switch doch mehr Magie verloren als gedacht. Fans des Hexers sowie Spieler, die nur eine Nintendo Switch zur Verfügung haben, müssen dennoch keine Millisekunde zögern, wenn sie bei diesem Spiel zugreifen wollen. Ich habe jede einzelne Minute auf dem kleinen Handheld geliebt und genossen!

       

      Story

      Unmöglich in wenigen Worten zusammenzufassen. Groß, emotional, phänomenal geschrieben. Mit das Beste, was die Videospielwelt zu bieten hat.

      Gameplay

      Brutales Kampfsystem mit Stahl und Silber. Präzise, schnell und knallhart. Nicht ganz optimal mit Joy-Con zu spielen.

      Grafik

      Klare Abstriche auf Nintendo Switch und trotzdem eines der schönsten Spiele für die Hybridkonsole.

      Sound

      Selten Abstriche aufgrund der starken Kompression, aber die preisgekrönte Synchronisation und der einzigartige Soundtrack spielen nach wie vor ganz weit oben mit.

      Sonstiges

      Keine Kompromisse beim Inhalt. 200 bis 300 Stunden purer Spielspaß auf einem kleinen Kärtchen. Performance bleibt meist stabil. Finger weg vom Docked-Modus!
    • Erstmal sehr schöner Test. Außerdem wünsche ich jedem viel Spaß der diese Perle noch nicht gespielt hat, das Spiel ist echt grandios. Für mich wäre es zwar nichts das Spiel auf so einem kleinen Bildschirm zu erleben, da dort für mich die ganze Atmosphäre verloren geht aber schön das man die Möglichkeit bekommt. Der einzigste Wermutstropfen ist wie immer der unverschämte Preis, aber das ist ja nichts neues mehr. Es wurde zwar wahrscheinlich mehr arbeit reingesteckt als in manch anderen Ports aber trotzdem sollte ein über 4 Jahre altes spiel ohne große Neuerungen nicht mehr als 40€ kosten.
    • ElPsy schrieb:

      Der einzigste Wermutstropfen ist wie immer der unverschämte Preis, aber das ist ja nichts neues mehr. Es wurde zwar wahrscheinlich mehr arbeit reingesteckt als in manch anderen Ports aber trotzdem sollte ein über 4 Jahre altes spiel ohne große Neuerungen nicht mehr als 40€ kosten.
      Stimme ich zu, wobei man hier ja, anders als bei normalen Switch oder Konsolenspielen eine wirklich dicke Packung mit Karte usw. bekommt.

      Ich gebe allerdings zu, für mich sind solche Spiele auf der Switch auch nichts. Unter PS4 Pro sollte man das meiner Ansicht auch nicht unbedingt angehen. Ich kenne die PS4 Version (habe ich meiner Schwester geschenkt) und da sind schon arge grafische Abstriche im Vergleich zur PC Fassung, die sich ja auch mit Reshades etc. sowieso noch weiter grafisch aufbohren lässt.

      Und ehrlich, ich möchte so ein Spiel, dass trotz des Alters grafisch immer noch super ist, auch an einem großen Schirm genießen. Und da ist die Switch Version natürlich völlig ungeeignet für.

      Wobei es die PC GotY Version, die ich damals für 25 Euro gekauft habe inzwischen auch schon bei knapp 13 Euro in den GoG Sales ist und Retail für Konsole oft um die 18 Euro herum kostet. Gerade in dieser Hinsicht tun die 40 Euro dann natürlich schon ein wenig weh. Aber wie ich unsere Switch Fans kenne ist denen das egal, die sind das ja gewohnt mehr zu bezahlen und geben das Geld auch gerne aus, Hauptsache, sie können das Spiel mobil zocken.
      Mein Blog über Spiele aller Art: Gamers love to play Games
      Medien-Blog für Computer- and Videogame Artworks, Fanart, Cosplay, Anime, Screenshots und mehr: Gamers love to play Games Art Blog
    • Spiritogre schrieb:

      Stimme ich zu, wobei man hier ja, anders als bei normalen Switch oder Konsolenspielen eine wirklich dicke Packung mit Karte usw. bekommt.

      Spiritogre schrieb:

      Gerade in dieser Hinsicht tun die 40 Euro dann natürlich schon ein wenig weh. Aber wie ich unsere Switch Fans kenne ist denen das egal, die sind das ja gewohnt mehr zu bezahlen und geben das Geld auch gerne aus, Hauptsache, sie können das Spiel mobil zocken.

      Natürlich war das jetzt nochmal ne gute Gelegenheit Witcher 3 noch einmal zum Vollpreis loszuwerden. Aber ohne Frage bekommt da doch lieber CDPR meine 55 Euro als so ein überteuerter, 10 Jahre alter Port von Capcom oder aber irgendwelche dubiosen Publisher die ein Retail-Spiel von 10 Gigabyte nicht ohne zusätzliche Downloads auf eine Switch-Cartridge packen können weil sie geizig sind oder für ihre Leistungen, ein Spiel auf eine Cartridge bekommen zu haben pro Exemplar dann 10 Euro mehr verlangen als auf jeder anderen Plattform.

      Witcher 3 kommt mit allen Extras der alten Erstauflage auf Konsole (Pappschuber, Soundtrack auf CD, Karte im Großformat). Hauptspiel sowie Add-Ons und sämtliche DLC auf einer 32 Gigabyte Cartridge. Das hat Nintendo nicht einmal bei seiner knapp 100 Euro teuren Special Edition im Westen zum Bayonetta 1 und Bayonetta 2 Doppelpack geschafft, wo der zweite Teil lediglich als Download-Code dabei war. Oder Final Fantasy X für 50 Euro wo der Daten-Download Aufdruck 25% des Covers einnimmt und X-2 nur als Download-Code in der Hülle dabei ist.

      Wie du weißt sehe ich das mit den dummen Switch-Fans die alles zu jedem Preis kaufen sehr kontrovers. Die Leute verlangen ja nach diesen Ports. Es ist nicht so, dass diese Portierungen aus dem Nichts kommen. Die Preise laden sicherlich zu Diskussionen ein aber wenn derzeit ein später Port diesen Preis rechtfertigt dann ist es Witcher 3 auf der Switch. Würde hier allerdings so weit gehen und sagen, diesen Freifahrtschein bekommt nur die Retail-Version, die es ja jetzt auch schon günstiger gibt als im eShop angeboten. Wo man dann auch erst einmal 28 Gigabyte freimachen muss.

      Grafisch wird noch immer der PC das Maß der Dinge für Witcher 3 sein. Dagegen stinken dann auch die Konsolen-Ports der großen Maschinen ziemlich ab. Nicht anders wird es bei Cyberpunk sein wo man jetzt schon weiß, der Next-Gen Port wird nicht lange auf sich warten lassen.

      Ein Grund, wieso ich Witcher 3 auf meiner PlayStation 4 nie lange gespielt habe ist die Turbine, die in meiner PlayStation 4 verbaut ist. Es war erste Spiel wo die Lautstärke des Lüfters so richtig ins Spiel kam 2015. Auch hier waren wieder nur ein Teil der Geräte betroffen. Bei vielen war der Lüfter wesentlich leiser. Wieder andere mit einer PlayStation 4 Pro berichteten über die Lautstärke des Lüfters, die so laut ist, dass man teilweise die Dialoge im Spiel nicht versteht. Mich nervte es unglaublich, da ich eine dieser lauten PlayStation 4 Geräte besitze.

      Gehackte Nintendo Switch Systeme haben übrigens den Zugriff auf Grafikeinstellungen im Spiel. Die Option sieht aus, als gehöre sie fest ins Spiel, ist aber eben nicht mit sauberen Systemen zugänglich. Dort kann man das Spiel auch auf 60 FPS umstellen und es soll deutlich davon profitieren. Allerdings ist noch nicht ganz klar, ob es Abschnitte im Spiel geben wird wo die 60 Bilder dann komplett in den Keller gehen werden.

      "I'm being chased by the Organization, so I can't expose my face to the media."

      Zuletzt durchgespielt: Oracle of Seasons 6/10, Devil May Cry V 7,5/10, Hellblade 7/10


      Blog: Am Meer ist es wärmer

    • Ich muss sagen, auch wenn ich mich sonst daran störe, altes Zeug zum Vollpreis zu verkaufen, wenn man ein The Witcher 3 mit dem kompletten Content auf eine Switch portiert und das dann auch noch SO gut klappt, inklusive verschiedener Optionen die man auch noch anbietet, dann finde ich die 40 Euro gerechtfertigt, besonders weil man anders als andere Publisher hier dem Switch Game auch noch quasi ganz normal, ohne extra Aufpreis etwas beilegt. Ganz zu schweigen davon, dass man sich auch noch auf einem Zettel bedankt und so seine Wertschätzung gegenüber dem Konsumenten ausdrückt. Nintendo behandelt einen ja nicht mal auf der eigenen Plattform so zuvorkommend und einladend mit seinen Titeln. CD Projekt serviert hier wirklich noch mal etwas, wo sicher ordentliche Arbeit hineingeflossen ist. Vor allem, wenn man bedenkt das sogar einige Titel wie Spyro nicht mal vollständig auf einer Cartridge kommen. Großartige Arbeit, nur der Soundtrack auf Disc wäre wohl noch die Kirche auf der Sahne gewesen.
    • WolfStark schrieb:

      Großartige Arbeit, nur der Soundtrack auf Disc wäre wohl noch die Kirche auf der Sahne gewesen.

      Also wenn mich meine Blicke nicht getäuscht haben ist das Soundtrack auf Disc dabei. Wird wohl der gleiche Sampler sein wie bei der Erstauflage aber ist zumindest nicht nur ein Download.

      Bei Spyro ist es ja noch trauriger weil selbst auf Blu-ray nur ein Teil der Daten drauf ist und man dieses absurde Model denn für die Switch übernommen hat. Crash hingegen ist ja komplett auf Disc und auf Cartridge ohne zusätzliche Downloads verfügbar.

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    • Die einzigen Glückwünsche die ich habe bzw meinen Respekt ausspreche ist die Tatsache das sie dieses Monster auf der Switch zum laufen gebracht haben UND alles auf 1 Cardridge gepresst haben.

      Trotzdem so sehr ich den Witcher mag aber es ist nunmal ein Port. Dabei isses mir egal ob es nen Switcher,nen Resident Evil oder nen Digimon ist. Wenn man für diese Ports unnötig viel Geld verlangt dann ist das einfach für mich ein Punkt der nicht tragbar ist.

      Hinzu kommt der Punkt das scheinbar alle aktuelle Spiele einfach nicht mit dem "Modell" der Switch klar kommen. Nahezu jedes Game läuft signifikant schlechter im Docked Mode. Ich weiss das der großteil der Spieler hauptsächlich portable spielt aber ich habe nunmal eine Switch weil ich die Wahl haben will ob Docked oder Handheld. Wenn man mittlerweile so viele Games nicht gescheit Docked zum laufen bekommt dann hätte Nintendo lieber das know how investieren sollen und nen reinen Handheld mit der mehr Power auf dem Markt werfen sollen.
      ~Nimm das leben nicht zu ernst du kommst eh nicht lebend raus~
    • Somnium schrieb:

      WolfStark schrieb:

      Großartige Arbeit, nur der Soundtrack auf Disc wäre wohl noch die Kirche auf der Sahne gewesen.
      Also wenn mich meine Blicke nicht getäuscht haben ist das Soundtrack auf Disc dabei. Wird wohl der gleiche Sampler sein wie bei der Erstauflage aber ist zumindest nicht nur ein Download.

      Bei Spyro ist es ja noch trauriger weil selbst auf Blu-ray nur ein Teil der Daten drauf ist und man dieses absurde Model denn für die Switch übernommen hat. Crash hingegen ist ja komplett auf Disc und auf Cartridge ohne zusätzliche Downloads verfügbar.
      Also in den Unboxings sah ich nur Dankesschreiben, Sticker, Booklet und Karte. Keinen Soundtrack, obwohl diese Papiertasche darin ja quasi das Format dafür g ehabt hatte. Ich glaube btw. bei Megaman hatte man das auch schon verplant und auch schon nicht alles auf der Cartridge gehabt. Also das ist schon häufiger vorgekommen.

      @Dantorius
      Unnötig viel Geld zu verlangen finde ich auch nicht richtig, generell nicht richtig. 60 Euro bspw. ist für so gut wie gar kein Spiel angebracht, 50 Euro auch nicht und wo Witcher 3 Complete soviel kostet, halte ich das auch für unangemessen. 40 Euro empfinde ich aber als recht fair, weniger des Contents wegen als viel mehr dass all dieser Content ordentlich, hochwertig auf der Cartridge platz gefunden und auf die Switch portiert wurde. Es ist vor allem die Arbeitsleistung. Aber klar ist auch, es ist eben ein Port und kein neues Spiel und dementsprechend sehe schon das Maximum bei 40 Euro für diese Titel, genauso wie mit den Remakes/Remastern.
    • Somnium schrieb:

      Also wenn mich meine Blicke nicht getäuscht haben ist das Soundtrack auf Disc dabei.
      Es ist natürlich kein Soundtrack dabei. Wäre auch echt krass bei ner normalen Standard Version auch noch nen Soundtrack beizulegen, wobei mich das natürlich enorm gefreut hätte^^
      @WolfStark hat das schon richtig aufgezählt. Und die Karte ist auch echt schön groß. Da steckt schon viel Mühe und Liebe in diesem Release. Ich habe jeden Cent der 60€ liebend gerne bezahlt, weil ich auch etwas bekam, was den Preis rechtfertigt :)


      "Evil? I´ve got a Newsflash for you Sweetheart! We are all evil... all of us! We´ve taken this planet of ours and fucked it..."

      "Hyeeeh kyaah hyaaah haa hyet haa haa jum jum haa!"

      Piece of Cake!


    • Brandybuck schrieb:

      Seit der Ankündigung war ich fest davon überzeugt, dass dieser Port trotz technischer Abstriche der Heilige Gral für mich wäre, ABER, und jetzt kommt ein großes Aber: einer meiner häufigsten Gedanken beim Spielen war, „verdammt, jetzt habe ich Lust die Disc in meine PlayStation 4 zu werfen und das Spiel auf dem großen Bildschirm zu genießen“. Es ist nun mal auch die technische Meisterleistung, die The Witcher 3: Wild Hunt zu dem Erlebnis für mich gemacht hat.
      Überraschend ehrliches Fazit, schönes Review, wie bereits gesagt wurde muss man glaube ich über das Spiel selbst nicht mehr diskutieren.
      Ich persönlich sehe keinen Mehrwert in der Portabilität, da ich eh nicht unterwegs zocke oder im Bett, und ich halt bei solchen Spielen das gerne richtig Cinemalike auf einem grossen Bildschirm zocken will. Dieses Feeling kriegt man halt leider auf einem kleinen Bildschirm nicht.
      Was mir am Port gefällt ist eben das jetzt diejenigen dazu kommen die die Möglichkeit vorher nicht hatten, oder halt wirklich nur noch portabel zocken wollen.

      Wollte aber eigentlich nur etwas schreiben wegen dem Preis. Ich rege mich ja auch konstant über den preis der Ports auf, auch der Nintendo Ports der ganzen WiiU Spiele. Finde ich alle überteuert. Ich finde aber das der Preis hier schon fast gerechtfertigt ist, wobei 60 effektiv etwas viel sind, 50 wären da aber schon eher fairer. Sehe das aber auch so das CDRP sich das durchaus verdient haben. Hier wird kein 60 Euro Port verkauft der sich auch noch um ein vielfaches schlechter spielt, man hat hier echt sehr viel Arbeit reingesteckt. Ich denke jemand wie CDRP kann sich sowas erlauben, denen gönne ich den Erfolg, ich hoffe auch das sich das Spiel ordentlich verkauft und hauptsächlich über die Portleistung gesprochen wird, um ein Zeichen an andere Publisher zu senden sodass die sich vielleicht doch mal irgendwann bemühen mehr Arbeit in Ports zu investieren.


      Borderlands 3 -> GOTY
    • Aruka schrieb:

      Ich denke jemand wie CDRP kann sich sowas erlauben, denen gönne ich den Erfolg, ich hoffe auch das sich das Spiel ordentlich verkauft und hauptsächlich über die Portleistung gesprochen wird, um ein Zeichen an andere Publisher zu senden sodass die sich vielleicht doch mal irgendwann bemühen mehr Arbeit in Ports zu investieren.

      Sorry aber CDPR hat mit dem Port eher wenig zu tun. Der Port kommt von "Saber Interactive" welche ebenfalls für den eher beschissenen Port von "Call of Cthulhu" (liegt vielleicht weil alle mit dem Switcher beschäftigt waren xD ) zuständig waren.

      Bitte verwechselt hier das der Entwickler des Ursprungsspiels (CD Project Red) nicht der Entwickler des Ports war. Diesbezüglich geht jeder Respekt an Saber Interactive.
      ~Nimm das leben nicht zu ernst du kommst eh nicht lebend raus~
    • Ich hoffe es gibt bald einen Sprachpatch!
      Es klingt seltsam wenn die eigenen Worte sich überschlagen oder wie vorgespult klingt oder noch schlimmer, dass es klingt als spräche man unter Wasser...

      Bei der Steuerung kann sich auch noch gerne was tun!
      Mit Geralt rumzulaufen ist etwas anstrengend, weil er beim normalen laufen immer sehr gerne zu viele Schritte weiterläuft anstatt sofort zu halten. Das macht das sammeln und Leute ansprechen etwas zu Tortur.

      Bei der Grafik komme ich im Dock Modus besser klar. Aber hab auf beide Modus Probleme was zu erkennen, da alles verschwommen aussieht.
      Bei A Plaque Tale, ist das wieder anders, da erkenne ich nichts weils Zu klar und detailreich aussieht^^"...

      Gibt es eigentlich kein Witcher 3 Thread?
      Hab den gar nicht gefunden.

      Ansonsten guter Test!
      Aber zu der Handlung oder Gameplay wird gar nichts gesagt, fiel mir gestern auf.
      "Sei wer du bist, und sag, was du fühlst!
      Denn die, die das stört, zählen nicht- und die, die zählen, stört es nicht."
      von Theodor Seuss Geisel.

      Amor est pretiosior auro <3

      YouTube: ManaQues t

    • Cibi-Sora schrieb:

      Bei der Steuerung kann sich auch noch gerne was tun!

      Mit Geralt rumzulaufen ist etwas anstrengend, weil er beim normalen laufen immer sehr gerne zu viele Schritte weiterläuft anstatt sofort zu halten. Das macht das sammeln und Leute ansprechen etwas zu Tortur.

      Oh oh. Jemand hat was zu diesem Geschenk der Götter zu kritisieren.
      Dass sich Geralt so wie ein Pferd steuert, wird sich nicht mehr ändern. War schon von Anfang an so und wird auch immer so bleiben. Generell fand ich die komplette Steuerung damals extrem gewöhnungsbedürftig und es hat sich in meinen 80 Stunden absolut nie befriedigend angefühlt.
      Und wenn ich schon mal anfange... Ich werde niemals verstehen, was an der story oder dem writing so toll sein soll. "Ich hatte einen Albtraum", "Jetzt muss ich 30 Missionen für irgendwelche Bauern erledigen, damit sie mir sagen, in welche Richtung Ciri gelaufen ist." Ungefähr so fühlt sich 70-80% der mainstory an, die in Wahrheit nichts als zusammengeklebte, lange, aufwendige Sidequests sind. Aber irgendwie verstehe ich generell den hype um viele ach so tollen westlichen rpgs nicht. Ging mir auch schon so bei der dragon age Trilogie...


      Finde auch interessant was zu dem Ton zu lesen. Der port wird ja gerne als fantastisch gehalten und auch beim Audio soll es angeblich keine Probleme geben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von AkiraZwei ()

    • Zur Kritik am Writing:

      Einfach mal eine Gegenfrage: Welches aktuelle Spiel (der letzten 5 Jahre) hat denn ein ähnlich hohes Niveau bezüglich des Writings, wenn nicht gar ein höheres?

      Man kann Witcher 3 vieles (eigentlich nicht so vieles) vorwerfen. Aber das Writing der Charaktere und der Quests sind unerreicht; höchstens Baldurs Gate 2, Planescape Torment und Dragon Age Origins kommen da ansatzweise ran. Von JRPGs ganz zu schweigen...

      Die Quest sind nicht mal ansatzweise stumpfsinnig, in jeder erlebt man ein für sich stehendes abgeschlossenes Abenteuer, meistens mit einer moralischen Entscheidung am Schluss. Klassische Fetchquests der Marke "Sammle 10 Frösche oder 5 Hundemarken" gibt es in diesem Spiel nicht.
    • Das Problem mit der Steuerung kenne ich. Teil 1 und 2 stammen ursprünglich ja vom PC und waren auf Maus / Tastatur ausgelegt. Schon bei 2 hatte man aber wohl einen möglichen Konsolenport im Hinterkopf und sich Optionen für Gamepad offen gelassen. Bei Teil 3 ist es halt ganz furchtbar, ich habe das Spiel im ständigen Wechsel mit M/T und Gamepad gespielt. Die Kämpfe vorzugsweise mit Pad, alles andere mit M/T.
      Es wirkt so, also konnte man sich nicht entscheiden, was jetzt das primäre Eingabegerät sein soll und hat am Ende ein krude Mischung hingelegt, die keinem von beiden gerecht wird.
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    • „The Switcher 3: Matsch Edition“. :D

      Hab’s mir für die Unterstützung der Entwickler auch gekauft, weil man auf Switch selten eine voll gepackte 32 GB-Karte sieht. Gell, Capcom und Bethesda? Aber wenn man von der PS4 Pro kommt, muss man sich wirklich an die verwaschene Grafik gewöhnen. Zwar weit von einem schlechten Port entfernt, aber wer überwiegend vor der schönen großen Glotze spielt, sollte lieber zu PS4 und Xbox One greifen. Oder PC - noch besser.
      "I'd rather be hated for who I am, than loved for who I am not." (Kurt Cobain)
    • Zum Thema Preis würde ich mich auch gerne noch äußern. Normalerweise bin ich einer der Ersten, der sich bei Ports über die meist unverschämt hohen Preise aufregt. Kein Wunder, wenn wir fast 1:1-Ports wie Donkey Kong: Tropical Freeze, Bayonetta 1+2 Collection, Mario Kart 8, Devil May Cry-Trilogie, Onimusha etcetcetc für den "Vollpreis" bekommen. Was mir bei diesen Spielen oft aufgefallen ist, ist die Menge der Entwickler in den Credits, die am Port saßen. Meist waren es so 15-20. Da ist es nur die Geldgier des Publishers, die den Preis so hoch treibt.

      Bei The Witcher 3 hingegen wurde eine technische Meisterleistung erbracht, um es spielbar (und sogar gut spielbar) auf die Switch zu bringen. In vielen Interviews mit CD Projekt RED wird klar, dass sie von Anfang an bei der Entwicklung des Portes dabei waren und Saber Interactive so gut es ging unterstützt haben. Normalerweise schiebt man die Ports einfach an ein dafür passendes Studio ab und lehnt sich dann zurück, aber hier hat man wirklich viel Arbeit investiert. Außerdem ist die schiere Masse des Ports und die 32GB Karte auch ein Zeichen dafür, dass die Entwickler das Beste für den Port und auch für die Spieler wollten. Daher kann ich persönlich hier ein Auge bei den 55€ zudrücken, aber ich verstehe jeden, der das nicht kann.