Im Test! Bloodstained: Ritual of the Night

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    • Im Test! Bloodstained: Ritual of the Night

      Titel Bloodstained: Ritual of the Night
      Japan -tbd-
      505 Games
      Nordamerika 18. Juni 2019; 25. Juni 2019 (Nintendo Switch)
      505 Games
      Europa 18. Juni 2019; 25. Juni 2019 (Nintendo Switch)
      505 Games
      System PlayStation 4, Xbox One, Nintendo Switch, PCs
      Getestet für Nintendo Switch
      Entwickler ArtPlay, Inti Creates, WayForward technologies, Monobit, Dico Co Ltd.
      Genres „Metroidvania“
      Texte
      Deutschland Nordamerika Japan
      Vertonung Nordamerika Japan

      Bildmaterial: Bloodstained: Ritual of the Night, 505 Games, ArtPlay

      Koji Igarashi ist für zwei Dinge bekannt. Zum einen mag er seinen auffälligen Cowboy-Hut unglaublich gern, zum anderen entwickelte er die Castlevania-Reihe in eine Richtung, die man bis heute unterbewusst mit dem Franchise verbindet. Die Rede ist von den salopp „Igavania“, beziehungsweise „Metroidvania“ genannten Adventure-Spielen mit dem düsteren Flair klassischer Horror-Literatur.

      Bloodstained: Ritual of the Night hat eine recht lange beschwerliche Reise hinter sich. Nach seinem Ausscheiden bei Konami wandte sich Igarashi der Crowdfunding-Plattform Kickstarter zu, um die Chance zu bekommen, wieder eines dieser Spiele produzieren zu können. Konami hatte derweil die Entwicklung neuer Castlevania-Teile nahezu gänzlich eingestellt und auch wenn die sogenannten Metroidvania in vielen anderen Spielen weiterleben, fehlte es einigen wohl doch an klassischen Horror-Themen.

      Letztendlich führte die Kickstarter-Kampagne zu einer Unmenge an Unterstützern und mehr als 5,5 Millionen US-Dollar kamen dabei zusammen. Die Nachfrage war definitiv da und der Druck wahrscheinlich auch immens hoch. Rund vier Jahre zogen schließlich ins Land und etliche Entwicklerstudios mussten Igarashi bei seiner Vision zur Hand gehen. Mit der Hilfe von 505 Studios war auch ein Publisher gefunden und ein holpriger Weg ging zu Ende.

      Für diesen Test werfe ich einen Blick auf die leider zum Release katastrophal umgesetzte Version für Nintendo Switch.

      Schauplatz England

      Neben dem Brexit hat England noch weitere düstere Episoden in seiner langen Geschichte erlebt. So eignete sich die industrielle Revolution des 18. Jahrhunderts als Schauplatz immer wieder wunderbar für einen gruseligen Horrorklassiker. Auch Bloodstained: Ritual of the Night macht sich die Epoche zunutze und versetzt die attraktive und schlagfertige Hauptakteurin Miriam in deren düsterste Atmosphäre.

      Miriam ist hierbei nicht nur eine schnöde Dämonenjägerin, wie ihre geistigen Vorfahren, vielmehr hat sie die Fähigkeit, die Seelen von Monstern in sich aufzunehmen. Die sogenannten Shardbinder sind mit den Jahren seltener geworden und Miriam muss sich einem alten Freund mit den gleichen Fähigkeiten entgegenstellen. Ganz in alter Castlevania-Manier hat dieser nämlich ein magisches Schloss inklusive äußerst zorniger Monster und Dämonen heraufbeschworen und droht nun, den Bewohnern gefährlich zu werden.

      Natürlich könnte man einfach Miriam und Anhang 1:1 durch Belmont und Dracula ersetzen und bekäme einen ähnlichen Plot, doch das soll und muss kein wirklicher Kritikpunkt sein. Die Geschichte bietet genug, um motiviert und bei Laune zu bleiben, auch wenn man den kleinen Twist zum Schluss recht schnell durchschauen wird. Was Castlevania-Spiele ab Symphony of the Night allerdings auszeichnete, war sowieso eher der Weg zum Ziel als die Geschichte selbst.

      Bekannte Formel im neuen Gewand

      Als Mann vom Fach weiß Igarashi natürlich, was ein waschechtes „Metroidvania“ ausmacht. So läuft man auch mit Bloodstained: Ritual of the Night in den gleichen Pfaden ohne große Umwege. Großer, labyrinthartiger Dungeon mit unzähligen Verzweigungen trifft auf Elemente aus Plattformern und RPGs. Neu ist hier natürlich die storygegebene Fähigkeit, neue Skills von Gegner zu erlernen und diese aufzuleveln.

      Leider hat man es nicht geschafft, die altbekannte Formel etwas aufzufrischen. Auch wenn der Grind nicht nötig ist, wird man durch das obligatorische Backtracking mit der Zeit so stark, dass man sich jeglicher Herausforderung beraubt. Die größte „Innovation“ der Castlevania-Reihe bleibt hier immer noch die vielleicht größte Schwäche. Klar, es gibt Superbosse und auch verschiedene Schwierigkeitsgrade, aber irgendwie hätte eine Prise mehr Metroid dem Gameplay auf lange Sicht nicht geschadet.

      Fragwürdig sind obendrein noch ein paar designtechnische Dinge zu erwähnen. An manchen Stellen des Spiels scheint man sich in einer Hommage an den zweiten Teil der Castlevania-Reihe wiederzufinden. Relevante Gebiete sind nur durch Zufall oder akribisches Durchsuchen älterer Gebiete betretbar. Castlevania-Kenner dürften hier mit Schaudern an Simon’s Quest und dessen kryptische „Rätsel“ erinnert werden.

      Schön, dass es versteckte Orte gibt und natürlich soll man diese auch nicht so einfach finden, aber warten, bis man endlich einen Skill von einem Monster erhält, um für das Durchspielen grundlegende Gebiete betreten zu können, ist dann doch eine etwas komische Entscheidung gewesen. Zum Glück bleibt es hier aber lediglich bei einer handvoll Ausreißern.

      Ein großes Waffen- und Ausrüstungsarsenal und recht steifes Gameplay lassen Bloodstained: Ritual of the Night seiner Vorlage in wenig nachstehen. Wenn man „Metroidvania“ à la Igarashi ein nahezu identisches Comeback verpassen möchte, dann sicherlich im Gewand von Bloodstained.

      Ein technisches Debakel

      »Effektfreie und uninspirierte Hintergründe sowie verschwommene, teils pixelige Charaktermodelle geben sich hier ein Stelldichein.«

      Da es hier primär um die Nintendo-Switch-Version von Bloodstained: Ritual of the Night geht, bleibt es nicht aus, über die extrem schwache Portierung zu reden. Die größte Schwäche ist hier sicherlich die starke Eingabeverzögerung. Miriam wirkt auf Nintendo Switch wie ein Elefant im Porzellanladen, so behäbig und schwer lässt sie sich steuern. Sicherlich gewöhnt man sich nach Stunden an dieses Verhalten, aber Spaß macht das nur in den seltensten Fällen.

      Um eine halbwegs konstante Framerate zu halten, hat man versucht, einige Details aus Umgebung und den Charakteren selbst zu entfernen. Dialogszenen haben nur noch ein Standbild als Hintergrund, vormals mit Wasser überströmte Böden wurden zu einfarbigen und langweiligen Flächen. Abstriche in der Grafik kann man natürlich hinnehmen, aber dann muss auch das eigentliche Ziel erreicht werden. Konstante 30 FPS im Docked- und Handheld-Modus sind nämlich nicht der Fall.

      Neben Slowdowns kämpft man zudem noch gegen komplette Stillstände des Bildes oder abgehackte Gegnerbewegungen. Wem das nicht reicht, der darf auch gerade zu Beginn des Spiels mit zufälligen Abstürzen des gesamten Spiels rechnen. Speichern ist also oberste Priorität, wenn man sich wagt, einen Blick auf Bloodstained für Nintendo Switch zu werfen.

      Auch wenn der Zustand nun leider ziemlich mies ist, so kann man dennoch hoffen. Das Entwicklerteam ist sich des Zustands bewusst und arbeitet derzeit an einem Patch, der die gröbsten Sachen ausbessern soll. Man darf sicherlich gespannt sein, denn verdient hätte es das Spiel sicherlich, auch auf Nintendo Switch in einer spielbareren Version erhältlich zu sein.

      Schön ist anders

      Grafisch wollte man, wie oben erwähnt, einige Kompromisse eingehen, um zumindest eine gute Performance zu erreichen. Letztendlich hat man keins von beiden erreichen können. Oder vielleicht war der Kompromiss, in allen Belangen unter Par zu bleiben? Spaß beiseite, doch Bloodstained: Ritual of the Night sieht einfach nicht gut auf Nintendo Switch aus.

      Effektfreie und uninspirierte Hintergründe sowie verschwommene, teils pixelige Charaktermodelle geben sich hier ein Stelldichein. Bedenkt man, dass es sich bei Bloodstained um ein relativ altbackenes 2,5D-Spiel handelt, macht das den Anblick noch um einiges trauriger. Auch hier hätte man ein wenig mehr Arbeit reinstecken dürfen, aber auch das kann ja noch passieren.

      Abseits der technischen Umsetzung fängt Bloodstained zwar an manchen Stellen das Horror-Feeling atmosphärisch gut ein, doch manche Areale wirken auch ein wenig einfallslos und blass gegenüber der hübschen Architektur im Schloss selbst. Enttäuscht war ich persönlich auch von einigen Bossdesigns, die weder klassische Monster referenzieren noch überhaupt irgendetwas darzustellen scheinen. Auch hier geht die Schere zwischen designtechnisch schönen Monstern und uninspirierten Lückenfüllern weit auseinander.

      Die Musik gibt den Ton vor

      »Der Soundtrack von Bloodstained: Ritual of the Night ist durchweg sehr gut und bietet einige sehr zur Atmosphäre passende Titel.«

      Nachdem nun so ziemlich jeder negative Punkt angesprochen wurde, geht es nun an die Musik. Bloodstained: Ritual of the Night macht musikalisch überhaupt nichts falsch. Im Gegenteil, denn der Soundtrack ist durchweg sehr gut und bietet einige sehr zur Atmosphäre passende Titel. Schnitzer in Gameplay und Grafik hin oder her, hier merkt man, dass man es mit einem wirklichen Castlevania-Nachfolger zu tun hat.

      Kein Wunder, denn auch in Bloodstained war Michiru Yamane für die Musik zuständig. Yamane war nicht nur für einen großen Teil der Musik anderer Castlevania-Titel zuständig, sondern auch, wie sollte es anders sein, für Castlevania: Symphony of the Night und das hört man auch auffallend. Könnte man das Spiel mit geschlossenen Augen spielen, so hätte man wohl sicherlich ein „Game of the Year“ zwischen den Fingern.

      Synchronisiert ist die Geschichte in Englisch und Japanisch und beide Versionen sind durchweg gut hörbar. Abseits der stets bekannten Sprecher auf japanischer Seite hat man auch für die englische Synchronisation namhafte Sprecher aus der Spielbranche engagieren können. Am ehesten bekannt wäre hier sicherlich David Hayter, der bei einem anderen Konami-Spiel als Solid Snake unterwegs war. Zum Schluss bleibt noch eine Erwähnung des unfreiwillig witzigen Monstergestöhnes, welches definitiv Ohrwurmpotential hat.

      Fluch oder Segen: Eine Frage der Plattform

      »Bloodstained: Ritual of the Night ist die wortwörtliche Wiedergeburt von Castlevania: Symphony of the Night. Koji Igarashi schafft es, ein ähnliches Erlebnis mit einer etwas moderneren Umsetzung zu wiederholen. Leider entwickelt sich Bloodstained allerdings auch nicht unbedingt weiter.

      Gleiche Formel und gleiche Umsetzung bieten zwar für Fans sicherlich ein durchweg tolles Ergebnis, aber das gewisse Etwas scheint trotzdem irgendwie zu fehlen. Auf der hier getesteten Version für Nintendo Switch kommen obendrein noch furchtbare technische Zustände und eine nicht wirklich hübsche grafische Darbietung zum Tragen. Falls der versprochene Patch nicht einiges ausbessert, sollte man sich schweren Herzens doch lieber auf einer anderen Konsole oder dem PC auf Dämonenjagd begeben.

      Alles in allem ist Bloodstained: Ritual of the Night sicherlich ein solides „Metroidvania“, jedoch gibt es mittlerweile schon so viele Vertreter des fiktiven Genres auf dem Markt, dass Bloodstained durch seine unveränderte Formel etwas altbacken im Vergleich aussieht.

      Der Soundtrack ist und bleibt das herausragende Merkmal für einen waschechten Castlevania-Nachfolger. Hoffentlich dürfen wir uns in Zukunft auf weitere Ableger freuen, denn Miriam hat sich gänzlich der Belmont-Nachfolge verschrieben und füllt diese Rolle bestens aus.«

       

      Bösewicht beschwört zauberhaftes Schloss, um die Menschheit zu versklaven. Oder ist unsere Heldin etwas Größerem auf der Spur?
      Adventure in einem riesigen, labyrinthartigen Dungeon. Manchmal interessant, manchmal kryptisch und manchmal auch etwas zäh. Auf Nintendo Switch eine technische Zumutung mit Slowdowns und heftiger Eingabeverzögerung.
      Von uninspirierten bis detaillierten Designs ist alles dabei. Auf Nintendo Switch wirkt es leider wie ein misslungenes Kunstprojekt.
      Die Originalkomponistin der Castlevania-Reihe verspricht vertraute, wirklich gut anzuhörende Stücke, die eine schöne Gesamtatmosphäre schaffen.
      Mehrere Schwierigkeitsgrade, New Game+ sowie Boss-Rush- und Speedrun-Modi sorgen für Wiederspielwert.
    • Guter und kritischer Test, allerdings finde ich die Bezeichnung "fiktives Genre" für Metroidvania's etwas weit hergeholt, klar sind das letzten Endes alles Action-Adventures, aber die Bezeichnung hat sich ja in jedem Fall durchgesetzt. Man grenzt damit ja Spiele mit bestimmten Mechaniken und Level Design differenziert ein. Gefühlt erscheint ja alle paar Wochen bis Monate ein solides Metroidvania. Den Begriff "Soulslike" finde ich da schon spezifischer, da solche Vertreter gar nicht so viel neu oder anders machen, meiner Empfindung nach. Auch ein Dark Souls ist zum Teil von Castlevania inspiriert. Wobei einige Leute sich immer noch schwer tun Spiele wie Devil May Cry oder Bayonetta einzugrenzen, ist es jetzt "Hack and slay"? Oder "Hack and slash"? Aber moment mal, selbst Action-Rollenspiele wie Diablo werden so bezeichnet und ähnliche Titel gibt es ja zuhauf. "Beat em up" trifft es da auch nicht ganz und manchmal hört man auch von Bezeichnungen wie "Stylish Action" oder "Character Action". Bei Metroidvania weiß ich aber was ich bekomme, ein Labyrinth an Dungeons mit massig Secrets und versteckten Items, eine Karte die mir alles einzeichnet und eben der Spielmechanik des Backtrackings, da man im vorrangschreitenden Spiel neue Fähigkeiten und Ausrüstung freischaltet um an bereits bekannten Orten neue Wege beschreiten zu können. Wobei es natürlich schon etwas seltsam anmutet, ein Genre nach einem vorhandenen Spiel in diesem Fall zwei Vorreitern, bzw. Titeln die dieses Konzept populär gemacht haben zu benennen. :)
    • Netter Test, da kann ich mich ja glücklich schätzen die Switch Version gekauft zu haben ||
      Da ich aber komplett in Mario Maker 2 vertieft bin und nun dieses Wissen hier im Detail bestätigt habe warte ich auf den großen Patch um das möglichst beste Ergebnis zu bekommen
      Ich würde ja gerne auch die PS4 Version zocken nur leider bekommt mein Bruder als Backer für die CE sein Spiel nicht und man muss schon bangen das da was schief geht, für die über 100€ die man gezahlt hat ist das schon echt mies und wird uns eine Lehre sein jemals wieder etwas zu backen
      Die meisten Titel von Interesse schaffen ihr Ziel bisher auch locker ohne uns
      Auch wenn ich einiges von dem Titel erwarte (wenn man die Misstände ausklammert) denke ich das mir Curse of the Moon am Ende besser gefallen wird, hier hat man klassische Elemente einfach nahezu perfekt eingefangen und der NES Look ist atemberaubend, da hat man meiner Meinung nach viel rausgeholt um die alte Formel wieder zu erwecken, aber als Nostalgiker war ich hier auch leicht zu überzeugen xD


      "Heed the Voice of the Valkyrur, tremble before my might Worms!!!"
      -Baldren Gassenarl-
    • RebelliousRam schrieb:

      Guter und kritischer Test, allerdings finde ich die Bezeichnung "fiktives Genre" für Metroidvania's etwas weit hergeholt, klar sind das letzten Endes alles Action-Adventures, aber die Bezeichnung hat sich ja in jedem Fall durchgesetzt. Man grenzt damit ja Spiele mit bestimmten Mechaniken und Level Design differenziert ein.
      Geht jetzt natürlich ein wenig offtopic... Aber warum wird Zelda nicht als Metroidvania bezeichnet? Es ist exakt das selbe, nur mit einer anderen Perspektive (third Person/ over the top anstelle von sidescroller). Jeder nennt es Action/ adventure, einige sogar Rollenspiel, aber keiner metroidvania, obwohl es alle Elemente hat, die eines ausmachen.
      Theoretisch könnte man doch sogar die alten resident Evil Spiele als solche bezeichnen, oder nicht? Gut, man bekommt keine neuen Fähigkeiten, sondern nur Schlüssel und Waffen, aber backtracking, Secrets, Progression durch Items etc. ist doch auch alles Metroidvania.
    • Schöner Test, aber leider etwas zu kritisch in manchen Punkten.
      Wirklich schade, dass diejenigen die es für die Switch gekauft haben, erst auf den Patch warten müssen :/
      Ich spiele es auf der PS4 und Bloodstained ist wirklich ein toller Titel!
      Hatte auch zuerst vor zu der Switch zu greifen, aber bin dann doch froh über meine entgültige Entscheidung.
      "Sei wer du bist, und sag, was du fühlst!
      Denn die, die das stört, zählen nicht- und die, die zählen, stört es nicht."
      von Theodor Seuss Geisel.

      Amor est pretiosior auro <3

      YouTube: ManaQues t

    • Brandybuck schrieb:

      Leider entwickelt sich Bloodstained allerdings auch nicht unbedingt weiter.

      Genau das ist doch aber denke ich der Selling Point des Spiels. Keiner wollte hier einen Ori and the Blind Forest Klon oder ein neues Hollow Knight. Bloodstained hat Kickstarter gesprengt, weil die Leute von dem Mann mal wieder ein Metroidvania haben wollten, der den Stein mit Symphony of the Night erstmals ins Rollen brachte. Man muss einfach mal bedenken, das letzte richtige Castlevania im Metroidvania-Stil war Order of Ecclesia für den DS aus dem Jahr 2008.

      Ich war auch enorm lange sehr kritisch gegenüber Bloodstained und bin nach diesem Re-Reveal vor einigen Monaten (so fühlte es sich ja schon beinahe an) sehr mit der Kritik zurückgerudert. Mir gefällt, wie (gewollt) altbacken das Spiel ist und wie gut es den Charme von Symphony of the Night einfach einfängt. Aber kann natürlich gut sein, dass bei vielen Zockern die Nostalgie entweder nicht zieht oder einigen die Referenzen zu Castlevania schon wieder zu extrem sind und natürlich legitim kritisieren dürfen, dass Bloodstained zu wenig eigene Ideen hat.

      Insgesamt bin ich mir vielleicht bei der Sache nicht sicher, ob man wirklich die Version für Switch wirklich als Testmuster für den Test hätte benutzen sollen. Im Test selbst ist dazu alles gesagt und es gibt halt einfach drei weitere Versionen, wo das Spiel doppelt so gut aussieht und vermutlich dreimal besser läuft.

      Mittlerweile gibt es ja ein Überangebot an Metroidvanias und auch genügend hochwertiges Material dazu. Aber Bloodstained, auch wenn die technische Performance wohl auf keinem System so richtig zündet, konnte mich doch nochmal ein wenig mehr abholen weils einfach das, was es tun soll, verdammt gut macht.

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      Mama said you know that she's no good
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      Blog: Am Meer ist es wärmer

    • AkiraZwei schrieb:

      RebelliousRam schrieb:

      Guter und kritischer Test, allerdings finde ich die Bezeichnung "fiktives Genre" für Metroidvania's etwas weit hergeholt, klar sind das letzten Endes alles Action-Adventures, aber die Bezeichnung hat sich ja in jedem Fall durchgesetzt. Man grenzt damit ja Spiele mit bestimmten Mechaniken und Level Design differenziert ein.
      Geht jetzt natürlich ein wenig offtopic... Aber warum wird Zelda nicht als Metroidvania bezeichnet? Es ist exakt das selbe, nur mit einer anderen Perspektive (third Person/ over the top anstelle von sidescroller). Jeder nennt es Action/ adventure, einige sogar Rollenspiel, aber keiner metroidvania, obwohl es alle Elemente hat, die eines ausmachen.Theoretisch könnte man doch sogar die alten resident Evil Spiele als solche bezeichnen, oder nicht? Gut, man bekommt keine neuen Fähigkeiten, sondern nur Schlüssel und Waffen, aber backtracking, Secrets, Progression durch Items etc. ist doch auch alles Metroidvania.
      Im Prinzip schon. Ich denke hier muss man noch die Perspektive der Titel unterscheiden. Klassische Metroidvania's sind für mich 2D Sidescroller. :)
    • Guter Test! Habe trotz der angebrachten Mängel viel Spass mit meiner Switch- Version (habe mich an Eingabe Delay einfach gewöhnt) , hoffe natürlich trotzdem auf den Patch und werde mir bestimmt später in nen Angebot noch eine der hübschen Versionen für PS4 und PC holen!
      Wirklich toller und würdiger Castlevania Nachfolger!
      Dieses als neu beworbene Feature die Fähigkeiten der Gegner durch die Shards an zu binden gabs aber in meinem Castlevania Favorite "Aria of Sorrow" schon, da hat man Seelen gesammelt:
      Das Tactical Soul System. Jeder der 110 Feinde im Spiel, gibt nach einem Sieg darüber seine Seele frei, abhängig vom Glück des Spielers. Einmal gesammelt, können die Seelen benutzt werden.
      Es gibt vier verschiedene Grundtypen von Seelen:
      • Wächter Seelen - In erster Linie defensive Fähigkeiten, wie Familiars, tempäre Unverwundbarkeit, oder Gestaltwandlung. Sie werden mit dem R-Button benutzt.
      • Projektil Seelen - Funktionieren ähnlich wie Zweitwaffen, z.B. Feuerbälle. Sie werden mit Oben+B ausgelöst.
      • Verzauberte Seelen - Diese geben Soma neue Fähgikeiten, wie laufen über Wasser, oder verbesserte Stats.
      • Fähigkeits Seelen - Diese Seelen geben Soma dauerhafte Fähigkeiten, wie den Doppelsprung, oder den Slide. Man erhält sie gewöhnlich von Bossen und sie sind für das weiterkommen wichtig. Ähnlich wie dies auch in den MetroidSpielen ist, können durch diese neuen Fähigkeiten, neue Areale des Schloßes erforscht werden.
      Also ziemlich vergleichbar mit den Shards! Mochte das System damals schon sehr gern und finde toll, das es hier wieder vorkommt ^^

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Yurikotoki ()

    • Ich glaube im test kommt Bloodstained da unter anderem etwas schlechter weg weil es eben die Switch Version ist.
      Ich verstehe durchaus Spieler die halt einfach gerne mobil unterwegs zocken, auch wen ich es selbst nicht tue, ich denke aber das es eher schädlich ist wen man solche schlechten ports dann auch noch unterstützt und einfach kauft. Warum soll man sich dann noch die Mühe machen Spiele ordentlich zu porten, wen man weiss das Switch Spielr sie so oder so kaufen.

      Aber nunje, so schlecht wird Bloodstained dann hier ja auch nicht dargestellt, ich kann es aufjedenfall locker weiterempfehlen.^^
      Ich fand das Spiel auf der PS4 richtig überragend, hauptsächlich eben weil sich das Spiel im Verlauf stetig entwickelt, man spürt hier die spielerische Charakterentwicklung wie in fast keinem anderen Spiel, eben durch diese Unmengen an Skills und Kombinationsmöglichkeiten.
      Schlägt man sich anfangs mit Feuerbällen und Schwertern durch, beschwört man am Ende Jackpotmaschinen die 10 Kanonen spawnen oder Drachen die über die Map fliegen. Das macht halt richtig Bock.

      Ich war so von Bloodstained begeistert das ich danach direkt nach anderen Metroidvania Spielen gesucht habe, aber keines davon konnte mich nur annährend fesseln. Hollow Knight gefiel mir spielerisch so garnicht, Guacamelee vom Stil her nicht und SOTN ist dann doch etwas altbacken, werd ich dann aber nochmal versuchen. Aria of Sorrow klingt als würde es am nähesten da dran sein, wäre cool wen man das auch mal für die PS4 portet irgendwann.
      Hoffe aufjedenfall das es auch noch weitere Bloodstained Spiele geben wird, die Lore lässt es ja locker zu. :)


      Borderlands 3 -> GOTY
    • Aruka schrieb:

      Ich glaube im test kommt Bloodstained da unter anderem etwas schlechter weg weil es eben die Switch Version ist.
      Ich hatte es hier auch schon mal vor ein paar Wochen bei einem Test angemerkt, dass es suboptimal ist die Switch Version zu testen, insbesondere wenn die merklich schlechter ist als die Standard-Versionen für PS4 / XBox One / PC.

      Die Antwort war leider ernüchternd, die Tester hier spielen halt privat am liebsten Switch und JPGames hat weder Lust noch Kapazität hier mehrere Versionen zu testen.

      Damit werden natürlich viele Tests für mich z.B. hier sinnfrei, da ich mir Multiplattformtitel definitiv nie für die Switch holen würde, wozu schlechtere Grafik und Technik in Kauf nehmen und sogar noch merklich mehr zahlen, wenn ich das Spiel merklich günstiger und noch dazu besser woanders bekomme!? Will mir nicht in den Kopf, ich spiele ja eh nicht unterwegs und mir soll keiner erzählen, dass die meisten Switch Nutzer die nicht primär zu Hause auf der Couch zocken sondern unterwegs im Bus.

      Generell sollten Spiele immer auf ihrer Primärplattform getestet werden und der Switch Port kann dann ja noch einen kleinen Nachtest erhalten bzw. im Test noch ein paar Zeilen für die "Besonderheiten" wie Ruckeln etc. erhalten. Alles andere wird einem Spiel einfach nicht gerecht.
      Mein Blog über Spiele aller Art: Gamers love to play Games
      Medien-Blog für Computer- and Videogame Artworks, Fanart, Cosplay, Anime, Screenshots und mehr: Gamers love to play Games Art Blog
    • Spiritogre schrieb:

      Damit werden natürlich viele Tests für mich z.B. hier sinnfrei, da ich mir Multiplattformtitel definitiv nie für die Switch holen würde, wozu schlechtere Grafik und Technik in Kauf nehmen und sogar noch merklich mehr zahlen, wenn ich das Spiel merklich günstiger und noch dazu besser woanders bekomme!? Will mir nicht in den Kopf, ich spiele ja eh nicht unterwegs und mir soll keiner erzählen, dass die meisten Switch Nutzer die nicht primär zu Hause auf der Couch zocken sondern unterwegs im Bus.
      Das macht den Test für dich sinnfrei, aber nicht pauschal für den Rest der Spielerschaft. Die Antwort vom letzten mal mag für dich vielleicht ernüchternd sein, aber wir testen nunmal privat und ja auch auf den Konsolen (irrelevant ob Switch, PS4, PC oder One) auf denen wir hauptsächlich unterwegs sind bei Multiplattformtiteln. Letztlich werden dann auch eben Schwächen und positive Eigenschaften der jeweiligen Version beleuchtet, eben von dieser einen Version die oben in der Übersicht steht. Weil ein Punkt hier die Technik sich vom Rest der Versionen unterscheidet macht das den Test nicht sinnfrei, er hebt eher die Unterschiede zum Rest hervor und bietet die Überlegung an am Ende zur Version zu greifen oder eben nicht. Uns Unlust Vorzuwerfen empfinde ich als mehr als frech und das betrübt mich wieder ungemein.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Fayt ()

    • Spiritogre schrieb:

      Ich hatte es hier auch schon mal vor ein paar Wochen bei einem Test angemerkt, dass es suboptimal ist die Switch Version zu testen, insbesondere wenn die merklich schlechter ist als die Standard-Versionen für PS4 / XBox One / PC
      Verstehe was du meinst. Bringt mich gerade zum überlegen, was wirklich sinnvoller wär... die ohnehin technisch stärkere Version, woraufhin dann aber niemand weiß, wo die schwächere Version steht? Oder doch wie hier die schwächere Version, wo man genau sieht, wo diese steht und dann natürlich weiß, dass die bessere halt besser ist. (logischerweise^^) Man weiß dann allerdings immer noch nicht in wie weit die dann besser ist.
      Ist gar nicht mal so leicht zu sagen was von beiden besser ist. Persönlich denke ich auch, dass die Tester schon die Version spielen sollen, die sie bevorzugen. Es kann nämlich durchaus mal sein, dass es sich im Test niederschlägt, dass man mehr Interesse an der anderen Version hätte, wodurch das Fazit natürlich auch nochmal gedrückt sein kann am Ende. Stets objektiv zu bleiben ist halt nicht leicht und schaffen leider auch nur wenige Tester,
      Glaube persönlich ist es mir tatsächlich lieber, wenn man eher die schwächste Version spielt, weil ich dann eben weißt wo das niedrigste Maß ist. Wenn ich das dann ok finde, hab ich immerhin eine Sicherheit, dass mir jede besser Version ohnehin gefallen würde.
      Gleichzeitig tut es dem jeweiligen Spiel so natürlich immer ein Stück unrecht. Schon ein wenig wie ein zweischneidiges Schwert. Am Besten wäre wirklich, wenn zwei Versionen getestet werden könnten aber das ist natürlich schwierig umzusetzen, wenn man das nicht gerade Hauptberuflich macht^^

      Zum Spiel selber... Bei mir stehts immer noch auf der Liste und ich werde es mir auch für die Switch holen. Bin mal zuversichtlich, dass es noch gepatcht wird. Wird ja eh noch dauern bei mir. Bin aber nun trotzdem ein wenig abgeschreckter, da ich Castlevania nie mochte. Ich weiß aber nicht wieso ich es nie mochte. Das Setting fand ich eigentlich immer sehr cool. Wenn das hier aber im Prinzip Castlevania unter neuem Namen ist gäbe es eigentlich keinen logischen Grund, warum mir das gefallen sollte, während mir Castlevania nicht gefällt. Bin da etwas verwirrt, weil mich das hier wirklich sofort angesprochen hat, während Castlevania mich nie direkt ansprechen konnte... Irgendwie absurd oder? :D Aber gerade dieses absurde ist es, was mich umso neugieriger macht...^^


      "Evil? I´ve got a Newsflash for you Sweetheart! We are all evil... all of us! We´ve taken this planet of ours and fucked it..."

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    • Fayt schrieb:

      Uns Unlust Vorzuwerfen empfinde ich als mehr als frech und das betrübt mich wieder ungemein.
      Muss es nicht! Jeder weiß eure Arbeit sehr zu schätzen! :O

      Ich persönlich finde es gut, dass jeder auf seine beliebige Plattform spielt die einem gefällt.
      Sonst würde das auch nur halb soviel Spaß machen, was den Test auch beeinflussen könnte.
      Vielleicht sollte man zwei Leuten für den Test schreiben lassen, wenn möglich. Dass jeder von der jeweiligen Plattform seine Meinung schreibt um so einen besseren Eindruck zu bekommen.
      Wäre jetzt nur ein Vorschlag meinerseits^^
      "Sei wer du bist, und sag, was du fühlst!
      Denn die, die das stört, zählen nicht- und die, die zählen, stört es nicht."
      von Theodor Seuss Geisel.

      Amor est pretiosior auro <3

      YouTube: ManaQues t

    • Fayt schrieb:

      Spiritogre schrieb:

      Damit werden natürlich viele Tests für mich z.B. hier sinnfrei, da ich mir Multiplattformtitel definitiv nie für die Switch holen würde, wozu schlechtere Grafik und Technik in Kauf nehmen und sogar noch merklich mehr zahlen, wenn ich das Spiel merklich günstiger und noch dazu besser woanders bekomme!? Will mir nicht in den Kopf, ich spiele ja eh nicht unterwegs und mir soll keiner erzählen, dass die meisten Switch Nutzer die nicht primär zu Hause auf der Couch zocken sondern unterwegs im Bus.
      Das macht den Test für dich sinnfrei, aber nicht pauschal für den Rest der Spielerschaft. Die Antwort vom letzten mal mag für dich vielleicht ernüchternd sein, aber wir testen nunmal privat und ja auch auf den Konsolen (irrelevant ob Switch, PS4, PC oder One) auf denen wir hauptsächlich unterwegs sind bei Multiplattformtiteln. Letztlich werden dann auch eben Schwächen und positive Eigenschaften der jeweiligen Version beleuchtet, eben von dieser einen Version die oben in der Übersicht steht. Weil ein Punkt hier die Technik sich vom Rest der Versionen unterscheidet macht das den Test nicht sinnfrei, er hebt eher die Unterschiede zum Rest hervor und bietet die Überlegung an am Ende zur Version zu greifen oder eben nicht. Uns Unlust Vorzuwerfen empfinde ich als mehr als frech und das betrübt mich wieder ungemein.
      Ich glaube das kam fieser rüber als es gemeint war, so hab ich es aufjedenfall verstanden.
      Finde das auch komplett legitim das man die Spiele halt auf der Konsole testet die man selbst am meisten spielt.
      Vielleicht erhält man einige Testmuster auch nur für eine bestimmte Konsole, also keine Ahnung.^^
      Das ihr nicht mehrere Fassungen testen könnt ist ja auch klar, ihr macht das schliesslich freiberuflich.

      Wo ich ihm aber recht gebe ist halt bei Fällen wie diesen, wie ich vorher schon erwähnt habe mag ich die Unterstützung von schlechten Ports nicht, eben weil das im Endeffekt auch mich als Käufer beeinflusst.
      Drittentwickler werden auch weiterhin solche Ports releasen, vielleicht treibt man es sogar noch auf die Spitze und released noch schlechtere Versionen, das ist denen herzlich egal solange die Verkaufszahlen stimmen. Das find ich halt doof. Gerade bei solch einem Fall wie hier sorgen die ganzen probleme ja auch dafür das man das allgemeine Spiel schlechter wahrnimmt.
      Wen ich ein Spiel spiele was die Eingabe verzögert, immer wieder abstürzt und bei dem die Framerate auf null stürzt, habe ich ja automatisch auch schon weniger Bock auf das Spiel, was ja auch normal ist. Das nimmt einem die Lust am Spiel.

      Das aber nur mal so als konstruktive Kritik, insgesamt finde ich ja das ihr das klasse macht, habe ich ja auch schon mehrfach erwähnt. :)


      Borderlands 3 -> GOTY
    • Aruka schrieb:

      Das ihr nicht mehrere Fassungen testen könnt ist ja auch klar, ihr macht das schliesslich freiberuflich.

      Wir sollten nicht einmal darüber diskutieren wie ich finde. Die Erklärung dazu ist einfach, die Version für Switch sollte optimal laufen. Punkt. Die Gründe dafür habe ich schon einmal genannt. Großer Erfolg der Switch, großer Erfolg von Curse of the Moon auf der Switch und zahlreiche Backer die nach der Ankündigung die Switch-Version unterstützt haben. Dass das fertige Produkt dann absolut minderwertig ist, damit war so gar nicht zu rechnen. Ich finde, hier gibts einfach wenig Spielraum, dass man die Geschichte so vergeigen konnte.

      Und man sieht ja auch bei den kleineren Magazinen, die eben nicht jede Version testen können, dass eben viele Tester mit der Switch unterwegs sind, die das nicht hauptberuflich machen. Und die, die es hauptberuflich machen, sind trotzdem oft mit der Switch unterwegs wenn ich mir die ganzen Magazine wie IGN oder Easy Allies mal ansehe.

      Glaube auch, die Kritik an den Test ist etwas falsch aufgenommen worden. Richtig optimal wäre es natürlich, wenn vielleicht zwei Tester dran gewesen wären wo einer dann noch die PlayStation 4 Version testet (oder Xbox One oder PC). Aber hier steht natürlich der Entwickler in der Bringschuld. Und das ohne Wenn und Aber.

      Ich glaube, man hat noch immer keinen Fix für die größten Probleme abgeliefert. Ziel war es, dass man die betroffenen Areale einzeln fixen will anstatt einen riesigen Patch zu veröffentlichen. Am Ende übrig bleibt dann doch noch der grafisch sehr erhebliche Downgrade. Man hats ja wirklich geschafft, sämtliche Effekte in der Switch-Version zu reduzieren und hat es dennoch nicht geschafft, die 30 FPS zu halten. Und der Port soll ja, von dem, was ich auch so gesehen habe, Dips haben die bis in den tiefen 20 FPS Bereich gehen.

      Im Thread im Forum hatte ich ja von dem Backer berichtet, dem zu Ohren gekommen ist, dass 505 Games wollte, dass auf alle Fälle alle vier Versionen relativ zeitnah veröffentlicht werden, obwohl an der Version für Switch wohl noch gearbeitet wurde und die Arbeit daran nun so weitergeht, als wäre eben dieser Port noch nicht veröffentlicht worden. Das ist schon ein ziemlicher Brocken. Dabei könnte die PlayStation 4 Version und ich denke auch die anderen Versionen (werden wohl alle ihre Problemchen haben) noch einen Fix gebrauchen.

      Da sieht man auch einfach mal wieder, unter welchen Druck die Kickstarter-Projekte stehen, an denen noch weitere Geldgeber beteiligt waren.

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    • Fayt schrieb:

      Das macht den Test für dich sinnfrei, aber nicht pauschal für den Rest der Spielerschaft. Die Antwort vom letzten mal mag für dich vielleicht ernüchternd sein, aber wir testen nunmal privat und ja auch auf den Konsolen (irrelevant ob Switch, PS4, PC oder One) auf denen wir hauptsächlich unterwegs sind bei Multiplattformtiteln. Letztlich werden dann auch eben Schwächen und positive Eigenschaften der jeweiligen Version beleuchtet, eben von dieser einen Version die oben in der Übersicht steht. Weil ein Punkt hier die Technik sich vom Rest der Versionen unterscheidet macht das den Test nicht sinnfrei, er hebt eher die Unterschiede zum Rest hervor und bietet die Überlegung an am Ende zur Version zu greifen oder eben nicht. Uns Unlust Vorzuwerfen empfinde ich als mehr als frech und das betrübt mich wieder ungemein.

      Sorry, ich wollte dich nicht betrüben. Ich finde es einfach nur suboptimal, dass ihr alle so große Switch Fans seit (und ich verstehe natürlich auch, dass es für die Tester toll ist insbesondere Switch Games kostenlos abgreifen zu können) und deswegen vornehmlich dort testet.

      Mir ist klar, dass ihr Tester das hier großteils ehrenamtlich macht und nur das Spiel als "Bezahlung" erhaltet, da lege ich natürlich nicht die gleichen Maßstäbe an, wie ich das z.B. bei einer Gamepro machen würde. Ich habe ja selbst mal Spieletests so für ein "Fanmagazin" geschrieben (The Inventory, gibt es aber ewig nicht mehr, das war ein Magazin über Point & Click Adventures).

      Mir ging es ausschließlich darum festzuhalten, dass es mir als Spieler halt wenig nützt, wenn ihr einen (verkorksten) Switch Port testet aber dann nicht darauf hinweisen könnt, wieviel besser die Originalversion tatsächlich ist und wo die Unterschiede, vielleicht sogar inhaltliche, liegen. Das ist halt schade.
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    • Spiritogre schrieb:

      Mir ging es ausschließlich darum festzuhalten, dass es mir als Spieler halt wenig nützt, wenn ihr einen (verkorksten) Switch Port testet aber dann nicht darauf hinweisen könnt, wieviel besser die Originalversion tatsächlich ist und wo die Unterschiede, vielleicht sogar inhaltliche, liegen. Das ist halt schade.

      Ich besuche die JPgames Startseite nur noch selten weil ich es praktischer finde, sofort hier im Forum zu sein. Hatte für mich aber auch mal beschlossen, dass ich mir nicht mehr die Namen anschaue, wer die Spiele testet um wirklich auch unvoreingenommen die Texte lesen zu können. Ich habe also auch keine Ahnung, wer den Bloodstained Test verfasst hat (Fayt wars ja wohl nicht). Bitte daher es mir nicht übel nehmen, wenn ich hier einfach "Der Tester" schreibe.

      Ich hatte ja angemerkt, dass es vielleicht keine gute Idee war, ausgerechnet diesen entglittenen Port für die Switch zu testen. Aber wenn man sich das Review mal ansieht, ist es nicht der technische Aspekt, warum der Tester das Spiel abgestraft hat. Dieser Aspekt, obwohl das Spiel auf der Switch ein deutlich sichtbarer Downgrade ist, scheint nicht all zu sehr ins Fazit geflossen zu sein. Viel mehr bezieht sich die Kritik ja auf das Konzept, was dem Tester zu altbacken ist.

      Ich bin mir also nicht sicher, inwieweit die PlayStation 4 Version den Tester mehr überzeugt hätte. Zumindest aber optisch hat das Spiel auf den großen Systemen aber einiges fürs Auge zu bieten, wenn auch Ori in dem Punkt immer noch mehr her macht. Aber im direkten Vergleich, wie Bloodstained noch vor zwei Jahren aussah, hat man da doch nochmal einige Schippen drauf gelegt auf das finale Produkt. Die menschlichen NPC's pendeln vom Design her aber von mäßig zu extrem hässlich.

      Um die Kontroverse hier bezüglich des Testmusters aber von mir aus abzuschließen, ich bin mir recht sicher, dass es nicht der technische Aspekt war, warum der Tester von dem Spiel jetzt nicht übermäßig angetan war. Das Argument altbacken kann man Bloodstained sowohl positiv als auch negativ auslegen. Ich gehöre wiederum zu denen, die Bloodstained genau so mögen, wie es ist.

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    • Zur Aufklärung ein paar Einblicke:

      Ich verstehe, dass es im besten Fall einen Test mit mehreren Versionen geben sollte aber es ist natürlich richtig und bereits festgestellt, dass uns das nicht möglich ist. Das fängt schon damit an, dass wir gar nicht mit mehreren Versionen bemustert werden. Das wird es also auch in Zukunft nicht geben, weil uns da privat wie auch von den Publishern ganz einfach natürliche Grenzen gesetzt sind.

      Es stimmt auch, dass wir uns die Plattform aussuchen - in erster Linie geht es dabei um die Konsole, die der Tester überhaupt auch Zuhause hat. Ein leistungsfähiger Gaming-PC gehört bei den wenigsten von uns dazu. In zweiter Linie geht es auch um Plattformvorlieben der Tester. Aber nur in zweiter Linie. Im Falle von Dragon Quest Builders 2 hätten wir gerne die Switch-Version gehabt, haben die PS4-Version aber deutlich eher bekommen und so einen Test zum Embargo liefern können. Das ist immer ein Mix aus dem was möglich ist und aus dem was wir mögen. Das nur in Sachen Transparenz.

      Ansonsten bleibt natürlich vielleicht auch noch festzuhalten:

      Dass die Switch-Version von Bloodstained derart technisch unausgereift ist, ist ja irgendwie auch nicht unsere Schuld. Wir testen und das haben wir gemacht. Es liegt am Entwickler und am Publisher, der dem Entwickler nicht die Wochen gegeben hat, da noch nachzubessern. Das sollte man vielleicht eher mal kritisch beäugen als unsere Testpraxis in diesem Fall, denn immerhin ist Bloodstained in erster Linie von Fans finanziert und nicht vom Publisher. Und: Zum Zeitpunkt der Bemusterung war uns auch nicht bekannt, welche Version am besten läuft oder welche verbuggt ist, auch das ist vielleicht wichtig zu wissen.
    • Wobei ich da anmerken möchte, wenn ich Spieletests machen möchte, dann hole ich mir (zwangsweise) auch die entsprechende Hardware dazu. Zumindest in dieser Hinsicht ein klein wenig Anspruch und ein klein wenig Professionalität sollte auch eine kleine, privat betriebene Spieleseite haben, wenn sie eben gerade nicht nur rein hobbymäßig betrieben wird.

      Und Tony macht ja gerade heute auf Twitter extrem viel Werbung für Amazon (Affiliate Links), wobei der Sinn dahinter ja nun eindeutig Geld einnehmen ist. Was JPGames eben letztlich zu einer kommerziellen Seite macht.

      Das soll jetzt kein "Bashing" sein sondern vielleicht nur mal der Hinweis, den eigenen Anspruch zu überdenken.
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