[PS4] JUDGE EYES: Shinigami no Yuigon

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Da ich ein paar einsame Stunden auf der Arbeit überbrücken muss und nicht in die Versuchung kommen will mich über die aktuelle Game of Thrones Folge zu spoilern, lass ich einfach meine Gedanken um Judgment/ Judge Eyes whatever kreisen, in welches ich schon das ein oder andere Stündchen versenkt habe.

      Erstmal zur Grafik: Ich weiß nicht wie Kiwami 2 es nun handhabt, aber im Vergleich zu Yakuza 6 sieht Judgment etwas schwächer aus. Besonders NPCs und die Texturen z.B. der Autos könnten auch so locker PS3 sein.
      Aber dafür ist man in Kamurocho ohne Ruckler und Tearing unterwegs. Und es ja auch kein hässliches Spiel. Besonders Yagamis Animationen im Kampf sind ein Träumchen.

      Gameplay: Yagami kämpft sich wie ein junger Gott. Neben Akiyama spielt er sich für mich am Besten. Yagami hat zwei Kampfstile die sich nicht mega voneinander unterscheiden, aber genug Eigenständigkeit bieten. Wann man zum jeweiligen Stil wechseln muss lässt sich auch leicht ablesen. Fängt der Gegner an den einen Stil ständig zu blocken, wechselt man halt zum nächsten. Auch an der Mobilität wurde geschraubt. Ich renn z.B. immer gern zu den Gegner und verteil Luftkicks, weil Yagami echt auf Zack ist. Auch wenn man auf eine Wand zurennt, er sich von dieser abstößt und der Saltokick dann in der Fresse vom Schuft landet, fühlt sich das nur gut an.
      Besonders im HARD Modus kommt da ein ziemlich geiler Spielfluss auf, wenn der Gegner nicht gerade ein Messer oder ne Knarre hat. Ansonsten liegt man Yakuza Typisch öfter im Dreck als einem lieb ist.

      Die Bosse und Mid-Bosse haben jetzt ne fiese Attacke drauf. Nach ner Zeit hüllen die sich in einer Aura und lassen Attacken vom Stapel die die eigene Lebensleiste dauerhaft minimieren. Dies lässt sich auch nicht durchs Essen oder die gängigen Hilfsmittel bereinigen, sondern man muss sich für teures Geld Medi-Kits besorgen oder einen Arzt aufsuchen. Das kann teilweise ziemlich tricky werden. Gegen einen Boss kämpft man in einer engen Gasse und der ist auch noch mit einem Katana bewaffnet. Nun stand ich doof, er hat auf mich eingedroschen und ich hatte nur noch eine halbe Leiste zur Verfügung. Und wie gesagt, Medi Kits kosten ordentlich.

      Generell scheint Kamurocho in ner Finanzkrise zu stecken, alles ist ordentlich teurer geworden. War erst ein Schock, aber für Side Mission kommt man nun gut 80.000 Yen und mehr zugesteckt.
      Die Nebenmissionen muss man nur noch zum Teil in Kamurocho triggern. Da Yagami nun einmal Privatdetektiv ist, trudeln nach und nach immer mehr Fälle rein, die man aus ner Liste auswählen kann. Hier schafft Judgment auch wieder diesen fabelhaften Spagat zwischen ernsthaften Crime Drama in der Hauptstory und japanischen Wahnsinn in den Side Missions. Da kann man eben noch im Gerichtssaal sitzen und einen Mordfall aufklären, während man danach in ner Subquests jemanden observiert der per Drohne Mädchenschlüpfer von den Dächern klaut. xD

      Zu den Minispielen: Gibts natürlich wieder ne Menge, aber mir ist noch kein Ding von der Größenordnung eines Clan Creators oder Real Estate untergekommen. Worüber...ich auch ganz froh bin. In der Summe kommen mir die Minispiele aber weniger vor. Liegt vielleicht daran, dass ich Shogi, Mahjong oder Poker nicht spiele, die ja vorhanden sind. Es gibt zwar ein paar neuen Spiele, wie den VR Room,
      wofür aber wiederum Bowling weggefallen ist. Aber besonders Pinball und das Drohnenrennen haben’s mir angetan. Aber dafür fallen z.B. die Hostess Clubs weg und der Titten-Chat aus Yakuza 6 ist auch nicht mehr dabei, wäre für die Ecchi-Freunde sicherlich interessant gewesen.

      Eine große Neuerung sind auch die Friend-Events. In fast jedem Restaurant, Shop etc. kann man sich mit dem Staff ankumpeln, wenn man für ihn ne kleine Aufgabe erledigt. Das können lame Aufgaben sein wie einfach Sachen einkaufen für den POPPO Mitarbeiter oder ein Selfie machen mit der Smile-Burger Mitarbeiterin, die einem zum Dank dann als Heat-Action ne Flasche Tabasco zuwirft, wenn man sich mal vor dem Restaurant prügelt.
      Aber auch kleinere, coole Subquests sind vorhanden, wie z.B. einer Mitarbeiterin im Café der man Englisch beibringen muss. Bin auch mal gespannt, wie sie das in der Lokalisation lösen werden. Oder Yakuza 3 Style einfach komplett streichen.
    • Nach knapp 50 Stunden hab ich nun den Abspann gesehen. War bis zum Schluss ein cooles Teil. Teilweise mehr Ace Attorney als Yakuza vom Gefühl her.
      Wieder mal hab auch bei Judge Eyes zu Beginn alles mitgenommen und mich gegen Ende nur auf die Hauptstory konzentriert und die Sidequests sträflichst ignoriert. Evtl. geh ich die dann im Premium Adventure nochmal an. Hab noch ca. die Hälfte offen. xD
      Diesmal sind die Quests zum Glück deutlich strukturierter als noch in Yakuza 6, wo es teilweise einfach nur random war Quests zu triggern.

      Aber hey. Mega Spaß gehabt. Besonders die Story, die in den ersten Kapiteln leicht vor sich hinplättschert, zieht gegen Ende nochmal an.
      Yagami ist ein cooler neuer Hauptcharakter und besonders im Verbund mit seinem Kollegen Kaito unschlagbar. Wenn die zusammen auftreten, kommt schon cooles Buddy Movie Feeling auf. Ein Duo, welches sich auch vor eine Kombo wie Kazuma & Majima nicht verstecken braucht.

      Ich hätt schon Bock auf ein Sequel. Das Ende lässt die Tore für einen möglichen Nachfolger auf jeden Fall offen.
      Bin mir nur nicht sicher, ob Sega nochmal das Kimura Takuya Money zücken wird.

      Ach und Pierre Taki > der anderen Dude den sie für ihn ausgetauscht haben.
    • Hab das Spiel vor Kurzem nach knapp 50 Stunden auch beendet und mir hats wirklich gut gefallen. Ist schon ein sehr cooler Ansatz, Kamurocho mal aus einer anderen Perspektive zu erleben, auch wenn man sich letztlich doch in sehr ähnlichen Kreisen bewegt wie in Yakuza. Die Story war ein sehr cooles Crime-Drama mit der gewohnt guten Inszenierung und Figuren, die einem schnell ans Herz wachsen. Yagami ist ein cooler Protagonist, Kaito ein toller Sidekick und auch die Antagonisten haben mich überzeugt. Muss an der Stelle auch den englischen Dub hervorheben, der viele Sprecher vereint, die man auch von anderen Japano-Games kennt und die alle fantastische Arbeit leisten. Bis auf den einen oder anderen kleinen Nebencharakter gibts da wirklich keine Totalausfälle.

      Ich finde spielerisch ist es aber doch ein Rückschritt im Vergleich zu den Yakuza-Titeln, die davor erschienen sind. Da ist allen voran das Detektiv-Gameplay, was wirklich einfach nur langweilig ist. Gerade das Beschatten von Leuten ist so öde, wenn man minutenlang den Leuten hinterher läuft und sich ab und zu mal verstecken muss, weil sich die Zielperson mal umdreht und man verdächtig wirkt (die Erklärung dafür würd ich auch gern mal hören, für die Leute müsste Yagami nur einer von vielen sein, aber ne, er darf trotzdem nicht gesehen werden). Da entstehen dann auch teils unfreiwillig komische Szenen, wenn die Zielperson um die Ecke läuft, dann aber stehen bleibt und sich umdreht (was man aber selber ja nicht sieht) und dann rennt man panisch wegen dem Zeitlimit hinterher, nur um dann in die Zielperson zu krachen. Dann füllt sich das Verdachtsmeter und man macht so wie in nem Zeichentrickfilm einen panischen Rückzieher, bevor man komplett enttarnt wird. Schon sehr bekloppt. :D Die Verfolgungsjadgen und das Abklappern von Beweisen sind auch nur mäßig spannend. Es wäre halt auch richtig cool gewesen, wenn man sich mit den diversen Entscheidungen in den Dialogen die Story auch hätte verbauen können und so ein Bad Ending bekommen würde, aber das ist Meckern auf hohem Niveau

      In anderen Bereichen wirkt das Spiel fast ein wenig wie eine abgespeckte Version. War ernsthaft richtig enttäuscht, dass es keine Karaoke-Bar gab, ist normalerweise immer mein erster Abstecher, wenn ich auf Kamurocho losgelassen werde. :D Auch so typische Sachen wie eine Kampfarena fehlen, dafür gibts dann dieses blöde VR-Brettspiel, was zwar eine coole Idee ist, aber dann doch zu sehr auf RNG baut, um wirklich Spaß zu machen (ich sag nur Tiger-Stunlock). Mir fehlt auch so ein größeres Minigame wie z. B. der Nachtclub-Manager. Insgesamt ist der Eindruck schon sehr rudimentär, was so die Nebenbeschäftigungen angeht, das absolute Minimum ist da, aber mehr auch nicht (und da ich Shogi und Mahjongg eh nicht anrühre, gibts nochmal extra wenig zu tun). Dafür gibt es haufenweise zu tun mit den Sidequests und Friend Events, die mich dann doch öfters von der Hauptstory ablenken konnten.

      Das Kampfsystem hat mich auch sehr enttäuscht. Nur zwei Kampfstile, einer für Gruppen und einer für Einzelgegner, sind einfach zu wenig, zumal es gefühlt auch weniger Moves gibt. In Verbindung mit der stellenweise absurd hohen Encounter-Rate werden die Kämpfe schnell langweilig und stellenweise auch nervtötend, gerade wenn man für eine Sidequest mal schnell von A nach B will und zig Gegner unterwegs sind, weil diese Gang aktiv ist, deren Name ich schon wieder vergessen habe. Da bin ich von den Yakuza-Titeln wirklich besseres gewohnt.

      Empfehlen würde ich das Spiel trotz der Schwächen aber trotzdem. Man kann den Yakuza-Titeln und auch Judgment zwar vorhalten, dass die sehr nach Schema X aufgebaut sind. Aber die Entwickler haben eine Formel gefunden, die halt gut funktioniert. Jetzt hoffe ich erst mal, dass die Ports von Yakuza 3, 4 und 5 mal langsam für den Westen angekündigt werden, idealerweise noch für dieses Jahr. Möchte endlich die riesige Lücke zwischen Kiwami 2 und Teil 6 schließen. :D
    • Mit Yakuza konnte ich damals auch nie was anfangen, aber die Demo von Judgment im Store war wirklich mal erfrischend und ich möchte mir Judgment auch die Monate mal holen. Anscheinend bekommt man hier auch mal wieder Content geboten, was man ja heute nicht mehr oft findet, wenn ihr alle sagt ihr habt um die 50 Stunden ohne viel Nebenkram gebraucht.

      Aber erstmal müssen FFVIIIR, Black Desert und Code Vein ran, würde es die im September noch nicht geben hätte ich sofort zugeschlagen bei Judgment.
    • Ich habe das Spiel ebenfalls vor kurzem beendet. Genau 20 Stunden hat es gedauert. Um es kurz zu machen: Ein tolles Spiel und für mich ein klarer Kandidat für die besten Spiele 2019. Die Story ist echt gut und hätte sich auch super als HBO Mini-Serie gemacht. Ein zweiter Teil darf gerne kommen!
    • Ich habe es mir gekauft, und ja es ist cool. Bin zwar erst in Kapitel 1, aber es gefällt mir sehr. Finde das Kampfsystem nachwievor echt gut, ist sogar glaube dynamischer als in den Yakuza Games.
      Bedenkt man die wunderbare Komplexität des Universums, seine Perfektion, seine Ausgewogenheit in allen Dingen – Materie, Energie, Gravitation, Zeit, Dimension – muss ich einfach annehmen, dass unsere Existenz viel mehr ist, als Philosophie in ihr sieht. Das was wir sind, übertrifft alle Maßstäbe, die wir uns mit unserem mathematischen Denken vorstellen können. Unser Dasein ist Teil eines Ganzen, das wir mit unserem Verstand, unserer Erfahrung nicht erfassen können.
      -Picard-
    • Also dieser Easter Egg kann man wohl leicht erkennen, von wo es stammt. Ich packe es mal in einem Spoiler Kasten.
      Bedenkt man die wunderbare Komplexität des Universums, seine Perfektion, seine Ausgewogenheit in allen Dingen – Materie, Energie, Gravitation, Zeit, Dimension – muss ich einfach annehmen, dass unsere Existenz viel mehr ist, als Philosophie in ihr sieht. Das was wir sind, übertrifft alle Maßstäbe, die wir uns mit unserem mathematischen Denken vorstellen können. Unser Dasein ist Teil eines Ganzen, das wir mit unserem Verstand, unserer Erfahrung nicht erfassen können.
      -Picard-