Im Test! The Princess Guide

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    • Im Test! The Princess Guide

      Titel The Princess Guide
      Japan 15. März 2019
      Nippon Ichi Software
      Nordamerika 26. März 2019
      NIS America
      Europa 29. März 2019
      NIS America
      System PlayStation 4, Nintendo Switch
      Getestet für Nintendo Switch
      Entwickler Nippon Ichi Software
      Genres Action-RPG, Strategie
      Texte
      Nordamerika
      Vertonung Japan

      Bildmaterial: The Princess Guide, Nippon Ichi Software / NIS America

      Die Geschichte von der Jungfrau oder Prinzessin in Nöten ist so alt wie die Videospielgeschichte selbst. Auch in Büchern und Filmen tut sich oft ein Held empor, der die zarte Dame aus den Klauen eines bösen Herrschers oder Monsters befreien muss. Doch wir sind längst in einer Zeit angekommen, in der sich das vermeintlich schwache Geschlecht nicht mehr alles gefallen lässt.

      Prinzessinnen sind selbst in der Lage, sich zu retten und befördern mit ihren beeindruckenden Fähigkeiten jeden Bösewicht ins Jenseits. So ist es auch in The Princess Guide. Vier starke, selbstbewusste Prinzessinnen warten darauf, dass ihr euer Veteranenwissen mit ihnen teilt, damit sie zu würdigen Herrscherinnen aufsteigen können. Langweiliges Schulbankdrücken oder spannendes Strategiespiel? Wir haben es für euch getestet.

      Die Qual der Wahl

      Ihr seid ein namenloser Held, der schon zahlreiche Schlachten geschlagen hat. Über die Jahre habt ihr große Erfahrung im Kampf gesammelt und euer Wissen überspannt zahlreiche Fachgebiete. Nachdem die letzte Schlacht geschlagen ist, sucht ihr nach einer neuen Aufgabe, die euch zu erfüllen vermag. Euer alter Freund schlägt euch vor, euer Wissen mit der Welt zu teilen.

      Zu diesem Zeitpunkt erbitten die vier Nationen der Relic Islands eure Führung. Sie brauchen jemanden, der ihren Prinzessinnen mit Rat und Tat zur Seite steht. Einen echten Helden, der ihnen alles beibringen kann, was eine Prinzessin wissen muss, um eine gute Herrscherin zu sein. Ob sich ihr Schicksal erfüllt, hängt ganz von euch ab.

      Zu Beginn des Spiels dürft ihr erst einmal entscheiden, welche Gestalt ihr als Ausbilder annehmt. Viel Spielraum habt ihr hier jedoch nicht. Ihr wählt ein Geschlecht und eins von neun verschiedenen Gesichtern, deren Unterschiede sich aber kaum auf dem Charaktermodell erkennen lassen. Eine Stimme könnt ihr ebenfalls auswählen, es besteht aber auch die Möglichkeit, einfach stumm zu bleiben.

      Dann braucht euer Protagonist noch eine Persönlichkeit. Ernst, logisch und reserviert, hart und wild oder pervers sind hier eure Optionen. Abhängig von der Persönlichkeit ändern sich einige der Dialoge im Spiel. Dies hat aber keine größeren Auswirkungen auf die Haupthandlung, ihr könnt also getrost wählen, was euch am meisten zusagt. Jetzt seid ihr dazu bereit, euch euren Schützling auszusuchen.

      Die vier Prinzessinnen haben unterschiedliche Charaktereigenschaften und Beweggründe. Liliartie beispielsweise ist eine Kriegerprinzessin des Alixon-Königreichs. Sie ist eine starke Kämpferin mit einem Heißhunger auf Fleisch. Ihre Kampffertigkeiten sind schon recht gut entwickelt, dafür fehlt ihr jegliches Wissen abseits von Schlachten und Essen. Sie erbittet eure Hilfe, um ihre Nation vor einer Anomalie zu beschützen, die den ganzen Kontinent bedroht.

      Veronica ist eine freche Hexenprinzessin mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein. Sie ist die Anführerin der mächtigsten Magiergilde in den Ödlanden. Veronicas Ziel ist die absolute Weltherrschaft, die sie mit der Verbreitung von Angst und Feuer erreichen will.

      Monomaria, bekannt als die Rosenprinzessin, ist der Spross der einst wohlhabenden Yudaria-Familie der kaufmännischen Handelskoalition. Diese würdevolle und sture Prinzessin möchte ihre eigenen Schwächen mit eurer Hilfe ausmerzen und die Ehre ihrer Familie wieder herstellen. Die letzte Kandidatin ist Alpana, die höfliche und leicht naive Drachenprinzessin. Sie entstammt dem friedvollen Nord-Kamara-Clan. Sie möchte die Worte des Glaubens auf der ganzen Welt verbreiten und somit alle Rassen in Frieden vereinen.

      Kämpfen will gelernt sein

      »Als Kommandant kämpft ihr Seite an Seite mit euren Soldaten und heizt den Gegnern mit mächtigen Attacken ein. Dafür könnt ihr zwischen zwei Modi hin und her schalten.«

      Nachdem ihr eine Prinzessin gewählt habt (die anderen dürft ihr zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls trainieren), bekommt ihr eine umfangreiche Einweisung ins Kampfsystem und das Trainieren eures Schützlings. Hier prasseln sehr viele Informationen auf einmal auf den Spieler ein. Manche Erklärungen sind auch sehr knapp gehalten, sodass am Anfang nicht immer sofort klar ist, was das Spiel jetzt von einem möchte.

      In den ersten Missionen erwischt man sich selbst dabei, wie man einfach wahllos Knöpfe hämmert und es trotzdem irgendwie ans Ende schafft. Dann kommt auch noch das Training der Prinzessin hinzu, das im Tutorial eher schlecht als recht erklärt wird. Erst mit der Zeit macht es dann klick.

      Hier folgt also eine kurze Einweisung in das komplexe System von The Princess Guide. Ihr übernehmt als Kommandant die Führung über einen Trupp Soldaten, der aus drei Gruppen besteht. Eure Soldaten greifen selbstständig an, ihr könnt ihnen aber auch direkte Anweisungen geben; darunter ein starker Kommandanten-Angriff, der aber Energie kostet und nicht unendlich oft eingesetzt werden kann.

      Ihr könnt während des Kampfes abhängig von eurem aktuellen Kommandanten verschiedene Kampfstrategien auswählen, die das Verhalten eurer Soldaten ändern. So gibt es beispielsweise offensive Strategien, aber auch defensive, bei denen eure Soldaten sich darauf konzentrieren, euch zu beschützen.

      Manchmal ist so viel auf dem Bildschirm los, dass man Freund und Feind schwer unterscheiden kann.

      Als Kommandant kämpft ihr Seite an Seite mit euren Soldaten und heizt den Gegnern mit mächtigen Attacken ein. Dafür könnt ihr zwischen zwei Modi hin und her schalten. Im Commander-Modus führt ihr einfache Attacken aus und befehligt eure Soldaten. Im Battle-Modus hingegen führt ihr mächtige Spezialattacken aus, sogenannte EX-Attacken. Diese sind nur begrenzt in Missionen einsetzbar, damit ihr es nicht zu einfach habt. Um erfolgreich in Kämpfen zu sein, rotiert ihr also zwischen den einzelnen Befehlen hin und her, ändert die Strategie oder weicht mit geschickten Manövern gegnerischen Angriffen aus.

      Ein weiterer strategischer Aspekt sind die Relikte, die überall in den Missionskarten verteilt sind. Hierbei handelt es sich um Maschinen einer alten Zivilisation, die ihr kurzzeitig für eure Zwecke verwenden könnt. Dafür müsst ihr diese aber erst einmal in Beschlag nehmen, was je nach Relikt ein wenig Zeit beansprucht. Umso länger man spielt, umso mehr gewöhnt man sich an das Kampfsystem und schon bald entwickelt sich ein fließender Wechsel zwischen den einzelnen Angriffsmöglichkeiten. Ein wirklich gutes Gefühl, wenn man sich durch eine Horde Gegner kämpft und immer wieder die eigenen Soldaten auf die Feinde loslässt.

      Planlos durch die Relic Islands

      Zumindest noch in den ersten paar Missionen. The Princess Guide bietet zwar viele strategische Optionen an, aber wenn man erst einmal eine Weile gespielt hat, merkt man, dass alle diese Optionen eigentlich völlig überflüssig sind. Standardangriff des Kommandanten, Standard- und Spezialangriff der Soldaten und Ausweichen reichen völlig, um entspannt durch jede Mission zu kommen. Spielt man mehrere Missionen am Stück, fühlt sich das Spiel schnell repetitiv an, da man immer und immer wieder dasselbe macht.

      »Optisch kann The Princess Guide die spielerischen Mängel wieder ausgleichen. Die kontrastreichen Farben und spritzigen Menüs lassen das Spiel sehr modern wirken.«

      Ihr sucht euch auf der Overworld-Karte ähnlich wie in Fire Emblem ein Ziel aus, zu dem ihr eure Truppen schicken wollt. Diese marschieren dann in Echtzeit los, bis sie ihr Ziel erreicht haben oder auf einen Feind treffen. Ihr könnt auch mehrere Trupps auf einmal in verschiedene Richtungen schicken, da die Ereignisse auf der Karte aber eher rar gesät sind, lohnt sich das meistens kaum.

      Allgemein fühlt es sich dauerhaft so an, als würde man nur wenig Fortschritt im Spiel machen. Um eure Prinzessin trainieren zu können braucht ihr Materia, das ihr nur in ganz bestimmten Kampfsituationen oder in Story-Dialogen erhaltet. Vom Training eurer Prinzessin hängt aber auch euer eigenes Wachstum ab, denn ein klassisches Levelsystem gibt es in der Form nicht.

      In Missionen sammelt ihr Geld und Waffen, die dann in eurem Inventar Staub ansetzen. Es besteht zwar die Möglichkeit, Waffen zu verbessern und Items herzustellen, dafür braucht ihr allerdings wieder Materia, das ihr im Großteil der Fälle gerade nicht zur Hand habt. Immerhin könnt ihr euer Geld dazu benutzen, um weitere Kommandanten anzuheuern. Diese befehligen Soldaten, die sich von denen der Prinzessin und eures Protagonisten unterscheiden. Dadurch kommt wieder ein wenig frischer Wind ins Spielgeschehen.

      Einprägsam geht anders

      Bei den Dialogen wäre noch Spielraum nach oben gewesen.

      Zumindest optisch kann The Princess Guide die spielerischen Mängel wieder ausgleichen. Die kontrastreichen Farben und spritzigen Menüs à la Persona 5 sehen super aus und lassen das Spiel sehr modern wirken. Die Charaktere sind ebenfalls schön designt, auch wenn sie von Aussehen und Persönlichkeit her jedes Anime-Klischee erfüllen. Einzige Auffälligkeit sind hier die Animationen der Charaktere. Scheinbar haben alle vergessen, vorher auf Toilette zu gehen. Die Figuren wippen beim Reden extrem stark auf und ab, was nicht nur merkwürdig aussieht, sondern auch beim Lesen der Texte ablenkt.

      Absolut nicht ablenkend, dafür schon fast zu unterschwellig, ist die Musik. Die Töne plätschern entspannt vor sich hin und erinnern an Spiele wie “Phoenix Wright: Ace Attorney”. Die Stimmung ist „groovy“, aber insgesamt sehr ruhig für ein Action-RPG. Besonders innerhalb der Kämpfe geht die Musik in den Soundeffekten unter oder wird nach einer Weile geistig einfach ausgeblendet. Wie ein episches Abenteuer fühlt sich The Princess Guide dadurch nicht an, eher wie das Gelegenheitsspiel, das man abends in die Hand nimmt, wenn man nach einer entspannten Ablenkung vom Alltagsstress sucht.

      Sie war stets bemüht

      »The Princess Guide ist ein Spiel, das ich bis zum Schluss nicht einordnen konnte. Die ersten paar Spielstunden habe ich durchweg mit einem seltsamen Gefühl der Verwirrung gespielt. Ich hatte ständig das Gefühl, etwas falsch zu machen oder einen essentiellen Teil des Tutorials nicht mitbekommen zu haben, weil es sich so angefühlt hat, als würde ich nur sehr langsam Fortschritte machen. Dennoch waren die Missionen bis auf ein paar wenige Ausnahmen sehr leicht zu bewältigen, die Bosskämpfe fast schon enttäuschend einfach.

      Aber trotzdem hat mich das Spiel immer wieder an die Konsole zurückgeholt. Betrachtet man das Spiel in seinen einzelnen Elementen, dann handelt es sich um ein durchschnittliches Spielerlebnis. Aber als ein Ganzes betrachtet, also Musik, Gameplay und Optik, ergibt sich daraus beim Spielen ein schwer zu beschreibendes Gefühl.

      Fast schon in einer Art Trance habe ich eine Mission nach der anderen gespielt und dabei jegliches Zeitgefühl verloren. Als ich dann vier Stunden am Stück gespielt habe, musste ich doch feststellen, dass es über einen längeren Zeitraum hinweg ermüdend ist. The Princess Guide trifft sicherlich nicht jedermanns Geschmack, aber wenn man sich erst einmal reinfuchst, wird man mit gemütlichen Stunden der Unterhaltung belohnt.«

       

      Vier Prinzessinnen mit unterschiedlichen Beweggründen suchen einen Lehrer, der ihnen hilft, ihre Ziele zu erreichen. Ein bisschen Spannung gibt es auch, aber hauptsächlich oberflächliche Dialoge.
      Verwirrendes Tutorial stellt Unzahl an Fähigkeiten vor, von denen letztendlich nur ein Bruchteil wirklich zum Tragen kommen. Wird schnell repetitiv.
      Durchschnittlicher Anime-Stil, dafür aber schönes Gegner- und fetziges Menüdesign.
      Entspannt und groovy, für ein Action-RPG insgesamt ein wenig zu ruhig und nicht sehr einprägsam.
      Englische Bildschirmtexte mit japanischer Synchronisation. Trotz Mankos ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild.
    • Kommt besser weg als erwartet muss ich gestehen^^
      Wirkte hier im Forum erst nicht so als würde sich da jemand ranwagen, habe es bei Erhalt selbst angezockt und der Start hat mir überhaupt nicht zugesagt, daher habe ich nach einer halben Stunde vorerst abgebrochen da ich auch noch andere Projekte offen habe oder nun eher interessiert bin
      Das Tutorial war wirklich seltsam und teils konfus, die Hälfte der Fähigkeiten war mir direkt wieder entfallen, in die Dialoge wurde man mehr oder weniger etwas rein geschmissen und waren auch etwas belanglos und der Spielverlauf und das Ziel haben sich mir nicht ganz erschlossen, habe mich da 10min. blöd über die Weltkarte geklickt und nirgends ist etwas passiert
      Also ich hatte einen völlig anderen und verwirrten Eindruck während es im Trailer damals deutlich ansprechender wirkte, wird wohl ne ganze Weile warten müssen bis ich mich dem ganzen nochmal widme, dadurch das es hier doch ganz akzeptabel klingt und ich schon ehrgeizig bin alle meine Games wenigstens 1 mal abzuschließen ist es zumindest nicht komplett abgeschrieben
      Ich hatte gelesen das ein durchgang in etwa 8-10h dauert, kommt das hin? Und kann man mehrere Enden in einem Durchgang bekommen oder müsste ich es 12 mal durchzocken?


      "Heed the Voice of the Valkyrur, tremble before my might Worms!!!"
      -Baldren Gassenarl-