Cyberpunk 2077: Eindrücke von der E3-Presse-Demo

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    • Cyberpunk 2077: Eindrücke von der E3-Presse-Demo

      Bildmaterial: Cyberpunk 2077, CD Projekt RED

      Das für einen Großteil der Spielergemeinde wohl am sehnlichsten erwartete Spiel des Jahres 2019 dürfte vielleicht Cyberpunk 2077 vom polnischen Entwickler und Publisher CD Projekt RED sein. Die Begeisterung für das düstere Sci-Fi-Open-World-Spiel war auch auf der diesjährigen E3 ungebrochen und so bildeten sich täglich bereits früh am Morgen schier endlose Schlangen um den E3-Booth von Cyberpunk 2077.

      Jeder Messebesucher wollte einen Blick auf das potentielle neue Meisterwerk von CD Projekt RED werfen und so musste das Standpersonal die Schlangen täglich bereits wenige Stunden nach dem Einlass kappen, um die Durchgänge auf dem Show Floor durch die anstehenden Massen nicht zu blockieren.

      Umso erfreulicher war es natürlich, dass wir noch kurzfristig einen Termin für die Cyberpunk-2077-Präsentation im äußerst eindrucksvoll gestalteten Pressebereich von CD Projekt RED bekamen. Denn der komplette Pressebereich, den der Entwickler für die Präsentation seines neuesten Titels reserviert hatte, wurde äußerst detailreich zu einer im Cyberpunk-Stil gehaltenen Bar umdekoriert.

      Für mich persönlich war die Cyberpunk-2077-Präsentation und der damit einhergehende Besuch des Pressebereichs von CD Projekt RED ein absolutes Highlight auf der diesjährigen E3. Der Aufwand, der in die Gestaltung des Pressebereichs geflossen sein muss, war sicher immens. An dieser Stelle ein großes Kompliment an CD Projekt RED. Schön anzusehen war das auf jeden Fall – ob das Spiel selbst mithalten kann, wird sich zur Veröffentlichung zeigen. An diesem Tag gab es immerhin eine neue Gameplay-Präsentation zu sehen, zu der ich an dieser Stelle meine Eindrücke schildern möchte.

      Eindrucksvolle Gameplay-Präsentation inklusive Boss-Kampf

      Als ich dann im Pressebereich eingecheckt hatte, ging es noch für ein paar Minuten in das Innere der Bar, in welcher auch tatsächlich ausgeschenkt wurde. Als unsere Gruppe dann vollständig war, wurden wir in den Präsentationsraum geführt und ein CD-Projekt-RED-Mitarbeiter startete auch prompt mit der Gameplay-Demo. Das Gesehene bot einen noch tieferen Einblick in das neue Machwerk des polnischen Entwicklers und bot den Besuchern unter anderem neue Einblicke in das Hack-System und das Charakter-Entwicklungssystem des Spiels.

      So soll es in Cyberpunk 2077 beispielsweise auch möglich sein, Gegner zu hacken und zu diversen Aktionen zu zwingen, das heißt, der Gegner kann sich nicht gegen unseren Hack zur Wehr setzen und muss folglich unseren Befehlen Folge leisten. Man kann Gegner zum Beispiel dazu zwingen, diverse Schalter zu aktivieren oder auch die eigenen Kameraden anzugreifen oder sogar Selbstmord zu begehen, um uns so das Weiterkommen zu vereinfachen bzw. zu ermöglichen.

      …und neuen Hack-Möglichkeiten

      Hacks können jedoch auch gegen uns eingesetzt werden und so ist es vor allem in Boss-Kämpfen äußerst gefährlich, gehackt zu werden. Das startet einen Countdown, der uns anschließend zwingt, den Boss innerhalb dieses Zeitlimits zu besiegen. Schafft man dies nicht, stirbt man automatisch den virtuellen Tod. Daher ist es äußerst ratsam, während den zahlreichen Boss-Kämpfen keinesfalls gehackt zu werden, da dies den Kampf ungemein schwerer, hektischer und stressiger macht.

      Ebenso konnte man einen kurzen Blick auf das vielseitige Levelsystem unseres Charakters werfen und so wurde deutlich, dass man neben den typischen Attributen auch die Hack-Fähigkeiten des Hauptcharakters „V“ ausbauen und verstärken kann.

      Nach dieser Einführung ging es nun also los mit der Mission, die vor einer alten und heruntergekommenen Shopping-Mall im Stadtteil Pacifica startete. Pacifica ist einer der gefährlichsten Stadtteile von Night City. Hier wurde bereits deutlich, wie viel Aufwand in die optische und soundtechnische Gestaltung von Cyberpunk 2077 fließt, denn das Spiel sieht wirklich fantastisch aus und lief stets flüssig und ohne Slowdowns. Bereits seit The Witcher 3 weiß man ja, dass CD Projekt RED äußerst akribisch auf den Feinschliff ihrer Titel achtet und das merkt man auch bei ihrem neuesten Projekt Cyberpunk 2077.

      The Voodoo Boys vs. The Animals

      Vor der besagten Shopping-Mall bekamen wir dann also die Anweisung, die rätselhafte Frau namens „Brigitte“ zu finden. Brigitte ist Teil der Gang „The Voodoo Boys“, einer der vielen Gangs von Cyberpunk 2077. So musste der Spieler nun ein Gebäude der „Animals“, einer rivalisierenden Gang, infiltrieren und Infos über den Verbleib von Brigitte beschaffen.

      Den Weg zu diesem besagten Gebäude der Animals legte der CD-Projekt-RED-Mitarbeiter, der die Gameplay-Demo spielte, auf dem Motorrad zurück. Hier wurde uns erneut die Fahrmechanik des Spiels demonstriert. Fahren kann man wahlweise in der First- oder Third-Person-Perspektive. Sobald man jedoch ab- bzw. aussteigt, schaltet das Spiel automatisch in die First-Person-Perspektive. Wenn man zu Fuß unterwegs ist, kann man nicht in die Third-Person-Perspektive schalten.

      Das war für viele Fans ein großer Kritikpunkt, da viele Spieler die Third-Person wie in The Witcher 3 bevorzugen. Ich für meinen Teile finde die First-Person-Perspektive bei Cyberpunk 2077 aber absolut passend und bin zufrieden mit dieser Entscheidung seitens des Entwicklers.

      Der Spieler hat stets die Wahl

      Im Gebäude der Animals angekommen, wurde uns die neue Waffe genannt „Nanowire“ präsentiert, eine Art glühendes Lasso, welches als Waffe aber auch als Hack-Werkzeug eingesetzt werden kann. So kann man mit dem Nanowire direkten Kontakt zu den Gegnern herstellen und diese dann, wie bereits erwähnt, zu diversen Aktionen zwingen bzw. manipulieren.

      Das Spiel lässt stets die Wahl zwischen leisem Vorgehen (Stealth) oder direkter Konfrontation mit den Gegnern. Es gibt also keinen vorgeschriebenen Weg, wie der Spieler die verschiedenen Missionen zu bestreiten hat. Ebenso gibt es keine vorgeschriebenen Charakterklassen in Cyberpunk 2077. Zu Beginn wählt man lediglich die Vorgeschichte bzw. Herkunft des Charakters, um so eine grobe Richtung der Attribute zu bestimmen.

      Die Charakter- bzw. Fähigkeitenentwicklung bleibt dann jedoch jedem Spieler selbst überlassen. Zum Ende der Demo gab es dann noch den besagten Bosskampf, der uns veranschaulichte, dass auch der Spieler selbst von Gegnern gehackt werden kann und man dies in jedem Fall vermeiden sollte.

      Alles in allem bleibt mir nur zu sagen, dass ich mich unheimlich auf den neuen CD-Projekt-RED-Titel freue und gespannt bin, wie die Entwickler die Welt von Night City zum Leben erwecken werden. Das Spiel bietet jede Menge Potential und das Cyberpunk-Setting ist, zumindest was Videospiele angeht, noch relativ unverbraucht. Auch der E3-Pressebereich von Cyberpunk 2077 wird mir zumindest noch länger in Erinnerung bleiben, denn dieser war wirklich eine Augenweide.

      Auch gab es auf der E3 2019 eine kleine Überraschung zum Thema Cyberpunk 2077, denn der weltweit bekannte Schauspieler Keanu Reeves wird überraschenderweise eine tragende Rolle im Spiel übernehmen, dies wurde auf der Xbox-Pressekonferenz bekanntgegeben.

      Cyberpunk 2077 erscheint nach langjähriger Wartezeit am 16. April 2020 für PlayStation 4, Xbox One und PCs.