Star Wars: Episode IX (Finaler Trailer Veröffentlicht)

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    • Zum finalen Trailer:

      Finde den soweit gelungen. Nur die Pferde ... uff. Es sieht einfach bescheuert aus. Letztendlich braucht der Film für mich nur massig Adam Driver-Screentime, dann ist alles im Lot. Eine Rückkehr von Palpatine? Naja, mal sehen, wäre nicht das erste Mal, dass jemand, der in Star War einen Schacht runtergefallen ist, wieder am Start ist. Aber wenn Snoke nun wirklich gar keine größere Funktion erfüllt hat und er keine Rolle mehr spielt, würde ich es absolut dämlich finden. Absolut inkonsequentes Writing, das nach einem schlechten Procedural schreit.

      Zur Kevin Feige-Sache:

      Passend zu einer vorherigen Bekundung über meine Ansicht, dass Marvel die Kunst des Kinos momentan vollständig mit immergleichen Schund vernichtet, bin ich dahingehend auch der Meinung, dass er der strauchelnden Marke eigentlich nur den Gnadenschuss geben kann. Bei Star Wars konnte man zumindest noch etwas die Handschrift der Regisseure erkennen. Solo ist unverkennbar Ron Howard, Episode 7 konnte nur J.J. gedreht haben. Wenn ich mir aber die Feige-Produktionen anschaue, dann sticht dort maximal James Gunn hervor, auch wenn der sich stark der MCU-Ästhetik unterordnen muss. Ihm scheint man jedoch noch eigene Ideen zugestehen zu können. Die restliche Maschinerie arbeitet strikt nach einem Schema, das so überraschungsarm ist, wie ein Call of Duty-Release.
    • Spiritogre schrieb:



      Chocomog schrieb:

      Der Film sprengt aktuell die Vorverkaufszahlen zu Marvels Endgame. Also so kontrovers wirds wohl nicht sein.
      Ja, die Meldung habe ich gestern auch gelesen. Schön reißerisch und natürlich extrem gern gesehene Werbung, was natürlich der Grund für diese Schlagzeile war. Wenn man dann den Text liest klingt das schon ein wenig anders. Zunächst trifft das nur für eine einzige amerikanische Agentur zu und zum anderen hatte genau die erhebliche Probleme mit dem Buchungssystem, als Avengers Endgame vorbestellt werden konnte.

      Ja das ist die Sache. Hier hat man "Atom Tickets" herangezogen, dort hat man einen Rekord gebrochen. Bei den Überschriften klingt es dagegen allgemein als ob der gesamte Vorverkauf hier Rekorde bricht, obwohl er das nicht tut oder zumindest kann man das nicht belegen. Das ist schon sehr clever gemacht, um genau die Werbung zu bekommen die man will und schon jetzt einen großen Erfolg zu suggerieren. Man will positive Presse generieren. Dazu gehört auch das ganze als "das Ende der Saga" zu betiteln oder vom "Ende der Skywalker Saga" zu sprechen, obwohl diese Trilogie überhaupt keine Skywalker in den Hauptrollen hat. PR at it's best, ohne dass der Film es bisher schaffen würde für sich selbst zu sprechen und sich selbst zu bewerben, denn es gibt ja nichts was hier kulminiert, nichts worauf man hingearbeitet hätte.

      Und was "Fandom Menace" angeht. Ich glaube man macht sich etwas vor. Es gibt da ja auch dieses berühmte Bild einer Steam Gruppe, die ein Call of Duty boykottierte, deren Mitglieder aber eben jenes Call of Duty kauften und spielten. Wovon man dagegen kein bekanntes Bild hat ist Call of Duty Infinite Warfare, dass einen ordentlichen Backlash bekommen hatte und sich dann auch signifikant schlechter verkauft hatte. Und das ist ein Phänomen, was man immer wieder beobachten kann, egal ob das Call of Duty, Ghostbusters oder sogar Star Wars ist (The Last Jedi lief unter den Erwartungen). Schlechte Stimmung und klar negative Rezeption sind ein deutliches Warnsignal und zeigen eine Tendenz auf, die sich häufig in Verkaufszahlen widerspiegelt, wenn das Warnsignal nicht ernstgenommen wrd.
    • DrChrisRespect schrieb:

      Zur Kevin Feige-Sache:

      Passend zu einer vorherigen Bekundung über meine Ansicht, dass Marvel die Kunst des Kinos momentan vollständig mit immergleichen Schund vernichtet, bin ich dahingehend auch der Meinung, dass er der strauchelnden Marke eigentlich nur den Gnadenschuss geben kann. Bei Star Wars konnte man zumindest noch etwas die Handschrift der Regisseure erkennen. Solo ist unverkennbar Ron Howard, Episode 7 konnte nur J.J. gedreht haben. Wenn ich mir aber die Feige-Produktionen anschaue, dann sticht dort maximal James Gunn hervor, auch wenn der sich stark der MCU-Ästhetik unterordnen muss. Ihm scheint man jedoch noch eigene Ideen zugestehen zu können. Die restliche Maschinerie arbeitet strikt nach einem Schema, das so überraschungsarm ist, wie ein Call of Duty-Release.

      Da bin ich wirklich komplett anderer Ansicht. Die Marvel-Filme funktionieren, wie ich finde, so gut und erfolgreich weil Feige einen einheitlichen Plan verfolgt hat wie man es ursprünglich auch bei Star Wars getan hat wo Lucas immer, selbst bei den beiden Filmen, wo er nicht Regie führte, alles absegnete um eine Kontinuität zu erschaffen. So etwas wie bei der Abgabe des Staffelstabes bei Abrams zu Johnsons hätte es bei Lucas einfach nie gegeben, dass es keinerlei Plan oder Konzept nach einem Cliffhanger für die nächste Episode gab und das beste, was dem Nachfolger einfiel anschließend war diesen Cliffhanger ins lächerliche zu ziehen und gar zu parodieren.

      Bei den Marvel-Filmen hat Feige vielleicht die Markenzeichen der jeweiligen Filmemacher etwas eingeschränkt, aber genau hierin sehe ich sogar einmal was positives. Ganz gleich ob man Marvel mag oder nicht haben dies ganzen miteinander verknüpften Filme mit beliebten Charakteren darauf aufgebaut, auf eine zweiteiligen Höhepunkt zuzusteuern. Man hatte hier, zugegebenermaßen, auch viele Jahre Zeit, die Charaktere zu etablieren. Aber das wäre an der Hülle und Fülle an ikonischen Charakteren bei Star Wars auch kein Problem gewesen. Die neuen Star Wars Episoden haben keinen Tony Stark als Figur unter den Helden, den die Fans regelrecht vergöttern (auch hier wieder, unabhängig davon ob man Iron Man mag oder nicht) und mit Thanos keinen Bösewicht mit komplexen Motiven. Stattdessen haben wir Rey über die wir nichts wissen, mit Snoke einen Bösewicht mit Potential der für einen Gag in Teil 2 geopfert wurde und dann haben wir noch einen Kylo Ren, der diese Lücke einfach nicht füllen kann weil sein Charakter genau so wenig gut ausgearbeitet ist wie die neue Storyline in den Filmen.

      Ich bin normalerweise komplett dafür, so wie bei Dennis Villeneuve und Blade Runner 2049, dass die Regisseure und Drehbuchautoren ihr Ding machen dürfen. Bei Todd Phillips und Joker scheint das ja auch sehr gut funktioniert zu haben. Nur funktioniert eben das nicht bei Star Wars. Und da hast du vollkommen recht, Episode VII ist unverkennbar ein Film von J.J. Abrams und Episode VIII ist unmissverständlich ein Rian Johnson Film. Die Filme triefen ja nur so vor Markenzeichen der jeweiligen Regisseure. Und bei Rian Johnson ist man dann so weit gegangen, ihn einfach komplett von der Leine zu lassen so, dass er am Ende den Produzenten davongelaufen ist und sie ihn nicht mehr einfangen konnte. Beziehungsweise erst wieder eingefangen haben als es schon zu spät war.

      Bei den Spin-Offs muss ich dir wiederum widersprechen, denn weder bei Rogue One noch bei Solo fallen mir irgendwelche Director Trademarks auf. Wüsste ich nicht, wer da Regie geführt hat würde ich nie erkennen, dass Rogue One was mit Gareth Edwards oder Solo mit Ron Howard zu tun hat. Was an sich auch schwer ist da Gareth Edawards bei Rogue One durch die umfangreichen Nachdrehs von einem anderen Regisseur ausgetauscht wurde und Ron Howard wiederum der Ersatz für andere Regisseure war, die zuvor an dem Film saßen. Aber vielleicht war das Eingreifen von Disney hier der Grund, wieso Rogue One und Solo, besonders Rogue One, für mich besser funktionieren als die neuen nummerierten Episoden. Solo ist letztendlich ziemlich belanglos was die Story angeht, aber immer noch sehr unterhaltsam. Rogue One ist für mich ohne Frage ein richtig starker Film der es geschafft hat, eine Story-Lücke zu schließen.

      Also ich mag hier sehr konservativ klingen, aber ich wäre sehr dafür, wenn die neuen Star Wars Episoden mal wieder einem festen Konzept folgen würden. Wenn es sein muss, dass die Produzenten hier eingreifen, dann ist es halt so. Wenn ein Regisseur bei Star Wars eine "One-Man-Show" veranstalten will ist er im falschen Franchise. So funktioniert Star Wars nicht. Teilweise musste das Lucas mit der Prequel-Trilogie am eigenen Leib erfahren. Vielleicht bin ich hier etwas sehr antik, was meine Meinung angeht, aber was Star Wars braucht ist vielleicht ein Mann wie Feige, der den Laden mal etwas zusammenhalten kann.

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    • Somnium schrieb:

      DrChrisRespect schrieb:

      Zur Kevin Feige-Sache:

      Passend zu einer vorherigen Bekundung über meine Ansicht, dass Marvel die Kunst des Kinos momentan vollständig mit immergleichen Schund vernichtet, bin ich dahingehend auch der Meinung, dass er der strauchelnden Marke eigentlich nur den Gnadenschuss geben kann. Bei Star Wars konnte man zumindest noch etwas die Handschrift der Regisseure erkennen. Solo ist unverkennbar Ron Howard, Episode 7 konnte nur J.J. gedreht haben. Wenn ich mir aber die Feige-Produktionen anschaue, dann sticht dort maximal James Gunn hervor, auch wenn der sich stark der MCU-Ästhetik unterordnen muss. Ihm scheint man jedoch noch eigene Ideen zugestehen zu können. Die restliche Maschinerie arbeitet strikt nach einem Schema, das so überraschungsarm ist, wie ein Call of Duty-Release.
      Da bin ich wirklich komplett anderer Ansicht. Die Marvel-Filme funktionieren, wie ich finde, so gut und erfolgreich weil Feige einen einheitlichen Plan verfolgt hat wie man es ursprünglich auch bei Star Wars getan hat wo Lucas immer, selbst bei den beiden Filmen, wo er nicht Regie führte, alles absegnete um eine Kontinuität zu erschaffen. So etwas wie bei der Abgabe des Staffelstabes bei Abrams zu Johnsons hätte es bei Lucas einfach nie gegeben, dass es keinerlei Plan oder Konzept nach einem Cliffhanger für die nächste Episode gab und das beste, was dem Nachfolger einfiel anschließend war diesen Cliffhanger ins lächerliche zu ziehen und gar zu parodieren.

      Bei den Marvel-Filmen hat Feige vielleicht die Markenzeichen der jeweiligen Filmemacher etwas eingeschränkt, aber genau hierin sehe ich sogar einmal was positives. Ganz gleich ob man Marvel mag oder nicht haben dies ganzen miteinander verknüpften Filme mit beliebten Charakteren darauf aufgebaut, auf eine zweiteiligen Höhepunkt zuzusteuern. Man hatte hier, zugegebenermaßen, auch viele Jahre Zeit, die Charaktere zu etablieren. Aber das wäre an der Hülle und Fülle an ikonischen Charakteren bei Star Wars auch kein Problem gewesen. Die neuen Star Wars Episoden haben keinen Tony Stark als Figur unter den Helden, den die Fans regelrecht vergöttern (auch hier wieder, unabhängig davon ob man Iron Man mag oder nicht) und mit Thanos keinen Bösewicht mit komplexen Motiven. Stattdessen haben wir Rey über die wir nichts wissen, mit Snoke einen Bösewicht mit Potential der für einen Gag in Teil 2 geopfert wurde und dann haben wir noch einen Kylo Ren, der diese Lücke einfach nicht füllen kann weil sein Charakter genau so wenig gut ausgearbeitet ist wie die neue Storyline in den Filmen.

      Ich bin normalerweise komplett dafür, so wie bei Dennis Villeneuve und Blade Runner 2049, dass die Regisseure und Drehbuchautoren ihr Ding machen dürfen. Bei Todd Phillips und Joker scheint das ja auch sehr gut funktioniert zu haben. Nur funktioniert eben das nicht bei Star Wars. Und da hast du vollkommen recht, Episode VII ist unverkennbar ein Film von J.J. Abrams und Episode VIII ist unmissverständlich ein Rian Johnson Film. Die Filme triefen ja nur so vor Markenzeichen der jeweiligen Regisseure. Und bei Rian Johnson ist man dann so weit gegangen, ihn einfach komplett von der Leine zu lassen so, dass er am Ende den Produzenten davongelaufen ist und sie ihn nicht mehr einfangen konnte. Beziehungsweise erst wieder eingefangen haben als es schon zu spät war.

      Bei den Spin-Offs muss ich dir wiederum widersprechen, denn weder bei Rogue One noch bei Solo fallen mir irgendwelche Director Trademarks auf. Wüsste ich nicht, wer da Regie geführt hat würde ich nie erkennen, dass Rogue One was mit Gareth Edwards oder Solo mit Ron Howard zu tun hat. Was an sich auch schwer ist da Gareth Edawards bei Rogue One durch die umfangreichen Nachdrehs von einem anderen Regisseur ausgetauscht wurde und Ron Howard wiederum der Ersatz für andere Regisseure war, die zuvor an dem Film saßen. Aber vielleicht war das Eingreifen von Disney hier der Grund, wieso Rogue One und Solo, besonders Rogue One, für mich besser funktionieren als die neuen nummerierten Episoden. Solo ist letztendlich ziemlich belanglos was die Story angeht, aber immer noch sehr unterhaltsam. Rogue One ist für mich ohne Frage ein richtig starker Film der es geschafft hat, eine Story-Lücke zu schließen.

      Also ich mag hier sehr konservativ klingen, aber ich wäre sehr dafür, wenn die neuen Star Wars Episoden mal wieder einem festen Konzept folgen würden. Wenn es sein muss, dass die Produzenten hier eingreifen, dann ist es halt so. Wenn ein Regisseur bei Star Wars eine "One-Man-Show" veranstalten will ist er im falschen Franchise. So funktioniert Star Wars nicht. Teilweise musste das Lucas mit der Prequel-Trilogie am eigenen Leib erfahren. Vielleicht bin ich hier etwas sehr antik, was meine Meinung angeht, aber was Star Wars braucht ist vielleicht ein Mann wie Feige, der den Laden mal etwas zusammenhalten kann.
      Ich finde nicht einmal, dass Episode 8 ein Rian Johnson-Film ist. Verglichen mit Looper und Brothers Bloom sehe ich nicht einen Punkt, an dem die sich stilistisch überschneiden. Ich ging rein von der Visualisierung und Inszenierung aus. Etwas anderes macht auch keinen Sinn, da Disney komplette Verfügungsgewalt über das Drehbuch hat. Dass Johnson freie Hand hatte, ist dann nur eine Annahme. Bevor da irgendwas abgesegnet wird, geht das durch tausend Hände. Sie waren ja laut eigenen Aussagen sogar so von Johnsons Arbeit begeistert, dass er eine komplette Trilogie abseits der Hauptsaga abdreht. Immer noch. Obwohl die Öffentlichkeit auf ihn eindrischt, als hätte er den Holocaust zu verantworten.

      Was Solo betrifft: Schau dir mal Rush und danach Solo an. Die Ästhetik ist unverkennbar Ron Howard. Gareth Edwards hätte ich aber auch nicht erkannt. Maximal in einigen Shots, da er gern mit Dunkelheit und mit Schattierungen arbeitet, ansonsten blieb da nicht viel übrig.

      Zu der Produzenten-Thematik: Das war ja jetzt schon der Fall. Disney und Kathleen Kennedy nehmen massiv auf die Produktionen Einfluss. Feige ist nur die sichere Nummer, die aktuelle Gelddruckmaschine, die weiß, was alle fressen wollen, ohne kreative Basis. Der war sein Leben lang Produzent, hat nie ein Drehbuch entwickelt, am Theater Regie geführt, etwas abseits einer existierenden Lizenz geschaffen oder sich für die Klassiker des Kinos eingesetzt, wie es etwa Peter Jackson tut.

      Man kann damit argumentieren, dass Star Wars so etwas braucht, aber dann sind wir wieder bei Episode 7 - Ein Rehash von Altbekanntem ohne Originalität. J. J. ist da ja auch nur die sichere Bank, die schon mit Star Trek genau das geliefert hat, was das Mainstream-Publikum wollte. Ich kenne wenige alteingesessene Fans, die Abrams Filme toll finden.

      Würde also sagen, dass es Star Wars schlicht an einer Vision fehlt. Es steht aktuell niemand dahinter, wie es damals Lucas tat. Auch bei den Prequels, die ich übrigens wahnsinnig kreativ, aber schlecht inszeniert finde. Dass Feige die hat, glaube ich zu keiner Sekunde. Der könnte maximal 20 Filme ableiern, die nichts besonderes auszeichnet und spannungsarm dahinplätschern, bis ein handwerklich begabtes Duo den finalen Clash losfeuert. Wenn man sich aber mal ins Gedächtnis ruft, womit Star Wars begann (als Würdigung des 70er-B-Movie-Sci-Fi-Trash), dann könnte das kaum entfernter vom eigentlichen Kern sein.
    • WolfStark schrieb:

      Dazu gehört auch das ganze als "das Ende der Saga" zu betiteln oder vom "Ende der Skywalker Saga" zu sprechen, obwohl diese Trilogie überhaupt keine Skywalker in den Hauptrollen hat.

      Was dabei vor allem auch untergeht ist, dass die Skywalker-Saga schon ein Ende hat. Und zwar eins der besten der ganzen Kinogeschichte meiner Meinung nach. Und man hat uns bis heute keinen guten Grund geliefert, warum die Saga weitergehen sollte. Das ist eigentlich so eines meiner Kernprobleme.

      Letztenendes ist Erfolg in der Regel leider eine Frage des Marketings und nicht der tatsächlichen Ergebnisse.

      Wie Goebbels schon ganz richtig erkannte: Man muss die Lüge nur groß genug machen und oft genug wiederholen, damit sie zur Wahrheit wird. Und nach diesem Prinzip funktioniert halt die ganze Industrie.



      Somnium schrieb:

      Die Marvel-Filme funktionieren, wie ich finde, so gut und erfolgreich weil Feige einen einheitlichen Plan verfolgt hat

      Da würd ich dir gänzlich widersprechen. Die Marvelfilme funktionieren gut, weil sie genau die psychologischen Eigenschaften eines Menschens ansprechen, die sie ansprechen müssen, um erfolgreich zu sein. Bunt, actionlastig, spaßig und dialogtechnisch so einfach geschrieben, dass ihnen jeder unterentwickelte Kleingeist folgen kann. Das sind heutzutage halt die perfekten Filme für 12-25 Jahre (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel), was in meinen Augen eher ein Trauerspiel ist. Wären die Marvelfilme hingegen intellektuell anspruchsvoll, politisch provokant, zynisch bis dystopisch wären sie vielleicht trotzdem erfolgreich aber nicht halb so erfolgreich wie jetzt. Ganz egal. ob es einen Plan gibt oder nicht. Da bin ich mir ziemlich sicher.

      Somnium schrieb:

      wie man es ursprünglich auch bei Star Wars getan hat wo Lucas immer, selbst bei den beiden Filmen, wo er nicht Regie führte, alles absegnete um eine Kontinuität zu erschaffen.

      Lucas hatte nie einen einheitlichen Plan. Er hatte eine Vision und gewisse Vorstellungen darüber, was er erzählen will. Musste diese aber auch immer wieder stark abändern und anpassen aus diversen Gründen. Diese Sache alleine hat aber nicht wirklich etwas mit dem Erfolg der Marke zutun. Der begann ja schon mit der ersten Uraufführung und kam für alle total unerwartet. A New Hope sollte ursprünglich auch nur ein Film werden. Die Szene, wo Vader noch fliehen kann, wurde erst auf den allerletzten Drücker noch eingefügt "für den Fall der Fälle".

      Aber ich weiß schon was du meinst, dass es gut ist, jemanden zu haben, der darauf achtet, dass der rote Faden erhalten bleibt und da stimme ich auch zu. Aber das alleine ist kein Hauptkriterium für Erfolg oder Misserfolg.


      Somnium schrieb:

      So etwas wie bei der Abgabe des Staffelstabes bei Abrams zu Johnsons hätte es bei Lucas einfach nie gegeben, dass es keinerlei Plan oder Konzept nach einem Cliffhanger für die nächste Episode gab und das beste, was dem Nachfolger einfiel anschließend war diesen Cliffhanger ins lächerliche zu ziehen und gar zu parodieren.

      Einen "Plan" gab es sehr wohl im weitesten Sinne. Abrams hatte sich ja ausführlich darüber Gedanken gemacht, wie er die Geschichte weiterführen würde und hat diese Johnson auch mitgeteilt. Aber er hat das wohl weitestgehend verworfen.

      ich bin mir ehrlich gesagt, bis heute nicht sicher, ob ich Johnson dafür böse sein kann. Eigentlich nicht, denn als Künstler will man natürlich auch sein eigenes Ding machen, sonst braucht man damit nicht anfangen.

      Die Probleme der Sequels sind hier vielfältig. Hauptproblem war, dass Disney von Anfang an zuviel Zeitdruck gemacht hat. Hinzu kam, dass kein Regisseur Star Wars machen wollte, weil vielen das einfach zu groß war. Abrams wollte ja auch erst auch nicht. Und als er zugesagt hat, lagen keine vernünftigen Drehbücher bereit, also hat er sich selbst iwas auf den letzten Drücker zusammengeschustert.

      Soweit ich weiß, hat er es auch abgelehnt, die ganze Trilogie zu machen, weil er nicht solange von seiner Familie fern bleiben wollte. Im Zusammenhang mit dem Disney Zeitplan blieb Kennedy also sowieso nichts anderes übrig, als Abrams den Job zu geben und sich dann wen anderen zu suchen. Allerdings wäre ein Ron Howard wohl eine bessere Wahl gewesen, denn er ist dafür bekannt, solide Arbeit zu machen ohne einen Ego Film zu fahren. Mit den Ideen von Abrams hätte das eine gute Sache werden können.

      Aber naja, ich denke, dass Kennedy inzwischen schon verstanden hat, dass die Idee mit jeder macht einen eigenen Film innerhalb der Saga keine gute Idee war. Man hat das natürlich zwar versucht, gut zu verkaufen, aber das war schon vorher keine große Erkenntnis, dass das wahrscheinlich eher schlecht als recht funktionieren kann.

      Letztenendes sehe ich hier Cpt. Iger als das Hauptproblem. Deswegen war es schonmal gut, dass er nach dem SOLO Misserfolg etwas auf die Bremse getreten ist. Auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob man sich mit den ganzen Serien aktuell nicht wieder zuviel zumutet. Aber mal sehen.

      Jedenfalls war das Ganze ein wenig wie, so schnell losrennen, dass man sich in seinen eigenen Beinen verheddert. Dementsprechend ist man nun ziemlich auf die Schnauze gefallen.


      Somnium schrieb:

      Bei den Marvel-Filmen hat Feige vielleicht die Markenzeichen der jeweiligen Filmemacher etwas eingeschränkt, aber genau hierin sehe ich sogar einmal was positives.

      Ich weiß nicht, was daran positiv sein soll, wenn alles am Ende gleich gut oder gleich schlecht ist. Gleichmacherei in jeglicher Form stehe ich eher sehr ablehnend gegenüber, denn das wird schnell langweilig. Und Star Wars mit Marvelformel ist auch das Letzte was ich sehen will.



      Somnium schrieb:

      Die neuen Star Wars Episoden haben keinen Tony Stark als Figur unter den Helden, den die Fans regelrecht vergöttern (auch hier wieder, unabhängig davon ob man Iron Man mag oder nicht) und mit Thanos keinen Bösewicht mit komplexen Motiven. Stattdessen haben wir Rey über die wir nichts wissen, mit Snoke einen Bösewicht mit Potential der für einen Gag in Teil 2 geopfert wurde und dann haben wir noch einen Kylo Ren, der diese Lücke einfach nicht füllen kann weil sein Charakter genau so wenig gut ausgearbeitet ist wie die neue Storyline in den Filmen.

      Das eine hat für mich überhaupt nichts mit dem anderen zutun. ^^ Der Grund, warum wir solche Figuren noch nicht haben ist, dass man einfach viel zu sehr auf Playsafe und Retro geht und keinen Mut hat, etwas Neues zu machen. Das Problem der Figuren der ST und SOLO ist, dass sie vollkommen austauschbar sind und im Schatten ihrer Vorgänger untergehen. Bei Rogue One haben wir das Problem, dass Edwards generell Charaktere nicht gut inszenieren kann. Das konnte er noch nie. Ist auch überhaupt nie sein Fokus gewesen.

      The Mandalorian geht da schon andere Wege. Auch wenns ne Serie ist, aber der Ansatz ist genau der, den Star Wars eigentlich braucht. Auf mehreren Ebenen. Ich hoffe, dass die Serie diesen Weg weitergeht, sie erfolgreich bleibt und LF die Signale daraus richtig versteht.

      Somnium schrieb:

      Rogue One ist für mich ohne Frage ein richtig starker Film der es geschafft hat, eine Story-Lücke zu schließen.

      Ich finde, er ist der schwächste und unnötigste Film, des ganzen Franchises und denke, dass er nur so gut funktioniert, weil die anderen neuen FIlme im Vergleich so wenig Star Wars sind. Anders kann ich mir den Hype nicht erklären. xD Aber mit der Meinung stehe ich wohl ziemlich alleine da.

      Somnium schrieb:

      aber was Star Wars braucht ist vielleicht ein Mann wie Feige, der den Laden mal etwas zusammenhalten kann.

      Zusammenhalten, ja. Die Frage ist wie und wohin das führen soll. Und mein Gefühl ist, dass Lucasfilm respektive Disney sich darüber viel zu wenig Gedanken gemacht hat.

      Feige ist jemand, der das offensichtlich tut. Doch ob er die Marvel-Methode für Star Wars anwendet und ob diese für Star Wars die Richtige sein kann, ist eine ganz andere Frage.

      Nun haben wir Feige aber erst bei Marvel gesehen.

      Vielleicht ist er jemand, der nur diese Methode kennt und nun versuchen wird, sie auch bei Star Wars umzusetzen. Das könnte finanziell funktionieren. Ob das fürs Core-Fandom funktioniert, zu dem ich mich auch zähle, steht auf einem anderen Blatt.

      Vielelicht ist Feige aber auch jemand, der erkennt, wie man ein Franchise und ein Fandom richig anpacken muss und darauf basierend ein passendes Konzept entwickeln kann. Das ist nicht so schwer, wie sich manch einer das vllt vorstellt. Man muss in erster Linie einfach mal ein guter Analytiker sein. Deswegen wundert es mich bis heute, dass Lucasfilm sich damit so schwer tut. Ich glaube, sie haben ihre Aufgabe, also ihren Job, bis heute garnicht richtig verstanden.

      Ich stehe Feige erstmal neutral gegenüber und will erstmal sehen, was er mit Star Wars macht. Obwohl ich die Bedenken von @DrChrisRespect eigentlich teile. Aber ich will jedem seine Chance geben.
      It may bring joy, it may bring fear. But let us embrace whatever it brings.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Chocomog ()

    • Spiritogre schrieb:

      Mich hatte das schon damals merklich gestört, dass Leute den Film als "Live Action" oder Realfilm bezeichnen.
      Gut das kann ich aktuell halt noch nicht beurteilen. Keine Ahnung, ob man echte Tiere genommen hat für den Film oder es per CGI gemacht würde. Gelesen habe ich bisher immer von realen Tieren aber da ich mich da nicht groß weiter informiert habe... kp^^


      "Evil? I´ve got a Newsflash for you Sweetheart! We are all evil... all of us! We´ve taken this planet of ours and fucked it..."

      "Hyeeeh kyaah hyaaah haa hyet haa haa jum jum haa!"

      Piece of Cake!


    • DrChrisRespect schrieb:

      J. J. ist da ja auch nur die sichere Bank, die schon mit Star Trek genau das geliefert hat, was das Mainstream-Publikum wollte. Ich kenne wenige alteingesessene Fans, die Abrams Filme toll finden.
      Ich bin riesiger Star Trek Fan, weit mehr als Star Wars. Aber sosehr ich die alten zehn Filme liebe, ich gebe unumwunden zu, dass viele von ihnen doch auch sehr langweilig, teils sogar richtig schlecht sind.

      Ich verstehe den "Hate" gegen J.J. Abrams auch absolut nicht, eigentlich gefällt mir alles was er gemacht hat ausgesprochen gut. Eine Serie wie Alias zählt heute noch zu meinen absoluten Lieblingen und auch Lost fand ich teils wahnsinnig gut. Die neuen Star Trek Filme mit dem modernen Hochglanz-Design und der actionlastigeren Story waren ein meiner Ansicht nach absolut notwendiger Schritt. Ein Film ist nun einmal keine langgezogene TV-Episode. Mir gefielen jedenfalls alle drei bisherigen Star Trek Filme ausgesprochen gut.
      Und das sage ich als jemand, der als kleines Kind schon TOS und dann TNG ab der Erstausstrahlung 1987 gesuchtet hat wenn die liefen und auch die ganzen alten Filme immer und immer wieder schaue, einfach nur um die Atmosphäre aufzusaugen, egal wie langweilig der Film eigentlich ist.

      Weird schrieb:

      Spiritogre schrieb:

      Mich hatte das schon damals merklich gestört, dass Leute den Film als "Live Action" oder Realfilm bezeichnen.
      Gut das kann ich aktuell halt noch nicht beurteilen. Keine Ahnung, ob man echte Tiere genommen hat für den Film oder es per CGI gemacht würde. Gelesen habe ich bisher immer von realen Tieren aber da ich mich da nicht groß weiter informiert habe... kp^^
      Tiere haben nur ganz minimale Gesichtsausdrücke, die auch eher Einbildung des Menschen sind. Es sind mehr "allgemeine Zustände" wie Entspannung, Aggressivität, wo sich durch die Körperhaltung und eben z.B. ob die Zähne gefletscht werden, ob das Tier zittert etc. den Gemütszustand wahrnimmt. Schon beim Zeichentrick-Original wurde für Ausdruck und Animation auf die Vorlage echter Tiere gesetzt und deren Bewegungen nachgezeichnet.
      Wenn du also argumentierst, der neue CGI König der Löwen hat auf echte Tiere zurückgegriffen, also für Motion Capturing soll dann wohl gemeint sein, dann ist das sicher eine Verfeinerung zu 1994, wo das noch nicht möglich war.

      Allerdings finde ich die Einstufung als "Live Action" dennoch hanebüchen. Oder sagst du bei einem Spiel wie God of War auch, dass das ein Live Action Spiel ist, weil da ja ein Schauspieler für Bewegung und Ausdruck gecaptured wurde!?

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    • Spiritogre schrieb:

      DrChrisRespect schrieb:

      J. J. ist da ja auch nur die sichere Bank, die schon mit Star Trek genau das geliefert hat, was das Mainstream-Publikum wollte. Ich kenne wenige alteingesessene Fans, die Abrams Filme toll finden.
      Ich bin riesiger Star Trek Fan, weit mehr als Star Wars. Aber sosehr ich die alten zehn Filme liebe, ich gebe unumwunden zu, dass viele von ihnen doch auch sehr langweilig, teils sogar richtig schlecht sind.
      Ich verstehe den "Hate" gegen J.J. Abrams auch absolut nicht, eigentlich gefällt mir alles was er gemacht hat ausgesprochen gut. Eine Serie wie Alias zählt heute noch zu meinen absoluten Lieblingen und auch Lost fand ich teils wahnsinnig gut. Die neuen Star Trek Filme mit dem modernen Hochglanz-Design und der actionlastigeren Story waren ein meiner Ansicht nach absolut notwendiger Schritt. Ein Film ist nun einmal keine langgezogene TV-Episode. Mir gefielen jedenfalls alle drei bisherigen Star Trek Filme ausgesprochen gut.
      Und das sage ich als jemand, der als kleines Kind schon TOS und dann TNG ab der Erstausstrahlung 1987 gesuchtet hat wenn die liefen und auch die ganzen alten Filme immer und immer wieder schaue, einfach nur um die Atmosphäre aufzusaugen, egal wie langweilig der Film eigentlich ist.

      Dann bist du nun einer der wenigen.

      Ich kann's halt nicht einschätzen, da ich nie etwas mit Star Trek am Hut hatte. Fand auch nur den ersten Reboot von J.J. ganz nett. Into Darkness hat mir null gefallen, kann mich aber nicht mehr erinnern wieso, und Beyond habe ich gar nicht mehr gesehen. Mit den alten Filmen habe ich mich gar nicht beschäftigt. Die sind laut vieler Trekkie-Aussagen nun einmal viel deeper und besser geschrieben.

      Mir ist es im Endeffekt komplett wumpe, ich kann nur manchmal die Dünnhäutigkeit mancher Leute nicht nachvollziehen. War immer Star Wars-Fan und kam nie auf die Idee, Unmengen Hass rauszukotzen, weil mir ein Film nicht gefällt.
    • DrChrisRespect schrieb:

      Dann bist du nun einer der wenigen.

      Ich kann's halt nicht einschätzen, da ich nie etwas mit Star Trek am Hut hatte. Fand auch nur den ersten Reboot von J.J. ganz nett. Into Darkness hat mir null gefallen, kann mich aber nicht mehr erinnern wieso, und Beyond habe ich gar nicht mehr gesehen. Mit den alten Filmen habe ich mich gar nicht beschäftigt. Die sind laut vieler Trekkie-Aussagen nun einmal viel deeper und besser geschrieben.

      Mir ist es im Endeffekt komplett wumpe, ich kann nur manchmal die Dünnhäutigkeit mancher Leute nicht nachvollziehen. War immer Star Wars-Fan und kam nie auf die Idee, Unmengen Hass rauszukotzen, weil mir ein Film nicht gefällt.
      Also Star Trek II, IV, VI, VII und VIII sind fantastisch. Die anderen sind teils grottig, insbesondere IX und X sind dann nach dem grandiosen VIII so richtig mies.

      Und ich finde, als Fan darf man das auch sagen, wenn einem etwas nicht gefällt, egal ob Star Trek, Star Wars oder sonstwas. Man ist eben enttäuscht. Dass das dann immer als Hass ausgelegt wird ist so eine typische Unart der aktuellen Zeit. Ich kann auch anders rum argumentieren, dass kritiklose Fanboys Konsumzombies sind, die sich alles bieten lassen und toll finden, egal was für Grütze man ihnen vorsetzt.
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    • Ich finde eigentlich, dass Abrams gar nichts wirklich verändert hat. Schon die TNG Filme waren absolut "mainstreamig", mit Ausnahme vielleicht von Insurrection, der zwar wiederum mehr wie eine Doppelfolge wirkte aber dabei wiederum auf der einen Seite Star Trek Kernaussagen ad absurdum führt, auf der anderen absolut langweilig geschrieben wurde (Who Watches the Watchers als einzelne Episode war ähnlich wie der Film, nur mehrere Ligen besser). Der große Erfolg (vor allem vom ersten) kam vor allem dadurch zustande, dass Star Trek in einem Limbo stand, eine sehr lange Zeit verging und das ganze einfach "neu" war. Genau wie Star Wars 2015. Lass 10 Jahre in so einem Franchise vergehen und du könntest auf einer schwarzen Leinwand 90 Minuten den Titel zeigen und die Leute laufen Scharenweise ins Kino. Auch bei Star Trek zeigte sich aber dasselbe Phänomen, die Begeisterung hielt sich nicht, man wollte viel, viel mehr mit dieser Strategie erreichen. Man steckt sehr viel Geld rein aber was man rausbekam war solala. Zwischen den Filmen verging viel Zeit, dabei wuchs der Widerstand im Fandom, während man das Kernuniversum brachliegen ließ. Das Endergebnis ist dasselbe wie bei Star Wars, eine fortlaufende Erosion, die auch schon am Ende der TNG Film-Ära zusehen war.

      Dabei ist Abrams wirklich kein schlechter Typ denke ich. Ich denke aber die Studios lassen sich blenden (Lensflares, get it? Ha ha ha ha) und haben aus Lost nicht gelernt. Abrams hat gute Ideen und versteht das Medium an und für sich gut aber es braucht bei ihm einen zweiten Kopf, jemanden der kontrolliert und jemanden der korrigiert. Abrams größte Schwäche dürfte es einfach sein, dass man ihm keine Grenzen gesetzt und schlechte Drehbuchautoren zur Seite gestellt hat. Das ist nicht soviel anders wie bei George Lucas, dessen größte Stärke daher kam, dass Star Wars nie ins Kino kam, wie er es sich ursprünglich erdacht hat, sondern aus einer Symbiose mit vielen anderen Leuten entstanden ist, die an der Idee gefeilt und ihren eigenen Input gegeben haben.
    • Spiritogre schrieb:

      DrChrisRespect schrieb:

      Dann bist du nun einer der wenigen.

      Ich kann's halt nicht einschätzen, da ich nie etwas mit Star Trek am Hut hatte. Fand auch nur den ersten Reboot von J.J. ganz nett. Into Darkness hat mir null gefallen, kann mich aber nicht mehr erinnern wieso, und Beyond habe ich gar nicht mehr gesehen. Mit den alten Filmen habe ich mich gar nicht beschäftigt. Die sind laut vieler Trekkie-Aussagen nun einmal viel deeper und besser geschrieben.

      Mir ist es im Endeffekt komplett wumpe, ich kann nur manchmal die Dünnhäutigkeit mancher Leute nicht nachvollziehen. War immer Star Wars-Fan und kam nie auf die Idee, Unmengen Hass rauszukotzen, weil mir ein Film nicht gefällt.
      Also Star Trek II, IV, VI, VII und VIII sind fantastisch. Die anderen sind teils grottig, insbesondere IX und X sind dann nach dem grandiosen VIII so richtig mies.
      Und ich finde, als Fan darf man das auch sagen, wenn einem etwas nicht gefällt, egal ob Star Trek, Star Wars oder sonstwas. Man ist eben enttäuscht. Dass das dann immer als Hass ausgelegt wird ist so eine typische Unart der aktuellen Zeit. Ich kann auch anders rum argumentieren, dass kritiklose Fanboys Konsumzombies sind, die sich alles bieten lassen und toll finden, egal was für Grütze man ihnen vorsetzt.
      Daher schlägt's bei mir ins dritte Extrem: Gleichgültigkeit. Logischerweise darf man seine eigene Meinung äußern (habe ja auch schon einen Meinungsartikel auf JP veröffentlich), meistens wird's aber argumentativ zu schwach, als dass ich es als begründet ansehen würde. Vom Tonfall ganz abgesehen.

      (Aussage bezogen auf die weitverbreitesten Plattformen: Social Media, Metacritic-"Rezensionen", Kommentarspalten.)

      Mir ist eine loyale Gefolgschaft auch zuwider. Genauso wie diejenigen, die ihre Ansicht über die anderer heben, weil sie sich selbst als "Fan" betiteln. Kann mit dem Begriff nix anfangen, zumal es bei Kunst hochgradig subjektiv ist. Man findet doch im Netz kaum noch die Interpretation von Unterhaltungsfilmen als Kunst, sondern schlicht nur noch als für jeden funktionieren müssendes Konsumprodukt.
    • Mich würde mal intererssieren, wie ihr die Qualität und Quantität von CGI in den neuen Star Wars Filmen wahrnehmt. Und zwar alle FIlme von Disney.

      Es gibt sehr viele Fans, die der Meinung sind, dass das CGI so gut ist, dass nicht mehr zu unterscheiden wäre und es da nichts zu meckern gäbe.

      Ich empfinde das ganz anders. Ich kann in jeder Szene ganz deutlich erkennen, wann etwas CGI ist und wann nicht. Und das fällt mir nicht sehr viel schwerer als zu PT Zeiten. Als besonders störend empfinde ich das natürlich bei Schlachten.

      Ich persönlich bin da aber leider auch überempfindlich, weil ich sehr viele Filme schaue und liebe, die halt wirklich echt aussehen, weil sie echt sind.

      Sowie es die OT zum größten Teil noch war. Damals hat man sich anderer Techniken bedient, wo zb. Modelle zum Einsatz kamen, die man dann per Analogkamera Zoom vergrößert hat.

      Glücklicherweise wird The Mandalorian auf genau diese altertümliche Art des Filmedrehens produziert. Dort wird scheinbar soviel Wert auf Authentizität gelegt, dass es diejenigen, die CGI Look gewöhnt sind, als zu trashig empfinden, wie man manchen Kommentaren zu den Trailern entnehmen kann. Schon witzig, wie Gewohnheiten das eigene Empfinden manchmal beeinflussen.

      Jedenfalls ist dieser CGI Look für mich ein ganz großes Problem, der dafür sorgt, dass mich vieles garnicht so mitreißt, wie es das könnte. Als würde sich die Illusion keine Mühe mehr geben, noch eine Illusion zu sein.

      Sehr beeindruckt hat mich die Darstellung von Snoke in TLJ. Dieser wurde durch Motion-Capture dargestellt. Dort kommen menschliche Bewegnungen und Animation zusammen. Das Ergebnis konnte mich vom Echtheitsgrad im Gegensatz zu Gollum und anderen Beispielen überzeugen. Aber das wird natürlich auf Figuren beschränkt bleiben.

      Mich stören bei CGI viel mehr bewegende Objekte wie eben Fahrzeuge, Flugzeuge, Wasser und so weiter.

      Auch wenn Star Wars natürlich für technologische Weiterentwicklung steht, steht es doch genauso ebn auch für diesen leicht trashigen Look. Und manchmal frag ich mich, ob sich Star Wars überhaupt jemals wieder nach Star Wars anfühlen kann, wenn man nicht vom CGI Green Screen im großen Stile irgendwann mal absieht.

      Denn die Möglichkeiten, die man damals verwendet hat, haben sich über all die Jahre natürlich auch weiterentwickelt. Sie beanspruchen aber eben halt auch die Liebe fürs Detail, die Liebe fürs haptische Arbeiten. Und ist vermutlich auch zeit- und kostenintensiver.

      Wäre Star Wars nicht genau der richtige Kandidat um den ganzen CGI Wahnsinn etwas entgegenzusetzen, den es selbst maßgeblich mit zu verantworten hat? Ich denke, zumindest eher ein Kandidat als jeder Andere.

      Ich bin gespannt darauf, wie weit das bei The Mandalorian reicht und ob man das auch bei anderen Serien so machen wird. Ich würds mir wünschen.
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    • Chocomog schrieb:

      Ich empfinde das ganz anders. Ich kann in jeder Szene ganz deutlich erkennen, wann etwas CGI ist und wann nicht. Und das fällt mir nicht sehr viel schwerer als zu PT Zeiten.

      Da bin ich selbst etwas anders eingestimmt. Man hat jetzt finde ich einen guten Mix zwischen praktischen Effekten wie handgemachte Sets und Kostüme sowie relativ stimmige CGI-Effekte. Gibt ja da diese etwas grenzwertige aber dennoch witzige Geschichte von Simon Pegg der in Episode VII Unkar Plutt gespielt hat und unter dem Kostüm fast dehydriert wäre, aber er immer noch behaupten konnte, sich einen Traum erfüllt zu haben in einer nummerierten Star Wars Episode mitgespielt zu haben. Bei Gorge Lucas wäre die Figur vermutlich komplett CGI gewesen.

      Obwohl ich sagen muss, Abrams weiß, wie man mit SFX umgeht, er kanns auch übertreiben indem vieles einfach überladen aussieht. Wie die Sache mit den vielen Raumschiffen im neuen Episode IX Trailer. Aber oftmals hat er jetzt auch bewiesen, dass das Szenen sind die entweder nur für den Trailer angefertigt wurden oder halt im finalen Film dann nicht mehr so überladen wirken wie noch im Trailer.

      Die Prequel-Filme wirken für mich immer noch wesentlich mehr Disney als die Disney Episoden selbst. Sie sind bunt, vollgepackt mit Gag-Charakteren und zu oft da verspielt wo sie nicht verspielt sein sollen. Einfach alles in CGI zu ertränken war eine furchtbare Entscheidung. Einen Vorgeschmack darauf bekam man, als in Episode I Qui-Gon Jinn und Obi-Wan Kenobi erstmals die Unterwasserstadt der Gungangs besuchen. Aber auch dieser lächerliche Kampf zwischen Anakin und Obi-Wan am Ende von Episode III wirkt auf mich alles andere als bombastisch. Aber ich muss dem zugute halten, obwohl das Setting absolut lächerlich wirkt hat man hier zumindest noch einen richtigen Kampf mit Lichtschwertern. Bei den neuen Episode kann man ja eher sagen: "And the Directors kinda fortgot about the Lightsabers."

      Zumindest was die Effekte angeht gibts da nicht viel, was ich bei den neuen Episoden zu meckern hätte. Die Effekte sind ja besonders das, auf die es George Lucas bei seiner Kritik angelegt hat. Sie seien nicht revolutionär und würden nicht irgendwas neu machen. Genau das ist auch gut so. Die Filme werden genau wie die alten Episoden noch in sehr vielen Jahren fantastisch aussehen. Aber das wird George Lucas nie verstehen. Es reicht, sich die ersten 2 Minuten von Indiana Jones 4 anzusehen um zu bemerken, warum George Lucas oder auch ein Steven Spielberg es nie verstehen würden, wieso zu viel CGI und besonders offensichtlich hässliches CGI einen Film sehr schaden kann.

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    • Somnium schrieb:

      Man hat jetzt finde ich einen guten Mix zwischen praktischen Effekten wie handgemachte Sets und Kostüme sowie relativ stimmige CGI-Effekte.
      Ich würde eher sagen, man hat es versucht und es ist zum Teil gelungen, zum Teil aber eben auch nicht. Als Gegenbeispiel kann man da zb. diese Monster nennen, die Han Solo gefangen hat. Die sehen schrecklicher aus, als alles was Lucas jemals hervorgebracht hat. Allerdings ist das natürlich auch designbedingt, da die Kreaturen so designed wurden, dass sie sich halt stark bewegen und CGI in starker Bewegung fällt vor einem statischen Hintergrund am Negativsten auf. Doch hier hätte man eine schöne Möglichkeit gehabt, auf Kostüme oder Motion Capture zurückzugreifen.



      Somnium schrieb:

      Obwohl ich sagen muss, Abrams weiß, wie man mit SFX umgeht, er kanns auch übertreiben indem vieles einfach überladen aussieht.
      Also ich finde Herr der Ringe schaut noch heute wesentlich besser aus. Gemessen daran ist Abrams eine glatte 6. xD Aber er tut sein Bestes. Nur denke ich, dass da wesentlich mehr möglich wäre, wenn er wirklich wüsste, wie man damit umgehen muss.



      Somnium schrieb:

      Einfach alles in CGI zu ertränken war eine furchtbare Entscheidung. Einen Vorgeschmack darauf bekam man, als in Episode I Qui-Gon Jinn und Obi-Wan Kenobi erstmals die Unterwasserstadt der Gungangs besuchen.
      Das stimmt wohl. Aber CGI Einsatz um 50% zurückzufahren macht die Sache für mich jetzt nicht wirklich besser, da man da dann gleich den direkten Vergleich vor Augen geführt bekommt.



      Somnium schrieb:

      Die Filme werden genau wie die alten Episoden noch in sehr vielen Jahren fantastisch aussehen.
      Denke ich eher nicht. Digitale Technik veraltet immer und sieht Jahre später immer schrecklich aus, weil das Auge sich einfach an die neuesten Standards gewöhnt. Und CGI oder Animationstechnologien im Allgemeinen sind ja noch lange nicht am Ende ihrer Entwicklung. Aber das ist nochmal ein ganz anderes Problem/Thema.
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    • Als Computerfan und Computergrafik-Fan stehe ich natürlich in der Regel ziemlich auf CGI - sofern sie gut gemacht ist und passt.
      Es stört mich also stilistisch eigentlich nicht, muss sich aber natürlich passend einfügen. Ansonsten hätte ich wahrscheinlich einen reinen CGI Film bevorzugt.

      In der Regel denke ich, dass hier insbesondere die Marvel Filme der letzten Jahre die Messlatte sehr hoch gelegt haben. Aber auch die noch lange nicht in Perfektion. Gerade wenn Personen plötzlich komplett digital geschaffen wurden, meist ja dann auch nur aus der Ferne, sehe ich deutlich den Kontrast zwischen Schauspieler im Kostüm und komplett künstlicher Figur - und das nervt dann natürlich.
      Gerade Black Panther hatte da einige unschöne Szenen, die qualitativ doch arg im Vergleich abfielen.

      Ich meine, vor 20 Jahren sorgte Matrix für offene Münder. Und auch wenn der Film relativ gut gealtert ist, man merkt halt deutlich, dass die Tricktechnik heute viel weiter ist. Die 90er waren da hingegen ein Jahrzehnt des starken Umbruchs, die CGI Effekte in Terminator 2 wirken heute alles andere als beeindruckend.
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    • Chocomog schrieb:


      Somnium schrieb:

      Die Filme werden genau wie die alten Episoden noch in sehr vielen Jahren fantastisch aussehen.
      Denke ich eher nicht. Digitale Technik veraltet immer und sieht Jahre später immer schrecklich aus, weil das Auge sich einfach an die neuesten Standards gewöhnt. Und CGI oder Animationstechnologien im Allgemeinen sind ja noch lange nicht am Ende ihrer Entwicklung. Aber das ist nochmal ein ganz anderes Problem/Thema.
      Würde ich nicht zustimmen. Schau dir bspw. mal Starship Troopers an. Die Bugs wirken immer noch großartig bzw. ist das Art Design allgemein so gut, dass ich nicht sagen würde, dass der Film altbacken aussieht. Klar, es ginge besser, aber merkt man dem CGI an, dass es 22 Jahre alt ist? Ich jedenfalls nicht.

      Im Endeffekt halte ich es ganz simpel: Man stört sich meist an schlechtem CGI und nicht an CGI an sich. In Mad Max: Fury Road stammt die halbe Wüste aus dem Rechner, der Großteil der Action-Sequenzen wurde praktisch verwirklicht. Da muss man mit der Lupe nach Anhaltspunkten suchen. Naja, außer natürlich beim Sturm. Bei solchen Sachen würde ich sagen, dass es nie schrecklich aussehen wird, weil einem heutzutage schon gar nicht mehr hunderprozentig bewusst ist, was mit CGI gemacht wurde.

      Wenn man allerdings bei einem modernen Film sagt, dass es nicht das Gelbe vom Ei ist ... Ufff. Wird in einer Dekade nicht hübscher.
    • DrChrisRespect schrieb:

      Würde ich nicht zustimmen. Schau dir bspw. mal Starship Troopers an. Die Bugs wirken immer noch großartig bzw. ist das Art Design allgemein so gut, dass ich nicht sagen würde, dass der Film altbacken aussieht. Klar, es ginge besser, aber merkt man dem CGI an, dass es 22 Jahre alt ist? Ich jedenfalls nicht.

      Von "Alter anmerken" war ja auch keine Rede. Und wie sollte man das auch aufs Jahr genau beurteilen können... aber einen gewissen Verfall nimmt man trotzdem wahr, wie du mit "klar, es ginge besser" ja auch selbst einräumst.

      Wie sehr etwas nach einer gewissen Halbwertszeit nach CGI ausschaut bzw. an Natürlichkeit verliert, hängt dann stark damit zusammen, wie es eingesetzt wurde.

      Käfer haben den Vorteil, dass man aufgrund ihres licht-reflektierenden Panzers oder ihrer Feuchtigkeit (je nachdem halt welche Art), einen gewissen Glow kennt. Das kann sich bei richtigem Einsatz sehr positiv auswirken. Statische Hintergründe wird man wahrscheinlich in X Jahren noch nicht als CGI erkennen, doch lassen ihre Farben eine gewisse Lebendigkeit vermissen, wodurch Filme manchmal etwas kalt wirken. Aber damit haben Andere ein größeres Problem als ich.

      Das sind aber alles so Beisppiele, die nicht auf die Fälle zutreffen, die mich an SW stören. Ich zeig dir mal ein Beispiel:




      Das hier mag für viele vllt authentisch wirken. Auf mich wirkt es aber eher wie ein Videospiel. Das Wasser, der Rauch und die fallen Steine sehen total künstlich aus, das Sounddesign hört sich vollkommen unnatürlich und aufgesetzt an. Die X-Wing schauen für mich eher nach Kunststoff als nach Metall aus.

      Die Trooper sind hingegen wieder echt. Sehr interessant ist auch die Stelle bei 1:41. Wo erst die CGI Steine durch die Explosion wegfliegen, quasi durch die Trooper durch und diese sich erst viel zu spät nach hinten fallen lassen, als würden sie von der Wucht der Explosion nichts abbekommen. Was natürlich Unsinn ist. Aber vermutlich achtet da heutzutage keiner mehr drauf.

      Und bitte versuch mir jetzt nicht zu erklären, warum das realistisch sein soll. Dann ruf ich den Optiker an. xD
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Chocomog ()

    • Chocomog schrieb:

      DrChrisRespect schrieb:

      Würde ich nicht zustimmen. Schau dir bspw. mal Starship Troopers an. Die Bugs wirken immer noch großartig bzw. ist das Art Design allgemein so gut, dass ich nicht sagen würde, dass der Film altbacken aussieht. Klar, es ginge besser, aber merkt man dem CGI an, dass es 22 Jahre alt ist? Ich jedenfalls nicht.
      Von "Alter anmerken" war ja auch keine Rede. Und wie sollte man das auch aufs Jahr genau beurteilen können... aber einen gewissen Verfall nimmt man trotzdem wahr, wie du mit "klar, es ginge besser" ja auch selbst einräumst.

      Wie sehr etwas nach einer gewissen Halbwertszeit nach CGI ausschaut bzw. an Natürlichkeit verliert, hängt dann stark damit zusammen, wie es eingesetzt wurde.

      Käfer haben den Vorteil, dass man aufgrund ihres licht-reflektierenden Panzers oder ihrer Feuchtigkeit (je nachdem halt welche Art), einen gewissen Glow kennt. Das kann sich bei richtigem Einsatz sehr positiv auswirken. Statische Hintergründe wird man wahrscheinlich in X Jahren noch nicht als CGI erkennen, doch lassen ihre Farben eine gewisse Lebendigkeit vermissen, wodurch Filme manchmal etwas kalt wirken. Aber damit haben Andere ein größeres Problem als ich.

      Das sind aber alles so Beisppiele, die nicht auf die Fälle zutreffen, die mich an SW stören. Ich zeig dir mal ein Beispiel:




      Das hier mag für viele vllt authentisch wirken. Auf mich wirkt es aber eher wie ein Videospiel. Das Wasser, der Rauch und die fallen Steine sehen total künstlich aus, das Sounddesign hört sich vollkommen unnatürlich und aufgesetzt an. Die X-Wing schauen für mich eher nach Kunststoff als nach Metall aus.

      Die Trooper sind hingegen wieder echt. Sehr interessant ist auch die Stelle bei 1:41. Wo erst die CGI Steine durch die Explosion wegfliegen, quasi durch die Trooper durch und diese sich erst viel zu spät nach hinten fallen lassen, als würden sie von der Wucht der Explosion nichts abbekommen. Was natürlich Unsinn ist. Aber vermutlich achtet da heutzutage keiner mehr drauf.

      Und bitte versuch mir jetzt nicht zu erklären, warum das realistisch sein soll. Dann ruf ich den Optiker an. xD
      Du hast doch selbst gesagt, dass CGI Jahre später schrecklich aussieht. Im Bezug auf so etwas wie Starship Troopers habe ich dir eben widersprochen, weil's selbst 22 Jahre später nicht schrecklich aussieht, obwohl gerade die CGI-Anfänge absolut gruselig sind. Und mit "klar ginge es besser" meine ich eher, dass Verhoeven mit der heutigen Tricktechnik noch ein paar Schippen in Sachen Details draufpacken könnte.

      Die Szenen in Episode 7 kann ich gerade nicht einschätzen. Youtube-Videos finde ich zum Auffrischen der Erinnerung auch eher suboptimal. Da sieht beim Angucken gerade irgendwie alles scheiße aus. :D Ressourcenschonender Codec halt, müsste jetzt noch einmal meine Blu Ray rauskramen, aber puh ... Macht nicht wirklich Sinn, da ich deinen Kritikpunkt verstehe.

      Bei mir verhält es sich da aber beispielweise wie mit der Schwertkampfszene in Episode 8 - Ich kenne die Fehler (Guards, die ins Leere kloppen), aber mir gefällt die Intensität der Inszenierung so gut, dass es mich null juckt. Kommt eben auf den Einsatz an und bisher gefiel mir der bei der neuen Trilogie ganz gut, vor allem im Hinblick auf das Schiffdesign und die Umgebungen.

      Was Marvel-Filme betrifft bin ich bspw. dadurch am ehesten raus, da alles passend zum Betonlook gegraded wurde. Alles so blass und Metall wirkt auch immer wie Plaste. Kommt halt auf das Art Design an, damit kann man bei mir viel ausgleichen.

      Ich krame gerade auch im Gedächtnis, welchen Film ich denn in Sachen CGI, abseits von Fury Road, wirklich bahnbrechend finde. Bin halt kein Blockbuster-Kinogänger. Denke gerade am ehesten an War for the Planet of the Apes, obwohl der auch irgendwann in die Jahre gekommen sein wird. Der Look passte insgesamt jedoch wahnsinnig gut. Oder vielleicht doch der Bär in The Revenant?

      Ne, eindeutig Dragonheart!