Im Test! The Last Remnant Remastered

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    • Im Test! The Last Remnant Remastered

      Titel The Last Remnant Remastered
      Japan 6. Dezember 2018
      Square Enix
      Nordamerika 6. Dezember 2018
      Square Enix
      Europa 6. Dezember 2018
      Square Enix
      System PS4
      Getestet für PS4
      Entwickler Square Enix
      Genres JRPG
      Texte
      Deutschland Nordamerika Japan
      Vertonung Nordamerika Japan

      Bildmaterial: The Last Remnant Remastered, Square Enix

      The Last Remnant hat bereits eine lange Reise hinter sich. Seinerzeit 2008 noch exklusiv unter dem Banner von Microsoft für Xbox 360 veröffentlicht, fand der Titel bereits ein Jahr später seinen Weg auf PCs. Seither war es lange ruhig um die Geschichte des Helden Rush Sykes.

      Viele Jahre später und einer bereits gestrichenen Veröffentlichung auf PS3 zum Trotz, erschien der Titel vor Kurzem als Remaster für PlayStation 4. Ob sich das Zugreifen ein drittes Mal oder generell lohnt, erfahrt ihr bei uns.

      Getrennte Geschwister

      Als Rush Sykes irrt ihr orientierungslos durch das tiefe Dickicht der Wälder, auf der Suche nach eurer Schwester Irina. Unweit von eurer Position vernehmt ihr lautstarkes Gebrüll. Je mehr ihr euch nähert, umso lauter wird dieses. Langsam beginnt der Boden unter euren Füßen zu erzittern. Als ihr den Rand des Waldes erreicht, entfaltet sich vor euch die volle Dimension der Geräuschkulisse.

      Nicht weit entfernt erblickt ihr ein riesiges Schlachtfeld. Die Truppen scheinen sich gerade erst zu formieren und unter ihnen, Irina?! Ohne zu zögern rennt ihr auf das Schlachtfeld, um eure Schwester zu retten. Ein Fehler, der zu einer langen Reise und neuen Freundschaften führt, aber auch viele Gefahren mit sich bringt. Seid ihr bereit, das Schicksal der alten Reiche zu verändern?

      Gefangen zwischen Intrigen und Verrat

      Familie Sykes

      Bei The Last Remnant erwartet euch eine politisch angehauchte Geschichte, gepaart mit Verschwörungen und Intrigen. In der Figur des Rush Sykes verfolgt ihr zunächst das Ziel, eure Schwester zu retten. Um dieses Ziel herum bauen sich weitere Nebenstränge auf, welche final im großen Showdown zusammenfließen.

      Die Geschichte um die riesigen Artefakte und die Mysterien, die sie miteinander verbinden, und die Geschichte um Rush und den geheimnisvollen Eroberer wissen zu überzeugen. Der Großteil der Charaktere brilliert durch seine Handlungsweisen und Emotionen, während andere Figuren wiederum arg stereotypisch und platt wirken. Das Spiel findet aber generell eine gute Mitte und kann durchweg überzeugen.

      Turn-Based-Strategy mit Zufallsfaktor

      »Der Wechsel von Unreal 3 zu Unreal 4 hat The Last Remnant wirklich gut getan. Probleme wie nachladende Texturen und Bildrisse wurden nun endgültig behoben.«

      Inhaltlich hat sich im Remaster augenscheinlich nichts zur PC-Fassung geändert, große Neuerungen wird man hier abseits der Grafik vergebens suchen. Im Spiel bewegt ihr euch auf einer 2D-Oberwelt zwischen Städten und Dungeons hin und her. Innerhalb der Städte könnt ihr euch mit Ausrüstung eindecken, diese verbessern oder in ihre Bestandteile zerlegen.

      In den Gilden warten Einheiten darauf, von euch angeworben zu werden, und in den verschiedenen Gasthäusern könnt ihr Nebenaufträge annehmen. Letztere bringen euch seltene Belohnungen ein, neue Figuren und gegebenenfalls erweitern diese die Verliese um neue zusätzliche Areale. Viel gibt es hier zu entdecken und ebenso viel gibt es zu verpassen.

      In den verschiedenen Arealen sammelt ihr Schätze, wichtige Ingredienzien an Grabungspunkten und bestreitet natürlich Kämpfe. In den Gebieten werdet ihr vielen Monstern begegnen, derer es sich zu erwehren gilt. Wer das Spiel bereits kennt, dürfte sich an den Kampfrang erinnern. Dieser schätzt eure Truppenstärke ein und wächst je nach eurer Stärke und euren Kampfhandlungen schneller oder langsamer an.

      Eure Gegner skalieren in ihrer Stärke und in ihren Fähigkeiten mit diesem Kampfrang mit. In der Ursprungsversion endete dies meist mit Tränenausbrüchen des Spielers, da die Gegner teilweise zu unüberwindbaren Mauern wurden. Diese wurden mit der PC-Fassung stark zurückgefahren und gefühlt scheint das Remaster diesbezüglich noch ein wenig einfacher geworden zu sein. Nichtsdestotrotz könnt ihr innerhalb der Kämpfe schnell in die Enge getrieben werden, was einem gewissen Zufallsfaktor geschuldet ist.

      Von Formationen und QTEs

      The Last Remnant

      Mächtige Fähigkeiten gilt es zu lernen.

      Doch wie schlägt man eigentlich seine Schlachten in The Last Remnant? Zunächst einmal kämpft ihr nicht zwingend als einzelne Person, sondern in Verbänden mit mehreren Einheiten. Das Spiel gibt euch je nach Fortschritt in der Geschichte die Anzahl der möglichen Kampfverbände und die Truppenstärke vor. Einem Verband können maximal fünf Einheiten zugewiesen werden.

      Seit der PC-Fassung ist es möglich, einen Verband komplett mit Anführern zu bestücken, wodurch die Schlagkraft enorm steigt. Jede Einheit kann eine Formation einnehmen – je nach Formation werden bestimmte Statuswerte erhöht oder gesenkt. Je nach Bedarf eignen sich manche Formationen mehr gegen bestimmte Gegner als andere. Ihr müsst also ein gewisses Micromanagement betreiben und euch an bestimmte Gegner anpassen.

      Fertig ausgerüstet geht es auch schon in die verschiedenen Areale. Eure Gegner bewegen sich frei über die Karte und können entweder einzeln oder in Gruppen zusammengezogen werden. Der Kampf ist eine Mischung aus strategischem Planen und kleineren Quick-Time-Events, gepaart mit dem Faktor Zufall. Das Ganze spielt sich auf einer Kampfkarte ab, eure Einheiten und die der Gegner sind auf dieser frei verteilt.

      Zug um Zug

      Drachen sind nicht eure einzigen Feinde!

      Mit Beginn jeder Runde wählt ihr euren Gegner aus. Je nachdem, was für einen Trupp ihr angreift, würfelt euch das Spiel eine Anzahl zufällig generierter Angriffsmuster zusammen. Ihr könnt also nicht direkt auswählen, mit welchen Fähigkeiten (egal ob magisch oder physisch) ihr angreifen wollt. Es besteht allerdings die Möglichkeit, Fähigkeiten zu deaktivieren, damit sie erst gar nicht zur Auswahl stehen. Habt ihr eure Entscheidungen für die Trupps getroffen, beginnt das Scharmützel.

      Die Trupps werden nacheinander bewegt. Während sich euer Trupp und der eines Gegners aufeinander zu bewegen, können unterschiedliche Kampfereignisse auftreten. Im besten Fall überrascht ihr einen Gegner oder schneidet einem anderen Trupp den Zielweg ab. Solche Aktionen resultieren in einem Schub eurer Moralleiste. Eine hohe Moral erhöht euren ausgeteilten Schaden und verringert wiederum erlittenen Schaden. Gleiches können natürlich auch eure Gegner nutzen und so kann es passieren, dass euer Trupp von vier Seiten angegriffen und zerrieben wird.

      Löst ihr in einer Konfrontation zufällig einen kritischen Treffer aus, aktiviert sich ein kurzes QTE. Trefft ihr die Schaltfläche, die euch vorgegeben wird, könnt ihr den Schaden erhöhen oder verringern, falls ihr angegriffen werdet. Wem das allerdings zu hektisch ist, der kann das Ganze automatisiert ablaufen lassen. Am Ende einer Schlacht kommt es zur Bewertung. Hier wird eure Leistung bewertet und entsprechend belohnt.

      Des Weiteren erhalten eure Figuren unter Umständen ein Upgrade verschiedener Statuswerte, aber auch hier grüßt der Moloch des Zufalls wieder. Neben dem Erhalt von Items könnt ihr auch Gegner gefangen nehmen. Diese können entweder am Stück verkauft oder in ihre Bestandteile zerlegt werden. Letztere dienen euch wiederum zum Upgrade eurer Ausrüstung.

      Spaß trotz Zufall

      »Trotz des Zufallsfaktors, der euch unter Umständen die Kämpfe erschweren, aber auch erleichtern kann, motiviert das System ungemein und lädt zum Taktieren ein.«

      Trotz des Zufallsfaktors, der euch unter Umständen die Kämpfe erschweren, aber auch erleichtern kann, motiviert das System ungemein und lädt zum Taktieren ein. Das Micromanagement wird euch größtenteils abgenommen.

      Hin und wieder werdet ihr von den Figuren nach Items oder der Ausrichtung ihrer Fähigkeiten gefragt, aber ansonsten müsst ihr euch nicht großartig um diese kümmern bzw. nur um die Formationen und Aufstellung der Einheiten.

      Im Gegensatz zu den Vorgängerversionen laufen die Kämpfe nun butterweich ab und beeinträchtigen nicht mehr das Spielgefühl. Auch außerhalb der Gefechte wird der Spielfluss durch keine Framedrops mehr getrübt. Ein wenig betrüblich wird es allerdings, wenn wir generell über die grafischen Aspekte reden.

      Unreal 4 macht einiges besser, aber nicht alles

      Mr. Buddler sammelt für euch Materialien.

      Eines vorweg: der Wechsel von Unreal 3 zu Unreal 4 hat The Last Remnant wirklich gut getan. Das Problem des Nachladens der Texturen, welches besonders schlimm in der Version für Xbox 360 auftrat und vereinzelt noch in der PC-Fassung zu finden war, wurde nun endgültig behoben.

      Auch das Bildriss-Problem gehört nun endgültig der Vergangenheit an. Allerdings wird das Ganze durch einen recht hoch eingestellten Gammawert getrübt. Die Areale und Städte wirken arg überbelichtet. Das lässt sich zwar manuell beheben, unschön ist es dennoch.

      Darüber hinaus verschwinden in Kämpfen immer mal wieder gerne Objekte aus der Hintergrundkulisse. Schuld ist hier die Kamera, welche Objekte aus- und einblendet. Das wirkt komisch und kann den Spieler ein wenig aus dem Spielfluss rausreißen.

      Abseits dieser unnötigen Fehler punktet das Remaster auf grafischer Seite. Spieler, welche nur die Xbox-360-Version kennen, werden einen ordentlich Unterschied erleben – PC-Spieler müssen hingegen die Lupe auspacken.

      Imposante Musik mit leisen Sprechern

      Fiese Gegner warten darauf besiegt zu werden.

      Musikalisch wird nach wie vor einiges geboten. Der Soundtrack war schon in der ursprünglichen Fassung imposant und das bleibt er auch weiterhin. Bei der Synchronisation stehen euch Englisch und Japanisch zur Wahl. Für Letztere müsst ihr allerdings in den sauren Apfel beißen und die Systemsprache umstellen.

      Ergo fehlen euch natürlich auch Untertitel, die man verstehen kann. Was Square Enix hier geritten hat, lässt mich rätseln. Gerade wenn man den Umstand bedenkt, dass in der PC-Fassung eine solche Option vorhanden ist. Auch gibt es starke Unterschiede in der Lautstärke zwischen dem normalen Laufspiel und den Sequenzen.

      Letztere sind um ein Vielfaches leiser und man kommt sich mehr wie in einer Bibliothek vor, in welcher sich keiner traut, laut zu sprechen. Auch wenn man für die Gespräche der Figuren ein Hörgerät braucht, so ist die Synchronisation über alle Maße erhaben.

      Was gibt es sonst noch zu The Last Remnant zu erzählen? Nun, es gilt zu sagen, dass alle Neuerungen der PC-Fassung mit ins Remaster übernommen wurden. Für jene, die nur die Xbox-360-Fassung besitzen, gibt es also jede Menge neue Sachen zu entdecken. Jene, die auch die PC-Fassung kennen, müssen sich mit der grafischen Überarbeitung zufriedengeben.

      Ende gut, alles gut?

      »Lohnt sich also ein Kauf, gar ein Neukauf von The Last Remnant? Wer mit dem Zufallsfaktor keine Probleme hat und sich mit fordernden taktischen Kämpfen, gepaart mit einer von Intrigen gefüllten Geschichte, anfreunden kann, sollte definitiv zugreifen. Spieler, die mit der Xbox-360-Fassung ihre Erfahrungen gemacht haben, können sich auf ein wesentlich besser ausbalanciertes Spiel freuen, ohne die bekannten Performance- und Grafikprobleme. Zusätzlich gibt es jede Menge hinzugefügte Extras aus der PC-Fassung.

      PC-Spieler hingegen müssen sich ernsthaft überlegen, ob eine weitere Anschaffung des Titels lohnenswert ist. Neue Sachen gibt es nicht und hinsichtlich der Sprachwahl muss man einen Kompromiss eingehen. Performance-technisch wurde der Titel nochmals aufpoliert, hat aber immer noch kleine Defizite hinsichtlich Pop-ins und einen zu hohen Gammawert. Tearing und nachladende Grafiken sind nun allerdings komplett ausgemerzt.«

       

      Eine interessante, politisch angehauchte Geschichte, in deren Wirren sich der junge Rush Sykes verfängt.
      Atypische Rundenstrategie mit Zufallsfaktor und Suchtpotenzial.
      Aufpolierte Grafik dank Unreal Engine 4 mit Makeln hinsichtlich eines zu hohen Gammawerts und kleinerer Grafikfehler innerhalb der Kämpfe.
      Imposanter Soundtrack. Zwei Sprachen stehen per Systemsprache zur Wahl. Lautstärkendefizite zwischen Laufspiel und Sequenzen.
      Alle Inhalte der PC-Fassung sind in dem Remaster vorhanden.
    • hab hier noch ziemlich auf ne physische version irgendwo auf der welt (am ehsten wohl asien) gehofft, awa werd wohl so bald dazu greifen müssen, vlt im nächsten sale.. die tage erst the last story beendet nach langer langer zeit, und wenn ich auch vom ks kein großer fan war, story fand ich recht gelungen und sehr gut inszeniert.. vermisse sakaguchi :/ vom stil her erinnert mich the last remnant ein bisschn daran, wird irgendwann auf jeden fall ne chance gegeben und nachgeholt
      Nothing is what exists there. The origin of all. It, and time, move the world. A pair searching for a fleeting moment together. Ultimately two become one, broadening throughout the world. Individual elements divide nonreductively spreading to the whole. Each individual element is infinitely finite. None have yet transcended the infinite. No one has ever seen the different levels at once. It has yet to appear in this world. - The labyrinth of memories that is killing me.
    • Schöner Test.
      The Last Remnant habe ich auch auf dem Schirm. Dem gebe ich irgendwann im kommenden Jahr auch ne Chance. Wollte erst diesen Monat zugreifen, habe mich aber doch für Backlog und gegen Neuanschaffung entschieden.
      Lediglich das Fachchinesisch im entsprechenden Thread hier im Forum hat mich etwas abgeschreckt.
      Hab mich aber wieder gefangen.
    • Bin schon fleißig dabei und wieder bei den 6 Bases angekommen. BR 60 und 5 Trupps mit je 3000-3800LP.
      Hatte eigentlich gedacht das man in der PC Version volle Teams hat. Sprich; 25 Teammitglieder. Leider nicht und ich muss mich wieder für 18 entscheiden. So kann man überhaupt keine ordentliche Gruppenkonstellation ereichen. Ich kann mir durchaus vorstellen warum man max. nur 18 erlaubt hat, so dass man hin und her überlegen kann und unterschiedliche Möglichkeiten hat. Es lässt aber das Gefühl aufkommen etwas unfertiges zu habe n. Zumal sich viele Formationen erst dann eröffnen wenn man volle 5er Teams hat.
      "Such tears...
      What beauty they hold... these tears of sorrow... Surely they are the most precious substance in the world.
      But, are you worthy to shed such tears? "

    • Hat schon irgendjemand Fallen besiegt?
      Ich habs mit 4&5 Trupps versucht. Bin aktuell BR 72 und habe im Schnitt zwischen 4000-6000LP aber der killt meine Gruppen beinahe in einer Runde. Ich habs komplett auf Mystikdefense probiert, half auch nichts.
      "Such tears...
      What beauty they hold... these tears of sorrow... Surely they are the most precious substance in the world.
      But, are you worthy to shed such tears? "