GC18: Unsere Eindrücke zu Man of Medan

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    • GC18: Unsere Eindrücke zu Man of Medan

      Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass auf der Gamescom große Videospiel-Projekte angekündigt werden. Die Entwickler und Publisher heben sich dieses Vergnügen meistens für andere Events auf. Daher ist es umso erstaunlicher, dass Bandai Namco und Supermassive Games nicht nur ein Spiel, sondern eine ganze Spiele-Anthologie angekündigt haben. Mit The Dark Pictures geht es für die Entwickler wieder zurück zu ihrem alten Steckenpferd: dem Horror. Auf der Basis von bekannten Mythologien und Legenden werden kurze Episoden geschaffen, die den Spielern das Blut in den Adern gefrieren lassen sollen. Einen wirklich kurzen Einblick in den ersten Teil, Man of Medan, konnten wir auf der Messe gewinnen.

      Vielen Spielern wird Supermassive Games hauptsächlich wegen Until Dawn ein Begriff sein. Mit dem PlayStation-4-Exklusivtitel konnte man 2015 noch große Wellen schlagen und viele Fans für sich gewinnen. Seitdem wurde es jedoch etwas ruhiger um das Studio, doch nun sind sie zurück. Grafikstil, Charaktere, Atmosphäre und ganz besonders die Steuerung machen unzweifelhaft klar, dass es sich hier um dieselben Entwickler wie bei Until Dawn handelt. Die klobige und ungewöhnliche Steuerung hat sich in den drei Jahren kein bisschen verändert. Was schade ist, denn hier bestand definitiv die Notwendigkeit von Verbesserungen.

      Man of Until Dawn

      Grafisch hingegen hat sich einiges getan. Das alte Schiff, in welchem die kurze Demo spielte, sah hervorragend aus. Von Dunkelheit verhüllte Details, tropfende Decken und natürlich einige Leichen zierten den Ort und verstärkten die dichte, klaustrophobische Atmosphäre. Die Charaktermodelle sahen realistisch aus und die Animationen waren überzeugend, mal abgesehen von den abgehackten und steifen Bewegungen, die durch die Steuerung zustande kamen. Auch das Sounddesign war sehr effektiv und hat jede Szene unterstützt. Das galt auch für die Jumpscares, die in heutigen Horror-Projekten fast schon obligat sind. Das macht sie zwar nicht weniger billig und hier in einem Fall auch sehr fragwürdig, doch erwarten viele Spieler diese.

      Da ich die Geschichte nicht spoilern will, bleibt hier nichts weiteres zu sagen. Der Grund für diesen kurzen Eindruck von Atmosphäre und Spielart soll eigentlich nur eines verdeutlichen: Man of Medan ist, zumindest bis jetzt, ein Until Dawn im neuen Setting. Das Gefühl ist praktisch das Gleiche, die Regie und das Umgebungsdesign erinnern stark daran und das Gameplay ist praktisch unverändert. Das muss nichts Schlechtes sein. Until Dawn hat vielen Spielern, mir eingeschlossen, viel Spaß gemacht und ein weiteres Kapitel ist willkommen, aber inwieweit sich die Anthologie auf eigenen Beinen halten und von Until Dawn unterscheiden kann und wird, ist eine Frage, die gestellt werden muss. Ich hoffe sehr, dass die Entwickler es schaffen, den Episoden eine eigene Identität zu verschaffen.

      Der geplante Veröffentlichungstermin ist für das nächste Jahr angesetzt.