Im Test! The First Tree

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    • Im Test! The First Tree

      Titel The First Tree
      Japan 14. September 2017
      David Wehle
      Nordamerika 14. September 2017
      David Wehle
      Europa 14. September 2017
      David Wehle
      System PlayStation 4, Xbox One, PC, Nintendo Switch
      Getestet für Nintendo Switch
      Entwickler David Wehle
      Genres Story-Adventure
      Texte
      Japan
      Vertonung Nordamerika 

      Bildmaterial: The First Tree, David Wehle

      Verluste sind ein trauriger Bestandteil des Lebens. Niemand will jemanden verlieren, den er liebt, und doch ist es unausweichlich. Jeder, der lebt, muss auch sterben – früher oder später. The First Tree beschäftigt sich mit genau dieser Thematik. Das Spiel greift Themen auf wie Familie, die Zerbrechlichkeit des Lebens, Schmerz und Hoffnung.

      Wie in einem Traum

      Eines Nachts wird Joseph von einem Traum geweckt: Eine Füchsin erwacht in einem verschneiten Gebirge und stellt fest, dass ihre Jungen nicht bei ihr sind. Sie macht sich daraufhin auf die Suche nach ihren verschollenen Kindern. Ihre Reise führt sie durch traumhafte, fast unwirklich scheinende Welten.

      Der Spieler übernimmt dabei die Rolle der Füchsin, während Josephs Stimme im Off seiner Frau von eben diesem Traum erzählt. Dabei erfährt man mehr und mehr von der Vergangenheit des Erzählers und seiner Beziehung zu seinem Vater. Man wird Teil bittersüßer Momente und schmerzlicher Erinnerungen.

      So weit die Pfoten tragen

      Man steuert das Tier durch Wälder, Wiesen und Gebirge, über Hügel, Gewässer und Schnee. Dabei wird die Handlung an bestimmten Punkten vorangetrieben, wenn man ein Artefakt aus Josephs Vergangenheit ausgräbt. Dann erfährt man wieder etwas von ihm und seinem Vater. Aufmerksame Spieler finden auch Gegenstände in der Umgebung verstreut, die aus der damaligen Lebenswirklichkeit von Joseph stammten. Optional kann man nebenbei mysteriös leuchtende Orbs aufsammeln. Was es damit auf sich hat, erfährt man erst zum Schluss des etwa zweistündigen Spiels.

      The First Tree

      Das Gameplay von The First Tree beschränkt sich darauf, die Füchsin durch die Traumwelt zu steuern, an Felsvorsprüngen hochzuhüpfen und die Erinnerungen des Sprechers freizulegen. Teilweise fühlen sich diese Platforming-Elemente etwas ungelenk an, insgesamt ist das Gameplay aber simpel und anspruchslos.

      Schade ist, dass das Spiel zwischen den Erzählungen des Sprechers manchmal recht langweilig werden kann. Dann läuft man über lange Strecken zum nächsten Punkt, ohne wirklich etwas zu tun, als in eine Richtung zu rennen.

      Traumhafte Optik

      Das Spielt versteht es, mit seiner Optik eine traumhafte Umgebung zu erschaffen, die teils surreal und unwirklich scheint. Die lebendigen Farben gemeinsam mit der minimalistischen Grafik ergeben ein wunderbar stimmiges Bild und eignen sich perfekt als Traumsequenz.

      Trotzdem muss man erwähnen, The First Tree ist keine makellose Schönheit. Neben teils merkwürdigen Animationen und manchen Clipping-Fehlern gibt es einige Pop-ups und die zahlreiche Wiederholung identischer Assets nebeneinander fiel unangenehm auf. Man muss trotzdem im Hinterkopf behalten, dass das Spiel mehr oder weniger im Alleingang von einem Mann kreiert wurde. Aufgrund mangelnder Programmierkenntnisse und Ressourcen musste er an bestimmte Grenzen stoßen – dafür ist das Resultat aber sehr ansehnlich!

      Sanfte Klänge

      Das Rauschen der Blätter, das Heulen des Windes und das ferne Zwitschern der Vögel. The First Tree bietet eine dichte und gleichzeitig sanfte Soundkulisse. Sie haucht Josephs Traumwelt Leben ein und fällt zu keiner Zeit unangenehm auf.

      Auch Musik und Sprecher sind hervorragend und fangen die Handlung des Spiels perfekt ein. Die Musik ist verständlicherweise meist sensibel und anrührend, könnte aber auch gerne ein bisschen abwechslungsreicher sein und hin und wieder von traurigem Klavier und Streichern abweichen.

      The First Tree: Folge dem Fuchs

      »The First Tree erzählt eine herzerweichende Geschichte von Vater und Sohn, Familie und Verlust. Gleichzeitig wird die Lebensgeschichte des eigentlichen Protagonisten Joseph geschickt mit seinem Traum verwoben und bietet so eine kreative Gameplay-Grundlage.

      Wer sich für Titel erwärmen kann, die einen starken Fokus auf Story legen, ist hier sicherlich nicht falsch. Wer aber spielerisch mehr machen möchte als rennen und springen ohne jeglichen Druck oder Herausforderung, wird mit diesem Titel vielleicht nicht ganz so glücklich. Besonders, da das Gameplay zwischen den Erzählschnipseln durchaus etwas öde und leer werden kann.«

       

      Eine Story rund um Familie, Verlust und Hoffnung.
      Man bewegt den Fuchs mehr oder weniger von A nach B. Gameplay dient hier rein zur Fortbewegung.
      Atmosphärische Traumwelt mit einigen Macken.
      Harmonische Soundkulisse mit anrührender Musik und guten Sprechern.
      Das Einsammeln von leuchtenden Orbs ist optional und hält am Ende eine Überraschung bereit.
    • Freut mich wenn das Spiel etwas Aufmerksamkeit bekommt. Es ist, wie im Test treffend beschrieben, bestimmt nicht perfekt und hat einige Macken, aber wenn man sich auf solche Spiele einlassen kann, bekommt man hier ein kleines atmosphärisches Spiel. Mir hatte es gefallen.
      Beim Easter egg musste ich etwas schmunzeln^^