Sony bestätigt erstmals „Anti-Ecchi-Richtlinien“ – wie der Plattformbetreiber sexuelle Inhalte handhabt

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    • Sony bestätigt erstmals „Anti-Ecchi-Richtlinien“ – wie der Plattformbetreiber sexuelle Inhalte handhabt

      Bildmaterial: Senran Kagura Reflexions, Marvelous

      Über Sonys „neue Anti-Ecchi-Richtlinien“ ist nichts bekannt. Außer, dass es sie gibt. Erwiesenermaßen haben neue Vorgaben seitens Sony bei inzwischen etlichen Selbstzensuren japanischer und westlicher Entwickler eine Rolle gespielt. Es geht dabei ausschließlich um Darstellungen von Frauen in sexuellen oder erotischen Posen. (Im Grunde betrifft dies fast ausschließlich Animedarstellungen, weshalb wir die Richtlinien – vor allem, weil sie ohnehin keinen Namen haben – konsistent „Anti-Ecchi-Richtlinien“ nennen.)

      Wann genau eine Darstellung Sony aufstößt, unter welchen Bedingungen Entwickler davon erfahren und wie überhaupt diese Standards aussehen, nach denen sich Publisher und Entwickler nun weltweit richten müssen, blieb bis zum heutigen Tag intransparent.

      Und es bleibt auch weiterhin eine Vorgehensweise mit vielen Unbekannten, soviel vorweg. Doch Takashi Mochizuki vom Wall Street Journal hat sich der Sache trotzdem angenommen. Er hat bei Sony nachgebohrt und bei mehr als einem Dutzend Entwicklern weltweit. Bei Sony gibt man sich recht verschlossen und weiterhin kryptisch.

      Sony bestätigt, dass man eigene Richtlinien erarbeitet habe

      Eine Sony-Vertreterin bestätigte Mochizuki auf Anfrage lediglich, dass man eigene Richtlinien erarbeitet habe. Entwickler könnten so „ausgewogene Inhalte auf der Plattform anbieten“ und Spiele würden „nicht das gesunde Wachstum und die Entwicklung“ junger Menschen hemmen. Im Detail über diese Vorgaben sprechen oder wann diese eingeführt wurden, wollte die Sprecherin nicht.

      Auch die mehr als ein Dutzend Entwickler bestätigten dem Wall Street Journal, dass derartige „neue Regeln“ existieren. Unter Verweis auf Geheimhaltungsverträge und Angst vor Konsequenzen in der Geschäftsbeziehung mit Sony wollte jedoch keiner der Vertreter genannt werden. PlayStation 4 ist mit weltweit 94 Millionen verkauften Geräten die derzeit meistgenutzte Videospielkonsole.

      Sony fürchtet um den eigenen Ruf

      „Führungskräfte des Unternehmens [Sony] hätten zunehmend befürchtet, dass der weltweite Ruf der Firma durch sexuell explizite Inhalte beschädigt werden könnte. […] Die größten Bedenken hat man bei Software, die in der Firmenheimat Japan verkauft wird. Dort ist die Toleranz gegenüber Nacktheit und Bildern junger Frauen, die möglicherweise minderjährig erscheinen könnten, traditionell größer“, heißt es im Artikel von Mochizuki beim Wall Street Journal.

      Diese Bedenken in neue Regularien umzusetzen, dazu hätten zwei Faktoren im Laufe des letzten Jahres geführt. Zum einen würden immer mehr Leute vor Publikum spielen und so würden auch besagte Spiele und Inhalte, die „mit laxeren japanischen Standards“ im Einklang stünden, weltweit Beachtung finden. Zum anderen hätten Sony-Offizielle auch auf die #MeeToo-Bewegung in den USA verwiesen. „Sony ist besorgt, dass die Firma zum Ziel rechtlicher und sozialer Maßnahmen werden könnte“, wird ein Vertreter zitiert.

      Betroffene Entwickler unzufrieden in vielerlei Hinsicht

      Und so ist man natürlich besonders in Japan wenig zufrieden mit Sonys Vorgehen. Sony habe den Machern von betroffenen Spielen immer das Gefühl gegeben, ein wichtiger Teil der PlayStation-Familie zu sein, weil man mit diesen Spielen auch zur Vielfalt von PlayStation-Games beiträgt. „Jetzt jedoch bekommen sie keine Aufmerksamkeit mehr von Sony, sagen sie, und es wird ihnen mitgeteilt, sie sollen sich andere Plattformen suchen, wenn sie weiter solche Spiele machen wollen“, heißt es im Wall Street Journal, natürlich ohne Nennung des Entwicklers.

      „Was sie uns sagen ist im Grunde, dass wir woanders eine Nische finden sollen“, wird eine Führungskraft eines japanischen Entwicklers zitiert, der Spiele mit explizit sexuellen Inhalten macht. Die Sony-Vertreterin wollte zu diesen Kommentaren von Drittentwicklern keine Aussage treffen. Es heißt lediglich, man habe „als Plattformbetreiber eine Verantwortung gegenüber der Nutzer“.

      Die Rechte des Plattformbetreibers

      Grundsätzlich haben Plattformbetreiber natürlich das Recht zu entscheiden, welche Spiele sie auf ihrer Plattform begrüßen möchten. Mochizuki fragte also auch bei Microsoft und Nintendo nach. Bei Microsoft gab man kein Statement ab. Nintendo ließ mitteilen, dass man sexuelle Inhalte nicht reguliert, bis auf das Notwendige, nämlich so dass Entwickler die Freigaben der nationalen Altersfreigabebehörden erhielten.

      Sonys Regulierungen jedoch gingen über dieses notwendige Maß hinaus, das für die Altersfreigabe relevant ist, so das Resümee von Mochizuki im WSJ-Artikel nach den Dutzenden Gesprächen mit betroffenen Entwicklern. Trotz aller Unbekannten in den letzten Monaten lassen sich bereits viele Änderungen und Selbstzensuren auf die Richtlinien von Sony zurückführen – eine Übersicht dazu haben wir in diesem Sammelartikel für euch.

      Doch auch abseits der Regulierungen selbst bemängeln Entwickler den Umgang und die Kommunikation mit Sony zum Thema. Es sei erforderlich englischsprachig zu kommunizieren, obwohl die Mutterfirma selbst aus Japan komme. Besonders für kleine japanische Entwickler dürfte dies ein Problem sein. Außerdem hätten Führungskräfte japanischer Entwickler bemängelt, dass es schriftliche Ausführungen dieser Richtlinien überhaupt nicht gäbe.

      „Du weißt nie, was sie sagen, bis du die Arbeit abgeschlossen hast und sie zur Durchsicht einreichst“, wird ein kleiner Entwickler zitiert. „Und wenn sie nicht glücklich damit sind – selbst wenn sie diesen Grad der Freizügigkeit zuvor zugelassen haben – dann müssen wir zurück und mit unseren Entwicklern Änderungen vornehmen. Das ist kostenintensiv.“

      Branchenberater Hisakazu Hirabayashi erklärte dem Wall Street Journal dazu, besonders die kleinen Entwickler hätten dem wenig entgegenzusetzen. Doch all das sei „repräsentativ für den derzeitigen Trend“, nach dem „Spieler mit einer großen Stimme“ versuchen würden, „die Welt nach ihren Vorstellungen der politischen Korrektheit, Fairness und Menschenrechte“ zu gestalten.

      Bei Sony, so beruft sich Mochizuki auf einen Offiziellen, sei man sich der Probleme von Entwicklern bewusst, doch man hoffe, sie würden akzeptieren, dass die Welt sich geändert habe. „Es gibt keine Kriterien in Form niedergeschriebener Richtlinien oder Ähnlichem, weil diese Politik recht plötzlich in Folge der #MeToo-Bewegung eingeführt wurde“, wird dieser zitiert.

    • Alles in allem doch ein aufschlussreicher Artikel, auch wenn er größtenteils das wiederkäut, was die meisten Gamer ohnehin längst wussten oder zumindest ahnten.
      Wie dem auch sei: In dieser Konsolengeneration mag Sonys vorauseilender Gehorsam gegenüber #MeToo keine großen Auswirkungen mehr haben, denn der Großteil des erforderlichen Umsatzes wurde mit der PS4 bereits vor Einführung der "Anti-Ecchi-Richtlinien" gemacht. Bei der PS5 könnte das Ganze allerdings zu "kommerziellen Spätfolgen" führen.
      "Tried to do the right thing
      Tried so much to rest
      In the end fells like a ring
      Of steel around my brest"
      (Tunes of Dawn)
    • Danke für den Artikel erst einmal, da ich mich gestern geweigert habe ResetERA dafür zu besuchen und der Original Artikel leider hinter einem WSJ Premijmservice steckt.

      Ja, also das ist mal ein starkes Brett und zeigt leider weiterhin, dass Sony keinerlei Transparent zeigt sobald es um dieses Thema geht. Und viel schlimmer, dass das ganze eine Panikreaktion zu #MeToo ist, eine Bewegung, die unlängst ihren eigentlichen Zweck überschritten hat und mittlerweile, genau wie ResetERA, einfach nur noch demonstriert, was falsch in unserer sensiblen westlichen Gesellschaft läuft. Wenn die Darstellung von Frauen in erotischen Posen ein Problem darstellt, ist dies ein legitimes Argument. Im Umkehrschluss muss man aber auch zugeben, dass Plattformen wie ResetERA oder auch die #MeToo Bewegung ein Teil dieses Problemes sind. Durch genau so etwas wurden Begriffe wie Kinderpornografie abgeschwächt. Ich werde mich natürlich hüten, #MeToo als völligen Schwachsinn zu bezeichnen da mir einfach Statistiken fehlen, wie vielen Menschen, die sexuell missbraucht/belästigt werden/wurden, wirklich geholfen hat. Ich weiß nicht, ob ein Hashtag daran etwas ändern wird, dass davon betroffene Personen auch wirklich etwas dagegen unternehmen und ihre Peiniger dorthin bringen, wo sie hingehören: In einen Gerichtssaal und vor die Anklagebank.

      Sony befürchtet einen Imageschaden, kurios ist nur, wie man sich gegenüber den Vertragspartnern, nämlich den Publishern und Entwicklern verhält. Finde es sehr schade, dass Microsoft von allen dreien überhaupt kein Statement abgegeben hat. Und so erscheint es ein wenig nach Absurdistan, dass ausgerechnet Nintendo als einzige auf die offiziellen Altersfreigaben verweisen.

      Wie es mit Sony weitergehen wird und ob es nur ein vorübergehender Trend ist, wird sich dann spätestens in der neuen Generation zeigen. Momentan halte ich sie für unberechenbar. Aber auch abseits der Ecchi-Richtlinien hat Sony derzeit ein arges Problem, was Kommunikation angeht. Man will sich den Konsumenten wieder mehr annähern, aber tut man das wirklich? Ich weiß ich stand zumindest hier mit meiner Meinung recht allein da, aber ich finde, State of Play hat relativ gut bewiesen, wie weit man aktuell von den Konsumenten entfernt ist.


      Kelesis schrieb:

      Bei der PS5 könnte das Ganze allerdings zu "kommerziellen Spätfolgen" führen.

      Es geht dann wieder alles bei 0 los. Auch die betroffenen Vertragspartner werden nun wohl nichts mehr machen und abwarten, bis die PlayStation 5 erscheint. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass viele Entwickler noch nicht einmal auf dem Stand der PlayStation 4 Technologie sind, scheint es mir, als sei Sony an sich nur noch an den ganz großen Fischen interessiert.
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    • jo, die alle mit ihrem MeToo mist. Mag sein das manche Frauen belästigt werden auf Arbeit, das will ich auch nicht schön reden, aber im Grunde weiß keiner mehr wann noch was unter spaß läuft, ohne gleich an den Pranger gestellt zu werden. Das mit den Spielen bleibt weiter assi, nur wegen bissle Fleisch. Ohoh man sieht ne Brust, TEUFEL TEUFEL! So nach dem Motto. Das wird schon keinen umbringen wenn manche Spiele bissle Haut zeigen.

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    • Finde es natürlich auch etwas Schade, aber bei weitem nicht so überdramatisch wie bei den meisten hier. Ist ja nicht so als wäre das Quality Content. Der Grund warum man solche Richtlinien durchgesetzt hat finde ich aber sehr seltsam.
      Was hat metoo den mit Ecchi zu tun, sehe da keine Verbindung. Aber die Amis sind da eh sehr sehr sensibel, ein Präsident der öfter lügt als er spricht geht klar, aber wehe man sieht nackte Haut irgendwo.

      Bin mir aber absolut sicher das dies die Verkäufe der PS5 kaum bis garnicht beeinflusst. Im Endeffekt ist es dem Grossteil egal, Ecchikram ist unterste Nische. Hier wird wieder masslos übertrieben und das Ende von Sony heraufbeschworen. Ja klar.


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    • Verlorene Zahlen sind verlorene Zahlen, unabhängig davon wie viele es sind und diese Zahlen wandern nun mal Richtung Nintendo so wie es bei mir der Fall sein wird.
      Solche Spiele sind die totale Nische, aber bereits an Titeln wie Varnir (was kein Ecchi Titel ist), sieht man bereits in welche Richtung dies geht und wenn Sony sich bereits vornimmt selbst Hand zu legen, stellt sich die Frage wie weit das noch gehen soll.
      Es geht also weniger um das, sondern hauptsätzlich um die Darstellung der Frau im optischem Sinne....vorerst

      Der japanische Markt wird keineswegs darüber erfreut sein, da es hier nicht um den Grundsatz geht "Ecchi ist weg, also kauf ich es nicht" sondern "Amerika entscheidet was Japan kaufen und produzieren darf".
      Sony kann zudem dem Markt mit ihrer Richtlinie nun auch komplett bestimmen, was mit Garantie Nintendo nicht zusagen wird. Ich seh also eher das es darauf hinauslaufen wird, das viele Entwickler Titel grundsätzlich nur noch exklusiv für Nintendo entwickeln werden die keine Zukunft bei Sony haben, Entwickler bei Multiplattformen aus Sicherheit schon vorzensieren wie es bei DmC5 der Fall war und das DLCs und deren Vermarktung durch Sony unterbindet werden wie es bei One Piece letztens der Fall war.

      Sony ist arrogant geworden und versucht jedem seinen Stempel aufzuzwingen, es etabliert sich sowohl als Richter wie auch Kläger in der Position und bestimmt auf einem eigenem Leitfaden über das Gesetz heraus was okay ist und was nicht.

      Zudem zwingt es Entwickler ohne Einblick etwas zu erschaffen was wohl die unterste Schublade ist die es gibt. Allein die aussage das man sich "wo anders" umschauen soll, zeigt die wahre Natur der Firma.
      Sie ist kundenunfreundlich, untransparent und hochnässig gegenüber Entwicklern.

      Ist einem zb. gar nicht aufgefallen, das bei MK11 bereits die Fatalitys verändert wurden und die Charaktere traurig schauen wenn man diese gegen weibliche Charaktere verwendet, während männliche Charaktere mit Freude abgemetzelt werden?
      Es ist nur eine Frage der Zeit bis Titel mehr und mehr in diese Richtung wandern und irgendwann nicht nur Gewalt gegenüber Frauen verpöhnt wird in Spielen, sondern Titel nach einem Leitfaden erschaffen werden die sich an politischer Korrektheit orientieren müssen.


    • Was mich nervt ist die extreme Heuchelei bei der Handhabung. Anime-Frauen im Bikini = illegal, realistisch dargestellte Frauen nur im Bikini Höschen aber oben ohne = keinerlei Problem, siehe etwa Metro Exodus.
      Wieso stört sich #metoo nur an Anime Frauen? Das ist völliger Blödsinn.

      Dann verweist Sony auf Jugendschutz, produziert selbst aber Spiele wie God of War oder Last of us 2 und feiert Titel wie Mortal Kombat 11 ab. Noch mehr Heuchelei.

      Sony kann sich ja gerne hinstellen und sich puritanisch bis zum geht nicht mehr geben, wenn sie es wollen. Trauen sie sich natürlich nicht, auch wenn Erzkonservative aus dem extremen Linken, extremen Rechten und extremen Religiösen Lagern das Abfeiern würden. So wirkt das alles wie Anbiederung an die SJWs aber ohne wirklich konsequent zu sein, denn sie wissen, wenn sie es übertreiben verlieren sie Kunden. Nur auf die kleinen japanischen Nischenentwickler können sie halt getrost scheißen, die bringen eh kaum Geld ein, weswegen die als Bauernopfer herhalten müssen.

      Sonys Scheinheiligkeit ist entsprechend einfach nur zum Göbeln.
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    • Ja, aber wenn ich mir Import Preise anschsue und dazu kommt das die Spiele höchsten englishe Texte haben, fällt es mir wiederum nicht schwer die Sache in paar Tagen wieder zu vergessen. Ich mein 80-100 Euro incl. Mwst. für nen Spiel wie DoA Xtreme 3 Volleyball? Hm, da bin ich echt Hin und Her gerissen. Den einen Tag sag ich mir "ich bestelle es für Switch dann halt", am nächsten Tag sag ich mir wieder "haha ne, der den Preis ist es mir nicht wert" .

      Wobei, was wird das wohl für das Onechanbara Remake bedeuten welches ja kommen soll... ? Das würde ich sogar noch in english versuchen. Die DLCs zu Z2 waren ja schon derb xD. Sollte man Z2 besser noch kaufen zusammen mit bestimmten DLCs, bevor es nicht mehr geht? Weil das hatte ich mal kurz gespielt und war ganz witzig. Jetzt habe ich Lust auf Eis mit Erdbeeren oder Bananen.

      Ich kann jedenfalls jeden verstehen der sich aufregt und sry das ich wegen X Spielen nicht Sony Boykotieren kann. Ich bin der letzte der gegen die Sachen ist, die so böse sein sollen.
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    • Spiritogre schrieb:

      Wieso stört sich #metoo nur an Anime Frauen? Das ist völliger Blödsinn.
      Da man so eine Nische "attackieren" kann und dadurch besser polarisieren kann. Extremismus halt... Das Traurige ist halt, dass man damit das Gegenteil von dem erreicht was man erreichen will. Dank son Quatsch verliert die Bewegung komplett ihre Ernsthaftigkeit, was bei so einem wichtigen Thema wirklich traurig ist...

      Sonys rumheuchelei ist natürlich ebenfalls wieder so ein Ding für sich... "Man will die Entwicklung von jungen Leuten nicht gefährden" Tod und Verstümmelung ist aber ok. Aber Haut in Anime Optik ist zu viel :D

      Interessant finde ich auch, dass Nintendo da nun wirklich so aufgeschlossen ist. Ich habe auch mal gelesen, dass Nintendo nur Spiele verbietet, die im ESRB Rating eine ab 18 Kennzeichnung kriegt. Da es da aber anscheinend auch eine ab 17 Kennzeichnung gibt, passiert dies so gut wie nie.
      Dieser Wechsel in der Mentalität ist schon echt ein Ding für sich. Nur, dass Sony sich wohl nicht so leicht davon abbringen musst. Hier klingt es ja sogar wirklich so, als ob man all die Entwickler, die eher in so eine Richtung gehen, von der Plattform wegmobben will. So mies behandelt man keine Partner... Das finde ich an der Sache ehrlich gesagt sogar erst so wirklich schlimm. .__.
      Ich hoffe wirklich die Entwickler sind schlau und versuchen sich lieber ihre Nische auf anderen Plattformen zu suchen.


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    • Weird schrieb:

      Das Traurige ist halt, dass man damit das Gegenteil von dem erreicht was man erreichen will. Dank son Quatsch verliert die Bewegung komplett ihre Ernsthaftigkeit, was bei so einem wichtigen Thema wirklich traurig ist...
      #metoo hat sich doch schon kurz nach Start selbst ins Aus geschossen. Ursache waren die Anschuldigungen gegen den Filmproduzenten Weintraub, wo viele bekannte Schauspielerinnen verbale Anklage erhoben. Das ist in den USA aktuell ja gang und gäbe, dass wer sich benachteiligt fühlt da immer ein Riesen Fass aufmacht.
      Der Witz ist doch, die Damen sind letztlich freiwillig mit dem Weintraub in die Federn gehüpft, ihrer Karriere wegen. Und hat dann ja auch bei einigen gut geklappt. Sich jetzt hinzustellen und von "Vergewaltigung" zu sprechen ist ein wenig armselig.
      Asia Argento hat inzwischen dann ja auch die Anschuldigungen zurückgenommen und zugegeben, dass es freiwillig war. Ein paar Wochen darauf wurde sie dann wiederum von einem männlichen Jungschauspieler verklagt, dass sie ihn erpresst haben soll für seine Karriere mit ihr ins Bett zu steigen.
      Dieser ganze Hollywood-Zirkus ist doch an Lächerlichkeit kaum zu überbieten und nur die üblichen Progressiven aus dem Linken Lager machen da immer noch Lärm drum, die zicken nun mal bei allem rum, siehe ComicGate, siehe diesen Synchronsprecher Vic irgendwas usw. usf. selbst GamerGate ist ja immer noch ein unglaublich wichtiges Thema für die.

      Also die haben alle selbst dafür gesorgt, dass das eigentlich ernste und wichtige Thema sexuelle Belästigung und Vergewaltigung in die Lächerlichkeit gezogen wird, eben weil sie wegen jeder Mücke ein Riesen Fass aufmachen.
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    • Das es mit der MeToo-Bewegung zusammenhängt, vor welcher Sony USA kuscht war den meisten von uns sicherlich klar. Schade das eine kleine und fanatische Minderheit mittlerweile überall den Ton angeben kann und der Mehrheit vorschreibt was sie gut zu finden hat. Trotzdem ist mir nicht ganz klar warum die Zweigstelle in den USA die Regeln vorgeben kann, Sony ist doch eine japanische Firma und da sollte Tokyo den Ton angeben. Ich meine bei VW kann doch auch nicht einfach die Filiale in Shanghai den Leuten in Wolfsburg sagen was sie zu tun haben.
      Das mit der Familienfreundlichkeit ist auch nur Heuchelei, während Sony USA die Kinder vor gefährlich drallen Animegirls "schützt" zerfetzen die lieben Kleinen bei MK XI gerade ihre Gegner.
    • Weird schrieb:


      Ich hoffe wirklich die Entwickler sind schlau und versuchen sich lieber ihre Nische auf anderen Plattformen zu suchen.
      Ich finde es ja amüsant wie Leute davon ausgehen, welche die Zensurschritte begrüßen, der Überzeugung sind, das Sony nun diesen Titeln endlich den Gnadenstoß gegeben hat.
      Mal davon abgesehen das 18+ VisualNovels schon zuvor auf dem PC überleben konnten und diese nun auch Richtung Westen ziehen (womit Sonys Entscheidung überhaupt daran nichts ändern wird, außer das es kaum bis gar keine Versionen gibt die jenen Content AUSTAUSCHEN (nicht entfernen ist das Zauberwort), sondern das damit die Grenze zur Pornographie gänzlich verschwindet.

      Ist einem mal aufgefallen dass der Senran Kagura Artist sich nun eher an Eroge SRPGs versucht und eben nicht daran eine "harmlose" Version in seinem Stil zu erschaffen?
      Designer, Entwickler etc. werden sich nur darin bestätigt sehen, das Fanservice per se falsch war und man nur noch zwischen Schwarz und Weiß die Wahl haben wird.
      Es wird lediglich den H-Markt vergünstigen, welche sowieso auf dem PC stets ihre Heimat hatten und jene die sich weiter darauf berufen fanservicelastige Titel zu erschaffen, werden sich Nintendo zuwenden.

      Ich finde es auch amüsant zu sehen, wie viele der Überzeugung sind das Titel wie Fate, KanColle/Azur Lane etc. davon nicht betroffen sind, weil sie ja kein Ecchi sind.
      Mal sehen wie diese reagieren werden wenn es spätestens jene Titel trifft, da bereits bei den Mobile Versionen nach Zensur gerufen wird wegen des Designs oder den Titeln transphobische Elemente vorgeworfen werden.

      Letztendlich wird Sony damit dennoch die Landschaft des Gamings im japanischem Segment stark verändern und leider werden wir, da 2 Versionen zu erschaffen zu teuer ist, in den sauren Apfel beißen und die Sony Versionen auf Nintendo, PC etc. spielen.
      Solange jedoch kein Geld Richtung Sony wandert, hoffe ich das jene Entwickler die weiterhin in der grauen Zone versuchen etwas zu erschaffen, sich darauf besinnen das selbe zutun was ich tue.
      Sony den Finger zu zeigen....


    • Vielen Dank für den informativen Artikel.

      Gestern habe ich mir Gedanken über mein zukünftiges Spielverhalten gemacht, als es die ersten Details zur Playstation 5 gab. Wenn es in Zukunft so läuft, wie es aktuell geschieht, werde ich eine Mischung aus Nintendo und PC anstreben. Die meisten JRPGs erscheinen für Windows und werden nicht verändert. Zwar benötige ich keine sexuellen Inhalte in einer Visual Novel, ich lese lieber die All-Ages-Versionen, aber Ecchi darf es ruhig sein, von daher mag ich Sony momentan nicht mehr unterstützen.
      I am Alpha and Omega...
      The beginning and the end...
      The first and the last...

      You shall be as gods.
    • Keine Ahnung was das immer mit dem "böse Videospiel" Mist zutun hat. Ich mein es kaufen sich sicher keine Jugendlichen Spiele nur wegen nackten Frauen usw. Weil wenn sie sowas sehen wollen dann schauen sie sowieso heimlich im Internet oder Fernsehen Pornos. Und das witzige ist das gerade die Amis bei dem Thema so prüde sind wo man von dort die verrücktesten und kranksten Storys immer hört was Gewalt usw angeht.
      Und wenn dann finde ich sowieso das Eltern sich darum kümmern sollten was ihre Kinder spielen und nicht die Firmen weil man wird sowas sowieso nie alles verhindern können.
      Mein kleiner Cousin spielt mit 12 schon Call of Duty und hat sich schon Videos von Resident Evil 7 damals im Internet angesehen.
      Glaub jetzt nicht das ein 12 jähriger denkt wenn er ein halbnacktes Animemädel sieht sich jetzt denkt "oh geil jetzt muss ich mir gleich einen runterholen".
      Bei den Zeichentrickserien früher machte man komischerweise nie so einen verschärften Aufstand wenn man da die Figuren nackt sah wenn die vom Baden kamen und seien wir mal ehrlich in der heutigen Zeit sind die Jugendlichen sowieso schon weiter voraus als früher und fangen mit 12 schon zu rauchen an oder haben schon ne Freundin.
    • Die Amis sind und waren nie prüde, es ist lediglich eine Erfindung der Medien oder einfach ein Gerücht, der seit einer Ewigkeit kursiert. Wer zumindest glaubt das die Amerikaner prüde sind, der hat nie eigenständig nachgedacht. :D
      Bedenkt man die wunderbare Komplexität des Universums, seine Perfektion, seine Ausgewogenheit in allen Dingen – Materie, Energie, Gravitation, Zeit, Dimension – muss ich einfach annehmen, dass unsere Existenz viel mehr ist, als Philosophie in ihr sieht. Das was wir sind, übertrifft alle Maßstäbe, die wir uns mit unserem mathematischen Denken vorstellen können. Unser Dasein ist Teil eines Ganzen, das wir mit unserem Verstand, unserer Erfahrung nicht erfassen können.
      -Picard-
    • DarkJokerRulez schrieb:

      Die Amis sind und waren nie prüde, es ist lediglich eine Erfindung der Medien oder einfach ein Gerücht, der seit einer Ewigkeit kursiert. Wer zumindest glaubt das die Amerikaner prüde sind, der hat nie eigenständig nachgedacht. :D
      Die amerikanische Zensurbehörde ist prüde, das ist schon seit Ewigkeiten so. Natürlich stört sich der Grossteil der Bevölkerung daran nicht.^^ Sieht man in den USA ja auch im öffentlichen Fernsehen, da darf ja auch nicht geflucht werden, wen das mal passiert wird das gleich zum Skandal, das gleiche gilt ja für Nudity.

      Kanche schrieb:

      Aruka schrieb:

      Hier wird wieder masslos übertrieben und das Ende von Sony heraufbeschworen. Ja klar
      Warum? Darf man heutzutage nichts mehr gegen die großen heiligen Firmen sagen und muss man alles hinnehmen?
      Hab ich das etwa gesagt?
      Habe ja nicht ansatzweise das Gegenteil behauptet, alles was ich meinte ist das der Grossteil der Spieler sich nicht dafür interessiert ob es jetzt einige Nischenspiele vielleicht nicht mehr auf der PS5 geben wird. Sony wird heir kaum mit Verlust rechnen. Dennoch sollte man Sony klar machen wen man verägert ist, solange man dabei nicht übertreibt und wieder Morddrohhungen umherwirft und auf Twitter Sony Entwickler anpöbelt die nichts damit zu tun haben. Vielleicht rudert man wieder zurück wen die nächste Xbox sich besser positioniert, wäre mir auch Recht. Im Endeffekt ist es mir aber auch einfach relativ egal, so dramatisch finde ich es nicht.
      Bekomme irgendwie Flashbacks zum grossen Nintendoboykott den es vor 3-4 Jahren auch hier gab wegen dem fehlenden Boobslider.

      Nunje, auf den Rest des Threads gehe ich nicht ein, das sackt irgendwie schon wieder in seltsame #metoo-Theorien, die meiner Meinung nach nichts damit zu tun haben. Wie so üblich.


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    • Mein Kopf raucht irgendwie gerade aus vielen verschiedenen Gründen...


      Brandybuck schrieb:

      Unter Verweis auf Geheimhaltungsverträge und Angst vor Konsequenzen in der Geschäftsbeziehung mit Sony wollte jedoch keiner der Vertreter genannt werden.
      Klingt stark nach Tyrannei


      Brandybuck schrieb:

      Die größten Bedenken hat man bei Software, die in der Firmenheimat Japan verkauft wird. Dort ist die Toleranz gegenüber Nacktheit und Bildern junger Frauen, die möglicherweise minderjährig erscheinen könnten, traditionell größer
      Ja und? Bin ich zu de-sensibilisiert oder zu sehr "Fan" um das Problem nicht zu erkennen?


      Brandybuck schrieb:

      Zum einen würden immer mehr Leute vor Publikum spielen und so würden auch besagte Spiele und Inhalte, die „mit laxeren japanischen Standards“ im Einklang stünden, weltweit Beachtung finden.
      Stattdessen können bspw. Influencer jetzt bei ihren Lets Plays und Streams hinzufügen "dank Sony bekommen wir nur eine abgespeckte Variante"


      Brandybuck schrieb:

      etzt jedoch bekommen sie keine Aufmerksamkeit mehr von Sony, sagen sie, und es wird ihnen mitgeteilt, sie sollen sich andere Plattformen suchen, wenn sie weiter solche Spiele machen wollen
      Einfach nur hochnäsig, arrogant und abartig, selbst zu feige Tacheles zu reden was die eigenen neuen Richtlinien angehen und die kleinen Entwickler auf die man scheißt aber trotzdem durch Verträge an der kurzen Leine halten und an sich zu binden, einfach nur unfair und respektlos


      Brandybuck schrieb:

      Es heißt lediglich, man habe „als Plattformbetreiber eine Verantwortung gegenüber der Nutzer
      Dann möchte ich gerne den "Verantwortlichen" fragen warum er meint mir als volljähriger Erwachsener vorschreiben zu müssen was ich neuerdings konsumieren darf wo vorher keinerlei Probleme diesbezüglich waren und durch Dritte geklärt werden konnte
      Außerdem zählen unter Nutzer ja wohl auch diejenigen die die Plattform nutzen um ihre Spiele so zu entwickeln wie sie es gerne möchten, um ihre Kreativität auszuleben und sich finanziell ihre Brötchen zu verdienen
      Tja Sony, da habt ihr wohl verkackt


      Brandybuck schrieb:

      Bei Microsoft gab man kein Statement ab.
      Schwache Leistung


      Brandybuck schrieb:

      Nintendo ließ mitteilen, dass man sexuelle Inhalte nicht reguliert, bis auf das Notwendige, nämlich so dass Entwickler die Freigaben der nationalen Altersfreigabebehörden erhielten.
      Sollten die einzelnen Fälle der letzten Gen dafür verantwortlich sein dann bravo Nintendo, ihr habt dazu gelernt und behaltet das bitte so bei
      Aus aktueller Sicht ein fettes Dankeschön auch für die bisherige Stellungnahme und Transparenz dazu


      Brandybuck schrieb:

      Außerdem hätten Führungskräfte japanischer Entwickler bemängelt, dass es schriftliche Ausführungen dieser Richtlinien überhaupt nicht gäbe.
      Was nicht geschrieben steht ist auch nicht Gesetz, zeigt nur mal wieder das die die privilegierter sind einfach den Ton angeben können egal obs einem persönlich passt und man ihre Ansichten von Recht und Unrecht einfach aufgedrückt bekommt, sehr bezeichnend


      Brandybuck schrieb:

      Du weißt nie, was sie sagen, bis du die Arbeit abgeschlossen hast und sie zur Durchsicht einreichst
      Das sind absolut keine gescheiten Arbeitsverhältnisse, erst recht nicht wenn es bei so einem Medium nicht unbedingt allein um die Arbeit an sich geht sondern auch die Verwirklichung und Umsetzung von Ideen und Kreativität und wenn diese nun mal sexuelle Inhalte miteinbeziehen dann ist das nun mal so
      Es gibt haufenweise Steinskulpturen von nackten Frauen in der Öffentlichkeit, in Museen, in Parks, in Gärten weltweit und ohne Zensurbalken und es hat noch keine Jugendlichen oder Menschen im allgemeinen verdorben, im Gegenteil, es zählt ja unter Kunst und gerade im Beispiel Museum bezahlt man noch dafür wie vielleicht ein kranker Perverser vor Urzeiten die Frau die er vermutlich vergewaltigt und umgebracht hat vorher noch in Stein gemeißelt hat, an ihrem Blick erkennt man noch das der Künstler von Depressionen geplagt war was seine Tat ja rechtfertigt, ach ja geile Möpse übrigens...aber dafür habe ich jetzt 50€ Eintritt bezahlt? meh...

      Gut möglich das ich das in meiner aktuellen Aufregung und Gereiztheit etwas zu detailliert und überzogen ausgeschmückt habe, aber ich denke die meisten werden den Sinn hinter dieser Übertreibung schon verstehen


      "Heed the Voice of the Valkyrur, tremble before my might Worms!!!"
      -Baldren Gassenarl-

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