Angespielt! Recompile

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    • Angespielt! Recompile

      Bildmaterial: Recompile, Dear Villagers / Phigames

      Wer kann schon sagen, wie es in einem Netzwerk aussieht. Täglich fließen dort eine Menge Daten und bekämpfen sich. Okay, ob sich die Daten bekämpfen, weiß keiner so richtig. In Recompile tun sie es zumindest. Der Indie-Titel wird von dem Entwicklerstudio Phigames entwickelt und soll im nächsten Jahr auf Steam erscheinen. In einer Demoversion konnte ich mir bereits einige Gameplay-Elemente anschauen.

      Metroidvania in 3D

      Wenn die Entwickler von Recompile sprechen, definieren sie es als „metroidvania-style game to include multiple, highly dynamic critical paths“. Sprich, als Spieler eigne ich mir im Laufe des Spiels neue Fähigkeiten an, um neue Wege freizuschalten. Das spiegelte die Demo sehr gut wider. Zu Beginn konnte mein rot-leuchtendes Datenmännchen noch recht wenig. Während ich so durch das Spiel streifte, konnte ich lediglich schießen und ein wenig springen. Das änderte sich schnell.

      Nachdem ich die ersten kleinen Rätsel gelöst hatte, fand ich schwarze Kugeln, die mir neue Upgrades schenkten. Plötzlich konnte ich die Gegend hacken, um herumliegende Blöcke zu platzieren und Wege freizuschalten, nach vorne sprinten, unendlich oft hochspringen und auf den Boden stampfen. Mit dieser großen Bandbreite an Fähigkeiten stand mir die Welt quasi offen. Nur wusste ich nicht ganz wohin mit mir.

      Kein bestimmtes Ziel vor Augen

      In der Demo sprach keiner zu mir und es gab kaum Hinweise auf mein Ziel, sondern es galt eher die Gegend zu erkunden und sich daraus ein Bild zu verschaffen. Da sich der Weg vor mir stets aufgebaut hat, wusste ich zumindest, wohin es gehen könnte. Schalterrätsel gaben mir auch Hinweise. Nichtsdestotrotz fehlte mir irgendwie ein wesentliches Ziel. Außerdem nervten die Gegner ein wenig, wenn sie mehr oder weniger aus dem Nichts auftauchen.

      Diese bestanden aus einer grünlichen Kugel und wollten mir an den Kragen. Um sie zu erledigen, musste ich lediglich die Kugel abschießen. Das war nicht sonderlich schwierig, dennoch fühlte sich das Schießen und Zielen etwas behäbig an (das kann jedoch auch an meinen bescheidenen Schießfähigkeiten liegen). Für weitere Probleme sorgten bei mir ebenfalls einige Sprungpassagen bei kleineren Plattformen. Der Abstand zwischen den Plattformen ließ sich teilweise schlecht abschätzen und so sprang ich oft in meinen Tod. Zum Glück wurden diese Nachteile mit den zusätzlichen Fähigkeiten beseitigt.

      Die Optik passt schon mal

      Recompile besitzt eine besondere Atmosphäre und einen Charme, die vor allem durch die Grafik einhergehen. Wenn sich die Daten vor einem aufbauen, Gegner in kleine Datenpixel verstreuen oder einfach die Funken, die beim Landen oder Springen entstehen, wirkt alles ansprechend. Es vermittelt mir den Sinn für eine digitale Welt.

      Zudem scheint die Welt doch mehr zu bieten, als man eventuell glauben mag. Ich war in der Lage, unendlich oft zu springen. Das muss mich doch im Endeffekt irgendwo hinführen, oder? Die Aufgaben waren ebenfalls abwechslungsreich gestaltet und boten eine gute Kombination mit den Kämpfen, zumindest für die kurze Spieldauer. Hoffentlich bleibt es im fertigen Spiel ebenfalls so.